Ihre Meinung zu: Nach Todesurteil gegen Kanadier: Kanada bittet China um Milde

16. Januar 2019 - 8:30 Uhr

Nach dem Todesurteil gegen einen Kanadier in China hat Außenministerin Freeland Peking um Milde gebeten. Sie nannte die Strafe "unmenschlich und unangebracht". Die chinesische Führung verbittet sich Kritik.

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Kommentare

Ist nicht Vergeltung, sondern Erpressung

Der letzte Satz lautet: "Einige Kritiker werten diese Inhaftierungen als Vergeltung für die Festnahme Mengs."
Es muss wohl eher davon ausgegangen werden, dass China versucht, Meng frei zu pressen. Das ist etwas anderes als Vergeltung.
Sowas scheint in letzter Zeit immer mehr in Mode zu kommen, siehe Julian Assange und die in der Türkei inhaftierten Deutschen.

Die Spielregeln sind und

Die Spielregeln sind und waren doch bekannt. Warum wird dann nachher geheult? Der gewinn hat das Risiko verdrängt. Nun ging es in die Hose. Mitleid ist hier absolut nicht nötig. Er hätte ja auch niemanden an seinem Gewinn beteiligt.

Meng und 2 Kanadier

Wird diesen Personen auch Drogenschmuggel vorgeworfen, sind das insgesamt nur diese 3 Kanadier, die in China inhaftiert sind, oder warum wird das zusammen erwähnt?

So, so,....

Zitat:>> ....und übte Kritik an der Todesstrafe: "Wir glauben, dass sie unmenschlich und unangebracht ist und wann immer sie einem kanadischen Staatsbürger oder jemand anderem droht, sprechen wir uns dagegen aus."<<

Habe ich schon einmal einen Protest der Kanadier gehört, wenn in einigen US- Staaten Menschen hingerichtet werden?

Sind, nach Auffassung der Kanadier, auch die Todesstrafen in den einzelnen US- Bundesstaaten ebenso "unmenschlich und unangebracht" wie die, in China????

furchtbar, diese "selber schuld" Kommentare

Es ist eben nicht selbstverständlich, dass man umgebracht wird, wenn man mit Drogen gehandelt hat. Man könnte erwarten, dass wir da mit unseren "westlichen Werten", mit denen wir uns bei anderer Gelegenheit so gerne brüsten, schon etwas weiter sind. Und die verlangen natürlich ganz zwingend, dass wir uns gegen die Hinrichtung dieses Mannes einsetzen. Ich bin froh, dass die Kommentatoren, die das mit einem "hat er ja vorher gewusst" abtun, bei uns in der Rechtsprechung nichts zu melden haben.

Das Geschwafel von Frau Hua Chunying von "juristische Souveränität" und die Aufforderung, sich da rauszuhalten, ist schwer auszuhalten. Ob mein Nachbar meine Kinder verprügelt, ist eben nicht seine Entscheidung, auch wenn in seiner Familie die Prügelstrafe normal ist.

China....

.... ein Rechtsstaat. Das war bisher der beste Witz des Tages.

China ist ein kommunistische Diktatur! In so einem Land sind die Gerichte niemals unabhängig.

Drogenschmuggel gehört hart bestraft, ohne Frage, jedoch ist die Todesstrafe eine Strafe aus dem Mittelalter. Lebenslange Haft wäre mit Sichereheit eine völlig ausreichende Strafe, vor allem in China.
Die Todesstrafe gehört grundsätzlich und weltweit abgeschafft!

Und ich denke, wenn ich hier einige Kommentare lese, sollten sich einige Gedanken über den Wert des Lebens machen. Sicher, die Dealer spielen auch mit dem Leben der Abhängigen. Aber den Abhängigen kann man, bei einem guten Gesundheitssystem, helfen. Dazu eine ordentliche Justiz, die nicht gleich alle wieder frei lässt oder Strafen ausspricht die keine sind und ordentliche Grenzkontrollen (an den EU-Grenzen) damit das Zeug gar nicht erst in die EU kommt, dass würde vielleicht helfen. Einen Menschen auf staatliche Anordnung zu töten ganz bestimmt nicht.

Wir kommentieren Staatliche

Wir kommentieren Staatliche Tötungen unserer Partner nicht, wieso also die Chinesen für das gleiche kritisieren?
Erst einmal sollte man am eigenen Menschenbild arbeiten und das gilt auch für Kanada.
Partner der USA können einfach nicht glaubhaft gegen Gewaltverbrechen und Mord protestieren.

Arroganz

um 09:14 von labudscg
Jeder Staat auf diesem Planeten gibt sich Gesetze. Mit welcher Arroganz bestimmen Sie was richtige und falsche Gesetze z. B. in China sind?

Und wenn Sie schon dabei sind, was ist mit den anderen Staaten, in denen die Todesstrafe angewendet wird? Kommt da von Ihnen noch ein Nachschlag?

Nun beide Staaten

haben etwas zu tauschen, da sollte sich doch eine Lösung finden lassen, Austausch ging doch auf dieser Welt schon immer.
Selbst zwischen den größten Feinden und Blöcken.

Politische gewollte Urteile ?!

Ein weiteres exemplarisches Beispiel für einen "Rechtsstaat ???" eines autokratischen bzw. diktatorischen politischen Systems. In solch einem Land ist es eben möglich herausgepickt zu werden, um dann aus politischen Gründen ein entsprechendes Urteil zu empfangen.
Zudem sollte jeder auf seinen Reisen vorher mal nachforschen, in welchen Ländern noch die Todesstrafe noch besteht.

Gruß Hador

Der Mann hat wohl schon mal

Der Mann hat wohl schon mal mit Drogen gehandelt, aber seiner Aussage nach geriet er diesmal in eine Verstrickung. naja, ich weiss es nicht. Aber zu sagen, es gäbe genug Länder mit Todesstrafe wegen Drogenhandel, es zerstöre die Gesellschaft? Es klingt ungefähr so, als würde man absichtlich Waldbrände legen müssen, weil es gibt bekanntlich schon genug Waldbrände. Also recht dummes Geschwafel.

China ist kein Rechtsstaat

Bei aller Moderne und glitzernden Wolkenkratzern, China ist kein Rechtsstaat. Das sollte jedem bewusst sein der sich dorthin wagt. Man ist dort jederzeit in Gefahr der Willkür des Regimes zum Opfer zu fallen, z.B. wie in diesem Fall, als politische Geisel genommen zu werden.

Ich würde sehr gerne mal nach China reisen, aber ich reise nicht in Länder, in denen ich davon ausgehen muss, dass meine Menschenrechte nicht respektiert werden.

und immer wieder das Glashaus

@labudscg

Das aufstrebende Imperium China macht hier nichts anderes als das bestehende Imperium. Beide haben die Todesstrafe und beide setzen ihre Interessen knallhart durch. Auch jenseits der Menschenrechte. Die Drohnenpolitik die Kollateralschaden ignoriert ist ebenso abzulehnen wie die mögliche Instrumentalisierung eines Drogendealers. Nur China im Focus zu habe in eine sehr verengte Wahrnehmung. Passt aber in die aktuelle Sicht der Dinge: Wir sind die Guten und die nicht in unserem Interesse handeln sind die Bösen. Nicht das Sie mich falsch verstehen , ich lehne die Todesstrafe auch ab, nehme aber das Glashaus wahr in dem wir sitzen.

09:32 von frosthorn

" Ich bin froh, dass die Kommentatoren, die das mit einem "hat er ja vorher gewusst" abtun, bei uns in der Rechtsprechung nichts zu melden haben."
.
Und ich bin froh, dass es Gesetze gibt, denn sonst würde die Welt im Chaos versinken. Ob ein Staat die Todesstrafe in seiner Rechtssprechung verankert oder nicht, und ob diese Todesurteile dann überhaupt umgesetzt werden oder nicht, mag man gerne kontrovers diskutieren.
.
Dass Sie jetzt aber für einen Drogenkurier die Lanze brechen, der sich für Geld über das Leben und die Unversehrtheit der Drogenkonsumenten stellt, noch dazu wissend, welche Strafe ihn ggf erwartet, darüber kann man sich nur wundern, denn das ist reichlich unpassend.

Kanadas Position ist schwierig

Die Festnahme der Huawei Managerin wurde auf Geheiß der USA durchgeführt. Ich finde derartige Praktiken immer wieder fragwürdig, vor allem wenn hinter den angeblichen Vorwürfen politische Absichten stehen. Beispiele sind die Fälle Puigdemont und Snowden, aber auch die auf Geheiß der Türkei durchgeführten willkürlichen Verhaftungen in Spanien und der Ukraine. Schon Marx musste sich dem Zugriff der preußischen Justiz entziehen, glücklicherweise bestand mit England damals kein Auslieferungsabkommen. Todesstrafen in asiatischen Ländern wegen Drogenbesitz selbst bei Kleinstmengen sind Gang und gebe. Hätte Kanada die Managerin nicht verhaftet, wäre das Urteil wohl nicht umgewandelt worden. Eine Lösung wäre also, die Chinesin ausreisen zu lassen. Die USA überstellen selbst fremde Staatsbürger in der Regel nicht der Justiz eines anderen Landes (Siehe Gülen, Kashoggi) außer man will sie loswerden (zB Demjanjuk).

China ist unser Feind

und hier zeigt China sein wahres Gesicht. China ist wirtschaftlich ein Krake und in allen anderen Belangen eine Diktatur der Menschenverachtung.

schon traurig

Bei manchen Ländern wollen wir die Menschenrechte mit Bomben und Raketen verteidigen. Und bei Ländern wie China, Saudi Arabien, Pakistan, Ägypten oder Israel interessieren und die Menschenrechte einfach nicht.

eine schwierige Situation

aber auch da sieht man wie unterschiedlich das Weltbild der Menschen ist
unser Denken in dem Fall Rechtsauffassung nur eine unter vielen möglichen
In China scheint es "Gnade" eher nicht zu geben
Andererseits würden wir uns reinquatschen lassen,
wenn es um unsere Gerichtsbarkeit geht ?
Schließlich behauptet man doch Gerichte müssten unabhängig sein
und das betrifft ja wohl auch das Strafmaß

Man fordert

Souveränität und verbittet sich Einmischung in die eigene Justiz.

Warum wendet China das gleiche Prinzip nicht zuerst bei Kanada an und lässt dort ergebnisoffen ermitteln im Fall Meng?

Die plötzliche Wandlung in eine Todesstrafe ist als politisches Amateure zu bewerten und entsprechend zu verachten!

Der Fall Meng hat mit diesem überhaupt nichts zu tun

Auch wenn die Tagesschau in gewohnter Manier beides verquickt. Natürlich nicht ohne Wirkung, wie der ein oder andere Kommentar hier beweist.

Im Übrigen: Ja, die Todesstrafe ist inhuman. Auch in China. Sie wird aber nicht durch Heucheln und Doppelmoral des Westens abgeschafft werden. Hier wird wieder einmal etwas herausgegriffen, weil es so schön Emotionen erzeugt und man sich wunderbar empören kann. Natürlich besonders gerne einseitig. Die Doppelmoral ist der eigentliche "westliche Wert", der auch entsprechend vehement verteidigt wird., bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

das ist auch nicht das 1. Mal

dass ein ausländischer Drogenhändler in China hingerichtet wird. China hat auch Brite, Japaner, Amis und und und hingerichtet. Drogenhändler werden auch in Singapor, Malaysien, Indonesien ect hingerichtet. Nach dem chi. Gesetz ist mehr als 50g Heroin bereits eine "erhebliche" Menge. Mit 20 kg entgeht man dem Tod kaum. 15 Jahre Haft war im chi. Verhältnis ziemlich mild. Die Revision dieses Fall wurde beantragt, eher Frau Meng in Kanada festgenommen wurde. Genadesgesuch ist natürlich vernünftiger als wilde Proteste. Weil die Todesstrafe gegen Drogenhändler die juristische Tagesordnung ist in vielen Ländern Asiens.

200 kg Meth

hat der Mann geschmuggelt. 50g ist das Limit ab dem die Todesstrafe in China verhängt werden kann. Das sollte im Artikel zumindest mal erwähnt werden.

Nach Todesurteil gegen

Nach Todesurteil gegen Kanadier: Kanada bittet China um Milde
Das ist legitim und auch menschlich verständlich. Man sollte aber alle Länder in eine Betrachtung einbeziehen und die Null bis 100 % mediale Betroffenheit in Deutschland eruieren!

09:32 von frosthorn

Ob mein Nachbar meine Kinder verprügelt,
..
ja diese Vergleiche- die Aufzeigen, dass wir Recht haben - andere falsch liegen
wie oft kommt es vor, dass die Polizei von den Nachbarn gerufen wird ...
weil der Mann seine Frau prügelt
(was ja eigentlich auch ein Unding "hierzulande" ist)
kaum sind sie da, hat die Polizei die Ehefrau auch noch am Hals, weil die sich eine Einmischung verbietet ...
ob man das jetzt verstehen muß ?

Ich tue mir bekannter maßen immer schwer
Vor einigen Jahrzehnten als derlei Dinge bei uns noch populär waren, hätten wir uns weltweit dafür eingesetzt dass es überall so gemacht wird, jetzt setzen wir uns für die Abschaffung ein und in ein paar Jahren wenn wir (!) unsere Meinungen wieder ändern,
muß die gesamte Welt sich wieder uns(!)anpassen

In Anbetracht dessen,

dass es in China die Totesstrafe gibt, hätte sich der Kanadier zweimal überlegen können, was er tut.
Dass die Strafe von 15 Jahren Haft in eine Totesstrafe umgewandelt wurde, hat nichts mit der Drogensache zu tun. Das ist politisches Machtgehabe.

um 09:13 von Superschlau

Der Mann wurde in einem Prozess zu 15 Jahren Haft verurteilt.
Diese Strafe wurde jetzt ohne Prozess in ein Todesurteil umgewandelt. In einem Rechtstaat ein Ding der Unmöglichkeit.
Jede Kritik daran ist mehr als berechtigt. Im Grunde sollte der Westen als Gesamtheit hier Druck machen.

Ohne Prozess?

Die Revision bzw der neue Urteil wurden bei einer Provinz-Obergerichtshof bearbeitet und verkundet, weil die Staatsanwaltschaft nach dem alten Prozess den alten Urteil für zu mild hielt und dies beantragt hat. Das alles hat auch seine Zeit gebraucht. Man glaubt doch nicht, dass China heutzutage durch die Regierung übernachts Urteile fällt. Man muss China nicht mögen, aber über das Land soll man schon einbisschen besser wissen, natürlich nur wenn man es freiwillig tut.

Fakt ist

Wer in einem Land mit Drogen dealt, in dem darauf die Todesstrafe droht, weiß eigentlich, was passieren kann. Andere Länder, andere Sitten, andere Gesetze, andere Strafen!

09:13 von Superschlau

"Er hätte ja auch niemanden an seinem Gewinn beteiligt."

Wollen Sie damit also sagen, dass Schellenberg eine mildere Strafe zustehen müsste, wäre er in einer Art "Robin-Hood-Manier" aufgetreten und hätte seine Drogengelder unters Volk gebracht??? Das können Sie doch wohl nicht meinen!

Drogenhandel ist ein Kavaliersdelikt. Bedenkt man den Ratenschwanz, den dieses kriminelle Geschäft hinter sich herzieht (Schmuggel, Erpressung, Korruption, Raub, Mord...), dann muss man den Drogenhandel wohl als das Übel schlechthin in der kriminellen Welt ansehen! Von daher wären 15 Jahre Gefängnis durchaus auch angemessen, so denn der Kanadier wirklich ein Drogenschmuggler ist. Aber die Todesstrafe ist ein Armutszeugnis für einen Staat, der sich zu den zivilisierten dieser Welt zählen möchte! Das gilt in meinen Augen im Übrigen auch für die USA!

@ dermulla

"Diese Strafe wurde jetzt ohne Prozess in ein Todesurteil umgewandelt. In einem Rechtstaat ein Ding der Unmöglichkeit" Am 16. Januar 2019 um 10:47 von dermulla

Wir wissen doch gar nichts über den Fall.
Zu Todesstrafe führen kann da schon der Besitz von ab 50g Heroin oder ab 1kg Opium.
Vielleicht würde der Mann vorher als Ausländer milder, vielleicht jetzt aber härter bestraft.

Möglich ist auch, dass man schlicht seine Organe will, weil in China alle zum Tode verurteilten Organspender sind - ohne Möglichkeit zum Wiederspruch. Typisiert ist er sicher schon.

@To_LE - Steigert Bekanntheit den Wert eines Lebens?

09:40 von To_LE:
"China ein Rechtsstaat. Das war bisher der beste Witz des Tages.
China ist ein kommunistische Diktatur!"

> Sollte es auch ein Witz werden, den vielleicht turbokapitalistischstem Staat dieses Planeten in die Nähe des Kommunismus zu rücken?

"Und ich denke, wenn ich hier einige Kommentare lese, sollten sich einige Gedanken über den Wert des Lebens machen."
> Das sollten wir wirklich alle tun. Kein Leben wird wertvoller, wenn man dem Körper einen Namen gibt!

"Dazu eine ordentliche Justiz, die nicht gleich alle wieder frei lässt oder Strafen ausspricht die keine sind und ordentliche Grenzkontrollen (an den EU-Grenzen) damit das Zeug gar nicht erst in die EU kommt, dass würde vielleicht helfen."
> Es geht hier um China und die dort drohende Todesstrafe scheint die Drogenschmuggler auch nicht abzuschrecken. Wirksamer wären extreme Kontrollen - aber das nervt dann auch wieder.

Hauptsache, Menschen haben kein Mitleid...

09:13 von Superschlau

"Die Spielregeln sind und waren doch bekannt. Warum wird dann nachher geheult? Der gewinn hat das Risiko verdrängt. Nun ging es in die Hose. Mitleid ist hier absolut nicht nötig. Er hätte ja auch niemanden an seinem Gewinn beteiligt."

Wer verlangt hier von den Usern Mitleid?
Dass viele hier immer wieder beteuern, dass sie kein Mitleid hätten, ist ja langsam durchgedrungen.

Todesstrafe verstößt gegen das Menschenrecht, und zwar immer und grundsätzlich.
Wer das Menschenrecht nicht für sämtliche Staaten dieser Erde einfordert, ist grundsätzlich gegen den Gedanken der Demokratie.

@ Icke1 (12:03): nein Todesstrafe ist niemals eine Lösung!

hi Icke1

Wer in einem Land mit Drogen dealt, in dem darauf die Todesstrafe droht, weiß eigentlich, was passieren kann. Andere Länder, andere Sitten, andere Gesetze, andere Strafen!

Nein, Todesstrafe ist niemals eine Lösung!! Todesstrafe löst keine Drogenprobleme! Unda auch Mauern und Zäune lösen keine Drogenprobleme. Die einzige Lösung von Drogenproblemen sind:

1. Verbot von Drogen
2. Bekämpfung von Drogen
3. Therapie von Drogenabhängigen

Denn Drogen sind hochgefährliches Zeug und können tödlich enden, ganz besonders bei Ecstasy, Heroin und anderem Zeug.

@Name0815 - 100% Zustimmung

10:12 von Name0815:
"Das aufstrebende Imperium China macht hier nichts anderes als das bestehende Imperium. Beide haben die Todesstrafe und beide setzen ihre Interessen knallhart durch. [...] Nicht das Sie mich falsch verstehen , ich lehne die Todesstrafe auch ab, nehme aber das Glashaus wahr in dem wir sitzen."

Dem möchte ich mich anschließen.

Todesstrafe ist barbarisch

ganz gleich, welches Land diese ausspricht oder gar vollstreckt.

12:12 von Nachfragerin

die dort drohende Todesstrafe scheint die Drogenschmuggler auch nicht abzuschrecken
.
die Frage ist doch, was schreckt ab
wenn die Todesstrafe nicht
vielleicht ne Vorgehensweise wie bei uns
1 Jahr auf Bewährung ?

kanada geht den falschen weg

und wieso auf einmal betteln sie um milde? er ist kriminel und wurde beim drogenschmuggel erwischt, wobei die strafmassnahmen sehr hoch sind und auch zu tode führen. die chinesische unternemerin wurde nur auf wunsch der amerikaner von kanadischen behörden festgenommen und wie eine kriminelle eingespert, ohne internationalem gesuch eines verbrecherdeliktes.
mit trudeau & co geht es hier sowieso den bach runter. er will allen gefallen und geht aber auf konfrontation aus, skandal mit dem indienbesuch, china und saudiarabien wo hier eine twitterfrau aus angeblichen politischen motifen schon fast eingebürgert wurde und gegen saud-arabien gehetzt und bashing geführt wird.
nein , china muss und wird härte zeigen und kanada sollte anfangen erst nachzudenken und dann auch nicht immer den heiligen spielen. jedes land hat seine sitten und gebräuche die nicht jeden gefallen müssen aber respektiert werden.

DB_EMD

Ihnen ist ein Konsonant abhanden gekommen. Sie wollen bestimmt sagen, es sei KEIN Kavaliersdelikt.

Was ich sage ist, daß man nicht später erstaunt sein muß, wenn ein Staat Gesetze anwendet, die VORHER bekannt sind. Ob die nun unmenschlich sind oder nicht, steht nicht zur Debatte. Man weis es, also lässt man es.
Mal abgesehen davon hat es den Mann nicht gestört, dieses Risiko ein zu gehen. Was soll man dazu noch sagen, außer SELBER SCHULD? Vielleicht schmuggeln die Nächsten dann einfach in humaneren Ländern?
Und Nein, der Westen sollte da die Füße stillhalten, denn es sähe so aus, als bevormundeten wir andere Länder und hielten Drogenschmuggel für eine Lapalie.

@Frankfurter Helden - China ist unser Feind?!

10:27 von Frankfurter Helden:
"China ist unser Feind
und hier zeigt China sein wahres Gesicht. China ist wirtschaftlich ein Krake und in allen anderen Belangen eine Diktatur der Menschenverachtung."

Mir fällt so einiges ein, was meine Freiheit beschränkt, aber nichts davon hat mit China zu tun. Von daher würde es mich interessieren, in wessen Namen Sie so etwas schreiben.

"Todesstrafe verstößt gegen

"Todesstrafe verstößt gegen das Menschenrecht, und zwar immer und grundsätzlich.
Wer das Menschenrecht nicht für sämtliche Staaten dieser Erde einfordert, ist grundsätzlich gegen den Gedanken der Demokratie."
Was haben denn Menschenrechte mit Demokratie zu tun?
Menschenrechte kann es auch in einer Diktatur geben. Hier werden willkürlich völlig inkompatible Dinge miteinander verknüpft.
Wir könnten auf China einwirken, die TS grundsätzlich zu überdenken.
@therapieschuh, wie sieht denn die Bekämpfung von Drogen aus, wenn nicht die Lieferanten angegangen wird?
Wollen Sie da den Zeigefinger heben und "Dududu" rufen?

@12:13 von Demokratieschue...

Die einzige Lösung von Drogenproblemen sind:
1. Verbot von Drogen
2. Bekämpfung von Drogen
3. Therapie von Drogenabhängigen

Und wenn die Drogen verboten sind, ist das Problem von Drogenschmuggel und Drogenhandel aus der Welt? Ich fürchte, daß das nicht so ist, es gibt immer Menschen, die meinen, sie könnten sich über Verbote hinwegsetzen - erfahre ich jeden Morgen auf meinem auf 80km/h begrenzten Arbeitsweg.

IMO ist die Lösung, die Schmuggler und Händler aus dem Verkehr, und deren Vermögen ein zu ziehen. Dauerhaft. Nicht wie bei uns, wo ein Dealer, der mehrere Male auch mit großen Mengen erwischt wurde, und gerne auch mal an Jugendliche, gar Kinder, Drogen verkauft, mit etwas Glück zu einem Jahr Bewährung verurteilt wird.

Aber niemals durch den Tod, das ist barbarisch.

@dermulla - staatliche Willkür

10:47 von dermulla:
"Diese Strafe wurde jetzt ohne Prozess in ein Todesurteil umgewandelt. In einem Rechtstaat ein Ding der Unmöglichkeit."

Möglich ist, was nicht gegen irgendein Gesetz verstößt. Und letztere definiert sich jeder Staat selbst.

Staatliche Willkür ist übrigens auch die Grundlage für die Verhaftung von Frau Meng. Das sollten Sie im Hinterkopf behalten, bevor Sie hier einseitig nur China verurteilen.

das Denken und Empfinden der Menschen

ist auf den ersten Blick am Thema vorbei
aber jeder kennt Spielfilme mit diesem Heldenepos
wie gehen die in unserer westlichen Welt aus,
der Held gewinnt (überlebt ) , damit die Welt in Ordnung ist
wie in chinesischen / japanischen Streifen
da stirbt der Held und die Welt ist in Ordnung
schon alleine diese Tatsache sollten doch zum Nachdenken anregen
dass dort die Welt vielleicht anders gesehen wird,
als in den Tälern des Schwarzwaldes und in der Lüneburger Heide

Wer bestimmt eigentlich, was

Wer bestimmt eigentlich, was barbarisch ist und was nicht? Ist das allgemeingültig? Was, wenn andere Länder es so sähen, daß Drogenverkauf barbarisch wäre und mit allen Mitteln zu unterbinden sei? Die zu Tode Verurteilten sind auf alle Fälle mit der Strafe einverstanden, sonst wären sie ja abgeschreckt worden. Wenn Strafe nicht mehr abschreckt, kann man sie auch gleich bleiben lassen.
Wir können doch nur von Hier und von Uns reden. Wie in anderen Ländern bestraft wird, geht Uns doch gar nichts an.

Wieso ist China kein Rechtsstaat?

Wer für 15 Jahre hinter Gitter muss, muss schon was wirklich Schlimmes angerichtet haben.
In Deutschland z.B. einen Mord.
Nur weil China, so wie viele andere Länder die Todesstrafe noch hat, ist es doch ein Rechtsstaat.
Von einem Gefangenenaustausch halte ich garnichts, ich habe kein Mitleid mit Drogendealern.

RE:Superschlau

Wer bestimmt eigentlich, was barbarisch ist und was nicht?

Lesen sie die UN-Menschrechtscharta !

Gruß Hador

um 12:33 von Superschlau

"Wenn Strafe nicht mehr abschreckt, kann man sie auch gleich bleiben lassen"

Da haben Sie vollkommen Recht, doch viele in Deutschland wollen ehr dies als harte und gute Gesetze.
Wer in China Drogen dealt oder sonst was, der muss vorher fragen was passiert wenn....!

hador

soso, die Charta?
Scheint ja wohl nicht so allgemeingültig zu sein, wenn es immer wieder Länder gibt, die sich nicht dran halten wollen oder müssen. Ansonsten müsste man ja in alle Länder einfallen, die zuwider handeln und ihnen die Menschenrechte "beibomben". Wie zB im Irak.
Also, wer bestimmt das?

@ 12:19 von Nachfragerin

Na dann, auf in das gelobte Land China. Da haben Sie sicher mehr Freiheiten als hier im schlimmen bösen Westen.

Und zu Ihrer Antwort von 12:12 Uhr, auch wenn China die Wirtschaftspraktiken des freien Marktes anwendet, so ist die Staatsform mit der kommunistischen Einheitspartei dennoch nicht kapitalistisch...

Naja aber wie immer.... seltsamer Weise finden den Kommunismus Menschen immer nur in den Ländern toll, in dem der Kommunismus nicht an der Macht ist.

@ Frankfurter Helden

...niemals hat mir ein Chinese etwas zu Leide getan und dem Land in dem ich lebe auch nicht.
Wir kommen sie also darauf ,daß CHN unser FEIND ist?
Mich würde nämlich auch interesdieren in wessen Namen sie solche Sachen posten.
Antworten Sie!

@To_LE

"Und ich denke, wenn ich hier einige Kommentare lese, sollten sich einige Gedanken über den Wert des Lebens machen" Am 16. Januar 2019 um 09:40 von To_LE

Auch wenn ich gegen die Todesstrafe bin:

Bei einem Drogenschmuggler würde ich keine solche Hymne auf das Leben anstimmen.
Ich fände es angesichts aller möglichen Drogenopfer (Konsumenten, deren Familien, Polizisten und Zivilisten als Opfer der organisierten Kriminalität) einfach nur zynisch.

@Wieso ist China kein Rechtsstaat? 12:38 von Bürokratenchinese

Einfach mal nach 'Gewaltenteilung' kugeln.
Dann prüfen inwieweit ein nach eigener Aussage 'Orwell-Staat'
ein Rechtsstaat sein kann oder nicht.

@ Superschlau (12:42): die Charta bindet alle!!

hi Superschlau

soso, die Charta?
Scheint ja wohl nicht so allgemeingültig zu sein, wenn es immer wieder Länder gibt, die sich nicht dran halten wollen oder müssen.

Doch, diese Charta gilt fuer alle Länder ganz genauso. Auch dass kann ich Ihnen nachweisen!! Siehe Artikel 2 aus der UN-Menschenrechts-Charta:

Artikel 2
Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.

Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

RE:Superschlau

Die UN-Menschrechtscharta ist allgemeingültig !
Sie stellt aber eine unverbindliche Empfehlungen der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte dar.

Gruß Hador

@Sisyphos3 - Nicht Strafen, sondern Kontrollen schrecken ab.

12:17 von Sisyphos3:
"die Frage ist doch, was schreckt ab wenn die Todesstrafe nicht
vielleicht ne Vorgehensweise wie bei uns
1 Jahr auf Bewährung ?"

Die Strafe ist egal, sofern das Risiko einer Kontrolle hoch genug ist.

Übrigens glaube ich nicht, dass man bei uns mit einem Jahr auf Bewährung wegkommt, wenn man 200kg Meth schmuggeln wollte.

Eine Vierteltonne Meth

Schellenberg war in Kanada 11 mal vorbestraft, war dort wegen Drogenhandels im Gefängnis und wurde in China festgenommen, als er versuchte, rund 225 Kilogramm Methamphetamine nach Australien zu schmuggeln.

Wenn ich mir die Folgen einer Vierteltonne Meth für die Konsumenten vorstelle, erachte ich eine lebenslange Freiheitsstrafe in China für mehr als angemessen.

Zur Diskussion über die obsolete Todesstrafe taugt dieser Fall wenig.

@ 12:33 von Superschlau

"Die zu Tode Verurteilten sind auf alle Fälle mit der Strafe einverstanden, sonst wären sie ja abgeschreckt worden. Wenn Strafe nicht mehr abschreckt, kann man sie auch gleich bleiben lassen.
Wir können doch nur von Hier und von Uns reden. Wie in anderen Ländern bestraft wird, geht Uns doch gar nichts an."

Aha... also ich bin mit dem Bußgeld für zu schnelles Fahren nicht einverstanden und mache es trotzdem ab und an...

Ihr Logik folgend brauchen wir die zivilisierten Strafen bei uns nicht... eine Strafe muss abschrecken. Aber wann tut sie das? Müssen wir also allen Ladendieben wieder die Hand abhacken am besten öffentlich immer mittags 12:00 Uhr auf den Marktplätzen der Städte wie im Mittelalter?

Oder haben wir uns als Menschheit weiterentwickelt?

wo ist die Logik

1.
Warum wird ein Engagement gegen die Todesstrafe hier gleichgesetzt damit, dass man Drogenhandel gut findet?

2.
Warum spricht gegen ein Eintreten für die Menschenrechte in einem Land die Tatsache, dass die in anderen Ländern auch nicht geachtet werden?

3.
Warum ist denn jede Strafe in jedweder Höhe berechtigt, nur weil sie vorher angekündigt wurde? Kann ich jeden bei Fehlverhalten töten, wenn ich ihm das vorher rechtzeitig angedroht habe?

12:52 von Demokratieschue...

Doch, diese Charta gilt fuer alle Länder ganz genauso. Auch dass kann ich Ihnen nachweisen!!
.
so so
und daran halten sich alle Länder ?

re demokratieschue...

"hi Superschlau

soso, die Charta?
Scheint ja wohl nicht so allgemeingültig zu sein, wenn es immer wieder Länder gibt, die sich nicht dran halten wollen oder müssen.

Doch, diese Charta gilt fuer alle Länder ganz genauso. Auch dass kann ich Ihnen nachweisen!! Siehe Artikel 2 aus der UN-Menschenrechts-Charta:"

Diese Charta ist ebensowenig rechtlich bindend wie alle sonstige UN-Pakte, -Deklarationen, -Erklärungen.

Weil die Nichteinhaltung grundsätzlich unsanktioniert bleibt. Und nur aus dem Grund werden die überhaupt unterschrieben und ratifiziert.

@riewekooche

"Aber niemals durch den Tod, das ist barbarisch."
Ich las etwas von "200kg meth". Kein Plan ob das wahr ist, aber wenn da was dran ist (und die auch vorher mit 15 Jahren hohe Strafe deutet darauf hin), können Sie sich vorstellen, was 200kg meth anrichten? Der Angeklagte wusste zumindest, was das auf seinem Bankkonto anrichtet, der Rest war ihm egal...

Drogendealer - Strafmaß

Todesstrafe ist und bleibt - wo auch immer eine Anmaßung jeglicher Gerichtsbarkeit und ist ein absolutes No-Go.

Aber ich finde das Drogendealer schon prinizipiell eher mit dem Mordvorwurf konfrontiert werden sollen. Hier werden Menschenleben aus niederen Beweggründen billigend in Kauf genommen.

Wobei ich natürlich nichts zu diesem speziellen Fall sagen kann.

Außenministerin Chrystia Freeland

unmenschlich und unangebracht ist ?

Nein ist es nicht. Es ist unmenschlich und unangebracht Drogenhandel zu verharmlosen. Menschen und besonders die Angehörigen oder Opfer von Drogenkriminalität sollte man schützen und nicht die Täter.
Die realität sieht so aus:
https://rp-online.de/panorama/ausland
/usa-2017-so-viele-drogentote-wie-noch-nie_aid-34801073

@To_LE - Realität trifft Selbstbezeichnung

12:44 von To_LE:
"Na dann, auf in das gelobte Land China. Da haben Sie sicher mehr Freiheiten als hier im schlimmen bösen Westen."
> Das ist ziemlich stumpf.

"Und zu Ihrer Antwort von 12:12 Uhr, auch wenn China die Wirtschaftspraktiken des freien Marktes anwendet, so ist die Staatsform mit der kommunistischen Einheitspartei dennoch nicht kapitalistisch..."
> Ich bezog mich auf die realen Handlungen Chinas und nicht auf die Selbstbezeichnung der Regierung. Das chinesische Wirtschaftssystem ist definitiv kapitalistisch und ist meiner Ansicht nach mit einer kommunistischen Politik nicht zu vereinbaren.

"Naja aber wie immer.... seltsamer Weise finden den Kommunismus Menschen immer nur in den Ländern toll, in dem der Kommunismus nicht an der Macht ist."
> Ich habe einige mich selbst betreffenden Probleme benannt und Sie schlussfolgern daraus, dass ich Kommunismus und/oder China toll finde...

Es ist schon bestürzend,

Es ist schon bestürzend, welches Weltbild in der kanadischen Regierung offenbar vorherrscht.
Es ist für ein Land, das wie Kanada engste Beziehungen zum US-Imperium unterhält, einfach nur heuchlerisch, China Unmenschlichkeit vorzuwerfen.

Die kanadische Regierung gibt hier offen zu, dass sie Unmenschlichkeit nicht grundsätzlich für falsch sondern für ein Privileg des Imperiums hält.

um 12:29 von Nachfragerin

"Staatliche Willkür ist übrigens auch die Grundlage für die Verhaftung von Frau Meng. Das sollten Sie im Hinterkopf behalten, bevor Sie hier einseitig nur China verurteilen."

Wollen Sie jetzt ernsthaft die Verhaftung von Frau Meng, der auch bei einer eventuellen Überstellung in die USA keine Todesstrafe droht (Auslieferungsabkommen CAN-USA) mit der willkürlichen Umwandlung einer langen Freiheitsstrafe zur Todesstrafe vergleichen? Ernsthaft?

Kanada bittet China um Milde ....

Canada vergibt sich etwas - nicht zu Kreuze kriechen. Wer in einem Land wie China Drogen händelt, dem ist von vornherein nicht wirklich zu helfen.
Ansonsten sollte Ländern wie China gegenüber zunehmend gelten, "der Staat lässt sich nicht erpressen"!

Wie wäre es mit weltweiten

Wie wäre es mit weltweiten Sanktionen gegen China?
Ach so, China hält grosse $-Reserven und ist das Reich der Mitte - kein Regime.
MfG

wer

es wagt, eine hochrangige chinesische Firmenmanagerin festzusetzen, braucht sich über eine Retourkutsche Chinas nicht zu wundern. So funktioniert nun mal die totalitäre chinesische Politik...Drohungen und notfalls militärische Gewalt. Und niemand ausser Trump versucht daran etwas zu ändern.

12:57 von frosthorn

alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich
jedes Land hat so seine Gesetze
soll man die jetzt individuell auslegen dürfen

Todesstrafe

Eines vorab- ich b in gegen die Todesstrafe, weil sie barbarisch ist und zivilisierte Länder diese Strafe nicht anwenden sollten- und zwar unabhängig, wo. In China ebenso wie im Iran, Saudi-Arabien, Indien, den USA.
Nur sollten Ausländer sich über die Länder informieren und sich nicht bei kriminellen Handlungen erwischen lassen, die mit Todesstrafe geahndet werden.
Und im aktuellen Fall bin ich etwas ratlos- sollen wir für eine Zwei-Klassen-Justiz kämpfen, in der Ausländer milder für die gleiche Tat bestraft werden als Chinesen ?

Würde des Menschen unantastbar. Jeder hat das Recht auf Leben.

Europa ist die Erbin der ideenhistorischen Bewegung der Aufklärung. Unser Grundgesetz, wie eigentlich alle Verfassungen in Europa, steht in dieser Tradition, insbesondere angesichts des Scheiterns der Werte der Aufklärung um die drei Weltkriege herum, wobei der Kalte Krieg als der Dritte Weltkrieg angesehen werden kann.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, Artikel 1 GG, zusammen mit Artikel 2 Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit bilden zusammen, was wiederholt eine "gedankliche Drohgebärde" genannt wurde: Die Würde ist der in der philosophischen Tradition der Aufklärung der absolute Wert des Menschen, bei dem alles Relativieren aufhört, ein Relativierungs-Stopp: Wer die Menschenwürde relativiert, stellt automatisch das Recht auf Leben zur Disposition - und umgekehrt.

China und (Menschen)würde ist ein Thema für sich. Wir müssen unsere Werte klar gegenüber China behaupten, die Todesstrafe ist verwerflich.

Bitte korrekt darstellen

In dem ursprünglichen Bericht zu diesem Fall und auch in dem heutigen fehlt zu dem Sachverhalt ein wichtiges Detail: Der angeklagte Kanadier hat das Urteil selbst nicht akzeptiert und beim Provinzgericht Revision beantragt und nicht die Staatsanwaltschaft. Dieses höhere Gericht fand die Strafe zu milde, da in China ab einer kleinen Menge von 50g die Todesstrafe droht, der Angeklagte hat aber mehr als 200 kg gehandelt. Vor diesem Grund war die ursprüngliche Strafe auch sehr mild und bei guter Führung währe der Kanadier wohl nach 5 bis Jahren aus der Haft entlassen worden. Dieser Fall liegt auch zeitlich viel früher als die Verhaftung der Huawei Finanzchefin in Kanada, die nunmal sehr zweifelhaft ist, da die USA einfach Sanktionen gegen den Iran verhängen und dann andere die sich daran nicht halten, verhaften lassen. Das ist meiner Meinung nach mehr Willkür als das Verhalten der Justiz in China im Falle eines nachgewiesenen schweren Drogendeliktes.

@ Siysyphos3 (13:46): Auslegungsgrenze internationales Recht

@ Sisyphos3

Mit dem hier:

alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich

stimmt exakt!

jedes Land hat so seine Gesetze
soll man die jetzt individuell auslegen dürfen

ja das ist möglich solange es im Rahmen von internationalem Recht bleibt. Siehe Artikel 28 aus der UN-Menschenrechts-Charta:

Artikel 28
Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

siehe weiter Artikel 29 und Artikel 30 UN-Menschenrechts-Charta.

@Icke 1, 12:03

"Andere Länder, andere Sitten, andere Gesetze, andere Strafen!"

Soll das heißen, dass wir (die Weltgemeinschaft) gröbste Menschenrechtsverstöße einfach hinzunehmen haben?

China ist....

.... kein Rechtsstaat! Das ist das Problem. Und das Gegenteil ist ein Willkürstaat (indem vielleicht die Silhouette einer Demokratie aufrecht erhalten wird, damit man immer behaupten kann, die Gerichte würden souverän nach Recht und Gesetz entscheiden....). Meinen Urlaub verbringe ich deshalb lieber anderswo.

Bitte Historie beachten...

Ungeachtet irgendwelcher Gedanken an politische Erpressung oder Gefangenenaustausch sollte man die mögliche Todesstrafe für Drogenschmuggel / Handel in China - auch - unter dem kulturhistorisch-politischen Aspekt bewerten. Wie bekannt wurde China im 19. Jh. vorsätzlich und gezielt vom damaligen UK-Imperialismus (später auch mithilfe der USA) dirch dem Import und die Verbreitung von Opium als Rauschmittel gesellschaftlich und politisch ruinös destabilisiert. Das heutige China registriert selbstverständlich die gesellschaftlichen Folgen / Auswirkungen von Drogenkonsum / Kriminalität in diversen Staaten weltweit, und reagiert staatlich mit äußerst drakonischen Gegenmaßnahmen. Ein Effekt daraus ist, daß es in Parks / Kinderspielplätzen / Bahnhöfen in China keine Drogendealer gibt.
_
Und - solange weder Kanada noch das westliche Europa die USA wegen dort noch üblicher Todesstrafen sanktioniert, sollte man aus guten Gründen (siehe oben) gegenüber China besser stillschweigen.

Menschenrechte / Menschenpflichten

1. Der Herr war mehrfach verurteilt in Canada (Drogenhandel) Die Aussagen der Richter sind recht interessant zu lesen - googlen sie!
2. Er wurde zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt, hat aber nur 16 abgesessen.
3. Danach hat er Risiko gespielt und verloren.
Ich empfehle ihm jetzt, die Konsequenzen zu tragen. Leider scheint das in unserer Welt nicht mehr in Mode zu sein.
Drogenhändler, Waffenhändler u.v.a. mehr verkaufen den Tod auf Raten. Sie wissen, was sie tun. Kommen extrem harte Konsequenzen reden wir auf einmal alle von Menschenrechten. Haben Menschen eigentlich keine Pflichten?
Was nützen uns alle Gesetze und Pflichten, wenn sie nicht durchgesetzt werden oder kaum Konsequenzen folgen?
Es steht mein Recht (meinem Kind wird keine Droge angeboten) gegen seine "Recht" das zu tun? Wo MEINE Rechte beginnen, mein lieber Mann, da hören DEINE Rechte auf.
Zum Nachdenken: wie bitte soll eine Regierung ein 1,4 Milliarden-Volk regieren ohne das totale Chaos zu riskieren?

Rechtsstaat? Soso...

Eine regulär verhängte Strafe nachträglich noch zu verschärfen , erscheint mir jetzt nicht gerade rechtsstaatlich. Und die Justiz scheint mir hier auch nicht gerade frei zu sein. Es scheint mir eher so, als würde der Straftäter hier zum Sündenbock für ein verkorkstes außenpolitisches Verhältnis gemacht. Da China sich anschickt, die neue Weltmacht zu werden (und der Verfall der USA dank Donald Trump zusätzlich beschleunigt wird), werden wir uns an solche willkürlichen Maßnahmen gewöhnen müssen. China ist jetzt soweit, sich von niemandem mehr in die Suppe spucken zu lassen.

@Demokratieschue.. 13.55

verstehe ich Sie richtig, dass Sie hier offiziell für eine Zwei-Klassen-Justiz plädieren? Nach dem Nasenfaktor?Oder Staatsangehörigkeit? Oder was? Ohne Worte!

RE:Sparer

"wer es wagt, eine hochrangige chinesische Firmenmanagerin festzusetzen, braucht sich über eine Retourkutsche Chinas nicht zu wundern. So funktioniert nun mal die totalitäre chinesische Politik...Drohungen und notfalls militärische Gewalt. Und niemand ausser Trump versucht daran etwas zu ändern."

Glauben sie ernsthaft, Herr Trump interessiert sich für den chinesischen Rechtsstaat ?
Ihm geht es doch wohl eher selber um seine "american first"-Politik !

Gruß Hador

12:18 von Superschlau

Ja, Sie haben Recht! Da fehlt das "k" ;-)

Stellen Sie sich vor, Sie fliegen morgen nach China! Ob geschäftlich oder in den wohlverdienten Urlaub lasse ich mal dahin gestellt! Irgendein "böser Bube" schafft es, Ihnen Drogen in Ihren Koffer zu schmuggeln. Sie werden in China vom Zoll erwischt und es geht ab in den Bau! Aufgrund irgendeiner Beweislage verurteilt Sie das Gericht zur Todesstrafe!

Dann ist es soweit, das Fallbeil fällt! Und 2 Wochen später findet sich der entlastende Beweis! Sie werden posthum freigesprochen!

Und jetzt noch eine Krux oben drauf! Ein Gericht in Ihrer Heimat stellt fest, dass bereits bei der Urteilsfindung in China erhebliche Zweifel an Ihrer Schuld hätten festgestellt werden müssen!

Ich frage ich Sie! Was würden Sie der Familie Schellenberg nun sagen?

Todesurteile sind entgültig! Das macht sie unberechenbar und demnach sind sie mit einer Rechtstaatlichkeit nicht vereinbar!

kein Sündenbock

Der Angeklagte hat selbst die für chinesische Verhältnisse milde ursprüngliche Strafe angefochten. Ab 50 g wird man in China mit dem Tode bestraft, er hatte mehr als 200 kg. Wer auch immer ihn zu der Revision geraten hat, hat ihn schlecht beraten. Das hat absolut nichts mit Trump zu tun, es sind schon zuvor auch Ausländer in China wegen geringerer Drogenmengen zum Tode verurteilt worden. Der Täter wusste worauf er sich einlässt bei der Gesetzeslage in China.

@09:40 von To_LE

>> China... ein Rechtsstaat. Das war bisher der beste Witz des Tages. China ist ein kommunistische Diktatur! In so einem Land sind die Gerichte niemals unabhängig. <<
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Der Begriff "Rechtsstaatlichkeit" wird m.E. zzt. leider inflationär und undifferenziert benutzt, und ausschließlich nach angeblich hochmoralischer, westlicher Definition. Dabei weiß doch jeder, daß es schon in den kleinsten gesellschaftlichen Einheiten, in Familien sogar in direkter Nachbarschaft, sehr unterschiedliche Auffassungen u. Praktiken von "Recht und Ordnung" gibt. Mitunter auch außerhalb propagierter Moralnormen und Menschenrechten (wonach schon ein "Stubenarrest oder Fernsehverbot" schon "menschenrechtswidrig" sein könnte)...
_
Insofern muß auch jeder Nationalstaat das unbestreitbare Recht haben, seine inneren Angelegenheiten nach eigenem Recht = "rechtsstaatlich" zu gestalten. Und nebenbei - auch in China gibt es Berufungsgerichte und Revisionen...

Warum ist sie nicht dort?

Wenn Trump an die Grenze fährt um sich Sand anzugucken und Herr Sehofer um sich Schnee anzusehen und warme Worte zu verteilen, dann sollte Frau Freeland längst im Flieger sitzen um in aller Ruhe ohne Medien ein Vieraugen-Gespräch in China zu führen.

RE: Hoch-Intelligent

"Doch, diese Charta gilt fuer alle Länder ganz genauso. Auch dass kann ich Ihnen nachweisen!! Siehe Artikel 2 aus der UN-Menschenrechts-Charta.""

Wieso geht ihr Kommentar an Herrn karwandler ? Dieser Satz stammt von der Demokratieschützerin !

Gruß Hador

@12:57 von Lutz Jüncke

>> Schellenberg war in Kanada 11 mal vorbestraft... [...] Zur Diskussion über die obsolete Todesstrafe taugt dieser Fall wenig.
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ZUSTIMMUNG ...! ... Und folgende Zusatzbemerkungen: Warum wurde Mr. Schellenberg nicht schon längst vorher von der kanadischen Justiz "unschädlich" gemacht (11 Vorstrafen)..? Und richtig ... der Fall eigenet sich nicht zur ethisch-moralischen Diskussion über die Todesstrafe als Sanktion für ein Verbrechen, sondern dient wieder mal lediglich Politikern zur überhöhten Selbstdarstellung.

"Aha... also ich bin mit dem

"Aha... also ich bin mit dem Bußgeld für zu schnelles Fahren nicht einverstanden und mache es trotzdem ab und an..."
Dann empfehle ich, sich nicht erwischen zu lassen, oder die Regeln zu befolgen. Alles andere ist unsinnig.
Hat der Typ nun geschmuggelt oder nicht? Bei der Menge gehe ich mal davon aus, daß er nichts "untergeschoben" bekommen hat. Ach, sollte ich mal in die Verlegenheit kommen, in solche Länder zu müssen, passe ich doppelt auf, daß nichts "untergeschoben" werden kann.

@ frosthorn

"furchtbar, diese "selber schuld" Kommentare"

Dem ist nicht mehr hinzuzufügen.
Mich wundert es immer wieder wie der Rest der Welt vor solchen Länder immer klein bei geben.
Solche Länder werden nicht freiheitlich geführt, sonder nur mit der kompletten Unterdrückung. Und da gehört scheinbar auch die Todesstrafe.
Das Urteil ist falsch nach unseren Werten, und gerade deshalb brauchen wir starke Länder wie die USA die hier was beeinflussen können. Und nicht solche Länder wie sie in Europa leider vorhanden sind, die nur ihre Wirtschaftlichen Interessen in Gefahr sehen und lieber nichts sagen.
Und da ist Deutschland an vorderster Stelle.

Todesurteil

Wenn es um harte Drogen wie Heroin etc. geht, dann ist Todesstrafe gar nicht mal verwunderlich, den diese Droge führt auch zum Schaden tot bei den Beteiligten unter Umständen. Kanada hat sich wohl mit der Auslieferung der Huawai Chefin sich selber den Kontakt mit China vermasselt.

"Was sagen Sie da? Ich glaub

"Was sagen Sie da? Ich glaub mir hauts den Stöpsel raus! "

Das wurde schon geklärt. Ihm ist das K abhanden gekommen.

Was ich am traurigsten an

Was ich am traurigsten an dieser Diskussion finde ,ist wie kalt und inhuman hier manche Menschen argumentieren.Natürlich wusste er wahrscheinlich auf was er sich einlässt und Drogenschmuggel ist durchaus ein schwerstwiegender Delikt ,doch trotzdem erschreckt mich diese völlige Gleichgültigkeit oder sogar Bekräftigung des Todesurteils hier in dieser Diskussion zutiefst.

@ baumgart67 (14:21): Woher wissen Sie dass er der Täter war??

@ baumgart67

Auch fuer Sie:
die Todesstrafe ist illegal!! Von daher zu dem hier von Ihnen:

Der Angeklagte hat selbst die für chinesische Verhältnisse milde ursprüngliche Strafe angefochten. Ab 50 g wird man in China mit dem Tode bestraft, er hatte mehr als 200 kg. Wer auch immer ihn zu der Revision geraten hat, hat ihn schlecht beraten.

OK, er mag Drogen gehabt haben. Aber: woher wissen Sie, dass dieser Kanadier der Täter war?? Das Zeug kann ihm untergeschoben worden sein zum Beispiel durch chinesische Beamte. Sowas ist in so vielen anderen Ländern schon passiert.

@ um 14:34 von Zwicke

"Insofern muß auch jeder Nationalstaat das unbestreitbare Recht haben, seine inneren Angelegenheiten nach eigenem Recht = "rechtsstaatlich" zu gestalten. Und nebenbei - auch in China gibt es Berufungsgerichte und Revisionen..."

Genau dies bedeutet Rechtsstaatlichkeit nicht. Sonst wäre ja selbst die DDR ein Rechtsstaat gewesen. Sollten sie dies denken, empfehle ich ein Besuch in der ehem. Stasi-Haftanstalt in Berlin-Hohenschönhausen.

Wesensmerkmal eines Rechtsstaates ist unteranderem die Gewährung elementarer Meschenrechte, der Schutz des Einzelnen vor staatlichen Übergriffen und die Gewährung persönlicher Freiheit. Die Mäßigung staatlichen Handelns durch Gewaltenteilung, Übermaßverbot und den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sowie unabhängige Gerichte.

Das lernt jeder Jura-Student im 1. Semester. Aus meiner Sicht hat dies auch nichts mit einer "angeblich hochmoralischer, westlicher Definition" zu tun.

...

1. Der Mann ist Canadier, deswegen muß sich die canadische Regierung für ihn einsetzen - nennt sich konsularischer Beistand.

2. Ich bin ein grundsätzlicher Gegner der Todesstrafe, halte aber diesen Fall für schlicht nicht geeignet, um über die Todesstrafe an sich zu debatieren.

3. China ist ein wunderschönes Reiseland mit absolut freundlichen zuvorkommenden Menschen. Ich kann jedem nur raten, einmal dort hin zu reisen. Es sollte aber klar sein, sich dann an die dort geltenden Regeln zu halten, dann ist das auch ein sehr sicheres Land.

Am 16. Januar 2019 um 10:06 von ElricMoon

"Bei aller Moderne und glitzernden Wolkenkratzern, China ist kein Rechtsstaat. Das sollte jedem bewusst sein der sich dorthin wagt. Man ist dort jederzeit in Gefahr der Willkür des Regimes zum Opfer zu fallen, z.B. wie in diesem Fall, als politische Geisel genommen zu werden.
Ich würde sehr gerne mal nach China reisen, aber ich reise nicht in Länder, in denen ich davon ausgehen muss, dass meine Menschenrechte nicht respektiert werden."

Dann werden Sie wohl auch die USA nie besuchen, vermute ich.

nicht untergeschoben

Wenn Sie über den Fall informiert wären, wüssten Sie, dass es sich um mehr als 200 kg in Autoreifen versteckter Drogen handelt. Diese kann man wohl schwer unterschieben. Die Todesstrafe ist umstritten, auch abzulehnen aber in vielen Ländern nicht illegal und wenn ich als jemand der bereits in Canada 11 Mal wegen Drogendelikten verurteilt war, darf ich mich nicht wundern, wenn mich in China dann die dort normale Strafe erreicht wenn ich die 50g Grenze mit 200 kg um das 4000fache überschreite!

Am 16. Januar 2019 um 09:32 von frosthorn

Naja Sie sehen ja was die Chinesen so von "unseren" westlichen Werten halten...
Wenn Sie einem Chinesen erzählen, daß hierzulande so mancher Mörder nach 15 Jahren wieder aus dem Bau kommt, werden Sie erstmal ausgelacht.
Unglaublich aber wahr, manche Menschen können und möchten die in unsäglicher Arroganz immer wieder als die einzige Wahrheit angepriesenen "westlichen Werte" gar nicht teilen. Und ganz besonders wehren sich gegen diese Art von Belehrungsversuchen die stolzen und selbstbewussten ostasiatischen Länder.
Die haben sich nämlich vor nicht allzu langer Zeit erst vom Joch der ach so zivilisierten westlichen Welt befreit und gehen eigene Wege, werden sozusagen erwachsen.

@Hoch intelligent, 15:08

Richtig! Schon wenn ich ins Nachbarland fahre, muss ich die dortigen Verkehrsregeln beachten und respektieren. Fahre ich in Deutschland auf der Autobahn 150 kmh heisst das noch lange nicht, dass ich in der Schweiz auch 150 kmh fahren darf.

Ok. Und wenn im Nachbarland auf Geschwindigkeitsübertretung die Todesstrafe steht, ist das einzig und allein die Sache dieses Landes, und niemand hat sich da einzumischen. Hauptsache ist ja schließlich, dass das Strafmaß schon vorher bekannt war.

China ist unser Feind?

Dann gilt das auch für die USA, fast alle arabischen Länder, afrikanische Länder, und eine Menge asiatischer Staaten, denn die praktizieren alle die Todestrafe. Aber: man kann ja ganz tolle Geschäfte mit ihnen machen.

Sehe ich auch so

Corax um 10:54 Uhr: Ich sehe das wie Sie.

Moralisches Entrüsten gehört offensichtlich zu den "westlichen Werten", ganz besonders in Deutschland. Man kann dann so schön auf andere zeigen und sich selbst für den besseren Menschen halten. Wie rigoros China mit manchen Verbrechen und Verbrechern umgeht, ist hinlänglich bekannt, und es ist nichts Neues. Das wußte auch der Kanadier.

Ich bin strikt gegen die Todesstrafe, weil das Leben das höchste Gut ist, das kein Mensch, auch nicht durch Gesetze, einem anderen nehmen darf. Deshalb hoffe ich, daß China den Täter begnadigt.

Todesstrafe

Ich weiß das es vielen nicht gefällt, aber ich bin ein Befürworter der Todesstrafe für:
Terroristen, Kinderschänder, Vergewaltiger in Kombi mit Mord, Mörder und Drogendealer von harten Drogen.
Wer anderen das Leben nimmt, der sollte keine zweite Chance bekommen, noch anderen zu schaden.
Voraussetzung: Die Straftat muss zu 100% bewiesen sein.

Genauso

wie in den USA und vielen anderen Ländern gibt es die Todesstrafe in China. Das sollte ich wissen, wenn ich unbedingt in anderen Ländern Straftaten begehen muss. Ob man die Todesstrafe gut findet oder nicht, ist dabei belanglos. Und wenn Kanada sich als Handlanger einer undurchsichtigen Kampagnie gegen Huawei aus US-amerikanischem (Wirtschafts-)interesse machen lässt, muss man sich über harte Reaktionen eines als konsequent bekannten China nicht wundern. Dem kanadischen Gefangenen wünsche ich eine angemessene Strafe, den Kanadiern Lernfähigkeit und den Chinesen die Größe zur Gnade.

Schellenberg wurde nicht...

...mit Drogen "erwischt". Er wurde nach der Aussage eines Mitglieds der chinesischen Drogenmafia verhaftet, der dafür im Rahmen der "Kronzeugenregelung" der Todesstrafe entgehen konnte.

S. beteuerte von Anfang an seine Unschuld, hat das Urteil mit der Haftstrafe aber dennoch akzeptiert. Die Behauptung, er hätte Berufung eingelegt, ist eine Lüge. Beobachtern zufolge erreichen zudem weniger als 2% der Verurteilten, die Berufung einlegen, eine Neuverhandlung. Auch die Staatsanwaltschaft ließ die Frist von 10 Tagen nach Urteilsverkündung verstreichen, innerhalb derer eine Berufung möglich ist.

Erst am 29.12. verfügte ein lokales Gericht einen neuen Prozess, mit der Begründung, es seien "neue Beweise aufgetaucht". Nur 14 Tage später gibt es dann einen neuen Prozesstermin (zwischen Verhaftung und erstem Prozess lagen 15 Monate) und an nur einem Tag (der erste Prozess dauerte zweieinhalb Jahre) wird Schellenberg zur sofort vollstreckbaren Todesstrafe verurteilt.

Die Sache stinkt.

Ich hoffe...

...der Mann wird am Leben bleiben und sitzt lange für sein Vergehen ein, aber selber schuld und er hat das Risiko gekannt um viel und gierig schnell viel Geld zu verdienen... hätte er auch in anderen Ländern versuchen können, aber er hat ein Land mit der härtesten Strafe ausgesucht... zudem hatte er anfangs Glück „nur“ 15 Jahre ins Gefängnis zu müssen, sein Pech ist die Revision und vorallem die Festnahme der Huawei Tochter... die USA werden den Kanadiern bestimmt nicht mit gefangenenaustausch helfen, oder?

@Hoch-Intelligent: an illegalen Drogen sterben hunderttausendfach weniger Menschen als an legalen drogen wie Zigaretten, Alkohol oder Medikamente und Tabletten der Pharmaindustrie, aber das ist den meisten Menschen völlig egal...

Am 16. Januar 2019 um 10:06 von ElricMoon

Sie dürfen in jedes Land dieser Welt reisen, sofern Sie ein Visum erhalten.
Solange Sie die lokalen Gesetze respektieren und einhalten, werden Sie wohl von keiner staatlichen Behörde dort belangt werden, nicht einmal in Nordkorea.
Dazu gehört natürlich auch diese zu kennen, das ist aber eigene Verantwortung.
Wie die Bevölkerung Sie annimmt steht auf einem anderen Blatt, das hat aber mit Regimen oder Willkürherrschaft maximal sekundär zu tun.

Der Mann hat eine Straftat begangen, diese wurde ihm nachgewiesen und er wurde verurteilt. Das Urteil wurde nochmal von höherer Instanz revidiert und erhöht, das kann auch hierzulande passieren. Die Gründe mögen naheliegend sein, wir können jedoch nur mutmaßen.

Wissen Sie ....

ich ziehe da Humanismus vor. Gute Aufklaehrung und freier Verkauf zu guter Qualitaet und guenstig an muendige, aufgeklaehrte Buerger faende ich besser. Echt.

@baumgart67

Es geht ja in dem Bericht nicht um das Delikt und die ursprüngliche Strafe, sondern um das später verhängte Todesurteil.
MfG

Ich lehne die Todesstrafe

Ich lehne die Todesstrafe grundsätzlich ab.

Eine externe Einmischung in Chinas Justiz ist nicht zu akzeptieren.
Eine Protestnote bezüglich der Verhängung der Todesstrafe gegen einen ihrer Bürger aufgrund dessen, dass Kanada die Todesstrafe ablehnt ist nachvollziehbar sofern dies für alle kanadischen Bürger in allen Staaten erfolgt.

15:30 von KU

das kein Mensch, auch nicht durch Gesetze, einem anderen nehmen darf.
.
dann würden sie z.b. der Polizei die Waffe wegnehmen
und jede Sache mit nem Toten hart bestrafen, also auch Notwehr

Risiko

Der Typ wird doch gewusst haben wie die Gesetzeslage in Asiatischen Ländern bzgl. Drogen ist.
In China gibt's eben bei >50g (ohne kilo!) Todesstrafe - das er zunächst mit 15 Jahren davon gekommen ist, wundert mich.

Todesurteile

Sind Todesurteile nur in China, im Iran, in Russland, Pakistan, Indien als unmoralisch anzusehen? Sind dann Todesurteile in den USA im Gegenzug dann eher als moralische Strafe anzusehen? Wenn ich in einem Land eine Straftat begehe, dabei den Behörden ins Netz gehe und diese Tat mit der Todesstrafe geahndet werden kann, dann muss ich wissen was ich tue. Und gerade Dealer / Kuriere sind selbst Händler des Todes.

Ist "ai" nicht mehr zitierfähig?

Amnesty International zufolge besteht in China nach wie vor ein großes Gefälle zwischen gesetzlichen Vorschriften, der Umsetzung in der Praxis und den von der Regierung eingegangenen internationalen Verpflichtungen. So gibt es in der Praxis keine Unschuldsvermutung, und die Beweislast der Unschuld liegt auf Seiten der Angeklagten. Geständnisse, die in in nahezu allen Hafteinrichtungen unter Folter und Misshandlung der Gefangenen zustande kommen, zählen mehr als Beweise. Hinzu kommt, dass Richter in China erst seit 2002 ein Jurastudium als Qualifikation für ihr Amt vorlegen müssen. Viele der gegenwärtig rund 200.000 Richter sind ehemalige Armeeangehörige oder Beamte und haben keinen akademischen Abschluss vorzuweisen.

Derzeit können in China fast 50 Straftatbestände mit dem Tode geahndet werden. Die Bandbreite reicht dabei von Mord, Raub und tätlichem Angriff über Wirtschaftsdelikte, wie Korruption und Unterschlagung, bis zu einfacher Sachbeschädigung.
(Alle Zahlen und Fakten von "ai")

Kanada: keine Kriecherei sondern wehrt euch!!

Von daher kann man Kanada nur auffordern:

1. keiner Kriecherei vor den USA und China
2. zeigt beiden ganz deutlich und unmissverständlich die ROTE KARTE
3. lasst euch bitte nicht von den beiden in diesen Handelskrieg mitreinziehen!! Wehrt euch!!
4. ruft eventuell die WTO und die UNO an!!

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