Ihre Meinung zu: Studie: Kinder haben Angst vor Armut, Mobbing und Gewalt

19. Februar 2019 - 10:28 Uhr

Den meisten Kindern in Deutschland geht es offenbar gut. Zu dem Schluss kommen die Bertelsmann Stiftung und die Universität Frankfurt in einer Studie. Dennoch haben viele Kinder Angst - vor Armut, Mobbing und Gewalt.

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Kommentare

Unter Grundschülern fühlten

Unter Grundschülern fühlten sich acht von zehn in ihrer Schule sicher. Bei den weiterführenden Schulen gebe es lediglich an Gymnasien ähnlich hohe Zustimmungswerte.
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an was das wohl liegen mag ?
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und was Armut, Angst und Mobbing anbelangt
gegen Armut hilft ne gute Schulausbildung ... also lernt mal - liebe Kinder
bei Angst und Mobbing, die entsteht in der Gruppe
und vermutlich immer bei den anderen ?
selber ist man ja soooo vorbildlich

Kinder - von den Sozialbehörden alleingelassen

In meiner beruflichen "Karriere" habe ich genug gesehen. Gewalt gegen Kinder ist immer noch ein sehr, sehr schlimmes und aktuelles Thema. In einem Bundesland, dass finanziell ganz unten ist, gibt es nur noch wenige Heimplätze und Notaufnahmestationen für betroffene Kinder. Bis auf eine Einrichtung müssen die Kinder in Heime benachbarter Bundesländer gebracht werden, was für die meisten trotz aller erlittenen Qualen traumatisch ist. Zudem wird die Heimeinweisung von den Behörden herausgezögert - die hohen Kosten sind der unausgesprochene Grund. Stattdessen wird ein "Runder Tisch" mit allen Beteiligten (FamilienhelferIn, Sozialamt, LehrerInnen, Gesundheitsamt ...) veranstaltet, wobei ewige Terminverschiebungen wegen Krankheit, Schusseligkeit oder Urlaub die Regel sind. Das kann sich über ein Jahr hinziehen, bevor auch schlimme Fälle diskutiert werden. Dann muss die Jugendbehörde handeln - meistens wird aber noch einmal ein Ausweg gesucht: Noch einE FamilienhelferIn, noch ein Elterntreff

und je kleiner sie sind,

destro grösser ist ihre angst vor armut, besonders im alter

wenig realistisch die Prioritätenliste

Mehr als 95 Prozent der Kinder sagten, sie hätten "etwas Schönes zum Anziehen", genug Geld für Klassenfahrten, ein Fahrrad, einen Roller oder Inline-Skates sowie alles, was sie für die Schule benötigten.
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meine Erfahrung sagt, das Wichtigste wäre ein Handy, e phone oder ähnliches
sind Roller oder Inline Skates überhaupt noch populär ?

hat hier jemand andere Erfahrungen ?

verwirrende Zahlen

Über 90% der Kinder geht es gut und sie sind abgesichert, aber die Hälfte hat Angst vor Armut. Ein wunderbares Beispiel, wie offensichtlich Trends und Meinungen gemacht werden. Denn insbesondere in den Medien, bestimmt nicht so häufig auf dem Schulhof, wird über Kinder fast immer nur berichtet, wenn sie in prekären Verhältnissen Leben. Natürlich darf man auch diese Fälle nicht ganz vergessen, aber die Berichterstattung und der Fokus der Medien geht eben immer nur in diese Richtung. So werden Realitäten sugeriert, die es offensichtlich, zumindest in dieser Ausprägung, gar nicht gibt. Also weniger jammern und freuen wir uns, dass es den allermeisten Kindern gut geht.

Wenn ein Drittel aller Kinder

Wenn ein Drittel aller Kinder auf sog. Hauptschulen Angst vor Gewalt und Mobbing haben, läuft defintiv etwas falsch an diesen Schulen - diese Angst kommt ja nicht von ungefähr, sondern aus Erfahrung! Das ist ein fatales Anzeichen für die fortschreitende Verrohung der Jugend in unteren Bildungsschichten. Wohin führt das, und woher kommt das wohl...!?

Falsche Solidarität zwischen Sozialarbeitern und Eltern

Über Jahre herrschte in den Jugend- und Sozialbehörden die scheinheilige Übereinkunft: Eltern wollen immer des Beste für ihr Kind. Das stimmt nicht.

Unter den früheren H4-Bedingungen und als es die KiTa-Möglichkeiten noch nicht gab, habe ich Mütter kennengelernt, die bewusst alle drei Jahre ein Kind "angeschafft" haben, um nicht berufstätig werden zu müssen. Ich verstehe das, aber es hat eine neue, arme Generation von Menschen hervorgebracht, die nie erfahren haben, dass man für sich selbst verantwortlich ist.

