Ihre Meinung zu: Zweites Brexit-Referendum: May warnt vor "irreparablem Schaden"

17. Dezember 2018 - 7:57 Uhr

Premierministerin May will eine weitere Volksabstimmung über den Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU verhindern. Diese würde die Bevölkerung weiter spalten, mahnt die Regierungschefin.

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Kommentare

Die britische Gesellschaft

Die britische Gesellschaft ist gespalten, und daran tragen die hanebüchenen Falschinformationen der Brexit-Leute vor der Abstimmung und deren z.T. atemberaubend schnelles Sich-aus-dem-Staub machen nach der Abstimmung einen enormen Anteil. Warum lässt man die Brit*innen also nun nicht auf der Basis des ausgehandelten Abkommens entscheiden, welchen Weg sie wählen? Die Alternative wäre übrigens, dass das Parlament seine Souveränität wahrnimmt und eine parlamentarische Abstimmung auf der jetzigen Grundlage zwischen hartem Brexit, ausgehandeltem Brexit und no Brexit ansetzt.

Frau May

Warum ist die Frau den dagegen? Wenn wieder für Brexit abgestimmt wird, dann macht man eben noch eine und noch eine und ... so lange bis gegen den Brexit gewählt wird, erst dann nicht mehr wiederholen. :)

Integrität der Politik?

Also viel weniger Integer kann man Politik nicht gestalten wie in den letzten Monaten in England. Insofern ist das kein Argument gegen ein Referendum. Und nachdem das Zustandekommen des ersten Referendums äußerst Zweifelhaft war (bezüglich der Integrität der Meinungsbildung), wäre ein zweites Referendum schon sehr demokratisch. Wovor hat Frau May Angst? Falls England in der EU verbleibt, würde das vor allem den einfachen Leuten nützen.

Sehe ich nicht ganz so...

...das Land ist bereits gespalten! Es wäre aber trotzdem falsch, ein zweites Referendum abzuhalten. Sehr wahrscheinlich würden die Briten dann in der EU bleiben und das unerträgliche Gestänker würde von neuem beginnen. Sie sollen in ihre Unabhängigkeit gehen und die Früchte dafür ernten. So leid es mir für die Briten tut, sie sind jetzt das Example was statuiert werden muss.

Keine Trendwende

Bei einer neuerlichen Abstimmung gäbe es vielleicht eine leichte Zustimmung zum Verbleib in der EU. Das würde am Faktum nichts ändern, dass die Bevölkerung hier substanziell gespalten ist. Also würde ein zweites Referendum nicht die Problematik gegenstandslos machen und zum Verschwinden bringen.
Ungeachtet dessen ist die EU tatsächlich anders zu gestalten, denn es sollte möglich sein, wirtschaftlich daran teilzuhaben, ohne alle politischen Schritte der Vertiefung mitmachen zu müssen. Denn beim wirklich wichtigen Schritt der Verzahnung der nationalen Wirtschaftspolitiken zu einem gemeinsamen Ganzen (Eurozonenbudget, EU-Finanzminister) möchte selbst Deutschland nur mit kleinen Schritten mitmachen.

Grundsätzlich richtig der

Grundsätzlich richtig der Gedanke. Die Briten haben entschieden und müssen nun damit leben.

Ja bitte!

Nachdem die erste Abstimmung nachweislich durch Verbreitung dreister Lügen durch Politiker und soziale Netze beeinflusst wurde, wäre eine Wiederholung nur recht und billig.

May warnt ...

Die Bevölkerung würde weiter gespalten ???

Nonsense, Mrs. May !!!

Eine weitere Spaltung der Bevölkerung ist ja kaum noch möglich.
Zuerst wird ein nicht-bindendes Referendum abgehalten, und später für bindend erklärt, was wiederum ihre Legitimation in Frage stellt. Auch ging es vielen damals um eine Abrechnung mit Premier Cameron, als um den Brexit. Daran hatte niemand geglaubt, dass dieser auch kommen würde. Auch durch den nicht-bindenden Charakter der Abstimmung sind viele nicht zur Wahl gegangen.
Also: Warum sollten die Briten, jetzt da alles klar ist welche Alternativen bestehen, nicht nochmals zur Urne gerufen werden?

Asterix würde sagen: Die spinnen, die Briten !
Gruß Hador

Es soll auch kein 2. Referendum...

mit der gleichen ursprünglichen Frage "remain or leave" abgehalten werden, sondern, auf Basis des 1. Referendums und den zwischenzeitlich bekannten Bedingungen, ein Folgereferendum, in dem die Bürger darüber abstimmen können, zu welchen Bedingungen sie den Brexit vollziehen möchten oder aber aufgrund der Alternativen doch in der EU bleiben wollen, weil sie sich das mal ganz anders gedacht hätten. Also mit den Möglichkeiten "May's deal", "hard Brexit", "no brexit". Das wäre man den Bürgern eigentlich schuldig, nachdem bei der 1. Abstimmung viele falsche Versprechungen gemacht wurden, sich die lautstärksten Brexiteers klammheimlich aus der Verantwortung gestohlen haben und man dank May's Deal nun weiß, wie es tatsächlich aussehen würde.

RE:Michi1110

"Die Briten haben entschieden und müssen nun damit leben."

Falsch !!!

Ein nicht-bindendes Referendum als Maßstab für den Brexit zu benutzen ist illegitim !

Gruß Hador

Ich dachte ...

die Mehrheit der Briten ist nun gegen einen Brexit.
Will sich Frau May einfach nur absichern? Ein Ausstieg aus dem Brexit wäre ja ihr politisches Ende.

Die britische Gesellschaft / BREXIT

Es scheint so, dass Donald Trump mit seiner bizarren Unterstützung für den BREXIT, das Ziel hat, die Europäische Union zu demontieren!
Leider begreift Donald Trump nicht, dass durch seine Bemühungen, diese nur dahin führen werden, dass sich Nordirland, früher oder später mit Irland (EU) vereinigen werden (Good Friday Agreement).
Darüber hinaus könnte sich dann Schottland (früher oder später) auch zu einem unabhängigen Staat entwickeln, da Schottland, sich nach dem letzten BREXIT-Referendum mehrheitlich für die EU entschieden hatte.
Am Ende könnte „GROSSBRITANNIEN“ zu „LITTLE BRITAIN“ (Klein Britannien) werden, ohne Nordirland und ohne Schottland, da Nordirland und Schottland früher oder später der Europäischen Union beitreten könnten.

Referendum JA/NEIN?

Wenn man sich überlegt, wie das Ergebnis des letzten Referendums zustande gekommen ist, nämlich durch Verbreitungen von Lügen und Unwahrheiten über die EU, die durch Rechtspopulisten wie z.B. Nigel Farage und Boris Johnson lanciert wurden, dann muss man sich doch fragen, ob ein zweites Referendum gerecht gegenüber der Bevölkerung wäre. Dann würden allerdings einige Damen und Herren der Torries ihr geschätztes Gesicht verlieren, denn dann wäre es ziemlich klar, das gelogen wurde. Daher lehnt Mrs. May eine erneute Kampagne ab. Das heißt aber wiederum, dass ein gesamtes Volk durch Lügen und Intrigen von Rechtspopulisten ins Unglück gestürzt wird. Diese Situation zeigt uns allen, zu was für ein Chaos Rechtspopulismus führen kann! Sicherlich ist die EU nicht perfekt, aber man kann innerhalb der EU dafür kämpfen, dass es besser wird. Letztendlich würden wir alle Gewinnen. Ohne Binnenmarkt und freien Warenaustausch und Freizügigkeit würde es uns wirtschaftlich wesentlich Schlächter gehen!

Ein zweites Referendum wäre nicht schlecht,

jedoch sollte eine 2/3 Mehrheit zwingend vorgeschrieben werden. Das würde dann ein klares Ergebnis bringen.

Weiß nicht was sie hat,

"Bevölkerung spalten" ist doch gerade ein beliebter Sport unter Politikern.

Entweder ein neues Referendum

Entweder ein neues Referendum bestätigt das erste Ergebnis mit nun deutlich verbesserter Informationslage oder es hebt das Ergebnis auf. Beides würde weniger zur Spaltung beitragen als der StatusQuo einer populistischen teils auf Lügen basierenden Entscheidung. Der Brexit schadet allenBeteiligten- den Briten selbst am Meisten- es geht bei dem Vertrag nur noch um das Ausmaß der Katastrophe.

Die Politiker wissen das-
umso unverständlicher das Handeln. Ein einfacher Weg Verantwortung aus dem Weg zu gehen ist es dem Volk jetzt die Verantwortung alleine aufzubürden- besser wäre es aber selbstVerantwortung zu übernehmen und u.U. das erste Referendum nicht Umzusetzen: Es war eine nicht bindende Meinungsabfrage...!

Methode EU

Die Methode EU ist es (siehe Niederlande, Frankreich), das Volk - wenn überhaupt - so oft abstimmen zu lassen, bis ein Ergebnis herauskommt, das genehm ist.

Wären das Geplärr nach einem zweiten Referendum auch so groß, wenn das Ergebnis des ersten anders ausgefallen wäre?

Brexit means Brexit! Akzeptiert es endlich!

@8:10 von andererseits

Für Sie ist doch eh alles "hanebüchen", was nicht Ihrer eigenen Meinung entspricht.
Und der Wunsch eines zumindest grossen Teiles eines Volkes, eigene Souveränität zurückzugewinnen und nicht im Korsett einer verkrusteten und momentan nicht zukunfsfähigen Staatengemeinschaft, in der die meisten Mitgliedsstaaten vom Solidarprinzip wenig halten, zu verharren, sowieso.

Für mich ist das Referendum

Für mich ist das Referendum immer das Maß aller Dinge. Und wenn es Uneinigkeit um Nordirland gibt, muss man eben ein Referendum über den Status von Nord-Irland machen. Das wäre Demokratie. Die Politik hat aber Angst vor dem Votum der Bürger. Die Souveränität Englands als (Groß)macht könnte damit schrumpfen, so die Befürchtung. Ich meine, das Gegenteil wäre langfristig der Fall. Bürger fühlen sich in einem Staat, der sie ernst nimmt, sie bei wichtigen Fragen mitreden lässt, wohler, als wenn man immer nur von oben regiert wird. Siehe Schweiz: was für ein Zusammenhalt völlig unterschiedlicher "Ethnien" über so lange Zeit.

@ Defender411, um 08:38

Sicherlich wäre eine deutlichere Mehrheit als 50,x % wünschenswert, aber bei einem “Referendum“ gibt es nur die einfache Mehrheit.

Großdemo in London - Schon vergessen?

Das Aussitzen von dringenden Anliegen der Wähler scheint bei den regierenden Ladies jetzt wohl der Dauerzustand. (siehe Mai und Merkel) Schon die Großdemo in London dieses Jahr vergessen, Frau May? Guten Morgen! Besonders betont wird von diesen Personen, wir lebten in Demokratien. Doch die heilige Teresa der Schlachthöfe ist sich für Nichts zu schade. Inzwischen wandern viele Unternehmen von der Insel ab. Spätestens hier würde ich mal meine politische Strategie ändern. Frage: Kann Großbritannien sich überhaupt alleine ohne EU tragen? Ich wünsche allen Schotten den Mut aus dem verstaubten Großbritannien endlich auszutreten. Lange unterdrückt und ausgebeutet wurde es bereits. Time to say Good-bye.

Genau

@Hackonya2
Wie ich sehe haben Sie genau durchschaut, wie Mitbestimmung und Transparenz in der EU durch die Administration gerne interpretiert werden würde. Problem nur, dass die Volksabstimmung auf der Krim ja dann auch nicht mehr kritisiert werden dürfte. Aber da fällt bestimmt wieder was ein, wie das umgedeutet werden kann dass es in die westliche Sicht passt.

So lange wählen, bis das

So lange wählen, bis das Ergebnis passt. Oder wie?

Ich bin sogar sicher, es gibt eine natürliche Fluktuation, mal für mal wieder, - es müsste, wenn die Leute es auf eine solide Entscheidung anlegen, eigentlich in 10 Jahren 20 Volksabstimmungen geben (also zweimal pro Jahr und zu unterschiedlichen Monaten), um dann die Quersumme zu bilden. Oder man lässt es jetzt einfach!

Ich selbst bin persönlich für jede kleine Änderung in diesem Euro-Wahn der EU-Erweiterung. In meinen Augen ist Europa - so wie es seit Jahren gemacht wird - ein Weg in den Abgrund.

Wenn alleine Lügen im Wahlkampf schon eine Berechtigung

für Neuwahlen oder ein neues Referendum darstellen würden, dann können wir allesamt in Europa jedes Wochenende neu wählen!

Kompettversagen von Tories und Labour !

