Ihre Meinung zu: Die Methode Jens Spahn - Gesundheitsminister im Porträt

31. Januar 2019 - 17:08 Uhr

Mit 38 Jahren hat es Spahn in der CDU weit gebracht. Für seine Karriere setzt der Gesundheitsminister auf den großen Auftritt. Nicht alles, was er präsentiert, ist neu oder tragfähig. Von Martin Mair.

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Kommentare

„Für die nötige medizinische Expertise sorgt unter anderem das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Peter Sawicki war lange Jahre dessen Leiter und ist sicher, dass über Sinn und Unsinn von Therapien nicht das Gesundheitsministerium entscheiden soll.“

Allerdings. Das ist Aufgabe unabhängiger(!!!) Fachleute.

Wobei die Frage, ob bzw. inwieweit das Kriterium der wirtschaftlichen Unabhängigkeit auf das IQWiG tatsächlich zutrifft, nochmal gesondert geklärt werden müsste.

Weiter: „Die evidenzbasierte Medizin, also Behandlung auf Grund von wissenschaftlichen Fakten, sei im Ministerium nicht machbar, kritisiert der Internist:
>>> "Ich befürchte vielmehr, dass es von den Kontakten abhängt, die die Mitarbeiter des Ministeriums haben wird. Wer also häufig die Klinken putzt und wer einen guten Zugang hat, dessen Therapien werden bezahlt und dessen Interessen verfolgt." Auf der Strecke bleibe der Patient.

Geradezu ein Musterbeispiel für Lobbyismus.

Die Lage

in Europa, der Welt, in Deutschland und im allgemeinen betrachtend, erschiesst sich mir der Wert dieser - offensichtlich als Prioritaetz vorgebrachten - Nachricht, die obendrein eine Meinung ist, nicht.

Muß der Spahn gescholten werden?

Etwa weil er der großen Vorsitzenden ein bisschen zu widersprechen wagte?
Daß ausgerechnet eine Grüne hier zitiert wird die ihm Sprücheklopferei vorwirft ist ja Realsatire.

Wichtigtuer

Herr Spahn ist einer der vielen Wichtigtuer in der Union. Überhaupt, wenn es in der Union wo am wenigsten mangelt sind es eben die jungen Wichtigtuer.

Eine Analyse die etwas versteckt im Artikel steht ist seit Jahrzehnten bei der Union und ihren Politikern Usus, sie verkaufen Ideen Anderer als ihre, Beanspruchen Erfolge, für die sie selbst nichts dazu getan haben, als ihren Erfolg. Trittbrettfahrer Par Excellence.

Mir wird regelmäßig schlecht wenn ich solche Artikel lese und merke wie die Mitbürger auf diese faulen Tricks hereinfallen.

Herr Spahn stellte sich schon immer in den Vordergrund, ein kleiner Herr Trump auf Deutsch (Grins).

Daran hätte ich Zweifel

" Mit seiner Methode läuft es blendend für Spahn "
Zumindest unten der Bürger hat lange begriffen das er von Spahn nichts zu erwarten hat, außer das es teurer wird.
Selbstdarsteller kommen in der Regel nicht sehr weit.

Herr Spahn kann einem wirklich Angst machen

>>Damit kann jede Therapie gemeint sein: Das Ministerium könnte so Behandlungen festlegen oder verhindern.<<

Wenn das so käme, sollte ich vielleicht nicht für die nötige Wohnungsrenovierung sparen, sondern für Dignitas.

Zu den Ausbildungsplätzen in der Pflege: Hat Herr Spahn denn schon die Auszubildenden im Gepäck? Vielleicht kommt er ja noch auf die Idee, 'unwillige' Arbeitslose und Migranten zu verpflichten. Nicht nur in seinen Augen kann Pflege ja jeder.

Lächeln

"Der lächelt bei der "Konzertierten Aktion Pflege" gewinnbringend im Blitzlichtgewitter der Fotografen."

Wie sieht denn ein gewinnbringendes Lächeln aus?
Ich kenne nur ein gewinnendes Lächeln, aber das kann ja kaum gemeint sein.

Die Methode Jens Spahn

Ich würde auch sagen, lasst den Span mal machen, da gibt es wirklich Schlimmeres.

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Span kann ganz gut schauspielern

Daher ist auch immer wieder von ihm zu hören,aber seinen Job macht er ganz gut wie z.B. die Beteiligung der Beiträge an die Krankenkassen wieder 50 zu 50 Arbeitgeber / Arbeitnehmer. Ich denke man wird in Zukunft noch viel von ihm hören. Könnte durchaus der übernächste Kanzler werden.

Business as usual

Herr Spahn ist doch schon als Lobbyist der Pharmaindustrie angetreten.
Als solcher ist es seine Aufgabe, die auf unserem Rücken bei den Krankenkassen angehäuften Beitragsgelder an die Pharmakonzerne weiterzuleiten.
Natürlich muss er damit auch die Gage für seine lukrative Anschlussverwendung in der gleichen Branche vorfinanzieren.
Und nichts anderes tut der feine Herr.
Das haben viele Politiker vor ihm getan und auch nach ihm werden das viele Politiker so weitermachen.
Selbst mindestens ein Bundeskanzler gehört ebenfalls in diese Riege.
Business as usual.

Jens Spahn

Wirklich sichtbare Erfolge, ausser Peanutsrechnung sehe ich nicht, daher auch kein Grund in den Himmel zu loben.

@Anna Elisabeth

Naja Pflege kann wohl jeder, welcher das erlernt oder wird das angeboren und Migranten könnten das nie?

@Barbarossa 2

Ja, aber vielleicht gibts auch besseres?

@19:32 von Hackonya2

"Naja Pflege kann wohl jeder, welcher das erlernt..."

Warum fallen dann immer wieder Pflegeschüler*innen durch die Prüfung? Oder glauben Sie tatsächlich, was Sie hier schreiben?

@16:58 von Barbarossa 2

"Ich würde auch sagen, lasst den Span mal machen, da gibt es wirklich Schlimmeres."

Abwarten.
Aber stimmt schon: Schlimmer geht's immer.

Mit 38 Jahren hat es Spahn in der CDU weit gebracht

ich kenn da einen
der ist mit 31 Regierungschef

@19:32 von Hackonya2

"...und Migranten könnten das nie?"

Habe ich weder geschrieben noch so gemeint.

Eine weitere Erläuterung ist hier nicht erwünscht.

Es gibt Berufe, für die wird man geboren

Am 31. Januar 2019 um 19:32 von Hackonya2
@Anna Elisabeth
Naja Pflege kann wohl jeder, welcher das erlernt oder wird das angeboren und Migranten könnten das nie?

Es ist tatsächlich so,
Man merkt es Leuten an, ob sie ihre Aufgabe können oder nur widerwillig machen.

"Es gibt Berufe, für die wird man geboren,"
sagt meine Frau.
Und was meine Frau sagt stimmt immer!

Die Methode Jens Spahn-Gesundheitsminister im Potr...

Ja,er ist ein echter Medienmeister.Er vespricht 13.000 Pflegestellen mehr.Knapp eine Stelle pro Pflegeeinrichtung.
Und er will Pflegekammern gründen.Wie es sie in Niedersachsen,Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz schon gibt.Im Grunde mehr Institutionen für Sesselleute.Auch muß aufgepasst werden,daß da keine gebührenpflichtigen Pflichtmitgliedschaften kreiert werden.

kein neutraler Artikel

Man mag Spahn mögen oder nicht - neutral ist dieser Artikel so rein gar nicht. Schade. Angst, daß die Leser die falschen Schlüsse ziehen und Spahn nicht durchschauen, wenn neutral berichtet würde?

@20:22 von Sisyphos3

"Mit 38 Jahren hat es Spahn in der CDU weit gebracht
ich kenn da einen
der ist mit 31 Regierungschef."

An den habe ich genau an dieser Stelle auch gedacht. Armer Herr Steinmeier - hatte er diesen jungen Mann noch so widerlich von oben herab als Außenminister belächelt.

Aber das Format eines Herrn Kurz hat der Spahn nicht. Vor allem ist Letzterer vergleichsweise ungeschickt. Vielleicht sollte man dazu sagen: Gott sei Dank

Der Nicht-Kümmerer

Mich wundert, wie wenigen Leuten (vor allem auch Journalisten) auffällt, dass sich Jens Spahn bei der Gesundheitsdiskussion um Abgasgrenzwerte vollkommen heraus hält.

Stattdessen überlässt er die Diskussion lieber dem Verkehrsminister!

Ihn vor diesem Hintergrund als "Macher" zu bezeichnen, erscheint eher wie ein Witz.

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