Ihre Meinung zu: Kongo: Oppositioneller Tshisekedi gewinnt Wahl

10. Januar 2019 - 9:21 Uhr

Der Oppositionskandidat Tshisekedi hat überraschend die Präsidentenwahl im Kongo gewonnen. Es könnte der erste friedliche Machtwechsel im dem Land seit der Unabhängigkeit 1960 sein.

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Kommentare

Armes Land

Ich hoffe, dass der neue Präsident ruhigere Fahrwasser einleitet.
Die Kongolesen habe und der ewigem Bürgerkrieg genug gelitten.

Ein wenig frieden wäre Land und Leuten zu wünschen.

Unabhängigkeit 1960

Lumumba hieß der erste gewählte Präsident.
"Lumumba wurde schließlich vom Militär abgesetzt und verhaftet. Zwar konnte er der Haft kurz entfliehen, wurde aber kurze Zeit später wieder ergriffen, seinem Gegner Moïse Tschombé – dem Sezessionistenführer in Katanga – ausgeliefert und anschließend ermordet. Eine Beteiligung der CIA sowie des belgischen Geheimdienstes wurde im Jahr 2000 bestätigt, weswegen die belgische Generalstaatsanwaltschaft 2012 ein Ermittlungsverfahren eröffnete.
(Wikipedia)

Das alte Spiel in Afrika

Mal sehen, welche europäischen/amerikanischen Firmen von dieser Wahl profitieren. Oder nicht mehr profitieren. Im letztgenannten Fall putscht wieder mal ein kleiner Feldwebel, zwängt sich in eine goldbetresste Uniform, nennt sich Oberfeldmarschall und wird -selbstverständlich- die Korruption bekämpfen. Sagt er. So läuft das doch immer. Und das ist auch gt so. Sagen die internationalen Konzerne.

Man soll ja

die Hoffnung nicht aufgeben dort unten, aber geändert hat sich in den letzten 50 Jahren nicht viel. Viele Firmen haben dort Interessen, und Geld ist ein gutes Schmiermittel.

Es wäre zu hoffen, dass die

Es wäre zu hoffen, dass die Kongolesen nicht vom Regen in die Traufe kommen ( Korruptionsbekämpfung, Familienplanung, Bildung, Entwicklung des ländlichen Raumes,...). Kongo ist ja ein potentiell reiches Land.

So einfach ist das nicht @Al ternativ

Ob sie es glauben oder nicht: Den "internationalen Konzernen" sind stabile Verhältnisse allemal lieber als ständiges Durcheinander. Die Mehrzahl dieser Konzerne setzen zum einen erhebliche Summen zum anderen eigenes Personal ein - beides wird dabei nur ungern riskiert.

Das ist übrigens einer der Gründe warum der Kongo eines der Länder ist, in dem nur sehr wenige größere internationale Konzerne zu finden sind. Die meisten haben schlicht bessere und sicherere Regionen für ihre Investitionen.

Hoffnung

Tshisekedi scheint sicher das geringere Übel, die Zukunft wird es zeigen. Allerdings gab es ein Treffen zwischen Kabila und Tshisekedi, in den letzten Tagen, so geht man von einem Deal aus. Kabila wird weiterhin einen Machteinfluss haben und seine eigenen Interessen sichern. Wir sind dafür verantwortlich das die Korruption in DRC aufhört. Wir sollen uns mehr damit beschäftigen woher die Rohstoffe kommen, die wir tagtäglich nutzen. Wir beschäftigen uns wer unsre Kleidung herstellt, aber nicht woher das Coltan kommt, das wir in Telefonen, PCs und Batterien finden. Vierjährige werden in Minen geschickt, viele Menschen sterben durch das Minengeschäft. Solange wir bereit sind unkontrolliertes Material zu kaufen, solange reiben sich Rebellengruppen die Hände.

@Hugo Kemper um 08:42Uhr

Ich habe die ganzen Dramas um Patrice Lumumba, Dag Hammarskjöld oder Biafra usw.medienmäßig life miterlebt und bereits damals gab es erhebliche Zweifel am Ablauf der Entwicklungen. Auch später gab es immer wieder Hinweise auf die Verwicklung z.B. Belgiens. Erstaunlich ist aber doch, daß sich manche Medien und Foristen über die, nach heutigen Maßstäben, Verbrechen in den wenigen deutschen Kolonien aufregen, aber fast kein Wort darüber verloren wird, daß der Kongo de facto persönliches Eigentum von König Leopold II war, der dort hausen ließ, wie die Axt im Walde! Hat der Staat Belgien jemals Wiedergutmachung geleistet, oder hat eine Entschuldigung des belgischen Königshauses genügt? Patrice Lumumba gab sich damit nicht zufrieden!

„Es könnte der erste friedliche demokratische Machtwechsel im Kongo seit der Unabhängigkeit des Landes 1960 sein“

Da sollte sich besser keiner Illusionen machen.

Dagegen spricht schon, dass das Schicksal eines ganzen Landes mal wieder am guten Willen einer einzigen Person hängt. Und vor allem hat sich an den geopolitischen Rahmenbedingungen, nach denen die Weltwirtschaft funktioniert, nicht viel geändert.

Es läuft doch alles wie immer: „Die Präsidentschaftswahl hätte laut Verfassung eigentlich schon vor zwei Jahren stattfinden müssen. Da sich Präsident Kabila jedoch weigerte, wie vorgesehen nach zwei Amtszeiten abzutreten, wurden die Wahlen mehrfach verschoben. Proteste dagegen wurden blutig niedergeschlagen“/„Der unterlegene Fayulu zweifelte das amtliche Ergebnis an. Die von der Kommission veröffentlichten Resultate seien "ein wahrer Wahlputsch", sagte er“.

Die einzige echte Hoffnung sind eigenverantwortungsbewusstere Bürger und vor allem Transparenz und kritischere Verbraucher.

Null Inhalt

Wofür steht Tshisekedi? Was war sein Wahlprogramm? Was für ein inhaltloser Text...

@karlheinzfaltermeier: Hätten Sie die Ermordung Lumumbas life (sic) miterlebt, dann würden Sie wohl jetzt nicht darüber schreiben können. Übrigens hat Lumumba niemals Wiedergutmachung von Belgien gefordert, er stand vielmehr für einen Kurs der Vergebung. Er wollte lediglich einen freien, selbstbestimmten Kongo (inkl. der ansässigen Belgier), was leider weder Belgien (wg der Bodenschätze) noch die CIA (wg der Sowjets) zuließen. Trotzdem ist es berechtigt, dass sich deutsche Foristen über deutsche Verbrechen in deutschen Kolonien aufregen, wir sollten zuerst einmal vor unserer eigenen Haustür kehren, bevor wir über die Anderen urteilen.

"Erste friedliche

"Erste friedliche Machtwechsel"?
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Warum glaube ich bei einem afrikanischen Staat nicht daran?

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