Ihre Meinung zu: In Großbritannien werden Medikamente knapp

26. Januar 2019 - 6:33 Uhr

In Großbritannien werden die Medikamente knapp. Die genaue Ursache ist unklar. Die Regierung betont, dass im Falle eines ungeordneten Brexit jedoch alles unter Kontrolle sei. Manche Briten zweifeln daran. Von Anne Demmer.

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Kommentare

In Großbritannien werden Medikamente knapp

Bei dem Chaos, welches die britische Politik, insbesondere die britische Regierung, zu Zeit anrichtet, ist das Vertrauen der Bürger in diese auf dem Nullpunkt. Kein Wunder also, wenn chronisch Kranke beginnen ihre Medikamente zu hamstern.

Gruß Hador

Panikmache...

Dummes Zeug ... mehr muß man zu dieser Nachrich wirklich nicht sagen..!

Eins bewirkt das andere

Natürlich gibt es Schwankungen in der Medikamentenverfügbarkeit. Doch: Ein ganzer Staat, UK, hamstert derzeit Medikamente, sowohl staatlich bzw. die Pharmaunternehmen, wie auch viele Bürger, also doppelt. Und das ist für den Weltmarkt zuviel. Warum wird doppelt im UK gehamstert? Weil zum einen völlige Unklarheit herrscht, was in etwas mehr als zwei Monaten wirklich passieren wird - das ist schon ein Armutszeugnis für die britische Regierung. Zum anderen, weil die britische Regierung nicht offen zugeben möchte, welch katastrophalen Folgen ein harter Brexit haben kann - es wird sogar viele Tote geben, da Medikamente fehlen werden. (Wir erinnern uns an den Smog in London 1952, wo ebenso eine sture Regierung Menschenleben kostete.) Weil die Regierung nicht offenlegt, was kommen wird, hamstern die Menschen auch privat, weil sie der Regierung nicht trauen, zu recht.

Medikamente überzeugen wohl mehr als Worte

Es ist schon beschämend wenn eine Regierung die Verknappung von Medikamente benötigt um die Bevölkerung von der Richtigkeit ihrer Politik zu überzeugen.

2 + 3 = 8 ?!?!

es ist doch unsinnig zu behaupten der Brexit wär Schuld an Medikamentenmangel wenn der noch garnicht in Kraft ist !

Noch gibt es keine LKW-Staus . . . also was soll diese einseitige Stimmungsmache ?!

(und falls es diesen Max Morris tatsächlich geben sollte und der GB verlässt, wird es wohl kaum Jemanden jucken, er stht auch nicht für eine Mehrheit der Bevölkerung).

Im Artikel selbst wird bereits erklärt warum die Medikamente knapp wurden, - wegen Hamsterkäufen von Leuten wie von Max Morris . . .

Wenn mal weniger Panikmache betrieben würde dann würden einige Menschen vielleicht auch besonnener reagieren.

Wer wirklich Grund hat sich Sorgen zu machen sind, meiner Meinung nach, die Festland-Europäer.

Wenig nachvollziehbar

Stehen denn die Medikamente, die der gute Mann braucht auch auf der Engpassliste?
Wenn er einen Vorrat für ein halbes Jahr horten kann, dann wohl eher nicht.

"Allein die Vorstellung, im Fall eines ungeordneten Austritts nicht rechtzeitig an seine Medikamente zu kommen, sorgt bei Max Morris für Panik"

Was soll denn die Regierung gegen irrationales Verhalten tun?
Schließlich verursacht er selbst durch seine Hamsterkäufe einen möglichen Engpass.
Und obwohl er gegen die ausdrückliche Empfehlung der Regierung handelt, kritisiert er diese.
Was wäre denn seine Lösung bzw. was würde denn seine Panik mildern?

Das zeigt auch, wie gefährlich und lächerlich es wäre, in diesem emotionalen Klima ein neues Referendum abzuhalten.

Selbst schuld

Das wird nicht das einzige sein, was in GB knapp wird. Wer aus Eigennutz anderen die Solidarität kündigt, wird am Ende die Frucht des Nationalismus ernten müssen.

Chaotische Politik

Wir sind zuversichtlich, dass im Falle eines ungeordneten Austritts keine Probleme mit der Arzneimittelversorgung geben wird, ...

Ja ja, zuversichtlich. Was hat uns die Zuversicht der Politiker bisher eingebracht? Nichts.

Lieber Zwicke...

„ 06:40 von Zwicke Panikmache... Dummes Zeug ... mehr muß man zu dieser Nachrich wirklich nicht sagen..!“ lassen Sie uns an Ihren unschätzbaren Einblicken ins englische Gesundheitswesen teilhaben, wenn Sie dieses Beispiel der Brexitprobleme verneinen... Wir sehen es ja dann beim harten Brexit, wie gut für GB alles funktioniert und wie gut Farage & Co das Land darauf vorbereitet haben...

Wenn alle das tun, was sie tun sollen, ...

... dann gibt's auch keine Verkehrsunfälle, keine Steuerhinterziehung und keine 5 in Mathe. Logisch, dass die Leute horten und die Ärzte wohl auch vorsorglich verschreiben. Wenn die Regierung die Pharmaunternehmen BITTEN muss, Vorräte anzulegen und darauf zu verzichten, aus der Knappheit wegen der Zollabfertigung durch "marktgerechte" Preise zusätzlichen Gewinn zu erzeugen, dann wird klar wie wenig in den 2,5 Jahren auf den Brexit wirklich vorbereitet wurde. Ich glaube, die nächsten Unterhauswahlen ergeben ein fürchterliches Bashing und viele völlig neue Gesichter im Parlament. Wer täglich Probleme hat wichtige Medikation zu bekommen, der vergisst das nicht. Ob da dann der Grosse Aufräumer kommt, der "den Sumpf trocken legt" - oder das nur verspricht? Soll ja schon vorgekommen sein...

@ Kurt Silvio

Wer wirklich Grund hat sich Sorgen zu machen sind, meiner Meinung nach, die Festland-Europäer.

Um was sollten die sich Sorgen machen?

@Silvino

Nein, 2+3=5
Wie im Artikel dargelegt, gab es bereits eine Liste von knappen Medikamenten, die immer länger wird. Damit ist klar, dass chronisch Kranke sich nicht auf die Versorgungssicherheit verlassen können im Falle des harten Brexit. Da GB Führerlos daraufzutaumelt, ist es individuell genau die richtige Massnahme, sich abzusichern. Sie würden sicherlich auch nicht Ihr Leben aufs Spiel setzen im Vertrauen auf die erwiesene Kompetenz und Vorrausschau der Regierung May, oder?
Die Regierung hat die Arzneimittelhersteller und den Handel gebeten Vorräte anzulegen. Ist das erfolgt? Wie lange ist der Überbrückungszeitraum für welche Mittel der gesichert ist, was ist mit nur kurz haltbaren Arzneimitteln?
Im übrigen sehr zynisch Ihre Aussage, auf Herrn Morris käme es ja nicht so an und dass Sie Ihm die Existenz absprechen. So werden ja auch Flüchtlinge und andere entpersonalisiert um dann kein Mitgefühl aufkommen zu lassen.

Ich wundere mich über die eher kritischen

Bis abfälligen Kommentare ("irrationales Verhalten") über Herrn Morris und anderer Briten. Einen Vorrat für eine mögliche sogar wahrscheinliche Unterbrechung und mittelfristig wohl auch teurere Versorgung anzulegen ist eher rational. Medikamententransporte sind zu 95%+ LKW-Lieferungen im Kühlwagen. Es gibt KEINEN EINZIGEN Insulin -Hersteller auf der Britischen Insel. Kühllaster können nicht 3Tage im Stau stehen und alles ist prima. Wenn da nicht Motoren laufen und jemand für Diesel im Tank sorgt, ist die Lieferung teilweise oder ganz nicht mehr verwendungsfähig. Vielleicht werden dann die "Toleranzen" angepasst, aber es ist ein gefährliches Spiel der EINEN mit dem Feuer der ANDEREN...

Es immer das Gleiche - unfassbar

„In Großbritannien werden die Medikamente knapp. Die genaue Ursache ist unklar.“

Die dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach im Brexit zu suchen sein. Und der ist nicht zuletzt ein Resultat „finanzieller Interessen“.

Es kann und darf einfach nicht länger sein, dass allein das Geld - beziehungsweise die Frage „Haben oder Nichthaben“ - das gesamte Handeln (und das Schicksal) der Menschen - ja der Menschheit - bestimmt.

Hier zur „Ergänzung“ zu dieser der Schlussabsatz aus der Meldung über die zweite Tragödie innerhalb weniger Jahre („Dammbruch eines Abraumbeckens - Tote durch Schlammlawine in Brasilien“):

„Nach der Katastrophe hatten die Behörden versprochen, die Regeln für den Bergbaubetrieb sowie die Kontrolle der Abraumbecken zu verstärken. Umweltschützer beklagen, dass dies nicht erfolgt sei.“

Die tun einfach nichts. Bringt ja kein Geld. „Kostet“ nur.

Ich stufe diese Nachricht

auch nur als Panikmache ein.
Die EU willl unbedingt, dass kein Land austritt.

Jau, bei uns...

...wurde letztes Jahr der Impfstoff knapp, und so richtig wirksam war er ja auch nicht, weil sich's der betreffende Virus dann doch “anders überlegt“ hatte.
Aber man kann angesichts der derzeitigen Brexit-Situation ja nicht früh genug anfangen, Hiobsbotschaften zu verbreiten.

@AlterSimpel

Wenn die Folgen einer Entscheidung schmerzhaft Erkannt werden, darf man die Entscheidung nicht revidieren, weil dann das „emotionale Klima“ umdenken lächerlich macht?
Das hieße dann, wenn Sie gedacht haben, die Kurve schaffen Sie mit 100 und dann merken Sie nein, die ist zu eng, dann Bremsen Sie nicht. Es wäre ja lächerlich, in dieser durch Angst um Ihr und Ihrer Familie Leben emotionalisierten Situation....

Merken Sie es? Ihre Argumentation hinkt nicht, die ist schon tot.

Bei uns war auch nicht angekündigt worden

daß der Grimpeimpfstoff für diese Saison zu knapp kalkuliert war. Und plötzlich war keiner mehr da.

Als Chroniker würde ich da auch kein Risiko eingehen - von meinen Medikamenten habe ich stets einen Vorrat von mindestens einem Vierteljahr vorrätig, auch ohne das absehbare Risiko eines Lieferausfalls, wie beim Brexit.

Werden die europäisch zugelassenen Medikamente überhaupt weiterhin in UK zugelassen bleiben, oder wird das so werden, wie wenn man bei uns Medikamente aus Nicht-EU-Ländern einzuführen versucht? (Für die, die das nicht kennen: Man steht vor der großzügigen Auswahl zwischen Vernichtung, kostenpflichtiger Rücksendung und kostenpflichtiger Überprüfung durch einen Amtsapotheker, auch dann, wenn die Medikamente im Ausland rezeptfrei erhältlich waren)

Wem nützt die Knappheit?

Eine solche Meldung ist merkwürdig...da produzieren etliche Pharmafirmen in GB Medikamente für den Weltmarkt....und jetzt sollen diese knapp werden...wem nutzt das? Ich kann mir nicht vorstellen, daß man auch nach einem Brexit weniger Medikamente nach GB importieren kann als momentan. Die internationale Zulassung wird ja nicht mit dem Brexit gestoppt....das hat niemand vor.

@ Glücklicher Leser, um 08:18

re Zwicke, um 06:40

Es bedarf hier gewiss keiner “unschätzbaren Einblicke in das englische Gesundheitswesen“, um diese Situation zu erfassen.
Bei all den Szenarien, die in der jüngsten Vergangenheit als Brexitfolgen an die Wand gemalt wurden ist es doch nur verständlich, dass kranke Menschen Medikamente horten, wenn sie fürchten, diese könnten in naher Zukunft nicht mehr jederzeit zur Verfügung stehen.

Was tun die Leute, wenn es heißt, dass morgen e v e n t u e l l das Wasser für unbestimmte Zeit abgestellt werden k ö n n t e?

Naja, es ist halt eine Insel

die fast alles Importieren muss. Da kann man schon Panik bekommen, wenn die Versorgung durch eine idiotische Politik gefährdet wird.

Es ist zwar verlockend, bald Zölle verlangen zu können, dumm nur das man auf den Import auch angewiesen ist und die Zölle sich auch die Verkaufspreise auswirken, und das nicht zum Vorteil der eigenen Bürger.

Es steht noch viel Chaos auf der Insel bevor...

Noch ist doch noch garnichts passiert!

Es sind gerade solche Berichte, die zu Hamsterkäufen und damit zu Verknappungen führen.

@ 07:43 von KurtSilvino

"Wenn mal weniger Panikmache betrieben würde dann würden einige Menschen vielleicht auch besonnener reagieren.
Wer wirklich Grund hat sich Sorgen zu machen sind, meiner Meinung nach, die Festland-Europäer." Sie haben leicht reden, hier auf dem Festland wird vielleicht ein gewisse Zeit lang es schwierig sein, Haggis zu bekommen. Sicherlich hart, aber es gibt eine ganze Reihe Patienten im UK, deren Leben von der pünktlichen Lieferung von Medikamenten vom Kontinent abhängt. Diese Leute haben nach dem bisherigen Chaos in Whitehall wirklich keinen Grund, ihr Leben vertrauensvoll in die Hände dieser Chaoten zu legen. Wenn mein Leben davon abhängen würde, würde ich auch hamstern.

@KurtSilvino | 7:43

Und wieso glauben Sie, dann die Festlandeuropäer mehr Grund hätten, sich Sorgen zu machen, als die Briten, die in einer vernetzen Wirtschaft um ihr Land die Verbindungen zur Wirtschaft mit neuen Auflagen belegen? Wie kommen Sie zu dieser Meinung? Praktisch jeder Ökonom sieht das anders und nur beinharte Brexiteers haben die gleiche Meinung wie Sie.

Die Nachrichten

machen einigen Angst, deshalb wird wohl ein paar Panikkäufe geben.
Denn Real hat sich ja nicht aber auch gar nichts geändert, es gibt weder irgendwelche Beschränkungen noch sonst etwas.
Wie einige aus der Wirtschaft feststellen, wird von der Angstmache nicht so viel eintreten.
Und jetzt können nur Hamsterkäufe schuld sein, denn der gesamte Handel in der EU läuft normal, und GB ist auch immer noch Teil der EU.

Brexit?

Ich bin immer noch der Meinung, dass auch weiterhin im Unterhaus keine Mehrheit für den Brexit zustande kommen wird und dieser dann im letzten Moment zurückgenommen wird.

You don't need to know that

Nach Jahrzehnten der Zusammenarbeit mit Briten habe ich diese britische Lebensweisheit intensiv kennen gelernt. Es ist typisch für die britische Bürokratie (dazu zählen auch die Unternehmen), dass man Informationen nur dann weitergibt, wenn man möchte, dass der Empfänger konkrete Maßnahmen auf Basis der Information durchführt. Möchte man diese nicht, gibt es auch keine Information. (Es sieht zwar jeder, dass das Triebwerk brennt, aber BA-Pilot wird dies keinesfalls gegenüber den Passagieren erwähnen, denn die können ja nichts tun, außer eine steife Unterlippe zu wahren). Also gibt es keine Information an die Bevölkerung zum harten Brexit, denn die Regierung tut ja schon alles (inkl. Fähren chartern, um die Versorgung zu sichern). Die Bevölkerung in der Masse kann tatsächlich gar nichts tun, nur besonnene Einzelne informieren sich selbst und treffen Maßnahmen für sich. Würde die Masse agieren, käme das Chaos schon heute, nicht erst am 29.3. 23 Uhr.

