Ihre Meinung zu: Gefährlicher Job: Kampf gegen Wilderer in Tansania

8. März 2019 - 9:33 Uhr

In Tansania haben Wilderer fast 60 Prozent der Elefanten abgeschlachtet. Die Ranger im Selous Wildreservat kämpfen dagegen. Doch von den Menschen in den Dörfern werden sie nur zum Teil unterstützt. Von Linda Staude.

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Kommentare

Das Problem ist nicht nur auf Afrika beschränkt

sondern tritt überall da auf, wo Menschen aus Geldnot/gier, wie in Afrika oder einfach auch nur aus Lust Tiere töten.
In Deutschland nimmt die Zahl derer, die aus Lust töten jährlich zu. In meiner Umgebung treffen sich regelmäßig ein paar Feierabendjäger und schiessen mal eben zum Spaß an der Mülldeponie 20 - 50 Krähen. Jagen ist das neue Golf.
Hege nennen sie es und in Wahrheit ist es genau das Gegenteil. Durch die Abschüsse, wird der Bestand nicht wirklich reduziert, aber die Krähen treibt es mehr und mehr in die Stadt.

Wir reden über Framing und Indianerverkleidungsverbote, tolerieren es aber, dass Menschen in Deutschland ausschließlich aus Lust, jährlich Millionen Tiere ( Vögel, Katzen, Hunde, Wild, etc. Hauptsache es lebt) abschlachten. Solange wir dies im eigenen Land tolerieren, sollten wir nicht mit dem Finger auf Afrika zeigen. Im Gegensatz zu dort, machen es die Meisten unserer Jäger eben nur zum Spaß, nicht aus finanziellen Gründen. Sie zahlen viel Geld für ihr Hobby

Bettelarm

Die Menschen sind dort bettelarm...die Regierung tut viel zu wenig dagegen...und da bleibt für einige nur das letzte Mittel, die Axt am eigenen Ast anzulegen...ohne Tiere in den Nationalparks kommt auch kein Tourist mehr...was dann?

Noch etwas zu eminem ersten Post.

persönlich halte ich die Jagd generell für unnötig und der Kanton Genf, in dem seit 30 Jahren die Jagd quasi verboten ist beweist es. Die Artenvielfalt hat zugenommen, ohne dass es eine Überpopulation einzelner Arten gibt.
Dennoch gibt es auch "verantwortungsvolle" Jäger, welche die wenigste Zeit im Wald mit schiessen verbringt. Doch diese werden immer weniger und die Zahl der "Freizeitjäger" nimmt exorbitant zu. Zum einen sorgt der, viel leicht zu beschaffende Jagdschein dafür, dass immer mehr Menschen in Deutschland zu "legalen" Waffenhalter werden und zum Zweiten dazu, dass die Artenvielfalt abnimmt und einzelen Populationen, zum Beispiel das Wildschwein zunehmen. Wird z.B. in einer Wildschweinrotte, die Leitbache, die quasi die Geburtenkontrolle der Rotte übernimmt, geschossen werden alle anderen Säue tragen, was,ganz im Sinne der Spaßjäger, zu einer Vergrößerung der Rotte führt.

Jäger zu vergleichen mit Wilderern ist realitätdfremd

die Jäger in deutschland sind überwiegend (ca.90%) Heger und mit Sicherheit keine Wilderer. Dieser Vergleich hat nichts mit dem Problem ansich zu tun. Im Grund muß der Mensch sein Verhalten "Tieren2 gegenüber generell überdenken. Tiere sind wie auch wir Menschen-wenn auch die "Religion" dies nicht "gestattet" - Lebewesen! Als Lebewesen haben wir alle gemeisam, daß wir fühlen und denken.Ja auch Tiere haben Gefühle. Ein Jäger und ich zähle mich dazu hat das Wohl der Tiere im Blick und tötet nicht aus Spaß oder zum Freizeitvergnügen. Ein Wilderer tötet aus überwiegend aus finaziellen Gründen. Aber solange es Ministerien gibt, die z.B. Tiertransporte mit unglaublicher Gräul schönreden und nicht unterbinden wollen- sollten wir schön kleinlaut sein mit solchen Vergleichen. Ich für meinen Teil halte jeden der aus Spaß oder finaziellen Gründen Lebewesen tötet für einen MÖRDER.

