Ihre Meinung zu: Moorbrand: Zu viele Fehler, zu wenig Kommunikation

29. Januar 2019 - 12:27 Uhr

Auf dem Bundeswehrgelände in Meppen brannte das Moor im September nach einer Raketenübung wochenlang. Ein Abschlussbericht des Verteidigungsministeriums zeigt: Es gab viele Fehler. Von Christoph Prössl.

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Kommentare

Da sind die derzeitigen

Da sind die derzeitigen Kosten höher wie der Preis der Raketen, einfach stümperhaftes Vorgehen der Verantwortlichen. Frau v.d. L sie haben ihren Verein Bundeswehr nicht im Griff, entweder die konstruieren oder es wäre vielleicht besser zurück zutreten. . Selbst ein Schützenverein der ein Osterfeuer veranstaltet, hat stets vor Ort die freiwillige Feuerwehr.

Offensichtlich wurde einfach

Offensichtlich wurde einfach zu lange gewartet, um Verstärkung zu holen. Die Munitionsreste im Moor scheinen dabei eine grosse Rolle gespielt zu haben, da normale Berufsfeuerwehr da an ihre Grenzen stößt. Also sind die Munitionsreste ein Problem und man sollte vielleicht statt neue Munition zu verschiessen, die alte zur Explosion bringen oder mit Detektoren ausfindig machen - und weil gerade so ein guter Tag ist: Diese Anlage schliessen und ein Naturschutzgebiet draus machen. Stattdessen auf eine europäische Verteidigung setzen mit weniger lokalen Notwendigkeiten.

Kardinalfehler

Die Durchführung dieser "Raketenübung" selbst, und das auch noch ausgerechnet in der schlimmsten Dürre- und Walbrandperiode seit Jahrzehnten und mitten in einem knochentrockenen Moorgebiet, war schon ein durch nichts zu entschuldigender Fehler.

Und eine Aktion, die auf einem falschen Prinzip beruht bzw. dadurch initiiert wird, kann ohnehin keine "richtigen" Ergebnisse zeitigen.

CO2-Ausstoß

2017 wurden in Deutschland 904,7 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/klimabilanz-201... .
Alleine durch diesen Moorbrand wurden gewaltige Mengen an CO2 freigesetzt - laut Schätzungen vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) zwischen 900.000 und 1,4 Millionen Tonnen CO2 :
http://spiegel.de/wissenschaft/natur/meppen-moorbrand-setzt-hunderttause... . Alleine dieser Moorbrand sorgt also dafür, dass die gesamten deutschen CO2-Emissionen um 0,10% bis 0,15% steigen!

Moorbrand

Vielleicht erst prüfen und dann handeln-! Alte Munition? dann erst recht prüfen und nicht als "Übungsgelände" ausgeben.
Jeder Häusle -Bauer wird vor den Bauarbeiten das Grundstück untersuchen lassen, oder?
Vermaledeite Manöverleitung!

klar, daß es sich um eine längere fehlerkette

handelte ...

jedoch genügt auch ein einziger satz:
von menschen grob fahrlässig verursachte dummheit.

In einem weiteren Artikel

In einem weiteren Artikel geht's um das Bürokratiemonster Bundeswehr.
Aber bei diesem Feuer ging's wohl nicht um zu viel Bürokratie sondern um zu wenig gesunden Menschenverstand.

Wer schießt denn in einer Trockenzeit, in der das Wegwerfen einer Kippe oder gar offenes Feuer geahndet werden, Raketen in ein trockenfallendes Moor, in dem sogar noch nicht erfasste Munitionsreste von früheren Übungen schlummern?

Dass in Zukunft "der Feuchtigkeitsgrad der Erprobungsfläche in der Bewertung berücksichtigt werden" soll, gehört dann wohl in die von-Zitzewitz-Kategorie: "dann zieh' ich eben diese kleinen Dingerchen da - äh, die Konsequenzen".

Fazit

"Materielle, personelle, organisatorische und Ausbildungsdefizite."
Also falsches Gerät, dumme Menschen, denen nicht das Nötige beigebracht wurde in einer Organisation ohne Plan. Umfassender kann man ein völliges Versagen nicht beschreiben. "Notaus" ist die logische Konsequenz.

Demnächst werde ich mal durch

Demnächst werde ich mal durch die Umweltzone dieseln und auch nur "Entschuldigung" rufen.
Wann verstehen die Politiker endlich, daß niemand eine so desaströse BW braucht oder gar fürchtet? Unser Einsatz auf der Welt ist hinfällig, wenn immer wieder solche Vesagensmeldungen kommen.

Wenn bei einem Theaterstück

auch nur eine Kerze auf der Bühne angezündet wird steht einer mit dem Feuerlöscher in den Kulissen.

Aber die Bundeswehr schießt Raketen in ein ausgetrocknetes Moor, und die Reaktion?

Huch, das brennt ja!

Als Comedy unrealistisch, aber große Realsatire.

Darstellung: