Ihre Meinung zu: Viele Verletzte bei Protesten in Barcelona

21. Dezember 2018 - 18:02 Uhr

Die Sitzung des spanisches Kabinetts in Barcelona sollte eine Geste der Versöhnung sein. Doch die Katalanen empfanden dies als Provokation. Tausende protestierten. Dabei kam es zu Ausschreitungen. 60 Menschen wurden verletzt.

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Kommentare

Annäherung oder Provokation? ...

Manchmal möchte man solche Überschriften zum Anstoß nehmen - Annäherung oder (oder eben und) Provokation.
Wie auch hier, gibt es überall jene, denen allein das Ansinnen einer Annäherung eine Provokation ist.

Die Antreiber in Katalanien üben Verrat

Ich stelle mir vor, ein Land wie Bayern gäbe keine Ruhe, weil es die Selbständigkeit verlangt. In einer globalen Welt wäre solch ein Ansinnen Unfug wie der Brexit. Auch bei diesem abenteuerlichen Unterfangen lässt sich ein Inselreich auf Unwägbarkeiten ein, die mit Gewissheit zum großen Nachteil für das Volk ausgehen öwerden. Spanien tut mir leid, zumal es sich bemüht, Vertrauen bei den Katalanen herzustellen.

Die Spanische Zentralregierung will in Katalonien tagen

Wie soll man das als eine Annäherung verstehen? Man kann auch gleich sagen, euer Parlament ist uns Schnuppe, wir regieren euer Land!

Eine Annäherung wäre es gewesen, wenn man das katalanische Parlament nach Madrid eingeladen hätte. Hätten die katalanischen Abgeordneten das angenommen, dann wäre eine Annäherung an Spanien drin gewesen. So aber ist es eine lupenreine Aggression!

Wieviele Prügelpolizisten der Nationalpolizei wurden denn angezeigt und verurteilt? Da kann ich nur raten, aber mit 0 dürfte ich ziemlich nahe liegen.

Wo ist denn der verfassungsgemäße Umgang mit der Volksbefragung und dem Begehren danach? Wo wird das Rechtsgut der Demokratie denn gepflegt, selbstbestimmend Wahlen abzuhalten? Spanien hält sich nichtmal an seine eigenen Abkommen, die Autonomie der Regionen zu achten!

Wo wird die politische Verfolgung von der spanischen Regierung thematisiert?

Anstatt die Menschenwürde zu achten, ist man lediglich auf den Machterhalt aus. Typische Verlogenheit.

Es will....

wie immer keiner zugeben, daß die Situation so verfahren ist, daß die angeblich demokratisch geforderte "Unabhängigkeit" Kataloniens als einzige Lösung erscheint. Ich frage mich nur, was passiert dann mit dem Teil der Bevölkerung, der für ein einiges Spanien ist? Was passiert mit Barcelona, deren Bürgermeisterin schon angekündigt hat, dann auch "unabhängig" zu werden? Gelten diese Meinungen nicht? Werden dann "Volksabstimmungen" verboten? Da wird heute noch lamentiert, daß eine "Volksabstimmung" vom Verfassungsgericht abgelehnt wurde, weil es die in der Verfassung für einenTeil nicht gibt, sondern nur für ganz Spanien! Vermutlich wissen die Katalanen und Puigdemont von Beginn an, daß eine Volksabstimmung für eine Änderung der Verfassung usw. keine Erfolgsaussichten hat. Und den Katalanen sollte auch bekannt sein, daß vermutlich große Teile des Parlamentes gegen eine Änderung der Finanzierungen sein dürfte. Vermutlich wäre es von der Zentralregierung klüger, das Machbare zu versuchen

Eine Geste des Respekts

und der Annäherung wird jetzt von Radikalen als Provokation missverstanden, damit ein Grund für Randale gefunden wird. Es lässt sich wirklich immer ein Anlass finden

@Jayray um 17:56Uhr

Sie verwenden den Ausdruck "verfassungsgemäßer Umgang"? Haben Sie schon jemals die spanische Verfassung durchgelesen? Die ist im internet abrufbar! Die spanische Verfassung sieht eine "Volksabstimmung" eben nur für ganz Spanien vor und mit dieser "Volksabstimmung" wurde die post-Franco-Verfassung mit großer Mehrheit angenommen - und übrigens auch von den Katalanen! Es ist für mich daher reichleich arrogant, ausschließlich für sich etwas "zu fordern", was es nicht "zu fordern" gibt! Mit dem Begriff "Prügelpolizist" ordnen Sie sich selbst zu, denn ich habe auch andere Bilder in Erinnerung! Sie vermutlich nicht, denn die aufgehetzten Demonstranten haben sich nur gewaltfrei benommen, wie Schafe mit einem Palmwedel, oder?

Spanien wird zum naechsten Problem der Europäischen Gemeinschaft

Guten Abend ,
Europa ist auch wegen seiner Haltung in der Katalanienfrage am Ende.
Es tut mir in der Seele weh,aber wenn die EG es nicht mal mehr fertig bringt,wenigstens vermittelnd einzugreifen,dann brauchen wir sie wirklich nicht mehr!
Katalanien,die erste Demokratie der « Neuzeit »(cortes),Katalonien ,die Ankunftsstaette der Freiheitskaempfer aller Laender während des Buergerkrieges 1933-36.Barcelona ,die Stadt der Oeffnung und des maritimen Welthandels.
Barcelona -Exil fuer Kommunisten,Sozialisten und Christen (Hemingway,Bernanos und Orwell).Barcelona und Katalonien-Region des friedlichen und toleranten Miteinanders.
Europa neigt zur Indifferenz,und schlimm ist nicht das fachistoide Verhalten der Spanischen Zentraregierung-sondern die Gleichgültigkeit der Makrons,Merkels und Junckers.
Es ist eine Schande,wie dumm und unwissend diese Damen und Herren agieren.

17:36 von Hansix

ich finde es ist gerade das schöne in einer Demokratie
dass man anderen vorschreiben darf, was Unfug ist
und wie die ihr Glück und den Weg dazu, zu finden haben :-)

Provokation

Die Provokation geht meines Erachtens von den Separatisten aus, die keine Gelegenheit auslassen, sich ins Gespräch zu bringen und sich provoziert zu geben in einer Phase wo es zunehmend Annährung gab. Dies ist ja offensichtlich eine Geste der Versöhnung der Zentralregierung.

18:00 von karlheinzfaltermeier

ja die Verfassung
blöd, dann müssen die, unter anderem, ihren König für alle Zeit behalten
und allen anderen Schrott der sich in 100 ... 100.000 Jahren als überholt darstellt

Sie ist eben die spanische Regierung

@ Jayray:
Wie soll man das als eine Annäherung verstehen? Man kann auch gleich sagen, euer Parlament ist uns Schnuppe, wir regieren euer Land!

Ja, das wollen wir doch hoffen. Natürlich regiert die spanische Regierung auch Katalonien. Sie übt die Regierungsmacht aus für ganz Spanien.

Am 21. Dezember 2018 um 17:56

Am 21. Dezember 2018 um 17:56 von Jayray
Die Spanische Zentralregierung will in Katalonien tagen
Wie soll man das als eine Annäherung verstehen? Man kann auch gleich sagen, euer Parlament ist uns Schnuppe, wir regieren euer Land!
///das ist falsch. In Spanien gibt es eine regionale Autonomie etwa wie Föderalismus in Deutschland///
Wo ist denn der verfassungsgemäße Umgang mit der Volksbefragung und dem Begehren danach?
/// es sollte Ihnen bekannt sein, dass kein Volksbegehren in ganz Spanien stattgefunden hat und die Verfassungsbrecher in Barcelona saßen///
Wo wird die politische Verfolgung von der spanischen Regierung thematisiert?
///es gibt keine politische Verfolgung; wohl aber Verfolgung von Rechtsbrechern ///

///Am 21. Dezember 2018 um

///Am 21. Dezember 2018 um 19:27 von Sisyphos3
18:00 von karlheinzfaltermeier
ja die Verfassung
blöd, dann müssen die, unter anderem, ihren König für alle Zeit behalten
und allen anderen Schrott der sich in 100 ... 100.000 Jahren als überholt darstellt///
.
Das ist Quatsch. Selbstverständlich kann auch eine spanische Verfassung geändert werden.

Die Separatisten schaffen es,

Die Separatisten schaffen es, ein ehedem prosperierendes, friedliches Katalonien ins Chaos zu stürzen. Dabei haben sie nach den letzten Wahlergebnissen nur ca. 47 % des Volkes hinter sich. Damit kann man keinen eigenen Staat machen. Gegen 53 %. Torra hat erklärt, er wolle das " Slowenische Modell ", also mit Krieg und Blutvergiessen. Unverantwortlich . Ich habe viele Jahre in Barcelona gearbeitet. Leider ist es so dass seit 30 Jahren die Kinder in den Schulen von Scharfmachern indoktriniert werden. Das Ergebnis sieht man heute auf den Strassen. Wie beim Brexit. Populisten verführen mit Lügen grosse Teile des Volkes. Der Katzenjammer wird folgen, hier wie dort.

Wenn eine Teil-Region im Staatenverbund

nicht zufrieden mit den System Strukturen ist, dann kann man für die nicht zufriedene Region Verbesserungen erarbeiten. Man kann natürlich auch nichts tun und sagen: Es ist das Land des Königs und die Untertanen haben zu folgen. So funktioniert keine Kooperation in einer Demokratie.

Das Recht auf Selbstbestimmung ist Völkerrecht

https://www.ara.cat/en/The-consensus-Pedro-Sanchez-calling_0_2145385524....
Nach einer Umfrage im Dez wollen 80.4% der Katalanen ein paktiertes Referendum, um die Situation zu klären. 78,1% sind gegen die lange Untersuchungshaft der Politikerinnen und Bürgerrechtler und 77.5% glauben- wie auch unser Oberlandesgericht Schleswig Holstein, Gerichte in Belgien und die Schweizer Regierung, dass der Vorwurf der "Rebellion" ungerechtfertigt ist. Auch sind laut Art 10 und Art 96 der spanischen Verfassung internationale Verträge konstitutiv für das nationale Recht. Menschenrechte/ Grundrechte sind in Übereinstimmung mit den von Spanien unterschriebenen internationalen Verträgen auszulegen.
Das Völkerrecht der Selbstbestimmung hat sich weit über die Dekolonialisierung hinaus entwickelt. Einem Volk das Recht auf Selbstbestimmung zu verweigern und ihm die Rechtmäßigkeit eines Referendums abzusprechen verletzt Artikel 1 des auch von Spanien ratifizierten Internationalen Paktes ICCPR.

Hat sich die Riesengeldausgabe gelohnt?

Hat es sich gelohnt, mit 9000 Polizisten und Paramilitärs und Kosten von bis zu einer Million eine Veranstaltung zu sichern?, die Folgendes ergibt: Die Regierung in Madrid benennt den Flughafen neu (ohne die katalanische Regierung in die Entscheidung einzubeziehen)- der Flughafen hat aber Infrastrukturprobleme, keine Namensprobleme. Die Verurteilung und Erschiessung vom katalanischen Präsidenten Lluís Companys durch Franco wird verurteilt. Das hat a) keinen legalen Effekt, da es durch den obersten Gerichtshof stattfinden müsste und b) hat es die span. Regierung schon 2009 getan.
Die versprochenen 112 Million Unterstützung für Infrastruktur ist eine Bestätigung von Geldern die schon vor 10 Jahren versprochen wurden aber noch nicht geflossen sind...also much ado about nothing.... Dialog sieht anders aus...

@Caro aus Hamburg 21.42

den Pakt ICCPR kenne ich nicht. Aber eine spanische Regierung, die einen Pakt ratifiziert, der die eigene Verfassung außer Kraft setzt, wäre mit dem Klammerbeutel gepudert und ein Fall für die spanische Staatsanwaltschaft, wenn nicht für Psychiater.

@ Oskar.spd @ Werner40

@ Werner 40
Nein, die Spanier müssen mit dieser Verfassung nur so lange Leben, bis sie eine neue verabschieden. Bis dahin gilt aber die 1978 verabschiedete, die allen Spaniern die gleichen Freiheitsrechte garantiert. Das Recht auf einseitige Abspaltung einer Comunidad autónoma gehört aber nicht dazu. Das ist in Deutschland übrigens nicht anders.
@ Oskar.spd
Was die Rolle Kataloniens bzw. Barcelonas im Bürgerkrieg angeht, verstehe ich Ihre Argumentation nicht. Der Bürgerkrieg endete mit der Kapitulation der letzten und wichtigsten Hochburg der Republikaner. Und das war Madrid. Aber wahrscheinlich sind Sie auch der katalanischen Propaganda aufgesessen, die so tut, als hätte im Bürgerkrieg das republikanische Katalonien gegen das frankistische Madrid gekämpft und verloren. Aber es ist ja ein internationales Phänomen, dass es Extremisten jeglicher Couleur mit den Fakten nicht so genau nehmen.

Katalanisch soll verboten werden

Leider weiss man in DLD wenig über Spanien bzw. Katalonien, anders würde man doch anders denken 1) Rivera will die Sprachpflicht des Katalanischen für Beamte in Katalonien aufheben. 2) Ein Katalane hat im Sept. 2016 eine Busse von 601 Euro bekommen weil er am Flughafen von Barcelona Katalanisch mit der Polizei sprach. Etwa so wenn in Tegel nicht mehr Deutsch sprechen dürfte. 3) Rivera will TV3 "besser kontrollieren" weil der Sender eine ihn nicht genehme Meinung hat. Etwa so wenn Merkel sagt, dass der WDR nichts taugt.

RE:Rolf US

Lieber Rolf,was sie sagen stimmt einfach nicht!
Madrid hat als letzte Stadt kapituliert,weil Madrid damals eine andere Bedeutung hatte.
Sie wissen genau,dass nicht Madrid heute als Stadt,mit Madrid als Hauptstadt gleichzusetzen ist.Und vor dem Buergerkrieg und während des Buergerkrieges hat Madrid ,vor allem die Bevoelkerung durchaus meine Sympathie!
Aber das aendert doch nichts an der. Rolle der Zentralregierungen,damals und heute,und vor allem nichts an dem Francoregime,welches die weitgehend von Katalanen bestimmte demokratisch gewählte Regierung niedergemetzelt hat.Der Buergerkrieg ist auf groessten Widerstand in Katalonien gestoßen.Und das Gemetzel endete grausam-mit einer Diktatur bis in die Siebziger Jahre.Und Franco hasste die Katalanen,sowie viele Spanier heute wieder die Katalanen hassen.Und diese Form von Geschichtsvergessenheit der Spanier macht mich wuetend.Aznar ,Rayoi ,Rivera binden der Bevoelkerung einen Baeren auf.Das erkennen sogar die Andalusier in Katalonien

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