Ihre Meinung zu: Viele Tote bei Großbrand in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka

21. Februar 2019 - 8:49 Uhr

Bei einem Brand in Dhakas Altstadt sind mindestens 81 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Menschen wurden verletzt. Gelagerte Chemikalien sorgten dafür, dass sich das Feuer schnell ausbreitete.

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Kommentare

Chemikalienlager inmitten einer Großstadt.

Es mutet schon mehr als leichtsinnig an, brennbare Chemikalien mitten in einer belebten Stadt zu deponieren.
Da sich ein gleichartiger Unfall schon einmal ereignet hatte, grenzt das hier schon sehr an gröbste Leichtfertigkeit, weil die Chemikalien nicht außerhalb der Stadt gelagert wurden - auch wenn ich die örtlichen Verhältnisse natürlich nicht kenne.

Wetten, daß.......

es wieder einen Entrüstungssturm geben wird, wenn man sagt, daß diese Art von Unglücken in bestimmten Staaten nicht überraschen? Gleiches gilt für Überschwemmungen, Hurricanes Erdbeben usw. Natürlich kann niemand z.B. Naturkatastrophen verhindern, aber Bedingungen schaffen, um die Folgen zu überwinden oder möglichst gering zu halten. Aber nicht nur im indischen Subkontinent, sondern auch in Afrika oder der Karibik sieht das Verhalten nicht danach aus!

Warum passieren solche vermeidbaren Tragödien immer wieder??!

„Im Jahr 2010 waren in Dhaka den Angaben zufolge bei einem Brand in einem Gebäude, in dem ebenfalls Chemikalien lagerten, mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen.
>>> Damals wurde als Konsequenz gefordert, Depots für Chemieprodukte aus solchen Gebieten zu verlegen - was offenbar jedoch nicht geschehen ist.“

Von wem gefordert?

Wurde diese Forderung des/der Betreffenden an „zuständiger Stelle“ überhaupt zur Kenntnis genommen?

Und, falls ja, aus welchen Gründen wurde sie nicht umgesetzt???

@ karlheinzfaltermeier, um 10:10

Das ist aber keine sonderlich reizvolle Wette...
Trotzdem hätte mich Ihre Meinung zu der beschriebenen Katastrophe interessiert, oder halten Sie es für ausreichend, deren “Folgen möglichst gering zu halten“?
Das, was hier geschehen ist, ist schließlich alles andere als eine Naturkatastrophe.

@ Edelmann, um 10:27

Schon richtig, was Sie sagen.
Andere Länder - andere Sitten. Das gilt nicht nur für Begrüßungszeremonien oder Essgewohnheiten und mutet für uns europäische Sicherheitsfreaks oft genug befremdlich genug an.
Und genau da liegt der Hund begraben: Der Wert eines Lebens wird überall in der Welt anders bemessen - was zumeist den miesen wirtschaftlichen Verhältnissen geschuldet ist.

@ Nettie, um 10:27

Bangladesch ist nicht Deutschland.
Ich glaube fast, dass das Ihre Fragen weitgehend beantwortet, auch wenn ich, wie bereits geschrieben, über diese Leichtfertigkeit beim Lagern der gefährlichen Chemikalien ebenfalls erstaunt bin.

Für den Produktionsprozess

benötigte Chemikalien werden dort gelagert wo sie benötigt werden. Alles andere wäre Blödsinn. Feuersichere Lagerschränke, Abzüge und Handhabungsstandards wie "hierzulande" wären die Maßnahme, aber das vermiest den Profit. Kurz: scheiß verlogene Besserwisserei. Die Deppen vor Ort sind schuld, haben vielleicht noch gequalmt in der Abgasfahne, na dann....

10:27 von Nettie

Warum passieren solche vermeidbaren Tragödien immer wieder??!
-
gehen sie mal nach Indien (6 mal war ich dort) oder nach Bangladesh ( 1 x)
dann wird ihnen das klar !

Chemikalien sind nun mal

Gefährlich. Nun kommt es nicht nur in armen unzerentwickelten Ländern zu Bränden. Oft genug brennen bei uns Müllhalden, Chemitransporte verunglücken etc. Wenn ich sehe was auf Deutschen Straßen, Schienen und Flüssen transportiert wird kann man sich nur wundern das nicht mehr passiert. Im übrigen gibt es bei uns auch genug Fabriken wo mit dem Teufelszeug rumhantiert wird und diese sind nicht in der Pampa. Wir hören doch wohl oft genug im Radio das man die Fenster geschlossen halten soll. Wenn das glimpflich verlief war anschließend nie eine Gefahr für die Bevölkerung... wer es glaubt...

@harry_up um 10:39Uhr

Soll ich Ihnen jetzt auflisten, daß Brandschutzbestimmungen nicht zum Spaß sind, daß Straßen eine Mindestbreite haben müssen, daß Chemikalien nicht im Stadtzentrum gelagert werden sollen usw. oder genügt Ihnen Bedauern und Mitleid? Es wird vermutlich niemand ernsthaft bezweifeln, daß in den betroffenen Staaten Korruption weit verbreitet ist, oder? Aber wenn ich an die Explosionen in Feuerwerksfabriken, Haiti oder Chemie-Unfälle in Bhopal usw. denke, dann bin ich überzeugt, daß auch in weiten Teilen der Bevölkerung die Notwendikeit von Vorschriften und Verboten bezweifelt oder ignoriert wird.

10:10 von karlheinzfaltermeier

daß diese Art von Unglücken in bestimmten Staaten nicht überraschen?
.
Erdbeben in Haiti 2010
Tsunami von 2004 Thailand
wie sah es in Thailand 3 Jahre später aus ?
sah man da noch was und vorallem die packten sofort an, warteten nicht aufs Ausland
in Haiti ?? wo ausländische Helfer mit dem Aufräumen begannen

12:06 von karlheinzfaltermeier

dann bin ich überzeugt, daß auch in weiten Teilen der Bevölkerung die Notwendikeit von Vorschriften und Verboten bezweifelt oder ignoriert wird.
.
davon ist auszugehen
scheint aber ein "Naturgesetz" zu sein
wenn bei Explosionen an Benzinpipelines in z.B. Nigeria viele Menschen umkommen
wenn man schon Sprit klaut, sollte man eben nicht noch dabei rauchen

@Elitedemokrat um 11:49Uhr

Doch - ich zeige mit dem Finger auf tatsächliche in vielerlei Hinsicht rückständige Kulturen und Staaten! Das hat nichts mit Vorurteilen zu tun, sondern mit der Realität, welche leider die Bewertung immer wieder bestätigt! Dabei sollte schon unterschieden werden zwischen z.B. einem Tsunami oder einer Lawine, die trotz Pisten-Verbotes ausgelöst wird, oder ob es in einem Tunnel durch Fehlverhalten zu einer Brandkatastrophe kommt, oder ob man Feuerschutzvorschriften ignoriert etc. Im überheblichen Mitteleuropa hat man die Lehren aus Bränden gezogen .

Korrektur

21. Februar 2019 um 12:23 von karlheinzfaltermeier

Es gibt Ihre "rückständigen Kulturen und Staaten" nicht. Was es gibt, sind Armut, Ungerechtigkeit, Ausbeutung, Korruption, Mangel an Solidarität. In der UN-Vollversammlung haben alle Staaten das gleiche Stimmrecht. Staaten 2. Klasse sind da nicht zu finden.

@Sisyphos3 um 12:22Uhr

Ich teile Ihre Meinung, denke aber, daß man immer unterscheiden sollte ob es sich um eine Naturkatastrophe handelt oder ob sie von Memschen gemacht oder zumindest erleichtert wurde. Die Bekämpfung und Beseitigung der Folgen sind dann nchmals ein anderes Thema. Es werden sich aber immer manche Foristen finden, die Ihnen genau erklären, daß "xyz" daran "schuld" ist!

@wie- um 12:30Uhr

Da werden wir nie einer Meinung sein! Ich bin nämlich der Ansicht, daß auch in der UN-Vollversammling durchaus rückständige Kulturen und Staaten zu finden sind. Aber wie immer: was man nicht sehen will, gibt es nicht und notfalls hat man die üblichen Entschuldigungen parat, oder?Übrigens ist mir neu, daß die Mitgliedschaft in der UN-Vollversammlung im Hinblick auf Kultur oder Rückständigkeit von Bedeutung wäre.

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