Ihre Meinung zu: Ohne neuen Brexit-Kompromiss in die Krise?

8. März 2019 - 21:13 Uhr

Kurz vor der zweiten Abstimmung über das Brexit-Abkommen geht das Ringen weiter: Premierministerin May forderte von der EU erneut mehr Entgegenkommen - die wiederholte aber lediglich ein altes Angebot.

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Kommentare

Mayday... Mayday...!

Was erwartet May eigentlich noch von der EU? Sie hatte reichlich Gelegenhei, eine zweite Volksabstimmung zu initiieren, bei der eben auch die Irland Thematik hätte behandelt werden können. Dieses dann verbindliche Votum wäre eine zweifelsfreie Handlungsanweisung an die Regierung gewesen. So aber spaltet sie das Volk, uneinsichtig und rechthaberisch ebnet sie den Weg ins Chaos. Das haben die Briten nicht verdient...

Warum soll die EU nachgeben?

Es ist Schuld der britischen Populisten, die ihr Volk aufstachelten, das wiederum das Referendum mit "Pro Brexit" entschied. Warum also soll die EU nachgeben, wenn ein Mitglied (noch dazu eins mit Sondervereinbarungen) sagt "wir wollen nicht mehr mitmachen?"

Sicher, auch der Rest der EU wird gewisse Nachteile erleben. Aber wenn andere Länder mit Fluchttendenzen sehen, daß die EU eben nicht um jeden Preis ein Mitglied halten will und daß das ausgetretene Mitglied eben dann ein schweres Leben hat, hält das den Rest hoffentlich zusammen.

So wird das nichts mit dem Eingang in die Geschichte!

Frau May hatte wohl erwartet, als große britische Staatsfrau in die Geschichte a la Thatcher ("Eiserne Lady") einzugehen. Bei diesem Trauerspiel halte ich eine spätere Würdigung ihrer Person für nahezu ausgeschlossen.

Zusammenfassung

Der Artikel lässt sich wie folgt zusammenfassen:

Nichts Neues

Zwei völlig sinnlose Abstimmungen

Dass Mays Deal keine Mehrheit bekommt, und dass ein hard brexit keine Mehrheit bekommt, wissen wir doch längst.

Und ob in der Verlängerung irgendwas auf den Tsch kommt, was eine Mehrheit kriegt, ist auch sehr fraglich.

Ein Parlament versagt sowas von kläglich.

Ohne neuen Brexit-Kompromiss...

Seit gefühlten Ewigkeiten labern die Briten jetzt rum, dass sie aus der EU austreten wollen. Dann sollen sie es endlich Ende März tun. Die Welt, auch die europäische Wirtschaftswelt, wird nicht deswegen untergehen. Auch wenn wieder einmal der Teufel an die Wand gemalt wird, es gibt ein Leben ohne GB in der EU. Und das ist nicht schlechter als jetzt, vielleicht sogar besser, da GB ja zu fast 100% gebremst hat, dass es es quitschte.
Also, entweder raus oder rein, aber bitte schnell, das Getue nervt echt!

Kaffeesatz-Erkenntnis

Hunt: "Die EU solle "flexibel" sein, denn beide Seiten würden später in den Geschichtsbüchern schlecht dastehen, wenn sie jetzt scheiterten."

Andere öffentlich für eigene Versagen verantworlich zu machen, ist keine Eigenschaft, die ausschließlich überseeische Machthaber auszeichnet. Daß es für ihn [Hunt] in erster Linie um die Menschen des Landes gehen sollte, die ihn in die Regierung gewählt haben, soll geflissentlich unter den Teppich gekehrt werden. Ausgesprochen erbärmich, was da über den Kanal schwappt.
Die EU und die Arbeit ihrer Oberen zu kritisieren, dafür gibt es viele Gründe, beim Britischen EU-Ausstieg aber?

Ich kann es nicht mehr hören!!!

Es ist, wie es ist. Kein Bäcker, Polizist, Straßenfeger, Maler, Arzt, Obsthänler, Fliesenleger, Pfefferminz-Saucier, Gärtner, Kindergärtner, Hausmann usw. usw. (alles m/w) wird es negativ bemerken. Der Touri zeigt einmal seinen Paß.
Die Welt wird nicht untergehen, wie in einem fort behauptet. Aber die Kosten für Kapitaltransaktionen steigen, und für Aktienhandel, und die Hedgefonds haben höhere Kosten.
Mein Mitleid hält sich in Grenzen...

Bitte keine Zugeständnisse

Die Briten wollen die EU ohnehin verlassen. Wozu sollen wir ihnen noch Geschenke hinterher werfen? Zugeständnisse sollte die EU keine machen. Alle Zugeständnisse würden außerdem zu Lasten Irlands gehen.

Das alles bringt doch nichts, denn

warum soll die EU den Briten noch mehr entgegen kommen? Man hat einen Vertrag ausgehandelt, den das britische Parlament ablehnt. Also: es gibt keine Einigung und somit muss GB die EU eben ohne Vertrag verlassen. Das haben sich die Briten selbst zuzuschreiben.
Eine Verlängerung bringt auch nichts, weil es nichts mehr neues auszuhandeln gibt.
Also bitte , liebe Briten: lieber ein Ende mit Schrecken, nichts anderes ist möglich.

Noch 21 Tage, dann ist es endlich geschafft

Es gab keine Krise, gibt keine Krise, und wird auch keine Krise geben. Bald habt ihr es geschafft ihr Briten, euch aus der EU-Knechtschaft befreit.

Als 4. Option sollte May über

Als 4. Option sollte May über einen Exit vom Brexit abstimmen lassen.

@Werner40

Und wenn wieder die Mehrheit für den Brexit ist? Weiter abstimmen, bis das Ergebniss passt?

Flexibel?

Ihr Außenminister Jeremy Hunt pflichtete ihr bei. Die EU solle "flexibel" sein, denn beide Seiten würden später in den Geschichtsbüchern schlecht dastehen

Na und? Ich will aber nicht flexibel sein. Sollen die Briten doch mal flexibel sein.

Ex oder Hopp - entscheidet euch

Bereits am kommenden Dienstag will sie im Unterhaus erneut über den mit Brüssel ausgehandelten Brexit-Vertrag abstimmen lassen.

Das kann sie sich sparen. Der May-Deal wird wieder durchfallen.

Für den Fall einer erneuten Schlappe will die Regierungschefin am kommenden Mittwoch über einen Austritt ohne Abkommen abstimmen lassen.

Das kann sie sich auch sparen. Es wird wieder keine Mehrheit für den harten Brexit geben. Das Parlament ist zwar heillos zerstritten. Aber trotzdem will die Mehrheit nicht den Harakiri.

Wird auch das abgelehnt, sollen die Abgeordneten am Donnerstag entscheiden, ob London eine Verschiebung des Brexits beantragen soll.

Und bei dieser Verschiebung sollte die EU einfach nicht mitmachen. Warum auch?

Ja noch 28 Tage

und dann sollte das Thema oder Theater endlich durch sein, es nervt langsam.
Und liebe Briten, es wird nicht so wie es 2 Jahre geschrieben wurde, es wird anders.
Und schön das dieses Thema zu Ende geht, und man sich neuen zuwenden kann.
Ich wünsche viel Erfolg.

@22:33 von A.Stan

"Und wenn wieder die Mehrheit für den Brexit ist? Weiter abstimmen, bis das Ergebniss passt?"

Diese Art von Kommentar haben wir hier im Forum schon oft gelesen, und jedesmal gibt es dieselbe Antwort, bis auch der letzte es begreift:

Das Wesen der Demokratie ist, dass die Bürger ihre Meinung ändern dürfen. Speziell dann, wenn sie von der Brexit-Kampagne im Vorfeld des Referendums nach Strich und Faden belogen wurden. Das Ergebnis passt dann, wenn die Mehrheit der Bürger damit zufrieden ist. Zur Zeit sind je nach Meinungsumfrage ca. 52-56% der wahlberechtigten Briten nicht mit dem Austritt aus der EU zufrieden.

altes problem

"Ein Engländer ist selbstbewusst mit der Begründung, dass er Bürger des bestgeregelten Staates der Welt ist und weil er als Engländer immer weiß, was er zu tun hat, und weiß, das alles, was er als Engländer tut, zweifellos Gut ist." Lew Tolstoj, Krieg und Frieden, 3. Buch, Teil I, X.
An dieser Selbstüberschätzung leidet er noch heute, und das ist das Problem.

Ja in 28 Tagen

sollte das Thema Brexit endlich erledigt sein. So oder so. Was am Ende besser ist für GB oder EU wird man in ein paar Jahren sehen und die Geschichte Schreiber werden Frau May in ihren Büchern dann als kluge Premier Ministerin beschreiben,oder das Gegenteil.

Bin ich froh

wenn dieser Circus endlich zu Ende ist. Keine Extrawürste mehr für die Briten, kein Theater.

Eigentlich kann man froh sein die loszuwerden, die wird sicher keiner vermissen.

@ A.Stan um 22:33

>>Und wenn wieder die Mehrheit für den Brexit ist? Weiter abstimmen, bis das Ergebniss passt?<<

1975 gab es bereits ein Europareferendum der Briten (bei 64 % Wahlbeteiligung 67 % der britischen Wähler für die Mitgliedschaft). Nach Ihrer Argumentation hätte es dann das letzte Brexitreferendum gar nicht geben dürfen...

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