Ihre Meinung zu: Streiks an drei Flughäfen: Hunderte Flüge ausgefallen

10. Januar 2019 - 8:40 Uhr

An den Flughäfen Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart laufen ganztägig Warnstreiks. Hunderte Flüge sind gestrichen, Urlaubsflieger weichen auf andere Airports aus. Schon seit Mitternacht kommt es zu Verzögerungen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.666665
Durchschnitt: 2.7 (6 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Begeisterte Streikende

Es ist der Gewerkschaft ganz egal ob die Reisende an ihr Urlaubsziel kommen.
Hauptsache 20 € Stundenlohn.
Null Toleranz auf Rücksicht der Urlauber.

@helmut4597, 9:29

Es ist der Gewerkschaft ganz egal ob die Reisende an ihr Urlaubsziel kommen.
Hauptsache 20 € Stundenlohn.
Null Toleranz auf Rücksicht der Urlauber.

Eine Gewerkschaft hat überhaupt nicht die Aufgabe, die Interessen der Firmenkunden zu vertreten, dazu wurde sie nicht gegründet.
Ich weiß nicht, was Sie beruflich machen, aber wenn ich verlangen würde, dass Sie das für lau tun, aus Rücksicht auf meine Bedürfnisse, möchte ich Sie mal hören.

Angemessen

"Ver.di fordert für die 23.000 Kontrolleure von Passagieren, Fracht, Waren und Flughafen-Beschäftigten eine bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde. Das wäre ein Plus im teilweise hohen zweistelligen Prozentbereich..."
.
20€ Stundenlohn halte ich für diese Tätigkeit für keineswegs hoch. Angemessen wäre für mich etwas mehr. Überrascht bin ich jedoch über den bisherigen sehr niedrigen Stundenlohn, wenn die Angabe einer Steigerung im hohen zweistelligen Prozentbereich stimmt. Der hohe zweistellige Prozent Bereich beginnt erst ab 51 %. Damit läge der bisherige Stundenlohn bei etwa 13,50 € oder weniger. Sehr niedrig für diese Tätigkeit.

Ich muss nicht fliegen

und in der Region bin ich auch nicht.
Aber ich bleibe dabei das die Forderung völlig übertrieben ist, wer bekommt 20 Euro Tarif in Deutschland ?.
Da gibt es nicht viele Tarife, eine Erhöhung von 3 Euro ist schon mehr als frech, das Angebot mit 6,xx ist so schlecht nicht was sie ablehnen wollen.
Das sind bei 17 Euro rund 1,10 pro Stunde mehr, wenn dann Mindestlohn und die Erhöhung im Cent Bereich nehme, sieht man die Verhältnismäßigkeit.
Irgendwie jedes Maß verloren.

@ um 09:29 von helmut4597

"Begeisterte Streikende
Es ist der Gewerkschaft ganz egal ob die Reisende an ihr Urlaubsziel kommen.
Hauptsache 20 € Stundenlohn.
Null Toleranz auf Rücksicht der Urlauber."
.
Wenn jemand mit einer solch wichtigen Funktion für gerade einmal 20 € Stundenlohn streikt, ist dies für mich absolut richtig. Auch als Urlauber, der nicht an sein Urlaubsziel kommt, wäre ich völlig ohne Groll gegen die Streikenden, wohl aber gegen die Firmen und Institutionen, die diese Hungerlöhne zahlen. Was ist schon ein verspätet angetretener Urlaub gegen massenweise Ausbeutung? Nicht der Bote der schlechten Nachricht ist zu prügeln.

@....4597

Zu Toleranz und Rücksicht gehört auch der Respekt gegenüber den Forderungen einer Berufsgruppe, von deren Lage die Meisten keine Ahnung haben, sie abqualifizieren und ihre Arbeit als lästig empfinden, "wegen der Terroristen". Diese Leute haben mein volles Verständnis und ich wünsche Ihnen den allerbesten Erfolg beim Durchsetzen ihrer Forderungen.

re helmut4597

"Es ist der Gewerkschaft ganz egal ob die Reisende an ihr Urlaubsziel kommen.
Hauptsache 20 € Stundenlohn.
Null Toleranz auf Rücksicht der Urlauber."

Ohne Streikrecht würden Sie heute noch 60 Stunden an 6 Tagen/Woche für einen Hungerlohn schuften.

Aber dafür schön tolerant.

Streiks an drei Flughäfen:Hunderte Flüge ausgefallen...

Bei dem niedrigen Tarifangebot der BDLS kein Wunder.Sollen die Leute Billiglöhner bleiben,wie es sie in vielen Bereichen gibt ? Und ein Streik muß Auswirkungen haben,sonst ist er sinnlos.
Die Beschäftigten sollen nur aufpassen,daß im weiteren Verlauf des Konflikts es nicht auf einmal heißt:"Wir haben uns geeinigt".Und dann kommen 5 Prozent auf zwei Jahre oder ähnliches.

Ich bin in einem von wenigen

Ich bin in einem von wenigen Punkten mal bei den Linken:
"Die öffentliche Sicherheit darf nicht dem Gewinnstreben privater Sicherheitsdienstleister untergeordnet werden, erst recht nicht in einem sensiblen Bereicht wie der Terrorabwehr an Flughäfen".
Daher wäre eine Verstaatlichung der Sicherheitsdienste an Flughäfen zu begrüßen.
.
Zumal private Sicherheitsdienstleister das eher als Goldesel ansehen, denn als Sicherheitsdienst. Und schon einige Abmahnungen durch die Flughäfen bekommen haben.

ich will schon über 3 jahre nach portugal

da ich jedoch kein allesinclusivegettourlauber bin, ist mir das risiko zu gross, daß mein flug ausfällt, ich für das unbenutzte bett jedoch viel geld zahlen muss. also fahre ich lieber mit dem SUV nach bayern oder in die toscana. ach so, die Germania fluggesellschaft macht auch bald ihre lichter aus, dem bsirske sei gedankt

DAs wurde alles schon in

DAs wurde alles schon in anderen Fäden gesagt. Der TS Beitrag ist null informativ, weil er nun mal keine Neuigkeiten enthält. Ich dachte das wäre der Sinn von Nachrichten.

@ 09:58 von Ritchi

"Wenn jemand mit einer solch wichtigen Funktion für gerade einmal 20 € Stundenlohn streikt, ist dies für mich absolut richtig."
.
Seien wir doch mal ehrlich.
Den Job können Sie und ich. Ohne besondere Ausbildung, Qualifikation oder was auch immer.
Schauen Sie sich das Personal der privaten Sicherheitsdienste an, wer es nötig hat dort zu arbeiten.
Schauen Sie auf den Bildschirm vor dem Scanner, sortieren Sie die Gepäck-Kisten wieder neu ein, ab und zu fragen Sie mal, was da in der Hosentasche ist. Oder gehen mal mit dem Metalldetektor über die Schuhe. Oder mal Jacke ausziehen.
.
Klar ist der Job wichtig und jeder sollte ein vernünftiges Einkommen haben und später eine gute Rente, von der er leben kann.
Aber 20€?
So viel bekommt kein Busfahrer oder Lokführer. Und der hat eine wichtige Funktion.

@ helmut4597

"Es ist der Gewerkschaft ganz egal ob die Reisende an ihr Urlaubsziel kommen." Am 10. Januar 2019 um 09:29 von helmut4597

Nein, ist es nicht, deswegen sorgen ja die Sicherheitsdienste für die Sicherheit der Urlauber, damit diese an ihr Urlaubsziel kommen.
Und für diese Arbeit braucht man gute Leute, die satt und ausgeschlafen sind und sich auf ihre Arbeit voll konzentrieren ohne über die nächste Nebenkostenabrechnung nachdenken zu müssen.

Guter Verdienst motiviert ungemein und macht auch noch loyal.

Gehälter

Natürlich dürfen die Leute streiken. Mir kommen aber 20€/h ziemlich reichlich vor. Da kommt man bei 40 Stunden auf 3200€ plus vermutlich Schicht- und Wochenendzulagen. Für einen Job der von angelernten Angestellten erledigt wird also mehr als für viele ausgebildete Polizisten (je nach Rang und Dienstzeit).
Aber Streikrecht ist Streickrecht und vermutlich werden es am Ende ja keine 20€.

Und ... Wenn Krankenschwestern streiken Null Toleranz auf Patienten.
Wie sollen Beschäftigte ihre Lohninteressen sonst durchsetzen?! Das ist halt mal so!
.
Eine Gewerkschaft hat überhaupt nicht die Aufgabe, die Interessen der Firmenkunden zu vertreten, ...
..Lohnerhöhungen haben höhere Gewerkschaftsbeiträge zur Folge. ..die Gewerkschaften die Interessen der Arbeitnehmer vertreten oder die ihrigen.

Rücksichtsloser Egoismus ist nicht "halt so" zu tolerieren. Rechtmäßig ist der Streik von Krankenschwestern nur wenn die Patientenversorgung nicht gefährdet wird sonst macht sich die Schwester und die Organisatoren strafbar.
Wir haben aktuell ein großes Wetterchaos, da muss man nicht noch rücksichtslos streiken und das Chaos und den Schaden noch vergrößern. Null Verständnis! Auch die Gewerkschaften müssen wissen, das der ausgehandelte Lohn von den Kunden, gerade von den Firmenkunden erarbeitet und finanziert wird. Interessen? Man könnte so auch den Ast absägen auf dem man sitzt!

Wie hoch ist der Stundenlohn denn momentan?

20€ Stundenlohn sind für eine Alleinstehenden bei 39 Wochenstunden noch nicht einmal 3500€ brutto. Netto sind das keine 2000€!
Da könnte man sich auch fragen, wer für so einen Hungerlohn überhaupt noch arbeiten geht?
Und dann auch noch im Sicherheitsbereich, in dem täglich mit Lebensgefahr gerechnet werden kann.
Bei den aktuellen Preisen dürfte allerhöchstens der Mindestlohn bei 20€ liegen. Alles darunter ist Bestrafung dafür, dass man arbeiten geht!

@ 10:47 von dr.bashir

"Natürlich dürfen die Leute streiken. Mir kommen aber 20€/h ziemlich reichlich vor. Da kommt man bei 40 Stunden auf 3200€ plus vermutlich Schicht- und Wochenendzulagen. Für einen Job der von angelernten Angestellten erledigt wird also mehr als für viele ausgebildete Polizisten (je nach Rang und Dienstzeit)."
.
Gehen Sie von der durchschnittlichen Arbeitszeit aus.
174 Stunden im Monat.
Da sind Sie bei 3.500€.
Ohne Zulagen.
Für eine angelernte Tätigkeit nicht schlecht, oder?

@ 11:02 von nie wieder spd

"20€ Stundenlohn sind für eine Alleinstehenden bei 39 Wochenstunden noch nicht einmal 3500€ brutto. Netto sind das keine 2000€!
Da könnte man sich auch fragen, wer für so einen Hungerlohn überhaupt noch arbeiten geht?"
.
Es sind rund 2.200€.
Das ist für Sie ein Hungerlohn?
Dafür, dass Sie nichts gelernt haben?
Ziehen Sie 700€ Miete ab (da haben Sie als Alleinstehender schon eine fette Wohnung!).
Und Sie haben noch 1.500€ zum verjubeln übrig?
Dafür gehen manche Leiharbeiter brutto arbeiten.
Alternativ steht Ihnen ja Hartz IV als Möglichkeit zu.
.
Diese Gehaltsvorstellungen sind echt absurd!

@gman, 10:57

Rücksichtsloser Egoismus ist nicht "halt so" zu tolerieren.

Und bei uns, wo sich ja jeder dort, wo er Kunde ist, zum König erklärt, ist es natürlich "rücksichtsloser Egoismus", wenn die Untertanen ihre Interessen vertreten. Haben Sie mal überlegt, dass alles, was über Null Euro Stundenlohn hinausgeht, vom Kunden bezahlt werden muss und somit eine Rücksichtslosigkeit darstellt?

Auch die Gewerkschaften müssen wissen, das der ausgehandelte Lohn von den Kunden, gerade von den Firmenkunden erarbeitet und finanziert wird.

In jedem Unternehmen wird jeder Cent aus den Geldern der Kunden finanziert. Darf jetzt folglich gar niemand mehr streiken?

Die aktuelle Bezahlung liegt

derzeit zwischen 14 und 17 Euro die Stunde. Voraussetzung: abgeschlossene Berufsausbildung, Englischkenntnisse, Lehrgang bei der Bundespolizei, Fitness, etc... "Was machen die, was ich aus dem Stegreif nicht auch machen könnte und die wollen sogar 20 Euro dafür haben"...40 Jahre "der Markt regelt Alles, jeder ist Marktteilnehmer,
sein eigener Unternehmer " sind nicht spurlos an uns vorbei gegangen, so ist das mit totalitären Ideen.

@ 10:57 von Hoch-Intelligent

"Es kann sich selber ausmalen, wie man mit 3.000 € eine Wohnung einschl. Nebenkosten, seinen Lebensunterhalt einschl. der gesamten Familie, mindestens 1 Auto, Kosten für Kommunikation und Unterhaltung, und ggf. Versicherungen finanziert. Hinzu kommen evtl. Rücklagen für neue Anschaffungen und vielleicht noch Urlaub. Und dann ist Ende der Fahnenstange!"
.
Ne, klar. 3.000€ ist zu wenig.
Wo leben wir? In was für einer Welt?
Ziehen Sie mit 2 Kindern von mir aus 1.000€ oder mehr Miete ab.
Sie kommen mit 2.000€ im Monat nicht aus?
Das ist weltfremd!
Ich denke der Beitrag war ironisch gemeint.

Gehaltsvorstellungen

Natürlich wäre es schön, wenn alle Vollzeitbeschäftigten in D so viel verdienen würden, dass man als Alleinverdiener eine Familie in einem Ballungsraum gemütlich ernähren kann. Dann sind wir aber mal schnell beim Gehalt eines Assistenzarztes und das dürfte wohl für viele Berufe ein Traum bleiben.
Also ich finde auch, dass der Abstand zwischen den Lebenshaltungskosten und so manchen Gehältern in D sich ungünstig entwickelt, insbesondere wegen der Mieten in Ballungsräumen. Aber ob jetzt ausgerechnet die ungelernten Kofferscanner am Flughafen die wichtigste Gruppe sind frage ich mich schon. Und die Lebensgefahr in dem Job halte ich für überschaubar. Die Fahrt zum Flughafen ist gefährlicher.

@11:02 von nie wieder spd: Hungerlohn

"20€ Stundenlohn sind für eine Alleinstehenden bei 39 Wochenstunden noch nicht einmal 3500€ brutto. Netto sind das keine 2000€!"

Das Nettomedianeinkommen liegt in Deutschland je nach Bundesland zwischen 1400 und 1780 Euro.

Das bedeutet, dass mehr als 50% deutlich weniger als den von Ihnen so bezeichneten Hunderlohn von 2000 Euro netto bekommen.

Mit Mindestlohn kommt ein Single auf 1177,52 Euro netto.

Das Sicherheitspersonal an Flughäfen wird wohl zur Zeit sehr unterschiedlich bezahlt.

Wie heute auf WDR5 berichtet wurde liegen die höchsten Stundenlöhne zur Zeit bei ca. 18 Euro. Viele Mitarbeiter liegen aber deutlich darunter.

Vollkommen übertriebn

für einen Job, den man in kürzester Zeit angelernt bekommt. und keinerlei Vorausbildung nötig ist. Einzig Deutsch / Englisch sollte man können, aber Englisch bekommt noch nicht einmal das Personal in Tegel hin.

Erinnert an diese Amazon Streiks. Wie begründet Verdi eigentlich diese Amazon Streiks, bei denen Personen Sachen aus einem Regal nehmen und in einen Pappkarton legen und dafür die gleiche Bezahlung bekommen soll (Logistik Branche), wie jemand der dafür 3 Jahre in der Ausbildung war?

So etwas geht nur, weil mit wenig Aufwand massiver Schaden angerichtet wird. Wenn diese Mitarbeiter, nach 6 Wochen Schulung 20 EUR plus die ganzen Zulagen bekommen sollen, dann bitte zB Polizisten 50+ / h zahlen.

Zu 11:28 von frosthorn -gewollt missverstanden-

Und bei uns, wo sich ja jeder dort, wo er Kunde ist, zum König erklärt, ist es natürlich "rücksichtsloser Egoismus", wenn die Untertanen ihre Interessen vertreten. Haben Sie mal überlegt, dass alles, was über Null Euro Stundenlohn hinausgeht, vom Kunden bezahlt werden muss und somit eine Rücksichtslosigkeit darstellt?
In jedem Unternehmen wird jeder Cent aus den Geldern der Kunden finanziert. Darf jetzt folglich gar niemand mehr streiken?

Wo haben Sie das nur alles gelesen? Der rücksichtslose Egoismus besteht im Streik zur Unzeit. Wer so überzieht wird die Folgen früher oder später tragen müssen.

Z.B. wird der Flughafen Changi/Singapur automatisiert. Der Flughafen der Zukunft braucht weniger Personal. Auch anderswo wird die Automatisierung vorangetrieben. Ein solcher Sicherheitscheck kann gegebernenfalls auch mehr Sicherheit gewährleisten. Es ist aktuell noch eine Frage der Kosten. Eine Automatisierung wird sich zuerst dort rechnen, wo die Lohnkosten am höchsten sind.

Um in der Luftfahrt zu bleiben

Beim deutschen Saubermann-Vorzeigeunternehmen Lufthansa gibt es Konzernbereiche inkl. Verdi Tarifvertrag, bei denen ausgebildetes Personal wenige Cent über Mindestlohn bekommt. Netto kommen dann ca 1.200 EUR raus, Steuerklasse 1.

Problem, wenn die Streiken, juckt es keinen und es bleiben auch keine Tausende am Airport stehen. Die letzte Gehaltserhöhung war 2015 und Verdi hat der LH eine Erhöhung von 20 Eur / Monat abgerungen. Zum Ausgleich streiken dann halt die Piloten, Cabin Crew, oder Bodencrew.

Übrigens ein Push-Back Fahrer, in FRA hat 6.500 EUR brutto, ein Busfahrer auf dem Vorfeld fängt bei 3.500 an und endet bei 5.800

Zu 11:43 von dr.bashir - Löhne-Preise-Mieten

Also ich finde auch, dass der Abstand zwischen den Lebenshaltungskosten und so manchen Gehältern in D sich ungünstig entwickelt, insbesondere wegen der Mieten in Ballungsräumen.

@dr.bashir, Sie haben Recht, aber die Preisexplosion bei den Mieten wird nicht mit Lohnerhöhungen aufgefangen werden können. Dafür ist anderes ursächlich und anderes zur Abhilfe notwendig (€-EZB, Negativzins, Blasenbildung, Bauvorschriften, Steuern, Abgaben....), was hier zuweit führt.

Es gilt und gibt sie aber immer noch, die Lohn-Preis-Spirale. Jede Lohnerhöhung wird in die Preise einkalkuliert werden müssen. Wenn nicht, wird die Existenz des Unternehmens aufs Spiel gesetzt und damit auch die Arbeitsplätze. Das gilt nicht nur für Flughäfen.

Zu 09:06 von Superschlau "Jeder Chef, der meint, nur..

knappe Löhne zahlen zu müssen, sollte auch selber nur knappes Gehalt bekommen. Aktiengesellschaften, die rumdrucksen, dürfen keinerlei Dividenden ausschmeißen, keine Boni, oÄ. Unten wird gearbeitet und oben wird ohne Verantwortung Champagner gesoffen? So kann das auf Dauer nix werden. Sozialismus, Kapitalismus sind schon gescheitert, Und der Kapitalismus wird an den selben Fehlern auch scheitern.

@Superschlau, so wird das nichts. Glauben Sie denn, ein Aktionär würde sein Geld als Risikokapital unter solchen Bedingungen für Unternehmen und Arbeitsplätze zur Verfügung stellen?

Wir leben weder im Sozialismus noch im Kapitalismus. Unsere von Ludwig Erhard geprägte Wirtschaftsordnung, die Soziale Marktwirschaft ist anders. Der Staat sichert einen funktionsfähigen Wettbewerb unter Wahrung eines sozialen Gleichgewichts innerhalb der Gesellschaft. Dazu gehören angemessene Löhne und Dividenden. Nichts ist perfekt, aber es gibt keine bessere Wirtschaftsordnung. Eine ständige Aufgabe!

Info Stundenlohn

Ich arbeite in dem Bereich Personen und IWarenkontrolle für 13,20 Brutto. Die Kollegen der Pasaagierkontrolle erhalten 17,05 Euro. Und das ist das, was in NRW bezahlt wird. In anderen BL wird teils weniger, teils mehr bezahlt.

@12:19 von Hoch-Intelligent: ...immer der Endverbraucher

"Die Rechnung trägt letztendlich immer der Endverbraucher, sogar die Umsatzsteuer. "

Und wo genau ist im aktuellen Fall das Problem?

Wenn das Sicherheitspersonal im Durchschnitt 5 Euro mehr pro Stunde bekäme, dann erhöht sich die Flughafengebühr pro Fulggast um wie viel? 0,50 bis 1,- Euro oder weniger?

Selbst wenn es 1 Euro wäre... Fliegen ist so billig, da kann sich jeder Fluggast 1 Euro extra für die Sicherheit locker leisten.

Und wer es nicht kann, der soll eben zu hause bleiben.

@10:00 von karwandler

Ohne Streikrecht würden Sie heute noch 60 Stunden an 6 Tagen/Woche für einen Hungerlohn schuften.

Das ist in manchen Branchen, zB der IT, oftmals völlig normal, besonders bei Startups. Nennt sich "erfolgsorientiertes, familiäres Klima" (die Firma wird zur Familie!), und "flexible Arbeitszeiten". Und das sind dann genau die Firmen, die händeringend Fachkräfte suchen.

Zu 12:19 von Hoch-Intelligent -Der Endverbraucher -

@11:28 von frosthorn
In jedem Unternehmen wird jeder Cent aus den Geldern der Kunden finanziert. Darf jetzt folglich gar niemand mehr streiken?
---
Genau! Die Rechnung trägt letztendlich immer der Endverbraucher, sogar die Umsatzsteuer. Alle Lohn- und Lohnnebenkosten zahlt der Kunde, Patient, Mandant oder wie man sonst noch sagen darf. Der Unternehmer erstellt seine Rechnung immer so, dass er die Arbeitslöhne seiner Mitarbeiter bezahlen kann; und den letzten beißen die Hunde.

.. und nicht vergessen, richtig, es kommt auf den Endverbraucher an ob er die hochkalkulierte Rechnung zahlen will oder noch kann. Wird das Produkt oder die Dienstleistung nicht mehr abgenommen, geht am Ende das Unternehmen pleite, die Arbeitsplätze verloren. Es gibt da mehrere "Letzte", die Arbeitnehmer sind auch dabei.

Fazit: Die Lohnforderung und der Streik für diese angelernte Tätigkeit ist völlig überzogen. Kein Verständnis für das zusätzlich angerichtete Chaos, Ärger und immensen Schaden.

@ 12:15 von Hoch-Intelligent

"Ich habe an keiner Stelle gesagt, dass ein Familienvater mit 2 Kinder bei 3.000 € nicht auskommt. Ich habe nennenswerte Ausgaben aufgezählt mit der abschließenden Bemerkung, dann ist Ende der Fahnenstange, d. h. wenn ich die Ausgaben zusammen zähle, bleibt nichts mehr oder nicht viel übrig.
Wenn aber eine Familie dennoch ein angenehmes Leben führen möchte, muss die Ehefrau mit verdienen, andernfalls wird man sich finanziell schwer tun."
.
Viele Familien wünschen sich ein Ende der Fahnenstange bei 3.000€. Bei der die Frau mit arbeitet.
Er z.B. Handwerker, Sie z.B Angestellte.
Beide Berufsausbildung gemacht und eine Qualifikation. Vielleicht Steuerklassen 3 und 5.
Es kommt auf die Definition von "angenehmen Leben" an.
Ich habe zwar nix gelernt, will aber ein Eingenheim, 2 Autos und dreimal im Jahr in den Urlaub?
Weil die Anderen machen das ja auch!
Finde ich ganz persönlich ein bisschen überzogen.
Da ist die Frage, in welche Richtung der soziale Neid geht.

@gman

"Wir leben weder im Sozialismus noch im Kapitalismus. Unsere von Ludwig Erhard geprägte Wirtschaftsordnung, die Soziale Marktwirschaft ist anders. Der Staat sichert einen funktionsfähigen Wettbewerb unter Wahrung eines sozialen Gleichgewichts innerhalb der"
Nein, wir leben im ungezügelten Kapitalismus. Wir sind ungefähr auf der gleichen Stufe, wie zur industriellen Revolution. Der Arbeitnehmer wird mehr und mehr zum Sklaven. Abgefedert mit ein paar Brosamen, die der Rest der Sklaven noch an Steuern abdrücken konnte.
Ausbeuter sollte man benennen und bekämpfen. Durch Arbeitsniederlegeung, durch nichtbeachten ihrer Angebote, wechseln zur Konkurrenz, oÄ.

jeder

ohne Abschluss und mit geringer Qualifikation geht auf 20 Euro Stundenlohn zu ????...
Ich glaub es nicht ... ein Hohn für jede Examinierte Krankenschwester, Feuerwehr, Polizei und Facharbeiter in der Industrie.. dann noch 620 Euro für jedes von Armut Betroffene Kind deren Eltern einfach mal arbeiten sollten es kann doch nicht sein dass der Staat für die Pflichten der Eltern aufkommt...
wer soll das alles bezahlen??? ... inklusive der nächsten Generation von Flüchtlingen...
kein Wunder das es in Deutschland brodelt und kocht... schierer Wahnsinn

@ritchi Angemessen wie kommen

@ritchi Angemessen
wie kommen sie auf 13 €, der Stundenlohn liegt in Berlin z. Z. für die meisten über 17 € + Zulagen. Für Tätigkeiten nicht direkt in der Personenkontrolle bei 15 €. Natürlich gönne ich dem Personal mehr Lohn, nur die Forderungen sind völlig überzogen. Es handelt sich hier um angelerntes Personl. Wichtiger wäre es, mehr Personal einzustellen, damit das Personal entlastet wird. Das kann man alles am Verhandlungstisch lösen. Leider gehen aber beide Seiten von unrealistischen Vorstellungen aus. Aber auch die Arbeitgeber sind ja direkt betroffen, keine Arbeit kein Lohn. Die wirklich Leidtragenden sind völlig Unbeteiligte Dritte und davon wider hauptsächlich die Fluggäste.

Tja...

Privatisierungsprobleme?!
Nicht mal 20 Euronen für:
Schichtdienst
Wochenendarbeit (Feiertage) und
die Mitverantwortung für Sicherheit tausender Menschen...

Wenn das den Arbeitgebern keine 20€/h wert ist - macht den Laden einfach dicht! Am besten alle Flughäfen. Dann wird sehr schnell sichtbar, das 20 locker zu stemmen sind. Dann zahlt der Reisende eben ein paar Cent mehr...

Allgemein ist der Verdienstverlusst der letzten 20 Jahre nicht aufzuholen.
Aber Verdi geht den richtigen Schritt. 5 - 6% Lohnerhöhung sind doch ein Witz!

Streik

ich fordere für die Hilfsarbeiter an den Flugplatzkontrollen 30,00 € Stundenlohn. Ebenso fordere ich den kleinen Bäcker auf das Brot für 0,20 € zu verkaufen, damit die Sicherheitskontrolleure auch ordentlich leben können. Wenn ich heute morgen im Morgenmagazin eine der Streikenden höre, dass Sie eine körperlich Schwere arbeit hat, dann muss ich nur noch lachen. Diese Dame meinte war scheinlich, dass ein Maurer oder eine Krankenschwester eine leichte Arbeit haben.

20€ Stundenlohn

Ich möchte mal wissen, warum eine ungelernte Arbeitskraft eigentlich 20 € pro Stunde verdienen muss? Eine Putzfrau, die wirklich hart arbeitet, verdient in der Regel etwa 15€. Ich habe viel mehr den Eindruck, dass die Gewerkschaften es sich hier leicht machen. Wenn das Sicherheitspersonal am Flughafen streikt, dann tut das weh. Der Aufschrei ist entsprechend groß und Aufmerksamkeit der Gewerkschaft sicher.
Da sich diese Streiks permanent wiederholen, muss man hier endlich den Staat in die Pflicht nehmen, der diese Aufgabe an die maßlosen Sicherheitsunternehmen abgegeben hat. Es wird Zeit, dass der Staat diese Aufgabe wieder selbst übernimmt.

Bürger bekommt genau das, was er möchte!

Privatisierung ist geil und macht alles besser, effizienter und billiger.
.
Zumindest ist das die landläufige Meinung, Mantraartig wiederholt von Politik und Medien.
.
Im realen Leben gibt es durchaus sehr gute Gründe wichtige Bereiche eben nicht zu privatisieren - sondern durch Beamte zu besetzen.
.
Dagegen sprechen aber Lobbyisten, die über die Privatisierung Geld verdienen wollen. Risiken bleiben - selbstverständlich - solidarisiert!
.
Sollen sie doch wochen- oder monatelang streiken. Möglicherweise handelt die Politik dann endlich wieder rational und verantwortungsvoll.
.
Geiz ist eben nicht Geil. Und die Privatisierung hoheitlicher Aufgaben schlichtweg verantwortungslos und ausschließlich kurzfristig gedacht.

@gman

"Der rücksichtslose Egoismus besteht im Streik zur Unzeit. Wer so überzieht wird die Folgen früher oder später tragen müssen."

Der Streik hat exakt NACH dem Ende der Ferien in 15 Bundesländern begonnen.
Angesichts dieser Tatsache halte ich Ihren Vorwurf des rücksichtslosen Egoismus zumindest für eine keinesfalls den Fakten entsprechende Unterstellung.

re motorkopf

"die Mitverantwortung für Sicherheit tausender Menschen"

Wenn Sie das zum Kriterium für die Höhe des Verdienstes machen müssen Polizisten 200.000 im Jahr verdienen und der Personalvorstand eines DAX-Unternehmens für Mindestlohn arbeiten ...

@rievkoche

...wenn das (60 Stundenwoche) im IT - Bereich „normal“ ist, stellt sich mir die Frage, warum die dort Beschäftigten sich nicht gewerkschaftlich organisieren und bessere Arbeitsbedingungen
erstreiken?!
Ich kenne IT - Buden, deren Belegschaften noch nicht einmal in der Lage sind, einen Betriebsrat zu wählen! Sorry, mir kommen gleich die Tränen: aber solche Leute sind ihr Elend selber schuld und mit denen habe ich kein Mitleid: dann ist das halt so und sie sollen mit ihren 60 Stundenwochen glücklich werden! Nur, was tangiert das die Verdi - Kollegen? Sollen die jetzt auch so blöde sein?

@gman - 12:45

"Fazit: Die Lohnforderung und der Streik für diese angelernte Tätigkeit ist völlig überzogen."

Haben Sie sich dann auch mal gefragt, weshalb die keine Erntehelfer aus Osteuropa oder Reinigungskräfte für diesen angeblich so lauen Job nehmen?
Die würden es nämlich glatt für die Hälfte des Stundenlohns dieser unverschämten Sicherheitskräfte machen.

"Kein Verständnis für das zusätzlich angerichtete Chaos, Ärger und immensen Schaden."

Sie können sich ja zur Bewahrung der wettbewerbsfähigen Unternehmerkultur für ein generelles Streikverbot einsetzen.

@13:53 von Bigbirl

stellt sich mir die Frage, warum die dort Beschäftigten sich nicht gewerkschaftlich organisieren und bessere Arbeitsbedingungen
erstreiken

Welche Gewerkschaft vertritt denn IT-Beschäftigte, die doch recht oft zwischen Branchen hin- und herwechseln? Sollen die dann jedesmal die Gewerkschaft wechseln (da ja seit einiger Zeit nur noch die Hauptgewerkschaft eines Betriebs verhandlungs- und streikberechtigt ist)?

Darstellung: