Ihre Meinung zu: Saudi-Arabien weist Resolutionen des US-Senats zurück

17. Dezember 2018 - 10:11 Uhr

Das saudi-arabische Außenministerium hat den USA eine "eklatante Einmischung" vorgeworfen. Zwei Resolutionen des US-Senats zur Tötung Khashoggis und dem Jemen-Krieg basierten auf falschen Behauptungen.

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Kommentare

ein erstaunlicher Wandel

Bisher störte sich niemand an den Rüstungsgeschäften oder den zehntausenden Toten im Jemen - weder die Politik, noch die Medien.

Aber wer sich zu Trumps Freunden zählen kann und dann auch noch mit dem Mord eines Journalisten in Verbindung gebracht wird, verliert schlagartig jegliche Unterstützung.

Wir sollten doch mit der Zeit

Wir sollten doch mit der Zeit gelernt haben das alles, was dem Motto "America First", im Weg steht von Mr. Trump ignoriert wird.
Hauptsache wirtschaftliche Verpflechtungen werden nicht beschädigt, das sind die Sorgen der US Administration.
Und ich glaube das ein Milliardenauftrag, aus Riad, für die USA Rüstungsindustrie und Mr. Trump ein rationeller Grund sind, so lapale Dinge, wie Menschenrechte und dergleichen, außer Acht zu lassen.
Und es wäre ja auch wirklich nichts neues, das so etwas passiert.
Wenn es um das liebe Geld geht, dann kann man ja schon einmal, oder zwei Mal, die Augen verschließen.
Und auch hier finde ich die Aufregung darüber eher geheuchelt als Wahr, denn die EU handelt nicht besser!

Resulution

und was ist mit Deutschland?
Denkt man wie Trump, weitere Waffenlieferungen, Menschenrechte egal?
Jemen, was kuemmert es uns?
Wir haben uns eine befristete Lieferstopp abgerungen - obwohl jeder weiss - es nuetzt nichts - da Rheinmetall ueber ihre "Toechter" auch weiterhin leifern.
Das es noch Amerikaner gibt, die die Wahrheit aussprechen, alle Ehre! und von mir erwartet.
Was machen wir? Was machen wir mit der Tuerkei? die nachweislich Menschen entfuehren und foltern.?
Ob die beiden Staaten sich gegenseitig hassen bedeutet nicht das beide massiv die Menschrechte missachten - jedoch von uns unterstuetzt werde.
Wo ist die Glaubwuerdigkeit?

Der übliche Diplomatensprech:

„eklatante Einmischung“, „innere Angelegenheiten“ (bei einem Mord in der Türkei???) etc. pp.
Diese Reaktion war doch so vorhersehbar, dass sie keine Nachricht darstellt: Informationsgehalt gleich null.

Mehr Toleranz für islamische Welt

„@09:53 von sosprach
Resulution
und was ist mit Deutschland?
Denkt man wie Trump, weitere Waffenlieferungen, Menschenrechte egal?
Jemen, was kuemmert es uns?“
Wenn man sich in der islamischen Welt umschaut, wird man feststellen, fast nirgends wird der (westlich geprägte) Menschenrechtskanon berücksichtigt.
Fast überall gibt es unschöne, teilweise militärische Einmischung.
Aber wollen wir aufhören mit dieser Welt Handel (im Zweifel auch mit militärischen Gütern) zu treiben? Ich denke, das wäre ziemlich respektlos.
Also mein Vorschlag: verbal abrüsten und mehr Respekt und Neugier für die Umgangsformen dieser so anderen Welt entwickeln.

Deutschland muss

nicht großartig Luft holen, Artikel gestern auf ntv lesen hilft da allseitig.
" Mehr Bürgschaften, mehr Ölimport Deutschland stärkt Handel mit Saudi-Arabien"

Wir unterstützen doch solche Staaten ganz prima, wobei wir nach Außen aber lieber anders erscheinen wollen.
Fassade ist immer eine Sache, die Wirklichkeit eine ganz andere.

@10:31 von zöpfchen

Ihr Vorschlag ist amüsant. Denn er bedeutet, dass wir solchen Ländern mit neugierigem Nichtstun begegnen. Neugierig sind wir ja schon lange, z. B. darauf, wie Mohammed bin Salman seinen Mordauftrag eingefädelt hat. Sie fordern mehr Respekt? Wie soll man solchen Schurkenstaaten respektvoll begegnen?

Die Politik der Diktatur SaudiArabien

hat noch keinen US-Präsidenten gestört. Die grausame Diktatur im Land durch die Herrscher-Familie, die vielen öffentlichen Hinrichtungen, die weltweite Ausbreitung der radikalen Version des Islam, die Einmischung in andere Länder, etc war nie ein Thema für Obama, Clinton, Bush, usw. Trump ist einfach nur ehrlicher als seine Vorgänger, wenn er offen sagt: Unsere Geschäfte sind uns wichtiger.

10:31, zöpfchen

>>Mehr Toleranz für islamische Welt
„@09:53 von sosprach
Resulution
und was ist mit Deutschland?
Denkt man wie Trump, weitere Waffenlieferungen, Menschenrechte egal?
Jemen, was kuemmert es uns?“
Wenn man sich in der islamischen Welt umschaut, wird man feststellen, fast nirgends wird der (westlich geprägte) Menschenrechtskanon berücksichtigt.
Fast überall gibt es unschöne, teilweise militärische Einmischung.
Aber wollen wir aufhören mit dieser Welt Handel (im Zweifel auch mit militärischen Gütern) zu treiben? Ich denke, das wäre ziemlich respektlos.
Also mein Vorschlag: verbal abrüsten und mehr Respekt und Neugier für die Umgangsformen dieser so anderen Welt entwickeln.<<

Und wieder gießen Sie kübelweise kulturrelativistisch verbrämten Hohn aus.

Ein Ärgernis.

10:55, wenigfahrer

>>Deutschland muss
nicht großartig Luft holen, Artikel gestern auf ntv lesen hilft da allseitig.
" Mehr Bürgschaften, mehr Ölimport Deutschland stärkt Handel mit Saudi-Arabien"

Wir unterstützen doch solche Staaten ganz prima, wobei wir nach Außen aber lieber anders erscheinen wollen.
Fassade ist immer eine Sache, die Wirklichkeit eine ganz andere.<<

Es hat nicht unbedingt mit Unterstützung eines Landes zu tun, wenn man mit ihm Handel treibt.

Wenn Deutschland nur mit Ländern Handel treiben würde, deren Menschenrechtsbilanz akzeptabel ist, dann blieben nur wenige übrig.

11:10, B. Goldmann

>>Die Politik der Diktatur SaudiArabien
hat noch keinen US-Präsidenten gestört. Die grausame Diktatur im Land durch die Herrscher-Familie, die vielen öffentlichen Hinrichtungen, die weltweite Ausbreitung der radikalen Version des Islam, die Einmischung in andere Länder, etc war nie ein Thema für Obama, Clinton, Bush, usw. Trump ist einfach nur ehrlicher als seine Vorgänger, wenn er offen sagt: Unsere Geschäfte sind uns wichtiger.<<

Unter Obama war das Verhältnis sehr abgekühlt.

So lange es um westliche

So lange es um westliche Verbündete geht, welche für uns gegen die von den USA verordneten "bösen dieser Welt" Russland und Iran kämpfen, wird es nie ernsthafte Reaktionen bzw Sanktionen geben. Es könnte ja die von der USA verordnete Weltordnung durcheinander bringen. Klingt blöd, ist aber leider so. Im anderen Falle (Skripal) wird natürlich mit ganz Mitteln gearbeitet. Aber da waren ja auch die "bösen" am Werk.

11:01, Dabbljuh

>>@10:31 von zöpfchen
Ihr Vorschlag ist amüsant. Denn er bedeutet, dass wir solchen Ländern mit neugierigem Nichtstun begegnen. Neugierig sind wir ja schon lange, z. B. darauf, wie Mohammed bin Salman seinen Mordauftrag eingefädelt hat. Sie fordern mehr Respekt? Wie soll man solchen Schurkenstaaten respektvoll begegnen?<<

Sie verstehen den Foristen nicht, weil Sie seine Kommentare für bare Münze nehmen. Hinter ihnen verbirgt sich eine antiislamische Agenda.

"Außerdem sei dies eine "eklatante Einmischung in die Innenpolitik", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur SPA weiter aus der Mitteilung." sagt Saudisches Königshaus sollte es meiner Meinung nach heißen.

Na ja. Immerhin haben die Prinzenrollen endlich erkannt, dass sie die USA sich in die Innenangelegenheiten des Landes einmischt. Hat etwas lange gedauert, aber... immerhin.

Der zweite Schrit der Erkenntniss wird sein zu begreifen, dass die königlichen Saudis nur dank der USA überhaupt die Macht bekommen haben und - noch - an der Macht sind. Man dachte wohl, man wäre selbst so toll.

Ich rate Saudi-Arabien davon ab zu hoch zu hüpfen und die USA ins Knie beißen zu wollen, denn da kann schon mal ganz schnell ein Tritt zurück kommen.
Grins.

Mehr Toleranz für muslimische Welt

@11:14 von fathaland slim
10:31, zöpfchen
>>Mehr Toleranz für islamische Welt

Was ist denn die Alternative zu mehr Toleranz und Neugier?
Doch wohl „Regime Change“, also der Versuch Menschen, die ein komplett anderes Wertesystem haben unsere Normen aufzudrücken.
Hat beim letzten Mal nicht geklappt, wird auch in Zukunft nicht funktionieren.

11:45, zöpfchen

O.k., ich werde versuchen, mich mit Ihren Provokationen sachlich auseinanderzusetzen.

Angefangen beim Toleranzbegriff. Meine Definition von Toleranz ist auf blutige Despoten nicht anwendbar, denn Toleranz ist etwas, was man im persönlichen Umgang auf Augenhöhe pflegt.

Ich bin sehr neugierig, weswegen ich seit über 40 Jahren Umgang mit arabischen Menschen in Deutschland pflege. Ich war in der linken Hochschularbeit aktiv, und es gab in den 70ern viele linke arabische Studenten in Deutschland, sowohl im Osten als auch im Westen.

Meine Werte sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität, diese Werte wurden von meinen arabischen Kommilitonen geteilt. Das, was Sie als "islamische Werte" denunzieren, sind Herrschaftsinstrumente von Despoten, sonst nichts. Gegen die gilt es sich zu wehren und die zu unterstützen, die unter ihnen zu leiden haben. Natürlich wird dies von Despoten und ihren Parteigängern als "Regime Change" denunziert, es ist aber mitmenschliche Pflicht.

11:35, Tada

>>Na ja. Immerhin haben die Prinzenrollen endlich erkannt, dass sie die USA sich in die Innenangelegenheiten des Landes einmischt. Hat etwas lange gedauert, aber... immerhin.

Der zweite Schrit der Erkenntniss wird sein zu begreifen, dass die königlichen Saudis nur dank der USA überhaupt die Macht bekommen haben und - noch - an der Macht sind. Man dachte wohl, man wäre selbst so toll.

Ich rate Saudi-Arabien davon ab zu hoch zu hüpfen und die USA ins Knie beißen zu wollen, denn da kann schon mal ganz schnell ein Tritt zurück kommen.
Grins.<<

Das saudische Königshaus ist dank der USA an die Macht gekommen?

Bitte beschäftigen Sie sich doch mit der Geschichte dieses Landes. Der Wikipediaartikel ist ein brauchbarer Einstieg.

@ 11:27 von fathaland slim - Die Geschäfte liefen weiter,

auch unter Obama. Ebenso die Abstimmung zwischen beiden Regierungen bei diversen politischen Vorgängen. Obama hat nur seine guten Beziehungen zu SaudiArabien nicht offen hinausposaunt wie Trump.

@ um 14:24 von fathaland slim

Wenn das saudische Königshaus den USA irgendwann in den letzten Jahrzehnten nicht genehm gewesen wäre, wäre auch das wahrscheinlich weg vom Fenster.
Oder glauben Sie tatsächlich etwas anderes?
Solch ein Vorgehen der USA ist doch der einzige Grund für die Kriege in Südamerika, Vorderasien und Afrika seit ca 150 Jahren.
„Amerika First“ ist keine Erfindung von Trump!

14:40, B. Goldmann

>>@ 11:27 von fathaland slim - Die Geschäfte liefen weiter,
auch unter Obama. Ebenso die Abstimmung zwischen beiden Regierungen bei diversen politischen Vorgängen. Obama hat nur seine guten Beziehungen zu SaudiArabien nicht offen hinausposaunt wie Trump.<<

Das Verhältnis ist unter Obama abgekühlt. Ich habe nicht geschrieben, daß es abgebrochen wäre.

Obama war weder im Öl- noch im Baugeschäft, weswegen er im Gegensatz zu den Bushs oder zu Trump keine persönlichen geschäftlichen Beziehungen mit diesem Land pflegte.

14:56, nie wieder spd

>>@ um 14:24 von fathaland slim
Wenn das saudische Königshaus den USA irgendwann in den letzten Jahrzehnten nicht genehm gewesen wäre, wäre auch das wahrscheinlich weg vom Fenster.
Oder glauben Sie tatsächlich etwas anderes?
Solch ein Vorgehen der USA ist doch der einzige Grund für die Kriege in Südamerika, Vorderasien und Afrika seit ca 150 Jahren.
„Amerika First“ ist keine Erfindung von Trump!<<

Saudi-Arabien ist eins der reichsten Länder dieser Erde.

Die Abhängigkeit ist durchaus gegenseitig.

@fathaland slim

"Saudi-Arabien ist eins der reichsten Länder dieser Erde." Am 17. Dezember 2018 um 15:10 von fathaland slim

Mal abgesehen davon, dass nur die zahlreiche Königsfamilie in Saudi-Arabien reich ist, und nicht die Bevölkerung (die haben sogar extra Nummernschilder, damit klar ist, wer da kommt und wo er parken darf):

Saudi-Arabien ist mindestens so reich an Bodenschätzen, wie alle seine Nachbarn.
Und wie sieht es bei denen aus? Und woran mag das wohl liegen? Verkaufen die etwa für die Hälfte?

Da fallen mir spontan weltweit weitere Rohstoffreiche Länder ein.

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