Kommentare

Arbeitsminister Heil fordert Grundrente

Es ist Wahljahr, und so werden wieder großzügig Geschenke verteilt, um den Wähler geneigt zu stimmen.
Es werden schon jährlich € 100 Mrd. an Bundeszuschuss zur Rente eingezahlt, Tendenz steigend. Schön wäre es, wenn die SPD, insbesondere Herr Scholz als Finanzminister, Vorschläge zur Finanzierung vorlegen würde.

Gruß Hador

Wäre zu schön..

...um wahr zu sein. Die Niederlande machen es so vor-die Grundrente liegt derzeit bei ca 900.- Euro für jede Person die das Rentenalter erreicht hat; unabhängig davon wieviel derjenige davor verdient oder wie lange er gearbeitet hat. Als Anreiz zu arbeiten dient das Plus an Rente, welches ein Rentner erhält, abhängig vom Verdienst zu Arbeitszeiten und von der Dauer der Arbeitszeit. Für die Niederlande ein System welches gut funktioniert.

900 Euro ... ein Witz!

Wer soll denn bitte von 900 Euro im Monat leben können? Man bedenke nur die explodierenden Zusatzkosten bei der Pflege!

Halbtags arbeiten & Aufstocken ist die bessere Alternative

Im Gegensatz zum Fachkräftemangel Vollzeit,Überstunden und Abzüge zu kassieren.

Herr Heil !
Viele im Öffentlichen Dienst werden selbst
bei Lebenslanger Vollzeit noch nicht einmal
auf ihre Grundrente kommen.

Angemessen wären 1150€

Angemessen wären 1150€ Grundrente für mindestens 35 Jahre Arbeit, aber 900€ sind wenigstens ein erster Schritt.
Meine Mutter hat 5 Kinder großgezogen und fast 42 Jahre im Niedriglohnsektor als Putzfrau oder Näherin gearbeitet und bekommt ca. 650€ Rente. Ihren weiteren Lebensunterhalt finanzieren wir Kinder. Machen wir auch gerne.
Aber was ist mit Müttern , mit geringer Rente, deren Kinder keine Unterstützung leisten können in einem Land in dem wir gut und gerne Leben.

Grundrente

900,- mag ein Dikussionsbeitrag sein, ist aber zu wenig. Alleine Miete und Strom sind durch die Decke gegangen. Zunächst muss ein wirksames Mietgesetz her und die Grundrente muss sich zusammensetzen aus, Miete plus Grundrente......So wären auch Krankenkassen entlastet, da weniger Bürger in Depressionen verfallen weil sie Existenzängste haben. Die SPD geht auf Stimmenfang, nur mit so einem Vorschlag wird sie bei den meisten Menschen keinen Erfolg haben.

Träumerei im Kamin 2

Habe mir gerade nochmal die Zahlen angesehen. Von 2009 bis 2016 - neuere Zahlen gibt es nicht - sind die Ausgaben der Rentenversicherung um 30 Mrd. (= 12%) gestiegen. Dabei kommen in 15 Jahren erst die wirklichen Belastungen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Wie bei diesen Zahlen solche Rentenpläne zu verwirklichen sind? Ich bin gespannt! Schade um die jungen Leute, die das alles später bezahlen müssen. Mit Steuern und Abgaben.

Was soll das?

Was soll man denn mit 900€ anfangen? 42 Jahre ununterbrochen gearbeitet, jetzt EU-Rente 820€, dafür habe ich den Buckel gemacht, wäre ich doch bloß in die Politik gegangen. Leute bleibt zuhause, man wird nicht Krank und kann das Leben genießen.
Aber die wichtigste Frage ist, kommt das wieder nur für neu Rentner oder auch für Bestandsrentner, dann kann die SPD endgültig einpacken.

Schöne Idee,

Stellt sich nur die Frage der Finanzierung!

Für mich ist leider sehr gut vorstellbar, dass die Finanzierung durch eine Neuaufteilung des bisherigen Rententopfes passieren wird. Heißt km Endeffekt nichts anderes, als dass die Arbeitnehmer (w, m, d) welche mehr eingezahlt haben und damit mehr als angedachte 900€ bekommen würden herabgestuft werden.
Aus meiner Sicht ist es kein großer Wurf.
Eine grundsätzliche Reform muss her! Es wird immer mehr Arbeit an "selbständige" Unternehmen ausgelagert, welche so schlecht verdienen, dass diese auch in die Grundsicherung fallen, wie auch viele andere Berufsgruppen, die ihren Beitrag leisten für die Gesellschaft. Und Mütter /Familien sorgen für die Arbeitskräfte von morgen, welche die Gesamtbevölkerung braucht.
Daher sollte eine Reform alle in der Gesellschaft zur einzahlungspflicht in die Rente bestimmen.
Und der Staat hat sich über Jahre aus den Überschüsse der Rente bedient, daher nicht weinen, wenn jetzt Steuergelder fließen.

Grundrente

Die Rentenkasse läuft über. Die Reichen werden immer Reicher. Die Altersarmmut nimmt zu. Wenn jemand seinen Unterhalt nicht bestreiten kann, kann er zum Amt gehen. So oder so kostet es dem Staat Geld. Also gleich ein System her, das allen ein auskömmliches Leben im Alter ermöglicht.

Sozialbudget

Eine Grundrente ist absolut sinnvoll, für den Einzelnen wie für die Gesellschaft. Allerdings brauchen wir endlich ein klares Sozial-Budget mit einer Obergrenze, demokratisch legitimiert vom Parlament. Für die Grundrente müssen also andere weniger effektive Sozialleistungen und Förderungen auch mal wieder wegfallen. Unsere Sozialausgaben bestimmen bereits heute den Löwenanteil des Bundeshaushalts, und etwas Geld werden wir auch für den Erhalt von Infrastruktur, Ausbildung und Zukunft benötigen. Neue Versorgungsideen sind dringend und gut, bitte (auch) durch Umschichtungen solide gegenfinanzieren. Wenn die SPD Zukunft machen will, dann bitte nicht einfach immer nur neue Ausgaben fordern, sondern mit den vorhandenen Reasourcen klug gestalten.

Da sind sie wieder, die Versprecher

Vor der Wahl und danach, seigt der Strom, die Miete, die Lebensmittel, die Steuern und Abgaben, (zB. Grundsteuer und Strom durch Kohleausstieg) und die Erhöhung ist wieder weg.
Linke Tasche rechte Tasche, seit 50 Jahren immer die gleiche Leier, nur besser ist es nicht geworden. Aber jedes Jahr stehen für fremde Ethnien Milliarden zu Verfügung, nur nicht für die Rentner
Die Armut steigt immer weiter, und die Reichen werden Reicher, Genossen macht das Buch zu, es ist besser für Euch.

Mein Sohn

hat von 750 € Hartz 4 2 Jahre lang in eigener Wohnung von 55 m2 gelebt.

Anerzogene Unverschämtheit

Am 03. Februar 2019 um 08:42 von Dicodes:
"Angemessen wären 1150€ Grundrente für mindestens 35 Jahre Arbeit"

Und da ist er wieder, der anerzogene deutsche Sozialmeckereffekt:
Da kommt einer mit dem Vorschlag um die Ecke, jedem Bürger immerhin mindestens 900€ Rente zukommen zu lassen, und direkt kommt ein anderer wie der kleine Hävelmann um die Ecke und schreit "Mehr, mehr!"
Anderswo auf der Welt gibts vom Staat GAR NICHTS und verhungert im Alter wenn man nicht genug Kinder hat um von ihnen versorgt zu werden, aber hier beschwert man sich über zu wenig Wohltätigkeit!

Das ist aber ein bisschen

wenig. Das Grundgehalt sollte wenigsten dem Mindestlohn pro Monat entsprechen. Für so ein niedriges Grundgehalt steht doch keiner freiwillig auf.

Wenn diese Rente als bedingungslose

Grundrente gezahlt wird, ok. Wenn nicht ist es eine reine Umverteilung und ein Schlag ins Gesicht für alle, die eine höhere Rente bekommen. Politiker bekommen eine bedingungslose Vergütung, die weit darüber liegt und müssen nur im Bundestag sitzen. Manchmal noch nicht mal das!

Hat sich der Minister mal

Hat sich der Minister mal Gedanken gemacht, wie das alles finanziert werden soll?
Das ist alles nur Propaganda für die SPD.

Junge Generation und Familien zahlen

Später in Rente, weniger Hartz4, hundertausende Kinder leben in Armut. Familien sollen viele Kinder großziehen und nebenbei am besten voll berufstätig bleiben. Dabei reicht einer der neuen Jobs schon nicht mehr für einen alleine - Millionen stocken auf oder haben zwei Jobs. Und die sollen nun für eine Grundsicherung von 900€ zahlen, mehr als sie vielleicht selbst haben?

Ich missgöne niemandem 900€ Rente, aber die Finanzierung muss innerhalb der Rentnerschaft erfolgen. Es gibt zahlreiche sehr gute Renten über 900€, zumal häufig mehr als eine Rente gezahlt werden.

Vorschlag: Alle Renten über 900€ werden nach den Regeln berechnet, die aktuell für die junge Generation gilt. Also späterer Renteneintritt usw. Mit dem freigewordenen Geld kann die Rentengrundsicherung bezahlt werden. Und gerechter ist es auch. Denn die junge Generation leistet mindestens genausoviel, wie es die alte tat - bekommt aber weniger raus - weil die alten zuwenige Kinder haben.

Dann wird noch schnell

das Renteneintrittsalter erhöht und die Rechnung stimmt dann wieder.
Bezahlen dürfen es die schon bis zum Anschlag gemolkenen Normalverdiener. Durch die irrsinnigen Erhöhungen von allen Kosten werden wir nur noch mehr Menschen in die Altersarmut abdriften sehen. Und wenn die Normalverdiener fertig gemacht wurden kommen die etwas besser Verdienenden dran. Nein liebe SPD ihr bekommt nie wieder eine Stimme von mir...

160 Milliarden € an Steuerhinterziehungen pro Jahr!!!

900€ plus Miete und Nebenkosten wäre ein kleiner Schrift in die richtige Richtung!
Aber wenn unsere sogenannten Leistungsträger pro Jahr 160 Milliarden Euro in Form von Steuerhinterziehungen stehlen dürfen, ist das noch viel zu wenig!

Wieso übervolle Rentenkassen?

Weshalb laufen die Rentenkassen über, und wieso werden die Reichen immer reicher? Wie kommen Sie nur auf sowas? Wenn jemand 5 Jahre früher in Rente geht, kann jeder Abschläge nachvollziehen. Wenn die Lebenserwartung 5 oder 10 Jahre steigt, lehnt man empört alle Anpassungen ab. Verrückt. Die Rentenkasse läuft keineswegs über, sondern wird schon heute mit zweistelligen Milliardenbeträgen aus der Steuerkasse subventioniert, weil sie andernfalls längst pleite wäre. Wir alle, die wir täglich arbeiten gehen, finanzieren also die Rente der aktuellen Rentner bereits kräftig mit, zusätzlich zu unseren ohnehin anfallenden Sozialbeiträgen. Ich kann die naive Umverteilung/is doch genug da/gib mal rüber Alter-Debatte offen gestanden nicht mehr hören, und Heil geht zwar in die richtige Richtung, muss das aber aus dem ohnehin riesigen Sozialbudget finanzieren, nicht mit ständigen neuen Steuerspritzen.

Träumerei im Kamin

Zwei Fragen muss Herr Heil beantworten. Erstens: Wie schafft er Gerechtigkeit? Denn warum soll jemand der 35 Jahre gearbeitet hat, und 1000 Euro bekommt, nichts bekommen und jemand der 35 Jahre gearbeitet und und 500 Euro hat dann 400 Euro? Und zweitens: Wie wird geprüft, ob jemand, der dann aufgestockt wird, auch bedürftig ist? Was ist mit der Zahnarztfrau? Was mit dem Vermögenden, der neben seiner Rente noch andere Einkünfte hat?

Es wäre ein erster Schritt in

Es wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung, wenn auch ein kleiner. Mit 900€ wird keiner große Sprünge machen und ein guter Teil wird weiterhin auf Aufstockung angewiesen sein (Mietzuschuß).
Zur Finanzierung: Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, deshalb sollten die Mittel auch aus dem Steuertopf kommen und eben nicht von der Rentenkasse.

Falscher Ansatz

Der Vorschlag bedeutet doch, dass derjenige, der höhere RV-Beiträge geleistet hat und dann regulär auf 900,- Rente kommt, genauso viel Rente erhält, wie jemand, der sein Leben lang viel geringere Beiträge geleistet hat (u. U. weil er mehr schwarz gearbeitet hat oder durch Minijob "brutto=netto" kassiert hat). Passt ja zur "Gerechtigkeitsdebatte" im ÖRR. Wie wäre es, wenn stattdessen für alle das Rentenniveau wieder angehoben und nicht weiter gesenkt wird, z. B. auch durch Anhebung des Mindestlohns und Abschaffung der Minijobs?

Sinn?

Wer heute 520 Euro Rente bekommt, kann davon keine Wohnung und Krankenkasse finanzieren. Heißt, die Rente wird aufgestockt.

Unter den von Herrn Heil "vorgeschlagenen" 900 Euro dürfte deshalb sowieso kaum einer liegen.

Wieder einmal ein Pseudo-Vorschlag aus Deutschland "Wir-verkaufen-das-Volk-für-dumm"-Partei.

(Aber kosten tut es unter dem Strich nichts. Hat also auch Vorteile.)

@Tobiaspsp, 9:04

Allerdings brauchen wir endlich ein klares Sozial-Budget mit einer Obergrenze, demokratisch legitimiert vom Parlament. Für die Grundrente müssen also andere weniger effektive Sozialleistungen und Förderungen auch mal wieder wegfallen. Unsere Sozialausgaben bestimmen bereits heute den Löwenanteil des Bundeshaushalts

Na dann überlegern Sie doch mal, warum das so ist, anstatt eine Obergrenze für Sozialleistungen zu fordern. Der Grund sind doch nicht sprudelnde Zahlungen an Bedürftige. Der Bundeshaushalt könnte deutlich höher sein, wenn er auch mal von den Besitzenden mitfinaziert würde. Und die Mittel dafür, dass Menschen überhaupt überleben können, wären deutlich geringer, wenn sie für ihre Arbeit anständig bezahlt würden.
Beides, zu wenig Geld in der Staatskasse und ausufernde Kosten für Soziales, sind die Seiten einer Medaille: einer unerträglichen Umverteilung von unten nach oben.