Das komplette Führungspersonal von Tories und Labour versagt in der "Brexit-Frage" vollständig.
Boris Johnson und Jeremy Corbyn schielen auf Downing Street No. 10, und ignorieren fast vollständig die Konsequenzen für die Bevölkerung vom Vereinigten Königreich. Premier May ist da auch nicht besser, da sie unbeachtet der Folgen, auf den Brexit zusteuert.
Vielleicht tritt ein neuer Stern am Horizont auf, der die etablierten Parteien, ähnlich wie in Frankreich, wegspült.
Die britische Bevölkerung hat auf jeden Fall ein fähigeres politisches Führungspersonal verdient.

Gruß Hador

Erschreckend

ist für mich - unabhängig vom jeweiligen Standpunkt zum Brexit, von welchen Politikern die Insel regiert wird. Allein die Idee zur Abstimmung entsprang nur einem Machtkalkül, falsch kalkuliert. Danach wurde mit Fehinformationen das Land gespalten und nun kleben sie an ihren Posten.
Haltung, moralische Integrität fehlen fast vollständig. Die schottische Ministerpräsidentin mal ausgenommen. Wer von solchen Leuten regiert wird, braucht sich um Feinde von Außen eigentlich nicht zu sorgen;-)

Natürlich würde ein 2tes Befragen des Volkes

ein umgekehrtes Ergebniss bringen nachdem die Bevölkerung kapiert hat dass sie damals falsch informiert wurde von Herrn Farage.
Es sollte kein 2tes geben, weil ich bevorzuge das das Gezerre endlich vorbei geht und Ruhe eintritt.

Volksabstimmung

Jetzt schreibt auch die Tagesschau-Radaktion fälschlicherweise von einer "Volksabstimmung". Wäre das Referendum eine Abstimmung gewesen, dann wäre es in der Tat bindend. Das Referendum war aber eine Befragung, weil es Volksabstimmungen in GB nicht gibt!
Was hat Mrs. May gegen eine erneute Befragung des eigenen Volkes? Vielleicht nur die Angst für die vergangenen Monate als Clown zu enden.

Demokratie ist doch, wenn

Demokratie ist doch, wenn Wenige die Mehrheit an irgendetwas hindern können. Da bekommen zB 2 Anwohner recht, obwohl Hunderte im Biergarten ruhig sein sollen. Wieso kann dann in GB die unwissende Mehrheit etwas bestimmen, was eine kleine Gruppe intelligenter Menschen gar nicht will? Teile der Antwort könnte die Bevölkerung verunsichern?
Die Briten gehen ohne Deal. Das ist völlig unwichtig. Man muß dann eben jeden Käse einzeln verhandeln. Wir brauchen keine Briten, um weiter zu bestehen. Die aber eine EU.

@8:38 von Defender411

2/3 Mehrheit für was ? Den Brexit oder den "Exit vom Brexit"? Da der Brexit ja im ersten Referendum angenommen wurde, ist nur das letztere sinnvoll. Im erster Fall würde der demokratische Gedanke ad absurdum geführt.

Ich finde ein zweites

Ich finde ein zweites Referendum gut. Die Briten waren quasi das erste Opfer von Populisten die mittlerweile in allen Ländern krakehlend durch die Städte ziehen. Sie mussten als erstes Land feststellen das Populisten nicht das Ziel haben zu regieren oder Politik zu gestalten, Populisten wollen nur eins, destabilisieren. Kaum war das Referendum durch, hat sich das Pack dann aus dem Staub gemacht und sich der Verantwortung entzogen.

Ich bin überzeugt das ein zweites Referendum gegen den Brexit ausfallen würde. Das wäre gut für die Insel und auch gut für Europa !

Das Gegenteil ist der Fall

Die Weigerung, ein neues Referendum abzuhalten, ist zutiefst undemokratisch. Denn das erste Referendum war aufgrund falscher Fakten und Versprechen eher als Fake zu bezeichnen.
Zudem hätte man diese existentielle Frage niemals an einer einfachen Mehrheit koppeln dürfen. Bereits im Vorfeld, als es um die Frage der 2/3 ging, haben es die Brexit-Hardliner brutal durchgeboxt.
Und wenn man das alles nicht akzeptiert, dann bleibt noch, dass auch die Faktenlage verändert hat, dass man es nicht so günstig (und gut für die Wirtschaft) durchführen kann. Selbstverständlich ist dann das Volk erneut zu fragen.
May und die anderen wollen genau das aber nicht, weil sie offenbar nicht verstanden haben, was Demokratie heißt und das sie letztlich Volksdiener sind. Aber das vergessen selbst unsere Regierenden zunehmend öfter.
May würde Größe zeigen, wenn sie auf ein neues Referendum bestehen würde.
Ach ja, dass Land ist wegen der Sturheit der Brexit-Hardliner gespalten, selbst die Jugend hat Angst.

LEAVE MEANS LEAVE!

Ich habe selten so viel „nonsense“ gelesen. Parliament (!!!), unser Unterhaus, hat ganz offiziell und demokratisch entschieden, dass das Volk über die EU-Mitgliedschaft entscheiden soll. Punkt! The European Referendum Act 2015. Es wurde dann offen, lang und intensiv debatiert. Es gab eine massive vom Staat finanzierte Propagande-Kampagne für Remain! Alle stars, fast all Politiker, die BBC, waren alle Remainers. Trotzdem hat das Volk leave gewählt. End if story! LEAVE MEANS LEAVE!

Verhandlungen über ein nicht bindendes Referendum?

Wie konnte die EU eigentlich in Verhandlungen über ein den Vollzug eines nicht bindenden Referendums treten? Nur weil ein paar politische Deppen es für verbindlich erklärt haben? Da wurden die britischen Wähler/Innen wohl ein weiteres Mal angelogen. Und keiner hat es gemerkt? Tollhaus!

@Hador Goldscheitel

"Falsch !!!

Ein nicht-bindendes Referendum als Maßstab für den Brexit zu benutzen ist illegitim !

Gruß Hador"

FALSCH !!!
Ein Referendum ist eine direkte Demokratie. Demokratie: Bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen. Dieses wird entweder unmittelbar oder durch Auswahl entscheidungstragender Repräsentanten an allen Entscheidungen, die die Allgemeinheit verbindlich betreffen, beteiligt.

Hier wurde das Volk direkt bei einer Entscheidung beteiligt. Deswegen ist das Referendum bindend. Es ist nicht illegitim sondern es ist die Demokratie selbst.
Die These, daß das Volk falsch informiert wurde, geht davon aus, daß die Menschen manipulierbar sind, ihre Entscheidungen nach gelieferten Informationen treffen und nicht nach eigenem Ermessen oder Lebenserfahrungen.

