Ihre Meinung zu: Kindesmissbrauch in der DDR eher tabuisiert als im Westen

6. März 2019 - 13:12 Uhr

Kindesmissbrauch war in der DDR viel eher ein Tabu als im Westen, heißt es in einer Fallstudie. Es sei in der Regel weder privat noch öffentlich über sexuelle Gewalt in Familien oder Heimen gesprochen worden.

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Kommentare

Es sei in der Regel weder

Es sei in der Regel weder privat noch öffentlich über sexuelle Gewalt in Familien oder Heimen gesprochen worden.
.
natürlich nicht !
das konnte ja auch nicht sein,
war das sozialistische System und deren Menschen
doch dem dekadenten kapitalistischen in jeder Beziehung überlegen

So liebe ich den ÖR.

Es war wohl in der letzten Zeit etwas viel Kritik an der katholischen Kirche. Jetzt muss die DDR her halten. So unter dem Motto bei uns war es schlimm. Aber in der DDR war es schlimmer.

mit Verlaub, was für ein Unsinn

Da beschreibt der Artikel, vermutlich völlig zutreffend, die Tabuisierung von sexuellem Missbrauch in der DDR. Und im Vergleich zur BRD kommt dann was heraus? Ein Supertabu?
Wer aufmerksam liest, stellt fest, dass wohl in der DDR genau die gleichen Dinge passiert sind, dass diese ebenso konsequent vertuscht wurden, und dass die Opfer ebenso keine Chance auf Hilfe hatten wie im Westen. Keine Überraschung. Wieso aber "in der DDR viel eher ein Tabu als im Westen"? Weil in der BRD verschwiegen wurde, in der DDR aber verschwiegen? Weil in der BRD die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, in der DDR aber die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen wurden? Weil in der BRD die Opfer fürs Leben geschädigt sind, in der DDR aber die Opfer fürs Leben geschädigt?

Was soll das? Was?

kindesmissbrauch-in-der-ddr

Ein Glück, dass es die DDR gab! Wenn nicht, hätte man sie erfunden.

Also

mich würde interessieren ob es in der DDR auch solche pillepalle Strafen gab wenn jemand des Kindesmissbrauchs überführt wurde.

Sehr guter Beitrag!

Leider wird nur sehr wenig darüber berichtet, was Menschen in der DDR erdulden mussten. Eine Diskussion darüber könnte vielen Menschen helfen, indem sie sehen, dass sie damit nicht allein sind und dass dieser Unrechtsstaat noch bei ganz anderen Sachen weggeschaut oder aber menschenverachtend unterdrückt, gefoltert und getötet hat. Dieses ist alles belegt und sollte viel stärker betrachtet werden. Gerade auch von westlicher Seite könnte dieses helfen zu verstehen was das mit den Menschen gemacht hat. Dieses Verständnis ist wirklich wichtig für das Zusammenwachsen. Bitte mehr davon !!!

Dann wird es höchste Zeit

dass den Opfern wenigstens nun geholfen wird mit entsprechenden Angeboten und Hilfen.
Besser spät als nie, und besser ohne jahrelange Diskussionen.

einseitig

Ein sehr,sehr übles Kapitel der DDR-Geschichte.
Vielen Dank.

aber:
ein etwas deutlicherer Hinweis als "Die Kommission hatte im Mai 2016 ihre Arbeit aufgenommen. Sie untersucht sämtliche Formen von sexuellem Kindesmissbrauch in der Bundesrepublik und in der DDR."
wäre wohl in diesem Bericht sinnvoll, sonst driftet es wieder ab ins Ost-bashing.

"Missbrauch an Kindern ist in der DDR weitaus stärker und länger tabuisiert worden als im Westen"
ist ja wohl sehr zynisch, nicht nur in Hinblick auf die traditionell offene Diskussionskultur der Kirchen seit Jahrhunderten..
Im Gegenteil von bestimmten jetzt gern moralisierenden Parteien wurde dieser als positiv gesehen und eine Straffreiheit war damals sogar politische Forderung.
Erwähnt sollte das schon werden.

In

der DDR wurde auch nicht über Mord und Totschlag berichtet,verfolgt wurde es denke ich trotzdem.

Meiner Meinung nach...

Gibt es überall Tabus zu dieser Frage,
Jetzt die seit 30 Jahren verblichene DDR samt Frau Bergmann hervorzuholen bedeutet doch eigentlich,
Das mit der Kirche ist nicht so schlimm?
Luedge auch nicht?
Passiert überall?
In der DDR besonders schlimm?
Diese Art von Diskussion ist definitiv nicht zielfuehrend,
Nein Sie ist irreführend!

Also

"Es sei weder privat noch öffentlich über sexuelle Gewalt in Familien oder in staatlichen Einrichtungen gesprochen worden."

Also mir wurde schon eingeschärft nicht mit Fremden mitzugehen oder mich alleine rumzutreiben,da könnten schlimme Dinge geschehen.

eher tabuisiert als im Westen

Da muss man wohl mehrere Fragezeichen hinter machen!
Auch in der BRD wurde in Heimen körperlich und sexuell missbraucht!
Wenn Kinder weggelaufen sind, wurden sie wieder dahin zurückgebracht, woher sie kamen.
Denn niemand glaubte ihnen.
Wenn es um Kindesmisshandlung und sexuellen Missbrauch geht war auch die BRD totalitär.
An jeder Schule wurde bis weit in die neunziger Jahre geprügelt, und das von Lehrern!

DDR und Kindesmissbrauch

Na, das hat ja lange gedauert, bis man bereit ist den Missbrauch von Kindern in der DDR zur Kenntnis zu nehmen. Die Betroffenen erzählen ihre Geschichten seit 29 Jahren und jeder konnte solche Geschichten seit langem kennen.
Es war in der DDR noch viel schlimmer: die Täter wussten, dass sie nicht verfolgt werden (Kindesmissbrauch durfte es schließlich nur in den dekadenten kapitalistischen Ländern geben) und waren daher völlig ungehemmt bei ihren Schandtaten. Selbst auf offener Straße wurde Opfern nicht geholfen - Kindesmissbrauch wurde nicht zur Kenntnis genommen. Selbst Eltern glaubten ihren Kindern nicht. Was nicht sein darf kann auch nicht sein. Schöne 'heile' Welt DDR.

@rainer4528

> So liebe ich den ÖR
> Es war wohl in der letzten Zeit etwas viel Kritik an der katholischen Kirche. Jetzt muss die DDR her halten. So unter dem Motto bei uns war es schlimm. Aber in der DDR war es schlimmer.

Was heißt "herhalten"? Herhalten wofür? Was ist überhaupt die Kernaussage dieses Posts - außer schwammiger Gegnerschaft gegen Öffentlichkeit und Recht?

Fallstudie

Hier belegt eine Fallstudie mit 29 Fälle, dass es "in der DDR eher tabuisiert als im Westen" wahr? Wie kann man denn auf so einen Vergleich kommen?
Und insbesondere - wie kommt man auf so einen Vergleich, wenn sich ein großer Teil der nichtfamiliären Kinderbetreuung in nichtstaatlichen Einrichtungen in der Bundesrepublik abspielt, deren Aufarbeitung sich offensichtlich der staatlichen Aufsicht entzieht?

Sorry, aber mit 29 Fallstudien kann man keine Strukturen aufdecken und Vergleiche ziehen. (Eigendarstellung: "Die Kommission soll Strukturen aufdecken, die sexuelle Gewalt in der Kindheit und Jugend ermöglicht haben und herausfinden, warum Aufarbeitung in der Vergangenheit verhindert wurde. ") Das ist in hohen Maße unwissenschaftlich.

@ 14:07 von oooohhhh

Nein, es ist kein Ostbashing. Die Menschen in der DDR waren nicht besser oder schlechter, als die Menschen im Westen, aber ihnen ging es schlechter und sie mussten viel mehr leisten, um über die Runden zu kommen. Es waren die politischen Strukturen der Parteidiktatur, die solche Verbrechen begünstigten. Patriachalische und autoritäre Machtstrukturen sind Nährböden für solche Verbrechen. Hier wird der typische Versuch gemacht, die Diktatoren mit dem Volk zu vermischen: Wer die Diktatoren kritisiert, kritisiert das Volk, deren Opfer. Zwischen beiden muss aber man scharf trennen. Denn sonst unterstützt man den Versuch der alten Herschenden, Emotionen bei ihren Opfern zu schüren, um Solidarisierungseffekte zu erzielen.

@ 14:24 von pfitch

Die Diskussion ist nicht irreführend sondern zielführend. Denn es geht weniger darum, irgendwelche Organisationen an den Pranger zu stellen, sondern darum, zu verstehen, welche Strukturen solche Taten im Verborgenen bleiben lassen. Was hat die katholische Kirche mit der DDR gemeinsam? Patriachalische, autoritäre, kritikfeindliche Strukturen. Überall laufen die gleichen Menschen rum, es wäre doch sehr merkwürdig, wenn es in katholischen Gebieten mehr Pädophile heranwachsen würden, als in nicht-christlichen, wie der DDR. Wo bleiben die? In katholischen Gebieten könnte man z.B. Priester werden. Was wird man in der DDR in so einem Fall? Z.B. Leiter einer Jugendorganisation oder eines Kinderheimes. Wenn man da gut in der Partei vernetzt ist, kann man so ziemlich machen was man will. Solange man nicht jemanden auf offener Straße umbringt oder laut Honnecker ist doof ruft.

Ablenkung

Es war wohl etwas viel des schlechten in letzter Zeit mit den Horrormeldungen über eine moralische Instanz.
Aber zum Glück gab es das ja in der DDR auch!
Ja -aber nur mit dem Unterschied,das die Täter ihres Lebens nicht mehr froh wurden,wenn sie erwischt wurden

@ um 13:43 von frosthorn

"mit Verlaub, was für ein Unsinn
Da beschreibt der Artikel, vermutlich völlig zutreffend, die Tabuisierung von sexuellem Missbrauch in der DDR. Und im Vergleich zur BRD kommt dann was heraus? Ein Supertabu?"
Ganz so daneben ist die Steigerung bezüglich der Vertuschung des sexuellen Missbrauchs in der DDR nicht. Ja, auch in der BRD wurde vertuscht, in Schulen, in Kirchen und bestimmt auch in anderen Einrichtungen. Aber es wurden auch Täter gesucht und gefasst. Sicherlich ist Ihnen der Name Jürgen Bartsch noch ein Begriff.
Anders in der DDR: dort gab es nach offizieller Lesung nirgends den Kindesmissbrauch. Dies war besonders perfide, weil dadurch dem Kindesmissbrauch durch das Fehlen jeglicher Bestrafung noch Vorschub geleistet wurde. Der Begriff Supertabu ist also nicht so ganz falsch.

Die DDR war die Heimat von 17 Millionen Menschen,

die das Glück oder Pech hatte 1945 auf diesen Territorium von Deutschland gelebt zu haben. Die glücklich und traurig waren, Feste gefeiert und Solidarität geübt haben. Die Werte geschaffen haben und stolz darauf waren. Die DDR war nicht nur ein anderes Land, das war ein anderes Gesellschaftssystem mit anderen Spielregeln als im Westen. Und es ist auch autark, dass sich jeder in dem System in dem er lebt, so gut wie möglich einrichtet.

Ich bin in der DDR geboren, habe dort eine glückliche Kindheit verbrach. Bin dot zur Schule gegangen, hab einen Beruf erlernt und mein erstes Geld verdient.
Und dann kam die Wende, womit der ganze Schlamassel begann.
Blühende Landschaften sollte es geben, stattdessen wurde alles platt gemacht.
Dazu ominöse Rückübereignungen von Grundstücken . . .

Noch heute sind die Ossis in allen Belangen benachteiligt, verdienen weniger für die gleiche Arbeit . . . In allen Führungsebenen sind Wessis präsent. Man kann das auch Diskriminierung nennen.

Durch Tabuisieren von

Durch Tabuisieren von schwersten Verbrechen gegen Kinder konnte die Realität quasi "gelöscht" werden.

Das Tabuisieren und Geheimhalten von Gewaltverbrechen ist ein ebenso ein Verbrechen. Weil dadurch (systematisch) Verbrechenssysteme aufrecht erhalten werden konnten..

Ausgeliefertsein! Dem Leiden,

Ausgeliefertsein!

Dem Leiden, dem Bösen hilflos ausgeliefert sein.
Das ist das Schlimmste, Traumatisierendste, was man nur erleben kann!

Erst recht für eine kindliche Psyche!

Was für eine Hölle, diese Kinder erlitten haben ...

den Gewaltverbrechern ausgeliefert zu sein ...

13:40 von rainer4528

Was soll das JETZT?

Was haben Sie für ein Problem damit, wenn das endlich thematisiert wird??

13:50 von patzie "Also mich

13:50 von patzie
"Also
mich würde interessieren ob es in der DDR auch solche pillepalle Strafen gab wenn jemand des Kindesmissbrauchs überführt wurde."

Es wurde niemand überführt, weil nicht drüber gesprochen wurde.

Deshalb ist Tabuisieren auch ein Verbrechen.

Es ermäöglicht, dass Verbrecher ihre Verbrechen weiter begehen können. Da wird keiner überführt.

15:03 von Autograf @ 14:07

15:03 von Autograf
@ 14:07 von oooohhhh
"Nein, es ist kein Ostbashing. Die Menschen in der DDR waren nicht besser oder schlechter, als die Menschen im Westen, aber ihnen ging es schlechter und sie mussten viel mehr leisten, um über die Runden zu kommen. Es waren die politischen Strukturen der Parteidiktatur, die solche Verbrechen begünstigten. Patriachalische und autoritäre Machtstrukturen sind Nährböden für solche Verbrechen. "

Genauso ist es.

Ein Aspekt kommt noch dazu. Das ist die Abhängigkeit von Kindern gegenüber Erwachsenen. Das führt zu einem hoffnungsosen Ausgeliefert sein. Insbesondere in geschlossenen Systemen. Diese Systeme sind deshalb geschlossen, um Gewalt und Macht auszuüben.

Deshalb sind Kinder aber IMMER gefährdet und bedürfen einen besonders starken Schutzes. Auch in offenen Systemen. Denn die Abhängigkeit ist naturgegeben.

14:42, Ritchi

>>Es war in der DDR noch viel schlimmer: die Täter wussten, dass sie nicht verfolgt werden (Kindesmissbrauch durfte es schließlich nur in den dekadenten kapitalistischen Ländern geben) und waren daher völlig ungehemmt bei ihren Schandtaten. Selbst auf offener Straße wurde Opfern nicht geholfen - Kindesmissbrauch wurde nicht zur Kenntnis genommen. Selbst Eltern glaubten ihren Kindern nicht. Was nicht sein darf kann auch nicht sein. Schöne 'heile' Welt DDR.<<

In der DDR wurden Kinder auf offener Straße mißbraucht?

Nun machen Sie aber bitte mal halblang.

Und daß den Kindern von den eigenen Eltern nicht geglaubt wurde, das ist nun wirklich alles andere als ein Alleinstellungsmerkmal der DDR.

30 Jahre weiter

Vor 30 Jahren war das in der BRD genauso ein Tabu Thema.
Es bedarf 30 Jahre das diese Thema in der BRD jetzt endlich aufgeklärt wird. Und keine kann wissen wie sich vielleicht die DDR in diesen 30 Jahren entwickelt hätte und ob sie es auch aufgeklärt hätte.

