Ihre Meinung zu: Bahn stellt Maßnahmen-Paket für Verbesserungen vor

17. Januar 2019 - 12:07 Uhr

Mehr Personal, besserer Service und neues Management - dadurch will die Bahn pünktlicher werden. Nach einem Spitzentreffen mit der Bahnspitze warnt Verkehrsminister Scheuer vor zu hohen Erwartungen.

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Kommentare

Es benötigt Zeit, um ein Unternehmen

an die Wand zu fahren und die gleiche es wieder flott zu machen. An den Wendepunkten stehen Aroganz und Ernüchterung.

Vorbild Frankreich

Die DB sollte sich Frankreich und die SNCF mal genauer anschauen. Dort wird mittlerweile bereits freiwillig ab einer Verspätung von 30 Min eine Entschädigung gezahlt. Nun mag man einwenden, dass die SNCF mehr Platz hat für ihr Schienennetz und eigene Trassen für Hochgeschwindigkeit bereithält. Und natürlich haben wir in Deutschland eine deutlich höhere Städtedichte und nicht alle Züge fahren (wie meist in FR) über die Hauptstadt. Es fällt jedoch ungeachtet dessen auf, dass TGV's weniger Störungen aufweisen und idR pünktlich abfahren. Vielleicht sind die ICE's auch Störanfälliger. Wenn ja, warum wechselt man dann nicht den Konzern, der die Züge baut und setzt auf ein neues Konzept? Ich frage mich auch, wie schönere Bahnhöfe, die unstreitig attraktiver wirken werden, die Pünktlichkeit verbessern sollen. Das führt am Ziel vorbei. 11 Milliarden fehlen. Auch da frage ich mich, wie die Politik es so weit kommen lassen konnte. Jetzt die Schuld nur im Management zu suchen ist falsch.

Krisenmanagement

Auf der Strecke Köln-Siegen kommt es immer wieder zu Verzögerungen durch technische Störungen an der Bahnstrecke. Dann findet so gut wie kein Krisenmanagement statt. Es kommen entweder falsche oder gar keine Durchsagen, oder die Durchsage kommt zeitgleich mit einem quitschenden einfahrenden ICE, so dass man nichts vertehen kann (Der Sprechende sitzt wohl leider nicht auf dem Bahnsteig). Lokführerinnen- und Lokführer wissen dann oft auch nach 30 min selber nicht ob sie gleich in Richtung Köln fahren sollen oder wieder zurück in Richtung Siegen (weil sie wohl keine Infos von der Leitstelle bekommen). Insgesamt fahren die RE- und S-Bahnen auf dieser Strecke recht pünktlich. Wichtig wäre da noch mehr Platzangebot in den Bahnen, z.B. für größere Koffer. Ja und natürlich mehr Personal auch auf den Bahnsteigen.

Woher soll das Personal kommen?

9000 zusätzliche Stellen, zu den eigentlichen Stellen, die neu geschaffen werden sollen, sollen entstehen. Alles schön und gut, doch woher sollen diese kommen? Aus dem Ausland durch Einwanderer oder will man Firmen die Angestellten stehlen?
Nicht zu vergessen, eine Qualifizierung besucht Zeit und Geld. So schnell geht das nicht.

Die Bahn wird auch in Zukunft das schlimmste Unternehmen in Deutschland bleiben, egal ob Maßnahmenpaket oder ohne.

Mittlerweile lacht doch die ganze Welt über unserer DB. Woanders funktioniert es doch auch. Die DB befindet sich in einem anderen Jahrhundert und schafft die Wende in unser eigentliches Zeitalter nicht mehr.

Es sollte aufgelöst und neu aufgestellt werden.
Punkt, Aus

Die DB ist schon gegen den Prellbock geknallt

DB-Gau Jahrzehnte lang haben die Verkehrsminister versagt
Nichts wurde in die DB -Netze investiert, stattdessen wurde
politischen unfahrbaren Murks wie Stuttgart21 & PKW-Maut geschaffen
Bundesweite Langsamfahrstellen,defekte Instandhaltungsfahrzeuge,Schienenbrüche, fehlende Überhol und Abstellgleise bringen ständig den Verkehr zum erliegen.
Ein Gewinnbringendes Unternehmen wie "Arriva" zu verkaufen
um mittels diesen Gelder in Elektronik zu investieren ist absoluter
politischer Irrsinn. Wenn man sich die Bahn genauer ansieht so
bekommt man wegen Hungerlöhnen kein Personal mehr,um überhaupt noch einen
funktionierenden Bahnverkehr gewährleisten zu können.
Viele Trassen sind so überlastet, das sie keinerlei Verkehr
mehr aufnehmen können und es unmöglich ist Personen oder Güter
noch durch Deutschland zu transportieren.
Es ist traurig wenn DB Ingenieure im Ausland Schieneninfrastrukturen aufbauen, weil das Bundesverkehrsministerium beim Ausbau genauso wie beim KBA (Diesel Affäre) schläft

Ein Debakel nach dem Anderen

Deutschland ist offenbar nicht in der Lage ihr gesamtes Verkehrskonzept auf die Reihe zu bringen.
Stuttgart 21 - BER Flughafen - Bahndesaster -
Infrastuktur.
Alle Projekte schlucken ununterbrochen Riesensummen ohne dass ein Ende in
Aussicht ist.

Verbessserungen und Ziele überprüfbar machen

Nach dem nun das Massnahmenpaket besprochen wurde, wäre es sehr hilfreich zu erfahren bis wann welche Ziele erreicht werden sollen um sie dann zum Zeitpunkt x auch überprüfen zu können (im Arbeitsleben nennt man das Zielvereinbarung).
Ohne solch eine Überprüfung bleibt es vermutlich wieder beim hohlen Geschwätz .... leider.

Tja, da hat Mehdorn ganze

Tja, da hat Mehdorn ganze Arbeit geleistet. Alles schön schlank und effizient. Und bei jedem kleinen Pups klemmts dann. Schafft die Autobahnmaut her, davon finanzieren wir die Bahn. Und bitte mit neuen Wagen. Es ist doch nicht zu verstehen, daß wir noch mit Wagen fahren, die so schon 1920 fuhren. Da dauert ein und aussteigen schon länger, als der Aufenthalt. Und das an jedem Halt. Leider hat die bahn es verpennt, immer am neusten Stand zu bleiben. Da wurde gestreckt und geschoben, bis jetzt gar nichts mehr geht.

@ 12:30 von MeineMeinung3

Ein brillianter Kommentar!
Korrekt bis ins letzte Detail.

In der Tat hat Frankreich gegenüber DE Vorteile, aber ich wage zu bezweifeln, dass die DB bei gleichen Voraussetzungen so zuverlässig wäre wie die SNCF.

Bei der DB wurde jahrzehntelang viel zu viel Mismanagement betrieben - stets ohne persönliche Konsequenzen für die Verantwortlichen bei Bahn und in der Politik.

die bahn sollte vor allen dingen weniger

experten vom schlage pofalla in ihren reihen haben.

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