Ihre Meinung zu: Wirtschaftliche Entwicklung: "Wirtschaftsweisen"-Chef fordert Soli-Aus

24. Dezember 2018 - 9:16 Uhr

Der Chef der Wirtschaftsweisen, Schmidt, hat eine komplette Abschaffung des Solidaritätszuschlags gefordert. Diese würde Investitionen erleichtern. Gleichzeitig warnte er vor einer Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro.

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Kommentare

12 Euro sind zuviel... Geiz ist geil.

Sprachlos.

Also

auf Deutsch.
Der Mann fordert Entlastungen für Besser und Bestverdiener und warnt davor den Mindestlohn ordentlich anzuheben.Immer dieselbe Leier.

Der Soli beruht auf der

Der Soli beruht auf der größten Lüge der deutschen Finanzgeschichte. Aber man sollte ihn belassen. Er erinnert die Deutschen jeden Monat, wie viel Vertrauen die Regierungsparteien verdienen.

Der Mindestlohn muss endlich angehoben werden...

Das würde Altersarmut und Armut überhaupt bekämpfen...
Aber das ist von der Politik anscheinend nicht gewollt...
Der Soli ist doch eine super Steuereinnahme, von daher kann ich mir eine Abschaffung kaum vorstellen...

Lobbyismus

In den letzten 20 Jahren liefen alle Änderungen im Steuerrecht zu Gunsten der Reichen. was Herr Schmidt fordert, ist eine Weiterführung dieser Ungerechtigkeit. Zeit, sich eine gelbe Weste zuzulegen?

Weisheit stände dem

"Wirtschaftsweisen"-Chef gut zu Gesicht.
Wie wäre es denn mal mit Investitionen in die Mitarbeiter, vor allem in die, die es wirklich brauchen.
Mitarbeiterfinanzierung leicht gemacht, oder sind mit Investitionen die Aufbesserung der eigenen Portokasse gemeint?

"Gleichzeitig warnte vor

"Gleichzeitig warnte vor einer Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro."

Und das aus dem Mund von Jemandem, dessen "Stundenlohn" wenigstens mehrere hundert € beträgt.

Mindestlohn 12 €?

Mein Sohn hat mit 2 abgeschlossenen Berufsausbildungen jahrelang in einem der Berufe für 11 € gearbeitet.
Wollen Sie das ein Ungelernter das Gleiche bekommt wie jemand der sich einer 3 jährigen Berufsausbildung unterzogen hat?
Der Mindestlohn müsste wenigstens stufig an die Qualifikation angepasst werden:
Z.B Hauptschule; erlernter Beruf; Studium; 8; 10, 12 € Mindestlohn.

So weise sind sie nicht

Alles was der Weisenchef hier vorschlägt nutzt nur den "oberen Zehntausend".
Selbst der gut verdienende Familienvater mit Frau und 2 Kindern zahlt nahezu keinen bis wenig Soli. Abschaffung des Soli nützt nur Singles, DINKIS und anderen Privilegierten.
Auch bei der Einführung des Mindeslohns wurde der Untergang der deutschen Wirtschaft orakelt und bis jetzt läuft's gut.
Ein Job, der seinen Inhaber nicht ernährt ist unwürdig und auch wenn durch Aufstockung subventioniert zutiefst unsozial.

Soli weg

Eine Reform ist eh unumgänglich.Die Steuergesetzgebung muss die globalisierte Welt berücksichtigen.Mit einem Schlag wären alle Finanzprobleme der Staaten gelöst wenn man endlich Mal die Steueroasen vollständig trockenlegen würde.Die Partei die dies jedoch endlich Mal in Angriff nehmen würde,wären die Linken.Die wiederum sind jedoch mit Ihren eigenen Machtspielchen beschäftigt.Ans gemeine Volk denkt wie immer in der Geschichte keiner.Also werden wieder die Mehrzahl der Erwerbstätigen unter der hohen Steuerlast leiden.

Nur ein Wunsch dieses Jahr!

Einfach Mal herzhaft über die neoliberale Bande lachen! Wir brauchen viel Veränderungen aber ganz sicher keinen wirtschaftlichen Wachstum. Wir als Gesellschaft haben mehr als genug materielles. Es reicht!

Ein BWLer, der in den USA studiert hat, will also...

... US-Verhältnisse in Deutschland herstellen...

Er ist schon öfter damit aufgefallen, arbeitnehmerfeindliche Einstellungen zu vertreten (Rentenalter auf 69, weitere "Liberalisierung des Arbeitsmarktes" (=mehr Rechte für Arbeitgeber und damit zwangsmäßig weniger Rechte für Arbeitnehmer) usw.).

Dass dieser Herr auf Grund seiner politischen und wirtschaftlichen Philosophie diese Meinungen vertritt, ist klar - aber es betrübt mich, zu sehen, dass er in einem offiziellen Rat sitzt, welcher der Neutralität verpflichtet sein sollte. Wenn wir Meinungen anhand wirtschaftswissenschaftlicher Philosophien wollten könnten wir auch gleich den Arbeitgeberpräsidenten (deren Meinung Schmidt ohnehin vertritt...) und die Gewerkschaftsführungen in das Gremium setzen... darum sollte es aber nicht gehen.

Das Mantra der "Steuersenkungen für Wirtschaftswachstum" kennen wir von Trump zur Genüge - und dass sich konservativ-liberale Weltweit einen Steuerwettkampf bis auf Null wünschen ist auch klar...

...Entwicklung: "Wirtschaftsweisen"-Chef ..

Das sind ja "gute" liberale Forderungen - Herr gib den deinen Geld, dann werden sie den Weinberg bestellen - nur das heuer die Vögelchen auf dem Weinberg ihre Krumen nicht finden.
Mag ja sein, dass wo viel ist, schneller was auf den großen Haufen landet, aber wer sagt denn, das bei schleppendem Investitionsklima, mehr Geld in den Händen dieses mehr nützt, als die zum rationellen Einsatz zwingenden knapperen Mittel.
Aber ach, mancher mag sich auch auf die kommenden "Blasen" freuen, wenn noch mehr überflüssige Kohle in den Kreislauf des selbst bestimmten Bürgers gepumpt wird.

Nur im Ansatz richtig

Ja, der Soli gehört abgeschafft. Auch wenn unser oberstes Gericht in Leipzig meint, dass der Soli seinen Zweck erfüllen würde, außer in Sachsen stimmt das in allen anderen neuen Bundesländern nicht. Zudem muss nach einem Vierteljahrhundert mit so einer Abgabe Schluss sein. Anderswo fehlt Geld auch.
Schluss heißt aber nicht weg: stattdessen ist die Steuer auf Einkommen, insbesondere auf hohe Einkommen (>100.000 €/a) zu erhöhen.
Eine Erhöhung des Mindesteinkommens ist wichtig, ob 12 € jetzt schon ein zu erstrebendes Ziel ist, ist fraglich. Was jedoch deutlich zu erhöhen ist, ist die vom Arbeitgeber zu zahlende Rentenabgabe auf den Mindestlohn, und zwar so, dass die resultierende Rente nicht unterhalb der Grundsicherung liegt. Auch eine einfache Tätigkeit muss zu einer angemessenen Rente führen.

Gebot der Fairness

Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit der Politik, eine Abgabe entfallen zu lassen, wenn der Zweck erfüllt wurde. Der Soli muss daher auslaufen. Es ist ein Gebot der Fairness, den Mindestlohn auf ein Maß anzuheben, dass es einem in Vollzeit arbeitenden Menschen erlaubt, ohne staatliche Hilfen zu leben. Nicht „Hartz IV“ ist die Ursache für die sich immer schneller verbreitende Armut in Deutschland, sondern der Niedriglohnsektor. Volkswirtschaftlich und aus der Sicht einer sozialen Marktwirtschaft gesehen ist das Verhalten der Verantwortlichen in der Politik unklug und moralisch bedenklich. Die Beschäftigung von Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen mit ergänzender Grundsicherung durch den Staat ist leider ein ganz offen von der Politik gefördertes Geschäftsmodell. Das Modell Armut trotz sozialversicherungspflichtigem Vollzeitjob muss aufhören.

Die Ausbeutung der Arbeiterschaft bis an deren

Existenzgrundlage zum Vorteil der internationalen Konzerne fortsetzen
und sich dann beklagen, dass extreme und nationalistische Parteien Zulauf bekommen.
Wie kurzsichtig kann man nur sein ?
Und sich diese oberflächliche und einseitige Betrachtungsweise dann auch dick honorieren lassen !

Jedes Jahr die gleiche...

... alte Pferdeäpfel-Politik. Oben sparen, dann fällt angeblich auch was nach unten. Was daran "weise" sein soll, ist mir ein Rätsel.

Falsche Namensgebung

Warum man diese Lobbyisten des größeren Finanzkapitals "Wirtschaftsweisen" nennt, erschliesst sich mir nicht . Keinen Börsencrash haben sie zeitnah erkannt. Das einzige ist immer : Hohe Löhne schaden der Wirtschaft.
Und weltweites Steuerdumping.
Aber ein Sozialstaat braucht Einnahmen und nein, man muß nicht die Abwärtsspirale bei der allgemeinen Besteuerung mitgehen. Umgekehrt wird ein - passender - Schuh draus.
Auch die international agierenden Steuerverschieber wie Google und Amazon zur Kasse bitten. Dabei könnte die so gescholtene EU sehr nützlich sein. Ist nämlich ein ziemlich großer und damit einflußreicher Wirtschaftsraum.

Die Wirtschaft beklagt

Die Wirtschaft beklagt mantraartig das Fehlen von Fachkräften, gleichzeitig möchte sie diese nicht angemessen bezahlen.
Billige "Fachkräfte" aus dem Ausland müssen her!
Falls sich noch jemand an die Einführung des "Solidaritätszuschlages" erinnern sollte: Er war gedacht für den Wiederaufbau Ost.
Heute ist er zu einer neuen Steuereinnahmequelle der Bundesregierung verkommen.
Zukunftsinvestitionen, Bildung und Infrastruktur? Herr Kahrs irrt, dafür war der Soli nicht gedacht, sondern dafür zahlt (fast) jeder Bürger Steuern.
Ich erinnere mich noch an die Versprechen der Politik: Der Soli wird nur eine vorübergehende Steuer, wenn der Osten aufgebaut ist schaffen wir ihn ab.
Dann wird es jetzt Zeit!

09:10 von Felina2

"Der Mindestlohn müsste wenigstens stufig an die Qualifikation angepasst werden:
Z.B Hauptschule; erlernter Beruf; Studium; 8; 10, 12 € Mindestlohn."
Sie sollten sich als Wirtschaftsweiser bewerben.

09:20 von koile

"Einfach Mal herzhaft über die neoliberale Bande lachen!"
Würde ich gerne,leider wird denen ständig ein Podium geboten und von der Politik gut bedient.Da vergeht mir dann doch das lachen.

wie weit soll die Schere noch auseinandergehen?

Die Besserverdienenden sollen entlastet werden, und die schlecht bezahlten sollen sich mit den Krümeln, die vom Tisch fallen, begnügen.
Irgendwann werden auch bei uns die Strassen durch "Gelbwesten" blockiert

Das ist wahrlich nicht nachvollziehbar

von einem "Wirtschaftsweisen" der vielleicht nach dem "ceteris paribas" Methode vorgegangen ist und viele andere wichtige Wirtschaftskomponenten außer Acht gelassen hat, wie die Sozialstruktur. Da hängt doch der Knoten, ob bei Juristen und nun auch bei den Wirtschaftlern. Die Geringverdienenden sind doch die eigentlichen Nachfragen nach Gütern, als die mit höheren Einkommen daher kriechen. Das muss man sich so vorstellen, ein voller Magen nimmt nichts mehr auf und ein halb voller oder leerer hat noch Aufnahmefähigkeiten. Denn die Geringverdienenden können nicht einmal ihren täglichen Lebensbedarf decken, was doch der größte Anteil der Bevölkerung , über 80 % ausmacht. Das zeige auch die neuen Zahlen, wo in Deutschland mehr als zwei Millionen Kinder in der Armut leben. Das ist für Deutschland ein trauriges Beispiel. Was wird aus Deutschland, ein Armutsparadies !!! Da helfen auch vor Weihnachten nicht die Sammelaktionen für die ärmere Bevölkerung, was nur noch als Heuchelei abgetan werde

@ um 09:10 von Felina2

Wollen Sie Menschen diskriminieren, weil sie keinen oder nur einen niedriegen Schulabschluss haben?
Wollen Sie Menschen diskriminieren, weil sie keine Ausbildung haben?
Wollen Sie Menschen diskriminieren, weil sie weniger Intelligent sind?
Eine solche Diskriminierung basiert auf Ereignissen in einem Lebensabschnitt, in denen Kinder teilweise noch nicht einmal Strafmündig sind!
Aber sie sollen dafür ihr ganzes Leben bestraft werden, indem sie weniger Geld verdienen?

Helmut Schmidt

hatte die 5 Wirtschafts Weisen einst als " Kaffeesatz Leser " bezeichnet.Recht hat er gehabt.

Aha!

12€ Mindestlohn sind zu viel.
Der Herr kommt nicht auf die Idee, daß diejenigen, die diese 12€ dann verdienen (werden), das auch voraussichtlich auch wieder ausgeben. Vielleicht wäre dann mal eine Tafel Schokolade für die Kinder drin.
Braucht's nicht - Schokolade ist ungesund und macht nur fett. :((

Den SOLI für die Super-Reichen ruhig bestehen lassen

und die Normal-Verdiener entlasten. Beim Mindestlohn muß die Realität beachtet werden, dass ein Einzel-Unternehmen, welches eine Kraft einstellen will, nicht über die Mittel verfügt über den Preis den Lohn zu integrieren. Also ein Inhaber mit einem kleinen Geschäft kann meist wohl keine 12 Euro für eine Arbeitskraft aufbringen. Hier sollte es Ausnahme-Regelungen geben und bei den anderen bereits lange Jahre etablierten Firmen kann der Mindestlohn von 12 Euro u.U. bezahlbar sein. Wenn dies für alle mittelgroßen und großen Firmen gilt gibt es keine Verwerfungen auf dem Markt.

Gegenvorschlag...

...zum Ansinnen des Chefs der "Wirtschaftsweisen": Ich plädiere angesichts der Schere zwischen Arm und Reich für einen progressiven Solidaritätszuschlag mit unterem Freibetrag. Zur Aufstockung von Investitionskapital empfehle ich der "brummenden" Wirtschaft die Reduzierung von z.B. Aktiendividenden und Gewinnausschüttungen. - Nebenbei: Je mehr man verdient, desto mehr wurde man seit 1998 steuerlich entlastet und je weniger man verdient, desto mehr wurde man zusätzlich belastet. Quelle: https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_347.pdf

09:10 von Felina2

>>Der Mindestlohn müsste wenigstens stufig an die Qualifikation angepasst werden:
Z.B Hauptschule; erlernter Beruf; Studium; 8; 10, 12 € Mindestlohn.<<

Mal provozierend gefragt, wie hoch ist dann der Stundenlohn des Taxifahrers mit akademischen Abschluss?
Lohn/Gehalt sollte schon Leistungs- bzw. Verantwortungsbezogen sein.

Prediger

Der ewige Prediger der unserer marktkonformen Demokratie sagt wieder einmal wo es langzugehen hat, macht gleichzeitig deutlich, dass er vom Leben der Menschen mit Mindestlohn (wenn diese den überhaupt bekommen) nicht die geringste Ahnung hat. Aber der Mann hat Glück, er braucht nicht damit zu rechnen, dass in Deutschland Gelbwesten auftauchen.

Die Wirtschafts"Weisen"...

sind das nicht die Herrschaften, die es in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht ein einziges Mal geschafft haben, die wirtschaftliche Entwicklung richtig vorherzusagen? Dann kommen die Ratschläge ja aus berufenem Mund...

Um das zu begreifen brauch ich keine "Wirtschafts"-Weisen.

Und das mit dem Mindestlohn ist so. Wir sind Exportweltmeister?!Gekauft wird nach Bedarf u. Bedürfnissen?! Wenn ich also im Binnenmarkt bei der eigenen Lohnbevölkerung so wie auch überall auf der Erde den Lohnempfängermassen über den Lohn nicht mal das gebe wovon ich meine Grundbedürfnisse oder etwas mehr gebe,wie bitteschön soll das einen Wirtschafts oder Geld-Waren-Güterkreislauf ergeben in dem alle Mitglieder der Gesellschaft davon existieren oder etwas mehr können?
Was für Experten die mir aber sagen das der Soli notwendig war oder noch ist?Ich würde darüber immer nachdenken ob universell u. allgemeingültig für alle etwas gillt u. wie der Einzelne daran teil hat ohne auch nur irgendjemanden kurz halten zu wollen ;müssen u. ob so was überhaupt notwendig ist oder war?!
Hier spricht eine "Wirtschafts"-Lobby aber wo sind die anderen die eine Gesellschaft ausmachen worüber die Wirtschaft auch nur eine Existenzberechtigung hätte?

Die bösen „Besserverdiener“

Immer wieder wird im Zusammenhang mit der Abschaffung des Soli seitens der SPD darauf verwiesen, das die sogenannten Besserverdiener davon am meisten profitieren würden. Das heißt im Umkehrschluss, das diese Besserverdiener bis dato den größten Anteil des Solis zahlen, aber bei seiner Abschaffung keinesfalls entlastet werden sollen. Leider stellt sich die SPD hier so hin als seien alle „Besserverdiener“ Millionäre, die durch Nichtstun bzw. Erbschaften solche geworden sind. Die meisten jedoch sind nach Berufsausbildung, Wehr- oder Zivildienst den riskanten Weg des Studiums gegangen, haben sich permanent, auch auf eigene Kosten, weitergebildet und dahin gearbeitet wo sie dann mit ca. Mitte 40 (und ca. 25 Jahren in Arbeit) sind, und tatsächlich brutto ein bisschen mehr als €61.000 im Jahr verdienen. Die meisten haben die Einführung des Soli noch selbst erlebt, und zahlen diesen nun, mit kurzer Unterbrechung, seit Anfang der 90er Jahre. Und da wundert sich die SPD das Sie keiner mehr wählt

Wirtschaftsweisheit allein genügt nicht

Ob zwölf Euro der "richtige" Mindestlohns ist, kann ich nicht beurteilen. Die neuen Euro sind sicher zu wenig. Haben die Menschen, die unqualifierten Tätigkeiten nachgehen, tatsächlich kein Recht, sich auch mal etwas leisten zu können? Es muss ja nicht gleich Luxus sein. Es gibt in unserem Land auch in dieser Hisicht eine soziale Verantwortung.

Muss denn für Geringverdiener alles über staatliche Almosen laufen, damit sie "überleben" können? Das ist meiner Meinung nach für jemanden, der Vollzeit arbeitet, entwürdigend.

Viele Politiker sind stolz darauf, dass Deutschland Exportweltmeister ist. Könnten Sie auch sein, wenn es in Deutschland nicht diesen riesigen Niedriglohnsektor gäbe.

Und die Rechnung scheint mir auch recht naiv, da dabei immer Exportgüter und Geld gleichzeitig betrachtet werden. Betrachtet man nur den Güterstrom, dann werden andere Nationen mit unseren Gütern beglückt, während viele unserer Leute politisch gewollt (seit Schröder) kurz gehalten werden.

Es heißt ja auch

Es heißt ja auch Wirtschaftsweise... nicht Sozialweise.

Die Abschaffung des Solis bewirkt auf den meisten Lohnzetteln nichts bzw nur sehr wenig. Hat aber massive Auswirkung auf den weiteren Ausbau Deutschlands. Das ist alles nur Punkte-Sammlerei...

Wenn der Mindestlohn nicht erhöhr wird, zahlt der Staat eben später die Rechnung... wenn die Rente aufgestockt werden muss, weil sie zum Leben nicht reicht. Und das gefällt der Wirtschaft natürlich. Sie zahlt Niedriglöhne und die Zeche später zahlt der Steuerzahler. Wie bei den Banken... Gewinne steckt man sich ein, Schulden werden vom Steuerzahler bezahlt.

Schöne Weihnachten!

Kein Weiser sondern ein Lobbyist

Wirtschaftsweise ist ein Euphemismus. Diese Herren sollten die aktuelle in Lage der Wirtschaft beschreiben, aber bei Ratschlägen für die Politik sich zurückhalten. Denn diese Ratschläge beruhen auf stark vereinfachenden Annahmen, die die komplexen Zusammenhänge und die Psychologie der Wirtschaftsteilnehmer nicht wirklich widerspiegeln. Ihre Ratschläge wollen immer nur das Wirtschaftswachstum optimieren, egal wie das Vermögen verteilt ist. Andere Größen wie Umweltschutz, die für die Zufriedenheit der Menschen und den Zusammenhalt der Gemeinschaft wichtig sind, kommen in ihren Modellen nicht vor. Was zu ändern wäre, dass in den
volkswirtschaftlichen Fakultäten endlich auch Personen zum Zuge kommen, die auch andere Werte als das Wirtschaftswachstum im Blick haben und zu dem mehr Demut im Angesicht der Beschränktheit ihrer Modelle besitzen.

Typische Forderungen

von Menschen die volle Taschen haben.
Den Soli komplett abschaffen hilft nur denen die schon viel haben, ich würde auch die 90 Prozent zu viel finden.
Bei 80 Prozent wegfallen lassen, wäre die richtige Grenze, das das wie mit Baukindergeld. Bei 90 000 Einkommen plus dann noch pro Kind, wie viel Prozent der Menschen im Land kommen auf diese Summe ?.
Oben muss nicht entlastet werden sondern unten, und da hilft der Wegfall des Soli nicht.
Die zahlen nämlich keinen oder nur ganz wenige Euro, 12 Euro für Ungelernte ist aber Unsinn, da hat er ausnahmsweise recht.
Aber jeder der einen Facharbeiter hat, sollte 12 Euro bekommen als Mindestlohn, ganz viele arbeiten nämlich darunter.

Wir müssen auch nicht mehr Wachstum haben, wenn wir heutiges behalten, dann sprudeln die Kassen auf allen Stellen.

Wir müssen das Geld nur mal an den richtigen Stellen verteilen, und weder verschenken noch den Besserverdienern zukommen lassen.

Die mit 1500-2500 Brutto im Monat brauchen Geld, die bekommen nichts.

Soli

Vor vielen Jahren wurde im Deutschen Kaiserreich eine Steuer zur Finanzierung der Kriegsmarine eingeführt, die Sektsteuer.
Kaiserreich und Kriegsmarine gibt es nicht mehr, aber die Steuer sehr wohl.
Ich fürchte, mit dem Soli wird es ähnlich werden.

Die Halbweisheiten des Herrn Schmidt

Die Forenteilnehmer hier haben ja recht, wenn sie >12 Euro fordern. Aber sie liefern leider keine Argumente, die es für die Durchsetzung dieser Forderung braucht.

Warum also 12 Euro? Warum sollten die Löhne in D insgesamt steigen? Dass die Arbeiter gerne mehr hätten, ist verständlich. Aber gibt es weitere Gründe, die für eine Lohnerhöhung sprechen?

Ja, die gibt es.

Deutschland ist ja nur deshalb "Exportweltmeister", weil wir mehr ins Ausland verkaufen als dort einzukaufen. Für unsere Produkte sammeln wir dort zwar Geldansprüche. Aber wie wir sehen, können unsere "Kunden" uns oft nicht mehr bezahlen - und rutschen dann in die Verschuldung ab. Das belastet wiederum den (=unseren!) Euro und unsere Erlöse. Daraus folgt Lohndumping, das die Reallöhne senkt, sodass wir mehr ins Ausland verkaufen müssen, weil uns die Kaufkraft fehlt ... -> dort sammeln wir dann zwar Geldansprüche. Aber wie wir sehen, können ....

und so weiter.
"Weise" ist das Mietmaul Schmidt also keineswegs.

Soli

Nach Aufbau Ost muss nun Aufbau West kommen. Es muss genug in die Infrastruktur investiert werden, wie Brücken, Breitband, Schulen usw., aber sicherlich nicht in Prestigeobjekte wie einem Stuttgarter Bahnhof oder einem Berliner Flughafen.

Zuviel Aufregung. Die

Zuviel Aufregung. Die "Wirtschaftsweisen" sind nun mal Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftswissenschaft ist nun mal keine Naturwissenschaft sondern eine Sozialwissenschaft. Mit dem gleichen Handwerkszeug könnte man daher auch ganz andere Fragen beantworten. Dafür müssten diese Fragen aber auch in gesellschaftlich relevanter Weise gestellt werden. Relevant sind sie dann, wenn sich politischer Wille zumindest andeutet. Der neoliberale Ansatz geht aber heute bis tief in die SPD und die Grünen hinein und die Linke hat überhaupt kein tragfähiges Gesamtkonzept.

@ um 09:10 von Felina2

Und damit war die „Sektsteuer“ sogar eine gerechte Steuer.
Denn Sekt konnten sich damals nur Menschen leisten, die „reich“ waren und möglicherweise von der Aufrüstung der Kriegsmarine profitiert haben.

Alter Zopf

Der Soli müsste endlich weg, aber solche alten Zöpfe sind einfach zu bequem für den Verwaltungsstaat.

Nachteile des Soli uberwiegen

Die Leistungsträger werden benachteiligt.

Zeit, sich eine gelbe Weste zuzulegen...

Diese Forderung schreit ja zum Himmel,
als wenn die Reichen den Hals nicht voll bekommen, Ohne Armut keine Reichen... Das lebt unsere Regierung aus und die Wahl beeinflusst es schon länger nicht, weil die Reichen die Oberhand haben...

@ erster Realist

Der Mindestlohn muss endlich angehoben werden... Das würde Altersarmut und Armut überhaupt bekämpfen...

Aber nur bei einigen. Eine Anhebung des Mindestlohnes um 5 Prozent würde vermutlich 5 Prozent der niedrig-qualifizierten Jobs wegfallen lassen.

@ dermulla

"Gleichzeitig warnte vor einer Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro."
Und das aus dem Mund von Jemandem, dessen "Stundenlohn" wenigstens mehrere hundert € beträgt.

Ja und? Was ht das damit zu tun? Die Jobs sind ja wohl nicht vergleichbar. Auch wenn sich das die Niedriglöhner vielleicht so ausmalen.

um 10:20 von Jonas Bürger

>>
Was zu ändern wäre, dass in den
volkswirtschaftlichen Fakultäten endlich auch Personen zum Zuge kommen, die auch andere Werte als das Wirtschaftswachstum im Blick haben und zu dem mehr Demut im Angesicht der Beschränktheit ihrer Modelle besitzen.
<<

Es gibt ja solche Angebote. Nur will der typisierte VWL- oder BWL-Student nun mal nicht Sozialarbeiter, sondern Besserverdiener in der Wirtschaft werden. Wenn es konkret wird, dann ändern sich viele Meinungen ohnehin. Wer würde schon freiwillig auf die nächste Lohnerhöhung verzichten, wenn es dadurch gerechter zugehen würde?

Diskriminieren will ich hier niemanden

ich bin nur für eine ausbildungs- bzw leistungsbezogene Bezahlung bei Mindestlöhnen. Schade dass meine Idee niemanden vom Hocker reißt.
Man kennt viele junge Menschen die sagen würden 12 € o.K.
Wenn ich 3 Jahre für 400 € lerne 13-14 €? Nicht mit mir.
Die Plätze für den Wirtschaftsweisen sind derzeit alle besetzt :D

Das wirklich erschreckende

ist doch, daß Schmidt mit der , wohl von Vielen begrüssten, Meldung "Soli-weg" gleichzeitig Framing gegen Mindestlohnanpassung auf 12 euro (wohlbemerkt in 10 Jahren!!!) betreibt.
Die Mindestlohnkommission bestand doch zu 100% aus Industrielobbyisten-
12 Euro (also 24 Mark) waren mein Stundenlohn 1986!!!
Und nun will er diesen Lohn nicht 2028?
Wahnsinn- ich hol gleich meinen gelbe Weste raus und leg sie untern Christbaum.

Soli = Lüge

Der Soli offenbart wie nichts anderes die Verlogenheit der deutschen Politik: er sollte einst als zeitlich begrenzter Solidaritätsbeitrag dem Aufbau Ost dienen. Seit Jahren ist er zu einer unverschämten Bereicherungssteuer des Staates verkommen. Seine längst überfällige Abschaffung nun mit dem Hinweis abzulehnen, die Besserverdiener nicht zusätzlich entlasten zu wollen ist fadenscheinig und lenkt vom eigentlichen Thema ab. Neiddebatten werden die eigene Unfähigkeit nicht verdecken können. Die SPD wird in der Bedeutungslosigkeit landen. Gut so!

Am 24. Dezember 2018 um 10:37 von cap0815

" Soli

Nach Aufbau Ost muss nun Aufbau West kommen. Es muss genug in die Infrastruktur investiert werden, wie Brücken, Breitband, Schulen usw., aber sicherlich nicht in Prestigeobjekte wie einem Stuttgarter Bahnhof oder einem Berliner Flughafen. "

Nach 30 Jahren sollten Sie sich vielleicht mal schlau machen was mit dem Soli passiert, und wann er wirklich für das Beitrittsgebiet verwendet wurde.
Das Märchen über den Soli muss auch irgendwann mal zu Ende sein, der Soli war nie eine Steuer die speziell für etwas eingesetzt wurde.
Der geht in den großen Topf, und verschwindet dann irgendwohin.

um 10:34 von Ra-Ta-Zonk

>>
Deutschland ist ja nur deshalb "Exportweltmeister", weil wir mehr ins Ausland verkaufen als dort einzukaufen. Für unsere Produkte sammeln wir dort zwar Geldansprüche. Aber wie wir sehen, können unsere "Kunden" uns oft nicht mehr bezahlen - und rutschen dann in die Verschuldung ab. Das belastet wiederum den (=unseren!) Euro und unsere Erlöse. Daraus folgt Lohndumping, das die Reallöhne senkt, sodass wir mehr ins Ausland verkaufen müssen, weil uns die Kaufkraft fehlt ... -> dort sammeln wir dann zwar Geldansprüche. Aber wie wir sehen, können ....
<<

An Ihrer "Logikkette" ist so gut wie nichts richtig, insbesondere, weil es keine solche ist.

Woher soll dann das Geld für Wihnachsgeschenke kommen...

Die Geschenke werden jetzt schon kleiner, oder es gibt keine, zu beobachten in der Nachbarschaft...
Die Leute haben immer weniger in der Tasche, was sich ändern muss.
Neulich hat mein Vermieter eine 10% Miterhöhung eingefordert, mit der Begründung "diese seit 10 Jahre nicht gemacht zu haben."
Habe ich natürlich abgelehnt.
So ähnlich kommen mir die Steuerforderung ( unser Regierung) ebenfalls vor und das mit welchen Recht...

@ felina2, @ gosbert

Sie sind also der Meinung, dass Ihnen mehr zusteht, weil Sie aufgrund Ihrer Schulbildung und beruflichen Laufbahn mutmaßlich mehr leisten. Also, Sozialneid von oben ist jetzt mal ein ganz neuer Aspekt.

Soli

"Johannes Kahrs, SPD"

Ich muss mich wundern; ein Land führt zweckgerichtet und befristet eine Zusatzsteuer ein - und es hört nie mehr auf?

Und ein Sozialdemokrat behauptet, würde der Soli ganz aufgegeben, dann fehle Geld für Zukunftsinvestitionen, Bildung und Infrastruktur?

Deutschland nimmt mehr Steuern ein als je zuvor, hat aber nicht genug für die Kernaufgaben des Staates?

Ja, warum hat die SPD dann in all den Jahren nicht ein neues sozial gerechteres Steuerkonzept und ein Konzept für einen Bundeshaushalt mit Schwerpunkt auf diesen 3 Kernthemen vorgelegt?

Nicht nur für die Wirtschaft gilt:
Mit der Behäbigkeitspolitik, dem Totschlagargument "Arbeitsplatzverlust" einfach drei weitere: "Zukunftsinvestitionen, Bildung, Infrastruktur" anzuhängen, um immer mehr Steuern und Abgaben zu rechtfertigen, muss Schluss sein.
Da könnten die Sozialdemokraten endlich mal wieder Vorreiter sein, und Bürgern wieder einen Grund liefern, sie zu wählen. Sonst ist auch mit ihnen bald Schluss.

Am 24. Dezember 2018 um 10:17 von Gosbert

" Die meisten jedoch sind nach Berufsausbildung, Wehr- oder Zivildienst den riskanten Weg des Studiums gegangen, haben sich permanent, auch auf eigene Kosten, weitergebildet und dahin gearbeitet wo sie dann mit ca. Mitte 40 (und ca. 25 Jahren in Arbeit) sind, und tatsächlich brutto ein bisschen mehr als €61.000 im Jahr verdienen. "
Die 61 000 im Jahr seien Ihnen gegönnt, wenn Sie das alles gemacht haben wie es in Ihrem Satz steht.
Bei 70 Tausend würde ich auch die Grenze ziehen, und nicht bei 90 Tausend.

Eins wäre aber mal eine Erklärung wert, Mitte 40 und nach alle diesen Dingen ( Wehrdienst - Studium und so weiter ), haben Sie 25 Jahre voll gearbeitet ???.

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