?!

Das verändert doch an sich überhaupt nichts für die Rentner. Wer jetzt weniger hat, wird m.W.n. von der Grundsicherung auf diesen Betrag gebracht (je nach angemessener KdU).

Das ist nicht fair

Ich arbeite mein Leben lang und erwarte in 5 Jahren eine Rente von etwa 1300 Euro. Andere sollen auch ohne einzuzahlen 900 Euro erhalten? Wer soll das bezahlen? Ich? Am Ende sind nach all der Gleichmacherei alle Rentner bei 900 Euro. Nein danke.

Denkt doch endlich

auch an die vielen die nichts, aber auch garnichts bekommen. Es sind die vielen ehemaligen kleinen selbstständige,z. b. die kleinen Schuhwerkstatt, der kleine Kiosk sie alle fallen in keiner Statistik auf, aber alle haben zu Erfolg dieses Landes beigetragen. Ich kenne viele die einfach nur einigermaßen mit ihrem Verdients leben konnten, hatten aber zu wenig um fürs Alter zu sorgen.

RE: E.Cartman ; RE: Dicodes

"Und da ist er wieder, der anerzogene deutsche Sozialmeckereffekt:
Da kommt einer mit dem Vorschlag um die Ecke, jedem Bürger immerhin mindestens 900€ Rente zukommen zu lassen, und direkt kommt ein anderer wie der kleine Hävelmann um die Ecke und schreit "Mehr, mehr!""

Ich deke nicht, dass eine Grundrente von € 900 für die Existenz in Großstädten wie Hamburg, München, Düsseldorf, Stuttgart oder Frankfurt nicht ansatzweise ausreichend ist.
Die Rentner fallen trotzdem in die Altersarmut bzw. Hartz IV.
Von daher sind die Bedenken von Dicodes gerechtfertigt !

Gruß Hador

08:41 von gully

Wer soll denn bitte von 900 Euro im Monat leben können?
.
wäre es nicht auch ein Gesichtspunkt zu klären, weshalb jemand nicht mehr Rente kriegt ?
50 % des Staatshaushaltes fließt bereits jetzt ins Soziale
Wäre nicht mal Eigenverantwortung gefordert ?
Statt immer nach Hilfe zu fordern, von Leuten in der Gesellschaft die ihr Leben lang gearbeitet haben ?
Letztlich nimmt man ja denen dann einen Teil ihrer Altersversorgung weg

Der Deutsche Geiz

Für ihre Bahn geben die Schweizer pro Jahr und Kopf 370 Euro aus, die Deutschen 70. Die Mindestrenten in Österreich und der Schweiz (wir hatten ja mal das Großdeutsche Reich) sind erheblich höher, ohne dass die Bürger murren. Nur bei uns meckern die Menschen "Wer soll das bezahlen?". Geld genug ist da. Aber wir wollen ja unsere "Investoren" (sprich Absahner) nicht verschrecken und damit Arbeitsplätze verlieren. In anderen Ländern müssen ALLE in die Rentenkasse einzahlen und es kommen Steuermittel dazu. Bei uns haben wir Beamte, Freiberufler und freiwillig Versicherte, denn es wäre ja diktatorisch, wenn alle einzahlen müssten. Das wäre gewiss noch schlimmer, als ein Tempolimit!

@ Felina2

Mein Sohn hat von 750 € Hartz 4 2 Jahre lang in eigener Wohnung von 55 m2 gelebt.

Das kann nicht sein, der Hartz-IV Satz beträgt aktuell 424 Euro, in den vergangenen Jahren war es stufenweise immer etwas weniger.

09:15 von der_marc

Sie unterstellen also pauschal "Armutsrentnern", daß Sie Schwarzarbeiter und/oder "Minijobber" im Berufsleben waren?
900€ wäre die Untergrenze. Wenn die jemand regulär bekommt wird ihm ja nichts weggenommen. Falls das Geld nicht reicht kann es auch heute schon aufgestockt werden. Und sollte es doch aus dem Rententopf bezahlt werden könnte die Beitragsbemessungsgrenze wegfallen bei gleichzeitiger Deckelung der Höchstrente, wie es z.B. die Schweiz macht.

@Dicodes

1150€ klingt gut, wäre aber auch zu wenig!
Als Beispiel könnte das helfen. Meine Frau Mutter hat, ohne Pausen, ein Lebenlang gearbeitet. Sie bekommt im Moment 1220€ Rente und 1730€ Pflegestufe V. (Fortgeschrittene Demenz)
Das Pflegegeld geht direkt an die Pflegeeinrichtung. Dazu brauche ich die komplette Rente meiner Mutter, Plus ca. 300€ die ich aufbringe, allein für die Unterbringung im Pflegeheim.
Zur Anmerkung... Ich zahle das gern, obwohl ich die Strucktur der Einrichtungen immer noch nicht Begreife.
Was macht ein Rentner, wo keiner da ist der diese Zuzahlungen aufbringen kann???
Da kommt dann aus Berlin immer nur ein, "Sorry, blöd gelaufen!"
Warum müssen Pflegelder und Steuermittel privaten Aktionären in den Hals geworfen werden??

Grundrente.... ein Armutszeugnis.

In den meisten Nordwest Europäischen Ländern, wie Skandinavien, Niederlanden, Belgien oder Österreich liegt die Grundrente deutlich über Deutschland. Zudem ist das System zumeist gerechter. Unbefriedigend ist das Rentesystem in den meisten Länder für die Auslandsjahren der Arbeitnehmer, sogar für die Zeiten innerhalb der EU. Hier gibt es fortwährend Streit innerhalb den Behörden in den verschiedenen Ländern.. Ich weiß wovon ich rede.
Schon erstaunlich das dieser Bürokratiekoloss in Brüssel dies nicht löst und erstaunlich ist wie schlecht manche Arbeitnehmergruppen in Deutschland behandelt werden.

Wer zahlt die Grundrente?

Die niedrigen Renten haben viel mit der deutschen Einheit zu tun. Millionen Arbeitsplätze im Osten wurden vernichtet. (Im Netz findet man dazu noch die ÖR Doku "Beutezug Ost"). Millionen, meist junge Menschen, wanderten nach Westdeutschland, was die Löhne (und die jetzigen Renten) drückte. Die Politik reagierte mit einer Steuersenkungsserie für Unternehmen, Kürzungen im Sozialbereich und der Mehrwertsteuererhöhung. (2% + 0% = 3%) Hartz IV und die Angst davor drückte die Löhne weiter. Die Finanzkrise wurde auf die keinen Leute abgewälzt. (Merkels und Westerwelles unsägliches 80-Mrd.-Sparprogramm zur Bewältigung der Finanzkrise, Stichwort Finanztransaktionssteuer und Brennelementesteuer)
Faktencheck "Hart aber fair" vom 7.5.18:
" Tatsächlich wurde 1991 mit 85 Milliarden Euro gut die Hälfte der Gewinne der Unternehmen investiert. Bis zum Jahr 2016 verdreifachten sich die Gewinne der Unternehmen auf 543 Mrd. Euro. Gleichzeitig sanken die Investitionen allerdings auf 19,5 Mrd. Euro. "

uhhh...das ist alles?

Ohhnein....schon wieder so‘n Notnagel.Hey, ihr Möchtegernführungskräfte da in Berlin,
..schafft endlich mal laaangfristige Perspektiven. ...und nicht so einen Heftpflastermüll.
Hier gibt es Menschen die ernsthaft wissen wollen wie deren Zukunft aussieht, und es kann keiner verstehen warum diese Regierung seit Jahren bei diesem Thema so inkonsequent ...ach was sage ich GLEICHGÜLTIG ist. Gerade unser Land unsere Gesellschaft stand mal weltweit für Leistung, Qualität und Zuverlässigkeit. Dies ist alles zum politischen quantitätsniveau unser Regierung geopfert worden. Das Rückgrat der Republik..den Mittelstand lässt man weiter ausbluten bis auch dieser tendenziell zu den Armen gehört
=Reiche immer reicher und Arme im ärmer
Mein Appell: ..sichert massivst die Renten von morgen....dann sichert sich dieses Land auch die Kaufkraft (der künftigen Rentner) von morgen ....und keine soziale Katastrophe

CDU und SPD haben im Osten keine Basis mehr

deshalb dieses sehr deutlich auf die Ostwählerschaft abzielende Rentengesetz (nur dort finden sich Erwerbsbiographien mit 35 Jahren Einzahlungszeit und geringen Rentenansprüchen). Das Problem einer angemessenen Grundsicherung im Alter ist jedoch viel breiter, weil das Leben vielfältiger ist, insbesondere durch den systematischen Abbau des Sozialstaates und der neoliberalen Arbeitsmarktpolitik der letzten 15 Jahre. Vernünftig wäre eine Grundsicherung im Alter, die über der Grundsicherung für noch Erwerbsfähige liegen sollte. Die SPD streut mal wieder Sozialausgaben nach Wählerstimmenpotenzial. Diese Politik der letzten 20 Jahre zerstört das Gemeinwesen und Gemeinempfinden in Deutschland immer weiter.

Die Rente ist sicher =Die

Die Rente ist sicher =Die Grundrente sicher. Nicht nur die Stellschrauben an der Rentenformel garantieren es. (NEU für Rentenbezieher: HALBE TRAGUNG KV-ZUSATZBEITRAG )

Anhebung bringt nichts

Die Grundrente von 900€ bei den jetzigen Mieten bringt rein gar nichts. Der Rentner beantragt dann Hartz IV und hat genauso viel wie jemand der nicht gearbeitet hat aber weniger als ein Aufstocker. Wenn es etwas bringen soll, dann sollte der §11b SGB II, dementsprechend geändert werden dass dem Rentner mehr als Hartz IV verbleibt. Denn aktuell ist bei §11b SGB II nur Arbeitseinkommen berücksichtigt.

Die SPD liefert eine Luftnummer ab, in dem die mehr gezahlte Rente dann wieder durch das Amt komplett verrechnet wird.

Ausgemerkelt 2.0

"Da sind sie wieder,die Versprecher"

Ja,Altmaier:Geld (Milliarden!!!!)für den Kohleaustieg steht (locker vom Hocker)bereit.
Für eine Grundrente brauchts allerdings einen (mühsamen) Gesetzentwurf.

09:35 von Mischa007

was soll´s
bei meiner Mutter ähnlicher Fall
nur wurde die Differenz, Pflegekosten zu Rente von ihrem Häuschen aufgevespert
Hätte sie das nicht, würde die Allgemeinheit dafür gerade stehen
ist das angemessen ?

@ Tagesschau

Bitte macht mal einen Faktenchek bezüglich der verschiedenen Rentensysteme innerhalb der EU und der EU- nahen Länder wie die Schweiz.
Und dann veröffentlicht diesen Vergleich auch hier!

Es wird spannend

Sollte diese Regierung tatsächlich einmal die Kraft aufbringen und etwas für die alten Menschen in diesem Lande tun?

Herumdoktern an Symptomen

Wer soll dann so eine Rente erhalten? Auch Menschen, die nicht genug in die Sozialversicherung eingezahlt haben, um überhaupt eine Rente zu bekommen? Wäre das gerecht ?

Reicht der Betrag ?: von 900 € kann in einer Großstadt niemand leben, ohne noch zusätzlich Wohngeld zu beantragen.

Ist das eine Übergangslösung, um die Folgen der prekären Arbeitsverhältnisse der Vergangenheit auszugleichen, bis Generationen nachwachsen, die von ihren Renten leben können oder soll das die Fortführung der Niedriglohnpolitik der BR ermöglichen?
Das ist nur ein Herumdoktern an Symptomen.

Ach ja,......

wie ein Forist richtig bemerkte, es ist Wahljahr, also Zeit für Forderungen und Versprechungen und der Start der bekannten Neid-Debatten! Da spielt es dann keine Rolle, ob ein gut Verdienender ganz andere Summen in die Rentenkasse zahlt, als z.B. eine Kassiererin vom Supermarkt; da wird wieder einmal gefordert, daß Beamte auch in die Rentenkasse einzahlen, obwohl sogar die Gewerkschaften gestehen, daß alleine durch die Ersparnis des Arbeitgeberanteils, die Beamten billiger sind, als Angestellte. Da sollen dann auch Freiberufler in die Rentenkasse einzahlen, aber gefälligst keine entsprechenden Forderungen stellen, gelle? Kann jemand erklären, waum z.B. die Rente eines ungelernten Hilfsarbeiters genau so hoch sein soll, wie die eines Arbeiters oder Angestellten mit abgeschlossener Berufsausbildung?

09:32 von DeHahn

Bei uns haben wir Beamte, Freiberufler und freiwillig Versicherte
.
kriegen die was aus der Sozialversicherung ?
-
was wäre gewonnen täten die einzahlen und bekämen dann Leistungen raus
Wäre es nicht zielführender dafür zu sorgen, dass die Verantwortung in der Gesellschaft größer wird, mal eigenverantwortlich für seinen Lebensunterhalt zu sorgen

Die Idee

ist sehr gut, aber auch extrem Ungerecht.
Was bekommen die Rentner die 45 Jahre gearbeitet haben und jetzt vor der Rentenerhöhung dieses Jahr 870 Brutto haben. Die erreichen den Wert dieses Jahr nämlich in Eigenleistung, das sind immerhin 10 Jahre mehr gearbeitet.
Ich missgönne die Erhöhung niemanden, nicht das ich verkehrt verstanden werde.
Aber Gerecht ist auch was anders, dann sollten die Rentner bei 45 Jahren 100 mehr bekommen, das sind 10 Euro für das Jahr.
Und nicht zu vergessen, 900 sind rund 810 Netto, bedeutet das die Rentner weiter noch Wohngeld und so weiter vom Staat bekommen müssen.
Sonst bleibt immer noch weniger als Harz4.
Das Beispiel oben hab ich nicht erfunden, sondern in der Familie vorliegen

Also Gute Idee, aber Ungerecht und zu wenig weil weiter das Amt benötigt wird, Grund Rente braucht eine Staffel, je nach Jahren und Ohne Bedürftigkeit.
Sonst nimmt die Ungerechtigkeit nie ein Ende.

9:34 Wohlstandsbäuchlein

Das kann sein. Felina2 hat die Miete dazu gerechnet.

Rente in den Niederlanden

Deutschland kann von den Niederlanden lernen.
Grundrente Alleinstehende: > 1100 €
Grundrente Paare: Knapp 1600 €

Das "schaffen wir" nie!

09:09 von Lavoissier

steht doch keiner freiwillig auf.
.
genau da liegt das Problem
sorgen wir mal dafür dass er es tut ....
anderen fällt es auch nicht leicht, jeden Morgen aufzustehen,
zur Arbeit gehen und vom Erarbeiteten noch was an diese Klientel abzugeben

@E.Cartman

das ist sie wieder die Ignoranz!
Diese Staaten die Sie meinen nehmen dem Bürger aber auch keine Gelder ab, für die Vorsorge im Alter.
Wir müssten nicht über dieses Problem reden, wenn man wie in den Nachbarstaaten alle zur Finanzierung des Sozialsystems heran ziehen würde. Darüber sollten Sie einmal nach denken, bevor zynische Sprüche abgesondert werden.
Hier einige Länder wo das prima funktioniert... Östereich, Schweiz, Schweden, Finnland, Holland, Dänemark. Wir brauchen gar nicht so weit weg schauen, ist ganz in der Nähe.
Wie oft hat die Regierung die Rücklagen der Rentenkasse schon geplündert? Sehr oft! Und dann sollten Sie sich auch einmal belesen, was aus der Rentenkasse noch so alles finanziert wird. Und dann erst Sprüche ablassen!
Und was mich auch nervt, das immer Leute etwas beschließen, die nie davon betroffen sind, da ja Pensionen empfangen werden, im Rentenalter!

Am 03. Februar 2019 um 09:05 von Felina2

" Mein Sohn

hat von 750 € Hartz 4 2 Jahre lang in eigener Wohnung von 55 m2 gelebt. "

Der Satz bedarf einer Erklärung, hängt nämlich von der Miete ab, und damit meine ich warm mit Nebenkosten.
Und Rentner soll eben nicht H4 sein, weil ja eingezahlt, also ohne Erläuterung sagt der Satz nichts aus.

Richtige Signale von der SPD - endlich!

...endlich sendet diese Partei die richtigen Signale an Ihre Wählerschichten. 900 Euro sind nicht viel aber ein Anfang . Drunter sollte kein Rentner abgespeist werden der sein halbes Leben in diesem Land gearbeitet hat, egal ob voll- oder Teilzeit, ob mini-oder midi- Jobs. Wenn man zig Millarden für die Bankenrettung aufbringen konnte (= Sicherung des Großkapitals) dann steht diesen Menschen auch ein Menschenwürdiger Lebensabend zu! Notfalls durch Finanzierung mittels Umverteilung.

Hartz 4 ist mehr

Man erhält 424 Euro plus Miete plus Heizkosten als Grundsicherung. In den meisten Fällen sind das über 1000 Euro im Monat.

Was soll also eine Grundrente von 900 Euro bringen?

Jeder der gar keine Rente hat bekommt Grundsicherung. Jeder der weniger als Grundsicherung hat bekommt Grundsicherung. Und jeder der 900 Euro als Rente bekommt stockt auf Grundsicherung auf.

Was soll der Quatsch?

08:41 von ycccacfcqc

Als Anreiz zu arbeiten
.
wie groß ist denn der Anreiz ?
mit 900 Euro zufrieden zu sein (Pflegeheim zahlt ohnehin die Gesellschaft)

und für ein paar Euro mehr, 40 Jahre lang jeden morgen aufzustehen

Wie wäre es denn einmal mit sozialer Umverteilung?

Es ist schon merkwürdig, wie viele der Kommentatoren den Staat vom Bürger trennen. Und dann kommt immer wieder das Märchen von der knappen Haushaltskasse. Fällt denn wirklich niemandem etwas besseres ein?
Und immer wieder kommen die gleichen Ängste hoch. Dem einen Rentner etwas wegnehmen um es dem anderen zu geben? Dem aktiven Arbeitnehmer steuerlich mehr zu belasten um alte Menschen "durchzufüttern"?

Es ist doch mehr als genug Geld vorhanden. Nur leider schlummert es als reine Zahl auf irgendwelchen Konten. Mehr Geld als deren Besitzer jemals ausgeben könnten. Vielleicht sollte diese Debatte noch einmal angestoßen werden. Starke Schulter sollten mehr tragen als die schwache. Das würde dem Prinzip des Sozialstaates auch irgendwie entgegenkommen.

Den Sozialismus in seinem Lauf

Wie jeder Sozialist träumt Heil von der Nivellierung des Unterschieds unter Ignorieren wirtschaftlicher Leistung.
(Nicht zur Gänze, aber teilweise)

Mit Rentenbeiträgen sorgt ein Beitragszahler für sich selbst vor. Für einen nicht unbedeutenden Teil der Beitragszahler ist die Staatsrente bereits heute ein Minusgeschäft.

Das deutsche Umlagesystem ist bereits gescheitert. Alleine, zugegeben wird es nicht.
1/3 der Renten stammt bereits aus Steuern. Kinder erziehen, macht geschätzt 50% der Rentenleistung aus - und wird bis auf ein lächerliches 1/4-Prozentchen bei der Pflegeversicherung nicht berücksichtigt.

Armut gehört genauso zu einer Gesellschaft wie Reichtum. Wohin die "Abschaffung" von Armut durch Bestrafung von Leistung führt, ist immer wieder zu bewundern.
Von Lenin, über Mao bis Castro und Maduro.

Nur lernen wird es ein Sozialist nie. Wo die Realität nicht der Ideologie entspricht, ist immer die Realität falsch.

um 09:38 von Nordicman

>>
Mein Appell: ..sichert massivst die Renten von morgen....dann sichert sich dieses Land auch die Kaufkraft (der künftigen Rentner) von morgen ....und keine soziale Katastrophe
<<

Man kann keine Kaufkraft von morgen sichern. Sie können jedes Jahr nur das Verteilen, was an Produktion und Dienstleistungen da ist.
Apropos soziale Katastrophe: Hier wird die Vergangenheit ständig verklärt. Wenn ich daran denke, wie wenig Rente viele in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg bezogen haben und wie sie wohnen durften/mussten, dann relativiert sich doch einiges, was heute als Katastrophe angesehen wird.

um 10:08 von DLGPDMKR

Ein, wie ich finde, sehr guter Kommentar. Vielen Dank hierfür.

09:45 von Olli77

ist es bei einer Zusatzrente anders
wenn so ein Geringverdiener sich ne Riester/Rürup Rente oder sonstwas
vom Maul abgespart hat
wird es im angerechnet
wie bescheuert muß einer sein dass er das tut
andere stehen genauso gut da, ohne in ihrem Leben was getan zu haben
da liegt das Problem, Arbeiten "lohnt" sich nicht
also sorgt man dafür dass es sich lohnt

Lehrmeister Deutschland

Mit erhobenen Zeigefinger will Lehrmeister Deutschland den Rest der Welt stets vormachen wie man alles richtig macht.
Dabei hinkt das "Land der sprudelden Steuerquellen" selbst in vielem anderen Ländern ellenlang hinterher (Rente,Netzabdeckung,Tempolimit.)

Nullsummenspiel

Wenn die gesetzliche Rente deutlich angehoben wird, kann im Gegenzug Hartz4 verringert werden oder für viele Grundsicherungs-Empfänger sogar entfallen. Es wird die selbe Summe Geld lediglich über andere Wege verteilt.

Unter'm Strich spart der Staat dabei sogar - der Verwaltungsaufwand in den Sozialbehörden verringert sich erheblich, da nicht jedes Jahr die Grundsicherungen neu ermittelt werden müssen.

10:08 von DLGPDMKR

Das deutsche Umlagesystem ist bereits gescheitert.
.
so sehe ich das überhaupt nicht
im Gegenteil ne tolle Sache
und was die Steuerzuschüsse betrifft, sagt ihnen der Begriff Versicherungsfremde Leistungen was
Mütterrente ist ja wohl nicht alleinige Sache der Beitragszahler - sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, ebenso wie die Rentenansprüche von wegen mir Spätaussiedlern
also besser auf dieses Rentensystem zu setzen als auf Produkte von Maschmeyer und Co

Ich bin Bauleiter auf

Ich bin Bauleiter auf internationalen Baustellen weltweit, und staune immer wieder für welchen Lohn auf deutschen Baustellen gearbeitet wird. Ein Elektriker zum Beispiel in Moskau (Zur Erinnerung im bösen Russland) hat mehr auf dem Lohnzettel Netto stehen, als einer auf einer Baustelle in Köln.
Herr Schröder hat einen rießigen Billiglohnsektor geschaffen, und Frau Merkel plegt diesen mit den beratenden Lobbyisten.
Es wird noch sehr viel teurer werden für die Beitragszahler, die eher abnehmen in den nächsten Jahren, um das Rentenniveau von jetzt zu halten. Da hilft auch keine Grundrente mehr. Das System muss komplett umgekrempelt werden. Und dabei meine ich nicht Privatisierung oder so einen Quatsch. Alle müssen einzahlen in die Soz.Systeme und das ohne Bemessungsgrenzen. Wer viel bekommt soll auch viel zur Gesellschaft beitragen.
Wir züchten jetzt schon in Deutschland den soz. Unfrieden. Und der wird sich irgendwann Manifestieren.

10:06 von Klingsieck

Das würde dem Prinzip des Sozialstaates auch irgendwie entgegenkommen
.
50 % des Bundeshaushalts gehen in den Bereich Soziales
reicht das nicht - bzw. kann man da vom Fehlen des Sozialstaates sprechen ?

Leistungsgerechtigkeit auch im Alter

"Arbeitnehmer, die mindestens 35 Jahre lang gearbeitet und nur den Mindestlohn verdient haben, eine Rente von etwa 517 Euro pro Monat"

Bei einem Wert eines Renteneckpunkts von aktuell 32,03 € (2018) komme ich auf genau 16 Jahre Durchschnittseinkommen in Vollzeit, welche die Dame geleistet haben muss.
Sie war sicherlich keine Leistungsträgerin. Das muss man sich vorher im Leben überlegen, wenn man mit wenig Arbeit und ALG versucht gemütlich über die Runden zu kommen.

Wie wollen wir die 900 Euro für jedermann Rentner erklären, die 40 oder 45 Jahre mit kleinem Gehalt gearbeitet haben und dann vielleicht nur 1.200 Euro Rente erhalten?

Am 03. Februar 2019 um 10:03 von Tomoko

" Was soll also eine Grundrente von 900 Euro bringen?

Jeder der gar keine Rente hat bekommt Grundsicherung. Jeder der weniger als Grundsicherung hat bekommt Grundsicherung. Und jeder der 900 Euro als Rente bekommt stockt auf Grundsicherung auf.

Was soll der Quatsch? "

Auch das stimmt so nicht, den die Partner werden jetzt bei der Berechnung mit herangezogen. Und sollte der durch mehr Arbeit und mehr Jahre auch mehr bekommen, dann erhält Frau oder Mann nichts dazu.
Das gilt auch bei H4, sind viele Unklarheiten unterwegs wie mir scheint.

Falscher Ansatz....

Mann kann auch aussagen...
das durch Zweckentfremdung seit den 60`er Jahren 700 Milliarden Euro inklusive 300 Milliarden Euro Zinsen veruntreut wurden durch versicherungsfremde Leistungen, so und anders plündert man die deutsche Rentenkasse aus.

Schon nach 10 Jahren im Parlament kommt man auf über 2000 Euro und ein Arbeiter nach einem ganzen Arbeitsleben nicht einmal auf 1100 Euro.

9327 Euro Diäten, und oben rauf Aufwandsentschädigung von 4305 Euro. Steuerfrei! Sie fahren auch beispielsweise umsonst Bahn, fürs Vaterland.

Mütterrente oder die Angleichung der Renten von Ruheständlern in Ost und West zahlt zur hälfte die Rentenkasse obwohl alle Steuerzahler dies tragen müssten, Beamten, Abgeordneten und allen Selbstständigen und der Arbeiter und Angestellte. Aber nein, warum so.

Oder Versorgungkassen, Anwälte, Ärzte, Apotheker, Tierärzte, Architekten, Notare, Zahnärzte, Ingenieure, Psychologische Psychotherapeuten, keine Zuschlage, gut "aber", müssten alle Steuerzahler zahlen? Nein!

@ Diepholz

In 7 Jahren nur eine Steigerung von 12% ?

Das ist ja unglaublich wenig - pro Jahr weniger als 2 % - also noch unter der von der EZB gewünschten Inflationsrate.

Wenn die Gehälter mindestens um die Inflationsrate stiegen, wäre die Rente also dauerhaft sicher. Ganz ohne Rentenbeitragserhöhungen.

09:29 von Wohlstandsbäuchlein

Das ist nicht fair
Ich arbeite mein Leben lang und erwarte .. eine Rente von etwa 1300 Euro.
Andere sollen auch ohne einzuzahlen 900 Euro erhalten
.
sehen sie das ist das individuelle Gerechtigkeitsempfinden

der eine empfindet es als Gerecht wenn er nicht arbeitet,
aber von einem anderen verlangt dass der arbeitet und ihn versorgt

Das Modell mit einer Grundrente ist ausbaufähig !

Eine Grundrente für alle von einem fixen Betrag, der eine menschenwürdige Existenz ermöglicht, sollte in einem reichen Sozialstaat möglich sein. Wer so etwas aus finanziellen egoistischen Gründen ablehnt, sollte einmal seine eigene soziale Kompetenz hinterfragen.
Um einen Anreiz und Unterschiede zwischen Beschäftigten und Unbeschäftigten zu erzielen, könnte das jetzige Punktesystem erhalten bleiben und deren Leistungen on top in abgeschwächter Form (zum Beispiel gedrittelt) hinzukommen.
Zur Finanzierung wäre die Eingliederung aller Arbeitnehmer, Selbstständiger, Politiker, Ärzte , Architekten und Beamten
und eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze wünschenswert, damit nicht wie jetzt aktuell die Geringverdiener die Mütterrente von Beamten und Politiker auch noch mitfinanzieren müssen.

Mischa007: Pflegegeld

Das Problem bei Deiner Mutter ist aber nicht die niedrige Rente sondern die Pflegekasse.
1220,- € sind keine großartige Rente aber man kann damit durchaus über die Runden kommen.
Das Problem ist halt, dass bei einer Unterbringung im Pflegeheim die Miet- und Verpflegungskosten deutlich höher sind als bei einer eigenständigen Wohnweise, so etwas kann aber nicht die Rente abfangen.
Übrigens springt auch der Staat ein, wenn jemand nicht genug Rente und keine Angehörigen hat, um, diese kosten zu übernehmen. Dann wohnt man aber eben nicht im Seniorenwohnstift "Waldesruh" sondern im Altersheim "Hauptstraße".
Aber wie gesagt: Pflegekasse, also falsche Sozialversicherung, die Du hier aufs Korn nimmst.

um 09:52 von karlheinzfaltermeier

"Ach ja,......
wie ein Forist richtig bemerkte, es ist Wahljahr, also Zeit für Forderungen und Versprechungen und der Start der bekannten Neid-Debatten!"

Es ist jedes Jahr irgendeine Wahl in der Bundesrepublik. Der Vorschlag stammt vom Bundesarbeitsmininister. Meines Wissens sind die nächsten Bundestagswahlen erst 2021. Oder haben Sie da andere Infos?
Übrigens, was hat der Vorschlag einer Grundrente für Armutsrentner mit Neid zu tun?

@ hembo

Solange wir jedes Jahr 20 Milliarden Euro im Finanzhaushalt für die Kosten von Migration einstellen, kann mir niemand erzählen, es sei kein "mittlerer einstelliger Milliardenbetrag" für die Grundrente da.

Es kann mir deswegen auch keiner erzählen, es sei kein Geld für einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr da.

Hador

So sehe ich es auch.
Wahlen !!!
Die SPD braucht Stimmen.
Jedoch glaube ich nicht das es umgesetzt wird.
Reine Wahlpropaganda.

Unglaubwürdig!

Nach Rettung von Banken, Euro und Griechenland mit Fantastilliarden des Steuerzahlers, denkt wirklich jemand bei der SPD an die Rentner? Das ist mehr als unglaubwürdig. Erst liefern, dann können wir darüber sprechen, wo wir das nächste Mal das Kreuzchen machen!

09:14 von Tobiaspsp

«Die Rentenkasse läuft keineswegs über, sondern wird schon heute mit zweistelligen Milliardenbeträgen aus der Steuerkasse subventioniert …»

Es wäre eine recht einfach praktikable Möglichkeit, die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung aufzugeben. "Standardmäßig" der gleiche Prozentsatz von allen Einkünften.
Auch bei Selbständigen. Bei ihnen u.U. ausgenommen die Gewinne, die nachweislich für betriebliche Investitionen verwendet werden.

Die derart generierten Mehreinnahmen würden zu geringeren Steuerzuschüssen in die Rentenkasse führen. Eine Obergrenze für gesetzliche Renten gibt es bereits (momentan ≈ 2.600 Euro/Monat).
Das Rentenniveau "der unteren Ebenen" könnte angehoben werden.
Ein Rentenpunkt eine höhere Summe ausmachen.

Mit einem Jahres-Brutto von ≈ 235.000 Euro gehört man zu dem 1% der Bestverdiener in DEU. "Diese Verdienstklasse" trägt bisher noch zu wenig zu den Rentenkosten bei.

Angelehnt an das Modell der CH.
Welches ganz sicher kein sozialistisches ist …

Am 03. Februar 2019 um 09:41 von AufgeklärteWelt

" CDU und SPD haben im Osten keine Basis mehr

deshalb dieses sehr deutlich auf die Ostwählerschaft abzielende Rentengesetz (nur dort finden sich Erwerbsbiographien mit 35 Jahren Einzahlungszeit und geringen Rentenansprüchen). "

Auch das stimmt so nicht, es gibt unendlich viel Beiträge und Dokus in den 3 Programmen, die zeigen Rentner im Land vom Ruhrpott bis nach Garmisch.
Das ist nicht ausschließlich ein Problem der neuen Länder, das Gefälle im Land ist sehr groß.

um 09:52 von karlheinzfaltermeier

"Da sollen dann auch Freiberufler in die Rentenkasse einzahlen, aber gefälligst keine entsprechenden Forderungen stellen, gelle? Kann jemand erklären, waum z.B. die Rente eines ungelernten Hilfsarbeiters genau so hoch sein soll, wie die eines Arbeiters oder Angestellten mit abgeschlossener Berufsausbildung?"

Sie werfen da einiges durcheinander. Ich empfehle Ihnen sich mal mit dem Sozialversicherungssystem der Schweiz (alles andere als ein sozialistischer Vorzeigestaat) auseinander zu setzen. Sie werden überrascht sein. Übrigens auch bei dem Thema Steuergeheimnis.

@Wie wäre es denn einmal ... 10:06 von Klingsieck

"mit sozialer Umverteilung?"

Ja, das wär mal was.
Nur werden wir beide das nicht mehr erleben.

Ich habe dies inzwischen 'wegen Alter' eingesehen ;)
Und daher, weil frei nach Brecht 'der Schoss wieder fruchtbar wird',
aus dem Einiges kroch,
bleibt mir zumindest nur noch, die 'Profiteure' dieses Systems
aus der verschleierten Anonymität zu ziehen.

Vielleicht hilft es ja ein bisschen.
Für Demos bin ich schon zu alt..

@ Diepholz

Rente wird nicht nach Bedürftigkeit ausgezahlt.

Beitragsjahre und Durchschnittsverdienst sind ausschlaggebend.

Wenn die Berechnungsformel dahingehend geändert wird, dass auch bei geringen Einkünften eine Rente von mindestens 900 Euro herauskommt ist das völlig in Ordnung.

Es wäre eine Verwaltungsvereinfachung, da dann nicht mehr aufgestockt werden muss.

Es ist ja auch fragwürdig, warum Kinder den Unterhalt ihrer Eltern zahlen müssen. Kinderlose, deren Rente nicht hoch genug ist, bekommen das ja Geld vom Staat in Form von Grundsicherung/Aufstockung.

@Sisyphos3

Sehe ich genauso, warum sollte sich jemand große Mühe geben, wenn er weiß das er am Ende ehe 900€ bekommen wird? Dann ist der welcher arbeitet dumm und der welcher nicht abeitet schlau bzw. wofür soll da noch ein Geringverdiener überhaupt noch arbeiten? Für eine Familie mit Kinder sind schon Sozileistungen höher oder fast gleich, als wenn ein Geringverdiener nicht allein arbeiten würde. Dann muss sowas noch oben drauf? Wer zahlt das?

@ Giselbert

Vor den Europawahlen sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, WER das Lohn- und Rentenniveau abgesenkt hat. (Stichwörter Ausbau des Niedriglohnsektors und Rentenanpassungsfaktor).

SPD und Grüne

Grundrente 900,- Warum nicht, guter Vorschlag

An alle kommentierenden Leser möchte ich mit meinem Kommentar zum reflektieren der verfassten Kommentare anregen. Ich finde es wirklich traurig, dass wir den selben Fehler in Deutschland machen, wie die Gelbwesten in Frankreich! Werden mal gute Vorschläge von Politikern und Parteien gemacht, wird alles gleich schlecht geredet und das in einem ziemlich aggressiven Ton. Wir die in Deutschland leben dürfen sollten nicht immer nur jammern (den den meisten Bürger fühlen sich laut Umfragen sehr wohl), wir haben verlernt anzuerkennen, was in den letzten Jahren alles erreicht wurde. Es gibt sicherlich noch einiges zu verbessern, aber man sollte nicht alles schlecht reden. Ich befürchte durch die aggressive Stimmung im Land zerbricht irgendwann unsere Demokratie. Das schlimmste allerdings ist der Neid in unserer Gesellschaft.

Um ca. 900 Euro Rente zu bekommne

muss ein heutiger Arbeitnehmer ein Jahreseinkommen von durchschnittlich 24000 Euro brutto, sprich 2000 Euro brutto im Monat haben und dies über 45 Beitragsjahre.

Für jeden, der dies nicht erreicht, wären die 900 Euro schon mal ein Fortschritt. Mit 900 Euro Grundrente fiele auch der Weg zum Amt weg, um Grundsicherung im Alter zu beantragen. Weniger Bürokratie bei fast gleichem Ergebnis.

@Diepholz

Jedes Jahr gehen mehr Menschen in ihre verdiente Rente. Sie können rechnen wie Sie wollen! Wie soll das im Jahr 2035 bezahlt werden?

das Schimpfen auf die "faulen Säcke"

geht mir erheblich gegen den Strich. Ich bin ein Besserverdiener und konnte angemessen für meinen demnächst beginnenden Ruhestand vorsorgen. Dass andere das nicht können, liegt aber nicht daran, dass sie fauler oder dümmer wären als ich. Sondern, dass ein Leben lang die Früchte ihrer Arbeit auf Konten von anderen gelandet sind, die auch noch die Frechheit besitzen, sich dafür als "Leistungsträger" zu bezeichnen.

Ein großer Teil unseres - von allen erarbeiteten - BSP fließt leistungslos einem kleinen Kreis ohnehin schon Besitzender zu. Würde man diesen Überfluss auch nur halbieren, hätten wir kaum mehr Probleme, unsere gesamte Gesellschaft zu versorgen. Das Einschlagen auf Leute, die angeblich "nie was geleistet" haben, ist unerträglich. Zeigt aber wunderbar den Erfolg der jahrelangen Strategie der Entsolidarisierung.

Eine Grundrente von

Eine Grundrente von mindestens 900 Euro wäre ein erster Schritt zur Beseitigung von Altersarmut.
Aber nur dann, wenn diese Grundrente bedingungslos an alle Mitbürger im Rentenalter gezahlt wird.

@ WB0815

In den kommenden Jahren wird sich die Situation verschlimmern, da SPD/Grüne mit dem Ausbau des Niedriglohnsektors und die DGB Gewerkschaften mit Ihrer unsinnigen Lohnzurückhaltung das Lohnniveau für Millionen Menschen derart abgesenkt haben (Lohnprekariat), dass diese Menschen nie einen Rentenanspruch erwerben können, der die Lebenshaltungskosten deckt.

Grundrente damit das Abzocken

weitergehen kann. Frechheit. Die Chefs derer die nicht angemessen verdienen stecken sich die Taschen voll und wenn die Rente dann nicht reicht finanzieren das die die selber gearbeitet haben. Ein neuer Treppenwitz der SPD. Die Lösung sind angemessene Löhne und ein Mindestlohn der den Leuten ein würdevolles Leben und eine Rente ohne staatliche Hilfe ermöglicht. Alles andere ist für den Arsch. Es musste mal Klartext gesprochen werden.

Es ist schon einmal

ein richtiger Ansatz die Grundrente von 900€.
Und das es von der SPD kommt ist auch schon einmal gut ,denn diese Partei sollte das " Soziale " mehr in den Vordergrund stellen. Ottmar Schreiner ( Das ehemalige Sozialgewissen der SPD ) würde wohl noch einen höheren Betrag vordern.

Arbeiterpartei?

Die SPD ist schon lange keine Arbeiterpartei mehr. Mit solch durchsichtigen Vorschlägen geht es ihr doch nur um Stimmenfang. Ich war so naiv, über eine Gehaltsumwandlung selbst für meinen Ruhestand vorzusorgen. Den Vertrag habe ich 1998 unterschrieben. 2004 hat Ulla Schmidt zusammen mit Horst Seehofer unter Zustimmung der Grünen das "Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenkassen" durchgedrückt. Trotz Rückwirkungsverbot für Gesetze darf ich bei Auszahlung der erwirtschafteten Summe rund 19 Prozent an die Kranken- und Pflegeversicherung abführen. Das Bundesverfassungsgericht(!) hat das auch noch für rechtens erklärt! Vielen der Betroffenen ist bis heute nicht bewusst, was ihnen da noch blüht. Vielen Dank SPD! Falls ich diese Partei noch einmal wähle, soll mir die Hand abfallen!

@H. Goldscheitel. Es sind Rückzahlungen..

Die Rückzahlungen decken nicht mal die entwendeten Beiträge aus der Rentenkasse (die Zahlungen die ein Arbeiter in seinem Leben eingezahlt hat..) das sind u.a.. Mütterrente, Kriegswitwenrente, Ostrente, Aussiedlerrente etc. und die Grundrente von 900 Euro davon müssen ja im Gegensatz zu H4 dann Miete und Heizung selbst bezahlt werden, so daß wenig mehr als Hartz4 dabei raus kommt (Existenzminimum) ((Einzimmerwohnung Durchschnitt 420.- Euro, + Heizung ca´ 50.- Euro = 470.- bleiben noch ca´430Euro . Regelsatz H4 = 424 Euro...

@10:49 Hans Diepholz

Wir sprechen hier von langjährigen Beitragszahlern und nicht von Leuten die niemals etwas eingezahlt haben. Deshalb ist das Hinterfragen wie das finanziert werden soll in ihrem aufgeführten Punkt fehl am Platze.

Finanzierung

“Schön wäre es, wenn die SPD, insbesondere Herr Scholz als Finanzminister, Vorschläge zur Finanzierung vorlegen würde.”

Ich habe einen Vorschlag. Wie wäre es damit die Steuerschlupflöcher zu schließen und die uns fehlenden 200 Mrd. Euro aus CumEx und den sogenannten Steueroptimierungen der Banken und Konzerne anzufordern.

Korruption ist in anderen Länder vielleicht ersichtlicher, in unserem Land wird es einfach nur auf hohem Niveau unter dem Deckmantel des Lobbyismus gemacht.

@Mischa007

...... und um im Rentenalter eine halbwegs zufriedenstellende Rente zu erreichen muss jahrzehntelang der Höchstbeitrag (Beitragsbemessungsgrenze) in die Rentenkassen einfliessen.

Finazierung

Mit diesem Wort sollten sich unsere Politiker mal mehr befassen.
Mütterrente, Renteneintrittsalters Senkung und jetzt wieder so ein Wahlgeschenk.
Ein eh schon kränkelndes System mit immer neuen Belastungen ausstatten ist ja eine sehr verantwortungsvolle Idee.
Vielleicht mal überlegen ob man so auf Dauer den Wohlfahrtsstaat weiter finanzieren kann.
Verantwortliche Politik kann man wohl nicht mehr erwarten, wenn es doch nur für Geschenke auf kosten der nächsten Generationen Wählerstimmen gibt.

09:52 von karlheinzfaltermeier

«Kann jemand erklären, waum z.B. die Rente eines ungelernten Hilfsarbeiters genau so hoch sein soll, wie die eines Arbeiters oder Angestellten mit abgeschlossener Berufsausbildung?»

Nur Irrealisten werden fordern, dass die Renten zweier Rentner in den Berufen, die Sie erwähnen, gleich hoch sein sollten.

Die grundlegende Frage, die sich stellt, ist doch die folgende:

Wie kann es gelingen, für eine möglichst große Zahl Rentner ein solche Rente aus der Rentenkasse "zu erwirtschaften", dass diese Menschen nicht der steuerfinanzierten Grundsicherung "anheim fallen"? Die Verpflichtung zur Grundsicherung auch für Rentner ergibt sich aus den Vorgaben der Sozialgesetzgebung (Sozialgesetzbuch).

"Man wird" an Rentenniveau, Grund- / Mindestrente bis zum Sankt Nimmerleinstag "rumschrauben können" (ohne je Erfolg zu haben), solange es vermehrt Jobs im Bereich des Mindestlohns gibt.

Nur eine breitere Basis der Finanzierung "wird gut sein".
Damit meine ich nicht: "Beamte rein in die Kassen" …

um 10:37 von artist22

>>
"mit sozialer Umverteilung?"

Ja, das wär mal was.
Nur werden wir beide das nicht mehr erleben.
<<

So einfach ist das ja auch nicht - abgesehen davon, was der eine oder andere als gerecht oder ungerecht empfindet. Sie können letztendlich nur im Bereich des Konsums umverteilen, wenn Sie das BIP erhalten wollen. Da ist sicher noch etwas Spielraum, aber sicher nicht soviel, wie einige sich das offenbar wünschen.

@ 09:35 von Mischa007

Meine Mutter bekam ca. 900€ Witwenrente, Betriebsrente schon eingerechnet. Ebenfalls Pflegestufe 5, ich mußte jeden Monat mindestens 5-600€ für die Pflegeheimkosten zuschießen, die ich nicht mal als Unterstützung von der Steuer absetzen durfte.

Gute Forderung wenn man ,weiss

Das man damit sowieso nicht durchkommt mit der cDU.
Aber netter Versuch ein Paar prozente für die sPD zu holen.
Wer die Grundrente fordert sollte auch die Grundsicherung ohne wenn und aber fordern.
Weg mit dem ganzen bürokratismus,
Schliessung aller Jobcenter
Und aller anderen Ämter die Transferleistungen leisten.
Durch diese Einsparungen wäre ein grosser Teil des Bedingungslosen Grundeinkommens finanziert.
Eins ist sicher wer arbeiten will arbeitet wer nicht arbeiten will findet immer wege nicht zu arbeiten,das gab's schon immer.
Die Folgekosten die dann erzeugt werden sind größer als wenn man sie gleich in "Ruhe" lässt.
Diese Gesellschaft würde effektiver funktionieren und glücklicher sein mit einem Grundeinkommen.
Wer irgendwo arbeitet wo es ihm nicht gefällt schadet mehr als nutzt.
Wer Freude an seiner Arbeit hat schafft Wachstum und Arbeit.
Es gibt viel zu tun,als erstes diese verkrusteten Denkweisen modernisieren.
Schönen Sonntag noch.

Grundrente 900,- Warum nicht, guter Vorschlag

Das ist kein Witz und ein sehr guter und gelungener Vorschlag. Natürlich mal wieder unsachliche Kommentar, der alles in Frage stellt. Die vielen Frauen, die nur 600,-€ Rente bekommen, würden sich hoffentlich über eine Grundrente von 900,-€ freuen. Aber es gibt bestimmt auch sehr viele, die wären unzufrieden, den der Nahbar hat viel mehr Rente ( der hat aber mehr in der Schule geleistet, hat vielleicht ein Studium oder ist Facharbeiter oder ist das Risiko eingegangen ein Unternehmen aufzubauen und noch Familien an ihrem Wohlstand teilhaben lässt)

Warum nicht gleich 3000,-€ Grundrente?

Es ist schon erstaunlich...

...wie einige „Leistungsträger“ Angst haben zu viel Steuern abzugeben, damit das gemeine Volk einigermaßen gerechte Renten erhält.
Dabei war der Spitzensteuersatz unter Kohl noch 56 %, meines Wissen, und trug dadurch auch für Soziale Harmonie bei.
Das wir die einfachen Handwerker und Arbeiter heute so wenig Rente erhalten, ist dem Umstand zu tragen, das DE von einem Hochlohnland(der 70-80er Jahre) zu einen Niedriglohnland geworden ist.
Dabei hat sich auch noch besonders die sPD unter Schröder hervorgetan, mit ihrer neoliberalen Politik, die das Einkommen der Masse der Bevölkerung gesenkt hat, und das der „Leistungsträger“ massiv erhöht hat.
Wobei die Ironie der Geschichte ist, das die sPD von Arbeiter gegründet, die Lebensgrundlage selbiger verbessern wollte/sollte.

@ Hackonya2

Das Leben fängt schon vor der Rente an.

Und für die meisten ist es attraktiver, arbeiten zu gehen und ein Einkommen über dem Hartz 4 Satz zu haben.

Es wäre schön wenn ein auskömmliches Leben dann auch im Rentenalter möglich wäre.

Bei kräftigen Lohnzuwächsen wäre ein Anstieg des Rentenbeiträge locker zu verkraften und das Rentenniveau müsste nicht absurd abgesenkt sein.

Aber da sind unsere Gewerkschaften vor, die lieber Lohnzurückhaltung in Höhe der Inflationsrate betreiben - in Zeiten der Hochkonjunktur!

@H. Goldscheiter - Zur Finanzierung Vorschlag :

Die entwendeten Gelder aus der Rentenkasse vollständig zurückzahlen u..a. Endlich eine Finanztransaktionssteuer einführen. Die Bemessungsgrenze abschaffen und die Vermögenssteuer wiedereinführen.. Entwendete Gelder aus Cum Cum und Cum Ex Gelder wieder zu beschaffen. Gelder aus Steuerhinterziehung besser kontollieren und rückführen, Lücken bei der Steuervermeidung schließen etc.

Schön blöd

Die gesetzliche Rente wird im Jahr 2035 auf das Niveau der Grundrente abgesunken sein. Schön blöd, wer sich seine Rentenbeiträge vom Gehalt abziehen lässt!

Das Gesetz verstößt gegen das Gleichheitsprinzip

Das Gesetz ist ungerecht, denn das Problem liegt ganz woanders.
Diese "Anhebung" ist bestenfalls ein selektiver Ausgleich für die Euro-Abwertung und Kaufkraftverlust gegenüber der DM einiger Rentner. Und die übrigen Rentner? Die bekommen nix für die unsägliche Euro-Politik dieser Regierungen seit Kohl? Wann packt die Regierung endlich das Problem an der Wurzel an und gibt uns eine starke Währung zurück, von der ALLE wieder leben können? Wann wälzt die Regierung ihre unsägliche "Energiewende" nicht auf die Bürger durch einen Rattenschwanz von Mehrbelastungen im Schneeballsystem auf die Bürger ab, unter denen ALLE, und die Ärmsten sicher am meisten, zu leiden haben?

gut gedacht aber nicht gemacht

Das ist ein guter Entwurf. Ich bin ganz überrascht, daß die vernachlässigten Mindestlohnrentner ausgerechnet in der SPD bemerkt werden.
Nachdem der Mindestlohn, AL 1 und 2 steigen und steigen, ist es höchste Zeit, daß auch die Geringverdiener der Vergangenheit nach 45 Arbeitsjahren eine menschliche Rente bekommen.
Bisher liegt sie bei schäbige 682 EUR, von den niemand leben kann.
Leider wird diese SPD gar nichts durchsetzen, schon gar nicht gegen Merkel 1 und 2.

Geld ist da

Einfach mal machen wie in anderen Themen in Deutschland. Nicht fragen wo das Geld her kommt, sondern wie machen wir das mit der Umschichtung in die Rentenkasse.
Nur mal hinterfragen wer das Land in der jetzigen Form so erarbeitet hat.

@ 09:34 von Wohlstandsbäuchlein

Das kann nicht sein, der Hartz-IV Satz beträgt aktuell 424 Euro

Wenn Sie Miete und Heizkostenzuschuß reinrechnen, kommen Sie auf die genannten 750€.

09:52 von Sisyphos3

Zitat zum Thema Beamte:
"...was wäre gewonnen täten die einzahlen und bekämen dann Leistungen raus".
Sie rechnen ein wenig engstirnig, indem Sie streng zwischen Steuer und Rentenbeitrag unterscheiden. Die Beamtenpensionen bspw. (übrigens ca. 2,5 x so hoch wie die Renten) werden über die Steuergelder aller bezahlt. Der Arbeitgeberanteil wird von den öffentlichen Händen oftmals nicht zurückgelegt und der Arbeitnehmeranteil nicht ausgezahlt. Nur deshalb ist ein Beamter in seiner aktiven Arbeitszeit "billiger", allerdings nur auf Kosten der zukünftigen Steuerzahler, die seine "Alterslast" bezahlen dürfen. Deshalb würde ein Einbinden der Beamten (oder auch anderer Berufsgruppen)
das System durchschaubarer machen und letztlich auch entlasten.
Wie jemand anderes schon schrieb, sind die Bezüge aus der Rentenkasse bei ca. 2600 € gedeckelt, während die Pensionen dort erst richtig losgehen.
Warum das so ist? Die Altersvesorgung der Politiker orientiert sich an den Beamten.

Vernünftig.

Endlich mal ein nachvollziehbarer Vorschlag, der für das Problem der Altersarmut ein belastbares Ergebnis hat. Für die betroffenen Rentner wäre es ein Segen, wenn sie nicht ständig als Aufstocker in die Ämter laufen und ihre Vermögensverhältnisse und die ihrer Kinder erklären müssen. Zudem sind die Mehrkosten für den Staat maßvoll.
Selbst wenn einige Selbständige auch davon profitieren, weil sie immer nur den Mindestbeitrag in die Rentenversicherung eingezahlt haben, ist das noch immer ein geringerer Kollateralschaden als das, was wir heute einer großen Zahl von Rentnern antun, die bei den Sozialämtern Schlange stehen und sich nach Harz IV nur noch beschissen fühlen.
Gespannt bin ich darauf, wie sich der Koalitionspartner gebärdet. Hier könnten auch die bayerischen Rechts-Akademiker der sogenannten christlichen Union endlich mal unter Beweis stellen, dass das Wort Solidarität auch für sie zum deutschen Sprachschatz von Berufspolitikern gehört.

Arbeitsminister Heil fordert 900 € Grundrente...

Auf Kommentar antworten

Am 03. Februar 2019 um 09:22 von rossundreiter. Wieder einmal ein Pseudo-Vorschlag aus Deutschland "Wir-verkaufen-das-Volk-für-dumm"-Partei.
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Absolut Richtig ! Wer heute schon weit unter 900€ liegt muß eh aufstocken und wird kaum davon was haben. Und ja , es ist ein erneuter Pseudo- Vorschlag der "Wir-verkaufen-das-Volk-für-dumm"-Partei. Der Arbeitsminister weiß eben ganz genau,es ist Wahlkampf und von der SPD muß endlich wieder mal was kommen. 900€ hört sich erst mal gut an, hilft aber auch nur wenige.

hansi68 10:47

"An alle kommentierenden Leser möchte ich mit meinem Kommentar zum reflektieren der verfassten Kommentare anregen. Ich finde es wirklich traurig, dass wir den selben Fehler in Deutschland machen, wie die Gelbwesten in Frankreich! Werden mal gute Vorschläge von Politikern und Parteien gemacht, wird alles gleich schlecht geredet und das in einem ziemlich aggressiven Ton. (...) Ich befürchte durch die aggressive Stimmung im Land zerbricht irgendwann unsere Demokratie. Das schlimmste allerdings ist der Neid in unserer Gesellschaft."

Völlig unabhängig von der Thematik eine grundsätzlich begrüßenswerte Attitüde

Gerechtigkeit ...

Ich habe 45 Jahre durch gearbeitet, recht gut verdient aber durch meine Kinder überwiegend um die 30 Stunden/Woche gearbeitet. Wenn ich Glück habe bekomme ich nach 48 Jahren (3 muss ich noch) netto 1.100 Euro Rente. Da ist der Abstand zur Grundrente ganz schön gering. Das heißt ich habe 48 Jahre arbeiten müssen um 200 Euro mehr als Grundrente zu bekommen. Ist das gerecht? Die Renten unter 2.000 Euro müssten steuerfrei sein. Das ist das mindeste was ich von einem guten Rentenkonzept erwarte.

@09:52 von Sisyphos3

was wäre gewonnen täten die einzahlen und bekämen dann Leistungen raus

Einzahlen würden sie jetzt. Bekommen würden sie vielleicht später, falls sie das Renteneintrittsalter erreichen - so wie alle Rentner. Denn das ist das Prinzip unseres Rentensystems, seit es Bismarck erfunden hat: Erst mal alle einzahlen lassen, und dann hoffen, daß so viele Einzahler keine Leistungen erhalten, daß die Einzahlungen reichen.

Was wäre denn verloren, wenn alle Mitglieder der Gesellschaft sich nach ihren Möglichkeiten an den Sozialsystemen ebenjener Gesellschaft beteiligen würden? Ich könnte ja auch sagen, ich brauche keinen Zahnarzt, also warum soll ich die zahnärztlichen Leistungen für Andere mit meinen KV-Betirägen mitfinanzieren?

@wohlstandsbäuchlein, 09.34h

Wenn @Felina die Miet- und Nebenkostenzuschüsse mit einrechnet, sind es sogar mehr.

Eine Bekannte, für die ich die Korrespondenz erledige bekommt einschließlich dieser Zuschüsse 1150 € im Monat.

@Wohlstandsbäuchlein 9:29

Immer schön nach unten treten, gell?

Nur weil man selbst eine nicht allzu tolle Rente bekommt, gönnt man anderen nicht einmal ein absolutes Minimum im Alter...

Das lässt sehr sehr tief blicken...

Gefordert wird die

Gefordert wird die eierlegende Wollmilchsau: Das einheitliche, aber nach Leistung differenzierte Einkommen, das - je nach Geschmack 1200, 1600 oder auch mehr betragen muss.

Ein Punkt: Diejenigen, die uns vorrechnen, wie viel man heute verdienen muss, um auf eine bestimmte Rente zu kommen, übersehen die Dynamik des Systems. Der Verdienst eines Jahres bestimmt letztendlich lediglich den Anteil, den man man an einer zukünftigen Rentenverteilung hat. Über das, was in 10 oder 20 Jahren zur Verteilung zur Verfügung steht, wird damit nichts ausgesagt.

@ 9:05 von Felina2

Wäre aber eine Ausnahme. Die anerkannte Bedarfsgrenze als Single liegt bei ca 42m² (SGB XII Definition).
Üblich ist eine Ablehnung von 55m², auch wenn so eine Wohnung günstiger ist, als eine anerkannte mit z.B. 40m².
Tatsache ist, Sie können von H4 nicht - bescheiden selbstverständlich - leben.

@10:22 von AbseitsDesMains

"Bei einem Wert eines Renteneckpunkts von aktuell 32,03 € (2018) komme ich auf genau 16 Jahre Durchschnittseinkommen in Vollzeit, welche die Dame geleistet haben muss"

Diese Rechnung geht so nicht auf.

Das Durchschnittseinkommen (also das arithmetische Mittel aller Einkommen) wird von den hohen Einkommen verzerrt, so dass 80% der Erwerbstätigen darunter liegen. Selbst wenn man den Median nimmt (der bei den Einkommen deutlich niedriger liegt als der Durchschnitt), bleiben noch 50%, die weniger verdienen (oder jedenfalls bekommen).

"Sie war sicherlich keine Leistungsträgerin. Das muss man sich vorher im Leben überlegen, wenn man mit wenig Arbeit und ALG versucht gemütlich über die Runden zu kommen."

Es gibt einen Haufen Berufe, die schlecht bezahlt, aber ziemlich wichtig sind. Jemandem zu unterstellen, er sei faul gewesen und definitiv kein Leistungsträger, ohne irgendetwas über ihn zu wissen außer seiner Rentenhöhe ist schon ein ziemlicher Hammer.

@Mischa007, 09.35h

Bei mir war das auch so.
Bei denjenigen, die keine zahlungsfähigen Kinder haben, springt das Sozialamt ein.

Es kann jeder im Pflegeheim untergebracht werden.

Was sind die

900 Euro in 10 bis 15 Jahren noch wert?

Die Rentenkasse muss z. B. mit den jährlichen Überschüssen der Krankenkassen bedient werden, damit die zuviel bezahlten Beiträge an diejenigen gehen, die es brauchen.
Ich wäre auch bereit, höhere Rentenbeiträge zu zahlen.

Unsere Politiker geben Abermilliarden für jeden Mist aus. Es kann doch nicht sein, dass da keine anständige Rente möglich ist.
Eine Grundsicherung hört sich außerdem nicht danach an, als hätte man sich die im Laufe seinens Arbeitslebens verdient. Eine Rente sollte Menschen stolz auf das machen, was sie im Laufe ihres Arbeitslebens für die Allgemeinheit beigetragen haben.
Es gab Zeiten, da war das ganz normal.
Heute haben die Menschen Angst vor ihrer Rente.

Eine Schande, wie sie schlimmer nicht sein kann.

Politiker hingegen sichern sich ihre Pensionen, genauso wie die öffentlich-rechtlichen.
Und das alles von unseren erbrachten Leistungen.

Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln.

Wenn Herr Heil

900 fordert, fordere ich das Doppelte!

hier besteht Auf-Klärungsbedarf

"Wenn ich daran denke, wie wenig Rente viele in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg bezogen haben und wie sie wohnen durften/mussten, dann relativiert sich doch einiges, was heute als Katastrophe angesehen wird."
Wenn Sie dieses Beispiel umrechnen auf heutige Verhältnisse würden 900 € keineswegs ausreichen.
Es ist leider ein weitverbreitetes Unding bei dieser Art Betrachtung die damaligen Preise sowie die Kaufkraft der Währung nicht einzubeziehen.
Klar sind die Rentner mit ihrer Rente hingekommen, z.T. gab es für damals richtig viel, aber die Grundkosten waren auch deutlich niedriger.

Rentnern in Deutschland geht

Rentnern in Deutschland geht es - vergleichweise - gut, wie überhaupt der Sozialstaat ein starkes Netz geknüpft hat. Allerdings bin auch ich der Meinung, dass Deutschland aufgrund seiner Wirtschaftskraft und Sozialstaatlichkeit durchaus eine Grundrente einführen sollte. Leider hat der Staat im Juli 2014 mit der "abschlagsfreien Rente mit 63" eine kostenintensive und völlig verfehlte Regelung getroffen. Nicht der Dachdecker oder der Bauarbeiter, sondern eben auch der Bankdirektor können nun diese soziale Hängematte nutzen. Während dieser zudem in seiner Ausbildung noch Gelder bezogen hat, mussten Studenten erst einmal BaföG aufnehmen und fanden später auch nicht immer einen adäquaten Job. Ihnen fehlen entsprechende Rentenpunkte. Welch ein Irrsinn...!

Hador Goldscheitel

Muss man denn unbedingt in Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München oder Frankfurt wohnen, wenn man es sich nicht leisten kann? Man könnte ja auch außerhalb wohnen, wo die Mietpreise nicht explodieren.

Weshalb 35 Jahre arbeiten und Beiträge zahlen?

Alle Menschen, ob aus der früheren UdSSR kommend oder als frühere DDR Bürger dann Bundesbürger, die in den neunziger Jahren Rentner hier wurden oder waren, erhielten auskömmliche Renten, ohne einen Pfennig in die deutsche Rentenkasse gezahlt zu haben.
Das Geld wurde per Gesetz bereitgestellt.
Weshalb sollte das nicht auch für jene Menschen gehen, die danach Rentner wurden?
Wer keine Chance auf eine Vollzeitstelle hatte, weil er (sie !) z. B. Kinder erzogen und den Haushalt geführt hat, oder wer nicht genug für freiwillige Rentenbeiträge hatte, sollte im Alter nicht Almosenempfänger sein.

@ Seacow

Sie irren. Immer mehr Arbeitnehmer leisten freiwillige Zusatzzahlungen in die Rentenkassen, um vorzeitig in Rente gehen oder später eine höhere Rente beziehen zu können. Diese Zusatzzahlung in die RV ist interessant, weil die Verzinsung deutlich höher ausfällt, als bei anderen Formen der Kapitalanlage (Aktien und deren zur Zeit unsichere Entwicklung ausgenommen), außerdem nehmen diese Einzahlungen auch an Rentensteigerungen teil. Die Bürger vertrauen also offensichtlich in die Stabilität der Rentenkassen. Wir sollten die Sozialleistungen des Staates nicht einfach schlecht reden. Der überwiegenden Zahl der Rentner geht es gut - und um die anderen muss man sich kümmern.

@ Seacow

Sie irren. Immer mehr Arbeitnehmer leisten freiwillige Zusatzzahlungen in die Rentenkassen, um vorzeitig in Rente gehen oder später eine höhere Rente beziehen zu können. Diese Zusatzzahlung in die RV ist interessant, weil die Verzinsung deutlich höher ausfällt, als bei anderen Formen der Kapitalanlage (Aktien und deren zur Zeit unsichere Entwicklung ausgenommen), außerdem nehmen diese Einzahlungen auch an Rentensteigerungen teil. Die Bürger vertrauen also offensichtlich in die Stabilität der Rentenkassen. Wir sollten die Sozialleistungen des Staates nicht einfach schlecht reden. Der überwiegenden Zahl der Rentner geht es gut - und um die anderen muss man sich kümmern.

Am Problem vorbei

Das Problem ist doch nicht die Rente an sich sondern die Berechnungsgrundlage. Hier sind alle Billigarbeitskräfte benachteidigt. Es solle an zwei Punkten gearbeitet werden. Erstens: Vernünftige Löhne, damit man davon auch Leben kann und zweitens: Die Berechnungsgrundlage ändern. Geringe Löhne müssen deutlich höher bewertet werden. Insgesamt wird es aber nur für einen kleinen Teil der Niedrigrenten etwas bringen. Alle die nie etwas eingezahlt haben oder nur über kurze Zeit wenig Beitrag geleitet haben gehen nach wie vor leer aus. Und das zu Recht denn sie wusten was im Alter passiert!

11:08 von Seacow

«Die gesetzliche Rente wird im Jahr 2035 auf das Niveau der Grundrente abgesunken sein.»

Nein - das wird es nicht. Nicht in dieser pauschalisiert-fatalistischen Form.

«Schön blöd, wer sich seine Rentenbeiträge vom Gehalt abziehen lässt!»

Und wie stellt man es "nicht blöde" an, dass die Rentenbeiträge eben nicht vom Gehalt abgezogen werden? Außer dass man die Arbeitsstelle kündigt, sich selbständig macht, und dann als Rentner evtl. "in die völlig leere Röhre guckt" …?

Debattenbeiträge und Äußerungen zum Thema Rente
(und zu vielen anderen Themen auch) mit dem Tenor:

«Ist doch eh alles Dreck, und alles dem Untergang geweiht!»

helfen niemandem auch nur einen kleinen Schritt weiter.

Positiv-konstruktiv "ist aber immer weniger Zeitgeist".
Ständig mosern, motzen und schimpfen ist ja auch um sooo vieles einfacher und bequemer …

@hansi68

Ich kann Ihnen nur beipflichten. Deutschland wird von vielen Ländern beneidet um seine wirtschaftliche und soziale Stabilität, um das ehrenamtliche Engagement seiner Bürger, ein vergleichweise gutes Gesundheitssystem, eine extrem niedrige Arbeitslosigkeit, ein ordentliches Bildungssystem, seine sicheren Strukturen in Sachen Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Es gibt Baustellen, etwa im Bereich Pflege und drohender Altersarmut. Hier muss nachgebessert werden, aber durch populistische Parolen unsere (insbesondere sozialen) Errungenschaften in Frage stellen zu wollen, ist absolut kontraproduktiv.

Vom Fehlen des Sozialstaats sprechen @Sisyphos3

..... kann man nicht nur, sondern man muß es sogar.
Fragen Sie sich doch einmal wo denn die Gelder des Bundeshaushaltes bleiben, wenn Ihr Zahl stimmen sollte.
Wer profitiert denn real davon, der Bedürftige jedenfalls nicht, der stopft weiterhin mit der rechten Hand nur das finanzielle Loch was die linke Hand gerade aufgerissen hat.
Die meisten "Sozial" Gelder bleiben auf dem Weg zum Bedürftigen in den zahlreichen aufgehaltenen Händen der Vermieter, des ÖPV's, dem medizinischen System oder des Handels kleben. Rentenerhöhung - gleich Erhöhung der Bahnpeise, des Benzins usw.!

Generationsgerechtigkeit?

Was ist hier mit der Generationsgerechtigkeit? Mütterrente, überproportionale Rentenerhöhungen, ...
Gleichzeitig wird durch die politisch Handelnden gerechte Löhne, eine intakte Natur, ein Klima ohne Katastrophen und ein Land wo ein Zusammenleben (ohne Hass auf andere) funktioniert verhindert. Wie wäre es stattdessen mit einer Grundsicherung von 900 Euro für alle. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge nach Leistungsfähigkeit (inkl. aller Einkünfte). Deutlich höhere Abgaben auf Müll und Einwegverpackungen. Schnellen Kohleausstieg. Wegfall der Steuerbegünstigungen von Dieselfahrzeugen und Flugzeugen.
Das wären alles (kleine) Maßnahmen für eine generationsgerechte Politik.

@Birgit D. um 11:24Uhr

Vermutlich wissen Sie bis heute nicht, wann die Steuertabelle bei welchem zu versteuerndem Einkommen anfängt oder daß der Teil der Rente, der durch ihre Beitragszahlungen finanziert ist, sowieso steuerfrei ist! Es wäre sehr hilfreich, wenn mal nur die Foristen sich äußern würden, die wirklich wissen , daß das Rentenprinzip nicht nur auf Beitragszahlungen aufbaut, sondern auch auf steuerpflichtigen Teilen, denn auch z.B. der Arbeitgeber hat seinen Anteil eingezahlt. Vielleicht würde eine kostenlose Nachfrage beim Finanzamt zum Ertragsanteil die Unwissenhweit reduzieren und die Märchen der zu versteuernden Rente endlich beenden. Zu versteuern sind nämlich meistens Zins- oder Mieteinnahmen! Aber, ich weiß schon: meckern, auch ohne Hintergrundwissen, spart ein Magengeschwür, gelle?!

@Gerechtigkeit ... 11:24 von Birgit D.

Sie sprechen mir aus dem Herzen.
Aber Gerechtigkeit?
Wie war das noch auf hoher See und so.

Die Politiker in D haben die 'Modernisierung' der Rente vollkommen verschlafen.
Also eine echte Modernisierung.
Nicht diese Mogelpackung des Herrn Heil.

Hinzu kommt, das infolge der Globalisierung eine fette Schicht von ~10%
sich arm rechnen konnten, und damit reich gemacht haben.
Dummerweise sitzen die an den 'Schalthebeln' der Gesetze.
Wenn nicht in den Parlamenten dann draussen. - Sie lassen schreiben ;)

Die Folge ist zu besichtigen. Sogenannte Alternativen.
Oder Alternativloses das dann dann lauter AlternativLoser erzeugt.

Ich denke, es geht nur noch mit erzwungener Transparenz,
wenn wir nicht wie F in Unruhen laufen wollen.
Ich könnt Euch ein Lied singen, wie einfach es ist,
gewisse Kreise aus den Steueroasen zu ziehen.
Ans Licht ;)

In einer Renten"versicherung"

In einer Renten"versicherung" sollte man nur das herausbekommen, das man eingezahlt hat. Eine "Grund"rente widerspricht dem Versicherungsprinzip.

11:24 von Birgit

11:24 von Birgit D.
Gerechtigkeit ...:

ja die besteuerung der rente ist, so wie sie im moment vorgenommen wird großer mist!

aber wie hier einige auf die idee kommen sie hätten bei 900 € noch anspruch auf sozialgelder - das wag ich ernsthaft zu bezweifeln! (da die 900 € deutlich über dem exisistenzminimum liegt..)

für alle rentner die mit ihrer rente unter 900 € liegen ist dieser vorschlag gold wert (vorausgesetzt sie haben die geforderten 35 jahre gearbeitet - kinderkriegen nicht mit einberechnet) - alle anderen würde diese regelung überhaupt nicht betreffen!

und das finde ich ist viel eher das problem!

35 versicherungspflichtige arbeitsjahre kriegen doch die meisten die weniger als 900 € rente bekommen gar nicht zusammen!

vor allem frauen mit halbtagsjobs, alleinerziehende, menschen die selbstständig gearbeitet haben, minijobber, menschen die behindert sind und früher in die rente müssen...usw... all die fallen raus!!

Am 03. Februar 2019 um 11:24 von Birgit D.

" Gerechtigkeit ...

Ich habe 45 Jahre durch gearbeitet, recht gut verdient aber durch meine Kinder überwiegend um die 30 Stunden/Woche gearbeitet. Wenn ich Glück habe bekomme ich nach 48 Jahren (3 muss ich noch) netto 1.100 Euro Rente. Da ist der Abstand zur Grundrente ganz schön gering. "

Ja dort lauert das Problem ohne jetzt neidisch zu sein, das nennt sich wohl Gerechtigkeit.
Bei Rente zählt nie das Netto, oder hat der Herr Heil von Netto gesprochen ?.

Auch sein Plan das so zu machen kann nicht stimmen, " Nach Heils Angaben prüft die Rentenversicherung künftig bei jedem Versicherten automatisch, ob er Anspruch auf Grundrente hat. Dafür wird dem Zeitungsbericht zufolge die Summe der gesammelten Rentenpunkte durch die Versicherungsjahre geteilt. Kommt ein Versicherter im Jahresdurchschnitt auf weniger als 0,8 Punkte, wird er automatisch hochgewertet. Eine Bedürftigkeitsprüfung werde es nicht geben, betonte Heil. "

Bei der Steuerfreiheit gehe ich mit, obwohl es mich nicht trifft.

@M.Nordheim, 11.33h

Das ist falsch.
Mein Bruder ist infolge Beratungsresistenz statt in der Frührente in H IV gelandet.

Er war immer sehr-gut-Verdiener.

Die zwei Jahre bis zur regulären Rente kommentierte er wie folgt:

"Ich musste noch nie so sparen, aber es hat zum Leben immer gereicht".

@Hansi im Glück, 11.39h

Das machen Sie sich zu einfach.

Einzige zuverlässige Vergleichsmöglichkeit ist die Gegenüberstellung von Arbeitszeit für die gleiche Leistung.
So werden Sie feststellen, dass Sie heute überwiegend günstiger leben.

... und in Österreich ...

... bekommen die Rentner durchschnittlich 58% mehr Rente als bei uns.
-
Über eine Grundrente von 900Euro kann ein Österreicher nur lachen. Nach Berechnungen des Deutschen Rentenversicherungs Bund liegt die durchschnittliche Bruttorente in Österreich mit 1231 Euro um ein Drittel über der deutschen Durchschnittsrente, die lediglich 909 Euro beträgt. Wenn man dort einbezieht, dass die Rente vierzehnmal ausbezahlt wird (Urlaubs- u. Weihnachtsgeld), kommt man auf 58% höhere Renten. (Quelle: Welt.de)
-
In Österreich zahlen einfach alle in die Rentenkasse, so einfach ist das und zeigt wie obsolete das Märchen von der Eigenvorsorge ist.
-
Es ist eine Schande, das ein Land mit einem höheren BIP seine Bürger so schlecht behandelt.

um 11:39 von Hansi Glück

>>
Wenn Sie dieses Beispiel umrechnen auf heutige Verhältnisse würden 900 € keineswegs ausreichen.
Es ist leider ein weitverbreitetes Unding bei dieser Art Betrachtung die damaligen Preise sowie die Kaufkraft der Währung nicht einzubeziehen.
Klar sind die Rentner mit ihrer Rente hingekommen, z.T. gab es für damals richtig viel, aber die Grundkosten waren auch deutlich niedriger.
<<
Habe ich alles berücksichtigt. Sie müssen sehen, dass viele Rentner damals in Verhältnissen gelebt haben, die uns heute von einigen als Verstoß gegen die Menschenwürde vorgeworfen würden: Etagen-Klos, keine Duschen, Kohleöfen, selbstgestrickte Pullover, gestopfte Strümpfe, Waschbottiche im Waschkeller usw usw. Es ist gut, dass es heute nicht mehr so ist, aber es wäre auch gut, wenn man es nicht vergessen würde.

@Ramuthra, 11.45h

Ich bin nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt im Ruhestand als Stuttgarter ins mietpreisgünstigere Umland gezogen.
Aber auch hier zahle ich noch eine Miete, die einem Leipziger oder Dresdener den Schweiß auf die Stirn treiben würde.

Aber alleine die Ruhe war mir das wert.

@ Hador Goldscheitel 08:23 Uhr

"Es werden schon jährlich € 100 Mrd. an Bundeszuschuss zur Rente eingezahlt, Tendenz steigend."
Diese 100 Milliarden werden den Sozialkassen zugerechnet und beinhalten z.B. den Teilausgleich für sachfremde Leistungen.
Es sind folglich NUR Pflichtversicherte welche diese Differenz ALLEINE ausgleichen!
Nicht nur der Finanzminister ist gefordert die Übervorteilung seit Bestehen der Bundesrepublik zu beenden (Stichwort Teufel Liste).

Was nützt einem eine Grundrente von 900 Euro..

Was nützt einem eine Grundrente von 900 Euro wenn die Miete alles auffrisst?

@DLGPDMKR - Umlagesytem erst seit den 50er Jahren

Sie schreiben "Für einen nicht unbedeutenden Teil der Beitragszahler ist die Staatsrente bereits heute ein Minusgeschäft."

Stimmt nicht, die Staatsrente ist außerdem trotz versteckter Kürzungen immer noch sicherer als die private, an der auch noch Versicherungen und Banken verdienen.

"Das deutsche Umlagesystem ist bereits gescheitert."

Erstens wurden viele versicherungsfremde Leistungen aus dem Topf der Einzahler entnommen, z.B. Mütterrente, Rentenansprüche von ehemaligen DDR-Bürgern und Spätaussiedlern (sie hätte man aus Steuergeldern bezahlene sollen).

Was viele nicht wissen, das Umlagesystem gibt es nicht schon seit Bismark, sondern wurde erst in den 50er Jahren eingeführt.
Damals wurde das "Angesparte" für die Rente in den Bundeshaushalt überführt und dafür ein jährlicher Zuschuss aus dem Bundeshaushalt vereinbart.
Wenn jetzt oft abgeführt wird, dass es jährlich Steuern für die Renten verwendet werden, hat das u.a. diesen Hintergrund.

Gerechtigkeit bedeutet aber

Gerechtigkeit bedeutet aber auch, dass derjenige, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, mehr verdienen muss als jemand, der sich - und auch solche Fälle gibt es - in der sozialen Hängematte ausgeruht hat. Einen "gerechten" Lohn gibt es nicht. Eine wie auch immer geartete Form der Sanktionierung von unnötigem Müll oder Einwegpackungen wäre vom Ansatz her sinnvoll, sollte aber zunächst von der Wirtschaft beherzigt werden. Ein schnellerer Kohleausstieg sollte ebenfalls avisiert werden, aber unter einer vernünftigen Kostenlast für den Verbraucher, finden Sie nicht auch? Ihre Idee, Dieselfahrzeuge und den Flugverkehr steuerlich zu begünstigen teile ich mit Blick auf den Umweltschutz überhaupt nicht. Politik ist etwas komplexer, als mancher denkt. Die USA zeigen uns aktuell, wozu eine populistische, egozentrische Politik führen kann.

von frosthorn 10:53

Ja, Ja, die Neiddebatte. Grausig.
Danke für Ihren Kommentar. Es lohnt sich immer wieder, Ihre zu lesen.

um 12:25 von denkerundlenker

>>
Was nützt einem eine Grundrente von 900 Euro wenn die Miete alles auffrisst?
<<

Sie können die Mietenproblematik nicht mit Maßnahmen bei der Rente lösen. Zudem ist es so, dass die besonders hohen Mietsprünge sich bei Neuanmietungen ergeben. Rentner dürften nicht zu denjenigen Zählen, die noch ständig umziehen. Insofern wird sich auch die Entwicklung ihrer Mieten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bewegen. Das ist dann auch unangenehm, aber keine Mietpreisexplosion.

Aber nicht auf meine Kosten

@ Oldtimer:
Denkt doch endlich auch an die vielen die nichts, aber auch garnichts bekommen. Es sind die vielen ehemaligen kleinen selbstständige,z. b. die kleinen Schuhwerkstatt, der kleine Kiosk sie alle fallen in keiner Statistik auf, aber alle haben zu Erfolg dieses Landes beigetragen.

Meinetwegen. Aber bitte nicht auf meine Kosten, also mit meinen Renten-Beiträgen oder meinen Steuern.

@11:59 von Adeo60

"Es gibt Baustellen, etwa im Bereich Pflege und drohender Altersarmut. Hier muss nachgebessert werden, ..."

Nein, das sollten wir nicht. Wir geben bereits einen sehr hohen Anteil der Früchte unserer Arbeit dafür aus, reaktiv und vermeintlich sozial zu handeln, indem wir Rente und Pflege auf Kosten immer weniger junger Menschen perfektionieren.

Was her muss ist ganz klar eine Förderung von Kindern, Jugend und eigenverantwortlichen Familien, um eine Trendwende in der Demographie einzuleiten. Dann tragen auch wieder mehr Schultern die alte Generation.

@dermulla mehrfach z.B. 09:14Uhr

Bereits mit Ihrer Annahme, daß die Renten aus der Rentenkasse kommen, zeigt, daß Sie zwar angeblich das Sozialsystem der Schweiz verstehen, aber vom deutschen Rentensystem eher keine Ahnung haben. Als ersten Schritt würde ich das Einkommensteuergesetz als Lektüre empfehlen oder den Bundehaushalt durchforsten, warum aus Steuermitteln die Zuschüsse in die Rentenkasse gezahlt werden. Fordern Sie also bitte nicht etwas, was bereits praktiziert wird! Was glauben Sie, wie hoch die Rente wäre, wenn sie nur auf geleisteten, eigenen Beitragszahlungen basieren würde?

@Werner40

"In einer Renten"versicherung" sollte man nur das herausbekommen, das man eingezahlt hat. Eine "Grund"rente widerspricht dem Versicherungsprinzip."

Nicht in einem Umlagesystem wie dem unseren.

Außerdem gibt es ja noch so etwas wie "Menschenwürde".

900 €, nicht für ehemalige Selbständige

Ehemals selbstständige oder die, welche mit ihrer langjährigen Selbständigkeit zahlungsunfähig zu Alg2-Empfängern geworden sind, betrifft das natürlich nicht. Wie war das denn auch anders zu erwarten. Die bleiben dann im Rentenalter auf Grundsicherung angewiesen, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben

900 € sind gefühlte 1300 €

wenn man nur aufs billige Land umzieht.

Das ist doch eines der Hauptprobleme: steigende Mieten, auch für Rentner.
Aber es ist doch nicht einzusehen, das man als Rentner am Ort seines alten Arbeitsplatzes wohnen bleibt. Der Nachfolger im Beruf muss doch auch dort wohnen. Das führt für beide zu steigenden Mieten und schadet der Wirtschaft, die ggfs. dem Berufsanfänger mehr Geld zahlen muss.

Wer aufs Land zieht oder in den Osten hat gefühlt seine Rente verdoppelt.

Das entspannt die Wohnungslage in den jobreichen Ballungsgebieten und stärkt die Kaufkraft in den ländlichen Regionen.

Win-win-win, überall nur Gewinner und man kommt als Rentner auch ein bißchen rum im Land.
Das ist doch nicht zuviel erwartet, es nutzt dem Wirtschaftsstandort, führt zur Angleichung der Lebensverhältnisse (ganz ohne Soli), entlastet die Rentenkasse und schafft neue (Pflege)Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen.

Politik kann doch so einfach sein!

12:35 von Wohlstandsbäuchlein

«Es sind die vielen ehemaligen kleinen selbstständige,z. b. die kleinen Schuhwerkstatt, der kleine Kiosk sie alle fallen in keiner Statistik auf, aber alle haben zu Erfolg dieses Landes beigetragen.»

«Meinetwegen. Aber bitte nicht auf meine Kosten, also mit meinen Renten-Beiträgen oder meinen Steuern.»

Auf Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch haben alle Menschen in DEU einen Anspruch. Sie werden nie vermeiden können, dass diese Ansprüche auch aus Ihren Steuern (oder Rentenbeiträgen) bedient werden.

Nennt sich "Solidaritätsprinzip".
Und ist das Gegenteil von "Neidkultur" …

um 11:45 von Ramuthra

"Muss man denn unbedingt in Berlin, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München oder Frankfurt wohnen, wenn man es sich nicht leisten kann?"

Noch so ein sinnfreies "Argument".
In der Regel ziehen die wenigsten Leute bei Renteneintrit um. Man hat so etwas wie ein soziales Umfeld, das auch jedem gegönnt sein sollte. Wollen Sie jetzt systematisch alte Leute aus ihrem angestammten Umfeld vertreiben, nur weil die momentane Rente nach mehrmaligen Realkürzungen im Prozentbereich nicht reicht. Und wo wollen Sie dann die Grenze ziehen? Bei Aufstockern? Bei Wohngeldbeziehern?

um 12:35 von Wohlstandsbäuchlein

Zitat:"Meinetwegen. Aber bitte nicht auf meine Kosten, also mit meinen Renten-Beiträgen oder meinen Steuern."

Eine ziemlich unsolidarische und unkonkrete Aussage! Mit "Ihren" Steuern finanzieren Sie dann lieber die Rüstung oder Spekulationen
der Banken?
Die Agenda 2010 hat übrigens das Kapital um 55 Mrd € /anno entlastet. Das stört Sie nicht und dafür zahlen Sie gerne mehr Steuern ?

Die gesetzliche Rente war und

Die gesetzliche Rente war und ist eine Form der Grundsicherung für geleistete Arbeit. Wir sollten auch nicht vergessen, dass die Mehrzahl der Rentner durchaus ordentlich davon leben können (Männer im Westen bekommen durchschnittlich 1.457 EUR ausgezahlt, im Osten sind es 1.166,- EUR), zumindest dann, wenn Sie private Eigenvorsorge betrieben haben. Ein Fehler war sicherlich die Einführung der Rente mit 63 ohne Abschlag, da diese eben nicht mehr den Dachdecker oder Bauarbeiter im Blick hatte, sondern von jedem AN in Anspruch genommen werden kann. Der Staat zahlt somit jeden Monat 1,6 Mrd. an "Rentner mit 63" - und die Zahl der Rentner mit 63 liegt deutlich über den Prognosen der Regierung. Auch das Baukindergeld nutzt offensichtlich vorrangig den Hausverkäufern und geht somit an der Intention des Gesetzgebers vorbei. Alles in allem aber werden wir Deutschen weltweit um unseren Sozialstaat beneidet.

