Ihre Meinung zu: Anti-Missbrauchskonferenz: Schwierige Suche nach einer Lösung

22. Februar 2019 - 15:48 Uhr

Am zweiten Tag ihrer Konferenz haben die Kardinäle über konkrete Maßnahmen diskutiert, wie sich Missbrauch künftig verhindern lässt. Vor allem ein Vorschlag aus Chicago sorgt für Gesprächsstoff. Von Tilmann Kleinjung.

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Kommentare

@edelmann, 14:51

Was schlagen Sie denn als "Lösung" vor?

So aus Interesse...

Katholische Kirche

Es ist doch sehr Interessant, das viele es meiden die katholische Kirche zu kritisieren. Wehe dem, es wäre eine muslimische Institution gewesen. Ich finde es dennoch gut, das der aktuelle Papst es wagt anzusprechen, seine Vorgänger waren ja immer nur im Schweigemodus.

Bei sexueller Gewalt in der

Bei sexueller Gewalt in der kath. Kirche spielen spezielle systemische und strukturelle Besonderheiten eine Rolle: die Ausnutzung eines Vertrauensverhältnisses, das sogar religiös begründet wird; das Verstecken sexueller Unreife unter einem Zwangszölibat; mangelnde Machtkontrolle und Transparenz bei Entscheidungen; mangelnde Einbeziehung von Kritiker*innen und von sexueller Gewalt betroffenen Menschen in Entscheidungen... (to be continued) - all das ist spezifisch katholisch und braucht klare konkrete Antworten. Ich verstehe nicht, dass man den Vorschlag des Kardinals aus Chicago jetzt so hoch hypt: Das ist alles heute schon möglich, das ist keine substantielle Veränderung, sondern Sand in die Augen streuen.

Waren das bisher die wichtigsten Probleme?

"Für die Täter Wege der Buße und der Genesung erarbeiten"

'Genesung': Täter so schnell wie möglich wieder in den Dienst integrieren

"Sicherstellen, dass Priester und Bischöfe, die sich des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht haben, den Dienst aufgeben"

'Aufgeben', also freiwillig und nicht erzwungen. Täter über die eigene Strafe bestimmen lassen.

"Staatliche Behörden und die übergeordneten kirchlichen Stellen nach kanonischem und bürgerlichem Recht informieren"

'Informieren', aber ansonsten möglichst heraushalten und nicht beteiligen.

"Verdächtige dürfen erst identifiziert werden, wenn sie endgültig verurteilt sind"

Verhindern, dass sich mögliche Missbrauchsopfer melden, weil sie sich erst trauen nachdem auch andere gewagt haben ihre Beschuldigungen vorzubringen.

Man muss schon sehr viel Vertrauen in die Kirche haben, um nicht zu erkennen um was es bei den vorgestellten Punkten des Papstes wirklich geht.

@rossundreiter

Ganz einfach: Ordentliche Gerichte einschalten und verurteilten Tätern, da ungeeignet, Kirchentätigkeit untersagen.

Die Lösung ist sehr

Die Lösung ist sehr einfach.
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Die Kirche übergibt alle Täter der Polizei.
Sie Entschädigt alle Opfer sehr sehr sehr großzügig.
Und sie führt Regeln ein, um derartiges Verhalten in Zukunft direkt an die Polizei melden. Jede Zuwiderhandlung führt zur sofortigen Exkommunikation (sowohl bei Tätern, aber auch bei Mitwissern, die "still halten").
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SO und nur so kann die Kirche zeigen, dass sie es tatsächlich ernst meint.

@Edelmann

Reinheitsgebot kenne ich nur von Bier, also auch geistliche besitzen keine Sonderrechte und müssen bestraft werden, so fern eine Straftat begangen.

Alles in einen Topf ergibt Brei

Zurecht wird kritisiert, dass Aufklärung zu spät beginnt, zu wenig systematisch ist, in vielen Fällen den Opfern bisher nicht gerecht wurde. Das hat Papst Franziskus auch gesagt.
Wieso nun aber wieder Leute andere Worte von ihm aus dem Zusammenhang reißen, auf sich selbst beziehen und erneut die Kirche verteufeln, das kann ich nicht verstehen. Es ging bei dem Zitat um Liebe und Verzeihung als ein Teil von berechtigter Kritik an der Kirche im Zusammenhang mit Pater Pio und nicht um Kindesmissbrauch.
Außerdem sehe ich es als Verfehlungen und Versagen von Menschen an, wenn Straftaten vertuscht werden. Nicht "die Kirche" missbraucht Kinder und vertuscht es danach sondern Menschen. Das zuzugeben macht deutlich, dass man gegen die Täter vorgehen muss und nicht gegen die Institution der Kirche. Das macht die Diskussion in meinen Augen viel zielführender. Glaubt irgendwer tatsächlich, dass die Täter sich in Luft auflösen, wenn man die Kirche verbietet? Ich jedenfalls glaube das nicht.

Zwang zur Verdrängung..

... der von der Natur gegebenen Sexualität.

Abschaffung des Zölibats.
Abschaffung Heime und Jugendeinrichtungen, beider christlicher
Konfessionen.

Katholische Kirche

Sex ist ein menschliches Bedürfnis, welchen jeder normale Mensch hat. Der Fehler der einiges an Missbrauch verhindern würde, ist der, das geistliche in der katholischen Kirche nicht heiraten dürfen. Diesen Fehler erstmal beheben wäre ein Anfang.

@kaledo, 15:18

Warum sollte die Kirche das tun?

Die Kirche hat ihre eigene Gerichtsbarkeit (aus guten Gründen - da Polizei und weltliche Gerichte in vielen Ländern nicht immer moralisch richtig urteilen und handeln).

Dass Täter, die keine Reue zeigen, in der Kirche nicht weiter tätig bleiben dürfen, ist aber korrekt.

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