Ihre Meinung zu: Krise in Venezuela: "Militär ist zentraler Machtfaktor"

24. Januar 2019 - 14:50 Uhr

Wirtschaftlich steht Venezuela seit langem am Abgrund, nun eskaliert der Machtkampf zwischen Präsident Maduro und der Opposition. Entscheidend dürfte sein, wie sich das Militär positioniert, sagt Experte Maihold.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.6
Durchschnitt: 2.6 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Hoffendlich hält sich das amerikanische Kleinkind zurück

Er würde ein Pulverfaß zünden.
Obwohl der Ölkonzern Citgo 500.000 Dollar zu dessen Vereidigungsfeier gespendet hatte.
Es wäre der gleiche Fehler wie damals im Iran,
nur wegen des Öls oder um seine Mexikomauer damit zu begründen, dort einzugreifen.

Um Demokratie geht es hier nicht

Ist das der Krieg "Reich gegen Arm".
Maduros Wähler kommen hauptsächlich aus den Favelas.
Die Opposition ist in den besseren Bürgerlichen Siedlungen beheimatet.
Der momentane Reichtum des Landes basiert auf ÖL. Das weckt Interressen bei den Ölmultis. Schon immer durften sich US Öl Konzerne hemmungslos im "Hinterhof" der USA bedienen. Seit dem das Land die Ölindustrie weitgehend verstaatlichte um auch die Einahmen zu regulieren, und einen Teil Maduros Wählerschaft zugute kommen zu lassen. Was der ganze Wirtschaftsboykott des "Werte Westens" mit Venezuelas Wirtschaft und Demokratie gemacht hat, wird Mann/Frau in der zukünftigen Berichterstattung eines "Failed State" am Rande eines Bürgerkrieges sehen.

was soll man da noch glauben?

Maduro mag ein Autokrat sein, der sich widerrechtlich an die Macht klammert, aber wenn er weggeputscht wird, ist der Nachfolger dann so viel besser?

Wie genau konnte es passieren, das Venezuela von einem Ölreichem Schwellenland in Gebietsweise Hungersnöte gefallen ist?

Es wird Zeit, dass das Regime

Es wird Zeit, dass das Regime Maduro abtritt und der Reichtum des Landes allen Bürgern zu Gute kommt.

Einzig und allein ...

... geht in diesem Konflikt um das Erdöl und um nichts anderes, um Egon Bahr sinngemäß zu zitieren. Unter dem Vorwand, Freiheit und Menschenrechte "wiederherzustellen", rasseln die Amerikaner mit Waffen und schicken ihre Vasallen vorweg. Nicht das erste Mal.

Ich bin sicher, wäre Maduro so ein treuer Anhänger Washingtons, würde kein Huhn und kein Hahn nach den dortigen Zuständen krähen.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

14:32, Deeskalator

>>Wie genau konnte es passieren, das Venezuela von einem Ölreichem Schwellenland in Gebietsweise Hungersnöte gefallen ist?<<

Gute Frage.

Die Antwort hier im Forum auf sie ist ja gern "das sind die Amis schuld!".

Wer sich mit der Geschichte Venezuelas, und zwar nicht erst seit Maduro oder Chávez, beschäftigt, kommt zu einem differenzierteren Bild der Lage.

Hungersnöte gab es nämlich vorher auch schon. Damals, als das Land noch von den Handlangern schwerreicher Oligarchen regiert wurde.

14:28, Theo Hundert.neu

>>Der momentane Reichtum des Landes basiert auf ÖL.<<

Von welchem momentanen Reichtum reden Sie?

Die Verfassung spricht für Maduro.

@14:32 von Deeskalator
Maduro ist ein wirklicher Demokrat, was dazu führte, dass bei den Parlamentswahlen die Opposition gewann.

Nur hat sich die Opposition nicht an die Verfassung gehalten. Die Auflagen des höchsten Verfassungsgerichts wurden einfach ignoriert.
Diese hat damit geantwortet, dass es Beschlüsse so lange ungültig sind, wie die Opposition die Verfassung missachtet.

Die venezolanische Verfassung sieht für diesen Fall die Bildung einer verfassungsgebenden Versammlung vor, was Maduro als gewählter Präsident dann auch umgesetzt hat.

Zur Wahl Maduros: Bei der ersten Wahl war die Wahlbeteiligung hoch, er hat knapp gewonnen. Bei der Wiederwahl war die Wahlbeteiligung niedrig (wie z.B. in den USA), sein Sieg war überwältigend.

Der Oppositionskandidat bekam ca. 1/5 der Stimmen. Über 100 ausländische Wahlbeobachter hatten die Wahl für korrekt erklärt.

Dass jetzt Leute, die nicht anwesend waren, die Wahl anzweifeln, spricht m.E. nicht für deren demokratisches Verständnis.

@fathaland slim

mag sein, dass es dem Land nie oder mindestens seit langem nicht mehr "Prima" ging, aber das was momentan vorherrscht ist ja nah an einer humanitären Katastrophe, wenn es nicht schon eine ist.

Bei allem, von den Medien oft und gerne zitiertem Unvermögen von Maduro, es braucht doch mehr um ein Land so schnell zu ruinieren als nur einen komplett unfähigen Präsidenten.
Da spielen doch sicher noch äußere Faktoren eine Rolle.

@krittkritt

ich Maße mir nicht an, ein Experte für die Wahlen in Venezuela zu sein, das bin ich schlicht nicht.

Aber sämtliche Berichte auch hier in der Tagesschau, stimmen doch darin überein, dass sein Position von höchst fragwürdiger Natur ist.

Wenn die Opposition wirklich verfassungsfeindlich agiert, warum wurden sie dann zur Wahl zugelassen?
Denn wenn Maduro sich an geltendes Recht hält wie sie sagen, dann wären manche Kandidaten doch von vorne hinein Ausgeschlossen worden, oder?

Ähnlich als würde jemand versuchen sich zum Bundeskanzler wählen zu lassen, der sich einer Verfassungsfeindlichen Organisation unterstellt.

Kompromisse!!

Wie kommen Sie denn dazu, dass nur 1/5 der Bevölkerung Manduro weiter unterstützen. Das in das letzte Wahlergebnis hinein zu interpretieren, Manduro erreichte über 60% der Stimmen, ist mehr als gewagt. Wenn Guaido Präsident werden möchte, warum hat er dann bei der letzten Wahl nicht kandidiert?
Die venezuelanische Gesellschaft ist gespalten in etwa zwei gleich starke Lager. Die Opposition zeigt sich aber unversöhnlich und setzt auf Gewalt.
Die illegitime Anerkennung von Guaido zum Präsidenten durch die USA und Kanada soll die Unterstützung Manduros durch die Armee kriminalisieren und ein militärisches Eingreifen von Außen legitimieren.
Aus meiner Sicht müssen Kompromisse her, um einen weiteren failed State zu verhindern.

@Werner40

"Es wird Zeit, dass das Regime Maduro abtritt und der Reichtum des Landes allen Bürgern zu Gute kommt."

In welchem Land und zur welchen Zeit ist das jemals passiert?

Wenn wir uns die Entwicklung in Venezuela anschauen werden wir und auch Sie nicht um den Fakt herum kommen das seit dem in Venezuela es eine linke Regierung gibt der Reichtum des Landes besser verteilt ist als vorher.

Das man nun diesen Putsch vom Ausland aus anheizt in dem man Wirtschaftsblockaden errichtet ist etwas was die UN ankreiden sollte.
Oder sehen Sie das als legitimes Mittel?
Ist es ein legitimes Mittel eine Regierung die einem nicht gefällt mit Mitteln zubekämpfen, welche dazu führen dass Hunderte dabei umkommen?