Man wiederholt auch nicht die Wahlen, wenn es nicht paßt. Das passierte wegen V.a. Wahlbetrug in Österreich und es kam das Gleiche raus.

Falsche Voraussetzungen

Es wird gerne so getan, als hätte "Volkes Wille" bindend für einen Brexit zu allen Bedingungen gestimmt.
Das ist grundlegend falsch, es handelt sich um ein nicht bindendes Referendum, bei dem sich auch noch die Verursacher schleunigst aus dem Staub gemacht haben, als es Ernst wurde und immer mehr Ihrer Propaganda aufflog.

Insofern handelt jeder Politiker , der eine (bindende) Abstimmung über Deal / NoDeal oder NoBexit fordert streng Sinne seines Gelöbnisses , Schaden vom Volk abzuwenden.
Und Spalten was gespalten ist geht auch nicht wirklich.

Zweites Referendum?

Von einem zweiten Referendum erhoffen sich dessen Befürworter, dass die Mehrheit der Wähler gegen einen BREXIT stimmt.

Gründe für diese Forderung gibt es genug: Beim ersten Referendum war das Wetter zu schlecht, die Jugend hatte keine Lust zum Wählen und zockte lieber vor ihren Spielkonsolen, die Befürworter des BREXIT hätten die britische Bevölkerung manipuliert und genauso falsche Versprechungen von blühenden Landschaften gemacht, wie die deutschen Volksparteien vor einer Bundestagswahl.

Sollte wider Erwarten das Referendum erneut für einen BREXIT entscheiden, wird dann nach einem dritten Referendum gerufen?

Immer Ungerade!

Eine zweite Abstimmung wäre vielleicht pro Europa. Dann steht es 1 zu 1.
Danach brauchen wir eine dritte Abstimmung, welcher Teil nun was will.
Das wird lustig und GB kann nicht vor 2030 die EU verlassen.

Einfache Mehrheit ein Fehler

Eine so wichtige Entscheidung hätte nie mit knapper Mehrheit getroffen werden dürfen. Für so etwas braucht man vielleicht nicht 2/3, aber so 60 % Ja-Stimmen.
Klar, sollte die Abstimmung wiederholt werden, damals hat man die Katze im Sack gekauft, heute weiß man zumindest ein bisschen mehr.
Das wäre jedenfalls sachlich richtig.

Subjektiv wäre ich froh, wenn die Briten weg sind, zuviel Geschrei, zuviel Eigenbrötelei in einer Gemeinschaft.

2 Referendum

Ich denke mal mit den Lügen zum Referendum hat das Volk bewusst gespalten.
Nun sollen diese Typen sehen wie Sie die Karre aus dem Dreck bekommen.Wahrscheinlich steckt aber der Adel hinter sein GB Referendum,denn wir sind ja wer und Adel verpflichtet.Ich wünsche mir das die Briten einmal das zeigen was sie sein wollen,Charakter Köpfe,und den ganzen Mist ohne Hilfe der EU ausbaden und einen harten Brexit durch führen ohne wenn und aber.

Frau May, wehe Ihnen, wenn

Frau May, wehe Ihnen, wenn die Bevölkerung von GB dahinter kommt, wie sehr sie von Ihnen und ihrer Politikkaste angelogen und betrogen wurden. Es wird sehr bald geschehen.

08:27 von RenamedUser

«Es soll auch kein 2. Referendum mit der gleichen ursprünglichen Frage "remain or leave" abgehalten werden, sondern, auf Basis des 1. Referendums […] Also mit den Möglichkeiten "May's deal", "hard Brexit", "no brexit".»

Ein prinzpiell sinnvoller Vorschlag. Der gemäß der britischen Verfassung aber wiederum ein das Parlament nicht bindendes Votum erbringen würde.

Und noch einmal abstimmen, wobei dann wieder ohne Quorum die einfache Mehrheit ausreicht?

Man müsste sich (sehr) beeilen, dass alles noch "hin zu kriegen", bevor ohne Abkommen mit der EU Ende März 2019 automatisch der harte Brexit kommt.

Sollte die Bevölkerung mit "No Brexit" stimmen, könnte GB den erklärten Brexit zwar gemäß des kürzlichen Urteils des EuGH wieder zurücknehmen.

Was aber nicht heißt, dass die EU die Rücknahme auch zwangsläufig akzeptieren müsste.

Man hätte alles in GB besser früher im Detail durchdenken sollen.
Kurz vor knapp recht planloses Durcheinander an allen beteiligten Fronten.

Sad 'n' bad …

Natürlich warnt May.

Von Google: Die Wahlbeteiligung betrug 72,2 %. Für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union („Brexit“) stimmten 51,9 % der Wähler (etwa 17,4 Millionen bzw. 37,4 % der wahlberechtigten Bürger); für einen Verbleib in der Europäischen Union stimmten 48,1 %. Das Referendum ist nicht bindend.

Von mir:
37,4% WAR noch NIE die absolute Mehrheit für den Brexit, den die Britische Regierung und die "Brexit"-Schreier sich auf die Fahnen schrieben.

Jeder Brite mit dem ich im letzten Jahr sowohl privat als auch geschäftlich zu tun hatte, sagte sinngemäß "Der Großteil der Bevölkerung war sich über die Folgen gar nicht klar, die Wahlbeteiligung war vor allem bei den Alten hoch, die sich damit aber eben nicht mehr die eigene Zukunft verbauen."

Da mag sich nun jeder selbst seine Meinung bilden.

Ich gönne den Briten Ihre Souveränität, die jetzt geforderten Extrawürste aber nicht...

@andererseits 08:10

Falsch, die britische Gesellschaft war schon vor einem angedachten Referendum gespalten, was die EU angeht.
Das trifft auch auf die Regierenden zu. Man denke nur an Thatcher: "Ich will mein Geld zurück".
Dieses ist in keinem mir bekannten Mitgliedsstaat anders.
Diskussionen zu diesem Thema hat es vor der Abstimmung zur genüge gegeben, in denen beide Lager zu Wort kamen.
Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn die jetzigen "Schreihälse" ihrer Verantwortung am Abstimmungstag nachgekommen wären. Jetzt sollte man den Volkswillen umsetzen.
Die Briten können sich ja darum bemühen wieder Mitglied zu werden.

