Kommentare

EU lässt sich auf der Nase herumtanzen

Wann ist endlich dieses toxische Thema vorbei, Europa hat seine eigenen Aufgaben konstruktiv zu bearbeiten, GB ist Sand im Getriebe.

@15:14 von RoyalTramp

Sie warfen mir im Vogängeethread vor, ich erhöhte mich selbst, indem ich die Haltung in Sunderland als emotional anstatt logisch bezeichnete. Das war nicht meine Absicht. Erstens ist emotional nicht generell schlechter als logisch, zweitens hat jeder das Recht, emotionale Entscheidungen zu treffen und drittens tue ich es selbst auch.
Das Problem für Sunderland dabei ist Nissan. Die Firma hat vermutlich kein emotionales Verhältnis zu Sunderland. Wenn es sich nach dem Brexit nicht mehr rechnen sollte, Autos für Europa in GB zu bauen, (was jetzt noch keiner weiß, hängt vom Deal ab) dann hauen die ab und bekommen für den neuen Standort noch Subventionen,
Aber falls Sunderland sich ohne Nissan wohler fühlt ist es das gute Recht der Bürger, für den Brexit zu sein.

Farage

Ich habe britische Kollegen. Sie wissen nicht, ob sie in ein paar Tagen als illegale rausgeschmissen werden. Sie leisten hier einen wertvollen Beitrag. Farage soll sich zum ... scheren. Er hat gelogen daß sich die Balken biegen, und spielt mit der Zukunft vieler Briten im In- und Ausland.

Demokratie?

Na, das nenn ich mal wirklich demokratisch, wenn ein Ergebnis nicht so ausfällt, wie man es sich wünscht, werden die Menschen, die sich nicht unseren Wünschen entsprechend entscheiden als dumm, senil oder realitätsfern diffamiert. Ein Volksentscheid ist eine Entscheidung des Volkes, und die hat stattgefunden!
Wenn nicht nur junge Leute heute der Meinung sind, dass das Ergebnis nicht ihren Wünschen entspricht weil sie am Wahltag keine Lust hatten abzustimmen, dumm gelaufen! Viele Kommentatoren, die sich über die ach so dummen Brexit-Befürworter aufregen, wünschen sich bei jeder passenden Gelegenheit mehr direkte Demokratie. Hier haben sie was sie wünschen und nun ist es auch nicht recht.

Man könnte die Brexit-Marschierer doch mal interviewen

Was erwarten Sie für sich persönlich vom Brexit?
Was erwarten Sie für Sunderland vom Brexit?

@Zahnarzt 16:23

Stimmt so nicht. Die EU lässt sich nicht auf der Nase rumtanzen. Die EU hat klar verhandelt. UK weis doch nicht was es will. Ist nicht die Schuld der EU. Die EU hat richtig gut verhandelt und UK hat verhandlungstechnisch Mist gebaut. Die Demonstranten mit ihrem Marsch dort werden noch spüren was für ein Unfug es war sich für den Brexit zu entscheiden. Wirtschaftlich wird diese Entscheidung Großbritannien extrem schaden und niemand wird kommen um die britische Wirtschaft zu retten.

Ja, was glaubt ihr denn, was die meisten Europäer wollen ???

Niemand in der EU hat jeh so viele "Sonderrechte", Privilegien und Eigenständigkeit beansprucht, wie die "Europäer" auf der britischen Insel. Und den meisten Forderungen wurde letztlich statt gegeben, weshalb die Briten stets als etwas eigenwillig und auf seine Besonderheiten versessenes Volk empfunden wurden. Sozusagen als Europäer einer besonderen Spezies. Nicht zuletzt ob ihrer Lebensart und Kultur von vielen bewundert, lebten die Briten ihren "Sonderstatus" bis zuletzt aus, und kaum ein anderer Europäer verstand, warum das so vielen Briten dennoch nicht reicht und sie das sowieso schwache Band nach Europa gänzlich lösen wollen. Nun ist dem so, und ganz Europa schaut einem unwürdigen Hick-Hack zu, die Quadratur des Kreises zu vollenden und sich zu waschen,ohne dabei naß zu werden. Wenigstens hier nun verlieren die Briten sehr viel an Bewunderung und bekommen statt dessen ein Gefühl von : es reicht endlich !!!

Nigel Farage

Ein stinkreicher Börsenspekulant läuft vorneweg, und Arbeiter, die um ihre Existenz fürchten, trotten hinterher.

Weiter kann man die Analogie zur Sage vom Rattenfänger von Hameln kaum treiben.

re bruchpilot

" Viele Kommentatoren, die sich über die ach so dummen Brexit-Befürworter aufregen, wünschen sich bei jeder passenden Gelegenheit mehr direkte Demokratie. Hier haben sie was sie wünschen und nun ist es auch nicht recht."

Wohl kaum.

Eher ist es so, dass auch bei denen, die sich mehr direkte Demokratie wünschen, das Brexit-Referendum die Grenzen der direkten Demokratie deutlich gemacht hat.

Außerdem referieren Sie in einem Satz auf zwei verschiedene Personengruppen. Es mag eine Schnittmenge geben, aber so identisch, wie Sie behaupten, sind die Gruppen nicht.

faterlandlim

Rattenfänger?? Mitnichten! Mal wieder daneben.

re von fathaland slim

Doch man kann es noch weiter treiben:Stinkreiche deutsche Unternehmer,Politiker,EKD-Leute schalteten vor einiger Zeit eine teure Anzeige in der Times,in der zum bleiben in der EU aufgefordert wurde.Mitunterschrieben hat auch DGB-Vorsitzender Hoffmann.Welchen Interessen trottet er hinterher?

Kolonialvertrag

Es ist gut dass sich das Britische Parlament von der EU nicht verarschen lässt. Dieser "Deal" hat mit einem Austritt nichts zu tun, sondern eher mit einem Kolonialvertrag! In allen wesentlichen Bereichen behielte die EU die Oberhand und der EUGH wäre immer noch oberste Instanz.

Und May spielt vermutlich ein doppeltes Spiel. Sie war ja für den Verbleib und jetzt tut sie so als ob sie für den Austritt wäre. (Vielleicht auch darum der Knebelvertrag?)

Die EU ist doch nicht an Europa interessiert, nur am eigenen Machterhalt!

No Deal wäre wohl das Beste für UK. GB/UK gab es auch schon vor der EU!

@ 16:30 von Bruchpilot

Man kann es für alle Brexit-Gläubigen offensichtlich nicht oft genug wiederholen: Es hat niemals einen Volksentscheid zum Brexit gegeben, sondern, wie 1976 nur eine Volksbefragung. Damals, 1976, sind die Brexiteers gegen eine 2/3-Mehrheit gescheitert, 2016 haben sie es noch mal probiert und in dieser Schicksalsfrage für Generationen nur knapp gewonnen. In einem Volksentscheid, dessen Ausgang Gesetzeskraft hat, muss ganz konkret bestimmt sein, was dann gelten soll. Eine Volksbefragung ist unverbindlich und gibt nur ein Stimmungsbild wieder. Daher kann man sie auch so dilletantisch, oder soll ich missbräuchlich schreiben?, formulieren, wie man möchte. Hier wurde nicht gefragt, was statt der EU-Mitgliedschaft kommen soll, sondern nur negativ, "wollen sie raus" ohne das "was dann" zu thematisieren. Und genau für irgendeines "dieser was dann" gibt es keinerlei Mehrheit im Volk. Daher ist die einfache Mehrheit heute für Leave. Für nichts anderes gibt es auch nur irgendeine Mehrheit.

16:30 von Bruchpilot

Zum gefühlt hundertsten Mal: Es war kein Volksentscheid, sondern eine rechtlich unverbindliche Volksbefragung, die in GB stattgefunden hat. Im Übrigen kann man an diesem Beispiel hervorragend die Problematik direkter Demokratie erkennen: Wenn eine so komplexe Frage auf Ja oder Nein reduziert wird, werden Entscheidungen häufig nach Tageslaune oder sachfremden Gesichtspunkten (denen da oben eins auswischen...) getroffen. Kommen noch Lügen und Hetze dazu, ist das Teufelsgebräu fertig. NB: Die meisten Kommentatoren, die direkte Demokratie fordern, sind begeisterte Brexiteers hier im Forum...

@Am 16. März 2019 um 16:23 von Zahnarzt

Zitat: "Wann ist endlich dieses toxische Thema vorbei, Europa hat seine eigenen Aufgaben konstruktiv zu bearbeiten, GB ist Sand im Getriebe."

Sie meinen, ohne GB würde es die EU schaffen, Europa noch schneller herarbzuwirtschaften?

Die Kommödie....

um den Brexit hat erneut gezeigt, daß 1.) Referenden als Form der "direkten Demokratie" ungeeignet sind und 2.) immer die Gefahr besteht, daß die "Politik" das Ergebnis mißversteht oder sich von der Bevölkerung nicht vorschreiben lassen will, wie sie sich zu verhalten hat. Beim Brexit sollte man auch nicht vergessen, daß es eigentlich ein ureigenstes innenpolitisches Thema war und das Ergebnis der Panik von Cameron ist. Wenn sich Brexitiers von Sunderland also betrogen fühlen, ist das sogar irgendwie verständlich. Schade ist nur, daß irgendwann es von diesen Teilnehmern keinen geben wird, der Mr. Farage nach seinen Vorhersagen fragt, besonders, wenn sie nicht eingetreten sind. Das Brimborium unter May im Unterhaus ist ja auch eher bestimmt von der Angst um seinen Sitz, als die Verpflichtung dem Bürger gegenüber. Wenn die MP in London echte Volksvertreter wären, hätten wir schon lange einen "harten" Brexit ! Und man höre endlich auf, so zu tun, als ob das UK so wichtig wäre, wie früher!

16:37 von SchwarzbierWaldi

Sie haben (leider) weitgehend recht! Ich habe seit über 40 Jahren Freunde in der Gegend von Oxford und kenne inzwischen auch viele von deren Freunden und Bekannten. Viele von denen haben für den Brexit gestimmt. Gemeinsamer Nenner: Weit über 60 Jahre alt, Tory-Anhänger und über den Verlust der Weltgeltung GBs nicht hinweggekommen. Die Folgen müssen sie kaum noch tragen, die Hoffnung, dass sich die Geschichte irgendwie zurückdrehen lässt, wird wohl trügerisch sein.

die Sunderlander haben recht ...

Jetzt wahr doch die Vorlaufzeit wahrlich lange genug und die Politiker (hängt ja in diesem Fall nicht nur von den Regierenden ab) haben es nicht geschafft.
Für was setzt man sich eine Deadline? Doch nicht um sie zu verschieben, auf die Art, was interessieren mich meine Versprechungen von gestern.

Obwohl die Zukunft des Hauptarbeitgebers auf dem Spiel steht, entscheiden sie sich weiterhin für den Brexit. Kann ich gut verstehen, die EU entwickelt sich schon lange in die verkehrte Richtung und es ist immer noch kein Reformwille zu erkennen. Der Apparat verschlingt Unsummen von Geld und die Ergebnisse sind bescheiden.

Wünsche den Briten weiterhin, dass der demokratische Wille schnell umgesetzt wird.

Abgestimmt über Fake- Informationen

Die Abstimmung war von vornherein von falschen Tatsachen bestimmt. Gut, jetzt ist die Abstimmung durch, für ein zweites Referendum hat keiner den A... in der Hose. Also versucht man, es umzusetzen. Doch plötzlich bekommen selbst die Befürworter Kalte Füße: Raus oder Drin bleiben? Kakkophonie überall - eine derartige Posse habe ich selten gesehen. Das Aufschieben könnte sich tatsächlich als der Königsweg herausstellen, denn wenn lange genug aufgeschoben (und natürlich weiter gezofft wird), werden selbst die Briten irgendwann die Nase voll haben von diesem Zirkus - und die Zankhähne werden einfach nicht mehr gewählt. Man braucht nur nach Frankreich oder Italien zu sehen um zu sehen, dass (scheinbar) fest im Sattel sitzende Parteien zur Null-Nummer werden, wenn die Bürger genug haben. Weiter so, ihr Vollpfosten.
Es ist mir letztlich egal, ob England in der EU verbleibt oder nicht, die Wirtschaft tickt weiterhin, aber FALLS sie in der EU verbleiben, bitte weg mit allen Privilegien: Reset.

@16:30 von Bruchpilot

"Viele Kommentatoren, die sich über die ach so dummen Brexit-Befürworter aufregen" - mir scheint es aber eher, daß man sich hier mehr über das Gezerre aufregt als über die Brexit-Befürworter. Anders gesagt sehe ich bei "den Briten" kein klares Ziel. 200 Sunderlander ändern an dem Bild nichts.
Als in einer deutschen TV-Polit-Talkshow ein Tory-Abgeordneter gefragt wurde, ob er jetzt für den Deal stimmen würde antwortete er "Ja, die EU müßte sich aber noch ein wenig bewegen". Auf Nachfrage worin sie sich bewegen müsse wiederholte er sich nur, er hatte nichts "auf der Pfanne". Wenn das kein Armutszeugnis ist, was ist dann eines ?

@ 16:30 von Bruchpilot

Niemand bezeichnet Brexiteers als dumm. Es fehlen ihnen nur die Argumente, um den Brexit zu begründen. Und das stößt verständlicherweise oft zu Irritationen. Frau May betont z.B. gebetsmühlenartig, dass das Volk demokratisch für den Brexit gestimmt hat und es keine zweite Abstimmung geben wird. Auf der anderen Seite lässt sie über ihr ausgehandeltes Austrittsabkommen mit der EU nun zum dritten Mal abstimmen. Wie passt das zusammen? Demokratie ja, aber nur wenn es den Brexiteers nützlich ist!

16:35 von Magfrad

Stimmt so nicht. Die EU lässt sich nicht auf der Nase rumtanzen.
.
??
es wird nicht nachverhandelt
....
es gibt keine 3. Chance

was anders als auf der Nase rumtanzen ist das ?
alles in allem wäre es doch besser man akzeptiert deren Entscheidung,
statt denen permanent vorzuwerfen sie hätten falsch entschieden

16:27 von Eu-Schreck

Farage soll sich zum ... scheren. Er hat gelogen daß sich die Balken biegen,

Re bei einer solchen Aussage ,muss ich mal nachfragen ,wenn man ihre Ideologie abzieht
"Wo bitte "Wann was wie und wenn sie das nicht können sind sie es wo Fake verbreitet .
Ich warte auf Antwort mit Beweise ,oder ist es einfacher alle der Lüge zu bezichtigen als Tatsachen zu liefern ??

Der Marsch der Egoisten

Sunderland mag es früher besser gegangen sein. Aber glauben die allen Ernstes, dass sich das Rad der Geschichte 40 Jahre zurückdrehen lässt? Damals war die britische Wirtschaft auch nicht mit Ruhm bekleckert, es war marode an allen Stellen. Die lassen sich von Farage vor den Karren spannen und merken nicht mal, dass sie mit dem Brexit noch tiefer ins wirtschaftliche Abseits geraten werden. Die einige Chance wäre gewesen, sich auf bessere ökonomische Beine zu stellen - aber offenbar ist Sunderland ein Alimentations-Gebiet anstatt den Riemen enger zu schnallen und etwas zu verändern. Nirgends funktioniert "Mach mich mal reich".

Na vielleicht

tun den Marschierern Herr Salvini den Gefallen und die Italiener stimmen gegen eine Verlängerung.
Nur noch ein unwürdiges Schauspiel auf beiden Seiten.

Kein Zurück mehr

Ich bedaure den Brexit sehr, trotzdem sage ich: Kein neues Referendum, kein Rücktritt von diesem Brexit. Lieber eine Hälfte Briten, die bedauern, dass sie draußen sind, als eine andere Hälfte drinnen, die dauernd etwas zu nörgeln haben und jedes eigene Versagen auf die EU schieben.

Besser fuer alle, im Moment

Hoffentlich werden die Marschierer in London gehoert und der Brexit wird endlich bald vollzogen, mit oder ohne Deal. Das hoffe ich nicht etwa weil ich, wie manche in der Rest-EU, gegen die EU und EU-Mitgliedschaften waere, sondern WEIL die EU fuer den Rest von uns funktionierend gehalten werden muss. Zu viel Zeit und Energie ist schon mit dem Brexit verschwendet worden, und die EU muss sich endlich wieder mehr auf anderes konzentrieren. Nicht unbedingt auf die Ideen von Macron, der Vertiefung will die nicht dem Gefuehl der Zeit, in den Bevoelkerungen entspricht. Nicht jetzt, nicht in den naechsten Jahren. Vielleicht irgendwann einmal. (Vielleicht kommen ja auch die Briten irgendwann einmal wieder zurueck.) Aber in den naechsten Jahren sollte sich die EU darauf konzentrieren, mit den Befugnissen (und den Mitgliedstaaten) die sie bereits hat bessere Politik zu machen. Wirtschaftliches Ausscheren verhindern, Geldfluesse besser kontrollieren, Fluechtlingsaufnahme nicht erzwingen.

Laufen lassen!

Ganz Sunderland läuft für den Brexit. Schön. Die Briten sind aber gespalten zwischen der jungen und älteren Generation. Jüngste Wahlumfragen rechnen mit einem knappen Sieg der Brexit-Gegner , wenn es zu einem zweiten Referendum kommen würde. Aber das haben die Torys geschickt abgeschmettert. -
Ich verstehe langsam allerdings nicht mehr, warum auch Frau Merkel den Briten mit einer "Verschiebung" des Kündigungstermins entgegenkommen will? Wie lange soll das Brexit- Drama eigentlich noch verlängert werden? Und schauen CDU und SPD eigentlich nicht in den Kalender? Hallo, da kommt jetzt eine Europawahl! Sollen wir etwa noch mehr Europa-Gegner "pro forma" in Brüssel dulden?
Lasst die Briten Ende März daher ihre Sandburgen bei Dover mit Zöllen,Immigrantenbashing und Einfuhrsperren bauen. Der Ärmelkanal spült die Kreide-Felsen ohnehin bald einmal weg.
Und dann freut man sich in London, wenn man wieder einmal in die Zollunion darf.

Gefühlte Wahrheiten vor rational begründeten Fakten !!!

Wäre interessant zu erfahren, was die 47000 Beschäftigten nach dem Brexit dazu sagen werden wenn ihre Jobs weg sind, und ihre Existens bedroht ist.
Und wenn der 80-jährige Rentner !!! (dessen Einkommen gesichert ist) um die vergangenen guten, alten Zeiten nachtrauert, war es eine britische Regierung, welche den Schiffsbau "abgewickelt" hat in Sunderland, und nicht die EG bzw, EU.

Da kann man nur den Kopf schütteln, über so viel Verblendung.

Gruß Hador

16:31 von karwandler

«Man könnte die Brexit-Marschierer doch mal interviewen
Was erwarten Sie für sich persönlich vom Brexit?»

Das sollte man mal tunlichst tun.
Ist eine Frage, die mich grundsätzlich schon seit Juni 2016 interessiert.

Einige wenige derartige Interviews habe ich im TV gesehen.
Mit nur sehr wenig konkreten Antworten.
Was denn im persönlichen Umfeld besser werden könnte.

"Wir wollen keine Bevormundung mehr."
Das klang aus so gut wie allen Antworten heraus.

Niemand hat gesagt: "Wir wollen keine Verdummung mehr."
Keine weiteren Märchen von Farage, Johnson & Co. hören.

Ich fand es "amüsant", als ich die Tage hörte, dass einige Unternehmer-Milliardäre (u.a. "der Staubsauger-Dyson") in Kürze GB verlassen werden. Der Mann mit den Saugern geht mit seinen beutellosen technischen Geräten nach Singapur. "Sei er näher am asiatischen Markt", sagte er. Und es gäbe auch mehr Chinesen, die was zu saugen hätten, als es Briten gibt.

Nicht wirklich "amüsant".
Eigentlich eher "a very sad story" …

RE:fathaland slim

Stimmt, und Mr. Dyson, der stinkreiche Staubsaugerfabrikant machte viel Stimmung für den Brexit, um nach getaner Arbeit seine Produktion schnell nach Süd-Ost-Asien zu verlagern.
So geht britischer Brexit-Patriotismus !!!

Beste Grüße Hador

Fakten?

"Ein Volksentscheid ist eine Entscheidung des Volkes, und die hat stattgefunden!"

Ja, leider war dieser von vorne rein "unverbindlich" und das hat auch zur Folge gehabt, wer daran teilgenommen hat und wer nicht...

re tsilaer

"No Deal wäre wohl das Beste für UK. GB/UK gab es auch schon vor der EU!"

Ein beeindruckendes Argument. Und passt gleich auf 28 Länder ...

Sunderland war einmal der größte Schiffbaustandort der Welt

Das war zu der Zeit, als gesungen wurde:
"Britannia rules the waves"
und mit Kriegsschiffen und Kanonenbooten
Völker unterjocht wurden.
Lasst sie weiter davon träumen.
Im Übrigen sind auch anderswo Werften untergegangen:
Blohm und Voss,
HDW, ( Howaldtswerke Deutsche Werft)
Bremer Vulkan,,,
nicht zu vergessen, die Werften im Osten

"Na, das nenn ich mal wirklich demokratisch, wenn ein Ergebnis nicht so ausfällt, wie man es sich wünscht, werden die Menschen, die sich nicht unseren Wünschen entsprechend entscheiden als dumm, senil oder realitätsfern diffamiert."

Das ist das schöne an der Demokratie. Man kann wählen wen man will. Für einen selbst ist die Entscheidung, aus welchem Grund auch immer, die richtige.
Für andere mag die Entscheidung unlogisch, unverständlich oder dumm sein.
Wenn es überhaupt eine objektive Sichtweise auf die Wahlentscheidung beim Brexit gibt, dann ist die Enscheidung für den Brexit (ich meine hier den harten Brexit) sicher unlogisch und unverständlich. Meiner Meinung nach sogar dumm (ungebildet).
Die Wähler trifft nur in soweit eine Schuld, dass sie kein Interesse hatten, sich mit den Folgen des Brexits zu beschäftigen.
Die GB Abgeordneten hätten schlauer sein müssen, aber auch im Parlament herrschen uneinsichtige Sturköpfe.

Am Ende werden es die einfachen Bürger ausbaden müssen.

Eine Frage der Verantwortung - für sich und andere

"Ich dachte, die Bürger würden wegen der Arbeitsplätze bei Nissan und in der Zulieferindustrie knapp für die Mitgliedschaft in der EU stimmen. Doch das klare Votum für den Austritt zeigt, dass die Leute in Sunderland es ernst meinen"

Ich meine, man sollte grundsätzlich jeden, der bereit ist, die Verantwortung für seine Entscheidungen zu tragen - also nicht nur selbst die Konsequenzen zu übernehmen, sondern diese auch mit seiner sozialen Verantwortung in Einklang zu bringen (bzw. sie mit seinem Gewissen zu vereinbaren - was voraussetzt, dass er sie erkennen kann) - ernst nehmen.

Schließlich wird jede/r Bürger/-Gemeinschaft immer noch selbst am besten wissen, welche Lösung für ihn/sie unter den jeweiligen, überall auf der Welt unterschiedlichen Gegebenheiten, die sein/ihr Lebensumfeld ausmachen die Beste ist.

Wenn alle(!) Bürger der Welt - egal wo sie leben - das so sehen würden, wäre für die Weltgemeinschaft schon mal der wichtigste Schritt in Richtung „gute Zukunft für alle“ getan.

@Sisyphos3 17:14

Die EU hat nirgendwo was vorgeworfen. Die einzige Kritik kam gegenüber den Parlamentariern und der Premierministerin. Die wissen nicht was sie wollen.
Wenn die EU sich auf der Nase rumtanzen lassen wollte, dann würde sie auf jeden Mist der Briten eingehen. Dies wird nicht passieren. Es gibt keine Diskussion über den Backstop und auch keine Nachverhandlungen. Da können sich die Briten auch auf den Kopf stellen!

RE:Peter Meffert

Sie haben sie Sache auf den Punkt gebracht: Die Rentnergeneration hat die Auswirkungen des Brexit nicht zu tragen. Es sind die Zukunftsaussichten der nachfolgenden Generationen, die sich durch den Brexit dramatisch verschlechtern werden.

Gruß Hador

re bernd kevesligeti

":Stinkreiche deutsche Unternehmer,Politiker,EKD-Leute schalteten vor einiger Zeit eine teure Anzeige in der Times,in der zum bleiben in der EU aufgefordert wurde.Mitunterschrieben hat auch DGB-Vorsitzender Hoffmann.Welchen Interessen trottet er hinterher?"

Dem Erhalt von Arbeitsplätzen.

16:53 von Bote_der_Wahrheit

Dass Sie die EU nicht mögen, ist inzwischen bekannt. Vielleicht könnten SIE einmal konkret MIT Argumenten beschreiben
a) warum die EU Ihrer Meinung nach gescheitert ist
b) was es Besseres an ihrer Stelle geben könnte.

Eine Rückkehr zu den Nationalstaaten und ihren Egoismen ist für mich keine Verbesserung. Verbesserungsfähige Zusammenarbeit und Solidarität in einer Gemeinschaft ist besser als perfekte Alleingänge einzelner Staaten, das sollte uns die europäische Geschichte der letzten Jahrhunderte gelehrt haben. Nebenbei: Selbst der größte europäische Nationalstaat allein ist gegen die USA, China, Indien... ein Witz!