Eine andere schlimme Sache: Selbst in Paarbeziehungen und Familien, in denen Drogenmissbrauch und schwere Psychosen an vorderster Stelle standen, wurden Kinder ihrem Schicksal überlassen. Der psychischen und materiellen Situation der Eltern wurde mehr Stellenwert eingeräumt als dem Bedürfnis der Kinder - mit anderen Worten: Kinder haben und hatten die Funktion, ihre Eltern zu stabilisieren. Familien, in denen es nicht einmal einen Kochtopf gab. Das ist Missbrauch von Kindern

Kinder - von den Sozialbehörden alleingelassen

Oft schauen die Lehrer da auch weg wenn offensichtliches Mobbing in den Klassen zu spüren ist. Da ist ja der Junge vom Rechtsanwalt x beteiligt, da trauen wir uns Lehrer gar nicht rann, oder das muss man aus einer ganz anderen Perspektive sehen. So und so ähnlich geht es in vielen Schulen zu. Das war früher speziell in den Internaten so und daran hat sich bis heute nichts geändert. P.P.

Das deckt sich

in etwa mit den Beobachtungen die ich in den letzten 14 Jahren in verschieden Schulen gemacht habe während meiner Tätigkeit dort.
Am schönsten ist es in den kleinen Grundschulen auf dem Dorf oder in der Kleinstadt, am schlimmsten sind Hauptschulen in der Stadt gewesen.
Dort sollte man nicht allein ohne Freunde auf dem Schulhof stehen.
Im mehrsprachigen Gym und Europaschule ist das fast kein Problem, dort ist Problem eher Markenklamotten und wer hat die schönsten und Teuersten.
Das mit dem Markenklamotten habe ich nie begriffen, weil mir das egal ist, bei den Mädchen war es dort schon ein Wettbewerb, wer ist schönste ;-).
Eigentlich sollte doch das Motto sein, wer ist die Klügste.

Un-Kinderrechtskonvention

Kinder sind immer noch rechtlose Wesen.
Die UN-Konventionen kann man sich samt und sonders "in die Haare schmieren".
Es gibt viele Kinder bei uns, denen es sehr gut geht. Manche Eltern scheinen zu meinen, dass sie überhaupt nicht mehr erziehen dürfen, weil es die Souveränität ihrer Kinder beschädigt - das ist natürlich Quatsch und in meinen Augen eine Ausrede für Faule, die sich die Zeit für ihre Kinder nicht nehmen. Gespräche, aber mehr noch spielen ist wichtig, dort werden im begrenzten Rahmen soziale Verhaltensweisen geübt. Rollenspiele (Vater, Mutter, Kind. Einkaufen. Doktor/Krankenhaus. Verreisen).
Familien können eine Friede-Freude-Eierkuchen-Gemeinschaft sein - aber nicht nur. Als Vater oder Mutter muss man es aushalten, dass das Kind an einem seine Sozialverhalten erprobt. Man muss Konflikte aushalten und Lösungen finden, ohne zuzuschlagen, aber auch, ohne immer nachzugeben oder die Nuckelflasche/den Lolli zu reichen.
Mehr angeleitete Elternkreise könnten helfen-

>>Allerdings haben der Studie

>>Allerdings haben der Studie zufolge nur neun von zehn Kinder einen ungestörten sogenannten Arbeitsplatz. Ein eigenes Schlafzimmer haben nur acht von zehn. Fast 90 Prozent (88 Prozent) hätten schon einen Familienurlaub gemacht.<<

Von allen drei Dingen konnten ich und meine vier Geschwister während ihrer ganzen Schulzeit nur träumen. Dennoch haben drei von uns studiert, zwei sind sogar Professoren und die übrigen zwei haben eine Ausbildung gemacht, und es geht ihnen wirtschaftlich und auch sonst sehr gut.
Mich verblüfft dieses Anspruchsdenken immer wieder. Vielleicht wird es aber auch nur als Entschuldigung (hatte kein eigenes Zimmer, musste die Hausaufgaben am Küchentisch erledigen, wir sind nie in Urlaub gefahren) benutzt, um persönliches Versagen auf „die Umstände“ abzuwälzen.

Ergebnis der Ellenbogengesellschaft!

Angst vor dem Verlust hat nur Derjenige, der auch etwas zu verlieren hat!

... im Prinzip ist das ein Aufschrei der Überflussgesellschaft!

... selbst Kinder definieren sich nur noch am Status und über materielle Dinge!

... ansonsten erleben und verinnerlichen sie die Angst ihrer Eltern, da Kinder definitiv alles (!) mitbekommen, was den Eltern Sorge bereitet!

Wer hat hier versagt?

- Kirchen/Religionen schaffen es nicht mehr, die Menschen zu erreichen und leisten sich selbst zu viele Fehltritte (die im Kommunikationszeitalter auch nicht mehr unentdeckt bleiben!)

- Altparteien schaffen es nicht mehr die Menschen zu erreichen, da zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

- Neue radikale Parteien befeuern die Angst nur zusätzlich, indem sie Feindbilder und Bedrohungsszenarien dreist erfinden.

... wir alle haben hier versagt, weil wir den ganzen materiellen unfug mitmachen und lieber auf Pump in den Urlaub fahren, als Werte zu schaffen!

Es ist eine frage der Eltern...

Kindergeld heimsen sich oft die Eltern ein und es ist oft fraglich, ob es bei den Kindern letztendlich ankommt...

So hat der Nachbar ein Sparbuch für seinen Sohn angelegt und dann für den Ausbau seines Daches verwendet...

Ein anderer finanziert das Auto usw.

Will damit sagen, das Kinder auf das Wohlwollen seiner Eltern angewiesen sind.

Geht es den Eltern gut, so geht es den Kinder gut, oder auch nicht...

Viele Eltern leben in D. vom Kindergels, also eine total verkehrte Politik...

Und die welche es am dringendsten bräuchten bekommen es gegen verrechnet. Denke es bedarf gerechtere Verteilungsschlüssel, als wie bisher...

Gemoppt wurde schon zu meiner Schulzeit

da gab es auch Mitschüler/in die aufgrund ihrer Andersartigkeit gehänselt wurden.Und das ist nun schon sehr lange her.

Des Pudels Kern

Dem Artikel ist zu entnehmen, dass die Probleme an Gymnasien geringer sind, als z.B. an Hauptschulen. Nun weiß man aber auch, dass die Frage, wer geht auf welche weiterführende Schule in D in hohem Maß vom sozialen Status der Eltern abhängt. Das bringt mich auf den Verdacht, dass Mobbing und Gewalt eine Frage des sozialen Umfeldes sind, in dem die Kinder aufwachsen. Vermutlich sind die nicht von Geburt an so drauf.
An dem Weltbild, das Kinder aus dem Elternhaus mitbringen kann die Schule nur bedingt etwas ändern.

Sozialoffensive - das Elend nicht nur verwalten

Zur materiellen Armut sozial schlecht gestellter Kinder: Als ich in meinem "Erstberuf" Sozialarbeiterin die ersten Erfahrungen sammelte, war es üblich, dass der Verbleib des Geldes, das zur Anschaffung von Kindermöbeln, Kleidung ... bewilligt worden waren, kontrolliert wurde. Quittungen mussten vorgelegt werden, bei Menschen in schwierigen Verhältnissen (Gewalt, schlechte Wohnungen, psychische Erkrankungen ...) wurden regelmäßige Hausbesuche gemacht. Dabei wurden das Verhalten (ängstlich? bedrückt? kindgemäß?) der Kinder angeschaut und auch die Neuanschaffungen angesehen. Heute gibt es pauschal Geld - es schaut niemand, ob das jemals für die Kinder ausgegeben wird. Trotz aller anders lautenden "Statistiken" - oft wird das Geld für neue Konsumartikel und E-Geräte ausgegeben - die Kinder bekommen alten Kram vom Flohmarkt.

Hausbesuche und Kontakt zu SozialarbeiterInnen können eine Hilfe sein und gerade arme Frauen und Kinder stärken. Dazu braucht man mehr als die Verwaltung des Elends

Und das "in einem Land, in

Und das "in einem Land, in dem wir gut und gerne leben"! (Merkel).
Es ist eine Schande.

@ 09:55 von Sisyphos3

"sind Roller oder Inline Skates überhaupt noch populär ?"
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Wenn die elektrisch angetrieben sind........
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Der Trend geht eher zum eigenen Laptop oder Tablet.
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Wenn ich mir den Artikel durchlese, finde ich es geht uns gut!
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Natürlich ist Gewalt gegen Kinder ein schlimmes Thema. Davon sind aber nicht nur arme Familien betroffen (vielleicht %tual höher).
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"Mehr als 95 Prozent der Kinder sagten, sie hätten "etwas Schönes zum Anziehen", genug Geld für Klassenfahrten, ein Fahrrad, einen Roller oder Inline-Skates sowie alles, was sie für die Schule benötigten. Mehr als 80 Prozent der Kinder besaßen Markenkleidung."
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Soll das jetzt ein schlechtes Ergebnis sein?

Wer versteht Sisyphos3?

> bei Angst und Mobbing, die entsteht in der Gruppe
und vermutlich immer bei den anderen ?
selber ist man ja soooo vorbildlich<

Versteht irgendjemand, was uns Sisyphos3 uns mit diesen Worten sagen will? Dass, wer Angst hat und/oder gemobbt wird, standardmäßig nicht vorbildlich sei? Was genau ist überhaupt vorbildlich? Vorbild für was? Und was heißt "bei DEN anderen"? Anders inwiefern? - Oder stelle ich zu viele Fragen, und dieser Post von Sisyphos3 ist einfach nur begrenzt vorbildlich?

@Sisyphos3: Was ist denn das? In welcher Blase? Rhet. Frage

"gegen Armut hilft ne gute Schulausbildung ... also lernt mal"

Schulausbildung, 50h die Woche opfern... da hilft überhaupt garnicht automatisch etwas gegen Armut. 50% sind arme Würste mit ihrem Aufgeopfre. Da hat nichts geholfen.

Einfach mehr tun und deshalb muss man dann noch mehr tun.

Das ist die Realität. Maßstäbe werden hier in Konkurrenz gesetzt.

Zur Schule da ist es deswegen genau das Prinzip: Das Messen aneinander in der Gaußschen Normalverteilung.

Also einfach mal solche Binsenweisheiten den entsprechend veralbernden Parteien überlassen.

Gegen Armut hilft...

...ne gute Schulbildung.

Genau, und zwar genau so lange, bis Sie mit 50 zu teuer und aussortiert werden. Dann geht's im Niedriglohnsektor weiter und zwar unabhängig von der Bildung.

Wie in vielen anderen Bereichen

des täglichen Lebens sind Druck, Angst oder Drohen mit ungünstigen Perspektiven auch in den Schulen vertreten. Daher nur ein gesellschaftliches Abbild.

@Dr. Bashir

Dem Artikel ist zu entnehmen, dass die Probleme an Gymnasien geringer sind, als z.B. an Hauptschulen. Nun weiß man aber auch, dass die Frage, wer geht auf welche weiterführende Schule in D in hohem Maß vom sozialen Status der Eltern abhängt. Das bringt mich auf den Verdacht, dass Mobbing und Gewalt eine Frage des sozialen Umfeldes sind, in dem die Kinder aufwachsen.

Schon richtig. Aber davon ausgehend, dass die Fürsorge für die in die Obhut der Schule gegebenen Kinder selbstverständlich beim Staat liegt, muss er da was gegen tun. Dazu muss er dann auch mal Geld in die Hand nehmen, Schulsozialarbeiter einstellen und so weiter. Wer an der Schule spart, versündigt sich an der Zukunft unserer Gesellschaft. Und ja, dafür darf man auch gerne mal die Steuern erhöhen, davon haben nämlich alle was, nicht nur die Eltern der betroffenen Schüler.

@ FalkoBahia: Und einer Welt "die es, gar nicht gibt"

Ich hab an mehreren Schulen gearbeitet, die nicht automatisch Brennpunktschulen sind.

Und an jeder ist massenhaft Mitleid(für geneigte) angesagt gewesen, weil in den Familien Zeit mit den Kindern und mit der Befassung, was Eltern so lernen müssten fehlt(ein mögliches Zeichen von Armut), weil die Eltern zu sehr im Hamsterrad eingespannt sind aus künstlicher Notwendigkeit.

Kindermachen scheint immer mehr nur noch ein Wachstums-Auskommens-Betreuen für eine euch viel zu komplexe Welt zu sein.

Pädagogisch etc wachsen die Kinder meist sehr arm auf.

Auch materiell, Erlebnistechnisch in kleinen Räumen, kleiner, gerasterter Beton-Kommerz-Außenwelt, wenig sinnvolle Lektüre Daheim.

So richtig stumpf!!!
Und ich lasse mal viel weg, was dann alles Sozialarbeiter etc kompensieren sollen, wenns schon spät ist.

Mobbing gab es schon immer

Auch in meiner Schulzeit (70er Jahre) wurde schon gemobbt. Ich war in der 7. Klasse (Gymnasium) ein Mobbingopfer, die, die mich mobbten waren Kinder von Ärzten/Ingenieuren. Und den Terror mit Markenklamotten gab es bei uns auch damals schon, wenn auch nicht so schlimm. Damals "musste" man eine Jeans von Wrangler oder Levis haben, um dazuzugehören, ich nervte meinen Vater wochenlang, bis er mir eine kaufte :)

Was das vielzitierte "Anspruchsdenken" betrifft, auch das ist kein neues Phänomen. Ich hatte damals ein eigenes Zimmer, wir flogen jedes Jahr mindestens zweimal in Urlaub, wir hatten natürlich auch ein Auto. Und das mit einem Gehalt, meine Mutter war Hausfrau.

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