So lange

es viel Geld für Elfenbein und Schuppen von Tieren gibt, wir es in dem armen Land auch nicht aufhören.
Wenn der Absatz nicht mehr gegeben ist, lohnt sich wildern auch nicht mehr, das wäre die einzige Lösung die es wirklich gibt.
Aber wie immer regiert Geld die Welt, und die Armen sind am Ende der Nahrungskette.

Das wollen wir doch!

Den Kampf kann man aufgeben solange man die Gier nicht bekämpft. So mehr Geld die einen haben und die anderen danach streben wird sich nichts an der Situation ändern. Das ist das Ergebnis einer ungerechten Welt, wo sich einige wenige knadenlos bereichern und somit verantwortlich für diese Missstände sind.

Richtig ist das Wilderer Tiere

töten, teils aus Geldgier, teils aus tiefer Not. Der Asiate der zumeist der Kunde ist schert dich nicht drum das Tierarten aussterben. Das Elfenbein und Horn bzw die Schuppen der Tiere werden zu "Medikamente" sprich angebliche Potenzmittel verarbeitet. Geweih von Russischen und anderen Nordischen Hirschen wird zu Medikamenten verarbeitet gegen Wechseljahrsbeschwerden. Da gehen hunderte von Tonnen nach Korea, China und weitere Länder. Dafür stirbt kaum ein Tier aber es werden Millionen umgesetzt. Denen geht es besser als unserem Schlachtvieh. Letztendlich geht es wie immer um Geld. Die einen Leben davon die anderen denken Sie tun sich oder ihren Frauen was gutes.

Wer ist verantwortlich? Der Afrikaner?

Natürlich nein! Wir, die heute Lebenden, wir sind dafür verantwortlich, im besonderen Masse die gesund entwickelten Staaten! Dazu gehört auf jeden Fall Europa, sprich die EU!
Wir beziehen aus Afrika so gut wie alles, Diamanten, Edelmetalle, seltene Metalle, Rohstoffe aller Art und Mengen....! Hol raus was noch da ist, lautet die Devise! Natürlich hilft die EU den Afrikanern, aber unter dem Strich, sehr wenig! Wenn nicht die EU in den Massenmord der Tierwelt in Afrika eingreift, ohne die Mitwirkung der 99 Grad behinderten
UNO, dann sehen wir heute Lebenden diese Wunderwelt zum letzten Mal!
Solange keine europäischen Kontrollen und
Überwachungssysteme dort installiert werden, und alles was in der Wildnis bewaffnet angetroffen wird, platt gemacht wird, solange geht das Morden weiter!

Da geht es ums überleben

Ranger gegen Wilderer. Wer zu lange zögert wird erschossen.

Die Einheimischen scheinen vom Tierschutz nicht unterstüzt zu we

Weil dann würden diese ansonsten den Tierschutz voll unterstützen und nicht so wie berichtet...
Tierschutz ist bekanntlich teuer und das haben die Tierschützer anscheinend noch nicht begriffen...

Ein paar Ausreißer gibt es zudem aber überall...

Elefanten sind überschätzt

Wenn sich die Bevölkerung in Afrika wie prognostiziert in 25 Jahren verdoppelt, bleibt wohl kein Platz mehr für Grosswild außerhalb von Gehegen und Zoos. Die Evolution ist unerbittlich. Gibt es keinen Lebensraum stirbt eine Art oder wie derzeit sehr viele.

Das ist allerdings nur ein Problem für uns Menschen, die wir marketing-bedingt so Gruppen wie Delphine, Wale und Elefanten als Natur ansehen.
In Viren, Bakterien und vielen Einzellern steckt die wesentliche Biomasse und das Gen Know-how. Die werden Marketing-bedingt allgemein ignoriert und sind vielen unbekannt. Wenn ein paar süße Säuger, hoch spezialisiert, aussterben ist das schlicht egal und in der Naturgeschichte auch normal.