An diesem Beispiel...

An diesem Beispiel sieht man wieder, dass der Brexit zwar von der Mehrheit der Briten gewollt war, aber anscheinend niemand wusste, welche Auswirkungen der Austritt haben könnte.
Hauptsache erst einmal gegen die EU stimmen bzw. Stimmung machen, dann raus aus der EU und alles wird viel besser, Pustekuchen.........

...

" Die genaue Ursache ist unklar. Die Regierung betont, dass im Falle eines ungeordneten Brexit jedoch alles unter Kontrolle sei. "

So kennen wir die lieben Politiker. Ursachen sind unbekannt aber egal was kommt, alles ist unter Kontrolle.....
Wenigstens haben sie ihren Humor nicht verloren....

AlterSimpel | 7:57

Meiner Einschätzung nach zäumen Sie das Pferd von hinten auf. ich glaube kaum, daß die "dummen" britischen Bürgen mit ihrem "irrationalen Verhalten" hier die Verursacher sind. Wenn die Regierung halbwegs verantwortungsvoll gehandelt hätte, würde man heute keine Menschen haben, die sich mit ihren begründeten Sorgen selber vorsorgen müssen. Was würden Sie denn machen, wenn Sie hören, dass die Regierung Fähren angemietet hat von Firmen, die gar keine Fähren haben, um die Lieferung lebensnotwendiger Artikel sicherzustellen? Wenn die Regierung so zerrissen ist zwischen Vergangenheit und Zukunft, links und rechts, daß diese faktisch nicht beschlussfähig ist? Würden Sie dann zu Hause sagen: "Wird schon gut gehen. SInd ja noch 8 Wochen. Meine Regierung wird die notwendigen Medikamente für meine Kinder, Frau oder andere, die Sie jeden Tag für ihre Leben brauchen, schon aus dem Hut zaubern und irgendwie beschaffen?".

Es ist immer das Gleiche - unfassbar

„In Großbritannien werden die Medikamente knapp. Die genaue Ursache ist unklar.“

Die dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach im Brexit zu suchen sein. Und der ist nicht zuletzt ein Resultat „finanzieller Interessen“.

Es kann und darf einfach nicht länger sein, dass allein das Geld - beziehungsweise die Frage „Haben oder Nichthaben“ - das gesamte Handeln (und das Schicksal) der Menschen - ja der gesamten Menschheit - bestimmt.

Hier zur „Ergänzung“ zu dieser Meldung der Schlussabsatz aus der Meldung über die zweite Tragödie innerhalb weniger Jahre („Dammbruch eines Abraumbeckens - Tote durch Schlammlawine in Brasilien“):
„Nach der Katastrophe hatten die Behörden versprochen, die Regeln für den Bergbaubetrieb sowie die Kontrolle der Abraumbecken zu verstärken. Umweltschützer beklagen, dass dies nicht erfolgt sei.“

Die tun einfach nichts. Bringt ja kein Geld. „Kostet“ nur.

alte männer forum | 8:08

Das empfinde ich als nicht so, dass dies rein nationalistisch begründet ist. Ich glaube nicht, das die Briten die Solidarität kündigen wollen. Ich habe im Urlaub in London auf ITV eine sehr interessante Gesprächsrunde gesehen und glaube nicht, dass den Briten bis heute klar ist, was der Ausstieg aus der EU bedeutet. Die wollen vor allem angeheizt durch die rechten, britischen Boulevardblätter einfach die Entscheidungshoheit wieder alleinig in UK ansiedeln. Nationalistischer als wir waren die Einwohner des Empire schon immer. Sie sollten mal schauen, wer diese Zeitungen wie "The Sun" täglich liest. Primär ist aus meiner Sicht "The News Corporation" von dessen Eigner Rupert Murdoch für die vergiftete Stimmung in UK verantwortlich. Ich persönlich glaube eher, das dies ein Ding zwischen alt und jung neben dem wirtschaftlichen Aspekt ist und hier der Riss der Generationen in UK offen sichtbar wird.

Äh ...

... und Medikamente kann man nicht übers Internet bestellen?

Nach WTO Regeln!

Die Hamsterkäufe

verknappen die Medikamente, da braucht es den Brexit gar nicht.
Die Briten sind eben verunsichert.

06:40 von Zwicke

«Panikmache...Dummes Zeug ... mehr muß man zu dieser Nachrich wirklich nicht sagen..!»

Gesunde, nicht chronisch kranke Menschen können einer evtl. Medikamenten-Knappheit auch recht gelassen entgegen sehen.

HIV-Patienten, Diabetiker, viele anderweitig dauerhaft Erkrankten, die zwingend auf kontinuierliche Versorgung mit Medikamenten angewiesen sind, können das nicht derart entspannt betrachten.

"Dass es um das Gesundheitssystem in GB nicht zum Besten bestellt ist", war schon beim Brexit-Referendum Thema. Als wohl den allerwenigsten klar war, dass es mit dem Austritt aus der EU evtl. zu Medikamenten-Knappheit in GB kommen könnte, da z.B. Insulin komplett importiert werden muss, da es im Land keine Produktionstätten dafür gibt.

“...keine Probleme mit der Arzneimittelversorgung,...

...wenn alle das tun, was sie tun sollten.“

Ja, Herr Minister Hancock, der britische Humor war schon immer speziell...

Panik

Egal was die Regierung sagt, die Menschen werden nicht nach den Fakten handeln. Die Brexitaner merken jetzt selber wie subjektiv faktenlos die Menschen handeln. Haben sie doch selber Ängste geschürt die gegen aller Fakten steht. Die Lügen, die im Brexit Wahlkampf den Leuten eingehämmert haben, sind ebenfalls angenommen worden. Da zeigt sich, wie Massen manipuliert werden. Viel Glück den Britten.

@09:15 von landart

Die internationale Zulassung wird ja nicht mit dem Brexit gestoppt.

Eine "internationale Zulassung" im Sinne von "man kann das Zeug weltweit problemlos - ggf. mit Rezept - erwerben" gibt es leider nicht. Unsere in der EU erhaltbaren Medikamente müssen beispielsweise eine EU- oder eine deutsche Zulassung haben. Selbst, wenn das Medikament in der EU hergestellt wird, und im Nicht-EU-Ausland rezeptfrei erhältlich ist, darf man es nicht, abgesehen bei Reisen als persönlichen Bedarf für wenige Tage ausreichend, in die EU einführen oder es gar dort verkaufen. Ein nettes Beispiel ist Meldonium, das in Lettland hergestellt und bspw. in Russland frei verkauft wird, aber nicht in Deutschland zugelassen ist.

Das könnte Chroniker, die rezeptpflichtige, zugelassene Medikamente benötigen, durchaus treffen, wenn die bisherige EU-Zulassung in UK nach dem Brexit nicht kulanterweise anerkannt bleibt.

@10:00 von Einfach Unglaublich

Medikamente kann man nicht übers Internet bestellen?

Wenn es keine Zulassung für's eigene Land hat, bleibt es im Zoll hängen. Sie haben die Wahl: Vernichtung, kostenpflichtige Rücksendung oder kostenpflichtige Prüfung durch einen Amtsapotheker auf Unbedenklichkeit (und idR dann doch anschließende Vernichtung, da es sich meist nicht um simple Zuckerdragees oder Fettcremes handelt). Wenn Sie das Zeug absichtlich bestellt haben, könnte auch noch ein Strafverfahren wegen "Versuchter illegaller Medikamenteneinfuhr" (in etwa gleichwertig mit Drogenschmuggel) auf Sie zukommen.

Ich hatte jüngst diesen Spaß mit einem Geschenkpaket aus Nicht-EU, in dem die Tante eine "hormonhaltige Handcreme" (dort frei erhältlich!) mit verpackt hatte. Ohne Strafverfahren glücklicherweise.

10:00 von Einfach Unglaublich

«Äh ... und Medikamente kann man nicht übers Internet bestellen?
Nach WTO Regeln!»

Es ist völlig "Jacke wie Hose", auf welchem Weg man Medikamente bestellt. Wenn diese nach WTO-Regeln gehandelt werden müssen, bedingt das Zollformalitäten und -abfertigung.

Komplizierter, langwieriger und teurer als bisherige Import innerhalb der EU.

Es sagt ja niemand, es wäre unmöglich, "auch auf dem WTO-Weg" eine verlässliche Versorgung sicher zu stellen. Aber das will "von langer Hand" vorbereitet sein.

Wenn es um "so Larifari-Kram" geht, dann gibt‘s evtl. erst mal ein paar Monate nix davon. Was soll‘s, kann man drauf verzichten, braucht kein Mensch …

Medikamente gehören definitiv nicht dazu …

self fulling prophecy

Der Brexit ist kein Grund für einen Engpass von was auch immer. Hamstereinkäufe schon.
"Self fulling prophecy" nennt man das. Daran sind schon Bankhäuser bankrott gegangen oder Tankstellen leergetankt worden, nur weil das Gerücht aufkam, Bargeld oder Benzin würde knapp.
Für alle die es nicht kennen: Man streut das Gerücht, Benzin würde knapp. Sicherheitshalber fahren also alle mal schnell zur Tanke und tanken voll. Der Benzinbedarf von zwei, drei Wochen, der sich sonst gleichmäßig verteilt hätte, wird also innerhalb eines Tages aufgebraucht. Folge: am nächsten Tag ist das Benzin knapp, da an einem Tag 10 mal so viel getankt wurde, wie sonst. Das Gerücht hat sich verwirklicht.
Zwar wäre nach der nächsten Lieferung eigentlich alles wieder im Lot, aber jetzt, wo Benzin wirklich knapp ist, gehen die ersten auch schon mit Kanistern zur Tanke, das Chaos ist perfekt. Die einen haben es dann in der Garage stehen und andere, die es wirklich brauchen, gehen leer aus. - Anti-Sozial heißt das.

instrumentalisiert

Hier wird eine Medikamentenknappheit, deren genaue Ursache unklar ist und die in einer Zeit eintritt während UK noch in der EU ist, gegen den Brexit instrumentalisiert.

Hier wird gleich ein Horrorszenario aufgebaut, welches jeglicher Grundlage entbehrt. Keiner hat ein Interesse daran UK Medikamente vorzuenthalten. Hier wird man auch bei einem harten Brexit Wege finden England schnell und unkonventionell ohne Zollbremsen mit Medikamenten zu versorgen.

Und wie gesagt, noch ist England in der EU u. trotzdem nicht gegen eine Knappheit gefeit. Wäre dieser Vorfall nach dem Brexit passiert, gäbe es fette Schlagzeilen: "Desaster, Brexit ist Schuld an Medikamentenknappheit!"

Nicht nur ein Exit

führt zu Knappheit in der Versorgung mit zwingend notwendigen Medikamenten. Es hat im letzten Jahr zweimal Engpässe auch in Deutschland gegeben. Nicht mit dramatischen Folgen. Dennoch zeigt sich Handlungsbedarf.

"In Europa werden mittlerweile fast keine Wirkstoffe mehr produziert. In Ländern wie Indien oder China kommt es manchmal zu Störungen im Betrieb oder Verunreinigungen, die zum Ausfall einer ganzen Produktion führen. Und wenn es noch nur ein Werk gibt, das weltweit den Wirkstoff herstellt, ist das Dilemma schon da. Es fehlen Produktionskapazitäten."

https://www.swr.de/landesschau-rp/gut-zu-wissen/arzneimittelknappheit-un...

Panikmache???

Wenn man sich vor Augen führt, wie chaotisch der Brexit bisher abgelaufen ist, dann kann man die Ängste zahlreicher Briten durchaus verstehen. Die Politiker haben so viele Zusagen und Versprechungen zum Brexit gemacht und nichts davon umgesetzt. Wenn meine Kinder dringend auf Medikamente angewiesen wären, dann wäre ich jetzt auch mehr als besorgt. Dann würde ich jetzt auch hamstern. Und ich denke, dass viele Eltern, egal wo, ebenso handeln würden.

Die Menschen reagieren folgerichtig

@ Diakon64:
Panik. Egal was die Regierung sagt, die Menschen werden nicht nach den Fakten handeln.

Müssen sie das? Sie handeln nach den Erfahrungen, die sie bisher mit Politik gamacht haben. Und die Erfahrungen mit den Brexit-Jüngern (ob gemäßigt wie May oder extrem wie Johnson und Farage) sind ja nicht gerade Vertrauen einflößend. Ich kann die Reaktion der britischen Bevölkerung gut verstehen.

@ ladycat

Ich stufe diese Nachricht auch nur als Panikmache ein. Die EU willl unbedingt, dass kein Land austritt.

Wozu? Welches Land will denn austreten?
Außerdem ist der Versorgungsengpass eine Tatsache.

@ottokar

"Wenn die Folgen einer Entscheidung schmerzhaft Erkannt werden, darf man die Entscheidung nicht revidieren, weil dann das „emotionale Klima“ umdenken lächerlich macht?
Das hieße dann, wenn Sie gedacht haben, die Kurve schaffen Sie mit 100 und dann merken Sie nein, die ist zu eng, dann Bremsen Sie nicht. Es wäre ja lächerlich, in dieser durch Angst um Ihr und Ihrer Familie Leben emotionalisierten Situation....

Merken Sie es? Ihre Argumentation hinkt nicht, die ist schon tot.
"

Besten Dank für diesen Vergleich der so unterhaltsam wie zutreffend ist! Muss ich mir merken.

Hysterie

In diesem ganzen Spiel, das sich "Brexit" wird jede Randnotiz zur Hysterie gesteigert.
UK ist noch in der EU, außer einigen Hamster-käufen passiert da noch nichts.
Ich hoffe immer noch, UK bleibt in der EU

06:40 von Zwicke

Genau so ist es !!

wenn es wirklich war ist

dass medikamente kanpp werden in england, was früher nie der fall war in zeiten wo england noch autonom war, dann sollten die engländer schneller aus der eu raus.
nur mal sich vorzustellen das man schon so anhänging geworden ist und keine eigene versorgung mehr gewählrleisten kann ohne die eu?!
alos raus und unanhängig so schnelle wie möglich und ander sollten sich wirklich überlegen ob sie bleiben sollten oder auch besser gehen.
so sieht also ein freihes und vereintes europa aus. wenn du nicht willst hast du auch keinen nachschub mehr
bravo und noch mals bravo oder es es hier nur wieder einmal eine ente?
ich sage besser weniger haben aber frei und unabhänging.

Das neue Zahlungsmittel?

Nach den massenhaften, erbärmlichen Brexitlügen der Regierung würde ich mich als Brite mit Medikamenten eindecken was das Zeug hält. Auch gegen Krankheiten die ich nicht habe. Medikamente könnten ein veritables Zahlungsmittel nach dem Brexit werden, wie bei uns Kaffee und Zigaretten nach dem Krieg.

06:40, Zwicke

>>Panikmache...
Dummes Zeug ... mehr muß man zu dieser Nachrich wirklich nicht sagen..!<<

Sie bestreiten also, daß die Meldung den Tatsachen entspricht.

Dann erläutern Sie doch bitte, wie Sie zu dieser Einschätzung kommen.

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