Ihre Meinung zu: Bund und Länder: Scholz meldet Fortschritte bei Grundsteuer

14. März 2019 - 14:16 Uhr

Bund und Länder sind in Sachen Grundsteuerreform offenbar auf der Zielgeraden: Finanzminister Scholz sprach von wesentlichen Fortschritten in den Verhandlungen. Einzig Bayern sträubt sich noch.

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Kommentare

Ziemlich fraglich, ob

Ziemlich fraglich, ob Vermieter diese Grundsteuer nicht auf die Kaltmiete aufschlagen. Ist klar, Vater Staat will an den Mietsteigerung und Werten für Grund und Boden mehr teilhaben, aber so geht es nicht. Bezahlen werden es die, die eh schon zu wenig haben, ist das noch sozial.

Ich hoffe, dass der deutsche Mieterbund

mit seiner angekündigten Kampagne Millionen von Mietern erreicht, um eine Umlage der Grundsteuer auf die Betriebskosten verhindert.

Grundsteuer im Sinne des Wortes ...

.. dann ist es richtig den Grund einfach und fair nach Art und Größe zu besteuern.

Scholz hat offensichtlich eine verkappte unfaire Vermögensteuer im Auge. Der Münchner Rentner, der sich in den 60ern ein Reihenhaus abgespart hat, wohnt immer noch dort. Es hat sich an der Nutzung nichts geändert. Die Rente ist weniger als der frühere Lohn. Sie orientiert sich nicht an den veränderlichen aktuellen Immobilienpreisen.

Soll er verkaufen und nach Gera ziehen. Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer und sollte maximal und einheitlich nach Art und Größe berechnet werden. Ein freier Hebesatz, maximal nach den Kosten der Gemeindeinfrastruktur.

Eigentlich gehören Wohngrundstücke freigestellt. Wohnen ist Grundbedarf, essenziell und existenziell. Hier sollte der Staat nicht mit Steuern etc. die Preise treiben. Weg mit der Grund- und Grunderwerbsteuer die Wohnen (Mieten) verteuern.
D hat einen enormen Nachholbedarf.
Eigentum ist die beste Altersvorsorge. Widerspruch, warum nur von Bayern?

14:37 von PeterFinger

wie soll das denn gehen bei laufenden verträgen? soll der vermieter nicht nur das ausfallrisiko zahlen, sondern es ihnen auch noch zu selbstkosten vermieten?

14:37 von PeterFinger

ach ja ?
dann sind Mehl und Salz wohl auch keine Betriebskosten in einer Bäckerei mehr
Miete für Backstube und Laden ohnehin nicht

@Didib57 13.28h - das ist überhaupt nicht fraglich

..............Ziemlich fraglich, ob Vermieter diese Grundsteuer nicht auf die Kaltmiete aufschlagen..............

Wenn Sie rauchen und trinken dann zahlt die Getränkesteuer auch nicht der Hersteller oder der Wirt sondern am Ende der Konsument. Was ist für Sie der Unterschied zu einem Mieter, der eine Wohnung "konsumiert"?

Na ja

Am Ende Steuererhöhung ,das glaube ich an Fortschritt .Bei Infrastrucktur glaube ich an nichtfortschritt.Darf man sich da Gedanken machen über unsere fähigen Politiker? Dazu heute Iran testet Drohnen und De kauft ein wegen Unfähigkeit zu bauen ?

Hoffentlich bleibt Bayern standhaft

Sonst wird das sehr teuer für die Mieter in Bayern

13:28 von Didib57

Bezahlen werden es die, die eh schon zu wenig haben, ist das noch sozial.
.
schlimm ... sehr schlimm
wenn man sich überlegt dass 1960 die durchschnittliche Wohnfläche 19 qm/Person betrug; 1972 bereits 26 qm; 1980/90 dann 30 qm bzw. 35 qm und heute bei 46,5 qm liegt
scheinen auch die Ansprüche bei den Mietern gestiegen zu sein
vermutlich hat auch jeder das Klo in der Wohnung nicht im Treppenhaus
und ein eigenes Bad .....

@ PeterFinger 14.37h - Grundsteuer

..............mit seiner angekündigten Kampagne Millionen von Mietern erreicht, um eine Umlage der Grundsteuer auf die Betriebskosten verhindert............

Nach meinem Kenntnisstand wird die GSt nicht auf die Betriebskosten umgelegt. Die Gst ist ein Nebenkosten-Posten und hat mit dem laufenden Betrieb nichts zu tun.

14:37 von gman

Warum ?
weil Eigentum oder Vermögen allgemein was verwerfliches ist
vorallem in durch Ideologien geprägten Landesregierungen

Bayern wieder mal

Schon klar daß für die CSU Amigoschutz an erster Stelle steht. Da soll dann ein Haus in München genauso besteuert werden wie ein solches auf dem flachen Land, mit evtl. ein Zehntel des Wertes. Zumal hier oftmals viel mehr Grund vorhanden ist, allerdings zu einem oft lächerlichen Wert. Eine reine Flächenbesteuerung wäre wieder einmal eine schreiende Ungerechtigkeit und nützt vor allem den Reicheren.
Bin übrigens selbst aus Bayern.