@karlheinzfaltermeier - Zuschüsse in die Rentenkasse

Sie führen an, dass bereits „aus Steuermitteln … Zuschüsse in die Rentenkasse gezahlt werden“.
Richtig. Aber in ihrem Beitrag um 12:27 Uhr hat Inge N. Gründe dafür genannt, nämlich die Überführung des Angesparten in der Rentenkasse 1957 in den Bundeshaushalt und die zahlreichen versicherungsfremden Leistungen.
Das ursprüngliche System der gesetzlichen Rentenversicherung baute auf dem Kapitaldeckungsverfahren auf, nach dem eine Ansparung der Rentenbeiträge erfolgte

Spirale ohne Sinn

Die Ewige Spirale schafft keine Gerechtigkeit! Heute erhöhen wir die Renten, morgen die Grundsteuer und damit die Mieten. Dann erleben wir Inflation und enteignen die Kleinsparer.
Gerechtigkeit wäre Leistung belohnen und unverschuldet nicht leistungsfähige entsprechend abzusichern. –Unser System und diese Spirale begünstigen Großverdiener, Großaktionäre, Steuerhinterzieher, Drückeberger und die, deren Beruf gerade „in“ ist (Sicherheitspersonal an Flughäfen). Wer zwischen die Räder kommt, weil er zwar fleißig ist, aber seine Leistung gerade mal aus der Mode, hat das Nachsehen.
Das kann auch ein Selbständiger sein, dessen eigentlich als Altersversorgung gedachte Firma (z.B. Taxibetrieb, Zahnlabor usw.) plötzlich nichts mehr wert ist. Nein, mit der EWEIGEN SPIRALE ist Gerechtigkeit nicht zu erreichen.

@ dermulla

Man kann sich durchaus die Frage stellen, ob man die hohen Lebenshaltungskosten der Großstadt aufwenden möchte/sollte. So wie es Rentner gibt, die sich in Seniorenheimer in Tschechien und Ungarn für vergleichweise wenig Geld betreuen lassen, gibt es eben auch Rentner, die Betreuungseinrichtungen mit einem hohen Kostenaufwand nutzen. Natürlich sind nicht alle Menschen gleichermaßen mobil. Auch gefestigte soziale und familiäre Kontakte müssen berücksichtigt werden. Aber vielleicht würde eine Abkehr von den großen Stadtzentren zu der längst übefälligen sozialen Anpassung der Mietpreise in dieser Lokalität führen.

@Wohlstandsbäuchlein 12:35

Wegen solchen unsolidarischen, rücksichtslosen Kommentare fühle ich mich immer unwohler in Deutschland. Wenn jeder nur an sich denkt geht es sicher nicht der Allgemeinheit besser.

Deutschland schafft sich ab

Unsere Sozialausgaben sind völlig aus dem Ruder gelaufen, wir alimentieren Menschen mit einem Mindesteinkommen, die wenig oder gar nicht arbeiten. Das gab es früher nicht.

Wenn nur mal die nächste Rezession kommt, fliegt uns das Sozialsystem um die Ohren. Dann sind wir ganz schnell dort, wo ...

Arbeitsminister Heil fordert Grundrente von 900 Euro....

Etwa die Hälfte aller Neurentner haben zur Zeit weniger als das.Im Grunde eine Bankrotterklärung der Rentenpolitik,die die Produkte der Versicherungswirtschaft fördern will.
Der Vorstoß vom Arbeitsminister ist bescheiden.Es geht auch anders:Mindestrenten,aber auch das allgemeine Rentenniveau liegen mindestens in den Niederlanden,Österreich und Dänemark höher.

re von Werner40

Und warum gab es früher ein günstigeres Rentenniveau ?
Dann kamen Rentenreformen,die für viele Armut bedeuten.
Sie gönnen anderen nicht das schwarze unter dem Fingernägeln.

Am Ende kommt eine 800€ Grundsicherung bei raus...

Das reist dann auch keinen vom Hocker, doch versucht man lediglich die Wahlen mit pinatz zu beeinflussen...

10:47 von hansi68

"Das schlimmste allerdings ist der Neid in unserer Gesellschaft."

Das schlimmste ist die Habgier,koste es andere was es wolle, derer, die eh schon mehr als genug haben in unserer Gesellschaft.

Wenn das so kommt, ...

... mache ich Freudensprünge ;-)

900,00 € nach nur noch 35 Jahren Arbeit (bisher 45) ... und kein Mindestalter(?), dann geh ich mit 54 in Rente und genieße das Leben.

Guter Vorschlag, den ich so nur unterstützen kann!

@Kevesligeti

Arbeitsminister Heil fordert Grundrente von 900 Euro....
Etwa die Hälfte aller Neurentner haben zur Zeit weniger als das.Im Grunde eine Bankrotterklärung der Rentenpolitik,die die Produkte der Versicherungswirtschaft fördern will.

Wie kommen Sie denn auf solch abstruse Zahlen...?

10:53 von frosthorn

Chapeau! Voll ins Schwarze getroffen.

Ich, 71 Jahre alt. 35 Jahre

Ich, 71 Jahre alt. 35 Jahre Beiträge, darunter auch viele Jahre Teilzeit wegen Familie, alte Eltern, bekomme netto 600,-- Euro Rente. Nach Abzug der Krankenkasse. Dann war ich so blöd, immer sparsam zu leben und ein paar Ersparnisse zu haben. Mit 20.000,-- auf der Bank bin ich ja reich. Bekomme also NULL Grundsicherung. Bei 900,-- Grundrente würde ich vor Glück in Ohnmacht fallen.

Für mich ist es einfach erstaunlich: Geht es FÜR..

...die Allgemeinheit, stapeln die „Christlichen“ Parteien sofort kilometerhohe Listen auf, warum das nicht geht. Geht es um Verpflichtungen der Industrie (ob Tabak oder Automobil), kehren sie sich gegen die Bevölkerung! Bestens Beispiel „unser Verkehrsminister Wendehals B. Scheuert“ Lasst die Lobbyisten nicht weiter unser Land regieren und entzieht den Spendengierigen die Daseinsberechtigung.

Am 03. Februar 2019 um 12:50 von Adeo60

Die Rente mit 63 ist nur der Name, wer dieses Jahr geht muss 45 Arbeitsjahre nachweisen, mit all dem was angerechnet wird.
Und kann dann mit 63 und 8 Monaten gehen, in zwei Jahren ist das dann 64.
Das Gesetz bezieht sich nur immer auf die Regelung 63 Jahre.
Das mehr als gedacht in Rente gehen wollen wenn Sie dieses Ziel erreichen, ist auch vorher unten beim Bürger klar gewesen, Sie oder Er haben auf so eine Reglung gewartet.
Man sollte den Rentenbeginn nicht vom Alter abhängig machen, weil ein ganzer Teil mit 65 mehr als die 45 Arbeitsjahre hat, noch ist ein Rest der Bürger vorhanden, die mit 14 Jahren in die Lehre, also auf Arbeit gingen.
Da die Lehrzeit zwar keine Rentenpunkte in der Menge bringt, aber zur Pflichtzeit gehört wie auch die Damalige Wehrpflicht.

Baukindergeld hilft nur denen die schon mehr haben, die Summen die man verdienen kann, sind viel zu hoch.

Das Rente mit 63 vom Staat bezahlt wird- also von Steuern, ist mir jetzt neu.
Das müsste ich nachlesen.

Viele User zu diesem Beitrag sehen nicht über den

Tellerrand Deutschland hinaus. Nach Abzug der Mieten oder Mietzuschüsse erhalten die Rentner in unseren westlichen Nachbarländern Minimum 1 044 Euro in Österreich (bei fast gleichen Lebenshaltungskosten) bis 1 600 Euro in Dänemark, Norwegen (bei ca. 30%igen höheren Lebenshaltungskosten) zum Leben. Im reichen Deutschland heute nur 424 Euro zum Leben plus Mietkosten. Beispiel Niederlande s. Fakt Quelle: "1 100 Grundrente in Holland seit 2011." Warum zahlen unsere westlichen Nachbarländer weitaus höhere Renten, auch Grundrenten, wie in Deutschland? Laut Gesetz in all unseren westl. Nachbarländern, muss jeder auch die Besserverdienenden, Beamten und Politiker zu Recht in die gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen zum Wohle aller Völker einzahlen. In Deutschland entziehen sich ca. 9 Millionen Menschen, die nachweisbar in der Regel das meiste Geld verdienen, diesen Solidarversicherungen. Viele Milliarden Euro gehen so monatlich der gesetzlichen Rentenversicherung in D. verloren.

@Adeo60

Im Ganzen gesehen ist die Rentenpolitik eine Bankrotterklärung für ein soooo reiches Land wie Deutschland.
Weniger reiche Länder sind da besser aufgestellt.

Es ist ein Trauerspiel

wie kann man auf die Idee kommen nur weil Jemand in Rente geht kann er Plötzlich mit 50% von dem Geld auskommen das er vorher zur verfügung hatte . Die Miete bleibt auch für Rentner gleich hoch und ein Brot kostet auch für Rentner nicht die hälfte.

re von Adeo60

Vergl.Quelle:"Geldtipps":

2016 betrug die durchnittliche Rente bei Männern 1096 Euro,bei Frauen 665 Euro.Personen,die in dem Jahr zum ersten mal
Rente bezogen erhielten im Durchschnitt 857 Euro.
Und welche "abstrusen" Zahlen haben Sie ?

Grundsätzlich ein guter Vorschlag von Hr. Heil

Es ist überfällig, dass Menschen, die 35 Jahre oder länger in die Rentenkasse eingezahlt haben, auch eine Rente bekommen, mit der man zumindest einigermaßen über die Runden kommen kann.
Die bisherige Mindestrente von (wie im Artikel erwähnt) 517 € sind dafür viel zu wenig und aus meiner Sicht eine Schande für unser wohlhabendes Land.

Mittelfristig müssen wir es als Gesellschaft schaffen, dahin zu kommen, dass wir aus dem Rentensystem heraus gerade im Bereich der niedrigen Renten von derzeit < 1000 € mehr zahlen können für alle, die lange gearbeitet haben - z.B. durch Verbreiterung der Einzahlungen (Stichworte: Anhebung / Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen, Einbeziehen von Beamten, Selbständigen, etc.).
Weil solche Änderungen in jedem Rentensystem aber nur langfristig wirken, aber schon heute viele Rentner in Altersarmut leben, ist es wichtig, schon jetzt zu handeln.
Und da ist eine Grundrente aus Steuermitteln als "Übergangslösung" der richtige Schritt.

Es gibt ein Problem

mit Klein- und Kleinstrenten, das hat Heil richtig erkannt und es gibt Handlungsbedarf. Allerdings rührt das Problem zu einem wesentlichen Teil von schlecht bezahlter Arbeit in Zeitarbeit, Leiharbeit, Niedriglohn und gebrochenen Lebensläufen. Da gilt es anzusetzen. Und wie beim Lohnabstandsgebot gilt es auch hier, den Aspekt Gerechtigkeit zu beachten. Wie soll man denen, die nach jahrzehntelanger Arbeit 950 Euro Rente bekommen, erklären, dass der Nachbar, der kaum Beiträge erbracht hat, fast genau so viel Rente erhält?

@wenigfahrer

Die abschlagsfreie Rente mit 63 setzt natürlich 45 Beitragsjahre voraus. Die Lehrzeit bringt schon auch Rentenpunkte und nicht nur die Erfüllung von Wartezeit. Aber es ist m. E. einfach nicht durchdacht, wenn ein Student sein Studium mit BaföG finanziert, anschließend vielleicht keinen Job findet, der Bankdirektor aber (ich könnte auch andere Beispiele nehmen), nicht nur Rentenpunkte gesammelt hat, sondern auch noch vorzeitig ohne Abschläge in Rente gehen kann. Dieser Luxus. wird natürlich aus den Rentenkassen finanziert.

11:24 von Birgit D.

Ich frage mich immer wie man zu einer solchen Denkweise gelangt.
Sie bekommen etwas, andere bekommen viel weniger, sollen aber nun ein wenig mehr erhalten, immernoch weniger als Sie aber Sie sind unzufrieden obwohl Sie genausoviel haben wie vorher?
Leider ist diese Denkweise exemplarisch. Erschreckend!

14:05 von m.g

Ich stimme Ihnen völlig zu bis auf den vorletzten Satz: Beamte entziehen sich nicht freiwillig der Rentenversicherung, sondern gezwungenermaßen. Wenn man das ändern würde und die Beitragsbemessungsgrenze für Besserverdienende deutlich anheben oder auch abschaffen würde (Bürgerversicherung), dann wäre eine Änderung unseres Rentensystems möglich. Die Milliarden, die der Staat heute für Beamtenpensionen ausgibt, kann er genauso gut als Zuschuss in die allgemeine Rentenkasse zahlen.

@ m. g.

... in all unseren westl. Nachbarländern, muss jeder auch die Besserverdienenden, Beamten und Politiker zu Recht in die gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen zum Wohle aller Völker einzahlen.

Wenn es nur die Einnahmeseite gäbe, wäre das eine tolle Idee, der Goldesel so zu sagen. Aber das ist zu kurz gesprungen, denn wer einzahlt, will später auch was raus haben. Wer viel einzahlt will auch viel raus bekommen. Alles andere ist ungerecht.

Sie handeln sich gleichzeitig auch mehr Rentenempfänger ein und dann stehen Sie wieder da wie heute. Das nennt man Nullsummenspiel.

Hallo, ich muss gestehen,

Hallo,

ich muss gestehen, dass ich mir am gestrigen Samstag - ausnahmsweise einmal - die BILD-Zeitung gekauft habe. Die von mir genannten Zahle finden Sie auf S. 2 (oben).
Ich bin durchaus kritisch gegenüber BILD, aber ich gehe doch davon aus, dass es sich hier um verlässliches Zahlenmaterial handelt. Vielleicht sind Ihre Zahlen (2016) auch erwas veraltet. Am besten, Sie recherchieren noch einmal.
Noch Fragen...?

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