17:20 von chrisf

und das sehe ich als das eigentliche Dillema an
52 zu 48 % ist ja ganz bestimmt keine klaren Entscheidung
weder für die eine noch die andere Seite

435 km für den Brexit

Auf Kommentar antworten: Am 16. März 2019 um 16:31 von karwandler
Man könnte die Brexit-Marschierer doch mal interviewen
Was erwarten Sie für sich persönlich vom Brexit?
Was erwarten Sie für Sunderland vom Brexit?
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Und vor allen, was für Folgen hat es für Sunderland und Großbritannien?
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Das nordenglische Sunderland kämpft mit wirtschaftlichen Problemen. Einst der größte Schiffbaustandort der Welt, hängen heute die meisten Arbeitsplätze der Region am dortigen Standort des Autobauers Nissan. 
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Die fallen dann ja wohl weg. So oder ähnlich wird es wohl auch anderen Städten in Großbritannien ergehen wenn Industrien dort abziehen...Aber die Briten wollten es ja so.

17:16 von tias

Kleine Erinnerung: Unmittelbar nach der Brexit-Befragung gestand Farage selbst ein, dass eines seiner Haupt"argumente", die bessere Finanzierung des britischen Gesundheitssystems, leider doch nicht so klappe wie er es vorher behauptet hatte. War das dann keine Lüge?

re giselbert

"Obwohl die Zukunft des Hauptarbeitgebers auf dem Spiel steht, entscheiden sie sich weiterhin für den Brexit. Kann ich gut verstehen"

Echt? Man findet selten Arbeiter, die sich wegen höheren Zielen (welche auch immer) in die Arbeitslosigkeit wünschen.

@ Bote der Wahrheit 16:53

Wo lebt es sich denn Ihrer Ansicht nach besser als in Europa?

@ karwandler

Na, Sie haben sich ja mit Ihren "dummen Wählern" ziemlichen Ärger eingehandelt. Versuchen Sie es doch auch mal mit dem bewährten Satz "Das wird man doch wohl noch sagen dürfen". Ihre Kritiker kommen damit eigentlich immer durch.

Es reicht!

Man hat sich für ein naiv abgegebenes RAUS entschieden, ohne über Fakten oder Konsequenzen nachzudenkenv und damit das Dauer-Nörgeln an der EU umegesetzt. GB wollte schon in der ersten Minute der Mitgliedschaft nur eines: RAUS. Also geht! Mit Gott aber geht endlich! Wir haben die Nase voll von den Forderungen nach Privilegien. Ihr wart nie Europäer und wolltet es auch nie sein. Beschränkt Euch auf euer „Empire“ ind geht - schnell und leise!

17:16 von tias / @EU-Schreck, 16:27

«Farage soll sich zum ... scheren. Er hat gelogen daß sich die Balken biegen.»

«Re bei einer solchen Aussage ,muss ich mal nachfragen ,wenn man ihre Ideologie abzieht … Ich warte auf Antwort mit Beweise ,oder ist es einfacher alle der Lüge zu bezichtigen als Tatsachen zu liefern ??»

Kaum vorstellbar, dass Sie das allen Ernstes erfragen wollen.

Sie erinnern sich u.a. an die Doppeldeckerbusse, die mit Phantasiesummen durch London fuhren, was man alles zugunsten des Not leidenden britischen Gesundheitssystems einsparen könnte, "wenn man brexitierte"?

Und dass Farage und Johnson nach erfolgter Entscheidung selbst zugaben, da hätten sie halt mal … "irgendwas gesagt" + diesen Unfug auf Bussen plakatiert.

Ich bin ganz sicher nicht der einzige.
Der sich daran sehr wohl sehr gut erinnert …

Elitedemokrat 17:05

Nur zur Information.

Damals ging es um die EWG. Die war wirklich vorteilhaft für die Briten. Und sie bot keine Beschränkung der britischen Politik.

Die nun existierende EU scheint in den Augen vieler Briten nicht mehr nur vorteilhaft zu sein und schränkt wohl vielen Menschen die politische Freiheit GBs zu sehr ein.

@fathaland slim um 16:38Uhr

Ein sehr guter Kommentar über jemanden, der aber immer nur die Galionsfigur war, der ein Teil der Bevölkerung alles glaubte, was er sagte. Im Deutschen Reich findet man die analoge Historie. Dabei wäre es so einfach gewesen, Mr.Farage zu entlarven. Ich habe mir auf you-tube einige Reden und Debatten von ihm angehört und angesehen, u.a. ein Streitgespräch mit Giscard d´Estaing! Aber so wie einem Gefreiten unhaltbare Behauptungen geglaubt wurden, ist es sinnlos zu versuchen den Brexitiers zu erklären, daß die Zeiten von Queen Victoria vorbei sind.

@ fathaland slim!

Ich hätte es zum Thema Farage nicht treffender formulieren können! Bravo!

@chrisf 17:20

Sehe ich auch so. Auch ich bedaure den Brexit, aber es ist besser wenn UK geht. Bin auch gegen einen Rücktritt vom Brexikt und gegen ein neues Referendum.

16:30 von Bruchpilot

>>Na, das nenn ich mal wirklich demokratisch, wenn ein Ergebnis nicht so ausfällt, wie man es sich wünscht, werden die Menschen, die sich nicht unseren Wünschen entsprechend entscheiden als dumm, senil oder realitätsfern diffamiert. Ein Volksentscheid ist eine Entscheidung des Volkes, und die hat stattgefunden!<<

Ihr Kommentar entbehrt jeder Grundlage. Eine Entscheidung ist gefallen, das ist richtig aber es war keine Volksentscheidung (Vorbild Schweiz) sondern ein Referendum um die Stimmung im "Volk" einzufangen. Das der britische Wähler von Herrn Farange und Konsorten von vorne bis hinten belogen wurde steht mittlerweile außer Frage. Aber auch jetzt sind die Briten nicht in der Lage sich ausreichend zu informieren. Bestes Beispiel sind die Parlamentarier im Unterhaus. Ein Trauerspiel; aber... die Briten haben alles recht der Welt ihre eigenen Fehler zu machen nur, im Nachgang die EU zu beschuldigen, ja, da sind wir wieder bei Herr Farange und Herrn Johnson.

Ich hoffe dass der Brexit noch abgewendet werden kann

In der Sache hoffe ich inständig, dass

1. diese May hoffentlich bald weg ist (Misstrauensvotum)
2. es schleunigst zu Neuwahlen kommt
3. es danach direkt anschließend ein neues Referendum ueber den EU-Verbleib gibt
4. dieser Brexit komplett gestoppt und rueckgängig gemacht wird
5. dieser Brexit-Antrag an die EU zurueckgezogen wird
6. Schottland + die Orkney-Inseln + die Shetland-Inseln von England losgelöst werden und heimkehren in die EU
7. es danach zu einer Wiedervereinigung zwischen der Republik Irland und Nordirland kommt
8. danach dieses wiedervereinigte Irland ebenfalls heimkehrt in die EU, damit eine harte Grenze in Irland verhindert wird.

Denn mit diesem Brexit schadet England sich selbst. Denn in anderen Quellen lese ich schon, dass weitere Unternehmem abwandern wollen.

Wenn Kleinstaaterei so eine

Wenn Kleinstaaterei so eine goldene Zukunft verspräche: warum entscheiden die Briten dann nicht noch für eine weitere Aufspaltung in Schottland, Wales, England und Nordirland ? Merke: der Globus ist unumkehrbar global. Auf ihm kann man seine Interessen am Besten nur in großen gemeinsamen Interessengruppen ( hier: EU ) durchsetzen. Autonomie ist weder sinvoll noch praktikabel.

@ dr. bashir

"Das Problem für Sunderland dabei ist Nissan. Die Firma hat vermutlich kein emotionales Verhältnis zu Sunderland. Wenn es sich nach dem Brexit nicht mehr rechnen sollte, Autos für Europa in GB zu bauen, (was jetzt noch keiner weiß, hängt vom Deal ab) dann hauen die ab und bekommen für den neuen Standort noch Subventionen."

DAS ist doch gerade das Dilemma ganz allgemein: ob EU oder nicht... sobald es sich nicht rentiert, bricht eine Firma ihre Zelte ab & macht sich vom Acker. Es ist also völlig wurscht, ob das passiert, wenn GB in der EU bleibt oder wenn GB nicht mehr in der EU ist. Die EU ist eben überhaupt kein Garant für irgendetwas.

