Ihre Meinung zu: Ukraine und Russland: "Ein brandgefährlicher Konflikt"

18. Februar 2019 - 18:45 Uhr

Fünf Jahre nach den Schüssen auf dem Maidan sind viele Probleme der Ukraine weiter ungelöst. Der Osteuropa-Experte Wilfried Jilge weist auf tagesschau24 aber auch auf Erfolge hin - und plädiert für mehr Druck auf Russland.

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Kommentare

Juristisch gesehen war es ein Putsch.

Nach der ukrainischen Verfassung ist Janukowitsch nie abgelöst worden.
Auch der mit deutscher Beteiligung ausgehandelte Übergangsvertrag wurde von den Gegnern Janukowitschs innerhalb weniger Stunden gebrochen.

Da ist es kein Wunder, viele Ukrainer das Land verlassen haben - sowohl nach Osten (Russland), als auch nach Westen, vor allem nach Polen.

Der neue Präsident Poroschenko dagegen hat innerhalb von 2 Jahren nach FAZ-Angaben sein Vermögen versiebenfacht, die Korruption wurde möglicherweise noch stärker als sie vorher war (zumindest behauptete das Saakaschwili, der mal zur Korruptionsbekämpfung geholt wurde.)

17:58 von krittkritt

Janukowitsch wurde vom ukrainischen Volk gewählt
aus dem Amt gejagt durch die Bevölkerung von Kiew so wie dem Westen

Maiden-Schüsse kamen aus den Gebäuden der Opposition.

Selbst die Anhörungen der Zeugen belegen es.
Der kanadische Hochschullehrer Ivan Katchanovski hat die bisher umfangreichsten Studien angefertigt.

Er hat dabei gerade auch die Zeugenaussagen von Verletzten und Angehörigen der Opfer ausgewertet und Originalaussagen mit Untertiteln auf YouTube zugänglich gemacht.

Die Aussagen decken sich auch mit den Recherchen, die das Team von Monitor in Kiew vornahm.

Ukraine und Russland

Nach 5 Jahren hat man einen Bericht zusammengebastelt, der erkennbar reine Stimmungsmache ist. Was ist aus den Berichten der kanadischen Reporter geworden, warum wird der Begriff „ Putsch" nicht erwähnt? Nachdem so viele Berichte über diesen Putsch veröffentlicht wurden, hat dieser Versuch des Herrn Jilge schon einen sehr faden Beigeschmack.

Wenn man bedenkt, wer

Minsk 2 verhindert, sollte wohl der Druck auf die Regierung der Ukraine ausgeübt werden. Übrigens haben die meisten Ukrainer Poroschenko mehr als satt, und wünschen sich eine Normalisierung der Beziehungen zur Russland.

@ um 17:58 von krittkritt

Völlig Richtig!!
Und es ist Brandgefährlich, dass diese Umstände keinerlei Berücksichtigung finden!
Über den Verbleib von 5 Milliarden Dollar, die Frau Nuland (fuck Europe) dorthin transportiert hat, wurde auch nie berichtet.

Ukraine und Russland:"Ein brandgefährlicher Konflikt"...

Und was ist nach 5 Jahren ? Der Lebensstandard noch geringer wie früher,kürzlich die Heizkosten um 23 % erhöht.Die Korruption-natürlich nicht bekämpft. Übernahme des Erdgasfeldes Poltawa(Wert 400 Millionen $ für 100.000 Euro, von Naftogas,ohne Ausschreibung an eine Firma des Poroschenko-Umfeldes.
Im März sind Präsidentschaftswahlen:Dürfen auch die 1,5 Millionen Ukrainer in Polen oder die knapp 3 Millionen in Russland teilnehmen ?
Die Sprachen nationaler Minderheiten durch die Bildungsreform aus den Schulen verbannt(Ungarisch,Ruthenisch,Russisch).

Toller Experte ...

die schlicht ignoriert das vorherige Durchfahrten durch diese Meerenge ohne Probleme erfolgten.
Und das die Aufgreifung der ukrainischen Schiffe in Hoheitsgewässern der russischen Förderation stattfanden, ja dieser Fakt gilt sogar wenn die Krim noch zu Ukraine gehörte.

Zugleich lobt er die Arbeit der letzten 20 Jahre, nicht der letzten 5.

Wer ignoriert dass das Minsker-Abkommen ein Problem beider Seiten ist, ist schlicht unseriös. Spätestens hier hätte man das Interview abbrechen müssen.

Dann hätten wir uns wenigsten die Hommage an Poroschenko ersparen können. Poroschenko ist nett gesagt, ein Idiot.
Die Ukraine hat nur eine Zukunft wenn sie für beide Seiten offen ist. Die Ukraine geht unter wenn sie sich Russland anschließt und sie geht unter wenn sie sich der EU anschließt. Sie kann sich nicht gegen beide Seiten zur Wehr setzen, was sie aber kann ist zwischen beiden Seiten vermitteln.

Absurd mit der Pipeline wie Nord Stream 2 zu argumentieren.

Natürlich haben die USA Angst, dass ihr teures, und in der Herstellung schmutziges Fracking-Gas auf dem freien Markt nicht bestehen kann.

Experten erwarten sogar, dass durch Nord Stream 2 der Gaspreis sinken wird.
Dann ist das Fracking-Gas noch weniger konkurrenzfähig.

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