Mein Respekt

...an diese Wildhüter/Ranger

Wildereibekämpfung

Als Wildhüter hat man einen mordsgefährlichen Job. Es wurden in den letzten Jahren hunderte von ihnen weltweit umgebracht.
Der WWF ist m. E. die mit Abstand effektivste Organisation, die sich diesem brutalem Geschäft versucht, mit verschiedenen Lösungen entgegenzustellen. M. E. ist es ungerecht, wenn sich jetzt über den WWF aufgeregt wird, weil einige Wildhüter zu brutalen Maßnahmen gegriffen haben - das ist sicher nicht die Regel und auch nicht in Ordnung. Doch die Wildhüter kämpfen oft um ihr Leben, haben sich evtl. in diesen Fällen einfach nur gewehrt.
Jeder, der die schwer verletzten, hilflosen Elefantenmütter neben ihren verlorenen Jungen einmal gesehen hat, vergisst die Bilder nicht und ist dankbar für Menschen und Organisationen, die sich für sie einsetzen, wie eben z. B. der WWF.
Die, die sich jetzt am meisten aufregen über angeblich brutale Wildhüter, haben wahrscheinlich noch keinen Finger gekrümmt gegen Wilderei, und sei es "nur" durch eine Spende für den Tierschutz.

um 10:31 von MaLuKing

"Jäger zu vergleichen mit Wilderern ist realitätdfremd
die Jäger in deutschland sind überwiegend (ca.90%) Heger und mit Sicherheit keine Wilderer. Dieser Vergleich hat nichts mit dem Problem ansich zu tun."
.
Wie viele deutsche Jäger fahren jedes Jahr nach Osteuropa oder Afrika, um Bären, Giraffen, oder Löwen zu "hegen"? Viele sind sogar stolz darauf, solche Tiere mit Armbrust zu "hegen"?

Warum das Schwein beleidigt wird

Solange keine gerechten Demokratischen Strukturen geschaffen werden, wird das schnelle große Geld (z.B. Elfenbein) die Natur und Bioreservate zerstören.
Dabei könnten viel mehr Menschen vom lebenden Tier (z.B. Waalewatching) verdienen, und das auch für unsere Kindeskinder.
Aber leider führt der Mensch des Gierprofites Krieg. Krieg gegen den Nachbarn, Krieg gegen Tier und Pflanze, Krieg gegen sich selbst.
Er Hast alles was er nicht versteht, und von dem er nicht dierekt Profittieren kann.
Der Mensch ist einfach nur ein erbärmliches Lebewesen, nicht fähig zu Wahren Gefühlen wie das Tier.

12:34 von Herd

"Wenn ein paar süße Säuger, hoch spezialisiert, aussterben ist das schlicht egal und in der Naturgeschichte auch normal."

Es handelt sich im hochentwickelte Lebewesen, um Individueen. Bedeutet ihnen ein Individuum nichts? Und das ist kein normales Aussterben, da der Grund fuer das Aussterben nicht das survivelofthefittest ist, sondern Fehlverhalten einer intelligenter Spezies, um nicht zu sagen, abnormal und entartet - deren, desweiteren, "rasseninternes" Abschlachten (Wildern waere das ja wohl, denn Habier ist eine primaere Ursache) nur Zyniker als in der "Naturgeschichte normal" bezeichen wuerden. Nein, mein Herr, vielleicht merken sie es nicht, aber sie sind ethisch und moralisch auf dem Holzweg und einer oberflaechlichen Begruendungskette aufgesessen. Sie vergessen den Wert der zivlisatorischen Enwicklung.

@schutzbefohlener: Nicht aus Spaß

In China sind Elfenbein und Nashornhörner auf den Schwarzmarkt teuer verkauft. Leute sind arm und riskieren ihr Leben von Rangern erschossen zu werden um an irgendein Mittelmann die Nashornhörner für wenig Geld zu verkaufen. Nashornhörner sind ein Potenz mittel in Alter Chinesischer Medizin. Ein Horn kostet 300 000$.

Ebenso sagen manche Parks das Fotos von Rhinos und Elephanten nicht zu veröffentlichen sind, da die Positionen dieser Tiere dann öffentlich gemacht werden. Ich sehe trotzdem auf soziale Medien Deutsche die Bilder von Nashörnern posten.

Man sollte....

unterscheiden zwischen dem immer wieder vorkommenden Vernichten von Feldern oder der Ernte von Elefantenherden und der Raffgier der Wilderer, die von dämlichen Vertreibern von nachgewiesen unwirksamen chinesischen oder japanischen "Wundermitteln" mit Almosen abgespeist werden. Man sollte sich fragen, wie dumm der japanische Käufer ist, der tatsächlich ein Nashorn für potenzfördernd hält, oder getrocknete Falken- und Bussardaugen als "Medizin"gegen Augenkrankheiten oder von Bären beilebendigem Leib abgezapfte Bärengalle als Medizin alle Arten von Überlieferten asiatischen "Krankheiten"! Jeder Chemiker könnte beweisen, daß das Horn von Elefanten und Nashörnern in keinster Weise eine Wirkung als Medikamentenbestandteil hat! Aber, so wie es immer noch Leute gibt, die an "Gesundbeter" etc. glauben oder Walfahrten zur "Heilung" machen, wird leider immer noch an "Wundermittel" geglaubt, so lächerlich sie auch sind! Ich wünsche den Rangern jedenfalls immer glückliche Heimkehr und viel Erfolg!

"Jagdfreies" Konton Genf

Am 08. März 2019 um 10:23 schrieb schutzbefohlener: "persönlich halte ich die Jagd generell für unnötig und der Kanton Genf, in dem seit 30 Jahren die Jagd quasi verboten ist beweist es. Die Artenvielfalt hat zugenommen, ohne dass es eine Überpopulation einzelner Arten gibt."

Sie irren. Abgeschafft wurde lediglich die private Jagd. Die Tiere werden jetzt ausschließlich von staatlich angestellten Wildhütern erlegt.

Massenaussterben nicht zu leugnrn

@das Ding: „bedeutet Ihnen ein Individuum nichts“

Mit der Evoultion scheinen Sie auf Kriegsfuss zu stehen. Diese kennt keine menschliche Ethik mit Schutz von Individuen ob Sie oder ich das gut finden oder nicht. Die menschliche Ethik sollte sich vielleicht besser an diese Realitäten anpassen statt so zu tun als seien keine Elefanten das Problem und böse Wilderer die Schuldigen.

Die Realität sieht so aus, dass die Menschheit rasant wächst und zum Überleben selbst die entlegensten Lebensräume immer mehr nutzt. Als Folge kommt es zu einem Massenaussteben bei Tieren und Pflanzen, die diese Lebensräume brauchen.

Nur Viren, Bakterien und Einzellern ist das bisher egal und die stellen allerdings auch die wesentliche Biomasse und einen sehr anpassungsfähigen Genpool. Diese Natur wird uns überleben.

Es geht somit darum das Bevölkerungswachstum zu stoppen und großräumige weitgehend menschenfreie Lebensräume zu haben, z.B. Antartkis, Tiefsee oder Wattenmeer.

Ursache und Wirkung müssen unmittelbar erfahrbar sein

"Die Mafia-ähnlich organisierten Wildererbanden haben im vergangenen Jahrzehnt allein in Tansania fast 1000 Ranger getötet und rund 60 Prozent aller Elefanten abgeschlachtet. Manche Wilderer seinen früher bei der Armee gewesen und schwer bewaffnet, erklärt Martin Loiboki, der Chef der Wildschutzbehörde TAWA. "Weil unsere Sicherheitsmaßnahmen verschärft wurden, bereiten sie sich noch besser vor als bisher."

Die Wilderer seien nicht nur gut ausgerüstet, sagt auch Okode, sondern auch bestens vernetzt (...)

Die drastischen Strafen für Wilderer schreckten ab. Aber effektiver sei es, "wenn die Menschen verstehen, dass der Tierschutz ihnen Vorteile bringt", (...) "Sie haben einen indirekten Nutzen durch Geschäfte mit Touristen. Aber der Naturschutz muss auch direkt etwas bringen (...)"

Und zwar so, dass jeder den Zusammenhang sofort merkt:

"Der Bau von Schulen, Hospitälern und Apotheken von diesem Geld nützt den Anwohnern und damit auch den gefährdeten Elefanten, Giraffen und Nashörnern."

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