Der Unterschied: wenn GB "unabhängig" von Brüsseler Einschränkungen ist & die Industrie abzuwandern droht, kann GB entsprechende Maßnahmen zum Erhalt derselben ergreifen. Innerhalb der EU müsste GB nahezu tatenlos zusehen, wie die Industrie weiter abwandert, da durch EU Regelwerke gebunden.

Kurz: Der BREXIT kann schiefgehen, kann aber auch gutgehen.

Die EU sollte den Brexitaufschub nicht annehmen

Somit wissen alle das am 1 April vorbei ist
und können sich noch rechtzeitig darauf vorbereiten.

Ob die Queen ins wärmere Australien wechselt ?

re tias

Die Kinder von Nigel Farage haben den deutsch-britischen Doppelpass.

Das sagt alles über den 'britischen Patrioten' ...

Ich wünsche den Brexit-Befürwortern

viel Glück. Jede Nation muss ihre Souveränität behalten. Ich möchte nicht von Brüssel fremdbestimmt werden.

Immer mehr Unternehmen verlassen England bereits

Außerdem sollte sich Frau May mal im Netz rumlesen, dass immer mehr Unternehmen wegwollen aus England:

https://tinyurl.com/yyazzj78
t-online: Deal oder No Deal: Firmen wandern aus Großbritannien ab (27.01.2019, 13:59 Uhr)

Britische Unternehmen sind mehr und mehr in Sorge, dass Großbritannien ohne einen Deal aus der Europäischen Union ausscheidet. Wer noch nicht über eine Verlegung seines Firmensitzes nachgedacht hat, tut es jetzt.

Viel wurde den Brexit-Befürwortern versprochen. Große Firmen werden gar nicht in der Lage sein, ihre Firmensitze und Produktionsstätten zu verlegen, hieß es. Doch immer mehr Schwergewichte werden unruhig. Mehr als zwei Jahre nach dem Referendum gibt es keine Planungssicherheit für Unternehmen im britischen Königreich. Und das hat Folgen.

In vielen Firmen werden die Notfallpläne aus den Schubladen geholt. Es drohen Arbeitsplatzabbau, Produktionsverlagerungen und der Aufschub von Investitionen.

Begrüßenswert

Das 'Yes' zum Brexit war die beste Entscheidung, die die Briten haben treffen können. Das Gehampel jetzt im Parlament ist nur noch peinlich. May tut mir echt leid.
Ich hoffe auf den Tag an dem auch Deutschland diesen Weg geht....

Farage 3 x

Farage hat vor dem Referendum immer wieder die rhetorische Frage gestellt: was ist verkehrt mit Norwegen, was ist verkehrt mit der Schweiz? Wenn man ihm jetzt diese Zitate vorlegt, leidet er an Gedächtnisschwund. Oder er hat das Konzept der Binnenmarktes / Schengen nicht verstanden.
Sein Breaking Point Poster zeigt den Slogan: Wir müssen von der EU losbrechen und wieder Kontrolle über unsere Grenzen gewinnen. Als ob UK nicht volle Kontrolle und Verantwortung über ihre Grenze hat.
Und er hat - als er dachte das Referendum sei verloren - gesagt das 52-48 „unfinished business“ sei. Leider kann er sich heute auch da nicht mehr dran erinnern.

Die Briten waren- und sind sehr sehr

leidensfähig. Ich war schon einige Male in GB und habe festgestellt, dass die Durchhaltefähigkeiten der Briten immer noch genau so stark sind, wie die im Weltkrieg II. Es ist ja leider so, dass es dem Grossraum London wirklich gut geht
und dort leben die meisten Brexitgegner. Rest-GB, ausser vlt. Schottland, geht es ziemlich mies. Und wenn jetzt noch die Fördergelder der EU ausbleiben, dann wirds dunkel im Land der Teefreunde.
Ich hoffe, es wird einen Deal geben und man bleibt irgendwie mit einem Bein doch in der EU.

17:40 von Peter Meffert

Selbst der größte europäische Nationalstaat allein ist gegen die USA, China, Indien... ein Witz!
.
darin sehe ich das eigentliche Probleme
es gibt leine Alternative zu einer EU

ansonsten fahren Europäer in den tiefsten Winkel der Welt,
nur um exotische Kulturen kennenzulernen
aber hierzulande will man jede kulturelle Eigenheit unterdrücken
merkwürdig

18:02 von Demokratieschue...

Pkt 7
die armen protestantischen Nordiren
ob die sich wohlfühlen

Wie schnell sich die Volks...

... Meinung ändert ist doch bekannt. Braucht man Ja nur die Ergebnisse der Sonntags Umfrage zu verfolgen. Nein, eine so wichtige Entscheidung, welche die Zukunft vieler junger Menschen betrifft kann nicht einfach so durch eine einfache Majorität entschieden werden. Das ist nicht demokratisch, schon gar nicht, wenn die, die dafür sind es so laut verkünden und darauf bestehen. Das Ergebnis zeigte, dass viele mit der eu unzufrieden sind und sich für die Briten was ändern muss. Auf diese Sondierung hätte die Abstimmung formuliert werden müssen, nicht gleich auf den Austritt. Man ist halt den Schreihälsen auf den Leim gegangen. Ist meinen Großeltern auch schon passiert... kommt vor... in einer Demokratie könnte das Volk das korrigieren bevor schlimmeres passiert.

Klar definiert

Den wichtigsten Grund für die Briten aus der EU raus zu wollen hat ganz klar der Tory Abgeordnete Sir Bill Cash vor der Abstimmung definiert, der damit Millionen Briten aus der Seele gesprochen hat. Cash sagte damals, dass Großbritannien in zwei Weltkriegen gegen Deutschland gekämpft habe, um seine Freiheit zu erhalten und man sich jetzt nicht an ein von den Deutschen geführtes Brüssel übergeben werde.

Farage...

"The parliament of outright liars"? Er selbst ist doch der größte Lügner von allen. Mit falschen Zahlen und Versprechen das Referendum 2016 beeinflussen und dann danach direkt in der Versenkung verschwinden und den anderen die Scherben überlassen. Und jetzt ist er zurück und wagt es noch einmal, den Mund aufzumachen?

Ein wahrlich tolles Beispiel für die Brexit...

...Befürworter ist ja der im anderen Artikel genannte 80 Jährige Rentner, der anscheinend die EU hasst.

---

Und warum?
Weil in seinen Erinnerungen (Jugend)
noch das Empire über weite Teile der Welt herrschte.
Und da waren ja wohl glorreiche Zeiten.

Und M. Thatcher habe die engl. Industrie zerstört.
Wußte garnicht, daß Thatcher eine so böse englische Politikerin war, die ihr eigenes Land an die EU verkauft hat.

Sorry ihr Briten (an die Adresse derjenigen, die meinen der Brexit wäre der Garten Eden), aber mehr als Kopfschütteln werdet ihr von mir nicht mehr sehen.

@ Gassi

"Die lassen sich von Farage vor den Karren spannen und merken nicht mal, dass sie mit dem Brexit noch tiefer ins wirtschaftliche Abseits geraten werden."

Ihre "prophetischen" Fähigkeit stelle ich mal spontan in Abrede. Fakt ist: niemand weiß Genaues, wie sich die Wirtschaft in GB entwickeln wird, wenn man aus der EU austritt. Sicher ist nur: irgendwas wird passieren.

Einige andere "Propheten" hatten ja bereits für die bloße Diskussion um den Brexit eine Abschwung in Britenland vorhergesagt, und werden seitdem jedes Jahr aufs Neue von den wirtschaftlichen Rumpfdaten GBs ad absurdum geführt.

Ich sage: lasst sie es doch einfach ausprobieren. Danach kann man immer noch "klugscheißen", ob es sich vielleicht gelohnt hat oder nicht. Und wenn es schiefgeht, sehe ich keinen Grund, warum man GB nicht wieder in der EU aufnehmen können sollte, wenn sie denn wollen.

17:38 von Hador Goldscheitel

//@17:38 von Hador Goldscheitel
RE:Peter Meffert
Sie haben sie Sache auf den Punkt gebracht: Die Rentnergeneration hat die Auswirkungen des Brexit nicht zu tragen. Es sind die Zukunftsaussichten der nachfolgenden Generationen, die sich durch den Brexit dramatisch verschlechtern werden.//

Die Menschen (überwiegend Männer) auf dem Foto sehen aber nicht so sehr nach Rentnergeneration aus.

@Old Lästervogel 18:13

Nein Danke! Ich kann auf einen Deal mit den Briten die immer nur ihre Rosinchen rauspicken und an sich selbst denken gut und gerne verzichten! Wenn es dunkel im Land der Teefreunde wird, dann ist man selber Schuld. Mein Mitleid hält sich in Grenzen!

Das britische Parlament ist gegen einen neuen Volksentscheid.

Neuwahlen wird es nicht geben.
Die Briten sollten sich vor Beginn der Europawahl für irgend etwas entscheiden.
Länger sollte die EU nicht warten.
Das neu gewählte EU Parlament hätte sonst mit unzähligen Klagen vor dem EuGH zu rechnen.
Wenn die Briten bis dahin keine Mehrheit für irgend etwas finden, finden sie auch auch in den nächsten Jahren für Nichts eine Mehrheit..

Es.gibt wohl keinen ...

... der sich das nicht auch wünscht.

Brexit

Wenn man die Argumente der Brexit-Fans ernst nimmt, dann darf GB keine Verlängerung beantragen. Denn nur mit einem harten Brexit kann GB in 2 Wochen beginnen, lukrative Handelsabkommen mit allen Staaten dieser Erde zu schließen und wirtschaftlich zu erblühen. Jeder Vertrag zieht die Sache nur raus.

Ich wünsche viel Erfolg. Ich glaube nur nicht dran.

@ Karwandler

Ganz im Gegenteil

Das Referendum.hat nicht die Grenzen sondern die Möglichkeiten direkter Demokratie aufgezeigt.

Gegen die Interessen gut bezahlter britischer EU Parlamentarier hat die Mehrheit den Brexit gewählt.

Dass Juncker und Tusk schmollen und kein Entgegekommen zeigen, ist dagegen ein Zeichen der indirekten Demokratie.

Ich wünsche mir mehr direkte Demokratie.

@16:53 von Bote_der_Wahrheit

@Am 16. März 2019 um 16:23 von Zahnarzt
"Sie meinen, ohne GB würde es die EU schaffen, Europa noch schneller herarbzuwirtschaften?"

Dass es in der EU reichlich Refombedarf gibt , ist wohl auch unter den meisten EU-Befürwortern unumstritten. Um sich auch auf diese Reformen konzentrieren zu können, wäre es wünschenswert, dass sich GB nun schnell verabschiedet.

Hier wurde ja öfter den Briten das "Norwegen-Modell" empfohlen. Vorsorglich weise ich darauf hin, dass dies für die Norweger teurer ist, als die EU für die Briten war. Die EU wird es den britischen Träumern sicher nicht billiger bieten. Warum sollte sie auch?

@ Autograf

Sie haben Referenden nicht verstanden.

Diese können nur aus EINER Frage bestehen und der Möglichkeit, diese mit JA oder NEIN zu beantworten .

18:02 von Demokratieschuetzerin

«In der Sache hoffe ich inständig, dass

«1. May weg
2. Neuwahlen
3. direkt anschließend neues Referendum ueber den EU-Verbleib
4. Brexit komplett gestoppt + rueckgängig
5. Brexit-Antrag zurueckgezogen
6. Schottland + die Orkney-Inseln + die Shetland-Inseln von England loslösen
7. Wiedervereinigung Republik IRL + N-IRL
8. wiedervereinigtes IRL kehrt heim in die EU»

IRL war nie raus aus der EU.
Heimkehr folglich unnötig (oder unmöglich).

Die Shetland- und die Orkney-Inseln werden Schwierigkeiten haben, als eigenständige Staaten zu existieren. Evtl. könnten sie zusammen- und dann dem wieder vereinigten IRL anschließen …?

Wie auch immer: Es muss alles zack-zack gehen. Auch wenn der anvisierte Austrittstermin evtl. verschoben wird. Viel Zeit ist nicht mehr, "um diverse Staats-Umgruppierungen vorzunehmen" …

@ Peter Meffert

Zum tausendsten Male

Es war ein Referendum und das Parlament hat 2017 das rechtlich BINDENDE Gesetz zum EU Ausstieg beschlossen. Dieses Verfahren hatten Brexit Gegner gerichtlich erzwungen.

RE:ladycat

"Jede Nation muss ihre Souveränität behalten. Ich möchte nicht von Brüssel fremdbestimmt werden."

Sie wollen also nicht von EU-Politikern , sondern stattdessen von deutschen Politikern fremdbestimmt werden.

Gruß Hador

@ Kamminer

Falsch!

Karwandler hat die Brexiteers als dumm bezeichnet.

18:13 von Old Lästervogel

und man bleibt irgendwie mit einem Bein doch in der EU.
.
Zitat: der " Fördergelder der EU " wegen ?

@ Sisyphos3

52 % sind sogar die ABSOLUTE Mehrheit.

Wäre es in der Form für Remain ausgefallen, hätten Sie überhaupt kein Problem mit dem Ergebnis.

RE:Hinterdiefichte; RE: fathaland slim

Sie haben vermutlich nicht den Sinn hinter fathaland slim's Worten verstanden.
Der Brexit wird in erster Linie nicht die Reichen treffen, sondern den Mittelstand bzw. die ärmeren Menschen im Vereinigten Königreich.
Stattdessen trotten sie einem falschen Propheten hinterher !

Gruß Hador

re von karwandler

"Hoffmann,dem Erhalt von Arbeitsplätzen"

Da schreiben Sie ja im Grunde(indirekt),daß der Brexit dort Arbeitsplätze schaffen kann.
Ansonsten ist der DGB dabei,bei den deutschen Exportüberschüssen.Durch wenig Streiks und mäßige Tarifabschlüsse.

Nigel Farage

Nigel Farage stieß den Brexit federführend mit an, brachte ihn aber nicht zu Ende. Er trat aus der UKIP aus, bevor diese Verhandlungsergebnisse vorgebracht hatten - und jetzt marschiert er nur ein Drittel des Weges mit.

Der Mann sollte England regieren. Kurz, bevor die EU weichgekocht wäre, würde der Typ ja doch wieder hinschmeißen. Er wäre das Beste, was der EU passieren könnte.

RE:Anna-Elisabeth

"Die Menschen (überwiegend Männer) auf dem Foto sehen aber nicht so sehr nach Rentnergeneration aus."
Sie haben recht. Das stehr aber nicht im Widerspruch zu meiner These, dass die Rentnergeneration weniger als die nachfolgenden Generationen durch den Brexit betroffen ist !
Und ob die Rentner noch den "Kampfgeist" und die Ausdauer besitzen, um auf einem Demonstrationszug mit zu maschieren, ist fraglich.

Gruß Hador

435 Kilometer wandern für den Brexit

Die Engländer wissen nicht, was sie wollen. Die Einen, hauptsächlich die Landbevölkerung will aus der EU raus und die Anderen, die hauptsächlich in den großen Städten leben, wollen in der EU bleiben. Also wäre doch eine nochmalige und endgültige Abstimmung das beste Mittel, um eine klare Entscheidung zu bringen.

Schmeißt sie doch endlich raus!

Den Deal wollen sie nicht, ohne Deal raus wollen sie nicht, bleiben wollen sie nicht, das Volknoch mal befragen wollen sie nicht. Liebe EU, jetzt nehmt diesen unglückseligen Parlamentariern doch endlich ihre Last von den Schultern und schmeißt UK ohne Deal raus. Für die Konsequenzen, die sich im Königreich daraus ergeben, werdet Ihr eh die Schuld bekommen, egal Ihr sie rausschmeißt oder ob sie von sich aus für eine der Leave-Varianten stimmen.
Bitte stimmt auch gegen einen weiteren Aufschub, denn dafür wurde kein einziger Grund genannt. Außerdem bedenkt: die Briten haben seit 1973 immer nur blockiert und Extrawürste für sich gefordert - wir sollten also alle froh sein, wenn sie endlich raus sind. Also zögert das Ende nicht noch weiter hinaus.

18:39 von Einfach Unglaublich

Immer schön die Vorurteilskiste auspacken:
"Gegen die Interessen gut bezahlter britischer EU Parlamentarier hat die Mehrheit den Brexit gewählt."
Erstens wurde nichts gewählt, sondern unverbindlich gefragt.
Zweitens scheinen die "gut bezahlten" (woher wissen Sie das?) EU-Parlamentarier da nicht einer Meinung zu sein, Mr. Farage bspw. lässt sich als ausgewiesener EU-Hasser ausgerechnet im EU-Parlament "gut bezahlen" und ist da nicht der Einzige...
Einfach unglaublich!

@ schabernack (18:44): Irland wuerde rausgstoßen beim Brexit

hi schabernack

Zu Ihrem Punkt:

IRL war nie raus aus der EU.
Heimkehr folglich unnötig (oder unmöglich).

Durch den Brexit wird Irland gegen seinen Willen aus der EU gestoßen genauso wie Schottland! Von daher ist ihr Punkt falsch!

Dann zu dem hier:

Die Shetland- und die Orkney-Inseln werden Schwierigkeiten haben, als eigenständige Staaten zu existieren. Evtl. könnten sie zusammen- und dann dem wieder vereinigten IRL anschließen

Die Shetland-Inseln gehören zu Schottland und die Orkney-Inseln auch. Von daher existieren die nicht als eigenständige Staaten weil sie so nicht ueberlebensfähig wären.

Wie auch immer: Es muss alles zack-zack gehen.

Nicht unbedingt. Wenn der Brexit möglichst lange verschoben wuerde, dann wäre dass ein Zeitgewinn dafuer.

/// Am 16. März 2019 um 18:39

///
Am 16. März 2019 um 18:39 von Einfach Unglaublich
@ Karwandler

Ganz im Gegenteil

Das Referendum.hat nicht die Grenzen sondern die Möglichkeiten direkter Demokratie aufgezeigt.

Gegen die Interessen gut bezahlter britischer EU Parlamentarier hat die Mehrheit den Brexit gewählt.

Dass Juncker und Tusk schmollen und kein Entgegekommen zeigen, ist dagegen ein Zeichen der indirekten Demokratie.

Ich wünsche mir mehr direkte Demokratie.///
.
Bloß nicht. Die " Möglichkeit direkter Demokratie " mit diesem Referendum war ja, Groß-Britannien in's Chaos zu stürzen. Da hat " karwandler " schon recht.

@Bruchpilot (16:30)

Na, das nenn ich mal wirklich demokratisch, wenn ein Ergebnis nicht so ausfällt, wie man es sich wünscht, werden die Menschen, die sich nicht unseren Wünschen entsprechend entscheiden als dumm, senil oder realitätsfern diffamiert. Ein Volksentscheid ist eine Entscheidung des Volkes, und die hat stattgefunden!
____

Nein, es war kein Volksentscheid, sondern eine unverbindliche Volksbefragung um die Frage, ob man eruieren soll, unter welchen Bedingungen ein Austritt möglich ist. Damals wusste keiner, wie so etwas konkret aussieht. Und da ist doch völlig logisch, dass man, wenn man dann einen konkreten Austrittsplan hat, diesen noch einmal zur Abstimmung vorlegen muss.
Übrigens haben sich damals 51,8% für ein Verlassen ausgesprochen. Für das Mandat zur Prüfung eines möglichen Austritts war das damals genug. Aber für die tatsächliche Umsetzung von derart einschneidenden Veränderungen, die die Politik der nächsten Jahrzehnte beeinflusst, bedarf es einer qualifizierten Mehrheit.

@fathaland slim (16:38)

Nigel Farage
Ein stinkreicher Börsenspekulant läuft vorneweg, und Arbeiter, die um ihre Existenz fürchten, trotten hinterher.
Weiter kann man die Analogie zur Sage vom Rattenfänger von Hameln kaum treiben.

____

Völlig korrekt. Erst die Leute mit falschen Versprechungen belabern, dass sie für "Leave" stimmen, und als es soweit war, sich feige vom Acker machen und andere die Scherben zusammenkehren lassen. Und so einer wagt es, noch einmal den Mund aufzumachen?

@18:39 von Einfach Unglaublich

"Das Referendum.hat nicht die Grenzen sondern die Möglichkeiten direkter Demokratie aufgezeigt."

DIESES Referendum hat gezeigt, wie Demokratie eben nicht geht. Wenn ich als normale Bürgerin mit einer Frage , die ich nur mit ja oder nein beantworten kann, konfrontiert werde, will ich vorher über das Für und Wider und die jeweiligen Folgen umfassend informiert sein. Genau das ist in der Schweiz gewährleistet. Vor dem Brexit-Referendum wurde gelogen, dass sich die Balken bogen und vermutlich auch die Kirchenbänke knackten. Deshalb ist es wichtig, dass man sich selbst umfassend informiert und auch ganz beswusst die Argumente der Gegner prüft.

@ 18:43 von Einfach Unglaublich

Ich habe Referenden sehr wohl verstanden. Man hätte in die eine Frage konkret reinschreiben müssen, wie man sich den Leave vorstellt. Rein destruktiv zu sagen, ich will raus, ist keine Lösung. Man hätte zuerst verhandeln müssen, oder wenigstens realistisch abschätzen müssen, welche Position außerhalb der EU möglich ist und diese Position als Alternative zum Verbleib nennen müssen. Also letztlich das, was jetzt teilweise gefordert wird, nämlich ein Referendum über den jetzt ausgehandelten Vertrag mit der EU: Wollen Sie zu diesen Bedingungen austreten oder nicht? Oder alternativ: Wollen Sie, das UK in Zukunft genauso der EU gegenübersteht, wie jedes andere Land der Erde, dass sich nicht (wie Norwegen, Schweiz etc.) weitgehend EU-Regeln unterwirft? Es ist purer Diletantismus in einem Referendum über den Status quo abzustimmen. Man muss über eine konkrete Alternative abstimmen. Oder die Regierung beauftragen, Verhandlungen zu führen, ob man vernünftige Bedingungen bekommt, sonst bleiben.

Eigentlich

Eigentlich müsste man jetzt, wo klar abgesteckt ist, zu welchen Bedingungen der Brexit erfolgen kann, das Volk noch einmal über die konkreten Pläne abstimmen lassen. Damals wusste schließlich keiner, worauf man sich einlässt, deshalb das Mandat, die Möglichkeiten mit der EU abzuklopfen. Nicht anders ist das Referendum von 2016 zu verstehen.
Außerdem: die Abstimmung war damals eh schon knapp und von der Tagesstimmung abhängig. Das Volk kann seine Meinung ändern. Wäre das nicht so, dann wäre Island heute in der EU.
Da aber die britischen Parlamentarier sich nicht entscheiden können, was sie wollen und auch das Volk nicht noch mal befragen wollen, sollte die EU ihnen die Entscheidung abnehmen.

Raus und zwar Schell.

Was anderes sollte es nicht geben. GB hat dafür gestimmt und nun sollen sie es auch durchziehen.
Ohne weitere Rosinenpickerei.

@18:39 von Einfach Unglaublich

"Dass Juncker und Tusk schmollen und kein Entgegekommen zeigen, ist dagegen ein Zeichen der indirekten Demokratie. "

Wie Tusk schmollt, obwohl er den Briten bei der Verlängerung komplett entgegenkommt, bleibt wohl ihr Geheimnis.

@ ladycat (18:109: nein dass sehe ich gewaltig anders

hi ladycat

Nein, das sehe ich gewaltig anders:

Ich wünsche den Brexit-Befürwortern viel Glück. Jede Nation muss ihre Souveränität behalten. Ich möchte nicht von Brüssel fremdbestimmt werden.

Die EU bestimmt nicht fremd, ladycat. OK, die EU muss die Buerger mehr mitbestimmen lassen, stimmt schon und dazu braucht es eu-weite Volksabstimmungen und Volksabstimmungen auf nationaler Ebene. Aber dass mit dem Brexit ist auf Luegen und Fake-News aufgebaut. Darueber hinaus weiss ich aus zuverlässiger Quelle, dass es Farage darum geht, London zu einer Steueroase zu machen damit er Steuern bescheißen kann.

https://tinyurl.com/y2wmoa2l
nrz.de: Briten wollen harten Brexit - und dann Steueroase werden

Von daher... Die wollen uns um Steuern bescheißen!! Desegen wuensche ich diesen Brexit-Befuerwortern ein krachendes Scheitern damit sie was draus lernen. Und diese Steuerschlupflöcher in den Gesetzen gehören dichtgemacht inklusive der Londoner Steueroase!

re sisyphos3

"ansonsten fahren Europäer in den tiefsten Winkel der Welt,
nur um exotische Kulturen kennenzulernen
aber hierzulande will man jede kulturelle Eigenheit unterdrücken"

Welche kulturelle Eigenheit wird unterdrückt?

Sie sprechen wieder in Rätseln.

@18:43 von Einfach Unglaublich

//@ Autograf
Sie haben Referenden nicht verstanden.

Diese können nur aus EINER Frage bestehen und der Möglichkeit, diese mit JA oder NEIN zu beantworten .//

Umso wichtiger ist doch, dass man sich auch selbst über das Für und Wider umfassend informiert und sich mit den gegensätzlichen Positionen auseinandersetzt.
Manchmal hat ja auch der (nur vermeintliche?) Gegner recht.

