Kommentare

Wouw

Ich bin beeindruckt. N-TV schickt Breaking News wegen gestiegenen Arbeitslosenzahlen.
Bei TS erfahre ich dann wie man es schafft gestiegene Arbeitslosenzahlen schön zu verpacken. Nicht schlecht!

So wenig Dezember-Arbeitslose wie noch nie .....

Da stellt sich aber die Frage:Wo sind sie geblieben ?
Oder eher abgeblieben ?
Wie viele ehemalige Arbeitslose sind jetzt Leiharbeiter ? Oder andere Niedrigverdienende(Minijobber) ? Wie viele sind befristet ? Wie viele arbeiten und müssen mit Sozialleistungen aufstocken ?

Bitte lest nicht einfach nur die Pressemitteilung

Oder wenn die Pressemitteilung verlesen wird, macht ein Stück danach wo das Ganze in einen Context bepackt wird.
Wie haben sich die Schichten verändert. Wo sind die vorherigen Arbeitslosen hin? Vielleicht eine Grafik die Wanderung in höhere, gleichhohe, niedrige Lohnbereiche anzeigt.

@ 10:42 von Mifra

Im Dezember steigen die Arbeitslosenzahl immer leicht an. So steht es auch bei n-TV

@ Mifra

Die TS hat keine gestiegene Arbeitslosenzahl "schön" verpackt. Es wurde ganz korrekt berichtete, dass sie gestiegen ist, aber nicht so hoch wie in anderen Dezembern.

um 10:50 von Bernd Kevesligeti: Ist noch schlimmer

Zitat aus Ihrem Kommentar: "Wo sind sie geblieben ?
Oder eher abgeblieben ?"

Beim Schönen dieser Arbeitslosenstatistik ist Gerhard Schröder damals noch viel weiter gegangen. Alle Arbeitslosen die in einer sogenannten Förderungsmaßnahme stecken werden aus der Statistik heraus gerechnet. Auch ältere Arbeitslose über 56 (bin mir nicht ganz sicher mit der Zahl) erscheinen auch nicht in dieser Statistik.

Sie haben natürlich Recht das Menschen die irgendeinen Job annehmen oder annehmen müssen davon leben oder sogar gut leben können so nicht stimmt. Dazu zählen sogar die fehlenden Fachkräfte. Entweder gibt es Leiharbeit oder Beschäftigung in Betrieben mit Betriebsvereinbarungen mit wenig Lohn oder der Arbeitgeber ist nicht tarifgebunden weil er nicht im Arbeitgeberverband ist. Oder die berühmten Mini Jobs werden herausgerechnet.

Die Statistik mit dem durchschnittlichen Lohn eines Arbeitnehmers in der BRD ist auch zu hinterfragen. Sind sicher viele angestellte Manager Millionäre dabei ;-)

Hurra, hurra!

2,21 Millionen. Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist. Das ist ja quasi Vollbeschäftigung.

Unfassbar, wie man hier für dumm verkauft werden soll.

@Bernd Kevelsigeti

Also ich kenn so einige die nun eine feste Arbeit haben, so um die 10 auf jedenfall. Nur weil Ihnen keine im Umfeld bekannt sind, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, das es diese nicht gibt.

re mar pe

" Wo sind die vorherigen Arbeitslosen hin? Vielleicht eine Grafik die Wanderung in höhere, gleichhohe, niedrige Lohnbereiche anzeigt."

Glauben Sie denn, wenn ein Arbeitsloser Arbeit aufnimmt, dass das Arbeitsamt eine Kopie des Arbeitsvertrags bekommt?

Wer soll denn diese Wanderung aus welchen Daten darstellen ...

re mifra

"Ich bin beeindruckt. N-TV schickt Breaking News wegen gestiegenen Arbeitslosenzahlen."

Ich hab mal reingeschaut und da war nichts dergleichen.

Von welchem Datum ist denn Ihre Breaking News? 2014?

wo sind sie hin...

na, man muss halt nur ausreichend viele Gruppen (z.B. die älteren Arbeitsuchenden) aus der Statistik ausschliessen und schon sieht alles gut aus. Alter Trick.

Statistik ohne vergleichbare Basis wertlos.

"Dies ist jedoch der niedrigste Wert in einem Dezember seit der Wiedervereinigung - ebenso wie die Arbeitslosenzahl für das gesamte Jahr 2018."

Jede Regierung hat bisher die statistische Grundlage so verändert, dass rechnerisch gesehen eine niedrigere Zahl herauskommt.
Die Regierung Merkel war dabei besonders kreativ.

und ?

2.2 Millionen Arbeitslose, dazukommend noch diejenigen die über 60 sind
in einer Maßnahme steckend, gerade krank
trotzdem schreit man nach fehlenden Arbeitskräften

Was mal mal Aufgeklärter

Was mal mal Aufgeklärter wäre, mal die Hintergründe zu beleuchten was alles als nicht Arbeitslos beim Amt geführt wird !In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Menschen in Zeitarbeit um gut 40 Prozent erhöht! Welch grandioser Erfolg! TS liest sich bald wie ein Parteiblatt!

Sehr lustig

Selten so gelacht. Jeder weiß das die Zahlen manipuliert sind. Aber was will man machen? Die Zahlen werden so von der Agentur für Arbeit übermittelt und die Medien berichten über die gefälschten Zahlen.

Präzise Angaben endlich nötig

Diese oberflächlichen Angaben jeden Monat kommen einem doch wie Augenwischerei vor! Aussagekräftig wäre doch die Angabe, wie viele Personen einen sozialversicherungspflichtigen Job angenommen haben! Darauf kommt es letztendlich an und nicht befristete Zeitverträge oder Minijobs. Außerdem sollten Kranke und gezwungene Teilnehmer in einer Maßnahme (1 Euro Job oder Weiterbildung) endlich als arbeitslos gewertet und wieder in die Statistik hineingerechnet werden. Diese Trickserei zugunsten einer schöngefärbten niedrigen Arbeitslosenzahl muss endlich aufhören. Das ganze erinnert mich jedesmal an die verlogenen Meldungen über die tollen Erfolge in der Wirtschaft bei der Aktuellen Kamera zu DDR-Zeiten.

@Mar Per

Wie soll wohl die von Ihnen geforderte Statistik durch die BA erstellt werden? Und wozu ist das notwendig?

Es ist zwar schön und wünschenswert, wenn jemand nach seiner Arbeitslosigkeit und vor allem nach Langzeitarbeitslosigkeit gleichviel oder gar mehr wie zuvor verdient aber darauf kann es wohl kaum ankommen.

Ich frage mich immer, woher diese Denkweise kommt. Wenn jemand seinen Job verliert, dann geht es doch vorrangig darum, dass er wieder einen Job bekommt und sein Leben selber finanzieren kann. Es kann doch wohl kaum in der Zuständigkeit der sozialen Sicherungssysteme liegen jemanden so lange zu finanzieren, bis er einen gleichartigen Job oder etwas besser bezahltes angeboten bekommt wie zuvor.

Im Übrigen gibt es Leiharbeiter, die in ihrem Job deutlich mehr in dieser Beschäftigungsform verdienen als vergleichbare Jobs in den Unternehmen... Ärzte und Fachpflegekräfte sind da ein gutes Beispiel.

Ich selber habe vier Berufsabschlüsse. Immer was anderes, wenn‘s notwendig war...

10:50 von Bernd Kevesligeti

googeln sie doch unter "Anzahl Erwerbstätige"
hilft vielleicht weiter
Zitat :
"Wie viele arbeiten und müssen mit Sozialleistungen aufstocken ?"
ob das nicht dem einen oder anderen angenehm ist, nur 1 Woche im Monat zu arbeiten
auch das könnte interessieren

Na ja

Traue nie einer Statistik, die.......usw usw!

Bei Wahlen ,

werden sofort Wählerwanderungen errechnet.
Warum geht es bei den Arbeitsloszahlen nicht.
Ich denke die Presse legt da keinen Wert drauf , oder ich soll für doof verkauft werden.
Das ist meine eigene Meinung ,und die anders Denkenden brauchen darauf nicht zu antworten .
Mit freundlichem Gruß.

@Daniel Lange

Lieber "Daniel Lange",

haben Sie vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis!

Redaktion tagesschau.de

Fort-Bildung

also fort, weg aus der Statistik für einige Monate. Gerade miterlebt: einem 51 jährigen der seit 19 Jahren arbeitslos ist, wurde eine sechsmonatige Fortbildung angedreht, kostet fast 9000 € ( den Steuerzahler) und wird ihm gar nichts bringen.
Zu alt, zu lange raus aus dem Job, aber er träumt von 6000 € im Monat, demnächst.
Mit ihm sitzen rund 30 andere Menschen ohne Job auf der Schulbank, Kursus für Kursus,
bei vielen Anbietern solcher Art.
Sehr teure Kosmetik.

Ewiges Gemecker

Können wir nicht mal akzeptieren, dass es Dinge gibt, die sich verbessert haben, auch wenn sie natürlich nicht ideal sind?
Ja, es sind nicht alle in der Statistik. Aber das waren sie vor einem Jahr auch schon nicht, also hat sich die Zahl verringert. Jedenfalls sehe ich ganz viele „Wir suchen...“-Schilder an Firmen, wie seit meiner Jugend nicht mehr.
Und ja, viele Jobs sind schlecht bezahlt. Aber wie könnte man es schaffen, dass Paketboten oder Frisöre mehr verdienen? Indem wir Kunden mehr fürs Haareschneiden bezahlen. Alles nur billig kaufen wollen, aber die Löhne beklagen passt nicht zusammen.
Es sammeln auch nicht alle deutsche Rentner Flaschen, obwohl hier gerne darüber gejammert wird. Ich glaube sogar, dass mehr Ruheständler auf Kreuzfahrt gehen oder sich ein Wohnmobil für mehr als 60000€ kaufen, als Flaschen zu sammeln.
Also ja, es ginge immer noch besser, aber dermaßen am Abgrund wie hier immer geschrieben wird steht die deutsche Gesellschaft noch lange nicht.

Da es verschiedene Töpfe

gibt bei uns, wandern am Jahresende auch einige in andere Töpfe, das kann zum Beispiel H4 in Rente sein, oder H4 mit Nebentätigkeit auf mehr Stunden, wird dann als Arbeitsplatz gewertet und bekommt nur noch Zuschuss.
Und viele solcher andern Dinge die es noch gibt.
Das von H4 nach Rente habe ich gerade im Mietshaus, die Jubeldaten bilden nicht immer das Ganze ab, machen aber bei Schlagzeilen Lesern gute Stimmung.

Bei anderen Deutschen Medien klingt das dann nicht ganz so euphorisch wie bei TS, aber das es nicht immer alle Zahlen sind weis ja langsam jeder.
Zur Meldung kommen ja auch immer noch rund 1 Million Unterbeschäftigung und so weiter dazu.

Klingt alles nett, wer aber sein Umfeld kennt, der weis auch was dran ist.

re von Hackonya2

Sie kennen also 10.
Und wie viele kommen auf diese 10,die Sie kennen,die prekär beschäftigt sind ? Zwanzig oder dreißig ?

@Sisyphos3

Wenn das so angenehm sein soll, dann tun Sie es doch auch?

@Sally B

Eben Fortbildung sollte nur angeboten werden, wenn nachweislich Aufsicht auf Erfolg besteht. Gut ich denke aber das ausser Ihrem Beispiel, es auch positive gibt.

Wenn man uns in der Krise erzählt, man müsse Löhne und Lohnnebenkosten senken, man müsse durch Reduktion der Sozialleistungen den "Anreiz" erhöhen, man müsse den Arbeitnehmer flexibler machen indem man Leiharbeit, Werksverträge, Teilzeitarbeit etc. ausbaut,... na dann ist es im Aufschwung doch höchste Zeit diese Einschnitte für die Arbeitnehmer rückgängig zu machen.

Das kostet dann zwar auch ein paar Arbeitsplätze, aber das macht ja nichts. Die Arbeitgeber sagen doch die ganze Zeit, wir haben viel zu viele offene Stellen. So viele dass wir Zuwanderung bräuchten.
Die Alternative zur Zuwanderung ist einfach ein paar dieser Jobs zu streichen und damit wieder ein gesundes Lohn- und Gehaltsniveau aufzubauen.
Denn Arbeit muss sich lohnen! Es ist ein Skandal, dass Familien mit Mindestlohn-Ernährer oft nicht einmal die Grundsicherung erwirtschaften können!

@12:48 von Ingo hamann

"Bei Wahlen ,
werden sofort Wählerwanderungen errechnet.
Warum geht es bei den Arbeitsloszahlen nicht.
Ich denke die Presse legt da keinen Wert drauf , oder ich soll für doof verkauft werden."

Der Unterschied ist, dass die Arbeitslosenzahlen nicht durch die Presse erhoben werden, sondern von der Bundesagentur für Arbeit. Die Journalisten können nur mit dem arbeiten was sie haben.
Bei Wahlen werden die Umfragen durch die Presse in Auftrag gegeben. Die Daten können da natürlich dann so erhoben werden, wie man sie als Journalist auch gern hätte.

"Das ist meine eigene Meinung ,und die anders Denkenden brauchen darauf nicht zu antworten ."