Wir brauchen ein geeintes und starkes Europa

Die Briten brauchen die EU und die EU braucht die Briten. Und wir alle brauchen ein geeintes Europa. Es ist mir völlig unverständlich, wie man da anderer Meinung sein kann. Würden sich die Briten dafür entscheiden in der EU zu bleiben, wäre das für alle Europäer ein Grund zu feiern!

RE:Sparer; RE:andererseits

"Und der Wunsch eines zumindest grossen Teiles eines Volkes, eigene Souveränität zurückzugewinnen und nicht im Korsett einer verkrusteten und momentan nicht zukunfsfähigen Staatengemeinschaft, in der die meisten Mitgliedsstaaten vom Solidarprinzip wenig halten, zu verharren, sowieso."

Wer durch dreiste Lügen die "Meinung des Volkes" für sich gewinnt, der verspielt sein Recht dieses zu führen !

Die Vorteile, die die EU für UK bietet sind viel bedeutender, als dies ein Austritt rechtfertigen würde.

Gruß Hador

Taktik

Das dürfte Taktik sein, um Druck auszuüben sowohl auf die eigene Partei, als auch auf die EU. Wenn die Alternative nur der harte Brexit zu sein scheint, rechnet May mit mehr Verhandlungsbereitschaft. Ich glaube trotzdem, dass sie im letzten Moment nach einer Abstimmungsniederlage doch zu einem zweiten Referendum bereit ist. Dann folgt der nächste Streit: Was soll gefragt werden? Der Schaden ist ja längst angerichtet, da kann ein Referendum nichts mehr zerstören. Die unterlegene Partei wird immer verbittert sein, ist sie jetzt auch schon. Worauf sonst sollte man sich einigen können? Die 7-Euro-Abgabe für Reisen nach Europa ist clevere Taktik von der EU, das beschäftigt fast jeden Briten, der sonst den Brexit für uninteressant hält. Das wird schon heftig diskutiert. Immer noch haben wohl viele nicht bemerkt, dass ihnen 27 Länder offen stehen, während sie nur den Zugang zu einem Land anbieten können.

Problem nicht erkannt

Viele Foristen haben das Problem nicht erkannt: Die Hälfte der Briten, die für den Austritt gestimmt hat, würde das im Wesentlichen auch wieder tun. Ursprünglich war es für sie nur ein Traum, der plötzlich in greifbare Nähe rückte. Wenn sie dessen nun beraubt würden, wohin würde das führen?

Das Einzige, was bei einem neuen Referendum anders wäre ist, dass diesmal mehr EU- Befürworter mobilisiert würden. Die Stimmung in der Bevölkerung hat sich aber nicht geändert. Sie versteht nur das Gezerre nicht mehr: Warum treten wir nicht einfach aus?

Mays taktisches Verhältnis zur Wahrheit.

"Eine solche zweite Volksabstimmung würde 'der Integrität unserer Politik irreparablen Schaden' zufügen, heißt es in Mays Redetext."

Wenn man sich erinnert, wie oft Th. May die Parlamentsabstimmung als sicher angekündigt hat, wird man kaum von "Integrität" sprechen.
Auch vorher ist sie schon einige male entsprechend aufgefallen.

Nachdem es keine für alle akzeptable Lösung gibt, sollte sie die vorhandenen Optionen den Bürgern zur Abstimmung stellen - was ohnehin das demokratischste Vorgehen wäre.

@ Hartmut den Lästigen: EU-weites Referendum

Angesichts der Geburtenraten, der Jugendarbeitslosigkeit und der Spaltung der Gesellschaft sollte der Souverän mal gefragt werden, ob er das alles noch mitmachen will. Von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ist bei diesem neoliberalen Projekt nicht mehr viel zu sehen.

Humbug

Es ist Humbug zu behaupten, alle, die FÜR den Brexit gestimmt haben, wäre uninformiert, gar dumm. Wussten nicht, was auf sie zukommt, hätten die Folgen nicht bedacht.
Dass ist die typisch arrogante Art von Denke, die auch hier das Land spaltet.
Die einen halten sich für weise und gut, also müssen die Andersdenkenden dumm und abgrundtief Böse sein. Also bekämpft werden.
Schlimm.
Das Volk hat abgestimmt, das Volk sah einen Zerfall der EU und wollte nicht der letzte sein, der Abspringt.
Jetzt müssen wir lernen, damit zu leben und den Briten eine priviligierte Partnerschaft anbieten, damit die unser Handelspartner (2. wichtigster Handelspartner für Deutschland) bleiben kann.
Ist schwer, weil das bedeuten kann, dass die Briten mit dem Austritt sogar SEHR GUT darstehen können.
Aber weder steht uns die beleidigte Leberwurst gut, noch wird uns Rachsucht Wohlstand bringen.
Es ist die Spaltung, die das Hauptproblem ist. Sie beruht auf ein Fehldenken. Auch "Gute" können falsch liegen. Böse sein.

09:17 von Bayuware

Frau May, wehe Ihnen,
.
und dann ?
welcher Politiker in welchem Land ist ehrlich
oder anders gefragt, will der Wähler nicht angelogen werden ?

@Hador Goldscheitel 08:25

Dann muss ich bei einer neuerlichen Abstimmung ja befürchten, dass es vielen nur um eine Abrechnung mit der Premierministerin May geht.
Mit Verlaub, wer so dumm ist, ein Referendum solchen Ausmaßes für eine Abrechnung zu missbrauchen, sollte unbedingt mit den Folgen leben müssen.

Bitte geht!

Liebe Briten, geht mit Gott, aber geht! All die Jahre, die Ihr in der EU wart, brauchtet Ihr eine Extrawurst in Form des Britenrabatts, aber der ausgestreckte Finger war Euch nie genug, weshalb Ihr für den Ausstieg aus der Gemeinschaft gestimmt hat. Ihr habt einen Deal mit der EU, der deutlich besser ist als Ihr es verdient, da jetzt noch nachverhandeln zu wollen ist grober Undank, aber das kennt man ja von Euch.
Und warum sollte es eine zweite Abstimmung geben? Es gab eine Abstimmung 2016 und erstaunlicherweise sind die meisten, die mit dem Ergebnis nicht zufrieden waren, gar nicht wählen gegangen. Tja, Pech würde ich sagen, wer nicht wählen geht, dem ist - bei der wichtigsten Entscheidung über die kommenden 50 Jahre - schlicht egal, was mit seinem Land passiert. Der beugt sich der Mehrheit, und wenn diese Mehrheit nicht so entscheidet wie man es gern hätte, hat man ganz einfach Pech gehabt.
Also bitte, geht einfach und nervt uns nicht weiter mit Euren Sonderwünschen.

