Kommentare

Ich weiß oft nicht wirklich …

… was von Spahns Vorschlägen zu halten ist, aber die wütende Reaktion der Ärzteschaft lässt darauf schließen, dass er diesmal voll ins Schwarze getroffen hat. Endlich mal …

Einfacher wäre es, die

Einfacher wäre es, die privaten Patienten ebenso schlecht oder gut zu behandeln, wie die gesetzlichen. Wenn es für die keine Sonderbehandlung mehr gibt, entspannt sich die Lage. Für den Landarztmangel könnte man erhöhte Sätze anbieten, so daß es sich lohnt, auf dem Land zu arbeiten, statt in den überfüllten Städten. Dann schaffen wir noch die Begrenzung ab und lassen so viele Ärzte zu, wie möglich. Dann werden sich wegen der Konkurrenz schon die langsamen und schlechten Ärzte selbst rauswerfen. So genießen sie eine Art Artenschutz und werden vor Konkurrenz geschützt? Warum? Bei Friseuren wird solch Unfug nicht gemacht.

40 Stunden..

Ich bin Arzt und arbeite 40 Stunden pro Woche (auf Papier..) in einer Praxis.
Ich könnte also nur 25 Stunden pflichtarbeiten und die andere 15 Stunden gegen mehr Honorar vergüten lassen?!..
Das ist interessant...

Ich persönlich habe von

keinem niedergelassenen Arzt gehört, dass er heute keinen regulären Praxisbetrieb hat. Wir haben zu wenig niedergelassene Ärzte, sowohl in der Stadt wie auf dem Land. Das ist das Problem.

Verständnissfrage

Wenn auf der einen Seite Ärzte beklagen keien Praxis eröffnen zu dürfen weil das Gebiet angeblich überversorgt sei. auf der anderen Seite aber beständig Terminmangel und lange Wartezeiten beklagt werden scheint doch irgendwas nicht zu stimmen.

offenbar scheint es ja so zu sein das die Pauschalsätze eben nur für 20 oder 25 Wochenstunden reichen, wäre es besser die Praxis die letzten 3 Wochen im Quartal zu schliessen?

Das eigentliche Problem

... ist nicht der Arztmangel, denn im internationalen Vergleich sind wir bzgl. der Arztdichte führend, sondern die viel zu hohen Ausgaben, z.B. durch Doppel- und Dreifachuntersuchungen, viele Arztkonsultationen (im Schnitt 18 pro Bundesbürger und Jahr!) und das Gewinnstreben von Großteilen der Ärzteschaft. Und das sagt/schreibt ein Arzt. Und von mir aus kann Herr Spahn gerne die Bürgerversicherung einführen: gleiche Leistungen für gleiche Beiträge!

Das löst sich erst wenn es

deutlich mehr Ärzte und somit mehr Konkurenz gibt. Fachärzte sind sehr rar und ich habe sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Fehldiagnosen, reine Raffgier um die teuren Geräte zu bezahlen und keinerlei Gespür für den Patienten. Ich meide Ärzte so gut es nur geht, echte Hilfe gibts so gut wie bei keinem Arzt. Schade...

Am merkwürdigsten finde ich

Am merkwürdigsten finde ich das Argument: Die Ärzte müssen das jetzt machen, weil wir es in der Koalition beschlossen haben. Wenn etwas in der real existierenden Alltagspraxis nicht funktioniert, können sich alle Theoretiker auf den Kopf stellen. Dann müssen sie ihre schlauen Beschlüsse revidieren und neu verhandeln. Und sich vielleicht mal mit den Betroffenen kurzschließen.

zwei Klassen?

Der Kern mancher Probleme ist doch die Teilung in PKV und GKV. Allen Befürwortern sei die Frage gestellt, ob sie das heute einführen würden, wenn es das nicht so gäbe. Wären alle Gutverdiener in der GKV pflichversichert, wäre nicht weniger sondern mehr Geld im System.
Ein anderer Missstand: Deutsche Abiturienten wollen Medizin studieren, geht aber nur mit 1,1. Die fehlenden Ärzte kaufen wir uns dann in anderen Ländern, die die selbst bräuchten.

Diskutierte 20 Stunden und politische Eingriffe

Die Unterstellung von politischer Seite, Ärzte arbeiteten zu wenig (das kam von Lauterbach, der Medizin studiert hat, aber selber nie als Arzt tätig sein konnte), war ein Schlag ins Gesicht all derjenigen Ärztinnen und Ärzte, die 10 - 24 (Dienste etc.) Stundentage haben. Zentralisitsiche Eingriffe in die aufwendige Praxisverwaltung, können nur schaden. Auch die Idee Spahns, von politischer Seite entscheiden zu können (ohne wissenschaftliche Studien), welche Leistungen künftig bezahlt werden, ist ein Alarmsignal. Diese 20 Stunden sind nur ein kleiner Teil des Angebotes und auch die chronischen Patienten müssen regulär (planbar mit Terminvergaben und nicht offenen Sprechstunden) versorgt werden. Dass Ärzte, die mindestens 12 Jahre intensivster Ausbildung hinter sich haben, i.d. Regel um Leben zu retten, zu heilen und zu helfen, nun politische Heilsbringer benötigen, um die Patientenversorgung zu organisieren, ist ein echter Affron. Es gibt insgesamt zu wenig Ärzte für zuviele Patienten.

Selbstbedienungssystem für systemfremde

Alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen(Pfleger, Schwestern, Arzthelferinnen/helfer und auch superböse Ärzte im Krankenhaus oder in den Praxen) würden sich sehr freuen wenn auch der Politik endlich ein Lichtlein aufgehen würde ...
Bei den Praxen ist das ach so einfach: Los 25 statt 20h arbeiten fürs gleiche Geld...Hä Leistungskürzung um 25% heisst das für alle Versicherte...
Mehrleistung heißt mehr Personal &Geld... Das Honorarbudget... ist seit 20Jahren gedeckelt - Was ist eigentlich Inflation. Ebenso das Medikamentenbudget.
Achtung: Die Beitragseinnahmen sind auf Rekordniveau, die Rücklagen der Kassen auch, Pharma& Medizinproduktekonzerne-Gewinne ebenso..
NUR in unserer Versorgung kommt das Mehr an Geld schon seit 20 Jahren nicht mehr an. (Inflationsbereinigt sinken Honorarbudgets seit 20 Jahren)
warum gibt es keinen Aerztnachwuchs???
Niemand geht freiwillig in die Insolvenz!!
Die heutige Versorgung wird nur noch durch Aufopferung getragen..
Min. Spahn handeln Sie richtig!

Danke für die sachliche Berichterstattung

Verfolgt man Spahns Ideen, die schon bald in ein Gesetz münden sollen, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass künftig zentral, von politischer Ebene, entschieden werden soll, z.B., welche Behandlungsmethoden - ob wissenschaftlich getestet oder nicht (Fettabsaugen) - finanziert werden. Derart brisante Fragen müssen dem meist vertrauensvollen Verhältnis zwischen Ärzten - hochausgebildet in der Materie i.d. Regel wohl mit dem Ziel, heilen und helfen zu wollen - und ihren Patienten überlassen werden. Selbstverwaltung ist ein hohes Gut und die deutsche Medizin international anerkannt. Ein Eingriff in die Terminvergabe ist ein alamierendes Zeichen, das die sehr aufwendige Praxisorganisation kleinschrittig untergräbt. Kampagnen über die mangelnde Urteilsfähigkeit der Ärzte zur Dringlichkeit von Patientenbehandlung waren ein schlimmer Vorlauf für die Rechtfertigung solcher Eingriffe.

Was soll das?

Herr Spahn, selbst als Patient muss ich sagen, dass Ihre Idee gut ist, aber leider nicht gut, denn nur einfach von 20 auf 25 zu klettern, reicht nicht aus, denn damit wird das elementare Problem nicht gelöst! Unser komplettes System ist nicht nur zeitgemäss zu formen, sondern der nahen Zukunft anzupassen! Wir verlieren auf vielen Gebieten den Anschluss, an bereits mehreren asiatischen Staaten! Fahren Sie dort hin, oder aber nur zu unseren Nachbarn nach Norden! Nehmen Sie das Beispiel DigitalTechnik im Kindergarten und Grundschule, da liegen wir weit zurück!

Herr Spahn

Wenn sie wirklich mehr Sprechzeiten fordern, dann frage ich mal, ob sie glauben das Ärzte nur Samariter der Gesellschaft sind. Arzt sein ist ein toller Beruf, wenn man ihn nicht so gängeln würde.

Was soll der Unsinn Herr

Was soll der Unsinn Herr Spahn? Da wo keine Ärzte sind kann es auch keine zeitnahen Termine geben.

Gesamtgesellschaftliches Problem

das nicht einfach mit einer Maßnahme zu ändern ist, sondern Transparenz und Nachhaltigkeit durch dauerhafte Anpassung bedarf. Wie eben das Meiste.
Fakt ist:
Viele gehen zum Arzt obwohl die nicht müssten, Frei nach dem Motto Mach mich gesund.
Vielen fehlt der richtige Arzt weil, sie den nicht bekommen.
Arzte nutzen das System aus.
Es werden Arzte durch das System verheizt.
Es werden Unsinnige und oft zu viele Medikamente von der GKV bezahlt, obwohl nutzlos oder falsche Nutzung.
Wichtige und neue Medikamente sind für viele unerreichbar da nicht gestützt.
usw.
Fakt ist das durch Abhängigkeiten Ausbeutung gefördert wird, das ist überall gleich, bei der Gesundheit aber eben extrem, da von der das Wesentlichste abhängt was man hat, das Leben.
Man kann es auf den Punkt bringen, das die Frei funktionierende Marktwirtschaft mit sozialem Ausgleich die Lösung ist.
absolute Transparenz, keine Bevorzugung, Freier Zugang zu allem wäre die Lösung, aber da wird keiner reich und mächtig.

@Egleichhmalf - Spahn hat diesmal voll ins Schwarze getroffen

Lassen Sie sich vom Spahn etwa vorschreiben
wie lange ihr Geschäft täglich zu öffnen ist ?
Ärzte sind freie Unternehmer !

Beispiel Psychotherapie

In der Psychotherapie gibt es einen eklatanten Versorgunsmangel, der aber dreist von den Kassen weggerechnet wird. Die derzeit gültige „Bedarfsplanung“ mit angeblichen Überversorgungen ist Betrug an den Versicherten, was man an monatelangen Wartezeiten sieht. Spahns Vorstoß ist der nicht minder dreiste Versuch, vom Problem abzulenken und die dringend fällige neue Bedarfsplanung zu verhindern. Aktivität wird vorgetäuscht und die Versicherten und Wähler bewusst getäuscht.

zwei Klassen?

Der Kern mancher Probleme ist doch die Teilung in PKV und GKV. Allen Befürwortern sei die Frage gestellt, ob sie das heute einführen würden, wenn es das nicht so gäbe. Wären alle Gutverdiener in der GKV pflichversichert, wäre nicht weniger sondern mehr Geld im System.
Ein anderer Missstand: Deutsche Abiturienten wollen Medizin studieren, geht aber nur mit 1,1. Die fehlenden Ärzte kaufen wir uns dann in anderen Ländern, die die selbst bräuchten.

Risikoberufung Arzt

Wer es auf sich nimmt, schon vor dem Studium auf ein 1er Abi hinzuschuften (NC Garant für Studienerfolg, deshalb sinnvoll), dann ca. 12 Jahre extrem fordernde Intensivausbildung (theoretisch und praktisch) auf sich zu nehmen, um dann als Assistenzärztin/ Assistenzarzt noch immer zunächst für sehr kleines Geld zu arbeiten, dem darf man einen Mindestvertrauensschuss gewährleisten, dass er angetreten ist, um Leben zu retten und zu heilen und zu helfen. Die immer bürokratischer werdende Medizin hilft weder Ärzten noch Patienten. Auch der Angriff auf Privatpatienten, die eben dafür arbeiten, in ihre Gesundheit zu investieren, hilft nicht weiter. Oft ermöglichen sie den Praxen überhaupt ausreichend Personal mit guten Geräten zu finanzieren. (Praxisfinanzierung ist extrem teuer und kann erst nach sehr teuren und notwendig! aufwendigem Studium, Ausbildung etc. überhaupt angedacht werden). Ärzten, die so motiviert arbeiten, zu unterstellen, sie könnten die Praxis nicht führen, ist ein Affront.