Wie wäre es wenn wir mal die USA sanktionieren und sie auffordern ihre abnormalen Militärausgaben auf 200Mrd im Jahr zu begrenzen? Ist das legitim? Ich würde sagen nein! Die Forderung die ich aufstelle ist dabei aber richtig, das Mittel ist aber falsch.

Werner 40

"Es wird Zeit, dass das Regime Maduro abtritt und der Reichtum des Landes allen Bürgern zu Gute kommt."
Diese Annahme entbehrt eigentlich jeder Grundlage.

„Die Gefahr eines Bürgerkriegs sei nicht zu unterschätzen, (…) Konflikte innerhalb der Streitkräfte, zwischen bewaffneten Milizen oder bei der Nationalgarde könnten sich schnell entzünden. / Die Krise in Venezuela spaltet die Weltgemeinschaft: (…) - Nach den Massenprotesten mit vielen Toten (…)“

Das war leider zu erwarten.

"Militär eng mit Führungsstrukturen verknüpft". Ist doch immer so.

Gestern in „Thailand: Erste Wahl nach dem Militärputsch“: "Beobachter gehen davon aus, dass Thailands Militär auch nach der Abstimmung ein wichtiger Machtfaktor im Land bleiben wird. So hat der amtierende Premierminister und Juntachef (...) schon angekündigt, dass er als Regierungschef im Amt bleiben will. Die unter der Militärführung erlassene neue Verfassung ermöglicht das".

Mit wirklichen Verbesserungen braucht also auch dort keiner zu rechnen. Politische Strukturen bei jeder sich bietenden Gelegenheit den eigenen Interessen anzupassen ist unter Machtpolitikern offenbar gerade schwer in Mode.

re von Werner40

"und der Reichtum allen Bürgern zu Gute kommt".
So ein Satz von Ihnen ? Sonst wollen Sie doch klar,daß Reichtum nur wenigen zu Gute kommt.
An anderer Stelle lehnen Sie Streiks und auch Lohnerhöhungen ab.

Aufstehen

Das Volk sollte endlich aufstehen und die korrupte sozialistische Regierung wegputschen. Wenn das Volk frei ist, kann es wieder seine Würde zurück gewinnen und wirtschaftlich wieder aufwärts gehen.

Wenn die USA

... als größter Öl-Abnehmer Venezueles die Kauf-Order einstellt, kann Maduro den Laden dichtmachen.

Die Chávez-Militär Clique

wie in Ägypten u nun auch Brasilien hat das Militär ein gewichtiges Wort mitzureden u trägt an der Verarmung weiter Teile der Bevölkerung Mitschuld!
Sich die Taschen voller Geld zu stopfen, Stellen mit treuen Anhängern zu besetzen, die bei Aufträgen die Hand aufhalten, das ist eine Ursache allen Übels!
Kollegen, die dort tätig waren, können ihr Leid darüber klagen...

Bewaffnung des Volkes

Eine Revolution gegen Maduro kann nur erfolgreich sein, wenn das Volk besser bewaffnet ist. Ich denke, dass das Militär am Ende beutral sein wird. Wenn es gelingt, die bewaffneten Milizen Maduros zu besiegen, kann das Volk sich befreien. Es wird leider noch viel Blut fließen.

Scheinbar brauchen wir den nächsten Konflikt!

M.E. Nach mischen hier wieder alle die mit die einen neuen Schauplatz für Konflikte suchen.
Nun also Venezuela!
Rohstoffe sind das Maß der Dinge so scheint es
Es erschließt sich mir nicht wirklich welche Art der Demokratie die Venezuelaner suchen!
Oder gaukelt uns jemand was vor?

Öl ist käuflich

@ Karl Klammer:
Es wäre der gleiche Fehler wie damals im Iran, nur wegen des Öls oder um seine Mexikomauer damit zu begründen, dort einzugreifen.

Der Fehler liegt glaube ich bei Ihnen. Nur für Öl braucht man nirgendwo einzugreifen, das kann man am Weltmarkt einfach kaufen. Das Angebot ist groß genug. Wenn die USA in Venezuele hätten eingreifen wollen, hätten sie es längst getan.

14:38 Crosterland

"Ich bin sicher, wäre Maduro eine treuer Anhänger Washingtons, würde kein Huhn und kein Hahn nach den dortigen Zuständen krähen...."

sie haben den Punkt getroffen. Siehe nur z. Bspl. Haiti oder andere Mittel- und Südamerikanische Staaten.

Bürgerkrieg mit ungewissem Ausgang

Wenn es zu einem Bürgerkrieg kommt, kann es Sinn machen, dort unten militärisch einzugreifen um dem Volk zu helfen. Auch eine Bewaffnung der Opposition kommt natürlich in Frage.

Unterstützung von Putin für eine Diktatur?

Ich schäme mich als Russe, dass Putin diesen Maduro unterstützt, zumindest verbal. Das macht soch gar keinen Sinn, dieser Mann ist ein Diktator.
Ob er auch Waffen dahin verhökert, weiß ich nicht, hoffentlich nicht.

@Wir-Sofa-Revoluzzer 16:30

Tut mir Leid aber dies würde einen Bürgerkrieg provozieren. Offensichtlich setzen die USA alles auf einen Bürgerkrieg in Venezuela. So sehr ich Maduro verachte wegen seiner Politik. Das Modell Brechstange welches die USA offenbar wollen und welches einige Foristen hier offenbar wollen löst überhaupt nichts. Es muss Präsidentschaftswahlen geben und dann muss man sich gegen Maduro durchsetzen auf legalem Wege.
So sehr kritisch ich die russische Regierung und Putin sonst sehe, die handeln hier weise. Es ist eine innenpolitische Angelegenheit Venezuelas, da hat sich niemand einzumischen!

Am 24. Januar 2019 um 15:48 von Deeskalator

@fathaland slim
"Bei allem, von den Medien oft und gerne zitiertem Unvermögen von Maduro, es braucht doch mehr um ein Land so schnell zu ruinieren als nur einen komplett unfähigen Präsidenten.
Da spielen doch sicher noch äußere Faktoren eine Rolle."

Sie haben Recht.
Die Leute, die den Durchblick haben und als1.das Wort erheben, werden zuerst aus dem Verkehr gezogen.

Leute die zu schlau sind und zu viel wissen kann man nicht brauchen.
Weil diese Leute andere Vorschläge machen als der Präsident und somit seine Unfehlbarkeit in Frage stellen.

Jeder der nur schlau aussieht, z.B. eine Brille trägt, ist ein möglicher Staatsfeind und wird aus dem Dienst entlassen und aus dem Verkehr gezogen. Das wird solange gemacht, bis der

Präsident unfehlbar, der größte, schönste, schlauste im ganzen Land ist.

Nach der Schule ging Maduro zum politischen Training nach Kuba. Zurückgekehrt, arbeitete er zunächst als Busfahrer.

Noch Fragen?

Es ist mit Sicherheit viel

Es ist mit Sicherheit viel mehr als "ein Fünftel", das Maduro weiter unterstützt und damit auch nicht aufhören wird. Denn die Armen Venezuelas wissen, was ihnen blüht, wenn die Opposition die Macht übernimmt. Wer sich ein Bild davon machen will, sollte das Wort 'Caracazo' googlen. Das war 1989. Kaum jemand im Westen weiss davon. Tausende wurden getötet.

Wo sind die Ölgewinne?

Venezuela hat seit dem Jahr 1998 fast 1000 Milliarden Dollar mit Erdöl eingenommen. Aber wo ist das Geld hin? In die Wirtschaft und Infrastruktur, in die Gesundheit oder Bildung wurde es nicht investiert.

Am 24. Januar 2019 um 16:43 von Sergeј

Das ist nicht ganz richtig was Sie schreiben, Auszug aus ntv Mitte 2017.

" Russland sichert sich Insidern zufolge angesichts der schweren Krise in Venezuela Zugang zu den größten Ölreserven der Welt. Die Regierung in Moskau versorgt die venezolanische Führung mit dringend benötigtem Geld, um einen Staatsbankrott zu verhindern, wie mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Als Gegenleistung erhält sie Öl. "

Also hat die RF auch einiges zu verlieren, und Punkt Zwei ist dann, das weis auch die USA.
Also schädigt man durch einen Regime change auch den den Gegner, also gibt es schon mehr als einen Grund dort die Regierung zu wechseln.
Es geht nicht darum wie gut es den Menschen unter wem geht, sondern um Einfluss und am Ende auch um Öl.
Interessen von Staaten wie der USA und den anderen großen, sind weit gefächert, dabei ist die RF ja nur ein kleiner Regional Gegner.

re theo hundert

"Seit dem das Land die Ölindustrie weitgehend verstaatlichte um auch die Einahmen zu regulieren, und einen Teil Maduros Wählerschaft zugute kommen zu lassen."

Die Ölindustrie wurde schon lange vor Maduro und Chavez verstaatlicht. Dann allerdings kam sozialistische Misswirtschaft und Unfähigkeit dazu.

15:48 von Deeskalator

«… aber das was momentan vorherrscht ist ja nah an einer humanitären Katastrophe, wenn es nicht schon eine ist.»

Es ist eine.

«Bei allem, von den Medien oft und gerne zitiertem Unvermögen von Maduro, es braucht doch mehr um ein Land so schnell zu ruinieren als nur einen komplett unfähigen Präsidenten.
Da spielen doch sicher noch äußere Faktoren eine Rolle.»

Vor den letzten Präsidentschaftwahlen (die Maduro gewann) gab es auch Wahlen zum Parlament, in denen oppostionelle Parteien die Mehrheit errangen. Entgegen der Verfassung, "stelle Maduro daraufhin das Parlament kalt". Der Verfassungsgerichtshof ließ das geschehen, ohne zu intervenieren ("in Maduros Händen").

Äußere Einflüsse sind in VEN eher gering.
Die Erdölindustrie "wurde hausgemacht abgewirtschaftet".
Stilllgung & Beschlagnahme einiger Verlade-Terminals auf karibischen Inseln geschah, weil VEN finanziellen Verpflichtungen nicht nachkam.

Ca. 1/3 der Ölexporte gehen in die USA.
Ca. 1/4 der Importe kommen von dort.

re sergej

"Ich schäme mich als Russe, dass Putin diesen Maduro unterstützt, zumindest verbal. Das macht soch gar keinen Sinn, dieser Mann ist ein Diktator.
Ob er auch Waffen dahin verhökert, weiß ich nicht, hoffentlich nicht."

Falls doch hat er jedenfalls gewusst, dass er dafür keinen einzigen Rubel bezahlt kriegt.

16:51 von Werner Krausss

Zurückgekehrt, arbeitete er zunächst als Busfahrer.
.
wir hatten einen Aussenminister der arbeitete als Taxifahrer .....
(nachdem er ne Lehre abbrach und bei Opel rausflog)

15:48, Deeskalator

>>Bei allem, von den Medien oft und gerne zitiertem Unvermögen von Maduro, es braucht doch mehr um ein Land so schnell zu ruinieren als nur einen komplett unfähigen Präsidenten.
Da spielen doch sicher noch äußere Faktoren eine Rolle.<<

Das Land war schon vor Chávez ruiniert.

Es hatte beispielsweise immer schon eine der höchsten Tötungsraten weltweit.

Die organisierte Kriminalität, die Korruption und die Oligarchen haben es nach wie vor fest im Griff.

Unter Chávez gab es zu Anfang ein wenig Hoffnung, aber die ist rasch zerstoben.

Eine jahrzehntelange Tragödie.

Und daß Maduro komplett unfähig ist, ist leider eine nicht abzustreitende Tatsache.

Die üblichen Verdächtigen

"Moskau und Ankara stehen hinter Maduro"

Da stehen genau die richtigen beiden hinter Maduro.... ich könnte mir da noch ein paar mehr Staatsführer (wollte erst "Imperatoren" schreiben) die auf der Seite von Maduro sind.

@Sergej 16:43

Naja Maduro ist jetzt nicht der erste etwas autoritäre Politiker den Putin unterstützt. Assad ist ein Diktator, Kim Jong Un ist ein Diktator, Ghadaffi war ein Diktator, Lukaschenko ist ein Diktator, Karimov war ein Diktator. Es ist wirklich nichts neues, dass Putin solche Politiker unterstützt. Putin und die Russische Regierung und auch der Iran werden alles tun um Maduro an der Macht zu halten. Auch Waffentransporte gehört sicher dazu. Trump und die Amerikaner sind aber diesbezüglich genauso schlimm, die werden sicher die Opposition bewaffnen.

15:54, Shantuma

>>Wenn wir uns die Entwicklung in Venezuela anschauen werden wir und auch Sie nicht um den Fakt herum kommen das seit dem in Venezuela es eine linke Regierung gibt der Reichtum des Landes besser verteilt ist als vorher.<<

Genau das ist eben nicht der Fall.

Die Menschen flüchten zu Millionen aus dem Land.

Maduro ist nicht legitim im Amt

Die Präsidentschaftswahl mit angeblicher Mehrheit für Maduro wurde von keinem europäischen Land anerkannt. So weit ich weiß nicht mal von Russland, dessen Wahlen ja zumindest selbst umstritten sind.

@Sisyphos3

"wir hatten einen Aussenminister der arbeitete als Taxifahrer .....
(nachdem er ne Lehre abbrach und bei Opel rausflog)"

ja, bei dieser Partei machen außerdem auffallend viele Studiumabbrecher Karriere...

um 16:34 von Wir

um 16:34 von Wir Sofa-Revoluzzer:
"
Der Fehler liegt glaube ich bei Ihnen. Nur für Öl braucht man nirgendwo einzugreifen, das kann man am Weltmarkt einfach kaufen. Das Angebot ist groß genug. Wenn die USA in Venezuele hätten eingreifen wollen, hätten sie es längst getan.
"

...die USA haben schon (demokratisch gewählte) Regierungen wegen Öl (z.B. im Iran ) beseitigt- sogar schon wegen Obst (in Guatemala )...

...& die USA sind in Venezuela schon länger aktiv...

17:05, karwandler

>>re theo hundert
"Seit dem das Land die Ölindustrie weitgehend verstaatlichte um auch die Einahmen zu regulieren, und einen Teil Maduros Wählerschaft zugute kommen zu lassen."

Die Ölindustrie wurde schon lange vor Maduro und Chavez verstaatlicht. Dann allerdings kam sozialistische Misswirtschaft und Unfähigkeit dazu.<<

Wenn Sie das Wort "sozialistische" streichen würden, könnte ich Ihnen zu 100% zustimmen.

Es handelt sich nämlich eher um Nepotismus und Günstlingswirtschaft. Sozialistisch kann man so etwas nicht nennen.

Arrogante EU,USA,...

Die Arroganz der EU, US-Politiker undf anderer großen Wirtschaftsstaaten kennt keine Grenzen.

Seit wann darf sich ein Land wie Deutschland, was zwei Weltkriege zu verantworten hat, sich hinstellen und anderen Ländern ihre Souverenität absprechen?

Die EU und viele Politiker in den USA halten sich für Übermenschen.
So haben immer Kriege angefangen.
Siehe, Iran, Irak, Afghanistan, Libyen...

@fathaland slim um 15:32Uhr

Bei allem Respekt, aber IhreAntwort ist in der Sache ungenügend! Die Frage war doch, was ein ölreiches Schwellenland in gebietsweise Hungersnöte fallen ließ! Auf diese Frage ist Ihre Antwort, daß es früher auch schon Hungersnöte gegeben hätte, schonend gesagt, ohne Sinn oder Aussagekraft! Es hat noch nie jemand behauptet, daß es unter einem kapitalistischen Regime keine Korruption etc. gegeben hätte!

17:11 von Sisyphos3

«Zurückgekehrt, arbeitete er (Maduro) zunächst als Busfahrer.»

«wir hatten einen Aussenminister der arbeitete als Taxifahrer .....
(nachdem er ne Lehre abbrach und bei Opel rausflog)»

Und da besteht nun welcher kausale Zusammenhang zur momentan völlig desolaten Lage in Venezuela …?

17:11, Sisyphos3

>>16:51 von Werner Krausss
Zurückgekehrt, arbeitete er zunächst als Busfahrer.
.
wir hatten einen Aussenminister der arbeitete als Taxifahrer .....
(nachdem er ne Lehre abbrach und bei Opel rausflog)<<

Sowohl Busfahrer als auch Taxifahrer sind sehr ehrenhafte Berufe.

17:25, MelkMichel

>>hos3
"wir hatten einen Aussenminister der arbeitete als Taxifahrer .....
(nachdem er ne Lehre abbrach und bei Opel rausflog)"

ja, bei dieser Partei machen außerdem auffallend viele Studiumabbrecher Karriere<<

Ist denn der österreichische Bundeskanzler auch Mitglied dieser Partei?

Es geht den USA nur ums Öl - ganz einfach

Natürlich geht es den USA in Venezuela nicht um Demokratie oder Menschenrechte. Wäre Maduro ein "Partner" der USA, würde man ihn zu den "Guten" zählen, ganz egal wie diktatorisch er sich verhält. Saudi-Arabien ist das Beste Beispiel. Dort regiert eine Königsfamilie diktatorisch, lässt Kritiker in Konsulaten ermorden und Frauenrechte sind dort ein Fremdwort. Trotzdem gibt es weltweit kaum Kritik an dem Land. Die Saudis haben ihren Ölhandel den Amerikanern überlassen (Petrodollar). Die schöpfen die Quellen ab und geben den Arabern dann einen Anteil. So macht man sich schnell zum Freund des Wertewestens.

Die Parlamentswahlen waren in Übereinstimmung mit der Verfassung

@15:52 von Deeskalator
Nach dem - für Maduro wahrscheinlich überraschend - hohen Sieg der Oppositionsparteien, die ihrerseits von links bis rechts reichen, wurde die Wahl von 3 Mandaten vom Verfassungsgericht wegen Unregelmäßigkeiten annulliert.

Die 3 Mandate wären aber für die Opposition wichtig gewesen: Dann hätte sie legal den Präsidenten stürzen können.

Sie hat deshalb seither sämtliche Anordnungen des Verfassungsgerichts ignoriert, worauf das - verfassungskonform - mit der Entmachtung des Parlaments reagierte.

Nach der venezolanischen Verfassung ist deshalb die Aktion Guaidós rechtswidrig, wahrscheinlich etwas, was unserem "Hochverrat" entspricht.

17:43, pxslo

>>Es geht den USA nur ums Öl - ganz einfach.<<

Ich wäre froh, solch eindimensionale "Analysen" nicht mehr lesen müsste.

Die USA sind mittlerweile der größte Erdölproduzent der Welt. Vor Russland und Saudi-Arabien.

Die Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert, und das "Erdölzeitalter" neigt sich außerdem dem Ende zu. Saudi-Arabien spürt die Auswirkungen dieses Strukturwandels bereits.

>>d. Die Saudis haben ihren Ölhandel den Amerikanern überlassen (Petrodollar). Die schöpfen die Quellen ab und geben den Arabern dann einen Anteil. So macht man sich schnell zum Freund des Wertewestens.<<

Nö.

Die OPEC bestimmt den Weltmarkt-Ölpreis. Saudi-Arabien ist da führendes Mitglied.

Darstellung: