Ihre Meinung zu: Brasilien: Bolsonaro lässt Ministerien "säubern"

4. Januar 2019 - 9:53 Uhr

Brasiliens neuer Präsident Bolsonaro zeigt gleich zu Beginn seiner Amtszeit, wohin die Reise gehen soll: In den Ministerien sollen unliebsame Mitarbeiter entlassen werden. Und seine Politik wird US-freundlicher.

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Kommentare

Säubern

Brasilien hat seine Demokratie abgewählt. Ich denke, dass es auf eine Militärdiktatur hinaus läuft.

Nun- dafür

wurde ja auch von den USA gepusht über das Hacken der sozialen Netzwerke.
Früher musste man dafür einen Bürerkrieg anzetteln, heute machen das die Länder ganz von alleine.
Soziale Netzwerke können also Kriege auf den Bildschirm verlagern.
Ach Ja, gab es bereits Todesurteile gegen Gegner? Das wurde leider nicht erwähnt.

Parteinahme für Israel? Eher umgekehrt!

Wohl eher: Parteinahme Netanjahus für Bolsonaro. Erst neulich hat er sich mit Bolsonaro getroffen - und ihn dabei auch im Umgang mit seinen "linken Feinden beraten".

In der israelischen Politik gilt heute: je weiter rechts desto besser, da ist Bolsonaro keine Ausnahme. Der versprochene Umzug nach Jerusalem ist wohl der Dank (oder die Voraussetzung?) für das Entgegenkommen.

Richtig so

"die sozialistischen und kommunistischen Ideen" aus den Ministerien zu verbannen

Diese menschenfeindlichen Ideen aus der Verwaltung zu verbannen ist die passende Antwort. Und weil mit Bolsonaro eine demokratisch-gewählte rechte Regierung jetzt an der Macht ist, werden diese Menschen nur entlassen, und brauchen sich nicht vor Verfolgung oder Attentaten zu fürchten.

Mal sehen was das wird

Ich habe den Eindruck, diese Welt kennt nur schwarz und weiß. Wie der alte Ackergaul hüh oder hot.
Wann werden die Menschen verstehen, das es auf einer Kugel kein Links oder Rechts gibt. Wenn man zuviel auf einen Punkt bringt bleibt die Kugel stehen, bewegt sich unrund. Der Ausgleich aller Kräfte sorgt für einen sicheren Lauf.
Demokratie ist eine der kompliziertesten Gesellschaftsformen. Aber ich sehe keine Bessere. Passen wir auf, das sie niemals zerstört wird.
Wir sind keine Ackergäule und auch nicht nur Schwarz oder Weiß. Außerdem ist die Erde eine Kugel.

Die Wende, weltweit

Die linke Party ist weltweit vorbei, auch wenn das viele noch nicht wahrhaben wollen. Als nächstes großes Land in Europa fällt Spanien in die Hände von Rechten.

Es war.....

ja zu erwarten, daß jetzt über Bolsonaro die üblichen Kübel ausgeschüttet werden! Als wenn das Verhalten unter einem sozialistischen/kommunistischen Wahlgewinner und Regierungschef anders gewesen wäre! Kuba, Nicaragua oder Venezuela sind gute Beispiele. Bolsonaro wäre der Erste, der politisch Andersdenkende an maßgeblichen Stellen behalten würde. Und übrigens wechselt auch in den USA mit dem Präsidenten nicht nur die Minister, sondern der Wechsel geht viel tiefer in die Administration!

Die Vorgängerregierung Temers waren Putschisten!

" sozialistische Vorgängerregierung" ist demzufolge nicht richtig.

Der korrupte Temer war selbst alles andere als "sozialistisch", sondern verfocht ebenso wie Bolsonaro eine neoliberale Agenda.
In Wahlen hätte er wohl nie eine Chance gehabt.

was lernen wir?

frueher putschten die usa missliebige regierungen in suedamerika brutal weg. die liste derartiger coups ist lang und beruechtigt.

seit rand corp, ned oder cambridge analytica geht das sehr viel subtiler und sieht auch noch demokratisch durch wahlen legitimiert aus.

die ersten amtshandlungen verraten dann allerdings doch immer wieder den stallgeruch, den solche systemaenderungen einfach nicht verbergen koennen, so clandestin es auch angegangen wird.

aber, gottseidank, sind es diesmal nicht die russen gewesen. obwohl sie in diesem fall massivstes interesse haben, dass ihnen nicht ausgerechnet ein brics-staat abhanden kommt. in diesem punkt hat bolsonaro ja auch schon gezeigt, wo die reise hingehen koennte, indem er im wahlkampf massiv china angefeindet hat, den mit weitem abstand groessten investor in brasilien.

und wenn man weiss, wen der gegenwaertige potus zum hauptgegner erklaert hat und wen bolsonaro besonders mag, wie wir im artikel lesen, dann sollte man logik bemuehen.

Welche deutsche Unternehmen unterstützen

Bolsonaro. Die deutschen Unternehmen haben ja ihren Ruf weg, die Militärdiktaturen in Süsamerika aktiv zu unterstützen. In einem Kommentar in der tagesschau war ja u.a. die Rede davon, dass man ihn positiv abwartend unterstützt. Für eine gute Recherche der ARD wäre ich sehr dankbar.

Normaler Vorgang

Es ist normal in Ländern wie Brasilien, dass nach einem Machtwechsel Stellen neu besetzt werden. In jedem Land ist das etwas anders.

Und ewig grüßt das Murmeltier

Alles mit Unterstützung der Evangelikalen! Ich denke oder fürchte, die Welt wird es mit einer regelrecht faschistischen Auslegung von christlicher Religion zu tun bekommen die anderen Extremisten in nichts nachsteht. Alleine das Vokabular! Es zeigt sich: der größte Fehler von Demokraten ist, die Gesellschaft nicht von totalitär-denkenden Elementen zu befreien. Nur so kann sich Geschichte dauernd wiederholen: Geschichte der Menschenverachtung, der Vernichtung, des Krieges, der Sklaverei und des Raubbaus an Natur und Umwelt.

Gemach, auch in Deutschland

werden die Rufe nach einer Beendigung des derzeitigen Irrsinns lauter. Wir brauchen keine volksfernen, ungebildeten und berufslosen Politiker, sondern Menschen, die wissen, was im Land los ist und wo man möglichst kompromisslos himmelschreiende Zustände beenden muss. Das ist mit den MerkelNahlesKrampSeehofers nicht machbar. Und mit ihrem ganzen nachgeordneten Apparatschiks und Parteisoldaten auch nicht. Kriminelle Asylbewerber müssen sofort raus, eingedeutschte Clans gehören wieder nach Hause zurück und mit unseren Sparzinsen darf nicht mehr der nur durch deutsches Geld so stabile Euro am Leben gehalten werden. Und da ist noch vieles, wo man nicht mehr peinlich fragen sollte: Ja ist denn das rechtlich zulässig? In Notzeiten ruft jedes Volk nach einem starken Führer und nur Politiker, die das nicht begreifen wollen, schreien dann Zeter und Mordio, obwohl sie selbst die Schuldigen sind.

@safe.space

"....sozialistische menschenfeindliche Ideen..."
Was ist daran menschenfeindlich , wenn Reiche dem Staat Steuern zahlen und mit diesen Steuern die Bevölkerung auf hohem sozialen Niveau gehalten wird?
Statt, wie heute, umgekehrt das Volk die Bonzen unterstützt.

Brasilien:Präsident Bolsonaro läßt Ministerien "säubern"...

Aber in diesem Fall hat er nicht viel zu tun:Die Vorgängerregierung Temer war ja strikt neoliberal,reiche weiße Männer.
Und die Botschaft nach Jerusalem verlegen ist doch klar,Netanyau war bei seiner Amtseinführung,da gibt es Übereinstimmung.
"Säubern" wird er gegen die Armen und die Ureinwohner im Amazonas(abholzen zwecks Soja).Aufrüsten und einen US-Stützpunkt errichten lassen.
Es gibt erste Sympathiebekundungen der deutschen Bürgerpresse,kein Wunder.

Brasilien reinigen!

Wenn Bolsonaro Brasilien vom Erbe der Vorgängerregierungen reinigt, kann das dem Land nur gut tun. Was haben die dreißig Jahre "Sozialisten" an der Macht alles gebracht? Korruption, exzessive Kriminalität, soziale Ungerechtigkeit, millionenfache Armut, Ausbeutung der Natur (Rodungen Regenwald), Verfolgung Andersdenkender bis hin zum politischen Mord. In Venezuela kann man die Diktatur der Volksbeglücker studieren. Wer will den so was? Wahrscheinlich nur SED/PDS/Linke-Gläubige.

Rechtsstaatlichkeit

Nachdem Lula von dem von der TS hochgelobten Starrichter Moro aus dem Weg geräumt wurde ist dieser, oh Wunder, auf dem Sessel des Justizministers gelandet. Da brauchen wir uns um die Rechtsstaatlichkeit in Brasilien ja keine Sorgen zu machen

schon bald

wird es so sein, dass alleine eine "linke" einstellung (besser gesagt eine vorliebe für eine sozialere gesellschaft) oder atheistisches denken ausreicht, um verfolgt zu werden, abgestempelt. das jetzt ist nur der anfang. Brasilianer, erkennt die zeichen der zeit und wehrt euch! die korruption wird Bolsonaro nicht abschaffen, sondern sie so steuern das er und seine "clique" den maximalen vorteil davon haben!

Nicht erste Wahl aber keine Wahl

Ich habe einen guten Freund, der viele Jahre in Brasilien arbeitete und weiterhin sehr gute Kontakte in dieses Land hat, gefragt was er von der Wahl Bolsonaros zum Präsidenten halte.
Seine Antwort war, dass er diesen Menschen mit sehr gemischten Gefühlen betrachte, denn den Menschen in Brasilien blieb keine andere Wahl, die ausufernde Korruption in der Politik, der Exekutive und insbesondere auch in der Judikative zu stoppen. Es bleibt also abzuwarten, ob Präsident Bolsonaro seinem Anspruch, die Korruption zu beenden gerecht wird und ob in seinem Handeln das Bessere überwiegen wird.
Auch in Brasilien ist also das Erstarken der extremen Rechten nicht eine Aktion, sondern eine Reaktion auf das schwere Versagen der Vorgängerregierungen.

um 09:23 von Paco

"Als nächstes großes Land in Europa fällt Spanien in die Hände von Rechten."

Falls Sie es nicht mitbekommen haben war es das bereits bis letztes Jahr. Die PP ist die Nachfolge Partei der Franquisten.

Zu Safe Space: Bolsonario hat bereits seine Sympathie für den Mord an politischen Gegnern offen verkündet. Was das mit Demokratie zu tun haben soll erschließt sich wohl nur Ihnen.

Und wieder ein Sieg des gesunden Menschenverstandes

Das alte Links-Rechts-Schema taugt nicht mehr zur Einordnungs des neuen Politikertyps. Die Vorgängerregierung hat das Geld lieber für die Fußball-WM verschleudert statt in Schulen und damit die Zukunft der brasilianischen Kinder zu investieren. Sie war korrupt, antijüdisch und antiamerikanisch. Wenn das links sein soll, dann ist es kein Wunder, dass sogenannte linke Parteien weltweit in der Krise sind.

Das Volk erkennt, dass sich mit sozialistischen Rezepten keinerlei Probleme lösen lassen. Wenn Brasilien jetz einen klaren marktwirtschaftlichen Kurs einschlägt und zudem klare Solidarität gegenüber Israel und partnerschaftlichere Beziehungen gegenüber den USA pflegen will, kann jeder freiheitlich denkende Mensch das nur begrüßen.

Besonders traurig ist, dass selbst die Kommunisten erfolgreicher sind als die sogenannte Linke in der westlichen Welt.

Denn in China wird zumindest dafür gesorgt, dass sich das eigene Volk nicht wie in Amberg Fremden durchs eigene Dorf hetzen lassen muss.

um 10:04 von Gattopardo

"Was haben die dreißig Jahre "Sozialisten" an der Macht alles gebracht? Korruption, exzessive Kriminalität, soziale Ungerechtigkeit, millionenfache Armut, Ausbeutung der Natur (Rodungen Regenwald), Verfolgung Andersdenkender bis hin zum politischen Mord. "
Lediglich von 2003 - 2016 gab es "Sozialisten" an der Spitze. Davor und danach gab es "konservative" Kräfte. Aber vielleicht gehören Sie ja auch zu denjenigen, die alles was nicht rechtsextrem ist als links/sozialistisch/kommunistisch bezeichnen. Das sagt allerdings vor allem etwas über Sie aus.

10:28 von dermulla

die alles was nicht .....
.
betrachten sie doch mal unser Land !
ich erinnere mich an Zeiten da endete das Programm der ARD mit der Deutschlandhymne
würde man das wieder einführen, wäre das für sie wohl ein Rechtsruck ?
ebenso mit dem strickten Einhalten der symbolischen Eidesformel von Bundeskanzler/Präsident

Rechtsradikale wählt man nicht einfach wieder ab

@dermulla: Ich glaube Paco bezog sich da eher auf die neue Partei Vox, die jetzt im Regionalparlament von Andalusien vertreten ist. Bis an die spanische Regierung ist es zwar noch ein weiter Weg, aber die Partei tritt ähnlich auf wie hierzulande die Identitären: jung, hip mit schönen Designs und ein paar bürgerlichen Themen, um ihren wahren Kern zu verbergen. Auf diese Weise kommt der Wolf im Schafspelz daher.

So erscheint man, wie in Brasilien geschehen ,als legitim wählbare Option - für Rassisten, für Verängstigte mit Sehnsucht nach dem starken Beschützer, für religiöse Fundamentalisten, für Leute mit Abstiegsangst, für Leute die Profit über alles Andere stellen.

Doch den Wählern muss klar sein: Extremisten wählt man nicht nach einer Wahlperiode einfach wieder ab, zu tiefgreifend werden demokratische Strukturen zwischendurch abgebaut. Trump wird das nicht schaffen, dazu hat er es sich zu sehr mit Militär und Geheimdiensten verscherzt. Bolsonaro ist da vermutlich erfolgreicher.

das ungebildete Volk .... das nichts versteht

Demokratie sollte doch auch dem einzelnen Menschen was bringen
was bringt es mir wenn ich in bewachten Apartments wohnen muß,
mein Haus mit Mauer, Stacheldraht, gar Strom sichern
Also wenn da einer über Alternativen nachdenkt, statt über die heile Welt philosophiert
zu verdenken ist es dem nicht

09:44, Eu-Schreck

>>Ich denke oder fürchte, die Welt wird es mit einer regelrecht faschistischen Auslegung von christlicher Religion zu tun bekommen die anderen Extremisten in nichts nachsteht.<<

Ich teile Ihre Befürchtung.

Er wurde demokratisch gewählte

Bolsonaro wurde demokratisch gewählt, mit über 57.000.000 Stimmen, eine klare Mehrheit. Nur wer die Geschichte von Brasilien kennt, kann die Gründe die dazu geführt haben nachvollziehen. Diese Reportage ist sehr einseitig, also kein wirkliches Journalismus, denn übernimmt nur die Aussagen der Opposition. Wo bleibt die Meinung der Mehrheit die im gewählt hat? Warum wird seine Regierung nicht zu einem Interview eingeladen? Zu den Angestellten die jetzt entlassen werden, handelt es sich hier um befristete Stellen (z.B. Vertrauensstellung) wo die vergangenen Regierungen es mehr als übertrieben haben mit solche Einstellungen (in die Tausende!), u alles auf Last der unzufriedene Bevölkerung bzw. Steuerzahler. Nicht zuletzt, die fast 15 Jahren der letzten Regierungen der Arbeiterpartei, haben das Land in seine Schlimmste Krise seit jeh gestürzt u sich durch eine Korruptionsnetzwerk ungerechtfertigt Bereichen lassen, auch hier, alles auf Last der unzufriedene Bevölkerung bzw. Steuerzahler.

09:46, Al Ternativ

>>In Notzeiten ruft jedes Volk nach einem starken Führer und nur Politiker, die das nicht begreifen wollen, schreien dann Zeter und Mordio, obwohl sie selbst die Schuldigen sind.<<

Ja sicher.

Und dieser große Führer war bisher immer mit der Großindustrie, dem Großkapital und der Landbesitzoligarchie im Bunde, wie auch im vorliegenden Fall.

Und dann brechen die Notzeiten erst richtig aus. Das war bisher immer so, ein Blick in die Geschichte offenbart es.

So geht Faschismus, und Sie applaudieren.

#dermulla

Das weiß ich, ich wohne ja dreißig Jahre hier. Aber es ist wie in Deutschland mit der CDU/CSU, die PP ist zu sehr nach links abgedriftet. Das entstandene Vacuum füllt jetzt VOX. Die nächsten Wahlen, Autonomien und Bürgermeister werden ein Debakel für die PP, aber auch für die Sozialisten von Sanchez. Die kommen auf keine 20% mehr.

10:04, Gattopardo

>>Wenn Bolsonaro Brasilien vom Erbe der Vorgängerregierungen reinigt, kann das dem Land nur gut tun. Was haben die dreißig Jahre "Sozialisten" an der Macht alles gebracht? Korruption, exzessive Kriminalität, soziale Ungerechtigkeit, millionenfache Armut, Ausbeutung der Natur (Rodungen Regenwald), Verfolgung Andersdenkender bis hin zum politischen Mord.<<

Ich wusste gar nicht, daß die brasilianische Militärdiktatur sozialistisch war.

>>In Venezuela kann man die Diktatur der Volksbeglücker studieren. Wer will den so was? Wahrscheinlich nur SED/PDS/Linke-Gläubige.<<

Venezuela? Ich empfehle eher den Blick nach Bolivien.

@jotun: Gesunder Menschenverstand?

In China wird das eigene Volk nicht von Fremden durchs Dorf gehetzt? Zumindest wird es von der Regierung in Umerziehungs- und Zwangsarbeitslager gesteckt, beispielsweise Uiguren, Tibet-Aktivisten oder Falun Gong Anhänger.

Was sie gesunden Menschenverstand nennen, nenne ich ein gefährliches Weltbild: Denn wenn ich prinzipiell der Meinung bin, dass es wie auch immer definierte Gruppen gibt, die pauschal bestimmte Privilegien haben sollten oder denen bestimmte Rechte vorzuenthalten sind, ist das für jede freiheitliche Gesellschaft ein Problem. Jeder Mensch ist zu allererst ein Individuum mit einem eigenen Charakter und für seine Taten selbst verantwortlich, niemals eine Gruppe.

Ob der Präsident nun Bolsonaro, Trump, Duterte, Erdoğan, Maduro uvm. heißt ist egal - kein Regierungschef darf so undifferenziert argumentieren, wenn der Demokrat sein will, denn die Gruppen sind austauschbar: Juden, Muslime, Indigene, Ungläubige, Frauen, in Zukunft vielleicht BVB-Fans oder Apple-User. Nein!

10:16, Ritchi

>>denn den Menschen in Brasilien blieb keine andere Wahl, die ausufernde Korruption in der Politik, der Exekutive und insbesondere auch in der Judikative zu stoppen. Es bleibt also abzuwarten, ob Präsident Bolsonaro seinem Anspruch, die Korruption zu beenden gerecht wird und ob in seinem Handeln das Bessere überwiegen wird.
Auch in Brasilien ist also das Erstarken der extremen Rechten nicht eine Aktion, sondern eine Reaktion auf das schwere Versagen der Vorgängerregierungen.<<

Die Korruption blühte unter der Militärdiktatur, die Bolsonaro verehrt.

Keine der Nachfolgerregierungen bekam diese Korruption in den Griff. Sie ist systemimmanent, denn Brasilien ist ein quasi feudalistisches Land, welches von Großgrundbesitzern und Agrarindustriellen beherrscht wird.

Deren Mann Bolsanaro ist.

Aber anstatt dies zu erkennen, prügelt man wohlfeil auf die "Politik", "Altparteien" oder wie immer man es nennt, ein.

Das war in den 30ern in Deutschland nicht anders.

Einfache Lösungen ?

Wollen wir nicht einmal über die Gründe nachdenken, die zu diesen Nachrechtsbewegungen auf der ganzen Welt führen ?
Stattdessen erfolgt nur wieder das anschwellende Lamento über Diktaturen, Faschismus und einfältige Wähler.
Solange es überhaupt noch Wähler gibt, sollte man diese nicht weiter beleidigen und vertreiben.

11:03, Paco

>>Das weiß ich, ich wohne ja dreißig Jahre hier. Aber es ist wie in Deutschland mit der CDU/CSU, die PP ist zu sehr nach links abgedriftet. Das entstandene Vacuum füllt jetzt VOX.<<

Die PP ist nach links abgedriftet?

Unter Mariano Rajoy?

Das ist nun wirklich der Witz des Tages.

Aber ich nehme mal an, daß Sie mir zustimmen würden, wenn ich behaupten würde, daß auch die Franco-Diktatur daran gescheitert ist, daß sie zu sehr nach links abgedriftet ist. Oder?

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Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Noch nie von Steuerflüchtigen gehört?

>>Was ist daran menschenfeindlich , wenn Reiche dem Staat Steuern zahlen und mit diesen Steuern die Bevölkerung auf hohem sozialen Niveau gehalten wird?<<
Also Reiche, insbesondere reiche Firmen, zahlen Steuern? Die nächste Steueroase ist in dieser Gegend doch nicht weit entfernt.
Bolserano müßte die Reichen unter strenger Steueraufsicht stellen, und zwar mit Strafdrohung für Steuerflüchtlinge,

Was heißt partnerschaftlichere Beziehungen?

>>und partnerschaftlichere Beziehungen gegenüber den USA <<
Partnerschaftlich heißt in Latainamerika sich den USA unterordnen? Scheint sehr lange Zeit so gewesen zu sein.

11:18, Papafix

>>Solange es überhaupt noch Wähler gibt, sollte man diese nicht weiter beleidigen und vertreiben.<<

Wenn sich Menschen entscheiden, nicht zu wählen, dann ist es deren freie Entscheidung. Der Demokratie dienlich ist dies nicht.

Wenn sich Menschen entscheiden, Antidemokraten zu wählen, dann ist das ebenfalls deren freie Entscheidung und ebenfalls der Demokratie nicht dienlich.

So wie es ihr generell nicht dienlich ist, wenn Menschen glauben, Demokratie wäre Wählen und sonst nichts.

Auf Brasilien bezogen, empfehle ich, Gilberto Gil und Chico Buarque nachzuschlagen.

Als Beispiel für echte Demokraten.

Menschen, die ein lebensgefährliches Leben im Dienste einer guten Sache gelebt haben und es jetzt wahrscheinlich wieder müssen.

Chico y Gilberto, nós vamos ganhar!

10:59 von fathaland slim

So geht Faschismus, und Sie applaudieren
.
Kommunismus ... Faschismus

ich will Arbeit, ein sicheres Auskommen,
Sicherheit dass mich keiner auf dem Weg zum Einkaufen erschlägt
wer mir das letztlich ermöglicht ...

11:05 von fathaland slim

""Ich wusste gar nicht, daß die brasilianische Militärdiktatur sozialistisch war""
Da haben Sie wieder was dazu gelernt. Demokratie und Diktatur schließen sich aus.Da bleibt dann nur eins übrig.

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