Ihre Meinung zu: Mediziner transplantieren Mittelohr aus dem 3D-Drucker

14. März 2019 - 17:16 Uhr

Südafrikanischen Medizinern ist ein Durchbruch gelungen: Erstmals transplantierten sie ein Mittelohr, das komplett aus dem 3D-Drucker kommt. Die OP soll jede Art von Gehörverlust rückgängig machen. Von Jana Genth.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.666665
Durchschnitt: 3.7 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Hut ab!

Wenn das stimmt und funktioniert und auch noch reproduzierbar ist, wäre das ein weiterer Meilenstein in der Mikrochirurgie.
Bei aller Freude darüber nicht übersehen: Es geht um das Mittelohr, wie gesagt, nicht um Hörprobleme, die das Innenohr betreffen; trotzdem wird diese Methode des Ersatzes der winzigen Gehörknöchelchen durch 3D-Druckererzeugnisse ein Segen für sehr viele Betroffene sein.
Großartig!

Mittelohr aus dem 3D-Drucker

Das ist mal eine richtig gute Nachricht. Ich habe immer die Hoffnung, daß es eines Tages gelingt, so oder so ähnlich eine Querschnittslähmung rückgängig zu machen. Kann mich noch erinnern, daß es Zeiten gab wo eine Lungentransplantation für unmöglich gehalten wurde. Alles ist irgendwann möglich.

das ist doch mal Technik

allein und ausschließlich im Interesse des Menschen. Während andere wahrscheinlich gleichzeitig daran tüfteln, wie man 3D-Druker für die Herstellung möglichst effektiver Waffen nutzen kann, startet dieses Team ein solch großartiges Projekt.
Ich ziehe meinen Hut vor den Medizinern, aber auch vor den 3D-Technikern, die diesen Meilenstein gemeinsam gesetzt haben.

16:36 von Barbarossa 2

so oder so ähnlich eine Querschnittslähmung rückgängig zu machen.
.
dann erklären sie mal was das eine mit dem anderen zu tun hat

um 16:59 von Sisyphos3 16:36 von Barbarossa 2

so oder so ähnlich eine Querschnittslähmung rückgängig zu machen.
#
Ich melde mich hier einmal zu Wort. Warum soll es in Zukunft nicht auch möglich sein die durchtrennen Nervenstränge in der Wirbelsäule nicht wieder zusammen " wachsen " zu lassen? Daran wird sicherlich auch geforscht.

Sehr..

...gute Nachricht.

Man kann nur hoffen, daß mit dieser
Technologie noch viel mehr im Bereich der Medizin erreicht werden kann.

Vielleicht sogar im Bereich der Organspende.
Das wäre wirklich ein Durchbruch der den Nobelpreis verdient hätte.

P.S.:
Und kommt mir jetzt bloß nicht mit dem Argument Ethik.
Sagt das denen, die leiden und denen vielleicht in naher Zukunft geholfen werden könnte.

17:53 von schiebaer45

es ging um 3d Drucker
um nichts anderes und ob die Nerven zusammenwachsen lassen können ?

@schiebär45, 17:53

Warum soll es in Zukunft nicht auch möglich sein die durchtrennen Nervenstränge in der Wirbelsäule nicht wieder zusammen " wachsen " zu lassen?

Weil das ungefähr dem Versuch gleich käme, die beiden Teile eines durchtrennten Regenwurms mit einem Stück Schnur zusammen zu binden und ihm damit das Leben zu retten.
Die verwendeten Ohrknöchelchen sind aus Titan. Das können Sie mit dem 3D-Drucker verarbeiten. Für eine Querschnittslähmung müssten Sie Nervenzellen mit der passenden DNA produzieren. Inklusive der zugehörigen Dendriten und Axone. Bei aller Technikgläubigkeit ...

Re: Barbarossa 2 & schiebaer

Zuerst mal: Sehr beeindruckend, was man mittlerweile drucken kann. Größere Knochen wie einen Oberarmknochen oder auch ein künstliches Gelenk aus Titan hatte man bereits zuvor erfolgreich gedruckt - die kleinen und filigranen Gehörknöchelchen zu drucken und zu implantieren ist daher eine große Leistung, die ich nicht schmälern möchte. Trotzdem geht das dabei um eine rein mechanische Übertragung der Schwingungen vom Trommelfell auf das Innenohr. Wenn dort Schäden vorliegen, kann evt. ein Cochlea-Implantat helfen, aber eben auch nicht immer.

Eine Querschnittslähmung ist eine ganz andere Sache - hier müssten Nerven als elektrische Leiter ersetzt werden. Daran wird schon jahrzehntelang geforscht (u.a. mit Tierversuchen bei frischen Querschnitten, die immerhin eine elektrische Signalübertragung und unkontrollierte Muskelbewegung wieder herstellen konnten), aber wenn die Stelle erst mal "vernarbt" ist, dann ist eine Regeneration nochmal schwieriger. Die Chancen stehen also nicht gut.

16:59 von Sisyphos3

Ich wollte einfach auf die Fortschritte der Mediziner ganz allgemein hinweisen die seit der ersten Herztranplantation bis heute erfolgt sind. Damit verbunden die Hoffnung auf weitere Fortschritte, die vielen Menschen zu Gute kämen.

Eine tolle Nachricht!

Sehr erfreulich und Hoffnung für viele Menschen mit Hörschaden.
Meinen Glückwunsch!

Es wird die Frage aufkommen..

..welche Krankenkasse dies zahlt, ob nur private oder auch die gesetzlichen?

Schließlich sind medizinische Fortschritte nicht für alle Patienten gleichermaßen verfügbar..

"Die OP soll jede Art von Gehörverlust rückgängig machen."

Das ist durchaus ein interessanter Ansatz, der jedoch im Moment nur Schalleitungsstörungen im Bereich des Mittelohrs beheben kann. Jedoch kann man damit nicht "jede Art von Gehörverlust rückgängig machen" wie die Redaktion verkündet. Bei Innenohrschädigung/-defekt (Hörsturz, angeboren, ...) ist das Verfahren nicht anwendbar.

@Biocreature, 18:00

Und kommt mir jetzt bloß nicht mit dem Argument Ethik.
Sagt das denen, die leiden und denen vielleicht in naher Zukunft geholfen werden könnte.

Diese Gefahr sehe ich nicht. Ich lehne selbst aus ethischen gründen Tierversuche ab. Aber warum sollte jemand ein Problem mit rein anorganischem Material haben, das in einen menschlichen Körper eingesetzt wird, so wie z.B. eine Zahnfüllung? So eine "Ethik" könnte ich auch nicht nachvollziehen.

@91541matthias, 18:24

Es wird die Frage aufkommen..
..welche Krankenkasse dies zahlt, ob nur private oder auch die gesetzlichen?
Schließlich sind medizinische Fortschritte nicht für alle Patienten gleichermaßen verfügbar..

Im Gegenteil, die Kassen werden sich die Hände reiben. Laut Artikel ist die Operation äußerst preiswert, was ja auch naheliegend ist bei maschinell gefertigten Implantaten. Die Versorgung und Integration ertaubter oder gehörloser Menschen ist andererseits nicht so billig, wie Sie vielleicht denken.

um 18:24 von 91541matthias

>>Es wird die Frage aufkommen ...
..welche Krankenkasse dies zahlt, ob nur private oder auch die gesetzlichen?

Schließlich sind medizinische Fortschritte nicht für alle Patienten gleichermaßen verfügbar..<<

Das ist sehr wahrscheinlich.
Ich könnte mir vorstellen, dass zunächst die Betuchteren sich auf solche Wartelisten setzen dürfen, bevor das 'gemeine Volk' dies darf und die Kostenfrage dafür vohanden, also geklärt ist.

Allerdings muss auch zu allerst abgewartet werden, ob & wie diese neue 3D-Methode überhaupt erfolgreich in Serie angewand werden kann. Toi, toi, toi!

@91541matthias und Gegenlicht

Krankenkassen übernehmen auch heute schon Prothesen und Implantate aller Art. Und im Bereich der Prothesentechnik haben sich 3D-Druck-Konstruktionen bereits gegenüber herkömmlichen Modellen bewährt. Sowohl in der Funktion als auch in den Herstellungskosten und nicht für Menschen.

Natürlich muß abgewartet werden, bis die im Bericht beschriebene Technik Ergebnisse liefert. Die Warteliste existiert derzeit auch sicherlich nicht um "den Pöbel" zu verärgern, sondern weil es schlicht nur eine Klinik gibt, die das derzeit kann. Und die wählen ihre Patienten nicht nach Geldbeutel, sondern nach Art, Schwere und Ursache der Hörlosigkeit, um eine möglichst breite Studie zu generieren.

Toi toi toi!

Auf dass der Patient damit hören kann.

18:20 von Barbarossa 2

ist ja auch erstrebenswert

wie hieß es bei Raumpatrollie
was heute wie ein Märchen klingt
........
und das ist ein Märchen von übermorgen
vielleicht kann man irgendwann wirklich alles heilen

19:54 von calahan

das könnte man sich doch auch bei der Herstellung von Kronen vorstellen

Großartige Nachricht

wenn es so funktioniert! Das wäre eine richtig sinnvolle Anwendung der Technologie! Wenn es keine Abstoßungsreaktionen gibt, sollten auch maßgeschneiderte Knie- oder Hüftgelenke möglich sein.

@18:45 von frosthorn

...Hallo wehrter User frosthorn.

---

Ich meinte ja auch den Bereich der organischen Transplantation und nicht nur wie im Artikel beschriebenen Bereich.

Und das könnte sehr wohl bei einigen Menschen Probleme mit der Ethik auslösen.
Gerade wenn es darum geht leben künstlich zu verlängern.

Trotzdem wünsche ich mir, daß die Medizin es schafft Organe "künstlich" herzustellen.
Nicht um ewig leben zu können.
Aber um das Leben von schwerkranken Menschen, die eine Organspende benötigen, zu helfen.

Dann wäre auch das leidige Thema Organspende kein Thema mehr.

Missverständliches

"Sie sei eine Antwort auf jede Art von Gehörverlust, so Tshifularo."

Die Antwort auf jede Art von Gehörverlust?? Kann ein ausgewiesener Fachmann so etwas wirklich gesagt haben? Wohl eher nicht. Der Ersatz des Mittelohres behebt ausschließlich die Schallleitungsschwerhörigkeit. Die Schallempfindungsschwerhörigkeit, für das Innenohr verantwortlich ist, lässt sich mit diesem operativen Eingriff nicht beheben. Hat die TS keine Experten, die einen solchen Bericht schreiben?

20:36 von Biocreature

wenn mittels Stammzellen ein Organ von der betreffenden Person "gezüchtet" werden könnte, hätte man sicherlich das Thema Organspende nicht mehr, ebenso bräuchte man
sich nicht über Abstoßungsreaktionen Gedanken machen, ist ja zu 100 % identisch

Mysteriöse 3D-Drucker-Technik

Ich bin echt nicht sicher ob um dieses 30 Jahre alte Technologie seit den letzten Jahren nur ein irrer Hype gemacht wird oder wirklich ein Durchbruch geschafft wurde, der einzigartige Fortschritte zulässt.
So ein Knöchelchen aus Titan hätte man sicherlich auch mit einem herkömmlichen Laser-Fräsverfahren herstellen können?!

Die sind doch nicht innen hohl oder?

Wieso lassen sich diese Knochen nicht auch mit anderen Fertigungsverfahren fertigen? Noch dazu wenn man bedenkt, wie grobaufgelöst der 3D Druck ist.

um 18:19 von mlz

"" Eine Querschnittslähmung ist eine ganz andere Sache - hier müssten Nerven als elektrische Leiter ersetzt werden. Daran wird schon jahrzehntelang geforscht (u.a. mit Tierversuchen bei frischen Querschnitten, die immerhin eine elektrische Signalübertragung und unkontrollierte Muskelbewegung wieder herstellen konnten), aber wenn die Stelle erst mal "vernarbt" ist, dann ist eine Regeneration nochmal schwieriger. Die Chancen stehen also nicht gut.""
#
Danke für diese Information.

@:43 von Olivia59

...."ob um dieses 30 Jahre alte Technologie seit den letzten Jahren nur ein irrer Hype gemacht wird oder wirklich ein Durchbruch geschafft wurde".....
oh, diese Technik gibt es doch schon seit 30 Jahren?....autsch, da hat mein Mittagsschläfchen aber mal wieder sehr lange gedauert....

Ich bin schon sehr skeptisch

Ich bin schon sehr skeptisch was die moderne Medizin angeht, aber das mit dem 3D Drucker scheint wirklich Zukunft zu sein und keine irren Komplikationen wie diese "geldintensive" Hüftgelenksoperationen.

Wirksame Technik zum kleinen

Wirksame Technik zum kleinen Preis ?
Das wird den fetten Medizinproduktherstellern aber nicht gefallen.
Riesige Gewinne mit teilweise gefährlichen, oft völlig unnötigen Produkten machen ist doch so einfach. Gerade in Deutschland und der von Deutschland dominierten EU.
Da werden die Lobbyisten sicher was gegen unternehmen und die Sache wird vielleicht in Südafrika bleiben.

Darstellung: