Ihre Meinung zu: US-Grenze zu Mexiko: Widerstand gegen Trumps Mauer

9. März 2019 - 9:35 Uhr

Noch steht nicht viel von der Mauer, die US-Präsident Trump an der Grenze zu Mexiko errichten will. Nach dem Willen seiner Kritiker soll das auch so bleiben. Auch in Texas gibt es Widerstand. Von Torsten Teichmann.

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Kommentare

Es wird keine Mauer geben

... denn Trump will auch gar keine. Er ist insgeheim heilfroh, dass die Demokraten den Mauerbau verhindern.
Solange nämlich die Mauer nur auf dem Papier existiert, kann er ihr alle möglichen magischen Eigenschaften andichten und die Demokraten dafür verteufeln, dass sie sich dagegen stemmen.
Aber in dem Moment, da die Mauer tatsächlich gebaut wäre und all ihre Nachteile messbar würden, käme der Katzenjammer.

Darf Mr. Trump alles bestimmen?

Wo ungerechtes & unfaires Verhalten zum Recht des Stärkeren,
Mächtigeren und Reicheren erklärt wird, wird Widerstand zur Pflicht.
So muß Welt funktionieren.

Man kann es nicht oft genug

Man kann es nicht oft genug sagen: Mauern sind kein Mittel der Politik, sondern ein Eingeständnis des Scheiterns. Aber wer zu diesen Mitteln greift, hat eh andere Ziele: Für Trump war es ein Stammtischwahlkampfprestigeobjekt, noch garniert mit der Ankündigung, Mexiko werde diesen Irrsinn zahlen; und jetzt braucht Trump dieses Wahnsinnsprojekt, um von seinen desaströsen Kapriolen abzulenken. Da kümmern ihn Argumente von Naturschutz und die konkreten Anliegen der Bewohner*innen der Region herzlich wenig.

Falsche Perspektive

Irgendwie muss doch die illegale Migration gestoppt werden!
Statt stets auf der mehr oder minder guten Löung einer baulichen Sperre bzw. eines Zaunbaus herum zu hacken, wäre es doch besser Alternativen zu erörtern.

Insbesondere die Medien haben die Pflicht, sich auch moralisch mit den Eindringlingen auseinander zu setzen, anstatt ihnen immer einen Opferstatus zukommen zu lassen. Würden wir die illegalen Migranten in den Medien als das bezeichnen, was sie sind, nämlich Kriminelle, dann würde der illegalen Migration stückweise die Unterstützung abhanden kommen. Das würde womöglich mehr helfen, als der geplante Grenzzaun!

Menschen mit Mauern im Kopf

Menschen mit Mauern im Kopf ertragen offenbar reale Weite nicht.

Das ist deren (in dem Fall "sein") Problem!

Wieso dulden die Leute diese Belästigungen von Trump?

Es gibt schon längst Grenzsicherungen

Bei den Diskussionen um die US-mexikanische Grenze wird häufig so getan, als ob hier eine ungeschützte, grüne Grenze besteht, über die täglich 100.000 ausschliesslich Kriminelle ungestört spazieren. Tatsächlich ist doch schon
unter Obama die Sicherung mit Zäunen, technischen Hilfsmitteln und Grenzpersonal deutlich hochgefahren wird. Gleichzeitig kommen viele illegalen und kriminellen über völlig legale Wege ins Land.

Es geht hier doch gar nicht um illegale Migration

Wer sich die Untersuchungen zu diesem Komplex durchliest, stellt fest, dass die große Mehrzahl der illegal in den USA Lebenden ganz trivial per Visum mit dem Flugzeug in die USA gekommen sind und nach Ablauf des Visums schlicht im Land geblieben sind.
Was soll hier eine Mauer in der Wildnis bewirken?

@ 10:49 von AbseitsDesMains...

Guter Kommentar

re abseitsdesmains

"Würden wir die illegalen Migranten in den Medien als das bezeichnen, was sie sind, nämlich Kriminelle, dann würde der illegalen Migration stückweise die Unterstützung abhanden kommen."

Wenn Sie jemanden auf den illegalen Grenzübertritt reduzieren dann wären DDR Flüchtlinge auch Kriminelle und hätten zurückgeschickt werden müssen.

Ich finde die Mauer gut

Lieber geben die USA ihr Geld dafür aus als für den nächsten Krieg.
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Die ganzen Eine-Welt-Theoretiker möchte ich mal sehen wenn sie sich mit der Tatsache eines Weltdurchschnittseinkommens von unter 200.-€ auseinandersetzen müssen.

Anfang Februar bei einer

Anfang Februar bei einer Rally in El Paso versuchte Trump die dort lebenden Menschen zu überzeugen dass die Mauer lebenswichtig für sie sei.
Eine paradoxere Szene ist schwer vorzustellen. Er kommt aus dem fernen DC eingeflogen um den Texanern zu erklären wie gefährlich es vor ihrer eigenen Haustüre eigentlich ist.

Trump's größtes Problem ist dass die unmittelbar betroffenen Grenzstaaten keine Mauer wollen (die prozentual meisten Befürworter leben im Bundesstaat Maine, ganz im Norden der USA)

Aus der Perspektive der Natur wäre die Mauer ein Desaster

Darin sind sich alle Ökologen einig. Der Raum zwischen Nord-Mexico und den Südweststaaten der USA ist ein ökologisch zusammenhängends Gebiet, das sich über 6 separate Ökoregionen von Wüsten, Waldgebieten und Marschgebieten erstreckt.

1.506 Tier- und Pflanzenarten sind in diesem Gebiet heimisch. Eine Betonmauer würde den natürlichen Lebensraum zerteilen und den natürlichen Austausch der Populationen zerstören.

Die Menschen im Grenzraum zwischen den USA und Mexiko ...

... haben eine andere Einstellung zur Mauer als Trump im fernen Washington und im Trump Tower.

Die lokale Wirtschaft beiderseits der Grenze weist eine enge Kooperation auf. Brownsville im Süden von Texas ist ein gutes Beispiel - von vielen - wie gut und eng verzahnt dieser wirtschaftliche Austausch funktioniert. Hier will man weder Mauern noch Zölle. Selbst der Bürgemeister von El Paso, Dee Margo (GOP), sah sich genötigt, die Hysterie-Sprache von Trump durch nüchterne Zahlen zu korrigieren, was die Effekte der Grenzbefestigung auf die Entwicklung von Kriminalität angeht.

Natürlich bedarf es einer Sicherung der Grenze. Aber dafür gibt es intelligente Technologien und eine vernüftige Kombination von Maßnahmen, anstatt dem Trump-Prestige-Projekt.

@10:49 AbseitsDesMains...

Verstehe ich Sie richtig? Die Medien sind schuld? Die Medien sollten eher die Rolle eines Regierungsfunks übernehmen und ihre Unabhängigkeit aufgeben? Das ist deutlich nicht meine Sicht der Dinge.

Eine 50 Fuß hohe Mauer trifft auf eine 51 Fuß hohe Leiter ...

Von Janet Ann Napolitano, von 2003 bis 2009 Gouverneurin von Arizona, stammt das Zitat:

" Show me a 50-foot wall, and I’ll show you a 51-foot ladder "

Die Logik ist klar: eine Betonmauer nützt nichts, wenn sie nicht kombiniert wird mit Überwachungstechnik (Sensoren, Infrarot, Dronen, Satelliten, ) und Personal. Letzteres ist der entscheidende Faktor, der weitgehend ohne Mauern und ihre zerstörerische Auswirkungen auskommt.

Für Natur und Menschen ist eine Mauer ein Desaster.

Das Mauer-Projekt ist keine praktische Maßnahme, sondern ein Prestige-Symbol, das Trump aus politischem Eigeninteresse verfolgt.

@11:30 von Theodortugendreich

Die Mauer macht aber keinen Hungrigen satt. Können Sie bitte den Begriff "Eine-Welt-Theoretiker" erläutern und auch den Zusammenhang dieses Artikels mit dem Weltdurchschnittseinkommen. Danke!

Trumps Mission: Nationale Psychose

Ein nicht mal beläufiger Blick auf die Zahlen, Daten und Fakten über die Verhältnisse an der Grenze zu Mexiko zeigt, dass Trumps Wahngebäude mit der Realität schlicht rein gar nichts zu tun haben.

Verschmutzungswahn, Kontaminierungswahn, Invasionswahn usw. sind jedoch leider nicht irreal, sondern aus der bestürzenden Realität psychotischer Patienten bekannt.

Donald Trump macht offenbar psychotische Wahngebäude hoffähig, in den USA und auch weltweit. Der "Nationale Notstand" besteht allerdings in Wahrheit darin, eine ganze Nation zum Realitätsverlust einzuladen, dass die Realität diejenige sei, die am besten zu dumpfen Bedürfnissen passt und nicht zu Daten, Zahlen, Fakten.

Der Schrei nach der Mauer ist im Grunde eine Verzweiflungstat derjenigen, deren Weltbild im Zuge der Globalisation in Gefahr gerät.

Es ist ein Wahnwitz der Geschichte, dass ausgerechnet ein völlig entgrenzter Narzisst wie Trump nach Betongrenzen schreit.

Trump verstärkt mit seiner hysterischen Rhetorik illegale ...

... Grenzübertritte.

Die Katastrophen-Rhetorik Trump’s hat die Migrationsbewegung eher angeheizt.

Seit dem Jahr 2000 mit damals etwa 1.600.000 illegalen Grenzübertritten bis zum Jahr 2017 mit etwa 360.000 ging deren Zahl nach der Statistik der "US Custom and Border Protection Agency" auf einer Trendgeraden kontinuierlich zurück. Erst die hysterische Beschwörung von „Krise“ und „Mauer“ hat notleidende Familien in den mittelamerikanischen Staaten in Torschlusspanik versetzt, die letzte Chance auf einen Grenzübertritt in den sicheren Hafen USA zu versuchen.

Was die Art der Grenzübertritte angeht besagt die Statistik, dass in 2016 gezählte 739.478 auf Visa-Überschreitungen zurückgingen. Deutlich mehr als die illegalen Übertritte direkt an der Grenze.

Trump löst die Krisen, die er zur Absicherung seiner Präsidentschaft braucht, selbst aus.

Keine Problemlösung

Trump geht es nur ums Gewinnen und um sein sinnloses Großprojekt. Die wirklichen Probleme kennt er gar nicht und die Lösung interessiert ihn auch nicht.

Die Republikanische Partei - muss auch in der Mauerfrage ...

... gegen ihre eigenen Grundsätze verstoßen.

Ein Großteil des für die Mauer benötigten Landes, das nicht der Regierung gehört, sondern in Privatbesitz ist, wird von Trump nur durch Enteignung ("Eminant domain")und Zwangsmaßnahmen zu bekommen sein.

Nun zählen solche "sozialistischen" Maßnahmen nach der Lesart der GOP eindeutig und ausschließlich zu den "Marterwerkzeugen" der Demokraten, welche dem freiheitlichen Geist des "Land of the free" widersprechen. Die Wahlkampf-Message der GOP-Wahlstrategen bringt das Enteignungsthema nun in Konsistenznöte.

Wie in vielen anderen Fällen wird die Grand Old Party aber auch diese Kröte schlucken , um Trump zu Willen zu sein. Manchen Republikanern kommt die Präsidentschaft Trumps unter dem republikanischen Emblem des Elefanten bereits jetzt wie eine späte Rache für die eigene politische Hybris vor.

Re 09:59 von MartinBlank

" kann er ihr alle möglichen magischen Eigenschaften andichten"
Interessante Schlußfolgerung. Was wären denn das für magische Eigenschaften die man andichten könnte?
Als Ex DDR Bürger muß ich allerdings sagen das man da nichts andichten muß. Die Mauer hat gewirkt. Herr Orban hat das übrigens auch bewiesen,allerdings in die andere Richtung gegen illegale Einreise.
76 000 illegale Einreisen allein im Februar in die USA!
Wäre mit einer Mauer sicher nicht passiert.

Nun fuehrt man den Naturschutz gegen die Mauer an.

Vor kurzem waren es noch die Menschen.

Trump fuehrt die Kriminellen als Grund fuer die Mauer an.

Beides ist nach meiner Meinung Unfug.

Der Grund fuer die Ablehnung ungesteuerter Migration ist in den USA wie auch in Europa die Angst der Bevoelkerungen dort vor massiven Druck auf den Arbeitsmarkt, sinkenden Loehnen und sinkenden Sozialstandards.

Fuer viele der vermögenden und/oder mächtigen Unterstuetzer ungesteuerter Migration ist letzteres aber wohl der wesentliche Grund.

Ungesteuerte Migration - ein noch nicht gänzlich implementiertes Element der Globalisierung - hat denselben Grund wie fast alles politische Handeln unserer Zeit :
Geld/Gewinn

US-Grenze zu Mexiko:Texaner kämpfen gegen Trum.....

Eine Mauer zu Mexiko.Sie soll Emigration abhalten.Emigration aus Ländern deren Regierungen schon immer mit den USA verbündet waren ?!
Aus Ländern die sich dem Diktat von Weltbank und Internationalen Währungsfond(IWF),deren Auflagen beugen.
Und so gibt es eine humanitäre Krise,die Menschen zur Auswanderung zwingt.

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