@ Sisyphos3 (18:20): es dreht sich was in Irland

@ Sisyphos3

die armen protestantischen Nordiren
ob die sich wohlfühlen

warum nicht?? Denn ich denke mal, die Mehrheit der Iren will die Wiedervereinigung. Gucken Sie mal hier beim österreichischen Standard:

https://tinyurl.com/y7w852bw
derstandard.at: Nordirische Politologin: "Es ist ein langer Weg zur Wiedervereinigung" (3. Jänner 2019, 12:30)

Noch ist eine Wiedervereinigung Nordirlands mit Irland Zukunftsmusik. Forscherin Deirdre Heenan empfiehlt, sich auf diese Möglichkeit vorzubereiten

STANDARD: Wird Irland bald wiedervereinigt?

Heenan: Das wurde vom Karfreitagsabkommen 1998 beantwortet: als Möglichkeit, wenn eine Mehrheit der Nordiren dies wünscht. Das Thema lag für die allermeisten Iren in weiter Zukunft. Der Brexit hat das verändert. Plötzlich steht dies am Horizont, man redet darüber. Das ist neu.

So viel zu den Fakten. Es dreht sich was in Irland.

Brexit - Rückkehr der goldenen "Empire"-Zeiten

Das machte man den Menschen weis. Daß das Empire auf der Ausbeutung und Unterdrückung der halben Welt beruhte und nur einer bestimmten Klasse zugute kam ist gelungener Teil der GB-Geschichtsfälschung und Teil der nationalistischen Brexit-Bewegung. Die da laufen erinnern mich irgendwie an PEGIDA. Die Hoffnung stirbt zuletzt, daß eine "Steh-Auf-Bewegung" diesem BrexSHIT ein Ende setzt.

re einfach unglaublich

"Das Referendum.hat nicht die Grenzen sondern die Möglichkeiten direkter Demokratie aufgezeigt.

Gegen die Interessen gut bezahlter britischer EU Parlamentarier hat die Mehrheit den Brexit gewählt."

Mit Farage stand an der Spitze ein gut bezahlter britischer EU Parlamentarier.

Mehr muss man zu Ihrem verwirrten Einwurf nicht sagen.

17:38 von Magfrad

konsequent wäre gewesen, dass bei Abschluß der Verhandlungen Schluß gewesen wäre
die May höchstens zum Teetrinken beim Junkers vorstellig werden könnte

Immer wieder erschreckend

...wie Populisten es immer wieder schaffen, dass große Teile der Bevölkerung wider ihre eigenen Interessen handeln/wählen.

Und das nicht nur in GB!

In Sunderland gehen jedenfalls die Lichter aus, wenn Nissan seinen eigenen Brexit macht.

British Hypocrisy

Wie schon der vorherige Thread erwähnte, war es Thatchers Schuld,dass der Norden deindustrialisiert wurde.
Die Demonstranten sollten in London also eher gegen MTh und ihre Banker ( übrigens viele Brexiteers! ) als gegen die EU protestieren, die ihnen durch Nissan neue Jobs gegeben hatte!

@18:38 von dr.bashir: lukrative Handelsabkommen

Seit die Briten den Austritt aus der EU beantragte haben, verhandeln sie mit über Handalsabkommen.
Die EU hat mit 40 Staaten Freihandelsabkommen. Die Briten wollten diese und auch Abkommen über Fischereirechte, Luftverkehr, Forschung mit diesen Ländern übernehmen.

In den letzten zwei Jahren konnte die britische Regierung lediglich sechs der 40 Verträge umschreiben.

Mit folgenden Ländern ist man sich einig geworden:

- Chile,
- der Schweiz,
- dem ost- und südafrikanischen Handelsverbund ESA,
- den Färöer-Inseln,
- Israel,
- Liechtenstein,
- der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Ob man die britische Wirtschaft mit diesen Handelsabkommen retten wird, muss man abwarten.

Ich befürchte aber, dass die Färöer Inseln und Palästina den Ausfall beim Handel mit der EU nicht wirklich kompensieren werden.

@18:18 von Sisyphos3: Kulturelle Eigenheit unterdrücken

"aber hierzulande will man jede kulturelle Eigenheit unterdrücken
merkwürdig"

Dann nennen Sie mir doch bitte mal das Gesetz, dass in Deutschland kulturelle Eigenheiten verbietet.

Bitte nennen Sie dazu auch gleich das Jahr in dem die EU dieses Gesetz vorgschlagen hat und wann es von den Regierungen der EU Staaten in Landesrecht umgesetzt wurde.

krasse Minderheit

Bei der Wahl zum Brexit haben sich zuviele von den Populisten beeinflussen lassen ohne nachzudenken, diese Populisten sind allesamt verschwunden und haben nur verbrannte Erde hinterlassen.

Neuste Umfragen zeigen deutlich das die ganz große Mehrheit den Brexit gar nicht mehr will.

Nur in Regionen wie Sunderland, wo es den Leuten schlecht geht ist der Wille zum Brexit noch spürbar, aber gerade diese Regionen sollten alles dafür tun in der EU zu bleiben... für die Arbeiter dort, die Produktionsstätten ist ein EU Ausstieg der letzte Sargnagel... denn dann wird eher aus China importiert als aus Britannien. Die weitreichenden Folgen sind den Briten mittlerweile bewusst geworden, zu spät vermutlich.

Aber ganz wichtig, die EU darf sich auch nicht auf der Nase rummtanzen lassen, die Verträge sind eindeutig... die Suppe muss das Inselvolk dann jetzt auch auslöffeln... Brexit ja, aber ohne jede Bedingung? nix da.

@Bruchpilot

"Na, das nenn ich mal wirklich demokratisch, wenn ein Ergebnis nicht so ausfällt, wie man es sich wünscht, werden die Menschen, die sich nicht unseren Wünschen entsprechend entscheiden als dumm, senil oder realitätsfern diffamiert."

Ja, genau. Auch das ist Demokratie. Keine Demokratie wäre es, wenn man seine Meinung dagegen nicht äußern dürfte.

Und nein, ich wünsche mir nicht mehr direkte Demokratie. ich halte direkte Demokratie ungeeignet für wichtige Entscheidungen. Und der Brexit belegt meine Meinung.

Nach dem hoffentlich...

....baldigen Brexit braucht GB erst mal ein paar Jahre, all seine Handelsverträge bi-lateral neu zu verhandeln.

17:41 von Der freundliche...

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Die fallen dann ja wohl weg. So oder ähnlich wird es wohl auch anderen Städten in Großbritannien ergehen wenn Industrien dort abziehen...Aber die Briten wollten es ja so.

/// re warum dann haben sie es in der Hand und müssen nicht mit dem Steuergeld und Arbeitervermögen finanzierte Subventionen ,Billiglohnland angehen .Die Produkte gehen dort hin im Turbo Kapitallisten Länder wo es man billigsten ist ,hat nichts mit mögen Politik zu tun .Der Absatzmarkt von DE fällt weg mehr auch nicht und das kostet hier Arbeitsplätze mehr als dort.Alles andere sind Wünsche wo nicht Wahr werden .

Go strong Sunderland!

Es ist doch positiv, wenn sich so viele Menschen politisch engagieren!

Wir in der EU sind doch

Wir in der EU sind doch erstaunlich tolerant. Wir gestatten es prinzipiell Mitgliedern unsere Gemeinschaft zu verlassen.
Das gleiche in den USA würde sicherlich die Nationalgarde heraufbeschwören.
Denken wir uns einfach beispielsweise würde Kalifornien die Vereinigten Staaten verlassen wollen. Vielleicht wegen Reichtums oder warum auch immer.
Da wären die restlichen anderen Staaten plötzlich überhaupt nicht mehr tolerant.

Sunderland

Mir gefallen viele der Kommentare hier nicht. Ob der Entscheid der Bürger von Sunderland falsch ("emotional") war, ob UK nach dem Austritt schlechter dasteht, ob also direkte Demokratie falsch ist, das kann doch heute niemand wissen. Es ist leicht (aber kaum seriös) dem UK (und sogar den britischen Elite-Universitäten) den Niedergang vorauszusagen und sich dann über die Dummheit der Labour-Wähler zu mokieren. Die EU ist nicht so grottenschlecht, wie viele Rechtsnationale glauben, aber auch nicht ein so überragend erfolgreiches Friedensprojekt, wie die Europabefürworter hier behaupten. Griechenland hat sie Infrastruktur aber keien Arbeitsplätze beschert, die Lage in Süditalien ist für Junge genau so hoffnungslos wie vor 50 Jahren. Ja, sie können leichter auswandern, aber ist das eine ethisch gute Lösung?

Darstellung: