Ihre Meinung zu: Peking will sich keine Reformen diktieren lassen

18. Dezember 2018 - 14:56 Uhr

Chinas Präsident Xi hat davor gewarnt, seinem Land Reformen diktieren zu wollen. Zum 40. Jahrestags der wirtschaftlichen Öffnung sparte er nicht mit nationalistischen Tönen. Von Benjamin Eyssel.

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Kommentare

Wen bitte interessiert dieses Thema

Warum ist chinesische Innenpolitik heute das Top Thema in der TS?

Peking will sich keine Reformen diktieren lassen

Ich sags mal mit Loriot "Ach".

Wer hätte das gedacht.
Ich hoffe nicht, dass Teile des "Wertewestens" geglaubt haben China etwas vorschreiben zu können.

Nicht diktieren

Genau,das ist auch richtig so.
Wir wollen ja auch nicht von anderen etwas diktiert bekommen-also sollten wir uns zurück halten

Verständlich

Das ist ja wohl verständlich, daß man sich ungern von anderen diktieren lässt, vor allem, wenn man eine eigene souveräne Nation ist.
Ich frage mich sowieso öfter, wieso die westlichen (guten) Nationen meinen, sie hätten anderen (noch nicht guten) Nationen zu erklären, wie es wo langgeht.
Wer hat eigentlich festgestellt, daß unser Weg der allein richtig und seeligmachende ist?
Und dann bitte mal kurz überlegen:
China mit knapp 1,5 Milliarden Menschen - wie soll man so ein Land überhaupt regieren als Ganzes? Ich ziehe meinen Hut vor dieser Leistung. Denn das ist eine Glanzleistung, besonders nach dem totalen Disaster von Mao.
China hat Millionen Leute aus der bitteren Armut herausgebracht, keine Kriege angezettelt.
Und wir haben nichts anderes zu tun, als möglichst harte Konfrontation zu suchen? Könnten wir nicht endlich mal einen neuen Weg beschreiten? Gemeinsam vielleicht?
Menschenrechte? Da muss China noch schwer nachholen, aber haben wir nicht alle irgendwo Nachholbedarf?

Heuchler

Das Handeln der Kommunisten Chinas sieht leider anders aus als offiziell verkündet wird:

"Auf dem Weg nach vorne müssen wir Frieden, Entwicklung und Kooperation hochhalten. Ebenso wie unsere Außenpolitik, die Weltfrieden und gemeinsamen Fortschritt zum Ziel hat."

Was ist mit dem Südchinesischen Meer, wo China extrem agressiv auftritt und Militärstützpunkte errichtet?

"Wir müssen daran arbeiten, neue internationale Beziehungen aufzubauen, die Respekt, Fairness, Gerechtigkeit und Zusammenarbeit befördern, von der alle profitieren."

Was ist mit den Krediten, welche China, anderen Ländern aufdrängt und diese nicht mehr zurückzahlen können? Sri Lanka musste deshalb der VR China seinen größten Hafen überlassen (siehe ARD Weltspiegel vom 3.6.2018)

Kommentar

"Dass die brutale Politik der Regierung vor allem in den 1950-er und 1960-er Jahren viele Menschen erst verarmen und hungern ließ, verschwieg Xi jedoch."

Nicht ganz richtig. Die Massenverelendung und Hungerkatastrophen kulminierten bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jhrs.

Und auch wenn die 50er bis 60er Jahre kein Zuckerschlecken auch besonders der schweren Hungerskatastrophe wegen waren, ging es den meisten Chinesen insbesondere auf dem Land doch etwas besser als vorher.

Schöner Artikel

Es ist wichtig zu sehen, dass in China genauso mit Nationalismus und Protektionismus geheuchelt wird wie in den USA, in Teilen Europas und auch in Nahost. Korruption hat ein leichtes Spiel, wenn jeder Versuch, Änderungen vorzuschlagen, mit "wir lassen uns nichts vorschreiben" weggewischt werden kann.

Leider fallen bis heute immer noch sehr viele Menschen auf diese billige Rhetorik herein, obwohl inzwischen eigentlich jedem klar sein müsste, dass Politik komplizierter ist und dass im Hintergrund ganz andere Dinge ablaufen, die mit Nationalismus und Protektionismus nichts zu tun haben.

Fleissige Chinesen

und wenn man die Geschichte der Welt so betrachtet, dann gab und gibt es zu viele Staatsverwalter, die immer noch auf Raub und Ausbeutung fremder Völker aus sind. Von Kriegen ganz zu schweigen, die eine Wirtschaft in Gang halten sollen.

Mir ist die geistige und moralische Einstellung der Chinesen lieber als die räuberische Einstellung in manchen westlichen "Wertegemeinschaften" die den Irak überfallen und beraubt haben, sich in Afghanistan militärisch tummeln um die dortigen Rohstoffe billigst in die Hände zu bekommen etc. etc. Noch Fragen ?

Ich habe Achtung vor den Chinesen und sehe, wie die mit Afrika Handel treiben und die Länder Afrikas auch noch im Aufbau und der Entwicklung fördern. Von manchen anderen Staaten kenne ich nur Zerstörung.

>>Peking will sich keine

>>Peking will sich keine Reformen diktieren lassen<<

Das wird ihnen DT dann schon erzählen (oder auch nicht). Müssen wir uns gar nicht drum kümmern …

Aufholjagd .......ungebremst !

Der gelbe RIESE wird eines Tages zwingend d. USA überholen , das ist das Trauma d. USA , nicht mehr der Leader zu sein.
Der globale Handel sowie
d. herrschenden Währungskonstellationen
werden sich gravierend ändern .
Verlierer in d. Wettstreit wird d. USa sein ,
es sei denn, es wird d. militärische Variante gespielt .
Aber auch da wird China aufholen .

14:10 von jukep

war nicht unser präses gerade erst im reich der mitte? vielleicht ist das die direkte antwort auf seine wünsche, empfehlungen und forderungen

Nationaler Kommunismus

Kommunismus ist ursprünglich von Karl Marx als international und solidarisch gedacht. Dass ein kommunistisches Regime nationalistisch und kapitalistisch werden könnte, ist eine Pervertierung, die ursprünglich nicht vorgesehen war.

RoyalTramp @ 14:24

"Und auch wenn die 50er bis 60er Jahre kein Zuckerschlecken ... waren"

Dies ist extrem zynisch. Wissen Sie wieviele Millionen Menschen während des "Großer Sprung nach vorn" und der Kulturrevolution entweder verhungert sind oder gefoltert und umgebracht wurden? Mit 45 Millionen Toten handelte es sich um die größte Hungerkatastrophe der Menschheit!
Diese Verbrechen der chinesischen Kommunisten wurden bis heute in China nicht aufgearbeitet (wen wundert's).

Verzicht auf gegenseitige Vorschriften

@ jukep:
Ich hoffe nicht, dass Teile des "Wertewestens" geglaubt haben China etwas vorschreiben zu können.

Nein, nicht so lange der "Werteosten" uns auch nichts vorschreiben möchte, z.B. Zensur und Überwachung der Bürger.

Lim2010 @ 14:32

"Ich habe Achtung vor den Chinesen und sehe, wie die mit Afrika Handel treiben und die Länder Afrikas auch noch im Aufbau und der Entwicklung fördern. Von manchen anderen Staaten kenne ich nur Zerstörung."

Kennen Sie den Preis, den diese Länder für die angegebliche Förderung durch das kommunistische China bezahlen: Totale Verschuldung und damit totale Abhängigkeit.

Wir bestehen auf die Einhaltung der Menschenrechte

@ Petterson:
Ich frage mich sowieso öfter, wieso die westlichen (guten) Nationen meinen, sie hätten anderen (noch nicht guten) Nationen zu erklären, wie es wo langgeht.

Richtig. Lediglich die Einhaltung der Menschenrechte sollten wir von der kommunistischen Führungs-Clique nachdrücklich und immer wieder verlangen.
Inhaftierung niemals nur wegen abweichender politischer Ansichten, Recht auf Anwalt, Recht auf faires Verfahren, usw.

Lieber Demokratie oder lieber Diktatur?

@ Petterson:
Und dann bitte mal kurz überlegen:
China mit knapp 1,5 Milliarden Menschen - wie soll man so ein Land überhaupt regieren als Ganzes?

Demokratisch sollte das doch leichter sein, als diktatorisch. Oder meinen Sie etwa die Diktatur wäre besser und effektiver? China hat die Demokratie ja noch nie ausprobiert. Feudale Strukturen sind ja geradewegs in eine Parteiendiktatur übergegangen. Gut, dazwischen gab es Stationen der Schreckensherrschaft. Aber die Demokratie hat man ja nie probiert.

harry berlin

was ist da so verwunderlich?
Sozialismus bedeutet, daß viele für wenige arbeiten. Und das jeder Anteil am Nichts hat. Kommunismus bedeutet, daß viele für wenige arbeiten und nur hart genug arbeiten zu müssen, um nicht Nichts zu haben.
Im Grunde genau das Gleiche. Nur im Kapitalismus wird die Ausbeutung nicht zur Staatsform erklärt.

Entwicklungshilfe kommt nur aus Europa

@ Lim2010:
Ich habe Achtung vor den Chinesen und sehe, wie die mit Afrika Handel treiben und die Länder Afrikas auch noch im Aufbau und der Entwicklung fördern. Von manchen anderen Staaten kenne ich nur Zerstörung."

Wirkliche und solidarische Entwicklungshilfe gibt es nur von Europa. Die chinesische Einmischung in Afrika ist immer auf die Sicherung von Ressourcen und die ökonomische Dominanz gerichtet.

Kontinentaldrift?

@ Don-Corleone:
Der gelbe RIESE wird eines Tages zwingend d. USA überholen

Bei was überholen? Wie meinen Sie das?

Dann kann man ja auch schweigen

@ Hanno Kuhrt:
Wen bitte interessiert dieses Thema

Hier. Mich interessiert es.

re Superschlau: Sozialismus?

„Sozialismus bedeutet, daß viele für wenige arbeiten.“
Wenn das ein Bonmot sein soll, dann verstehe ich das nicht. Fallen Ihnen solche Sprüche spontan ein oder gibt es die irgendwo nachzulesen?

„Nur im Kapitalismus wird die Ausbeutung nicht zur Staatsform erklärt.“
Was verstehen Sie denn nun wieder unter „Kapitalismus“, wenn Sie damit „keine“ Staatsform meinen?

@SUPERSCHLAU

Da ist ein Fehler reingekommen:

was ist da so verwunderlich?
Sozialismus bedeutet, daß viele für wenige arbeiten. Und das jeder Anteil am Nichts hat. KAPITALISMUS bedeutet, daß viele für wenige arbeiten und nur hart genug arbeiten zu müssen, um nicht Nichts zu haben.
Im Grunde genau das Gleiche. Nur im Kapitalismus wird die Ausbeutung nicht zur Staatsform erklärt.

@ 15:06 von harry.berlin

In Indien gibt es Demokratie und da geht es den Ärmsten viel schlechter als denen in China. Das Kastenwesen ist defacto vorherrschend, Umweltverschmutzung gravierender ebenso wie die Korruption. Ganze Volksgruppen sind in Indien abgehängt. Ist das ihre Blaupause? Demokratie ist keine Universallösung für die Probleme der Welt

Alte Bäcker-Regel: 's Zehnerle und 's Weckle

China verhält sich gut schwäbisch: "Älls zu mir" - für China nur die Rosinen. Aber das geht nur auf Kosten anderer: Die sollen ihre Märkte aufmachen, sollen mit ihrem KnowHow nach China gehen, damit abgekupfert und kopiert werden kann. Aber diese Einseitigkeit lässt sich der Westen nicht ewig bieten. China wird stark, tritt aus dem Schatten eines Entwicklungsstaates heraus, holt technologisch auf und kommt auf Augenhöhe - also müssen sie auch auf Augenhöhe agieren. Wirtschaftlich und in absehbarer Zeit auch politisch. Auch die Chinesen werden sich die Drangsal nicht ewig bieten lassen.

Nun, die Staatsform bei Uns

Nun, die Staatsform bei Uns ist doch immer noch Demokratie.
Und schaut man sich die ganzen Ostländer so an, war die Bevölkerung bitter arm, während die Obermacker, die ja keine Diktatoren waren, in Saus und Braus lebten.
Bei Uns sitzen die Obermacker nur wo anders. Aber halt nicht direkt in der Regierung.

14:07 von Hanno Kuhrt

Mich - aber Sie warten sicher schon auf die fünf täglichen Meldungen zur amerikanischen Innenpolitik.

Peking will sich keine Reformen diktieren lassen...

Was ist die Bilanz ? Einige hundert Millionen wurden aus der Armut geholt.Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.Und das aus früherer kolonialer Abhängigkeit.
Und immerhin ist das Seidenstraßen-Projekt,die Eurasische Vernetzung,die Shanghai-Kooperation zur Hoffnung etlicher Länder der dritten Welt in Asien,Afrika und sogar Osteuropa geworden.Sehr zum Missfallen der Platzhirsche.
Übrigens ist die Arbeiterschaft dort sehr streikfreudig.

Bitte nicht den Anwalt der Diktatur spielen

@ guerillero:
In Indien gibt es Demokratie und da geht es den Ärmsten viel schlechter als denen in China. Das Kastenwesen ist defacto vorherrschend ...

Ist Ihnen denn nicht bewusst, dass das uralte feudalistische Kastenwesen mit der Demokratie überhaupt nichts zu tun hat? Außerdem finde ich es schon sehr bedenklich, wenn versucht wird, Armut als Argument gegen die Demokratie zu missbrauchen.

Wenn Sie hier loslegen, einen Stab für die Diktatur zu brechen, dann laufen Sie Gefahr, dass Ihre Argunmentation von niemandem mehr ernst genommen wird.

Ich finde es komisch, in einem demokratischen Land zu leben und so zu sagen vom bequemen Sofa aus der Diktatur das Wort zu reden.

Planwirtschaft

Die Bevölkerungszahl Chinas schwankte vor der Revolution über sehr lange Zeit zwischen 400 und 500 Millionen. Die starken Schwankungen waren den Bürgerkriegen und den Hungersnöten geschuldet.
Erst die Machtübernahme der Kommunisten beendete diese katastrophale Situation: bis 1980, - also innerhalb von nur 30 Jahren stieg die Bevölkerungszahl dank der sozialistischen Wirtschaftsweise auf über 800 Millionen an. Diesem zu schnellen Bevölkerungswachstum begenete man mit der Einkindpolitik, die die wirtschaftliche Entwicklung stabilisierte. Heute ist China in der Lage, diese Politik aufzugeben- bei einer Bevölkerungszahl von 1,3 Milliarden. Heute ist China das wichtigste Land der Erde, - dies demnächst auch wirtschaftlich. Planwirtschaft ist halt dem maroden Kapitalismus überlegen.

Für niemanden

@ Superschlau:
KAPITALISMUS bedeutet, daß viele für wenige arbeiten ...

Ich arbeite für mich und beute auch niemanden aus. Kapitalismus bedeutet auch Freiheit von Bevormundung und das Recht, mich selbständig zu machen.

Hier ein Streikchen, da ein Streikchen

@ Bernd Kevesligeti:
Übrigens ist die Arbeiterschaft dort sehr streikfreudig.

Na und? Jedes Staatsgebilde toleriert Streik, wenn er sich im Rahmen hält und es nur um ein paar Prozentpünktchen geht. Sollte es aber um ein Aufbegehren gegen Korruption, Gängelung und Zensur der Einheitspartei gehen, sprechen wir uns wieder.

@ Bernd Kevesligeti um 15:46

"Einige hundert Millionen wurden aus der Armut geholt".

Zu welchem Preis? 45 Millionen Hungertote? Zerstörung über Jahrhunderte gewachsener sozialer Beziehungen? Totale Überwachung?

"Und immerhin ist das Seidenstraßen-Projekt,die Eurasische Vernetzung,die Shanghai-Kooperation zur Hoffnung etlicher Länder der dritten Welt in Asien,Afrika und sogar Osteuropa geworden"

Zu welchem Preis? Verschuldung? Abhängigkeit? Zerstörung der lokalen Ökonomie? Hoffnung von ein paar Wenigen auf immense Gewinne?

Paschalisierungsrekord

@ Bigbirl:
Heute ist China das wichtigste Land der Erde, - dies demnächst auch wirtschaftlich. Planwirtschaft ist halt dem maroden Kapitalismus überlegen.

Pauschaler gehts nimmer. Da ich mich auf solche Plattitüden ungern einlasse nur die behutsame Anmerkung, dass die chinesische Planwirtschaft genau nach den Regeln des Kapitalismus funktioniert (inklusive Multimilliardäre und Lohnsklaven) und dass auf der anderen Seite ein Kapitalismus ja nicht zwangsläufig marode sein muss.

@ Bigbirl um 15:48

"also innerhalb von nur 30 Jahren stieg die Bevölkerungszahl dank der sozialistischen Wirtschaftsweise auf über 800 Millionen an"

Es wären sogar noch mehr gewesen wenn die Kommunisten nicht Zigmillionen hätten verhundern lassen.

"Heute ist China das wichtigste Land der Erde, - dies demnächst auch wirtschaftlich. Planwirtschaft ist halt dem maroden Kapitalismus überlegen."

Dafür gibt es keinen Beweis. Die Anziehungskraft der westlichen Kultur und Lebensweise auch in China ist ungebrochen. Und die Menschen aus der dritten Welt zieht es nicht in das kommunstische China sondern in das kapitalistische Europa und in die kapitalistische USA.

@ 15:47 von harry.berlin

Ja, aber warum gelingt es trotz Demokratie nicht diese Strukturen aufzubrechen? Warum ist du Korruption trotz Demokratie in Indien so hoch?
Demokratie ist doch kein Selbstzweck. Wenn es den Menschen in einer Demokratie besser geht schön, wenn es den Menschen in einer Diktatur besser geht auch schön.
Es hat doch keinen Sinn zu sagen du hast jetzt Demokratie, wenn du verhungerst, dann kannst du nächstes mal jemand anders wählen und hast das Recht dich bis dahin frei zu äußern und zu beschweren.

@ Bigbirl

Heute ist China das wichtigste Land der Erde, - dies demnächst auch wirtschaftlich. Planwirtschaft ist halt dem maroden Kapitalismus überlegen.

Entweder Sie wohnen in China und profitieren mit, dann gönne ich Ihnen den Triumph. Oder Sie wohnen in Europa, dann frage ich mich, woher der Frust über die eigene europäische Seite kommt.

Nach der Freiheit nach aussen

Nach der Freiheit nach aussen ( Handel ) braucht China jetzt dringend auch Freiheit nach innen. Sollte es der kommunistischen Machtelite gelingen, die Bevölkerung mit totaler Überwachung langfristig weiterhin in einer Filterblase leben zu lassen, dann hätten die globalen Bestrebungen für Demokratie und Menschenrechte eine große Niederlage erlitten. Mit dem derzeitigen Kurs provoziert Xi und die KP u.U. eine erneute Revolution.

"Ich arbeite für mich und

"Ich arbeite für mich und beute auch niemanden aus. Kapitalismus bedeutet auch Freiheit von Bevormundung und das Recht, mich selbständig zu machen."

Sie müssen ja Niemanden ausbeuten. ABER: Sie dürfen es.
Ein kleiner Unterschied zum Sozialismus, denn dort muss man erst in ZK kommen, um Ausbeuten zu können.

Und im Grunde werden wir über die Steuern alle abkassiert und rasiert. Die Unterschiede sind also marginal

@ 15:51 von harry.berlin

In China kann man sich auch selbständig machen. Ich habe das Gefühl sie haben keine Ahnung wie es in China wirklich ist. Die Regierung hat sehr hohen Zuspruch und das hat auch seine Gründe.

@harry.berlin

Ich arbeite für mich und beute auch niemanden aus. Kapitalismus bedeutet auch Freiheit von Bevormundung und das Recht, mich selbständig zu machen.

Also entweder ein Ein-Mann-Unternehmen oder ein Betrieb der faire Löhne und Gewinnbeteiligungen zahlt, so dass die Angestellten wirklich das bekommen, was sie auch verdienen. Beides ist im Kapitalismus eher eine Ausnahmeerscheinung. In der Regel hat ein Unternehmer Angestellte, auf deren Arbeitskraft der Betriebsgewinn zum größten Teil beruht - und trotzdem streicht der Unternehmer (wie gesagt in der Regel) ein Vielfaches des Lohnes seiner Angestellten ein.

Peking misst mit zweierlei Maß

Lieber erklärt die chinesische Führung anderen Staaten, was sie zu tun und zu lassen haben. Da misst Peking mit zweierlei Maß.

re von elcondorpasa

Mit Hungertoten ist da aber nichts mehr,daß wurde doch längst überwunden.
Und zum Seidenstraßenprojekt:Es sind doch gerade chinesische Banken,wie die Bank für Investition und Infrastruktur,die offensichtlich ein anderes Gebaren haben als Weltbank/IWF mit ihren harten Auflagen.Verschuldet sind Entwicklungsländer eher bei den letzteren.

Vergleichbarkeiten.

"Das Land spreche zwar von Marktöffnung, praktiziere diese aber nicht wirklich."

Das hat China mit dem Westen gemein. Auch hier wird Marktöffnung gerne propagiert und von anderen verlangt, während man selbst Handelszugänge beschränkt.

Auch das Verschweigen der durch die eigene Politik bis heute "produzierten" Opfer hat die chinesische Führung mit dem Führungspersonal westlicher Staaten gemein.

In einem Punkt hat Xi aber unrecht: Auch China müsste sich von demokratischen UN Kritik gefallen lassen und im Wiederholungsfall daraus folgende UN-Sanktionen akzeptieren.

Wie alle Staaten.

In einer normalen Welt.

Ich glaube,.....

es war heute in der TS, in der ein Afrikaner bittere Klage über die ach so gelobten chinesischen Investitionen und Wirtschaftspolitik führte, indem er daraauf hinwies, daß der Großteil der Wertschöpfung nach China fließe und nur ein Bruchteil in Afrika verbleibe. Anders als der "böse" Westen hat die chinesische Führung keine Skrupel sich auch mit korrupten Regimen zu arrangieren. Freie Medien in jeder Form zu verhindern hat schon seine Vorteile, gell?

Die

Aussagen Xis zeigen, dass Trump Recht hat mit seiner Zoll-Politik gegenüber China.

Öffnung...

...verbunden mit einer Drohung. So reagieren nunmal Diktaturen. Nur kann sich China sicher sein, dass aus dem Westen nur Worte kommen und keine Taten folgen. Warum? Dreht man jeden Artikel im Einzelhandel um, steht mit schwarz gedruckter Schrift geschrieben „Made in China“. Warum also sollte der Westen dieses Billiglohnland riskieren?! Fatal! China bestimmt mittlerweile direkt Großteile asiatischer und australischer Politik und der hiesige Einfluss auf Europa ist bereits in Ansätzen zu spüren. Wie sagte einst DER Naoleon? „China ist ein schlafender Löwe, laßt ihn schlafen!
Wenn er aufwacht, verrückt er die Welt!“. Ich bin davon überzeugt, dass Europa und seine Regierungen dem in keinster Weise bewusst sind. Na denn...

@ elcondorpasa

"Was ist mit dem Südchinesischen Meer, wo China extrem agressiv auftritt und Militärstützpunkte errichtet?"

Die Rede ist von Frieden. Das Gegenteil ist Krieg. China errichtet zwar milit. Stützpunkte im anrainenden Meeresteil, aber ein Krieg ist das nicht, und wenn doch, dann einer ohne jedwede zivilen Kollateralschäden, wie mir scheint. Also ein ziemlich merkwürdiger Krieg.

Und solange die USA in 116 Ländern aktuell ihre Soldaten stationiert haben, fühle ich mich durch China mit Sicherheit nicht bedroht.
Aktuell gibt es übrigens 18 größere bewaffnete Konflikte rund um den Globus. Und in 12 davon spielen die USA mit, CHina genau 0. China ist nun wirklich nur eine kleine Nummer, was das Gewaltpotential betrifft.

@ 16:23 von karlheinzfaltermeier

Man findet immer einen der was zu meckern hat. Haben sie unabhängige Untersuchungen gesehen die sich mit dem Thema beschäftigt haben? Wäre interessant und auch belastbarer was dabei raus kommt.

"Wir" gegen den Rest der Welt, was soll da Gutes bei rauskommen?

Xis wichtigstes Ziel ist offenbar, jegliche Fortschritte im eigenen Dienste (bzw. dem der KP) zu vereinnahmen und sie so zu "neutralisieren".

Bitte diese Textpassage nicht überlesen:

"Die Staats- und Parteiführung rühmte sich damit, durch die Öffnung Hunderte Millionen Menschen aus der Armut geführt zu haben. Dass die brutale Politik der Regierung vor allem in den 1950er- und 1960er-Jahren viele Menschen erst verarmen und hungern ließ, verschwieg Xi jedoch."

@rossundreiter

"Das Land spreche zwar von Marktöffnung, praktiziere diese aber nicht wirklich."

Das hat China mit dem Westen gemein. Auch hier wird Marktöffnung gerne propagiert und von anderen verlangt, während man selbst Handelszugänge beschränkt.

Da muss man aber ehrlicherweise sagen, dass gegen Chinas Protektionismus (Stichwort Joint-Venture-Zwang) selbst Trump ein Waisenknabe ist ....

re von karlheinzfaltermeier

Sie berufen sich auf "einen Afrikaner" ?
Aber doch nur,wenn der etwas gegen China sagt.Wenn ein Afrikaner was zur europäischen Handelspolitik(EPA) und zum europäischen Verhalten in Mali,Niger,Cote de Evoir,Tschad sagen würde,daß würde Sie doch nicht interessieren.

Der Import/Export und die Investitionen Chinas in Afrika ist übrigens seit den 2000er Jahren um das fünfzehnfache gestiegen.

Herrliches Zitat:

"Niemand ist in der Lage dem Chinesischen Volk zu diktieren, was zu tun und was zu lassen ist" - Chinas Präsident Xi Jinping, der dem Chinesischen Volk diktiert, was zu tun und was zu lassen ist.

@ elcondorpasa

Mit Zahlen sollte man vorsichtiger umgehen. Es gibt keine genauen Zahlen zur Hungerkatastrophe 1958-1961. Vermutungen gehen von 15 bis 45 Mio.
Dass die westl. Darstellungen diese Zahl gerne nach oben übertreiben, um das Mao-CN als besonders dämonenhaft darzustellen, & die chin. Seite diese gerne nach unten untertreibt, um die eigene Politik nicht kritisch zu hinterfragen... geschenkt!

Fakt ist: Derlei Hungerkatastrophen hat es in CN in den letzten 200 Jahren gleich mehrfach gegeben, sowohl im kaiserl., als auch republ., als auch im komm. CN, also unabhängig vom polit. System!

Es ist übrigens umstritten, wie groß der Anteil des "Großen Sprungs" nach vorne an dieser Tragödie wirklich war, denn zwei Ernteausfälle aufgrund von Trockenheit einerseits & schlechter Witterung andererseits hätten in jedem Entwicklungsland zu einer derartigen Katastrophe geführt. Der Sprung hat sie wohl begünstigt, aber verursacht hat er die Katastrophe nicht.

Übrigens: Grüße von meiner chin. Familie.

@ harry.berlin

"Demokratisch sollte das doch leichter sein, als diktatorisch."

Die Chinesen sind von Natur aus Chaoten. Demokratie wäre da tatsächlich sehr gefährlich. Und ein zweites Indien erscheint auch nicht gerade erstrebenswert.

richtig so

Unser System hat viele Schwächen und kann auf viele Herausfordern keine Antwort mehr geben.
So oder so, wir brauchen ein neues Zusammenleben, das die Gier beseitigt, die Umwelt schützt, das Vermögen wieder besser verteilt und die Lohnkosten unter ein vernüftiges Niveau drückt.
So, wie es jetzt ist, gehts nicht weiter.

um 16:23 von

um 16:23 von karlheinzfaltermeier:
"
Anders als der "böse" Westen hat die chinesische Führung keine Skrupel sich auch mit korrupten Regimen zu arrangieren.
"

...wat 'ne schlechte Satire...

1. ohne den Westen gäbe es nicht so manches korrupte Regime - auch nicht in Afrika - denn der suchte sich in zig Ländern korrupte Leute & brachte die dann an die Macht

2.
ohne den Westen gäbe es nicht so manches korrupte Regime - auch nicht in Afrika - denn der schult die Soldaten von korrupten Regimen & gibt deren Soldaten Waffen.
Und diese bewaffneten & ausgebildeten Soldaten werden dann gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt - um die eigene Macht zu sichern

2.
ohne den Westen gäbe es nicht so manches korrupte Regime - auch nicht in Afrika - denn der liefert auch Bürgerüberwachungstools an korrupte Regime & schult deren Personal damit die möglichst schnell politisch "falsch Denkene" ausfindig & "dingfest" machen können -um die eigene Macht zu sichern

@ harry.berlin

"Ist Ihnen denn nicht bewusst, dass das uralte feudalistische Kastenwesen mit der Demokratie überhaupt nichts zu tun hat?"

Oha... also, wenn Indien für Sie keine Demokratie ist, dann ist für mich China keine Diktatur, DENN in China wird gewählt. Nur das weiß kaum einer. Verrückt, oder?

Das Wahlsystem funktioniert im Prinzip ähnlich dem der Wahlmänner in den USA, beschränkt sich aber auf innerbetriebliche Wahlausschüsse. Es werden also in jedem Betrieb, in jeder Fabrik Wahlmänner erkoren, die dann wiederum in Bezirks- oder Kreisausschüssen ihre Stimmen abgeben.
Dabei können vom örtlichen Parteikomitee vorgeschlagene Vertreter akzeptiert oder abgelehnt werden. Diese Vertreter wiederum entstammen den verschiedensten Strömungen innerhalb der KP, die eben kein monolithisches Gebilde ist, sondern eben eine Einheitspartei mit Positionen von links- bis rechtsaußen.

Mit Sicherheit ist China keine Demokratie in unserem Sinne, aber eine reine Diktatur sieht auch anders aus.

@ harry.berlin

"Ich arbeite für mich und beute auch niemanden aus. Kapitalismus bedeutet auch Freiheit von Bevormundung und das Recht, mich selbständig zu machen."

Insofern hat CN mit Kommunismus nicht viel zu tun. Der Bereich der Privat- & Schattenwirtschaft ist z.B. gewaltig. Gehen Sie durch die Straßen einer x-beliebigen chin. Stadt... da hat jede Familie mind. einen kleinen Laden. Sie können in China (als Chinese) jederzeit & überall ein eigenes Geschäft eröffnen. Man muss nur für umgerechnet ca. 50 € einen Gewerbeschein kaufen & das war es auch schon. Was Sie da dann verkaufen oder vertreiben... niemanden interessiert es, solange Sie die Gewerbesteuern bezahlen.

Ausnahme: Nahrungsmittelverkauf. Da kommt dann immerhin das Gesundheitsamt vorbei, checkt die Hygiene, & hängt eine Warntafel ins Geschäft (rot - gelb - grün). Aber kein Geschäft wird dicht gemacht, denn die Kunden sollen selber entscheiden, wo sie etwas essen wollen.

Versuchen Sie mal dagegen in D ein Geschäft zu eröffnen. Hölle!

@ gestört aber geil

"Entweder Sie wohnen in China und profitieren mit, dann gönne ich Ihnen den Triumph. Oder Sie wohnen in Europa, dann frage ich mich, woher der Frust über die eigene europäische Seite kommt."

Auch wenn sich der Kommentar nicht an mich richtete, möchte ich nur kurz entgegnen, dass es nicht der Frust über die eigene europ. Seite ist, die mich umtreibt, sondern der Frust, dass die europ. Seite ihre eigene Lebensweise permanent als die einzig glückseligmachende propagiert.

Ich halte es eher damit, was auch ein Vorredner bereits überspitzt andeutete: Wenn es den Menschen in einer Demokratie gut geht = schön! Wenn es den Menschen in einer Diktatur gut geht = auch schön!

Übrigens sollte man endlich weg von dieser unilinearen Logik, wonach "nur" die Demokratie ein Garant für Wohlstand und Reichtum sei. So ein Ammenmärchen glauben nur eher unbedarfte Gemüter.

Eine Diktatur lässt sich natürlich nicht selbst etwas diktieren

Das wäre wohl auch ein Treppenwitz. Bei allen wirtschaftlichen Abhängigkeiten kommt mir bei China aber eines immer zu kurz:
.
China ist und bleib vorerst eine menschenverachtende Diktatur. Die meisten "seltsamen" Hinrichtungen auf dieser Welt finden in China statt. Menschenrechte werden nicht nur mit Füßen getreten, sie werden zertreten und zerquetscht. China ist alles, aber kein "Partner" oder gar charmanter Riese aus Fernost.

China öffnet sich ja nicht,

sondern China öffnet andere Länder für sich.

@RoyalTramp

Übrigens sollte man endlich weg von dieser unilinearen Logik, wonach "nur" die Demokratie ein Garant für Wohlstand und Reichtum sei. So ein Ammenmärchen glauben nur eher unbedarfte Gemüter.

Ich wage sogar die These, dass es den Menschen in einer Diktatur besser geht - allerdings nur, wenn der Diktator ein absolut integrer, verantwortungsvoller, korruptionsresistenter und selbstloser Philantrop ist. Solche Herrascher gab es in der Geschichte immer mal wieder, aber sie sind äußerst selten.

Warum betone ich das trotzdem? Weil die Mehrheit eben nicht immer sachlich recht hat. Eine Demokratie, vor allem eine direkte Demokratie, ist anfällig für Populismus und sie ist geneigt, die Interessen von Minderheiten nicht zu beachten. Und sie kann per se nur dann funktionieren, wenn die Bürger ausreichend gebildet sind, um auch komplexe Sachverhalte durchdringen zu können. Insofern ist die Demokratie eben keine gute, sondern nur die bester aller schlechten Staatsformen.

@Royal Trump

nur sollte keiner in einer Diktatur durchblicken lassen, dass es ihm nicht gutgeht. Sonst erhält er eine ganz spezielle Wellnesskur.

Europas beste Antwort

auf Chinas Aufstieg ist die Beseitigung der Armut. Zum Vergleich, Annegret K. K. hat während der Regional-konferenzen gewarnt, dass in Deutschland 15Mio. Menschen
(ca. 18% aller Deut. ) von Armut bedroht sind. China will die letzten verbleibenden 40Mio. armen Menschen (ca. 3% aller Chin. ) bis 2020 aus der Armut holen. Wenn die Demokratie somit überleben soll, muss diese allgemeine Verarmung DRINGENDST beendet werden.

@elcondorpasa

Haben Sie denn eine Idee, wie die Bevölkerung von 500 Millionen auf 800 Millionen steigen konnte? Selbst wenn estatsächlich in einigen Regionen Chinas in dieser Zeit - wie üblich - zu Hungersnöten kam?
Und: gibt es jetzt Hungersnöte in China?

@ nelumbo

Dann kennen Sie aber die Chinesen kaum. Denn die meckern gerne den ganzen Tag lang. Über die Nachbarn, über das Komitee einer Wohneinheit & über die Politik & sogar die Politiker. Schauen Sie sich mal Onlineblogs an. & es wird Sie viell. überraschen: Keiner wird in CN wegen Meckerns eingesperrt!

Kritisch wird es, wenn jmd. klare Forderungen an die Politik formuliert, die darauf aus sind, die Omnipotenz der KP zu beschneiden. Aber auch da: Solange derjenige es als Einzelner tut, gibt es keine rechtl. Konsequenzen.
Problematisch wird es dagegen, wenn man sich mit anderen zusammentut & eine Art APO organisiert. Denn CN hat in seiner langen Geschichte genug tragische Erfahrungen mit derlei Bestrebungen gemacht, die fast immer in bürgerkriegsähnl. Zuständen mit unzähl. Toten eskaliert sind. Das will die Regierung unter allen Umständen bereits im Ansatz verhindern & reagiert entsprechend scharf.

Nicht schön, aber aus der Geschichte heraus verständlich. Daher auch der Zwang zur "Harmonie".

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