Ihre Meinung zu: Guaidó schließt Eingriff von US-Militär nicht aus

9. Februar 2019 - 11:49 Uhr

Um den Regierungswechsel zu erreichen, erwägt Venezuelas Oppositionsführer Guaidó nun auch ein militärisches Eingreifen der USA. Die US-Regierung scheint zudem weitere wirtschaftliche Sanktionen in Erwägung zu ziehen.

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Kommentare

Der nächste völkerrechtswidrige Einsatz?

Jetzt lässt er die Katze aus dem Sack:
Zu den verfassungsmäßigen Präsidentenwahlen ist er nicht angetreten.
Kein Wunder: Seine Bekanntheit lag bis zu seiner Selbsternennung bei ca. 20%.

Der Oppositionskandidat, der antrat erreichte ca. 21%.

Die USA ziehen weitere Sanktionen in Erwägung? Um die Lage der Bevölkerung zu verbessern??

Krieg ist keine Option

"Er werde "alles Notwendige" tun, um Menschenleben zu retten."

Das klingt zuenisch aus dem Mund eines Mannes, der vordergruendig antritt um ein Land zu retten, aber um des Machtgewinns willen Militaer einsetzen will. Wo ist da der Unterschied zum jetzigen Presidenten.

Hat Guaido etwa einen Deal mit den Vereinigten Staaten.

Da kann ich nur sagen:

Erbärmlich, dieser Guaidó. Es ist so ziemlich das Letzte, eine ausländische Militärmacht zu rufen, um gegen das eigene Volk Krieg führen zu lassen. So etwas nennt man Hochverrat. Von den vielen unschuldigen Opfern ganz zu Schweigen.
Sollten die USA hier "eingreifen" und die EU wohlwollend bis tatenlos zusehen, kann man das Völkerrecht endgültig in die Tonne treten.

Willkommen im Neandertal.

Musterbeispiel für Menschenverachtung aus Machtkalkül

„Doch Maduro bekräftigte am Freitag nochmals, er wolle keine Hilfslieferungen über die Grenze lassen: "Das ist keine Hilfe, das ist eine Demütigung des Volkes. Von außen sieht das Paket sehr schön aus, aber im Inneren ist Gift."“

Blödsinn. Der Not leidenden Bevölkerung ist es völlig egal, woher Hilfe kommt.

Hauptsache, sie kriegen endlich welche.

Oppositionsführer "erwägt" ?

So einfach kann die "Wiederherstellung" der "Demokratie" in einem fremden Land sein: der Vorzeige-Anführer der Opposition ruft das US-Militär zu "Hilfe".
Hab gar nicht mitbekommen, dass Trump auch die Völkerrechtskonvention aufgekündigt hat.

"Zudem stehe die US-Regierung in direktem Kontakt zu Vertretern des venezolanischen Militärs"
Und wenn dann jemand wegen Hochverrats verhaftet wird, so wie das in jedem Land üblich wäre, tut man wieder scheinheilig empört.

Man hat mit Guaidó endlich einen Frontmann gefunden, der auch im Ausland vorzeigbar ist und dem man nicht vorwerfen kann, er sei eine Handpuppe der USA und der alten Eliten.
Aber sein Zweck wird er nach einer Entmachtung Maduros erfüllt haben. Wie dann eine zerstrittene Opposition einen gemeinsamen Plan für Venezuela finden und umsetzen soll, ist mir schleierhaft.
Mit einem simplen "Maduro muss weg" (oder "xy muss weg") ist noch nirgendwo auf der Welt etwas besser geworden.

Das Ende von Maduros Despotie ist nah

Maduro hat Venezuela in den Abgrund geführt...er ist nicht mehr der rechtmäßige Präsident des Landes...der Interimspräsident Guaido hat demnach das Recht, um Hilfe für sein geschundenes Land zu bitten. Der Despot Assad hat, um die Opposition zu bekämpfen, Russland um Beistand gebeten. Was spricht letztlich dagegen, wenn auch Guaido Beistand von den USA erbittet.

Bitte?

Ein Usurpator ernennt sich selbst zum Präsidenten, gegen den Willen des Großteils des Volkes, und will US-Interventionstruppen ins Land holen?

Mein reibt sich die Augen ob solcher Dreistigkeit!