@ Superschlau 08:37 Uhr

"Dann werden sich wegen der Konkurrenz schon die langsamen und schlechten Ärzte selbst raus werfen."
Da haben sie die Rechnung aber ohne die Kassenärztliche Vereinigung gemacht.
Zudem ist "Wettbewerb", "Konkurrenz" kaum in der Branche ein echtes Thema, vom zweischneidigen Schwert bei der Behandlung einmal ganz zu schweigen.
Bei der Arbeit mit "Menschen" ist Ethik nach wie vor das oberste Gebot, nicht aber Behandlungen nach katalogisierten Zeiten.

Ärztemangel

Wenn es mehr Ärzte und Psychotherapeuten gäbe würde die zeitnahe Versorgung gesichert sein. Ist aber nicht gewollt. Die Erschwernisse die bewusst eingebaut werden um den Hilfesuchenden dazu zu bringen aufzugeben, möglichst nicht zum Fachmann zu gehen, sollen wohl den Kassen Einsparungen generieren. Genau so absurde Idee wie die des Oberbürgermeister von Düsseldorf die Ampelschaltungen möglichst auf einer roten Welle zu schalten damit weniger Verkehr in der Stadt ist. Sagt diesen merkwürdig denkenden Menschen denn niemand das sie fehl auf ihrem Platz sind? Oder umgeben die sich nur mit ja sagern?

@9:04

"warum gibt es keinen Aerztnachwuchs???"
- Offenbar nicht, weil der Beruf so unbeliebt ist. Einerseits gibt es in D zu wenige Medizin-Studienplätze. Andererseits gründen die Absolventen lieber lukrative Praxen in Großstädten.

mehr Ausbildung !

Unsere Politik ist gut im Regulieren und zu einem nicht unerheblichen Teil unter Planwirtschaft groß geworden, was auf ihr heutiges Politikverständnis stark abfärbt.
Warum nicht den Ärztemangel mit mehr Ausbildung angehen ... wahrscheinlich zu einfach. Interessierte Abiturienten gibt es genug, und als Patient hatte man dann bei mehr Auswahl auch die Gelegenheit die unfähigeren Ärzte zu umgehen.
Heute reicht selbst eine 1,0 nicht mehr, um einen Studienplatz zu bekommen, da wird noch zusätzlich auf die Punkte geschaut, weil es keine 1+ im Abitur gibt. Zum Glück gibt es noch einen Anteil, der über Vorstellungsgespräche zum Studium zugelassen wird.
Übrigens, mein persönlicher Spitzenreiter war ein Hautarzt mit 9 Monaten Wartezeit, und weil dann der Termin von Arzt abgesagt werden musste, hatte ich kurzfristig eine ganze Auswahl an Terminen im Angebot ... die noch für Privatpatienten freigehalten worden sind.

08:37 von Superschlau

die privaten Patienten ebenso schlecht oder gut zu behandeln, wie die gesetzlichen.
.
superschlau !
wenn sie im Flugzeug in der Business sitzen,
zahlen sie dann das 5 fache dafür,
damit sie ebenso behandelt werden wie in der Holzklasse ?

@h2o2

...sondern die viel zu hohen Ausgaben, z.B. durch Doppel- und Dreifachuntersuchungen, viele Arztkonsultationen (im Schnitt 18 pro Bundesbürger und Jahr!) und das Gewinnstreben von Großteilen der Ärzteschaft. Und das sagt/schreibt ein Arzt. …. gerne die Bürgerversicherung einführen: gleiche Leistungen für gleiche Beiträge!

Und warum macht "ihr" die 2-3 Untersuchungen ? Weil Arzt X, Arzt Y Geld zuschanzen will? Halte ich für ein Gerücht, oder vermindern kleiner Teil.
Oder weil na einem CT doch noch nicht alles "erkennbar" diagnostizierbar ist ? Na schon eher oder ?
Oder weil sogar der Patient, der "schlaue" Fuchs solange von Arzt A zu Arzt B zu Arzt C Pendelt bis einer ihm sagen kann was er hat ? (und Viele darunter sind, die solange pendeln, bis sie dem Arzt gefunden haben der die Diagnose stellt die der Patient will, sagen wir mal AU Ausfüllt … )

An all dem wird eine Änderung von PKV zu G(B)KV nix ändern. Im gegen Teil ohne Konkurrenz wird die BKV schlimmer als GK

Traurig, Verlierer in dem

Traurig, Verlierer in dem System sind immer die selben und zwar genau die, für die dieser gesamte Apparat erfunden, aufgebaut und einstmals gut zum Laufen gebracht wurde. Aber dann haben alle als 'Dienstleister' daran beteiligten, auch die Politik, nur noch ihr Geschäft gesehen und die Gier entdeckt. Seither ist es egal, dass Leute Arzttermine nachfragen, weil sie ein, oder oft mehrere, gesundheitliche Probleme haben, vielleicht sogar schon Todesängste und nicht, weil sie sonst nicht wüßten, was sie tun könnten. Aus solchen Miseren ein Geschäft zu machen und immer mehr Gewinn daraus zu schlagen, ist Normalität in dieser Gesellschaft. Von der Pharmaindustrie bis zum Krankenhaus, erlebt man hier nur noch, dass wirtschaftliche Erwägungen über Erkrankungsbehandlungen entscheiden, falls überhaupt behandelt wird. Gegen die Gefahr, dass Verursacher dieser Mißstände einmal selber in die selbe Situation kommen, haben die sich ja längst mit den Beiträgen der Kranken gut absichern können.

@H2O2

"Das eigentliche Problem ist nicht der Arztmangel, denn im internationalen Vergleich sind wir bzgl. der Arztdichte führend, sondern die viel zu hohen Ausgaben, z.B. durch Doppel- und Dreifachuntersuchungen, viele Arztkonsultationen (im Schnitt 18 pro Bundesbürger und Jahr!) und das Gewinnstreben von Großteilen der Ärzteschaft."

Es gibt sehr wohl auch den Ärztemangel. Wenn Sie den Bedarf durch mehr Arztkonsultationen bei z.B. der Vorsorge und der Nachsorge (das muß übrigens nicht sinnlos sein) ausgleichen bzw. dieses Niveau halten möchten, dann braucht man auch mehr Ärzte. Denn es gibt wenig Nachfolger bzw. sehr wenige junge Ärzte.

Dazu gibt es in einigen Fachrichtungen mehr als genug und anderen ist ein richtiger Mangel da. Das muß man auch versuchen auszugleichen. Es gibt sehr viele Schrauben an denen man im Gesundheitssystem drehen muß und zwar stendig. Einfache Lösungen, die Herr Spahn anstrebt, gibt es leider nicht. Man muß sich da richtig hinknien.

Wie so oft in der

Wie so oft in der Bundespolitik wird am eigentlichen Problem vorbeigedacht. Ein Gesetz machen zu wollen, das lediglich dazu da sein soll, Patientinnen und Patienten schneller mit Terminen zu versorgen, ist völliger Schwachsinn. Schon jetzt erhalten Patienten bei Bedarf Termine nach schnellster Verfügbarkeit. Wo nicht mehr geht, da ist eben Schluss ... Herr Spahn sollte lieber daran arbeiten, dass endlich die Zwei-Klassen-Medizin, hier Beamte, da das Fußvolk, abgeschafft wird und in das teilweise stundenlange Warten in den Wartezimmern beendet wird. Deutschland braucht mehr Ärzte - deswegen mehr gezielte Anwerbung auch aus Nicht-EU-Staaten. Und es braucht mehr Geld - eben auch die Beiträge der Beamten.

@ discobolos 08:58 Uhr

"Wären alle Gutverdiener in der GKV pflichversichert, wäre nicht weniger sondern mehr Geld im System."
Richtig - nur darf das nicht so deutlich verbreitet werden.
In der Schweiz z.B. ist jedem Millionär bekannt, dass er zwangsweise in Sozialsysteme mehr einzahlt als er jemals erhalten würde.
Sind das nun "edlere" Menschen oder ist hier die Vorteilsnahme auf Kosten anderer stärker ausgeprägt?

Studienplätze notwendig teuer

Studienplätze in der Medizin sind sehr teuer. Allein deshalb ist es volkswirtschaftlich betrachtet sinnvoll, primär 1er Abiturienten zuzulassen (ist auch vom BGH so eingeschätzt). Was bringt es, wie in Frankreich, jeden zuzulassen und dann nach dem ersten Semester reihenweise auszusieben, weil die Mindestleistungen nicht erbracht werden können. Auch und gerade 1er Abiturienten (gilt ja neuerdings als Vorwurf) müssen sozial hoch kompetent sein (sonst kämen sie in ganzen Gruppenarbeiten, Teamvorgaben, mündlichen Situationen) nicht zurecht in der Schule. Nein, es gibt auch zuviele 1er Abiturienten, die keinen Studienplatz bekommen. Zusatzkriterien zum NC wie "Prüfung" sozialer Kompetenz, soziales Engagement, gehören im Übrigen schon jetzt an Unis zu den Eignungsvoraussetzungen. Niemand ohne praktische Arbeit in Pflegestationen (während der Semesterferien oder vor dem Studium) kann im Übrigen seine erste große Prüfung absolvieren (nach 2 Jahren). Es fehlen Studienplätze für die Besten!

ja die faulen Ärzte ....

wenn ich mit meinem Freund (Allgemeinmediziner) nen Termin vereinbare
am Sonntag morgen wegen eines gemeinsamen Frühstücks mit der Familie,
dann fallen ziemlich viele Wochenenden weg
nicht weil er golfen ist oder zum Shoppen in NY, sondern weil er an einer Fortbildung teilnimmt
Freitag nachmittags ist er auch nicht wie in vielen Berufen üblich
um 14:00 im Wochenende sondern im Behandlungszimmer
wenn die Sprechstunde schließt um 19:00/20:00 darf er noch Arztbriefe schreiben
ach ja und mich ruft keiner in der Nacht an, weil er nicht weiß dass es auch einen Ärztenotdienst gibt

"08:58 von vox moderandi"

"Wenn etwas in der real existierenden Alltagspraxis nicht funktioniert, können sich alle Theoretiker auf den Kopf stellen" - ich glaube da verstehen Sie genau wie ich einen offenbar wesentlichen Grundsatz der Politiker nicht: Wenn etwas Gesetz ist, dann muß es so gemacht werden. Einen Nutzen muß es nicht mehr erbringen.
Und noch etwas verstehe ich nicht: "Die künftig verpflichtenden fünf Stunden offene Sprechstunde..." - ich kann mir gut vorstellen, daß zu Beginn der "offenen Sprechstunde" nach 1 Minute mehr Leute da stehen, als der Arzt in 3 Stunden behandeln kann. Was dann ? Da wird wohl übersehen, wieso es zur Notwendigkeit der Terminvergabe kam.

Kommt darauf an

wo man wohnt und um was für einen Arzt es sich handelt, Ärzte wo ich hinfahren kann oder könnte bei Bedarf, haben alle wesentlich länger auf als diese 25 Stunden.
Bringt also nichts.
Auch der Bericht mit Herrn Spahn und den Apothekern zeigt, wir hätten sicher Menschen finden können die etwas mehr von der Materie verstehen, und nicht so nahe an der Lobby sind.
Das zieht sich eben dann auch durch bis zur Pflege, wo es eigentlich nur eine richtige Idee gibt, die Er aber nie und nimmer gehen wird.
Wenn Er bis zur nächsten Wahl nicht alles kaputt gemacht hat, um es mal salopp zu sagen, dann bekommen wir einen Neuen.

Hochambitioniert und intelligent

Wir kennen solche Schüler, die hoch ambitioniert, sozial engagiert und leistungsstark sind. Einige von ihnen möchten, um zu heilen und zu helfen, Medizin studieren. Man kann ihnen nicht mehr guten Gewissens zuraten. Die Bürokratisierung wird von der Politik vorangetrieben. Es findet eine fortlaufende Abwertung statt - der ethischen Motivation, der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit, des sozialen Engagements. Die Fianzierung, auch dank der Deckelung durch Kassenfunktionäre der Gesetzlichen, deutet nicht darauf hin, dass Patienten in den nächsten Jahren zufrieden stellend behandelt werden können. Stattdessen kleinschrittige Eingriffe ins komplexe Praxisgeschehen durch Politiker. Warum sollte also jemand diesen enormen Aufwand (persönlich und finanziell) noch auf sich nehmen? Es wird mit Unterstellungen gearbeitet, um eingreifen zu können. Die Ärzte können für den Ärztemangel nichts. Studienplätze nicht abwerten durch Aufhebung der Zugangsvoraussetzungen - mehr Plätze für die Besten!

@ 09:34 von MaWo

"Wären alle Gutverdiener in der GKV pflichversichert, wäre nicht weniger sondern mehr Geld im System." Das ist falsch. Auch die Gutverdiener würden nur den Höchstbeitrag zahlen. Denn es handelt sich um eine Versicherung, keine Steuer. Daher muss - so verlangt es die Verfassung - ein vernünftiges Verhältnis zwischen Beitrag und Leistung bestehen. Die Alternative, ein steuerfinanziertes System wie der NHS im UK, ist noch viel schlimmer. Unser Problem ist tatsächlich nicht zuviel private Krankenversicherung, sondern zuwenig. Die gesetzlichen Kassen verschwenden das Geld, da sie praktisch nicht kontrolliert werden und auch gar keine Motivation haben, Geld zu sparen. Die paar Privatversicherten stabilisieren zwar das Einkommen der Ärzte, aber würden sie genauso lange warten, wie gesetzliche, würde das die Wartezeit der gesetzlichen kaum senken. Zumal für Privatversicherte, da wirklich bezahlt, kommt der Arzt auch früher oder macht Überstunden, arbeitet also länger.

09:27 von Sisyphos3 08:37

Da hat aber einer das Prinzip einer Solidargemeinschaft nicht verstanden. Außerdem stimmen ihre Ausführungen so nicht immer, denn in private Krankenkassen treten meist gut verdienende Singles oder Paare ohne Kinder ein, weil es für sie schlicht günstiger kommt.
Eine Zweiklassengesellschaft im Grundbedürfnis "Gesundheit" ist und bleibt unsozial und diskriminierend.

@syssiphos3

Wenn ich behandelt werde, wie in der Holzklasse, zahle ich auch nur Holzklasse. Es ist nicht einzusehen, warum ein Privatpatient schneller behandelt wird. Ist der irgendwie "gleicher"?
@ MaWo, die Kassenarztvereinigung ist mir egal. Der Arzt reicht seine Unterlagen bei der Kasse ein und bekommt Geld. Wenn ich bei dem einen Arzt jahrelang warten muß, gehe ich zu einem anderen, Das spricht sich rum. Der Trödler muß also irgendwann schließen, oder begnügt sich mit den Patienten, die er tatsächlich bewältigen kann. Momentan werden diese Trödler durch das System geschützt.
3Monate Wartezeit beim Augenarzt? Passiert mir immer wieder. Leider sind hier alle Augenärzte so schlecht.

Zuerst eine Reform

Um das umzusetzen, was Herr Spahn will, daß die gesetzlich Versicherten schneller dran kommen wie die Privaten, muß die EBM zuerst einmal reformiert werden.

Bei gesetzlich Versicherten:
Aktuell ist es so, daß für einen guten Gewinn für die Praxis die Fallzahl wichtig ist. Das bedeutet je mehr Patienten man untersucht, umso mehr Gewinne kann man erzielen. Deswegen versuchen auch die Ärzte in Großstädten zu bleiben, weil es dort einfach mehr Patienten gibt und dadurch man wirtschaftlicher arbeiten kann.

Insgesamt muß die Praxis auch von gesetzlichen Patienten mehr verdienen können. Deswegen werden auch aus rechnerischen Gründen die privaten Patienten bevorzugt.

EBM muß so reformiert werden, daß man im ländlichen Bereich mindestens genauso gut verdienen kann (mit weniger Pat.) vielleicht sogar besser und daß man insgesamt mehr Einnahmen erzielt durch die gesetzlich Versicherten.

Diese EBM eher Sparmaßnahmen hat man nämlich damals gemacht, um Gelder zu kürzen (SPD- U. Schmidt).

Vortäuschung von Handlungsfähigkeit

Das Problem der Politik , dass sie vorgibt, Probleme angehen zu wollen, zu deren Lösung sie jedoch nicht annähernd die Werkzeuge hat. Sie maßen sich Kompetenz an und der unreflektierte Wähler nimmt sie dann auch noch in die Pflicht.
Wie kann ein Staat den Markt für Wohnungsmieten, Lehrer und Ärzte beeinflussen? Fast gar nicht. Er tut aber so.
Wir bilden Ärzte aus, die sich dann aufgrund besserer Verdienste und Arbeitsbedingungen ins Ausland verabschieden. Die werden jedoch von den Krankenhausunternehmen. Vor 5 Jahren hat man Lehrer fortgejagt. Zahlen tut man immer noch schlecht. Ein Zahlungsmittel könnte Sicherheit sein, d.h. Verbeamtung.
Nächstes Beispiel Wohnungsmarkt. Wie will der Staat Mieten beeinflussen? Das geht nicht, wenn das nicht seine Wohnungen sind. Ganz einfach. Er muss hier als Marktteilnehmer auftreten. Der Staat will mehr Fachkräfte in der Altenpflege? Wie denn? Welche Hebel hat er? Ich sage: Gar keine! Tut aber so. Das ist lächerlich und macht unglaubwürdig.

Organisation oft mangelhaft

"Wir wissen sehr genau, wie wir eine Praxis zu führen und zu organisieren haben", kontert die Vorsitzende der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Petra Reis-Berkowicz."

Ja genau! Das heißt, ich warte gar nicht trotz Termin oft über eine Stunde lang, weil die Praxis offenbar nicht in der Lage ist für spontan kommende Patienten mit Beschwerden Pufferzeiten einzuplanen!

Neo-liberales Verhalten

"Wir wissen sehr genau, wie wir eine Praxis zu führen und zu organisieren haben" [...]
"Wir brauchen keine detailverliebten, unpraktikablen und arbeitsweltfremden Vorgaben seitens des Staates."
Nein Frau Reis-Berkowicz, dass wissen anscheinend die Mehrheit der Praxen nicht!
Käme es sonst zu diesen Wartezeiten - oder ist dies gewollt?
Das "Terminservice- und Versorgungsgesetz" ist allerdings ebenso ein grober Unfug!
Wer eine Zweiklassenmedizin, ursprünglich verursacht von der Ges.Ministerin Ulla Schmidt, SPD , muss sich heute nicht wundern. Einzige Lösung m.E. ist eine einheitliche Bürgerversicherung ohne Klassenstruktur. Jede Praxis, die eine Kassenzulassung möchte, hat diese Patienten grundsätzlich zu bevorzugen, selbstverständlich mit überarbeiteten Sätzen. Verstößt eine Praxis dagegen, muss die Zulassung aberkannt werden. Wer als Arzt keine Kassenpatienten will, kann sich gänzlich als Privatpraxis niederlassen, kann dann aber nur privat abrechnen.

Autsch...

Der Herr Gesundheitsminister will den Ärztemangel also dadurch bekämpfen, dass er die praktizierenden Ärzten per Gesetz zur Arbeit zwingt. Als nächstes kommt dann das Zwangsmedizinstudium für alle mit ner 1,irgendwas im Abi?!

Termine

Die meisten Ärzte arbeiten wohl eher zuviel als zuwenig. Jeder, der mal den Ablauf in einer Arztpraxis beobachtet weiß, dass es dort sehr früh los geht und abends lange das Licht brennt. Wie da 5 Stunden mehr von oben verordnet etwas bewirken sollen ist mir nicht klar.
Von mir aus kann gerne die Trennung zwischen PKV und GKV abgeschafft werden. Gleiche Beiträge und gleiche Leistungen für Alle. Aber so lange ein Arzt von einem Privatpatienten den 2,3fachen Honorarsatz nehmen darf ist er natürlich auch 2,3x so motiviert, diesen schnell zu behandeln. Dann müssten die armen PKV-Patienten auch nicht über hohe Beiträge im Alter jammern und versuchen, sich in die GKV zurückzuschummeln.
Und wenn der Arzt für jeden Patienten das gleiche Honorar bekäme gäbe es auch keinen Grund, bestimmte Patienten bei der Terminvergabe zu bevorzugen.

Ist doch ganz einfach

"An einem Punkt dämpft er allerdings die Hoffnungen der Ärzte: "Die 25-Stunden-Regelung steht im Koalitionsvertrag und war der Kompromiss daraus, dass wir die Bürgerversicherung nicht eingeführt haben", sagt er. Zu sagen, 'mach das doch anders', sei eine "Aufforderung zum Wortbruch in der Koalition"."

Wo ist das Problem? Einfach die Bürgerversicherung einführen, dann können die Ärzte ihre 20 Stunden behalten, die SPD ist mit Sicherheit nicht sauer darüber und man hätte sogar echten Fortschritt gemacht, eines der Grundprobleme unseres Gesundheitssystems zu lösen. Win-win-win.

Warum sich die Ärzte ...empören

Weil sich Arbeitnehmer empören, die doch Wähle sind … Ärzte sind weniger und wählen andere Parteien … das dürfte es sein... nicht umsonst wird an Symptomen gedoktert, wie das im System oft genug Usus ist.
Wir benötigen ein Versorgungsgesetz für die Fläche, eventuell mit einer Beihilfe für die Praxiskosten, damit sich Landpraxen in Punkto Produktivität nicht zu sehr von solchen in Großstädten unterscheiden. Wir brauchen eine stabilere Gesundheit, damit wir nicht mehr so oft und schnell zum Arzt rennen müssen - die Mähr, das schnelle Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit vor einer gründlichen Wiederherstellung von Gesundheit geht, muss ins Reich der Märchen zurück, wohin sie gehört und ansonsten muss die Struktur der Versorgung (Bezahlung von Mehrfachbesuchen/ Hausbesuche etc. ) auf eine alternde Gesellschaft abgestimmt werden- es gäbe viel zu tun, mögen sie es erfolgreich anpacken ohne die Ärzteschaft zu erregen.

denkste

"Der Arzt ...und bekommt Geld."
eben nicht!!
er erbringt Leistungen,, wenn er zu viele Patienten behandelt wird er auf den Durchschnitt gekürzt, für die Mehrpatienten erhält er entweder prozentual immer weniger oder Garnichts. als Strafe fleissig zu sein...
Wenn er dadurch mehr Medikamente als der Durchschnitt verschreiben muss er diese (den Listenpreis ohne Abzug Ihrer Zuzahlung) der Kasse bezahlen. als Strafe...
Nachdem er abgerechnet hat: erhält er nach über 6 Monaten seinen Bescheid was er wirklich (s.oben) bezahlt bekommt...
weil das so absurd ist rechnen viele , um nicht Ärger zu bekommen, vieles gar nicht mehr ab.. (daher 50h und mehr Wochenarbeitszeit)
z.B. erhält ein Augenarzt lt Gebührenordung in Brandenburg 20 euro Grundpauschale für alle Besuche bei Ihm im Quartal... real sind es 6-7 euro (s. oben)
Das Honorar ist die Betriebseinnahme davon zahlt er alle Kredite Kosten Gehälter die Altersversorgung , seine Sozialabgaben etc.
warum? siehe Selbstbedienungsladen für syst.

Empörung unrecht

Arzt wird man zum Dienst am Menschen!?
Hr. Dietrich (FÄ), Frau Reis-B. (KBV), Herr Gassen (KBV), das Mißtrauen ist leider manchmal berechtigt. Findet der Arzt die eigentliche Ursache nicht, wird versuchsweise ein Medikament verschrieben, und leider nicht an einen Facharzt vermittelt. Das ist auch mangender Respekt an den Menschen, die u.a. auch für das Einkommen der Ärzte und des weiteren Personals sorgen. Mangelndem Respekt begegnet man aber auch schon am Telefon beim Versuch einen Termin zu bekommen, an der Rezeption der Praxen und der Behandlung bis man zum Arzt darf.
Allein in meiner Familie sind schon 4 Arztfehler mit Folgen gemacht worden. Anzeigen hilft aber ja nur sehr selten, ist aber auch in meiner Familie nicht üblich. Auch die Ärzte der Nachbehandlungen wischen das Thema immer schnell vom Tisch. Dazu gibt es auch ein altes Sprichwort.

@oijoijoi

"Und es braucht mehr Geld - eben auch die Beiträge der Beamten."

Und die ungedeckelten Beiträge der sehr gut Verdienenden. Und es braucht eine Straffung des GKV-Systems. Unser Gesundheitssystem leistet sich die Verwaltungsapparate von 110 gesetzl. Krankenkassen flächendeckend in ganz Deutschland. Das lässt sich auch in einer Organisation zusammenfassen, was ja auch in anderen Ländern funktioniert.

Und bevor wieder "Arbeitsplätze" gerufen wird: über das Thema wird auch schon seit Jahren geredet und geredet, in denen man den Strukturwandel längst hätte anstoßen können.
Das ist wie mit der Kohle: wenn man weiß, dass ein Prinzip nicht mehr vertretbar ist, muss man sich trauen, es zu ändern. Der Bergbau wurde auch über Jahre eingestellt, nicht von heute auf morgen. Aber anfangen muss man mal.

Irrtum

Die Gebühren für Ärzte für Privatpatienten ist aus den 80iger Jahren.
die Novelle aus den 90igern war minimal ohne Kostensteigerung.

Welcher Berufstand arbeitet noch zu Preisen aus den 80iger Jahren?

Trotzdem sind die Honorare immer noch höher als bei den gesetzlichen KK!!!

Da ist doch was faul im Staate oder.

warum siehe: Selbstbedienungsladen für Systemfremde..

PS: auch privatversicherte sind alt und krank die sogenannte Einheitsversicherung wo alle einzahlen ist nur Kosmetik -eine Milchmädchenrechnung!!!

Spahn ! rann ans Eingemachte bei Pharma und Kassen!

Numerus Clausus

In biblischer Zeit vor etwa 40 Jahren nahmen die Universitäten praktisch jeden geeigneten Bewerber auf. Platz wurde geschaffen, irgendwie. Dann kam der Numerus Clausus und die Lehrstuhlinhaber erkannten, dass es vorteilhaft ist, weniger Studenten zu haben. Die kostbare Zeit lässt sich anders lukrativer nutzen.
Auch die Politik zusammen mit den Krankenkassen erkannte den Vorteil dieses kranken Systems: Weniger Ärzte bedeutet weniger Kosten.
Diese Winn-Winn-Situation wird mit Händen und Klauen verteidigt. Ein nicht im dem System erwachsen gewordener Jens Spahn stört da nur. Die vereinigte Lobby meint sicher: der muss weg! Herr Spahn halten Sie durch!
Ich selbst habe als Privatpatient schon schlechte Erfahrungen mit arbeitsunwilligen Ärzten gemacht. Der Vater hatte für Hilfesuchende seine Türen weit offen, der Sohn nicht mehr.
Der größte Missstand ist die überbordende teils sinnlose Bürokratie. Leider ist das ein Herrschaftsinstrument der Verbandsfunktionäre und Politiker

Gleichgewicht

immer weniger Einzahler im Verhältnis zu immer mehr nicht oder zu wenig zahlenden Nutznießern funktioniert eben bei keinem System

@u.we.

"Wir bilden Ärzte aus, die sich dann aufgrund besserer Verdienste und Arbeitsbedingungen ins Ausland verabschieden. "

Genau und weil die EBM (einheitlicher Bewertungsmaßstab bei Niedergelassenen) von Frau Ulla Schmidt so reformiert wurde, daß man den Ärzten bzw. Praxen die Gelder kürzen konnte bei gesetzlich Versicherten.

Deswegen versuchen alle Praxen mehr private Patienten zu untersuchen, damit sie wirtschaftlicher arbeiten können. Gesetzlich Versicherte sind eher uninteressant, weil es sich finanziell nicht lohnt.

Diese Sparmaßnahmen bei der KV fallen jetzt uns auf die Füße. Aufeinmal hat man selbstverständlich Wartezeiten bei gesetzlich Versicherten und Private werden bevorzugt, weil damals die SPD mehr kassieren wollte, indem sie den Praxes das Geld wegnimmt.

Auch schon damals haben die Ärzte dagegen selsbtveständlich protestiert aber man hat es einfach ignoriert. Das ersparte Geld dadurch war einfach für die damalige Regierung zu attraktiv.

Bürokratisierung ist kontraproduktiv

Die zunehmende Bürokratiesierung führt dazu, dass für die eigentliche Arbeit immer weniger Zeit ist.
Gleichzeitig steigt die Last bedingt durch die zunehmende Veralterung der Gesellschaft.

10:02 von Hartmut der Lästige

Da hat aber einer das Prinzip einer Solidargemeinschaft nicht verstanden
.
möglich !
den einen glaubt man zum Arbeiten zwingen zu dürfen
beim anderen wenn er keine Lust hat findet man das gut,
gibt man sogar noch Geld
ist das ihre Vorstellung von Solidarität ?

Ach, macht er das, ja? Wegen Wortbruch?

Das ich nicht lache. Und soll das Gefasel von Vertrauensbruch? Kann man sich bitte auf die wesentlichen Argumente konzentrieren? 25h Pflicht bedeutet nur noch 15-25h für die Privaten. Hier wird also erst ein kommerzielles Krankensystem aufgebaut und dann die Teilhabe derer, die in dem ganzen System die eigentliche Arbeit machen, künstlich reduziert.

Unterm Strich ist also das System PKV/GKV für die schieflage verantwortlich. GKV Tarife sind nicht konkurrenzfähig und niemand will das ändern. Da liegt der Hase im Pfeffer. Die besserverdienenden werden dagegen im PKV-System erstklassig versorgt.

Der Artikel bringt immerhin mal ein bisschen für und wieder. Schade dass es erst einen bundesweiten Streik in einer kritischen Infrastruktur braucht, bis unsere Qualitätsmedien auf so ein Problem aufmerksam werden.

Schade auch dass man sich wie die Privaten so von der aktuellen Mode treiben lässt. Ist denn der Pflegenotstand schon erledigt?

10:09 von Superschlau

Es ist nicht einzusehen, warum ein Privatpatient schneller behandelt wird.
.
der eine zahlt Holzklasse, der andere Business
so auch die Leistungen
was rechnet ein Arzt bei einem Privatpatienten ab
was bei einem Kassenpatienten
Gerecht oder nicht ... aber so ist das Leben

Den Ärzten zu unterstellen,

Den Ärzten zu unterstellen, sie würden zu wenig arbeiten, ist schon harter Tobak. Meine Erfahrungen als Patient sind da anders. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Ärtze immer in die richtige Richtung arbeiten? Pauschalisieren will ich auch das nicht, jedoch sind gerade bei Fachärzten manche Anreize falsch gesetzt. Das Messer zu zücken ist nun mal leider für selbstoperierende Ärzte sehr lukrativ und eine wichtige Einnahmequelle für (private) Kliniken. Ob also die Arbeitszeit der Fachärzte immer richtig „investiert“ iS des Patienten ist, wage ich zu bezweifeln. Ich selbst bin so einem Gewinnmaximierer zuletzt gerade noch von der Klippe gesprungen. Die OP hätte mich inkl. Reha etc. mehr als ein Jahr außer Gefecht gesetzt. Am Ende half eine Zweitmeinung und 4 Wochen selbst injizierte Spritzen. Bei „korrekter“ Arbeit des ersten Doc, hätten in der Zeit auch 8 andere Patienten behandelt werden können.

Den wunden Punkt getroffen bei der Ärzteschaft

So sehe ich das auch.

Aufopferung?

das ist ja fürchterlich.
Wo finde ich solche Samariter. Ich würde spenden. Ich begleite mitunter Menschen die Hilfe benötigen. Wir haben bisher nur chaotisch organisierte Praxen gefunden, ständig wechselndes Personal das sich über schlechte Bezahlung beklagt und eine Panikmache seitens der Dres. die geradezu zu Abhängigkeitsverhältnissen führt.
In Krankenhäusern treffen wir AIP-ler wohin das Auge reicht, über Weihnachten auschließlich.
Also das ewige Gejammer der Ärzte darüber wie wenig man ihre Kunst ( deshalb Kunst-Fehler) honoriert, halte ich so langsam für
unerträglich. Spahn müßte nicht eingreifen,
wäre der Mißstand nicht so groß. Mein jüngste Fall: vermutlich Bandscheibenvorfall, seit acht Wochen gibt es keine freie Röhre in den man den Mann schieben kann um zu diagnostizieren Mitte Februar vielleicht, bis dahin immer stärkere Schmerzmittel.

10:38 von powderc

In biblischer Zeit vor etwa 40 Jahren nahmen die Universitäten praktisch jeden geeigneten Bewerber auf
.
erstaunlich - war wohl ein anderes Land
ich habe 2 Ärzte aus dem Bekanntenkreis die begannen damals ihr Studium
- mußten sich einklagen
(zumindest eine hatte nen Abi Schnitt von 1.8)

@10:50 von Sisyphos3

"der eine zahlt Holzklasse, der andere Business
so auch die Leistungen
was rechnet ein Arzt bei einem Privatpatienten ab
was bei einem Kassenpatienten
Gerecht oder nicht ... aber so ist das Leben"

Nein, dass Ärzte für Privatpatienten mehr Geld bekommen, das ist nicht das Leben, sondern ein Anzeichen für ein verkorkstes Gesundheitssystem. Dagegen könnte man was machen, wenn man denn wollte.

Und wenn der eine in der Holzklasse für ein paar Stunden unbequemer sitzt als der andere in Business ist das die eine Sache, aber wenn der eine krepiert, damit der andere die Business-Behandlung für seinen Schnupfen kriegt, dann ist das nicht mehr in Ordnung. Wir haben uns hier in Deutschland für eine soziale Marktwirtschaft entschieden, nicht für einen entfesselten Kapitalismus.

Es sollte niemand Arzt

Es sollte niemand Arzt werden, der den Hippokratischen Eid nicht leisten möchte.

Es sollte auch niemand Feuerwehrmann werden, der 09:00 - 17:00 Uhr arbeiten möchte.

Der Kunde im Gebiet eines Arztes hat hier definitiv das Recht auf seiner Seite.

Wenn ich morgens spätestens

Wenn ich morgens spätestens um 9.00 Uhr beim Arzt bin, warte ich vielleicht 2 Stunden und ich werde behandelt, ob Orthopäde oder Hausarzt. Die Gesellschaft stöhnt, weil sie warten muss, und ein Behandlungstermin erst weitaus später ist. Was uns fehlt ist bei alternder Gesellschaft z. B. der Augenarzt odr Kardiologe. Da wir man schneller blind oder bekommt einen Herzinfarkt, bevor man da eine Termin bekommt. Aber einen Arzt zu diktieren wie lange er am Tag arbeiten soll, das geht einfach zu weit.

Ich glaube nicht, daß Ärzte zuwenig arbeiten...

...und die Praxen dadurch quasi nur schwer "erreichbar" sind für Patienten.

---

Mein Hausarzt hat die 25 Std./ Wo. in seiner Praxis.
In dieser Zeit ist eine tägl. Notfallstunde morgens ab 11.00 Uhr auch schon vorhanden, sodaß Patienten egal ob alt oder neu dort ohne Termin kommen können.
Vorausgesetzt ist aber, daß eine akute Krankheit vorliegt.
In den Zwischenzeiten, bei meinem Arzt also vor 9.00 Uhr u. vor 16.00 bzw. 17.00 Uhr tätig er seine Hausbesuche, seine Pausen u. andere Arbeiten.
Er hat auch teilweise bis 19.00 Uhr auf.

Das neue Vergütungsmodell sehe ich als chronisch Kranker ebenfalls kritisch, denn ein Arzt könnte evtl. andere Patienten bevorzugen.

Ich sehe das Problem eher bei den Facharztpraxen.
Denn da gibt es teilweise zu wenige.
Und die wenigen sind dann überlaufen.

Da sind dann 3 Monate Wartezeit das Mindeste an Wartezeit.
So erlebe ich das immer.
Bei meiner Angiologin sind es sogar 6 Monate.

Also Hr. Spahn, tun Sie etwas auf diesem Gebiet.

Unnötig wie ein Kropf

Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer mehr zum Negativen, mir gefällt das gar nicht.

Ich persönlich wohne in einer Kleinstadt mit 28.000 Einwohnern auf dem Land. Von daher sind wir gerade nicht mit Zuviel Fachärzten verwöhnt. Dennoch kann ich nicht behaupten das ich höchstens drei Wochen auf einen Termin warte. Wenn es dringend ist sorgt mein Hausarzt dafür das ich schneller einen Termin bekomme. Braucht es aber normalerweise nicht. Alles eine Art der Organisation hat mir die Anmeldung bei meinem Facharzt gesagt.

Eher fällt mir auf das die Patienten im Wartezimmer schon nach 30 Minuten durchdrehen. Keiner hat Zeit. Wer krank ist hat aber im Normalfall eines sicher, Zeit. Gilt besonders wenn eh schon krank geschrieben oder Rentner/Pensionär.

Beim Hausarzt bekommt man allerdings schlecht einen Termin und muss an den drei Tagen der Sprechstunde hin, dauert halt dann 1 1/2 oder 2 Stunden. Was soll‘s, krank, dann Zeit.

Es gibt andere Punkte die aufregen. Wäre jetzt zu Lange.

so ist das leben? gerade das

so ist das leben?
gerade das will ich ja ändern. Aber solange die Sachbearbeiterin der Krankenkasse mit 35h lockerer Büroarbeit mehr verdient, als der Arzt mit 50 Stunden, kann irgendwas nicht stimmen.

Leistungsbereitschaft und helfendes Engagement

Wir kennen keine Ärzte, die weder in der Klinik noch in einer Praxis (sofern vollzeit tätig) weniger als 40 Stunden in der Woche arbeiten. Die meisten arbeiten deutlich mehr und sind es gewohnt, vom Beginn der Vorbereitung auf das Studium an (1er Abi) Knochenarbeit zu leisten. Medizin ist eines der Studien mit den geringsten Studienabbrechern und hohen Zahlen für soziales Engagement "neben dem Studium". Mal in die Statistik schauen. Noch vor der ersten großen theoretischen Prüfung müssen zig Pflegepraktika (in den Semesterferien) geleistet werden. Danach, neben einem der aufwendigsten theoretischen und praktischen Studien Famulatur und Blockpraktika während der Semester"ferien"! Dann Wochenend- und Nachtdienste, Rufbereitschaft im Krankenhaus und in der Praxis. Immer höheres finanzielles Risiko mit einer Praxis plus Unterstellungen zu mangelnder Leistungsbereitschaft und ethischem Handeln neuderdings. Nun kommt noch die Politik als "Heilsbringer"? Was sollen Ärzte noch leisten?

"Wie viele Arztpraxen tatsächlich geschlossen sein werden, ist unklar."

Welche Gründe auch immer hinter der Empörung der Ärzte stehen (und ob die in den Augen der großen Mehrheit der Bevölkerung nun nachvollziehbar bzw. gut und gerechtfertigt sind oder nicht), klar ist hier eigentlich nur eins:

Es geht auf jeden Fall und wie immer in erster Linie ums Geld.

Und nicht um das Wohl der Patienten.

Ärzte sind freie Unternehmer?

zu Karl Klammer: "Ärzte sind freie Unternehmer"

Ärzte als freie Unternehmer? Freie Unternehmen arbeiten mit dem Ziel der Gewinnmaximierung!
Wenn Ärzte nach diesem Ziel streben, haben sie ihren Beruf vollkommen verfehlt.

Holz vs. Business

Solange es das duale System gibt, in dem der Patient bzw. seine Versicherung darüber entscheidet wieviel ein Arzt für eine Behandlung erhält, gibt es eine unterschiedliche Behandlungsqualität - und sei es durch kürzere Wartezeiten. Meinen Hut ziehe ich vor allen Ärzten, die Privatpatienten nicht bevorzugen (ja, solche gibts auch).

Wieso Gutverdiener mehr für dieselbe Versicherungsleistung zahlen sollten als andere? Weil sie Gutverdiener sind! Die gleiche Versicherungsleistung sollte es für den gleichen Prozentsatz des Einkommens geben, wie innerhalb der GKV üblich. Nach oben dann nur eine Deckelung der Beitragshöhe.
Zahlen Gutverdiener dann im Schnitt mehr als sie "verbrauchen"? Sicher - solange sie nicht wirklich ernsthaft erkranken. So ist das in einer Solidargemeinschaft.

In unserem Gesundheitssystem läuft viel verkehrt, da helfen keine kleinen Schritte. Da müsste mal grundsaniert werden.

Tropfen auf den heissen Stein...

Herr Spahn sollte da ansetzen, wo es wirklich nutzt. Nämlich dass wir zu wenig Ärzte haben, weil wir zu wenige ausbilden und zulassen und uns wegen der unattraktiven Arbeitsbedingungen in Kliniken zu viele ins Ausland abwandern. Auch hätte ich als Ärztin gerne die Grundversicherung gehabt, da ich die zunehmende Ungleichbehandlung von kassenärztlichen und Privatpatienten seit langem als Problem sehe. Ferner finde ich es zynisch ausgerechnet Ärzten zu unterstellen, zu wenig zu arbeiten. Ich habe in einer deutschen Klinik zwischen 50-60 Wochenstunden gearbeitet, einschliesslich vieler Nächte und mindestens einem Wochenende pro Monat. Ich verdiente damals als ÄIP 1600 DM/Monat. Eine Arbeitszeitdokumentation gab es nicht, geschweige denn irgendeine Möglichkeit für Überstunden frei zu bekommen. Ich hatte Kollegen mit Familie, die hatten schon mehr als 1 Jahr keinen Urlaub mehr gehabt. Nach 11/2 Jahren habe ich mich in die Schweiz verabschiedet, wo man sich anders verhält.

@Christian_S - Ärzte sind freie Unternehmer?

Zahlen Ärzte nicht etwa ihre Angestellten, Miete,ihre Gerätschaften,etc. selber ?

Warum soll der Arzt denn länger,extra für Spahn arbeiten, wenn er sein Gehalt und die Praxiskosten schon gedeckelt hat.
Alles fürs Finanzamt :-)

Die Ärzte empören sich zu recht

Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, wird hier der Weg der Gängelung und Bevormundung beschritten. Grundsätzlich hängt die Qualität ärztlicher Versorgung nicht von planwirtschaftlichen Vorgaben ab bzw ließe sich dadurch steuern oder positiv beeinflussen. Generell sehe ich medizinische Leistungen in Deutschland als von sehr uneinheitlicher und wechselhafter Qualität. Die Medizinerausbildung ist manchmal im Ausland besser. Deutsche Ärzte sind aber immerhin Spitze in Betriebswirtschaft. Wichtig ist doch, dass ein Artzt das Problem des Patienten löst. Leider sind fehlgeleitete, teure aber gleichzeitig unwirksame oder schädliche Behandlungen meiner Erfahrung nach leider keine Ausnahme. Typisch deutsch auch: gleich „unters Messer“, anstatt abzuwarten oder preiswerte und weniger Invasive Eingriffe vorzuschlagen. Grund: jede OP bringt richtig Kohle! Das System insgesamt ist krank.

@SoccerLady

"Ferner finde ich es zynisch ausgerechnet Ärzten zu unterstellen, zu wenig zu arbeiten. Ich habe in einer deutschen Klinik zwischen 50-60 Wochenstunden gearbeitet, einschliesslich vieler Nächte und mindestens einem Wochenende pro Monat. Ich verdiente damals als ÄIP 1600 DM/Monat. "

Viele Menschen denken wohl man wird automatisch ein Arzt, wenn man es einfach nur will.

Nach Abitur 6 Jahre Studiumzeit. Durch Faulheit kann man wohl auch nicht ein Notendurchschnitt von 1 erreichen. Also fängt es schon mit dem fleißig sein eigentlich in Gymnasium sogar Grundschule an.
Wenn man danach noch ein Facharzt werden möchte, braucht man wieder 6 Jahre für die Ausbildung.

Irgendwann ab 30 oder 35 fängt man eigentlich an richtig zu verdienen. Ob es sich überhaupt noch lohnt ist die Frage. Der Stress während des Studiums und die große Verantwortung, die noch zu schultern ist als Arzt, kommt auch noch dazu.

Wenn es so einfach wäre, dann würden es ja schließlich wohl viele Menschen machen.

@ SoccerLady - Die Besten werden abwandern

Die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit von Medizinern (von Anfang an) geht weit über den Durchschnitt. Ziel: Heilen, helfen, leben Retten! Soziales Engagement plus geringste Studienabbrecherquoten inclusive. Immer mehr Bürokratisierung in Kliniken und Praxen, Unterstellungen von Seiten der Politik zu mangelnder Leistungsbereitschaft! Ein sehr wertvoller Beruf, eigentlich eine Berufung, sonst würde man den Stress nicht aushalten, den nur die Leistungsstärksten durchhalten. Die deutsche Medizin ist weltweit anerkannt. Jetzt möchte ein Herr Spahn mit kleinschrittigen Maßnahmen in die Praxisorganisation hinein ein jahrelang nicht ausreichend finanziertes System noch weiter gängeln? Oder ein Herr Lauterbach (Medizinerausbildung, konnte aber nie als Arzt arbeiten), den Ärzten, die incl. Diensten, Risiken, Verantwortung oft Tag und Nacht beschäftigt sind, mangelnde Leistung oder Organisationsfähigkeit unterstellen? Bitte mehr Geld aus den Kassen geben und mehr Studienplätze schaffen.

Re: Egleichhmalf

Wie viele Stunden arbeiten Sie in der Woche? - Als Arzt arbeitete ich in den letzten Jahren durchschnittlich 56 h pro Woche plus 42 h Bereitschaftsdienst bei einer Einsatzhäufigkeit zwischen 40-50%, also nochmals rd. 20 h.
Das ist eine wöchentliche Gesamtarbeitszeit von 76 h pro Woche. Wenn ich dann folglich doppelt so viel verdiene wie ein Arbeiter mit 35 h, dann bin ich wieder ein raffgieriger Arzt. - übrigens, die "freien" Sprechstunden am Samstag waren sehr, sehr wenig frequentiert.

Win-Win bedeutet auch etwas zurückzugeben

Die Ärzte, die ich kenne, arbeiten untadelig bis zum Anschlag. Diejenigen , die ich nicht kenne, sich aber über eine Lobby vor Einflußnahmen der Gesellschaft schützen wollen, sollten sich fragen, ob sie das Medizinstudium nebst der notwendigen Infrastruktur aus eigener Tasche bezahlt haben oder ob es nicht angebracht wäre, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben.

Uninformierter Blödsinn

Zitat um 11:28 von Holyshit:
"Es sollte niemand Arzt werden, der den Hippokratischen Eid nicht leisten möchte."
Völliger Blödsinn - lesen Sie sich den hipokratischen Eid in seiner Originalfassung durch und Sie sehen (Minimalintelligenz vorausgesetzt), dass ein Arzt diesen heutzutage garnicht mehr leisten KANN! Und wir Ärzte leisten diesen auch nicht.
Wie auch Ihrem Kommentar liegt bei vielen vorschnellen Kommentaren heutzutage eine mangelnde Bildung zugrunde, die gepaart mit Ignoranz zu großen Teilen die heutigen Probleme der Welt begründen. Und in Zeiten des Internets könnte diese fehlende Bildung durch zehnsekündige Recherche via Google eigentlich kompensiert werden!
Daher vorher informieren, bevor man Schwachsinn verzapft, bitte.

abhängig von der Region

Je nachdem, wo man in Deutschland wohnt, funktioniert das auch schon ganz gut mit den Terminen oder Notfallsprechstunden.
Da rede ich jetzt nicht nur von Stadt und Land, sondern auch von Unterschieden bei verschiedenen Städten.
Wenn ich jetzt bedenke, dass ich bei 5 Praxen anrufen musste um bei einem Hausarzt aufgenommen zu werden, dann kann das nicht angehen, besonders nicht im Speckgürtel einer Großstadt. Hier muss dringend etwas gemacht werden. Da sehe ich nicht nur die Ärzte in der Pflicht, sondern auch die Politik, dir dafür sorgen muss, dass es genug Ärzte gibt.

Zu der Diskussion pkv und gkv. Ich wäre auch für eine allgemeine Versicherung, bei der man sich noch gesondert absichern kann.
Die pkv ist im Übrigen nicht unbedingt teurer als die gkv, sondern wäre in meinem Fall sogar deutlich günstiger bei deutlich höherer Leistung.

Die zunehmende Bürokratisierung in der Medizin

ist das Hauptproblem, egal ob in der Pflege oder im Arztberuf. Wenn ich bei meinen Altersheimbesuchen am Mittwoch nachmittag, wenn ich lt. Professor Lauterbach eigentlich beim Golfspielen sein sollte, sehe, dass zwei Pflegekräfte über der Dokumentation sitzen, die rein medizinisch nicht erforderlich ist und auch keiner liest. Dann die ganzen Anfragen der Kassen und Behörden, deren Bearbeitung mich den Freitag nachmittag und den halben Samstag kostet, wo ich mich eigentlich auf meiner nicht vorhandenen Segelyacht befinden und Hummer mit Goldauflage verspeisen wollte. Wenn ich dann entsprechend den Rabattverträgen stundenlang suchen muss, welches Blutdruckmedikament die eine Kasse verschrieben haben will, welches die andere Kasse überhaupt nicht will u.s.w. - Und dann kommen von Leuten, die absolut keine Ahnung von der Materie haben, so populistische Vorschläge wie von Herrn Minister Spahn. Da kann einem nach einer 76-Stundenwoche schon die Galle hochgehen.

@pandarus

>Und warum macht "ihr" die 2-3 Untersuchungen ? Weil Arzt X, Arzt Y Geld zuschanzen will?

Die allermeisten Ärzte sind froh, wenn sie pünktlich nach Hause gehen können. Ein paar Wenige mögen vielleicht so denken, aber die Allermeisten nicht.

Wenn jemand z.B. in einer radiologischen Praxis ein Bild anfertigen lässt oder Laborwerte vom Hausarzt mitbringt, wird in der Notaufnahme oft doch noch einmal geröngt oder Blut abgenommen. Die Bilder, die man JETZT bräuchte, sind nicht verfügbar, weil der Patient die CD nicht dabei hat die externe Praxis geschlossen hat bzw. die Bilder nicht via Internet übermitteln kann/darf (dank Datenschutz, deshalb hat auch jede Arztpraxis noch ein Fax). Laborwerte ändern sich auch schnell. Oder ein Ultraschall wird noch einmal gemacht, weil ein geübter Sonographeur oft mehr sieht oder der Patient bei der ersten Untersuchung nicht nüchtern war. Oder der Patient hat die entsprechenden Unterlagen nicht dabei... erlebe ich in der Notaufnahme leider täglich.

@Paddy B.


Wo ist das Problem? Einfach die Bürgerversicherung einführen, dann können die Ärzte ihre 20 Stunden behalten, ..., eines der Grundprobleme unseres Gesundheitssystems zu lösen. Win-win-win.

Können Sie mir bitte genau sagen welches der 1000 und 1 Probleme im Gesunheitssystems das lösen würde ? Fallen dann Ärzte samt Praxen vom Himmel? Oder werden noch mehr der Ärzte-Studenten gar nicht mehr in D. anfangen?
eine BKV wird nichts lösen, sondern alles noch mehr verschlimmern, aber das wollen eh die Leute nicht begreifen.
Glauben Sie im ernst das SIE mit dem Kanzler(inn) oder gar mit Dieter Bohlen im Wartezimmer auf Ihren Termin warten werden ? Sie sie so Naive? dafür wird es dan eine Zusatz-KV geben, wo genau diese Leute X Y bekommen (JA VOR IHNEN). Für den kleinen wird aber wegen Kostengründen eh je 2 Leistung gekürzt, Konkurrenz gibt es ja nicht mehr. Glauben sie nicht ? Schauen sie mal nach Zusatz Versicherungen Zahn und Krankenhaus … und zählen Sie 1 und 1 zusammen..

Demokratie: Volkes Wille beachten

Zunächst muss man die falsche Behauptung korrigieren, Ärzte sollen mehr arbeiten - nein, es geht nur um die "niedergelassenen" Ärzte und sie sollen mehr für Kassenpatienten arbeiten und weniger für die - lukrativen - Privatpatienten.
Dass das ganze Problem mit einer einheitlichen "Bürgerversicherung" und mehr Studienplätzen für Ärzte locker behoben wäre, ist bekannt.
Aber das Volk wählt mit 40 % CDU/CSU, und die wollen das bisherige, für manche Ärzte und Unternehmen gewinnbringende System nicht ändern. Volkes Wille also!
Dazu passt,dass CDU/CSU ein Lobbyisten-Register für den Bundestag abehnen - warum wohl?
Aber letztendlich ist das Wahlvolk verantwortlich, es hat diese Parteien und Politiker gewählt ... also keine Sorge, liebe Villenbesitzer am Starnberger See (höchste Arztdichte Deutschlands) - es wird sich nix ändern!

Erstmal brauchen wir eine

Erstmal brauchen wir eine Rentenkasse für ALLE und eine Gesundheitsversicherung für ALLE und danach kann sich jeder so weiter versichern wie er kann oder möchte.
Das würde die ganze Geschichte entzerren, zudem wäre es gerechter für alle, aber welsche Politiker will das schon?
Teile und herrsche.

"Wenn ich bei meinen Altersheimbesuchen am Mittwoch nachmittag, (...) sehe, dass zwei Pflegekräfte über der Dokumentation sitzen, die rein medizinisch nicht erforderlich ist und auch keiner liest. Dann die ganzen Anfragen der Kassen und Behörden, deren Bearbeitung mich den Freitag nachmittag und den halben Samstag kostet, (...).
Wenn ich dann entsprechend den Rabattverträgen stundenlang suchen muss, welches Blutdruckmedikament die eine Kasse verschrieben haben will, welches die andere Kasse überhaupt nicht will u.s.w."

Was Sie da in Ihrem Kommentar beschreiben ist genau das, was ich unter einem "nachvollziehbaren und gerechtfertigten Grund" für die Empörung von Ärzten verstehe (siehe mein Kommentar von 11:45).

@Märchenerzähler

Privatpatienten zahlen nicht "mehr" sondern deutlich niedrigere Beiträge. Und das nicht nur im Verhältnis zu ihrem höheren Gehalt, sondern auch in absoluten Zahlen.

Der Trick ist eben der, dass die privaten Kassen fast keine chronisch Kranken und damit sehr viel geringere durchschnittliche Kosten pro Patient haben. Die sind nämlich oft arbeitsunfähig und ohne Einkommen auf eine gesetzliche Versicherung angewiesen.

Die kleine Klientel der Privatpatienten schmarotzt also in doppelter Hinsicht. Zum Einen durch lächerlich niedrige Beiträge, die vom Gehalt völlig entkoppelt sind, oft in keinem Verhältnis zu den in Anspruch genommenen Leistungen und weit unter den Kosten der gesetzlich Versicherten liegen, zum Anderen durch ihre "bevorzugte" Behandlung, bei der sie Infrastruktur (z.B. Fachärzte) blockieren, die im Wesentlichen von der großen Masse der gesetzlich Versicherten geschaffen und unterhalten wurde und wird.

08:58 von vor moderandi

Sie haben vollkommen recht, diese Aussage ist ein Affront gegen die Bürger.
Im Koalitionsvertrag kann stehen was will, wenn es sich als Blödsinn erweist, dann ist es automatisch Makulatur!
Wieder mal ein Schuss vor den Bug von Herrn Spahn - der Mann ist unerträglich.

Ein Bekannter...

...arbeitet jeden Tag vor n 8 bis 18 h in seiner Praxis mit genügend Pausen... mittwochs und freitags ist er pünktlich um 12 raus aus der Praxis und 10 Minuten später zuhause... so laxe Arbeitszeiten hätte ich auch gerne... den papierkram machen dannn wohl die Mitarbeiterinnen... also kann man erwarten das er pro Woche noch mal 6 Stunden inkl. Pause hinlegen könnte... das wären dann 24 Stunden im Monat mehr und einige Patienten müssten nicht zu lange auf Termine warten, privatpatienten hat er keine, aber mehr verdienen würde er wohl auch nicht für die Mehrarbeit wegen der Krankenkasse... also ich kann verstehen warum er Mittwochs und Freitags früh zuhause ist und keine weiteren Patienten behandelt oder gar Termine macht...

Das Geschäft mit Arztpraxen

Der Koalitionsvertrag sollte umgehend ergänzt werden. Das Aufkaufen von Arztpraxen durch "Investoren" muss unterbunden werden. Diese Praxen sind reine Profit orientierte Unternehmen und sicher nicht im Interesse der Patienten und der Krankenkassen.

um 08:38 von p.rodgers "40 Stunden...

>>Ich bin Arzt und arbeite 40 Stunden pro Woche (auf Papier..) in einer Praxis.
Ich könnte also nur 25 Stunden pflichtarbeiten und die andere 15 Stunden gegen mehr Honorar vergüten lassen?!..
Das ist interessant...<<

//

Dann gehören Sie vermutlich zu den Wenigen...
Kenne es eher anders und die Zuarbeit wird doch größtenteils vom Personal erledigt...

Bei der Vergütung könnte auch eingespart werden, bez. besser um-verteilt...

Parzienten extra antanzen zu lassen nur um eine zusätzliche Vergütung zu erhalten ist im www.-Zeitalter ein Unding...
Im meinen Fall muss ich jedes Quartal den Hausarzt aufsuchen, um für die Dialyse eine Einweisung zu holen, was auch in der Dialyse ein kontrollierender Arzt erledigen könnte...
Aufwendung und Wartezeit (von über zwei Stunden) sind keine Seltenheit usw...

als Landarzt im Sauerland, jetzt im Ruhestand,

hatte ich, wie die meisten meiner Kollegen auch, wöchentliche Arbeitszeiten von 45- 50 Stunden, dazu jedes 5.WE Notdienst von Fr. 19:00 bis Mo. 7:00, bei insgesamt 2000 Patienten/Quartal einen Anteil von 4% PKV Patienten , die in meiner Praxis nicht anders behandelt wurden als GKV Patienten.
Dieses unter dem Einfluß der GKV Bosse zustande gekommene Gesetz soll jetzt den Eindruck erwecken, als seien die angeblich so langen Wartezeiten auf Termine - was im europäischen Vergleich gar nicht der Fall ist-der Faulheit der Ärzte zuzuschreiben. Folge wird sein, daß einige ältere Ärzte/innen, die noch arbeiten um ihre Patienten nicht unversorgt zu lassen, sich zurückziehen werden und gleichzeitig jüngere die Niederlassung meiden werden . Das GKV Machtkartell wird seinem Ziel, die Zahl der arztfreien Zonen in Deutschland zu erhöhen, wieder ein Stück näher kommen. Denn jeder niedergelassene Arzt behandelt Patienten , das verursacht Kosten und muß unbedingt verhindert werden.

Kranke werden auch durch ZUzahlungen abgezockt...

Ob armer Rentner usw. ist egal, was endlich aufhören muss, schließlich zahlt man Kassenbeiträge und wen die Zu-zahl-Forderung ein mehrfaches übersteigen, dann stimmt doch was nicht...

Edelmann

"Und ob Altersversorgungskassen Rentenkassen heißen oder Pensionskassen oder Betriebskassen, ist egal. Jeder bekommt später seine Altersversorgung, die ihm zusteht, egal ob diese Rente, Pension, Zusatzrente oder sonstwie heißt."
Das glauben Sie doch selber nicht. Würde ich meinen Rentenbeitrag selber verwalten können, hätte ich deutlich mehr Geld im Alter. Wenn nun jeder bei den Renten drauflegt, kann was nicht stimmen. Wo bleibt dann das Geld? Es muß also irgendwer mehr bekommen, als er eingezahlt hat.
Im Gesundheitswesen müssen die Krankenkassen weg. Viel zu viele. Zu DM Zeiten hieß es noch, daß von jeder Mark die eingenommen wird, nur 50Pf Als Leistung ausbezahlt wird.
d.h. die Kassen sind die größten Kostentreiber im System.

Spahn hat diesmal voll ins Schwarze getroffen...

Der Ansatz ist durchaus berechtigt...
Ob letztendlich durchzusetzen steht auf einen anderen Blatt...

@pandarus

Der von Ihnen genannte dritte Punkt trifft den Nagel (noch am ehesten) auf den Kopf. Es werden oftmals Untersuchungen durchgeführt, wohlwissend, daß kein wegweisender Befund dabei herauskommen wird (z.B. bei einer Somatisierungsstörung), jedoch um die Erwartungshaltung des Patienten zu befriedigen. Aus dieser „Not“ und diesem Druck heraus -manche Kollegen möchten schließlich nicht den ach so geliebten Schein verlieren- wird dann nachgegeben und überwiesen etc. Im Falle eines Arztwechsels fängt vieles wieder von vorne an. Das ist i.Ü. auch (m)ein Argument für eine elektronische KV- Karte, auf der u.a. Befundberichte und der Medikamentenplan gespeichert werden.

als Landarzt im Sauerland, jetzt im Ruhestand,

hatte ich bei 2000 Patienten/Quartal mit einem Anteil von 4% PKV , die in meiner Praxis nicht anders behandelt wurden, eine wöchentliche Arbeitszeit von45-50 Stunden/Woche, wie übrigens die meisten meiner Kollegen auch, dazu jedes 5.WE Notdienst von Fr. 19:00- Mo. 7:00. Durch dieses unter dem Einfluß des GKV Machtkartells zustande gekommenes Gesetz soll jetzt der Eindruck erweckt werden, die angeblich so langen Wartezeiten in Deutschland seien der Faulheit der Ärzte zuzuschreiben. Viele ältere Ärzte/innen, die im Interesse der Versorgung ihrer Patienten auch im Rentenalter weiter gearbeitet haben, haben bereits ihren Rückzug angekündigt. Gleichzeitig werden jüngere in Verbindung mit anderen Zwangsmitteln der Kassen wie Regressen, Schikanebürokratie u.a.m. von der Niederlassung abgehalten. Das GKV Kartell wird seinem Ziel der Schaffung möglichst vieler arztfreier Zonen in Deutschland eine weiteren Schritt näher kommen. Denn jede Behandlung verursacht Kosten, das muß verhindert werden.

am Thema vorbei

Das einzige was etwas bringen würde ist eine Abschaffung der 2 Klassen Medizin !
Nur EINE Versicherungsart für ALLE Bürger , gleiche Vergütung für gleiche Leistung und Zuschläge für ländliche Gebiete.
Radikale Kostensenkung durch Wegfall der ganzen "Mitverdiener" wie Kassenärztliche Vereinigung etc.
Sprich : Reform !
Alles andere ist Bürokratismus und wird nicht funktionieren Herr Spam

oijoijoi 9.34 Uhr

"Deutschland braucht mehr Ärzte - deswegen mehr gezielte Anwerbung auch aus Nicht-EU-Staaten. Und es braucht mehr Geld - eben auch die Beiträge der Beamten."

Wie kommen sie darauf, dass die Beamten kein Geld ins Gesundheitssystem zahlen? Zu 50 % müssen sich die Verwaltungsbeamten selbst versichern. Entweder als freiwilliges Mitglied der GKV oder eben bei einer PKV.

Gerade im Alter sind die Beträge der PKV oft höher als vergleichbares in der GKV, während in jungen Jahren die Beiträge wiederum deutlich günstiger sind.

gleichwohl kann man hinterfragen, ob unser System nicht grundlegend verbessert werden kann.

Nicht nur die Ärzte empören sich über Spahn, sondern

auch große Teile der Bevölkerung. Z.B. Pflegeversicherung, im reichen D. werden bis zu 2 400 Euro Zusatzzahlung der Betroffenen bzw. deren Angehörigen verlangt. In unseren westlichen Nachbarländern wie z. B. in Österreich zahlen die Betroffenen lediglich 80% ihrer Rente für den Pflegeplatz, den Rest übernimmt der Staat, siehe Quelle. "Pflege in Österreich gesetzlich geregelt." Auszug Zitat: "Die Leistungen sind für alle Versicherten gleich, unabhängig vom Einkommen und Vermögen." Sozial gerecht denn die Betroffenen haben in ihrem Arbeitsleben den Reichtum des jeweiligen Landes vermehrt. Ähnliches trifft für alle westlichen Nachbarländern zu. Nur in Deutschland wird eine 2 - Klassengesellschaft hergestellt, denn einen Pflegeplatz können sich heute bei uns nur Reiche, Vermögende, Besserverdienende, Beamten und Politiker leisten. Der Rest der Bevölkerung kann sehen wie sie zu den ca. 2 400 Euro monatlichen Zahlungen für einen Pflegeplatz kommen. Sozial ungerecht in einem reichen Land.

@vweh 08:50

"Das löst sich erst wenn es deutlich mehr Ärzte und somit mehr Konkurenz gibt. Fachärzte sind sehr rar und ich habe sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Fehldiagnosen, reine Raffgier um die teuren Geräte zu bezahlen und keinerlei Gespür für den Patienten. Ich meide Ärzte so gut es nur geht, echte Hilfe gibts so gut wie bei keinem Arzt. Schade..."

Ich denke nicht, daß es zu wenig Ärzte gibt, sie sind nur schlecht verteilt, da in den größeren Städten viel mehr PKV-Patienten wohnen, vedienen die Ärzte dort mehr. Sonst bin ich ganz Ihrer Ansicht, nur, die Krankenhäuser könnten sie noch zur Raffgierparade dazurechnen. Unser Gesundheitssystem ist teuer und schlecht.

Schön, daß die Bürgervericherung für die "25 Stunden Regelung" auf dem Altar der Koalitionsverhandlungen geopfert wurde, danke. Mit der SPD würde ich auch gerne Geschäfte machen, dann könnte ich mir auf Dauer auch eine PKV leisten.

um 12:28 von reinbolt48 "Volkes Wille also! Sehe ich anders...

Es ist doch letztendlich die Frage was die Politik daraus macht und da herrscht seit Jahren Lobbyistmuss...

PKV besser als GKV?

Es stimmt schon, dass ein PKV Patient teiweise mehr Untersuchungsleistungen bekommt oder auch mal eher einen Termin ABER
1.Die Leistungen sind nicht immer sinnvoll, in der GKV ist der medizinische Nutzen der Leistungen gut bewiesen...Vor einigen Jahren gab es ein neues Medikament, die GKV sah keinen Zusatznutzen, die PKV hat es bezahlt. Blöd nur, dass die Sterblichkeit unter dem Medikament stieg...
2. In echten Notfällen (Herzinfarkt, Blinddarm., Brüche..)bekommen alle die gleiche medizinische Behandlung.
3.Sie kommen nicht schnell genug drann?Wollen wir mal eine Umfrage machen wie viele mit Termin oder wenigsten vorherigen Anruf in die Praxis kommen? Komisch, beim Friseur klappt das besser.
4. Wenn ich als Notarzt, bei einem 40jährigen bin und nach Medikamenten Frage, weiß er es nicht, die Breite seiner Autoreifen kann er runterbeten.
5. 10% sind nur in der PKV, das meiste sind Beamte die keine Wahl haben, verdient ein Lehrer oder Polizist so viel?
Denken hat leider an Wert verloren!

Beamte in der Freien Heilfürsorge bzw. DBV abgesichert. Von ihrem Nettolohn waren es bei jungen Menschen 2% des Gehaltes, bei älteren Personen maximal 6% des Nettogehaltes. Da die Bezüge nachweisbar im Schnitt weitaus höher sind als bei einem Arbeiter oder Angestellten, haben vor allem die Beamten und Politiker viel mehr Geld im Monat zur Verfügung als diejenigen, die noch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssen. Der deutsche Staat zahlt nicht nur die Gehälter aus Steuermittel sondern auch noch die Pensionen. Für die Bürger in unseren westlichen Nachbarländern unfaßbar, da dort jeder Bürger auch die Beamten und Politiker in die gesetzliche Renten- und Krankenversicherungen einzahlen müssen. Da sich nachweisbar ca. 9 Millionen Versicherte in Deutschland den gesetzlichen Renten - und Krankenversicherungen entziehen, gehen monatlich Milliarden von Euro den gesetzlichen Versicherungen verloren. Geld mit dem der deutsche Staat viele Brennpunkte in unserem Land lösen könnte.

13:47 von m.g

Sozial gerecht denn die Betroffenen haben in ihrem Arbeitsleben den Reichtum des jeweiligen Landes vermehrt.
.
wenn das so wäre hätten die auch gearbeitet, Steuern und Sozialversicherung bezahlt, bräuchten keine Unterstützung

übrigens wer macht ein Land "reich"
wer arbeitet Steuern zahlt oder in der sozialen Hängematte liegt

@H2O2

Der von Ihnen genannte dritte Punkt trifft den Nagel (noch am ehesten) auf den Kopf. Es werden oftmals Untersuchungen durchgeführt, wohlwissend, daß kein wegweisender Befund dabei herauskommen wird (z.B. bei einer Somatisierungsstörung), jedoch um die Erwartungshaltung des Patienten zu befriedigen. Aus dieser „Not“ und diesem Druck heraus -manche Kollegen möchten schließlich nicht den ach so geliebten Schein verlieren- wird dann nachgegeben und überwiesen etc. Im Falle eines Arztwechsels fängt vieles wieder von vorne an. Das ist i.Ü. auch (m)ein Argument für eine elektronische KV- Karte, auf der u.a. Befundberichte und der Medikamentenplan gespeichert werden.
Schwer das so zu sehen, trifft es nicht eher zu das es weit aus schwieriger ist einem Patient zu sagen: "hören sie sie haben X, ein weiter Untersuchung lehne ich ab"... Was macht der P? der geht einfach zu Arzt Y um eine 2. Meinung zu bekommen (sein gutes Recht). Die E-Akte, wird daran nichts ändern.

13:32 von knmatweb

eine Abschaffung der 2 Klassen Medizin
.
tolle Idee
dann müssen sie auch die 1. Klasse im Zug abschaffen, im Flugzeug
Wohnungen gibt es in einem Standard und die Größe auf die Anzahl Bewohner bezogen
natürlich darf es auch keinen "besonderen" Ausblick geben
konkret aufs Thema ....
es gibt Kunststoffkronen für alle - von wegen Goldzähne oder Porzellan
oder gleich ziehen und wer ne besondere Schmerzbehandlung will, gibt es nicht

Haben Sie sich die Frage gestellt, warum ist es so?

Warum wird nicht jeder Mensch auch im reichen Deutschland gleich behandelt? Ob PKV oder GKV, die Grundversorgung müsste meiner Meinung nach für jeden deutschen Bürger gleich sein. Wer viel Geld verdient bzw. besitzt kann sich zusätzlich privat versichern. Sogar mit viel Geld kann sich dieselbe Person wie Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, täglich 500 Euro Krankenhaustagegeld usw. versichern. Doch die Grundversorgung steht an 1. Stelle, denn jeder Mensch in unserem Land sollte im Krankenhaus gleich behandelt werden. Warum in Deutschland heute diese großen Unterschiede im Gegensatz zu unseren westlichen Nachbarländern? Dort muss jeder Bürger auch die Politiker und Beamten in die gesetzliche Krankenversicherungen einzahlen. Es sind Solidarversicherungen für alle Menschen eines Volkes, warum entzieht sich Deutschland diesem Solidargedanken? Liegt es nicht an den Wähler hier eine Wende herbeizuführen?

selber schlau

Ich denke, dass die meisten Ärzte selber so schlau sind um zu wissen was zu tun ist.

Ich denke, dass die Konkurenz selber die schlechten von den weniger schlechten trennen würde.... wenn man sie (die Konkurenz) denn nur zuliesse.

Ich denke, dass man den Ärzten auf dem Land einen staatlichen Zuschuss (genau wie den E-Auto Käufern) geben muss... wenn sie bereit sind dauerhaft auf dem Land zu arbeiten und zu leben.

@Edelmann, 12:52

Und wenn der Nichtwissende sich eingehend informiert hat, werden ihm beim Beitrag die Augen tropfen. Er wird die gesetzliche Versicherung vorziehen.

Ja, das wird auch bestimmt der Grund sein, warum jene sich privat versichern, die es können: sie werden einfach so gerne bei den KK-Beiträgen abgezockt im Vergleich zu den gesetzlich Versicherten.
Warum wohl haben all die armen Tröpfe, die so unter den überzogene Beiträgen für die PKV leiden, denn nicht die gesetzliche Versicherung vorgezogen? Hätten sie doch gekonnt. Niemand wird gezwungen, sich privat zu versichern.

Ärzte empören sich über Spahn ....

.... der allerdings muss irgendwann auch mal Erfolg zeigen der ihm bisher versagt blieb. Es blieb immer nur bei : Spahn will, Spahn denkt oder Spahn möchte ..... nur ist das einfach viel zu wenig ! Aber nur reden bringt auch nichts. Fazit : Alles bleibt wie es war Scheinangriffe in Mengen ! Sonst nichts.

PkV nicht freiwillig

Als Beamter ist man nicht freiwillig in der PkV. Der Staat zahlt dem Beamten einen Teil (meist 50%) seiner Gesundheitsversorgung. Der Beamte muss sich also nur noch zu 50% versichern, da der Staat den Rest zahlt. Eine Versicherung über 50% ist in der GkV nicht möglich. Ergo bleibt nur die PkV.

Ich würde gerne wieder in die GkV. Der ganze Abrechnungskram geht mir gegen den Strich, ab und an rutscht auch mal eine Rechnung durch - deshalb ist das System auch effizienter, weil der Versicherte ab und an eine Rechnung vergisst abzurechnen.

Untersuchungen ?

Sehr interessant ist es auch, ebenfalls hier, immer wieder zu lesen, dass man keine Termine bekommt oder weniger Untersuchungen als ein Privatpatient. Im gleichen Zuge liest man die nächste Aussage, das Ärzte viele unnötige Untersuchungen machen...Na was denn nun? Zu viel oder zu wenig?
Ja, es gibt zu viele Untersuchungen, wissen sie warum? Weil alle inzwischen Angst haben verklagt zu werden falls mal etwas nicht der Norm entspricht " um sicher zu gehen". Die Zeit fehlt dann für andere Patienten die die Untersuchung dann eher nötig hätten.
Der nächste war ein Notfallpatient vor einigen Tagen. Hoher Blutdruck und Beschwerden was sich nach Blutdrucknormalisierung besserte. Es folgte eine Diskussion mit der Ehefrau, dass er ins Krankenhaus solle (bekannter schwer einzustellenden Blutdruck), lehnte ich als Notarzt ab und verwies auf den Hausarzt, da kein bedrohlicher Notfall.
Im übrigen war es ein Privatpatient aber auch einer der sich durch harte Arbeit alles selbst aufgebaut hat.

An Sisphos3 14:05, Auch Sie müssten wissen, wer Steuern

in Deutschland bezahlt. Jeder, der arbeitet zahlt gemeinsam mit seinem Arbeitgeber als alleinstehende Person ca. 49,7% Steuern an den Staat. Dazu bei jeder Ware die er erwirbt, beim Tanken, Reparaturen usw. Was zahlt der Besserverdienende, Beamte oder Politiker an Steuern von seinem Lohn bzw. Gehalt? Nachweisbar nur einen Bruchteil von 49,7% wie der Alleinstehende in Deutschland. Bitte nachlesen s. Quelle: "Deutschland ist Zahl - Vizeweltmeister." Weltweit wird unser Land nur knapp von Belgien geschlagen, zählt man den Arbeitgeberanteil in Belgien ab, zahlt der Deutsche die meisten Steuern weltweit. Von der OECD neutral berechnet. Geht derselbe Alleinstehende in Deutschland in Rente erhält er nachweisbar im Schnitt ca. 800 Euro weniger Rente als z.B. in Österreich, s. Quelle: "In Sachen Rente steht es zwischen D. und Österreich 4 : 0." Geht dieselbe Person nach 40 Jahren Arbeitsleben in Belgien in Rente erhält er dort 1 721,25 Euro Grundrente. In D. Grundsicherung 424 Euro u. Miete.

Privat

Bitte einfach nur die privaten Krankenversicherung abschaffen und nur noch ein System. Dazu die Preisorgien der Pharmaindustrie regeln und alles ist in Butter. Mehr als das!

@10:02 von Autograf

"Wären alle Gutverdiener in der GKV pflichversichert, wäre nicht weniger sondern mehr Geld im System." Das ist falsch. Auch die Gutverdiener würden nur den Höchstbeitrag zahlen.

Es ist doch kaum jemand deswegen in der PKV, weil er da die 1a-Luxusversorgung hat. Die meisten privat Versicherten sind es deswegen, weil es für sie günstiger ist. In der GKV würden sie mehr zahlen.

Der Höchstbeitrag ist nur eine Maßnahme, um es nicht noch schlimmer zu machen, als es schon ist. Gäbe es keinen Höchstbeitrag, so würde die PKV finanziell noch für wesentlich mehr Versicherte attraktiver als die GKV.

Insofern bin ich auch davon überzeugt, dass mehr Geld im System wäre, wenn es nur die GKV gäbe. Dass die Versicherungen und Teile der Ärzteschaft das anderes darstellen, ist klar.

@Marcel Richartz 12:18

"Wie auch Ihrem Kommentar liegt bei vielen vorschnellen Kommentaren heutzutage eine mangelnde Bildung zugrunde, die gepaart mit Ignoranz zu großen Teilen die heutigen Probleme der Welt begründen. Und in Zeiten des Internets könnte diese fehlende Bildung durch zehnsekündige Recherche via Google eigentlich kompensiert werden!
Daher vorher informieren, bevor man Schwachsinn verzapft, bitte."

Dann liegt es entweder an Ausbildung und Kompetenz der Ärzte, oder an der Raffgier, daß durch Abrechnungsbetrügereien, Kopfprämien, Fehldiagnosen, teure nicht indizierte Gerätemedizin/OPs plus unnütze IGEL, dem Patienten monetäre und gesundheitliche Kosten entstehen, an der Tagesordnung sind. Nicht der Patient, dem die beste Behandlung anzugedeihen ist, wird gesehen, sondern die Melkkuh Patient/Krankenkasse, aus der rauszuholen ist, was geht.

@ TrautSich

"Als Beamter ist man nicht freiwillig in der PkV. Der Staat zahlt dem Beamten einen Teil (meist 50%) seiner Gesundheitsversorgung."
Damit ist die Beihilfe gemeint. Der Staat hätte das längst umstellen können und auch den Beamten 50 % Arbeitgeberanteil zur GkV zahlen können (auch alternativ zur Beihilfe). Hat er aber nicht, weil auf dem Papier die Beihilferegelung billiger war. Den Schaden hatte eher die GkV, der viele "gute" Kunden abhanden kamen, weil sie in der PkV waren.

aus ärztlicher Sicht:

Finde Ich Spahns Vorschläge ok, sie werden aber fast nichts ändern. Nur bei Spezialisten mit den offenen Sprechstunden vielleicht ein wenig.

Wir brauchen: mehr Hausärzte (und die nach Bedarf verteilt und nicht nur in PKV-Großstadtteilen, mehr HÄ weil es für Zeit für Gespräche und den Überblick am meisten fehlt), ein Hausarztmodell (weil viel zu viele Gesunde zum "check-up" unnötig zu Spezialisten gehen und dort auch immer gerne empfangen werden), Abschaffung der doppelten Facharztschiene (ambulant vs. stationär, wir machen unglaublich viel doppelt in Deutschland) und eine Bürgerversicherung (damit ein Ende der Überversorgung von PKV-Pat. und faire Ressourcenverteilung).

Und dann brauchen wir noch dringender eine Reform des stationären Sektors (da müssen vor allem die DRGs weg).

P.S.: Vollständigkeit bei 1000 Zeichen nicht möglich.

@m.g

Die Steuerquote liegt in Deutschland bei 23%. Der "Rest" sind Versicherungen die sie so oder so abschließen müssen.

Es ist eine unbequeme Tatsache, aber Sie kriegen aus der gesetzlichen Rentenversicherung mehr raus, als aus der zusätzlichen Riesterrente. Die meisten zahlen halt nicht viel ein, erhalten daher auch wenig heraus.

Die Privatversicherten haben 300 Milliarden Euro Rücklagen für das Alter angehäuft, das sollte man respektieren.

In Dänemark liegt die Steuerquote bei fast 50%. Daher gibt es dann auch eine höhere Rente.

In Japan liegt diese bei 16%, insofern kann man die Steuern ohne Probleme senken, wenn man will.

Konservative argumentieren ohnehin, dass der Wohlfahrtsstaat die Familienstrukturen zerstört. Ich sehe es als Ideal, wenn man sich in der Familie hilft.

Es graust mir wenn Herr Spahn die Zukunft der Union ist, der scheint wenig zu verstehen was konservative Werte ausmacht. Will er ja 1er Abiturienten, mit 12 Jahre Studium gesetzlich Ihre Arbeit erklären.

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