Das ist ein Diskussionsforum. Wenn Sie keine alternativen Meinungen oder Einschätzungen lesen möchten halte ich dies nicht für das geeignetste Medium.

mehr arbeiten mehr für weniger

denn es gibt mehr Aufstocker, weniger Regelarbeitsplätze, explodierende Mieten, höhere Inflation ohne Sparzinsen, einen extrem niedrigen Mindestlohn, einen Euro, der im Ausland nicht viel wert ist etc. etc.

@Sisyphos3

Vielleicht sind solche Arbeitslosen nicht für die gesuchten Jobs geeignet? Ohne diskrimierend zu sein, aber Kranke und über 60-jährige Arbeitslose wird wohl eh' kaum einer einstellen wollen. Sollte man mal drüber nachdenken ...

@Ingo hamann 12:48

Sie haben ja ein interessantes Verständnis von Meinungsfreiheit, wenn Sie am Ende schreiben: "Andersdenkende brauchen darauf nicht zu antworten".
Wir sind in einer Demokratie und da kann jeder schreiben was er will!
Diese Unterstellungen gegenüber der Presse von einem gewissen Teil in diesem Forum ist albern. Wir haben begriffen, dass für euch alles was nicht eurer Sicht entspricht "Lügenpresse" ist. Vielleicht sollte man auch mal sich selbst hinterfragen und nicht andauernd die Fehler bei anderen suchen!

@ Sally B

Gerade miterlebt: einem 51 jährigen der seit 19 Jahren arbeitslos ist, wurde eine sechsmonatige Fortbildung angedreht, kostet fast 9000 € ( den Steuerzahler) und wird ihm gar nichts bringen.

War es die falsche Fortbildung oder wollen Sie uns weismachen, dass bei einem 51 Jährigen Hopfen und Malz verloren ist?

Nur mal eine Frage: Wenn von

Nur mal eine Frage:
Wenn von Dezember 2017 die Zahl der Arbeitslosen von 2.384.961 im Dezember 2018 auf 2.209.546 zurück geht.....
Wie haben da 696.000 eine neue Stelle gefunden?
Oder liegt das an den "Fortschritten bei der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen"?
Oder staatlichen Subventionen?
Kann mir die TS das mal vorrechnen?
Wenigstens auf %-Basis?
.
Selten so einen Schwachsinn gelesen......
Außer bei den Zahlen der Arbeitslosenverwaltungsagentur zu Hartz IV.

@Oh-Weija 12:05

Dies ist eine heftige Anschuldigung Manipulation. Legen Sie erst einmal Beweise vor bevor Sie behaupten die Agentur für Arbeit würde Zahlen manipulieren. Einige sollten wirklich mit ihrem Verschwörungstheoriestuss mal aufhören.

@dr.bashir

Bravo! Besser hätte ich es nicht formulieren können.

Nicht alles ist schlecht, vieles sogar gut.

"Der Anstieg gehe überwiegend

"Der Anstieg gehe überwiegend auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es von der Bundesagentur."
.
Ja dann kommt ja der Mindestlohn zum tragen.
Und fällt aus der Statistik raus.

Monatlich

Monatlich grüsst das frisierte Murmeltier......!

@ Ewiges Gemecker. 13:04 von dr.bashir

Wenn Verbesserungen für Rentner, Niedriglohnempfänger, Hartz4-Bezieher usw. endlich deutlich sichtbar wären, würde die Entrüstung der Kommentatoren hier auch nicht gandenlos negativ ausfallen. Statt durch die Medien, sollte man mit wachem Auge und Ohr die Leute in der Umgebung fragen. Sie werden sicher feststellen, dass mehr als Sie glauben, gerade so monatlich über die Runden kommen. Dieses angeblich so reiche Land verabschiedet sich doch in Wahrheit jedes Jahr immer mehr von seiner sozialen Verantwortung und dient doch nur noch als Geldmaschine den Firmen und der Staatskasse.

@ 13:04 von dr.bashir

"Ich glaube sogar, dass mehr Ruheständler auf Kreuzfahrt gehen oder sich ein Wohnmobil für mehr als 60000€ kaufen, als Flaschen zu sammeln."
.
Die Zeiten werden Sie aber nicht mehr erleben.
Wenn Sie schön privat vorsorgen können vielleicht.
Sonst nicht.
Dann sind Sie ein "sozial Abgehängter".
Das möchte ich Ihnen mitgeben.
Und mal sehen, wo Sie die 60.000€ für Ihr Wohnmobil herbekommen.
Nicht so viel "Auswanderer" oder ähnlichen Quatsch bei den Privaten schauen.

Arbeitslose gibt es nicht.....

..... es gibt nur Arbeitsuchende.

Arbeitsräfte gesucht

Stimmt. Überall werden dringend Arbeiter gesucht, abe rich kenne kaum einen aus der jüngeren Generation der bereit ist sich die Hände bei der Reperatur oder Installation eines Bades, Toilette oder Küche schmutzig zu machen oder der vielleicht irgend wo eine Elektroinstallation vornimmt. Und dann die ganzen sozialen Berufe wo die Bezahlung schlicht weg unter aller Sau ist und man sich kaum mehr eine nur halbwegs vernünftige Wohnung oder gar eine Familie leisten kann. Wieviele gut ausgebildete Fachkräfte wandern deshalb ins Ausland ab. Wer denn aus welchem Grund auch immer bleiben muß hat nur Chancen auf einen Zeitvertrag oder Leiharbeit was sich denn in den Statistiken durchaus positiv auswirkt. Genau so die Tatsache, daß die Menschen aus den Baby-Boomer-Jahren langsam aber sicher ins Rentnerdasein rutschen und somit aus der Statistik verschwinden.

um 13:04 von dr.bashir

>>
Und ja, viele Jobs sind schlecht bezahlt. Aber wie könnte man es schaffen, dass Paketboten oder Frisöre mehr verdienen? Indem wir Kunden mehr fürs Haareschneiden bezahlen. Alles nur billig kaufen wollen, aber die Löhne beklagen passt nicht zusammen.
<<
Ewiges Gemecker nervt. Stimmt. Mit Appellen kommt man aber auch nicht weiter. Vielleicht könnten verpflichtende Mitgliedschaften in Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden mit Pflicht zur Tarifaushandlung ein Weg sein.

@11:54 von Sisyphos3

"2.2 Millionen Arbeitslose, dazukommend noch diejenigen die über 60 sind
in einer Maßnahme steckend, gerade krank"

Das mit dem Alter ist so nicht grundsätzlich richtig, sondern nur in bestimmten Fällen.
Es geht hauptsächlich darum, ob die Personen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
Wer längerfristig krank ist, steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung - und wir wollen ja sicherlich nicht, dass jemand mit einer schwerwiegenden Erkrankung zur Arbeit genötigt wird, damit das ansässige Arbeitsamt schönere Zahlen vorweisen kann.

"trotzdem schreit man nach fehlenden Arbeitskräften"

Natürlich haben wir genug Arbeitskräfte - von den absoluten Zahlen her. Was wir nicht haben sind genug Arbeitskräfte mit den passenden Qualifikationen um alle Jobs abzudecken die besetzt werden müssen.
Ein arbeitsloser Maurer bringt Ihnen nichts, wenn es Ihnen darum geht den Ärztemangel auf dem Land zu bekämpfen.

um 13:06 von wenigfahrer

>>
Zur Meldung kommen ja auch immer noch rund 1 Million Unterbeschäftigung und so weiter dazu.

Klingt alles nett, wer aber sein Umfeld kennt, der weis auch was dran ist.
<<
Es gibt auch Überbeschäftigung. In meinem Umfeld gibt es inzwischen weder Unterbeschäftigung noch Arbeitslosigkeit. In meinem Umfeld bekommt man auch keine Reinigungskraft mehr zum Mindestlohn. Ich kenne aber in meinem Umfeld ca. ein Dutzend deutlich über Mindestlohn bezahlte Stellen.
Vorbeugend: Ich lebe in keiner Villensiedlung.

@ steamtrain

Genau das Gegenteil konnte ich jetzt im Bekanntenkreis beobachten.

Kinder oder vielmehr Jugendliche auch aus Akademiker-Haushalten interessieren sich für das Handwerk. Sie meinen sich dort besser selbst verwirklichen zu können als in der Führungsetage eines Unternehmens als leitender Angestellter.

Als selbstständiger Handwerksmeister eines Gewerkes, was eine individuelle Fertigung und Montage bei Kunden in Deutschland vornimmt ist das sicherlich auch ein in die Zukunft gerichtetes, sinnvolles Denken.

Insofern bin ich da guter Hoffnung!

13:22 von AufgeklärteWelt

"denn es gibt mehr Aufstocker, weniger Regelarbeitsplätze, explodierende Mieten, höhere Inflation ohne Sparzinsen, einen extrem niedrigen Mindestlohn, einen Euro, der im Ausland nicht viel wert ist etc. etc."

Die Inflationsraten sind ein wenig gestiegen, aber noch im Rahmen.
Der Mindestlohn ist nicht ideal, wenn es das einzige Einkommen ist - aber Regaleinräumer die 3€ die Stunde bekommen haben sich ja glücklicherweise erledigt. Allerdings kann man bei einem simpelsten Job auch nicht erwarten, dass man 20€ die Stunde bekommt. Mindestlohn ist halt einfach die Grenze die nicht unterschritten werden darf - und die liegt eben ganz weit unten.

Das der Euro im Ausland nicht viel wert wäre ist mir neu. Der Kurs ist meines Wissens nach ok.

Bitte

weiter so mit diesen Meldungen, ob richtig oder falsch ist egal. Meinem Depot tun solche Meldungen gut. Bitte den heutigen Dax anschauen, der hat direkt reagiert.

um 13:35 von NeutraleWelt

>>
Wenn von Dezember 2017 die Zahl der Arbeitslosen von 2.384.961 im Dezember 2018 auf 2.209.546 zurück geht.....
Wie haben da 696.000 eine neue Stelle gefunden?
<<

Da können wir unsere Diskussion zu Zahlen ja fortsetzen: Mit einfachen Zahlen:
man hat 2.000.000 Arbeitssuchende. 600.000 davon finden eine neue Stelle. 500.000 verlieren ihre Stelle und kommen hinzu. Am Ende hat man 1.900.000 Arbeitssuchende.

Mit den 696.000 will man wohl die Vermittlungsleistung betonen. Schwachsinn muss das deshalb aber nicht sein.

Immer gleiche Postings. Lohn zu wenig & Kein Fachkräftemangel

Überall fehlt es an Fachkräften(selbst Ältere) !
Nur wie diese sich vorstellen , zeigt deutlich, das es in der Hartz4 Hängematte
schon viel zu bequem ist.
Viele Kommentare decken sich mit den Aussagen eines Arbeitsvermittlers
welcher auch Bewerbungstrainings anbietet.
Anhand der Suchprotokolle wird mehr bei
einer "alternative" gesurft, anstelle Firmen
zwecks Bewerbungen zu suchen.

um 14:12 von Ray

>>
Genau das Gegenteil konnte ich jetzt im Bekanntenkreis beobachten.

Kinder oder vielmehr Jugendliche auch aus Akademiker-Haushalten interessieren sich für das Handwerk. Sie meinen sich dort besser selbst verwirklichen zu können als in der Führungsetage eines Unternehmens als leitender Angestellter.

Als selbstständiger Handwerksmeister eines Gewerkes, was eine individuelle Fertigung und Montage bei Kunden in Deutschland vornimmt ist das sicherlich auch ein in die Zukunft gerichtetes, sinnvolles Denken.

Insofern bin ich da guter Hoffnung!
<<

Wen wundert das ? In Hamburg zahlt man für eine Gesellenstunde Heizungsmonteur 70,- €. Da ist der goldene Boden offenbar wieder da.

Am 04. Januar 2019 um 14:10 von Klärungsbedarf

Das ist Regional verschieden, von 10 im Umfeld sind 4 Rentner davon einer gerade geworden, 2 arbeiten zu 10 Euro und einer hat H4, und 3 suchen was wovon man Leben kann. Auch keine Villengegend sondern Arbeiterbau 1967 erstellt, über Mindestlohn sind 10 Euro auch, das hatten Sie aber sicher anders gemeint.
Dutzende ist in der Landregion etwas schwierig, wäre ja ein ganzer Straßenzug.
Ist auch kein Problem, jeder darf mit Augenbinde durch die Welt laufen, ist ja gerade Mode geworden wie man gestern lesen konnte.

Irreführende Zahlen?

Die Anschuldigung, dass man sich alles schönrechnen würde ist ja nicht neu. Natürlich kann man sich darüber streiten was in die Statistik gehört und was nicht - es gibt auch Zahlen die zwar erhoben werden aber in der Presse meistens nicht so breit veröffentlicht werden - teilweise auch, weil die Zahlen erklärungsbedürftiger sind und sich nicht für eine kurze Meldung eignen.

Von bewusster Irreführung zu sprechen halte ich aber für übertrieben. Wer nach "Arbeitslos, definition" sucht erhält hier die offizielle Definition der Bundesagentur unter den ersten Treffern.

Auch wenn eine Definition etwas blöde sein mag ist die absolute Zahl für den Normalsterblichen ohnehin nichtssagend. 2 Millionen Arbeitslose klingt nach viel - 1 Millionen aber auch.
Wichtiger ist meist der Vergleich
- zum einem zeitlich, um zu sehen ob die Entwicklung positiv oder negativ ist
- zum Anderen international um zu sehen auf welchem Niveau wir uns befinden (hier ist die Definition viel wichtiger!)

14:02 von WiPoEthik

ich denke bei den 2.2 Millionen Arbeitslosen
und denen nicht gezählt sind
werden sicherlich einige zu finden sein die man in Lohn und Brot bringen kann
und wenn man den Brotkorb Hartz4 höher hängt
klar ist ne
Arbeit im Schlachthof nicht jedermanns Sache oder in der Altenpflege
oder auf dem Bau, am Fließband
aber mir scheint eher, dass für einige ganz allgemein Arbeit
nicht ihre Sache zu sein scheint

13:22 von AufgeklärteWelt

höhere Inflation ohne Sparzinsen,
.
meinen sie einer der Aufstocken muß, hat was von höheren Zinsen
das er für sein Bankguthaben kriegen könnte, hätte er es denn

hallo leer, oder halt voll

Typisch Deutsch : positive Zahlen vom Arbeitsmarkt oder von der Wirtschaft werden oft negativ kommentiert! Wie war das noch mit dem Wasserglas , halb leer, oder halt voll !

@Sisyphos3

höhere Mieten und höhere Inflation bei niedrigem Mindestlohn und fehlenden Zinsen heißt praktisch Kaufkraftkürzung und also faktische Einkommensminderung, deshalb gehen die Aufstockerzahlen durch die Decke; es ist überwiegend prekäre Beschäftigung bei gleichzeitiger Zentralbank-Geldflut; extrem Arbeitnehmerunfreundliches Umfeld

@NeutraleWelt, 13:35

"Nur mal eine Frage:
Wenn von Dezember 2017 die Zahl der Arbeitslosen von 2.384.961 im Dezember 2018 auf 2.209.546 zurück geht.....
Wie haben da 696.000 eine neue Stelle gefunden?"

Sie haben den Text nicht verstanden oder/und (absichtlich?) falsch zitiert.

Die Zahl von 696.000 bezieht sich nicht auf Erwerbslose, die innerhalb des Jahres 2018 eine "neue Stelle" gefunden haben (und damit nicht mehr "arbeitslos" waren), sondern besagt, dass es im vergangenen Dezember 696.000 Menschen mehr in einem "regulären" Beschäftigungsverhältnis gab, als im Dezember des Jahres davor. Die werden also vor allem von den sog. "prekären" Beschäftigungen ("1-Euro-Jobs") in ein "normales" (sozialversicherungspflichtiges) Arbeitsverhältnis gewechselt haben.

"Selten so einen Schwachsinn gelesen......"

Als Selbstanalyse interpretiert steht Ihr Urteil in einem akzeptablen Verhältnis zu Ihren übrigen Ausführungen.

Arbeitslosenzahlen im Dezember auf Rekordtief

Auch nach fast 30 Jahren der Wiedervereinigung wird immer noch von der Unsitte Gebrauch gemacht und bei der Arbeitslosigkeit zwischen Ost und West unterschieden. Da wollen wohl Einige ewig bei der Trennung fest halten?

um 15:37 von dilbert_66

>>
Wenn von Dezember 2017 die Zahl der Arbeitslosen von 2.384.961 im Dezember 2018 auf 2.209.546 zurück geht.....
Wie haben da 696.000 eine neue Stelle gefunden?"
<<

Ich habe den Text jetzt auch noch mal nachgelesen: Bei den Erwerbstätigen sind ja nicht nur Zu- und Abgänge in die Arbeitslosigkeit zu berücksichtigen, sondern auch die sonstigen Zu- und Abgänge, insbesondere erstmalige Arbeitsaufnahme und Verrentung.

Ich wäre jetzt auch arbeitslos

wenn ich nicht die letzten 6 Jahre in Asien verbracht hätte. 3 Jahre Korea und 3 Jahre China. China hat mir Brot und Arbeit gegeben. Als hochqualifizierter Dipl-Ing mit zahlreichen Patenten, Veröffentlichungen und einem 1A Lebenslauf (u.a. CTO) wäre ich im Merkel-Deutschland Langzeit-Arbeitsloser. In China respektiert und erfolgreich. Das Märchen vom Fach-und Führungskräftemangel ist gar zu offensichtlich. Und wir machen unsere Konkurrenz gross indem knowhow nach Asien vertrieben wird.

@Der Mahner

Ja, eine "Vollbeschäftigung", von der immer mehr Menschen nicht mehr leben können, geschweige ihre Familie ernähren.
Ach ja, hoffentlich fragt Merz mal bei diesen "Vollbeschäftigten" nach, wie viele Aktien diese mal so nebenbei dann kaufen können.

Gejammer über Mindestlohn

Ja auch ich bin der Meinung, dass der Mindestlohn zu niedrig ist, aber das Gejammer über den Mindestlohn klingt so als wenn die Hälfte der in deutschland Beschäftigten für den Mindestlohn arbeiten müsste und das ist schlicht falsch.

Von den 44,85 Mio Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten ca. 1,7 Mio für den Mindestlohn. Das entspricht 3,8% der Beschäftigten. Das heißt aber auch, dass 96,2% der Beschäftigten mehr als den Mindestlohn verdienen.

Die Anzahl der sogenannte Aufstocker sieht mit 1,1 Mio. zunächst hoch aus. Davon sind aber nur ca. 192.000 Vollzeitbeschäftigte, ca. 380.000 arbeiten in Teilzeit und die restlichen 527000 sind Minijober.

Von allen Beschäftigten sind also ca. 0,43% vollzeitbeschäftigte Aufstocker.

Vielleicht kommt mit diesen Zahlen etwas Realismus in die Diskussion.

(Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit)

15:31 von AufgeklärteWelt

jeder empfindet eben sein Umfeld anders

meinem Mieter, der seit 20 Jahren bei mir wohnt habe ich die Miete,
nach dem Einbau einer neuen Küche/Bad, erstmalig um 10 % erhöht
wie hoch ist den aktuell die Inflationsrate ?
und fehlender Zins, die von ihnen angesprochen Gruppe
wird wohl kaum nennenswertes Vermögen besitzen
also ist es belanglos ob der Zins bei 1 oder 100 % liegt
im Gegenteil wenn die sich auf Pump ne Waschmaschine kaufen
gehören die in der Niedrigzinsphase zu den Gewinnern

@15:41 von pkeszler zwischen Ost und West unterschieden

"Auch nach fast 30 Jahren der Wiedervereinigung wird immer noch von der Unsitte Gebrauch gemacht und bei der Arbeitslosigkeit zwischen Ost und West unterschieden. Da wollen wohl Einige ewig bei der Trennung fest halten?"

Immer wenn die neuen Arbeitslosenzahlen veröffentlicht werden, dann gibt es hier auf WDR5 einen Bericht dazu. Darin werden dann die Zahlen der bundesweiten Arbeitslosigkeit mit denen in NRW ins Verhältnis gesetzt.

Das man Ost und West vergleicht, halte ich für sinnvoll, denn so sieht man, dass der Osten noch Nachholbedarf hat.

Man könnte natürlich auch jedes Bundesland betrachten, aber dafür wäre vermutlich die Zeit zu knapp.

Gute Nachricht

Gute Nachricht

Da uns gemäß der offiziellen Tabelle

12411-0006 des deutschen Statistischen Bundesamtes allein bis zum Jahre 2034 fast zehn Millionen junge Menschen der Altersgruppe 0 bis 20 Jahre dauerhaft auf dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen werden, ist eine faktische und dauerhafte Vollbeschäftigung hier in Deutschland eigentlich nur noch eine Frage der Zeit!

um 16:04 von GeMe

"Man könnte natürlich auch jedes Bundesland betrachten, aber dafür wäre vermutlich die Zeit zu knapp."
Aber das wäre für den Leser wesentlich interessanter. Und die Schlussfolgerungen könnte dann jeder selber ziehen. Dazu braucht man eigentlich die Medien nicht.

Die Zahlen geben auch andere Infos.

Dafür stiegen die Hartz 4 - Zugänge um fast über eine Million.
Die Welt online berichtete unter der Überschrift" 1,6 Millionen Hartz-IV-Empfänger aus Nicht-EU-Staaten": Zitat:
Im Zeitraum von November 2016 bis Oktober 2017 bezogen den Angaben zufolge 834.000 Menschen erstmals diese staatliche Leistung. Demnach erhielten rund 259.000 Menschen aus Deutschland, 91.500 aus dem EU-Ausland und 472.000 aus Nicht-EU-Ländern erstmals Hartz IV. Zitatende.

Die Hartz 4 Bezieher nehmen auf der einen Seite heute zwar ab, nehmen aber auf der anderen Seite wieder zu.
Die gute Arbeitslage beschäftigt aber meist nicht die Neuzugänge aus den Jahren 2015+, sondern eher Bezieher aus dem europäischen Raum.
Zudem arbeiten viele dennoch in prekären Verhältnissen und müssen aufstocken.
Diese Zahl steigt stetig und ist kein Garant, für die Abnahme von Armut und Mangel.

um 15:48 von joribo

Führungskräfte - Sie waren ja wohl eine - bedürfen einer besonderen Betrachtungsweise. Wenn Sie nicht unverzüglich in eine neue Beschäftigung kommen, dann ist der Zug abgefahren. Auch der Weg eine Ebene runter ist in der Regel verschlossen. Am Besten wechselt man von sich aus, wenn man auch nur entfernt spürt, dass es ein Problem gibt.

Als realistische Alternative bleibt die Selbständigkeit.

Dass China gerne auf großes Know-How zurück greift, wundert mich nicht.

Frau Merkel hat mit dem ganzen wohl herzlich wenig zu tun.

um 16:39 von yolo

>>
Die Hartz 4 Bezieher nehmen auf der einen Seite heute zwar ab, nehmen aber auf der anderen Seite wieder zu.
<<

Genau so wird es sein. Und wenn es dunkel ist, dann ist es hell.

Arbeitslosenzahlen.....

sagen nicht immer etwas Zuverlässiges über das Wirtschaftssystem aus. In der früheren DDR z.B. gab es überhaupt keine Arbeitslosen und im sozialistischen Gedankengut kommen sie auch nicht vor. Wenn ich die Zahlen seit 2010 rekapituliere, scheint Schröder nicht ganz so falsch gelegen zu haben, oder? Ich weiß, jetzt kommt wieder das übliche Lamento über den angeblichen Niedriglohn usw. Aber daran alleine Alles festzumachen wäre etwas zu billig! Mein Vater war übrigens Hilfsarbeiter, d.h. gehörte nicht zur oberen Klasse! Wie haben mein Bruder und ich es nur geschafft, uns nach "oben" zu arbeiten? Vielleicht haben wir weniger daran gedacht, wie "ungerecht" die Welt ist und was wir eigentlich "verdient" hätten? Wäre doch auch bei den "Gelbwesten" in Frankreich mal eine Überlegung wert, statt des dauernden Neides, oder?

Am 04. Januar 2019 um 14:21 von Karl Klammer

"Nur wie diese sich vorstellen , zeigt deutlich, das es in der Hartz4 Hängematte
schon viel zu bequem ist."

Sie haben Recht.
Wenn Sie zur Arbeitsargentur gehen, dann sehen Sie vielleicht 10 Leute, die warten bis ihre Angelegenheit bearbeitet wird.
Dann sagen Sie zu einer Person:

" Kommen Sie mit, Sie können bei mir arbeiten."

Drei Möglichkeiten:

1. Die Person freut sich und ruft: "Hurrah!"
2. Die Person sagt: "Wieso ich."
3. Die Person geht schnell weg.

Echte Zahlen?

Werden wir je erfahren, wie hoch die Arbeitslosenzahl wirklich ist?
Was ich nicht verstehe: was soll mir die Zahl eigentlich sagen: Deutschland geht es gut? Nein - tut es nicht. Der Wirtschaft mag es gut gehen.
Aber: der Zusammenhang: geht es der Wirtschaft gut, profitieren auch die Arbeitnehmer - den gibt es schon lange nicht mehr.

Daher frage ich mich an dieser Stelle: gibt es echt Leute, die noch glauben, dass es den Bürgern gut geht, wenn die Wirtschaft floriert?

Gibt es echt Leute, die nicht gemerkt haben, dass ab einem gewissen Level Wachstum nur noch möglich ist, wenn man anderen etwas weg nimmt.

Massnahmenteilnehmer, Alte etc alle nicht erfasst.

Wer nicht von seinem "Gehalt" leben kann und unterstützt wird - wird nicht erfasst.

Wessen Gehalt zu bis zu 90% von Bund und Land finanziert wird (Programme, die Arbeitgeber total klasse finden), wird nicht erfasst.

Also sagen die Zahlen gar nichts darüber aus, was für den Bereich Arbeit ausgegeben wird.

@um 16:49 von Klärungsbedarf

Sie haben den Inhalt offensichtlich nicht verstanden.
Deshalb erläutere ich es nochmals:
Ehemalige Hartz-4 Bezieher konnten teilweise in Arbeit gebracht werden; allerdings hauptsächlich Deutsche und EU-Bürger.
Die Neuzugänge in Hartz 4 von 2015 und später belasten die Sozialkassen damit erneut und lassen die Hartz 4-Bezieher-Anzahl kaum merklich sinken.

Mit anderen Worten:
Wir hätten ca. 1,4 Millionen weniger Hartz 4-Bezieher, wenn es die Neuzugänge nach 2015 in dieser Anzahl nicht gegeben hätte.

Die Entspannungen auf dem Arbeitsmarkt verbessern somit also nicht die Entlastung der Sozialkassen, was man ja ansonsten vermuten könnte.

Neutrale Welt

Zusammengesfasst unter dem Mäntelchen der verdeckten Arbeitslosigkeit: kranke Arbeitslose und arbeitslose +58er, weitere Massnahmen, Aktivierung u.Eingliederung,Weiterbildung,Fremdförderung.

Ein Schelm, der böses denkt, ....

wenn die meisten einschlägigen Versteckmaßnahmen erst Ende Januar auslaufen ….

@ 14:19 von Klärungsbedarf

"Da können wir unsere Diskussion zu Zahlen ja fortsetzen: Mit einfachen Zahlen:
man hat 2.000.000 Arbeitssuchende. 600.000 davon finden eine neue Stelle. 500.000 verlieren ihre Stelle und kommen hinzu. Am Ende hat man 1.900.000 Arbeitssuchende."
.
Ja, gerne!
.
Danke für die Erklärung.
Wir haben also 600.000 die für einen Lohn arbeiten, für den 500.000 nicht arbeiten wollen oder man nach Jahren herausgefunden hat, dass sie nicht genug qualifiziert sind?
Gut, das nennt sich wohl "Marktwirtschaft".
.
Kann man die nicht auch noch irgendwie rausrechnen?
Hartz IV sind ja keine Sozialleistungen.

2,2 Millionen Arbeitslose werden gerade gemeldet

Auf deren Hompage ,auf der Seite 23 in der Arbeitslosenstatistik , wird berichtet , dass im Dezember 2018 an 4.640.000 Leute Arbeitslosengeld ausgezahlt wurde. Nur der Ordnung haber , dass sind doppelt so viele Bezieher wie Arbeitslose. Und es wurden da immer noch nicht alle gerechnet weil sonst die EU Theater macht. Einfach toll ......

um 17:05 von yolo

Jetzt habe ich besser verstanden. Es geht Ihnen um das Narrativ der Flüchtlingsentscheidung 2015 und dass alles Ungemach dieser Welt darauf zurückzuführen ist.
Leider haben Sie übersehen, dass die Entlastung der Sozialkosten sich sogar in einer Beitragssenkung der Arbeitslosenversicherung niedergeschlagen hat.
Inzwischen gibt es ja weniger Asylzuwanderung als vor 2015. Oder haben Sie andere Zahlen ?

Schlechte Nachrichten

für alle, die bei unserer Bundesregierung immer nur das Haar in der Suppe suchen. Kann man nicht mal neidlos anerkennen, dass die deutsche Politik wirtschaftlich verhältnismäßig erfolgreich ist?

@ 17:21 von Karl d.Gr.

"Zusammengesfasst unter dem Mäntelchen der verdeckten Arbeitslosigkeit: kranke Arbeitslose und arbeitslose +58er, weitere Massnahmen, Aktivierung u.Eingliederung,Weiterbildung,Fremdförderung."
.
Danke!
.
Wenigstens einer hat es verstanden.

um 17:27 von NeutraleWelt

>>
Wir haben also 600.000 die für einen Lohn arbeiten, für den 500.000 nicht arbeiten wollen oder man nach Jahren herausgefunden hat, dass sie nicht genug qualifiziert sind?
Gut, das nennt sich wohl "Marktwirtschaft".
<<

Bei den 696.000 ging es sowieso um zusätzliche Erwerbstätige.

Aber abgesehen davon: Sie haben auf dem "Arbeitsmarkt" doch ständig Veränderung: betriebe bauen Personal ab oder stellen neu ein, Mitarbeiter kündigen, weil sie besseres gefunden haben. Andere wandern aus, vielleicht nach Neuseeland, andere kommen hinzu, etwa aus EU, wie Spanien oder es werden Asylbewerber anerkannt. Das hat mit Lohnhöhen erst mal überhaupt nichts zu tun.
Übrigens: Diese ganzen Diskussionen über die Zahlen helfen den einzelnen Betroffenen überhaupt nicht. Unterstellen wir mal, die Arbeitslosenzahl wäre doppelt so hoch, wie jetzt von der Agentur ausgewiesen. was würde sich dann in der Praxis ändern ?

17:40 von Andreas Unzufrieden

oder unsere Wirtschaft trotz dieser Politik erfolgreich war :-)

um 17:40 von Andreas Unzufrieden

>>
Schlechte Nachrichten für alle, die bei unserer Bundesregierung immer nur das Haar in der Suppe suchen. Kann man nicht mal neidlos anerkennen, dass die deutsche Politik wirtschaftlich verhältnismäßig erfolgreich ist?
<<
Nachdem ich hier die ganze Zeit dafür plädiert habe, die Zahlen nüchtern zu betrachten, muss ich Ihnen jetzt widersprechen. Als Immer-noch-SPD-Mitglied, hier ja abwechselnd als links-grün- sozialistisch und arbeitnehmerfeindlich-kapitalistisch eingestuft, bin ich nicht der Meinung, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik betrieben hat. Dafür wurde viel zu viel zu spät oder überhaupt nicht angegangen.

Vollbeschäftigung Dank Agenda

Vollbeschäftigung Dank Agenda 2010 und der GroKo Politik der letzten Jahre. Und das bei hohen Einkommen und Null Neuverschuldung. Was will man mehr.

re von Werner40 18.03

Was für ein Kommentar ?!
Er zeugt vom klaren Blick-aber nur nach oben,sonst nirgendwo hin.
Und zwar so intensiv,daß Genickstarre eintritt.

@Werner40

"Vollbeschäftigung Dank Agenda 2010 und der GroKo Politik der letzten Jahre"

... Und die älteste Partei Deutschlands, die Dank der "Reform" bald an der 10% Marke knabbert, sowie eine rechtsradikale Partei mit unterdessem fast höheren Stimmenanteil.

"Und das bei hohen Einkommen und Null Neuverschuldung."

Wirklich? Erst kürzlich war hier auf dieser Seite zu lesen, das nunmehr fast 15% der Bevölkerung an der Schwelle zur Armutsgrenze schweben, weil die Einkommen zum leben nicht mehr ausreichen.

"Was will man mehr."

Löhne, die zum leben reichen. Wer Vollzeit arbeitet, muss davon sein Auskommen tätigen können. Das ist der Sinn einer Berufstätigkeit, nicht sich die Zeit zu vertreiben, dafür kann ich mir ein Haustier zulegen.

Merke: Ein Job, der die Familie nicht nährt, ist der Mühe nicht wert! ... und wird halt nicht mehr erledigt, wie man immer öfter feststellen muss. Fachkräftemangel nennt man das wohl. Selbstgeschaffenes Elend.

um 17:51 von Klärungsbedarf

"bin ich nicht der Meinung, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik betrieben hat. Dafür wurde viel zu viel zu spät oder überhaupt nicht angegangen."
Die Agenda 2010-Politik, die durch EX-Kanzler Schröder eingeleitet und durch Merkel fortgesetzt wurde, ist vollkommen aufgegangen. Die Arbeitslosigkeit ist trotz Zuzug von hunderttausenden Bürgern aus der EU u.a. Ländern auf einen relativ niedrigen Rekord gesunken. Das ist das Ergebnis der Wirtschaft und der Regierung.
Und da können jetzt trotzdem viele auf den Niedriglohnsektor und die prekären Arbeitsplätze schimpfen. Aber entscheident ist das Ergebnis.

@Werner40

Was für hohe Einkommen? Oder anders: von welcher Bevölkerungsschicht sprechen Sie da?

Ist ein Mindestlohn, bei dem man selbst bei Vollzeit knapp über der Berechtigung des Aufstockens liegt, ein hohes Einkommen?

Und jetzt nicht irgendwas von "Durchschnittsgehalt" erzählen.

nehmen Sie 100 Leute. 99 kriegen Mindestlohn und einer ist der Vorstand der Deutschen Bank. Man - was für ein Durchschnittsgehalt. Nur ein bisschen ungleich verteilt - aber die Armen sollen sich lieber für den Vorstand freuen, statt zu jammern, dass sie sich nix leisten können.

Ich versteh schon. Von wegen hohe Gehälter.

Informieren Sie sich bitte mal über die sklavenähnlichen Arbeitsverhältnisse in Deutschland (vor allem in der Fleischindustrie), die dafür sorgen, dass die Wirtschaft gut läuft.

Oder auch über s.g. "Flüchtlingsintegrationsmassnahmen" - da werden Flüchtlinge an Firmen vermittelt. Arbeiten 30 Stunden die Woche, zum Teil körperlich schwere Arbeit - und erhalten - tataaa 24 Euro dafür.

Was denn nun?

Nur 2 Mio. Arbeitslose? Heute morgen im Radio wurde von 4 Mio. berichtet. Wird denn etwa die Statistik mit Ausnahmen bereinigt?

@ 17:43 von Klärungsbedarf

"Bei den 696.000 ging es sowieso um zusätzliche Erwerbstätige."
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Warum ist dann die Zahl von 2,4 Mio. nicht auf 1,7 Mio. gesunken?
.
"Übrigens: Diese ganzen Diskussionen über die Zahlen helfen den einzelnen Betroffenen überhaupt nicht. Unterstellen wir mal, die Arbeitslosenzahl wäre doppelt so hoch, wie jetzt von der Agentur ausgewiesen. was würde sich dann in der Praxis ändern ?"
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Die Wahrheit wiederspiegeln?
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Nicht diese Schönrechnerei, uns geht es ja allen gut, wir haben noch mehr Potential und jeder Migrant ist als Billig-Löhner willkommen!
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Wenn man ihnen formell beibringt, wie man eine Bewerbung schreibt, sie zur Selbstständigkeit motiviert mit Töpferarbeiten oder Macramee, ihnen einen befristeten Job besorgt, den die Arbeitslosenverwaltungsagentur finanziert, fallen Sie aus dem Raster raus.
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Wir haben hier genug arbeitslose Akademiker.
Wo soll der Fachkräftemangel sein?
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Ich fühle mich hier einfach nur verarscht.

Wer zahlt, bestimmt - Demokratie ist was anderes

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, eins vorweg:

Natürlich bin ich der Meinung, dass jeder Mensch seinen Beitrag zum Funktionieren des globalen Gemeinwesens leisten sollte.

Ich habe aber ein Problem damit, dass Arbeit offenbar von vielen unhinterfragt als ein Wert an sich angesehen wird, ohne dass sie jemals nach deren Sinn und Zweck fragen, also danach, ob die von ihnen geleistete Tätigkeit tatsächlich der Gesellschaft dient und zu einem gedeihlichen Gemeinwesen beiträgt, oder ob sie diesem Zweck bei genauerem Hinsehen zuwiderläuft.

Wobei natürlich klar ist, dass viele sich einen solchen Luxus - nach dem Sinn ihrer Arbeit zu fragen - gar nicht leisten können (oder gar nicht erst auf diese Idee kommen), einfach weil sie sonst keine Möglichkeit hätten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Weil sie in der Regel von irgendwelchen Geld- (bzw. "Arbeit-")gebern abhängig sind.

Diese Fremdbestimmung halte ich für das größte Hindernis auf dem Weg zu einer friedlicheren Zukunft.

re von tisiphone

Der Herr Werner beschreibt schon seit Jahre die Realität.Aber nur seine Realität.Die Realität der upper class oder des Großbürgertums.Eine andere ist er nicht fähig oder nicht willens auch nur zu sehen.

um 18:19 von pkeszler

>>
Die Agenda 2010-Politik, die durch EX-Kanzler Schröder eingeleitet und durch Merkel fortgesetzt wurde, ist vollkommen aufgegangen. Die Arbeitslosigkeit ist trotz Zuzug von hunderttausenden Bürgern aus der EU u.a. Ländern auf einen relativ niedrigen Rekord gesunken. Das ist das Ergebnis der Wirtschaft und der Regierung.
<<
Die Agenda-2010-Politik war in der Tat notwendig, weil Helmut Kohl die Wirtschaft an den Rand des Ruins geführt hatte. Sie wirkt bis heute nach, allerdings stetig abnehmend. Frau Merkel hat danach die 2010-Politik nicht weiter geführt. Sie hat schlichtweg nichts mehr gemacht. Politische Wirtschaftsmaßnahmen wirken immer mit Verzögerung. Eine vorausschauende Politik hätte die Einzelmaßnahmen der 2010-Politik ständig nachregulieren müssen. Hat sie leider nicht. Für die Erkenntnis muss ich aber nicht die aktuellen Arbeitsmarktzahlen in Frage stellen.

um 18:22 von tisiphone

>>
Informieren Sie sich bitte mal über die sklavenähnlichen Arbeitsverhältnisse in Deutschland (vor allem in der Fleischindustrie), die dafür sorgen, dass die Wirtschaft gut läuft.
<<

Das Beispiel ist schlecht gewählt. In diesen Zerlegebetrieben der Fleischindustrie arbeiten so gut wie keine Deutsche. Das macht die Ausbeutung der meist osteuropäischen Arbeiter allerdings nicht besser.

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