15:18, Ritchi

>> Ja, auch in der BRD wurde vertuscht, in Schulen, in Kirchen und bestimmt auch in anderen Einrichtungen. Aber es wurden auch Täter gesucht und gefasst. Sicherlich ist Ihnen der Name Jürgen Bartsch noch ein Begriff. Anders in der DDR: dort gab es nach offizieller Lesung nirgends den Kindesmissbrauch. <<

Jürgen Bartsch war ein psychopathischer Mörder.

Sie wollen behaupten, psychopathische Mörder wären in der DDR nicht verfolgt worden?

14:42 von Ritchi

"Selbst auf offener Straße wurde Opfern nicht geholfen"

Wo haben sie denn das her.

Faktencheck @StöRschall + @Ritchi

Es wäre schön, wenn Sie aufhören würden, Unwahrheiten zu verbreiten. Es ist schlicht unwahr, dass Kindesmißbrauch in der DDR nicht bestraft wurde.
Ich zitiere aus "Straftaten in der DDR. Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik, 1990, Seite 442":

Sexueller Mißbrauch von Kindern, § 148
1985 - 965
1986 - 914
1987 - 1.084
1988 - 1.091
1989 - 1.095

Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen, §§ 149, 150, 151
1985 - 148
1986 - 136
1987 - 156
1988 - 113
1989 - 86

Wie sauber es in dieser

Wie sauber es in dieser Beziehung im Westen heute - von vor 50 Jahren gar nicht zu reden - zugeht, zeigt ja Lügde.

Das Schweigen.......

wird am Ende so weiter gehen. Sexueller Missbrauch findet überall auf d. Welt statt. Ich bin selbst auch Opfer und mir hat in meiner Kindheit auch keiner geglaubt. Es müssen unbedingt gesetzlich die Verjährungsfristen gestrichen werden. Viele Opfer leiden ihr Leben lang und können sich erst öffnen, wenn sie älter sind. Das Thema ist höchst sensibel und vor allem müssen die Strafen verschärft werden. Das Internet ist heute der Marktplatz für Kinderschänder. Es muss unbedingt mehr Aufklärung statt finden und u.a. in Schulen psychologische Unterstützung gewährleistet sein. Ich habe große Empathie für die Geschädigten und wünsche Ihnen viel Kraft.

Tabuisierung

Also, angesichts vieler hiesiger Kommentare könnten man wirklich den Eindruck bekommen, die hier präzise beschriebene Tabuisierung wäre auch heute noch nicht überwunden.

Ich jedenfalls finde es extrem erschreckend, wenn man sich angesichts solcher Meldungen über massenweise, durch nichts zu entschuldigende Verbrechen an Kindern darüber aufregt, dass „mal wieder ein Thema“ gesucht würde, um von den „Sünden des Westens“, in dem man anscheinend immer noch nicht angekommen ist, abzulenken.

Wenn eine wissenschaftliche Institution die Zustände nicht so beschreiben darf, wie sie waren, welche Chance haben dann die betroffenen Kinder, wenigstens im Nachhinein ihre Geschichte wenigstens erzählen zu können. Verarbeiten werden sie die sowieso nie können.

Danke, werte „Störschall“, für Ihre offenen und angesichts der Verdrängung und Verharmlosung wohltuenden und mutmachenden Worte!

Auch nicht privat darüber gesprochen???

Die Menschen in der DDR sprachen offensichtlich über alles: Flucht in den Westen, guckten heimlich West-TV, redeten aber nicht über Kindesmissbrauch?
Wer soll das glauben?

Und wann wurde in der BRD noch bis vor 28 Jahren über Kindesmissbrauch geredet? Etwa beim Kaffeekränzchen und bei Fußballspielen?

@teachers voice, 16:34

Ich jedenfalls finde es extrem erschreckend, wenn man sich angesichts solcher Meldungen über massenweise, durch nichts zu entschuldigende Verbrechen an Kindern darüber aufregt, dass „mal wieder ein Thema“ gesucht würde, um von den „Sünden des Westens“, in dem man anscheinend immer noch nicht angekommen ist, abzulenken.

Darum geht es nicht. Der Artikel fokussiert die Aussage , "sexueller Missbrauch in der DDR noch eher tabuisiert als im Westen". Man muss kein Anhänger des real existierenden Sozialismus sein (und das bin ich definitiv nicht), um sich darüber zu wundern / zu ärgern. Erstens war und ist das Thema in der BRD alles andere als ent-tabuisiert. Die Strafverfolgung lässt auch hier zu wünschen übrig. Die Opfer sind so chancenlos, wie sie es in der DDR auch waren. Der mit dem Vergleich implizierte Komparativ "DDR schlimmer" entbehrt also jeder Grundlage. Das ist unredlich.

@ teachers voice

"Also, angesichts vieler hiesiger Kommentare könnten man wirklich den Eindruck bekommen, die hier präzise beschriebene Tabuisierung wäre auch heute noch nicht überwunden" Am 06. März 2019 um 16:34 von teachers voice

Ist sie das?
Fällt es Kindern heute leichter Hilfe zu suchen, als damals in der DDR? Weil wir uns hier und heute so schön darüber unterhalten und nicht tabuisieren?

Ich bitte Sie! Wir wollten "hier und heute" auch schon Ehen mit Minderjährigen legalisieren, und ich meine die mit (meist weiblichen) UNTER 16-jährigen! Wenn es Ehe heißt, dann ist es ja kein Missbrauch und es ging ja schließlich um "Kultur".

Und die Sexualsraftäter, die nach Haft erneut "auffällig" werden?

Gar nichts haben wir aufgearbeitet.

15:31 von StöRschall

Deshalb ist Tabuisieren auch ein Verbrechen.
.
selbstverständlich !
nur was tun wenn sich das Weltbild/Werte in einer Gesellschaft ändern
erinnert sich einer an so Sprüche wie "Kindersex ist Menschenrecht" ?
selbst bei der Katholischen Kirche beginnt ein umdenken,
bei der Partei wo das so diskutiert wurde wird es immer noch totgeschwiegen
mehr noch deren ehemaligen Befürworter sitzen im Bundestag

re frosthorn

". Erstens war und ist das Thema in der BRD alles andere als ent-tabuisiert. Die Strafverfolgung lässt auch hier zu wünschen übrig. Die Opfer sind so chancenlos, wie sie es in der DDR auch waren. Der mit dem Vergleich implizierte Komparativ "DDR schlimmer" entbehrt also jeder Grundlage. Das ist unredlich."

Der implizierte Komparativ wird in dem Artikel begründet.

Vielleicht leuchtet Ihnen die Begründung nicht ein oder vielleicht ist es eine eingeübte Empfindlichkeit gegenüber Kritik an der DDR - aber der Vorwurf der Unredlichkeit geht fehl.

der werfe den ersten Stein....

174 & 176 STGB die politischen Forderungen dazu s.u. hatten es in sich.
Da ist eine Tabuisierung nur das kleinere Übel:
Die Grünen haben sich 1980 in ihrem ersten Grundsatzprogramm für eine weitgehende Legalisierung sexueller Beziehungen von Erwachsenen mit Kindern und Schutzbefohlenen ausgesprochen.
FDP-Jugendorganisation Deutsche Junge Demokraten habe 1980 ebenfalls für die Entkriminalisierung sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern oder Schutzbefohlenen votiert,
Formell aufgehoben wurde die Forderung (Grüne) nach Legalisierung von Pädophilie allerdings erst 1993 während des Zusammenschlusses der Grünen mit dem ostdeutschen Bündnis 90
(siehe Zeit/FAZ 2013)
Nun denn auf zur Debatte.
Den Opfern hilft nur Offenheit in Ost UND West...

weil die Kirchen in der DDR nicht so stark waren

war zumindest der diesbezügliche Mißbrauch in der DDR nicht so ein großes Problem wie in der Bundesrepublik, wo das Thema jahrzehntelang totgeschwiegen und von Kirche und Staat/Politik vertuscht wurde.

17:06, Sisyphos3

>>erinnert sich einer an so Sprüche wie "Kindersex ist Menschenrecht" ?
selbst bei der Katholischen Kirche beginnt ein umdenken,
bei der Partei wo das so diskutiert wurde wird es immer noch totgeschwiegen
mehr noch deren ehemaligen Befürworter sitzen im Bundestag.<<

Nun hören Sie doch auf.

Die Grünen, die Sie ja meinen, haben erstens nie "Kindersex ist Menschenrecht" propagiert und haben zweitens die pädophilen Verirrungen in der Partei von Franz Walter und Stefan Klecha von der Uni Göttingen genauestens untersuchen lassen.

Das war nun wirklich vorbildlich.

Und keiner, wirklich kein einziger der damaligen "Pädophilenrechtler" sitzt heute im Bundestag.

"https://de.m.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4dophilie-Debatte_(B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen)"

Ich kann dieses "auch" nicht mehr hören!

Es gab in der DDR Missbrauch, es gab und gibt in der Bundesrepublik Missbrauch. Das waren und sind Verbrechen, die Opfer litten und leiden immer noch.

Dieses "auch" relativiert doch die Verbrechen. Wenn es "auch" überall auf der Welt Missbrauch gibt - dann wird es wohl normal sein???

Nein, das ist es nicht! Einige Staaten sind in der Verfolgung und Aufarbeitung schneller, andere langsamer. Doch die Verbrechen bleiben gleich schlimm.

Was bei der katholischen Kirche passiert, kritisiere ich seit Jahren. Kein Papst oder Bischof hat das Recht, "seine" geistlichen "Mit-Schafe" in Schutz nehmen. Die Verfolgung dieser Taten ist Sache der weltlichen Gesetze.

Aber vielleicht gilt dort - wie in der DDR - was nicht sein darf, das kann nicht sein!

Geschichte(n) schreiben

Die, die in der DDR gelebt haben, wissen, was in der DDR geschah und warum. Denen, die dort nicht lebten und dort keine Erfahrung machen konnten, kann alles erzählt werden, was sie glücklich macht. – Der Sieger schreibt die Geschichte, wie überall.
Wenn schon verglichen wird, warum denn dann keine vergleichenden Statistiken anbieten? – Danke im Voraus.

17:09, oooohhhh

>>Die Grünen haben sich 1980 in ihrem ersten Grundsatzprogramm für eine weitgehende Legalisierung sexueller Beziehungen von Erwachsenen mit Kindern und Schutzbefohlenen ausgesprochen.<<

Das ist nicht richtig.

Ich empfehle auch hier den Wikipediaartikel "Pädophiliedebatte (Bündnis 90/die Grünen)"

17:19 von fathaland slim

Nun hören Sie doch auf.
.
wo sie schon Wikipedia bemühen
versuchen sie doch mal damit:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pädophilie-Debatte_(Bündnis_90/Die_Grünen)#Landesparteitage_in_NRW_im_Jahr_1985

Kindesmissbrauch in der DDR eher ...

Was eine Erkenntnis... Interessant wären mal Untersuchungen welche Klimata Kindesmissbrauch fördern … vermutlich solche, die den Krampf (sexueller) Unterdrückung und Frustration atmen und solche in denen Drogen, insbesondere der Aggression fördernde Alkohol wirksam sind … Ja, ja es ist bekannt, das der KM in den besten Kreisen vorkommt, aber ob bestimmte über die soziale Stellung hinausgehende Fakten begünstigend wirken oder nicht kann man vermutlich nicht sagen.
Jedenfalls geht es immer erstmal darum den Dingen auf die Spur zu kommen (dazu darf vermutlich kein Funktionär involviert sein), man muss das unsagbare sagbar machen (dazu muss es problematisiert werden - was ja nicht immer klappt) und dann muss es zum Delikt werden. Was danach geschieht ist ein anderes Ding. Das Gesellschaftliche Klima jedenfalls zeigt sich im Davor, die Konvention im Danach.
Aber das ist alles Schnee, der längst getaut ist - gegen die Versteinerten Herzen gibt es Therapie und notfalls Geld.

@ Ray, um 17:21

Sehr richtig!

@ um 15:18 von Ritchi

"Anders in der DDR: dort gab es nach offizieller Lesung nirgends den Kindesmissbrauch. Dies war besonders perfide, weil dadurch dem Kindesmissbrauch durch das Fehlen jeglicher Bestrafung noch Vorschub geleistet wurde."

Strafgesetzbuch DDR
"§ 122. Nötigung und Mißbrauch zu sexuellen Handlungen"

"§ 148. Sexueller Mißbrauch von Kindern. (1) Wer ein Kind zu sexuellen Handlungen mißbraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Verurteilung auf Bewährung bestraft."

Also bitte keine Märchen mehr ...

Das könnte auch von ZDF-Info gesendet worden sein

Niemand bestreitet, dass es auch in der DDR Kindesmissbrauch gab. Und selbstverständlich gab es Fälle (im MDR wurde vor einiger Zeit dazu gesendet), wo die Täter strengstens bestraft wurden, viel mehr als im kuschlig schwarz-rot-gelb-grünen Westdeutschland, wo Pädophilie jahrelang sogar von einer gewissen Partei propagiert wurde, deren Prediger bis heute dafür nicht einmal bestraft wurden. Aber es ist schon so - wenn es im eigenen Land zum Himmel stinkt, was in Politik, Wirtschaft und Unsozialwesen tagtäglich passiert, dann zeigt man mit dem Finger liebend gern auf die bösen Diktaturen, das ist so abgedroschen, dass man eigentlich nur noch über so viel Borniertheit lachen kann. Und der Graben zwischen Ost und West, der noch lange nicht zugeschüttet ist, wird noch tiefer.

@ um 16:13 von fathaland slim

"14:42, Ritchi
>>Es war in der DDR noch viel schlimmer: die Täter wussten, dass sie nicht verfolgt werden (Kindesmissbrauch durfte es schließlich nur in den dekadenten kapitalistischen Ländern geben) und waren daher völlig ungehemmt bei ihren Schandtaten. Selbst auf offener Straße wurde Opfern nicht geholfen - Kindesmissbrauch wurde nicht zur Kenntnis genommen. Selbst Eltern glaubten ihren Kindern nicht. ...<<

In der DDR wurden Kinder auf offener Straße mißbraucht?

Nun machen Sie aber bitte mal halblang.

Und daß den Kindern von den eigenen Eltern nicht geglaubt wurde, das ist nun wirklich alles andere als ein Alleinstellungsmerkmal der DDR."
Den Fall 'auf offener Straße' hat mir eine Frau erzählt, dass ihr das als Kind in der DDR passiert ist. Die Frau ist sehr glaubwürdig in ihrer Erzählung. Wenn Sie die Kommentare des User Störschall lesen, verstehen sie eventuell den Unterschied des ,nicht glauben' in der BRD und der DDR. Schlimmer kann man nicht mit schlimm vergleichen.

@ um 16:23 von fathaland slim 15:18

"15:18, Ritchi
>> Ja, auch in der BRD wurde vertuscht, in Schulen, in Kirchen und bestimmt auch in anderen Einrichtungen. Aber es wurden auch Täter gesucht und gefasst. Sicherlich ist Ihnen der Name Jürgen Bartsch noch ein Begriff. Anders in der DDR: dort gab es nach offizieller Lesung nirgends den Kindesmissbrauch. <<

Jürgen Bartsch war ein psychopathischer Mörder.

Sie wollen behaupten, psychopathische Mörder wären in der DDR nicht verfolgt worden?"
In wieweit psychopathische Mörder in der DDR verfolgt wurden, kann ich nicht beurteilen. Allerdings gab es solche psychopathischen Mörder in der DDR gemäß offizielle Verlautbarungen gar nicht.

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