14:37 von gman

ausserdem will der gute spd-funktionär jede wohnung einzeln über das finanzamt besteuern. also hirnrissig wie die socialdemokraten halt sind. dazu passt auch, daß er die abgeltungssteuer wieder auf den ind. steuersatz umstellen will. wie das funktionieren soll, weis er nur alleine

re peterfinger

"Ich hoffe, dass der deutsche Mieterbund

mit seiner angekündigten Kampagne Millionen von Mietern erreicht, um eine Umlage der Grundsteuer auf die Betriebskosten verhindert."

Ob das beschlossen wird oder nicht hängt nicht von einer Kampagne des Mieterbundes ab.

Außerdem geht es nicht um Verhindern, sondern um *Ändern* zu Lasten der Vermieter.

Was als Betriebskosten einer vermieteten Immobilie gilt ist keine Frage, die man nach Gefühl oder Sympathie für die Mieter entscheiden kann.

Zu 14:49 von DerGolem

Ziemlich fraglich, ob Vermieter diese Grundsteuer nicht auf die Kaltmiete aufschlagen..............
---
Wenn Sie rauchen und trinken dann zahlt die Getränkesteuer auch nicht der Hersteller oder der Wirt sondern am Ende der Konsument. Was ist für Sie der Unterschied zu einem Mieter, der eine Wohnung "konsumiert"?

Richtig erkannt, kein Unterschied! Dazu
Götz Werner, Multimillionär (DM):

Als Unternehmer habe ich wirtschaftlich gesehen noch niemals einen Cent Steuern bezahlt. Die Steuern verrechne ich grundsätzlich und vollständig in die Preise. Das machen alle Unternehmer so. Und wer es nicht macht, schreibt Verluste – und zahlt dann, unter Umständen für längere Zeit, wieder keine Steuern. Am Ende tragen immer die Verbraucher die Steuern...

..und dann gibt es hochbezahlte Politiker die für zig Mrd.€ zuständig sind, die diesen Grundsatz nicht kennen und für die Wirtschaften ein Fremdwort ist. Jede Steuer, jede Abgabe .. findet sich am Ende in den Preisen wieder!

Auf Kante finanziert

1975 haben wir unser Eigenheim bezogen, um unseren Kindern ein gutes Umfeld zu ermöglichen. Wir haben jahrelang keine neue Kleidung gekauft, fuhren einen alten Käfer, strichen und tapezierten selbst, organisierten den Umzug ohne Spedition, aßen bescheiden, aber gesund und machten billigen Urlaub auf dem Bauernhof. Nun sind wir schuldenfrei, haben 2 Steuerzahler großgezogen und sind im Ruhestand. Das Haus wurde uns nicht geschenkt. Wir setzten unser mehrfach versteuertes Einkommen dafür ein. Also, begehrliche Kommunen, um der Gerechtigkeit willen, langt nicht zu kräftig zu!

14:44 von Karl Napf

sondern es ihnen auch noch zu selbstkosten vermieten?
.
nein ! .... kostenlos
weil Eigentum ja verpflichtet

Zu 13:28 von Didib57

Die Grundsteuer ist heute schon auf Mieter umlagefähig. Insofern ändert sich am Prozedere nichts, nur die Höhe der Belastung ändert sich.

Ganz unabhängig von Mieter und Eigentümer: In den Ballungszentren würden mit dem Scholz-Ansatz diejenigen besonders betroffen sein, die heute schon hohe Mieten und Kaufpreise bezahlen.

Ich frage mich, warum nur Bayern erkennt, dass diese Verkomplizierung der Erhebung durch diese Scholz'sche Wertberechnung einerseits höchst unsozial ist und andererseits kontraproduktiv für ein einfaches und unbürokratisches Vorgehen.

Nebenkosten oder nicht

Wenn die Grundsteuer nicht über die Nebenkosten abgerechnet werden kann, wird sie auf die Miete aufgeschlagen. Dazu kommen dann für die Grundsteuer zu zahlende Einkommenssteuer.
Beispiel: Werden 100 Euro Grundsteuer per Nebenkosten abgerechnet, zahlt der Mieter 100 Euro - für den Vermieter ist es ein Durchlaufposten.
Werden 100 Euro Grundsteuer über die Kaltmiete abgerechnet, muss der Vermieter um bei 0 herauszukommen noch seinen persönlichen Steuersatz draufrechnen.
Beträgt dieser 35% zuzüglich Soli zahlt der Mieter zukünftig 159,21 mehr.
Bei Neuvermietungen wird dies wohl sofort gemacht. Aber auch bestehende Mieten können alle 3 Jahre erhöht werden...
Viel Spaß

Heimlichtuer

Kann man eigentlich noch besser mauern, wie Herr Scholz. Die Aussage enthält absolut null Info.

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