Die rechtmäßige Regierung Maduros täte gut daran, diesen Putschisten schnellstmöglich hinter Schloß und Riegel und vor ein Gericht zu bringen.

Ob das klug war?

Mit der laut gedachten Überlegung, die USA um militärische Hilfe zu bitten, könnte sich die Position der Opposition im Lande selbst verschlechtert haben.
So beliebt sind die USA nicht (mehr), insbesondere in Südamerika haben viele ältere Menschen die USA nicht als Freiheitsbringer in Erinnerung.
Ausserdem wird doch damit so gut wie bestätigt, dass einflussreiche Kreise der USA hinter allem stecken.
Ich vertrete immer noch die Auffassung, dass die Opposition zu ungeduldig war. Hätten sie nach der beinahe ausreichenden Mehrheit so ruhig und sachlich wie vorher weitergemacht, wären sie bei der folgenden Wahl zum Präsidenten problemlos an die Macht gekommen.
Ich weiss - hätte, hätte, Fahrradkette.

Kuba und Nicaragua werden

Kuba und Nicaragua werden folgen, auch Evo Morales wurde von US-Seite ja schon "nahegelegt" bei der nächsten Wahl nicht mehr zu kandidieren.

Responsibility to Protect

Die Responsibility to Protect ( R2P oder RtoP ) ist eine weltweite politische Verpflichtung, die auf dem Weltgipfel 2005 von allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bekräftigt wurde, um ihre vier zentralen Anliegen zur Verhinderung von Völkermord , Kriegsverbrechen , ethnischer Säuberung und Verbrechen gegen die eigene Bevölkerung zu thematisieren (Wiki)

Somit ist der Einsatz von US-Militär klar geregelt.

Märchen erzählen..

@von Vigilante
Welche Märchen erzählen sie denn da...gegen den Willen des Despoten anzugehen ist Pflicht...und immer diese Platte von der Rechtmäßigkeit...können sie das mal weglassen...und ihre Aggressivität macht mich sprachlos...

Dieser angebliche Präsident ...

... mit Namen Guaidó ruft nach seiner Selbsternennung zum Regierungschef Venezuelas erst zu weiteren Sanktionen der USA gegen sein Land und Volk und jetzt bittet er um Krieg der USA gegen sein Land und Volk.
Wie hat sich doch dieser Mensch als gekaufte Marionette der US-Elite und des Wertewestens insgesamt entblößt, um nichtgenehme Regierungen zu stürzen.

Die Sache ist

schon etwas komisch.
Heute gibt es seinen Artikel auf t-online zu lesen.
" Experten-Gutachten zu Venezuela
Verstößt die Bundesregierung gegen das Völkerrecht?"
Der ist doch recht interessant zu lesen.

Hier im Artikel wird doch langsam deutlich das es einen geplanten Umsturz von Außen geben soll, ich kann mich nicht des Eindruckes erwehren, das ist schon länger geplant.

Ein Land wo auch der Präsident weg sollte ist ja schon relativ kaputt, geklappt hat es auch nicht so richtig.
Soll jetzt der nächste Brandherd kommen, oder wird mal aufgehört sich bei Anderen einzumischen.
Die Verstaatlichung von Firmen scheint einigen noch schwer im Magen zu liegen.

Warum Deutschland bei solchen Dingen immer mitmischen muss, ist eigentlich wenig verständlich.
Kann man vor einer Entscheidung nicht erst ein Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags anfordern, und dann entscheiden.
Warum muss das von anderen Parteien hinterher gemacht werden.
Oder ist das vorauseilende Gehorsamkeit.

Fassungslos

Esacht mich fassungslos solche Aussagen lesen zu müssen. Dass das überhaupt möglich ist ohne das ein jeder Aufschreit. Im Gegenteil, dieser Mensch wird auch noch hofiert. Man mag es nicht glauben.

Diplomatie verkommt

Das Völkerrecht ist leider Geschichte. Jeder handelt nach eigener wirtschaftl. und militärischer Stärke. Die Diplomatie verkommt zu einem billigen Strategiespiel.

Und die deutsche Regierung klatscht Beifall. Allen voran unser Selbstdarsteller Außenminister Maas.

Welch bittere Enttäuschung.

Was für eine Tragödie

Das Verhalten Guaidos und der Trumpadministration ist eine Katastrophe.

Wenn sie Maduros Propaganda glaubwürdig erscheinen lassen wollen, dann machen sie alles richtig.

re vigilante: Phrasen

„Die rechtmäßige Regierung Maduros täte gut daran, diesen Putschisten schnellstmöglich hinter Schloß und Riegel und vor ein Gericht zu bringen“

„Rechtmäßige Regierung“ und „Putschisten“. Zwei Phrasen, bei deren Verwendung man mittlerweile sofort weiß, woher der Wind pfeift.

Zur „rechtmäßigen Regierung“: Nichts ist in einer parlamentarischen Republik so vorübergehend und so streng kontrolliert und so kritisch begleitet und so angreifbar wie die oder eine „rechtmäßige Regierung“. Der Kern einer Demokratie ist dagegen das Parlament, das immer das gesamte „Volk“ und nicht den „Großteil des Volkes“ (die 3. Phrase in Ihrem kurzen post) vertritt. Zusammen mit einer von jeder Regierung unabhängigen starken Justiz als Stütze der Gewaltenteilung.

Und „Putschisten“: Hierzu scheinen mittlerweile alle zu gehören, die sich statt einer selbstherrlichen Regierung einer demokratischen Grundverfassung verpflichtet fühlen. Und deshalb von dieser „rechtmäßigen Regierung“ bekämpft werden.

11:55, heathersfan

>>Kuba und Nicaragua werden folgen, auch Evo Morales wurde von US-Seite ja schon "nahegelegt" bei der nächsten Wahl nicht mehr zu kandidieren.<<

Evo Morales sitzt fest im Sattel, denn den Bolivianern geht es immer besser.

Auch Kuba ist weit von einer revolutionären Situation entfernt.

Und Nicaragua?

Wir autoritär und wirtschaftsliberal regiert. Also ganz im Sinne der momentanen US-Administration.

Natürlich, jetzt zeigt Guaidó sein wahres Gesicht ...

und öffnet den Blick auf die Wahrheit hinter der Wahrheit. Ihm, als Strohmann der USA und den USA geht es nicht (vorrangig) um die Menschlichkeit, sonst würde er nicht unverblümt Menschlichkeit mittels eines möglichen Kriegseinsatzes im Blick haben. Nein, ihm geht es um die Macht. Er weiß auch, worum es den USA geht, ansonsten würde er nicht vollmündig einen USA-Militäreinsatz verbal andenken. America first bedeutet für die USA die riesigen Erdöl- und Erdgasvorkommen in Venezuela im Blick zu haben. Diese für Ihre Interessen in den Griff zu bekommen. Den Pedro-Dollar weiterhin zu stabilisieren. Maduro hatte vor die Ölpreisbildung in Dollar in eine Bindung zusammen mit Russland in die chinesisicher Währung Renminbi umzufunktionieren, was den USA natürlich ein Dorn im Auge ist. Mit der US-Vorherrschaft über Venezuela hätte man auch gleich noch die Russland vom dortigen Markt gefegt und wirtschaftlich geschädigt. Aber das mit der sogenannten Humanität hört sich natürlich viel schöner an!

@ Vigilante / 11:54

"Ein Usurpator ernennt sich selbst zum Präsidenten, gegen den Willen des Großteils des Volkes, und will US-Interventionstruppen ins Land holen?"

Wenn ich die Pressemeldungen der letzten Wochen richtig interpretiere, hat Guaidó den Großteil des Volkes durchaus auf seiner Seite. Der Despot Maduro hat den Reichtum des Landes durch ein Netz von Korruption zu seinem Machterhalt missbraucht, dessen Nutznießer v. a. auch beim Militär natürlich an einer Veränderung nicht interessiert sind.
Eine militärische US Intervention sehe ich dennoch kritisch.

@Nettie

Die notleidende Bevölkerung (also die, die WIRKLICH Not leidet - nicht Guaidos sichbar wohlgenährte Anhänger) bräuchte keine "Hilfe" von außen, wenn die USA einfach nur nicht die Konten gesperrt hätte, mit denen man von den Exporterlösen (Öl) Waren kaufen und importieren könnte. Sie bräuchte auch keine "Hilfe" ausgerechnet über die Grenze zu Kolumbien, wenn Kolumbien nicht seit Jahren suvbventionierte Güter aus venezolanischer Produktion illegal über die Grneze ließe, um sie dort auf Schwarzmärkten feilzubieten, zu Preisen, die kein Venezolaner bezahlen kann. Und Venezuela könnte Lebensmittel, Güter und alles mögliche kaufen, wenn GB nicht venezolanisches Gold im Wert von mindestens einer Milliarde Euro konfisziert hätte....

Es ist nicht nur zynisch, es ist verbrecherisch, einem Land den Hals zuzudrücken, und dann Krokodilstränen über die angeblich "vom Regime verursachte Not" zu vergießen.

USA? Dann auch RF und oder China!

Gleichheit sollte doch nach allen demokratischen Regeln erlaubt sein! Die USA sind gehalten achtsam und vorsichtig zu sein, damit vor ihrer Haustür keine unerwarteten Überraschungen stattfinden!
Die Überheblichkeit und Blindheit einiger Politiker aus dem Westen ist nicht nur gefährlich sondern bedrohlich! Zu hoffen ist, dass die EU-Staaten sich zurückhaltender
verhalten, was sich auch gleichzeitig gegen die Hegonomie der USA richten würde.

Bevölkerung leidet unter den Sanktionen

Die US Sanktionen führen zu Lebensmittelknappheit und zuwenig Medikamenten. Nun will ausgerechnet die USA Lebensmittel und Medikamente bringen.

Das Verhalten gleicht einem Brandstifter der sich anschließend als Feuerwehrmann anbietet.

Die Maduro Clique lässt die

Die Maduro Clique lässt die Bevölkerung hungern. Es wird Zeit, dass sie verschwindet. Die Drohung einer Intervention sollten das Militär dazu bringen, sich auf die Seite des Volkes zu stellen.

12:34, OleBienkopp

>>Die notleidende Bevölkerung (also die, die WIRKLICH Not leidet - nicht Guaidos sichbar wohlgenährte Anhänger) bräuchte keine "Hilfe" von außen, wenn die USA einfach nur nicht die Konten gesperrt hätte, mit denen man von den Exporterlösen (Öl) Waren kaufen und importieren könnte.<<

Diese Kontensperrung fand erst vor kurzem statt, der katastrophale Zustand, in dem Venezuela sich befindet, dauert schon seit langer Zeit an. Das Land war schon vor Chávez in einem schlimmen Zustand. Chávez brachte ein wenig Hoffnung, aber die hielt nicht lange.

Die Probleme Venezuelas sind hausgemacht, Guaido und die Trumpadministration machen es Maduro aber leicht, alles auf die USA zu schieben.

@12:04 von landart

...und immer diese Platte von der Rechtmäßigkeit...

Nein, diese kann man nicht weglassen, denn genau dafür gibt es das Volkerrecht. Wenn es morgen mal wieder gegen Russland geht, sind Sie doch auch der erste, der nach dem Rechtsstaat ruft!

12:24 von fathaland slim

"Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton unterstrich die harte Linie der Regierung in einer Rede in Miami. Darin bezeichnete er Venezuela gemeinsam mit Kuba und Nicaragua als „Troika der Tyrannei“. Die USA würden keine Zugeständnisse mehr an Diktatoren und Despoten in der Region machen, sagte Bolton."
Quelle Handelsblatt

Resolutionsentwurf bzgl. Bolivien:
www.foreign.senate.gov/imo/media/doc/01-31-19 Bolivia Resolution.pdf

@ 11:31 von Crosterland

"Da kann ich nur sagen:
Erbärmlich, dieser Guaidó. Es ist so ziemlich das Letzte, eine ausländische Militärmacht zu rufen, um gegen das eigene Volk Krieg führen zu lassen. So etwas nennt man Hochverrat. Von den vielen unschuldigen Opfern ganz zu Schweigen."
.
.
Wie beurteilen Sie Assad/Russland?
.
Das war ja angeblich legitim. Ein Präsident, der auch nicht von allen anerkannt wurde, ruft eine fremde Macht zu seinem Schutz.
Interessant wird es erst, wenn Maduro Russland, die Türkei und den Iran um Hilfe bittet.
.
Wer wäre dann legitim im Land?
Und wer begeht dann Hochverrat an wem?
Zwei Präsidenten, die alle nicht geschlossen anerkennen?
Gibt das Afghanistan 2.0?

Nicht zum ersten Mal

dass Guiadó über eine US-Militärintervention öffentlich nachdenkt. Den Preis zahlt die venezolanische Bevölkerung oder glaubt Jemand, dass es mit einem Blutvergießen besser wird?

13:01, ohnein2004

>>@12:04 von landart
"...und immer diese Platte von der Rechtmäßigkeit..."

Nein, diese kann man nicht weglassen, denn genau dafür gibt es das Volkerrecht.<<

Das Völkerrecht hat mit den innenpolitischen Verhältnissen Venezuelas wenig bis nichts zu tun.

Sanktionen: Fantasie und Wirklichkeit

09. Februar 2019 um 12:39 von Initiative Neue...

Ja, die ominösen amerikanischen Sanktionen, über die anscheinend niemand einen Überblick hat, die sich aber als Chiffre wunderbar in die ideologisch geprägte Meinung einfügen lassen. Vor allem, wenn die Ideologie bedeutet, dass die USA die Wurzel allen Übels sind, eben platter Antiamerikanismus.
Die ausgesprochenen Sanktionen gegen Venezuela sollen genauso wie die Sanktionen gegenüber der Russischen Föderation allein die Machtelite und deren kleptokratisches Wirken treffen. Die Sanktionen sind so gewählt, dass der Wirtschaft des Landes noch genügend Ressourcen bleiben, um den Import von Grundbedürfnissen und Entwicklung zu sichern.
Dass trotzdem 80 % der Bevölkerung Venezuelas in Not und Armut leben, bedeutet, dass das Regime und seine Unterstützerclique weiterhin prassen und Geldeinnahmen dem Volk stehlen. Hinzu kommt aufgrund des autokratischen Klientelismus die selbst geschaffene Unfähigkeit in der Wirtschaftsführung und Verwaltung.

Strategie wechseln?

Die geplante Destablisierung hat nicht erst gerade angefangen. Schon unter Zeiten Obamas hat man versucht dem Land Zugang zum Rohstoffmarkt durch Sanktionen zu verbieten. Ohne den Verkauf von Öl hat das Land kaum Zugang zu Devisen. Ohne Starke Devisen wie den Dollar war abzusehen dass es nur eine Frage der Zeit bis die Reserven aufgebraucht sind. Da aber das Öl einer der wichtigsten Quellen zum Devisenmarkt für das Land ist , war auch abzusehen dass das Land in den Ruinen getrieben werden wird. Und jetzt plötzlich spricht wieder von militärischen Interventionen um das Volk zu retten. Warum müssen eigentlich immer Völker einer ölreichen Nation militärisch gerettet werden , während andere Völker mit paar UN Hilfsgüter zu retten sind? Dieses set up ähnelt so ziemlich allen anderen und ist doch sehr verdächtig.
Mein Kommentar soll nicht Maduros Taten schön reden und ihn als Opfer darstellen...
All das was passiert ist vielleicht einfach nur das Ergebnis falsch geführter Außenpolitik?

@13:07 von NeutraleWelt

Wie beurteilen Sie Assad/Russland?

Das war ja angeblich legitim. Ein Präsident, der auch nicht von allen anerkannt wurde, ruft eine fremde Macht zu seinem Schutz.

Die Regierung Assad war zu dem Zeitpunkt von der UN anerkannt, Guaidó ist das nicht. So einfach ist das.

Man muss sich nur die

Man muss sich nur die Biografie des von Pompeo eingestzten „Sonderbeauftragten für Venezuela“ Elliot Abrams anschauen dann weiss man was gebacken ist.

@ 11:43 von landart

"[…] Der Despot Assad hat, um die Opposition zu bekämpfen, Russland um Beistand gebeten. Was spricht letztlich dagegen, wenn auch Guaido Beistand von den USA erbittet."

Im Gegensatz zu Assad ist Guaido weder ein Staats- noch ein Regierungschef. Und was das Hilferufen angeht: Dazu hat er kein Mandat, kein Recht und auch kann Anlass.

Im Übrigen geht es hier nicht um Menschenrechte, Freiheit oder Gerechtigkeit. In diesem Konflikt geht es um Öl und Macht, darüber zu verfügen. Das ist in der Tat eine Gemeinsamkeit mit Syrien, denn auch dort geht es nur um Gas, Öl, Macht und Einfluss.

Guaidó schließt Eingriff von

Guaidó schließt Eingriff von US-Militär nicht aus

...na denn steht der Demokratie in Venezuela ja nix mehr im Wege - im Jemen wurde sie ja auch ganz super eingeführt als Hadi zum Übergangspräsidenten bestimmt wurde...

...man weiß wodran man ist,wenn man weiß,dass die USA ihren "Venezuela-Experten" für die Machtübernahme Guaidós beauftragt haben - Elliott Abrams.

Bei dem ist die Motivation bestimmt riesig - beim versuchten Sturz von Chavez ist er ja gescheitert & dass,obwohl er sich mit Bewaffnung & Finanzierung von Todesschwadrohnen (El Salvador) & menschenrechtsverletzende Contras (Nicaragua) verdammt gut auskennt...

"Im Kampf um die

"Im Kampf um die venezolanische Staatsführung schließt der selbst ernannte Übergangspräsident Juan Guaidó einen Eingriff des US-Militärs nicht mehr aus."

kann man sich einfach so als Präsident auszurufen?

Blutvergießen ist vermeidbar, die Aufgabe ist groß

09. Februar 2019 um 13:09 von deutlich

Blutvergießen ist völlig vermeidbar, wenn beide Seiten sich überwinden und erklären, demnächst freie, faire, gleiche und demokratische Wahlen abzuhalten, Nationalparlament wie Regierungschef, unter Einbeziehung der 3,5 Mio. Venezolanerinnen und Venezolaner, die in das Ausland geflohen sind.
Zu regeln ist dafür zunächst die Übergangszeit, um Wahlkampf führen zu können - bei gesicherter Grundversorgung und Informationsfreiheit - und um einen gerechten wie rechtstaatlich nachprüfbaren Wahlmodus zu schaffen, also ohne manipulierbare Wahlcomputer. Wichtig ist das Finden eines fairen Schiedsrichters, um ein Ergebnis zu sichern, dass die Menschen in Venezuela und die demokratische Staatengemeinschaft anerkennt. Hilfe, finanziell wie personell, dürfte garantiert sein.
Spannend wird sein, welche Lager sich bilden, wie die evangelikalen Kräfte mitmischen und welche Macht die Mechanismen für Propanda und Beeinflussung der sozialen Medien erhalten werden.

13:02, heathersfan

John Bolton und Mike Pompeo sind extreme Hardliner und Interventionisten.

Ihre Bolivien-Resolution finde ich unter dem angegebenen Link nicht, habe mich aber anderweitig kundig gemacht. Es handelt sich um einen Entwurf des republikanisch dominierten Senats unter Federführung von Ted Cruz, der wenig praktische Auswirkungen haben wird.

Allerdings treibt die US-Administration mit solchen Aktionen die Länder Lateinamerikas in die Arme Russlands und Chinas, was eigentlich kontraproduktiv im Sinne ebendieser Administration ist.

Trumps Bilanz am Ende seiner Amtszeit wird ein riesiger Scherbenhaufen sein.

Meine Bitte an die USA: Zuerst einmal die Altlasten beseitigen!

Bevor die USA erneut ein Land vor der „Verelendung“ retten wollen, sollten sie doch zuerst einmal die Folgen der vergangenen Versuche, " Demokratie, Menschenrechten und Freiheit" zu bringen, beseitigen.

Die Opfer ihres Chemiewaffeneinsatzes in Vietnam ( Agent Orange ) warten noch heute auf Entschädigung, In Libyen herrscht nach der „Befreiung“ das absolute Chaos und Reste der von ihnen benutzten abgereicherten Uranmunition, die US-Armee im Irak und Syrien abfeuerten, und durch die Mißbildunen entstehen,,müßten beseitigt werden, bevor die USA ein neues Abenteuer in Venezuela starten!!!!.

Wäre es nicht hilfreicher für die Bevölkerung in Venezuela, zuerst die willkürlich verhängten Sanktionen aufzuheben, anstatt mit Krieg zu drohen?

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