Wahnsinn

Was wäre das für ein Armutszeugnis, wenn es ein zweites Referendum gäbe. Dann sollte man auch jede Bundestagswahl wiederholen, weil sooo war das ja nun nicht gewollt mit der Koalition und den Gesetzen, dann sollten wir unter den neuen Informationen nochmal eine neue Bundestagswahl abhalten bitteschön.
Zum derzeitigen Briten-Wahnsinn würde es aber gut passen, wenn es ein zweites Referendum gäbe und dieses wieder mit pro Brexit ausfällt. Und dann????

Abstimmung beendet

Die Briten haben ihren Wunsch zum Austritt bereits deutlich und bürokratisch völlig korrekt zum Ausdruck gebracht. Eine erneute Abstimmung zu erzwingen wäre deshalb bürokratisch falsch und undemokratisch.
Bei der Abstimmung wurde damals auch der harte Brexit nicht ausgeschlossen.

09:24 von Hador Goldscheitel

Die Vorteile, die die EU für UK bietet ......
.
klar doch
dass wenn sie diese Meinung vertreten, alle anderen das auch so sehen müssen !

Undemokratie

Das kennt man schon vom EU-Einigungsvertrag. So lange abstimmen lassen, bis das Ergebnis stimmt.

Am 24.01.2017 hat das oberste Britiosche Gericht entschieden:

Die britische Regierung muss die Zustimmung des Parlaments einholen, bevor sie den Austritt des Landes aus der Europäischen Union erklärt.
Das Parlament müsste auch den Brexit förmlich vor dem 29.3.2019 zurück ziehen.
Das Parlament muss auf jedem Fall vor dem 29.3.2019 eine Entscheidung treffen.

RE: Orfee

Da irren sie aber tüchtig !

Der Wähler muss über die Konsequenzen seiner Wahl im bilde sein.
Beim Brexit wurde er letztlich hintergangen, da das Referendum erst nach der Wahl für bindent erklärt wurde.
Viele wären dadurch zu Wahl gegangen, oder hätten sich zweifelos anders entschieden !

Gruß Hador

Das Volk fragen

Auf Grundlage des ausgehandelten Deals, der vorher im allen Einzelheiten veröffentlicht wird.

2/3 Mehrheit als bindend betrachten.

Das Volk kann nicht mehr gespalten werden, das ist schon passiert.

Und dann würde ich mir in Deutschland bei derart wichtigen Fragen eine solche Handhabung der eigenen regierenden Politiker wünschen.

Man darf doch noch träumen.

Nein, das Volk ist nicht zu dumm dafür. Der Großteil des Volkes hat mehr gesunden Menschenverstand als eine gewisse abgehobene Elite in ihrer Filterblase, die mit der Realität der arbeitenden Bevölkerung nichts mehr zu tun .

@9:24 von Hador

Diese Sache mit den "dreisten Lügen" habe ich noch nie verstanden . In welchem Wahlkampf weltweit ist das denn anders und Politiker sagen nur die reine Wahrheit ? Der mündige Wähler muss sich schon auch eine eigene Meinung bilden können.
Am Rande bemerkt: der jetzt so gegen den Brexit wetternde Tony Blair hatte zu seiner Regierungszeit den Spitznamen "BLiar".

09:31 von Sisyphos3

«… welcher Politiker in welchem Land ist ehrlich
oder anders gefragt, will der Wähler nicht angelogen werden ?»

Welcher Wähler denn?
Wollen Sie angelogen werden?
Ich will das nicht …!

2. Referendum schadet GB

Frau May hat völlig Recht. Ein zweites Referendum schadet der Demokratie und das Ansehen Großbritaniens.
Nehmen wir mal an es kommt ein "Nein" raus. Dann könnten die Brexit Befürworter auch viele Behauptungen aufstellen wie Wahlbetrug usw.
1:1 nun könnte man meinen. Wer sagt denn überhaupt, daß das 2. Referendum diesmal bindend sein wird? Also noch ein letztes Referendum. So könnte man eine unendliche Schleife installieren. 2:1, 2:2, 3:2 usw.

Ein zweites Referendum wird es mit Frau May ganz sicher nicht geben. Das steht schonmal fest.
Der Vertrag kommt auch nicht durch das Parliament, wenn es so bleibt. Das ist auch sicher.
Daß der Vertrag so bleibt, ist durch die Haltung EU's gesichert.
Deswegen wird ein harter Brexit kommen. Das ist so sicher wie der Amen in der Kirche.

offen heraus

gesagt, ich möchte kein Land mehr in der EU haben, das immer nur schreit "Rabatt!" und "Sonderlocke!", so wie es die Briten vom Beginn ihrer Mitgliedschaft an getan haben.

RE:Euthymia

"Dann muss ich bei einer neuerlichen Abstimmung ja befürchten, dass es vielen nur um eine Abrechnung mit der Premierministerin May geht.
Mit Verlaub, wer so dumm ist, ein Referendum solchen Ausmaßes für eine Abrechnung zu missbrauchen, sollte unbedingt mit den Folgen leben müssen."

Nö, da jetzt klar ist um was es geht, und das neuerliche Referendum als bindent per Gesetz angelegt werden könnte.

Gruß Hador

Das Pinokkio Syndrom

"Premierministerin May will eine weitere Volksabstimmung über den Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der EU verhindern. Diese würde die Bevölkerung weiter spalten, mahnt die Regierungschefin."
Da werden Lügen mit weiteren Lügen bekämpft.
Wenn die Elite was will, wohin das Volk eigentlich nicht will, wird es belogen!
Dazu steht der Elite ja der ganze Apparat der "Öffentlichkeitsarbeit" meist willfähig zur Verfügung. Ist dann eine "große" Mehrheit der Bevölkerung (51% !!!) auf ihre Lügen eingeschwenkt, ist es stets die Opposition, die das Land vermeindlich spaltet.
Diese "Warnung" ist so durchsichtig wie Wasser, denn so dumm kann man die Englische Bevölkerung nicht einschätzen, dass sie nicht mittlerweile gemerkt haben sollte, das sie von der Elite am Nasenring durch die Manege geführt wird und nur verlieren kann.
Schade, das Pinokkio nur ein Märchen ist und die Nasen der Lügener nicht länger werden, denn sonst käme Frau May und Co in keinen Raum mehr rein.

09:28 von Dexter18

Die einen halten sich für weise und gut, also müssen die Andersdenkenden dumm und abgrundtief Böse sein. Also bekämpft werden
.
endlich mal einer der auch das in Erwägung zieht

in bald jedem Beitrag, ist Hass zu erkennen, "denen zeigen wir es aber, was bilden die sich ein, einen eigenen Weg einschlagen zu wollen"
oder noch deutlicher formuliert
"willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein"

ne Sache die man glaubte abgelegt zu haben
als ein z.B. Andersgläubiger in einem Dorf wie ein Aussätziger behandelt wurde
wenn er nicht entsprechend Katholik/Protestant war
oder in einem kleinen überschaubaren Dorf mal ne Stimme nicht für "die" Partei abgegeben wurde, der als "Verräter" gesucht wurde

Verstätete Erwachung

Alle Foristen, die meinen es müßte jetzt ein zweites Referendum geben, hätten sich mit den Folgen des Brexit's vorher beschäftigen müssen.
Anscheinend paßt diesen Leuten der Brexit überhaupt nicht. Dann hätte Frau Merkel mit David Cameron besser verhandeln müssen, daß es nicht zu diesem Referendum kommt.
Man wollte es damals so riskieren.

Das haben die EU sowie Merkel Kritiker doch mehrmals erwähnt. Die Folgen des Brexit' s ist doch DE bekannt. 18 000 Arbeitsplätze bei der Autoindustrie, Verlust der Sperrminorität und Stimmenanteile der Nordländer in der EU, Verlust eines wichtigen Freihändlers und Treibung der Briten zu den Händen von Trump und Putin, weil sie mehr Alternativen zu EU nach dem Brexit brauchen, Verlust eines Nettozahlers und Ausgleich durch Mehrzahlungen Deutschland's.

Ist doch alles eindeutig schwarz auf weiß. Aber man wollte es lieber ignorieren wegen der Arroganz. Deswegen hat Frau Merkel Cameron damals abblitzen lassen. Jetzt kommt die Rechnung.

RE:Sisyphos3

"Die Vorteile, die die EU für UK bietet ......klar dochdass wenn sie diese Meinung vertreten, alle anderen das auch so sehen müssen !"

Es handelt sich bei den britischen Wählern um vernunftbegabe Menschen, die sich durch dreiste Lügen von Populisten, wie Boris Johnson oder Nigel Farage haben beinflussen lassen.
Zudem könnte das Votum auch für den Brexit ausfallen. Und auch in diesem Fall wäre würde das Votum des Wähler respektiert werden.

Gruß Hador

09:37 von schabernack

dann sind sie eine Minderheit !

oder geben sie einem Politiker ne große Chance wenn er sagt schaut die z.B. Staatsverschuldung an, wir machen Einschnitte oder erhöhen die Steuern ....

@ 09:24 von Peter Hamburg

Ich schließe mich Ihren Ausführungen aus vollem Herzen an. Wenn man wie ich die Kriegsauswirkungen noch hautnah miterleben musste, kann nur für ein geeintes starkes Europa eintreten.

08:15 von Michi1110

"Grundsätzlich richtig der Gedanke. Die Briten haben entschieden und müssen nun damit leben."

Dem kann ich nicht zustimmen! Die Briten haben aufgrund von Halbwahrheiten eine Entscheidung getroffen!

Wenn Ihnen morgen der Arzt sagt, Sie müssen die und die Tabletten nehmen, da es Ihnen andernfalls schlecht gehen wird, wie würden Sie sich entscheiden? Und was erzählen Sie dann Ihrem Arzt, wenn am Ende rauskommt, dass alles für die Katz´ gewesen ist? Fälle davon gibt es ja schließlich auch genug!

Nein, die Briten sollten aufgrund der FAKTENLAGE jetzt noch einmal die Möglichkeit bekommen und abstimmen dürfen! Nur so kann die Spaltung überwunden werden. Immerhin sieht es so aus, als dass die Mehrheit einen Verbleib in der EU wünscht, während die unterlegenen Brexit-Anhänger über diese Mehrheit derzeit jubeln kann! Das ist noch viel gefährlicher und treibt definitiv einen Keil in die Gesellschaft!

@9:35 von Hador

Sie meinen, viele Brexit-Gegner hätten das Referendum ursprünglich für einen Witz erachtet, und wären deshalb nicht zur Wahlurne gegangen ?
Gegenbeispiel: bei der EU Umfrage ( ja, es war nur eine Umfrage und nicht rechtlich bindend) dieses Jahr zur Sommerzeitabschaffung haben sich viele geradezu euphorisch draufgestürzt und mitgemacht. Wenn mir etwas wichtig ist und ich kann meine Meinung an der Wahlurne oder per Unterschrift äussern, mache ich das. Wer das nicht macht, braucht sich hinterher nicht zu wundern.

@Orfee

Frau May hat völlig Recht. Ein zweites Referendum schadet der Demokratie und das Ansehen Großbritaniens.

Das sehe ich anders. Eine ernstzunehmende Anzahl von Bürgern sieht sich von den damals von den Brexit-Befürwortern vorgebrachten Argumenten mit ihren sehr rosarot gefärbten und inzwischen klar widerlegten Zukunftsannahmen getäuscht. Im Kaufvertragsrecht wäre ein aufgrund falscher Behauptungen zustandegekommener Vertrag anfechtbar. Und ein zweites Referendum wäre ein durchaus demokratisches Mittel für eine solche Anfechtung.

what’s the Problem?

Theresa May „reitet einen toten Gaul“!

... lauter Scheinargumente!

- einerseits war das erste Referendum nicht mehr als eine Art „Meinungsumfrage“. Weshalb auch nur ein Bruchteil der Stimmberechtigten überhaupt abgestimmt hat.

- Bezogen auf die Grundgesamtheit der Stimmberechtigten, hat nur eine deutliche Minderheit für den Brexit gestimmt.

- andererseits behauptet May, im Sinne der Mehrheit zu handeln ... dann könnte sie einer neuen Abstimmung ja gelassen entgegensehen - oder nicht?

- falls wiederum in einem zweiten Referendum die Briten mehrheitlich GEGEN den Brexit stimmen würden, wäre das auch nicht mehr, als eine Meinungsäußerung.

... dann könnte aber May nicht mehr die Lüge aufrecht erhalten, im Sinne der Mehrheit zu handeln ...

Ein Trauerspiel, in dem es nur um May und ihre Macht geht!

fest steht: die absolute Mehrheit der Briten und Europäer wird definitiv Schaden erlleiden!

... es sei denn, jemand stößt May endlich vom toten Gaul!

... der stinkt bereits zum Himmel!

Was würde sich ändern?

Ein neues Referendum ist unsinnig: würde das zweite Referendum weiter für den Brexit ausgehen, bliebe alles beim Alten. Würde es gegen den Brexit ausgehen, müßte noch ei drittes Referendum durchgeführt werden, in dem entschieden wird, welche Entscheidung welchen Referendums denn gilt - des ersten oder des zweiten. Die Forderung nach einem zweiten Referendum ist des schlichtweg hanebüchen.

Seit vielen Jahren erhält England

satte Rabatte. Irland entzieht anderen Ländern Milliarden von Steuergeldern weil die Briefkastenfirmen dulden, Nein aktiv anwerben. Dafür gewähren die einen Steuersatz von weit unter einem Prozent. Ein Riesengeschäft für Irland, ein Wahnsinnsgeschäft für die Steuerverminderer, ein Riesenverlust für die Staaten wo der Umsatz erzielt wird. England und Irland entziehen Milliarden was die Amikonzerne Lieben und bei uns für Steueribgetechtigkeit sorgt. Insofern ist die Loslösung eine Wohltat für Europa.

"Diese Sache mit den

"Diese Sache mit den "dreisten Lügen" habe ich noch nie verstanden . In welchem Wahlkampf weltweit ist das denn anders und Politiker sagen nur die reine Wahrheit ? Der mündige Wähler muss sich schon auch eine eigene Meinung bilden können."

Das Lügen, hetzen und verzerren von Wahrheit und Fakten ist bei Populisten schon immer ein wesentliches Merkmal.
Dies hat auch zur Urkatastrophe im 20. Jahrhundert durch die Nationalsozialisten geführt.

Gruß Hador

Politik für Schüler und

Politik für Schüler und Schülerinnen aus der Waldorfschule...

Fragestellung:
Was mache ich, wenn ich ein rechtlich nicht bindendendes Referendum durchgeführt habe sich und zwischenzeitlich die Mehrheitsverhältnisse vielleicht geändert haben.

Lösung 1:
Ich lasse das nächste rechtlich nicht bindende Referendum durchführen, um wieder kein Ergebnis zu haben, an das ich mich halten muss

Ergebnis 2:
Ich wähle den korrekten politischen Weg und lasse das Parlament über die Fragestellung entscheiden, denn dafür sind sie vom Volk als Volksvertreter gewählt worden und die Entscheidung wäre rechtlich bindend.

Westlicher Wertekanon

Gespalten haben die Gesellschaft die Brexiteers und sie haben den Mord an Frau Jo Cox auf dem Gewissen!
Damit zeigt sich mit welchen Charakteren wir es zu tun haben.
Frau May und ihren Kumpanen scheint nicht bewußt zu sein, dass sie ihren Brexit mit dem Blut dieser jungen Frau und Mutter besudelt haben und ihm damit jegliche ethische, wie moralische Grundlage entzogen wurde.
Wenn es einen westlichen Wertekanon geben sollte, der auf christlichen Werten beruht, dann wird er gerade mit einer Dampfwalze von Lügen mit einer Dreistigkeit in den Dreck gewalzt, die nur seinesgleichen in der europäischen Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte findet.
Um die Pfründe einiger weniger zu erhöhen, geht man buchstäblich über Leichen; und steuert man bewußt in einen neuen Nord-Irland Konflikt.
Geld verdirbt den Charakter, heißt es.
Die Brexiteers mit Frau May an ihrer Spitze geben derzeit dazu das Beispiel par excellence.

Brexit Lügen

Ich lebe in Nordirland und die Lügen die in den Medien zu lesen sind werden fast ausnahmslos von den Brexit Gegnern verbreitet. Brexit Gegner sind Großkonzerne und deren Versallen. Vorhersagen wie die Wirtschaft sich entwickeln wird sind alle bei den Haaren herbeigezogen. Die EU exportiert 2x so viele Waren nach UK als UK in die EU, daher die ganze Meinungsmache.

@ Hador Goldscheitel

"Der Wähler muss über die Konsequenzen seiner Wahl im bilde sein.
Beim Brexit wurde er letztlich hintergangen, da das Referendum erst nach der Wahl für bindent erklärt wurde."

Das das Referendum bindend war, war doch jedem Menschen klar. Man hat sich sogar darüber gefreut selber entscheiden zu dürfen und Jedem war klar, daß das Volk die Entscheidung für den Brexit trifft.

David Cameron hat hinterher selber gesagt, daß er es nicht bereut ein Referendum dafür gemacht zu haben. Obwohl er stark von Brexit gewarnt hat und eine Kampagne gegen den Brexit verfolgt hat, hat er nach dem Referendum gesagt, daß es nicht so schlimm sein wird.

„Wie ich immer wieder sage: das war ein Fehler, kein Desaster“. Der Volksentscheid für den Austritt aus der EU habe sich „als weniger schlimm erwiesen als wir zuerst dachten“. David Cameron selber.

Es ist wirklich ein Kreuz …

… mit diesen Volksabstimmungen: da erhofft man sich als Politiker eine Unterstützung der eigenen Position, und dann stimmt das Volk völlig falsch ab. Das ist schon ärgerlich. Ein - wenn auch mühsamer - Ausweg besteht dann darin, einfach so lange abstimmen zu lassen, bis es passt: irgendwann kommt es zu Ermüdungserscheinungen beim Volk, und mit ein bisschen Glück …

Träumen dürfen ist erlaubt.

17. Dezember 2018 um 09:37 von Lyn

Zunächst bitte ich Sie um Aufklärung: wen genau haben Sie im Blick, den Sie als "gewisse abgehobene Elite" kritisieren? Warum ist dieser "Elite" "gesunder Menschenverstand" abhanden gekommen? Wie unterscheidet sich diese Gruppe von der "arbeitenden Bevölkerung"? Was ist die tatsächliche "Realität der arbeitenden Bevölkerung", lässt sich diese "Realität" auch nicht populistisch beschreiben? Bitte werden Sie ausführlicher, damit Ihr Standpunkt besser verstanden werden kann.

Doch nun zu Ihrem Beispiel: es wird tatsächlich in Deutschland ein Referendum zum Brexit-Vertrag geben. Sie fordern eine Veröffentlichung des "Deals" mit allen Einzelheiten. Nun, schon beim nur 37 Seiter Global Compact for Migration ergaben sich kontroverse Deutungen, teilweise zurückzuführen auf semantische Interpretationen zwischen den Fassungen in deutscher und englischer Sprache. Kaum jemand im Volk, der genügend rechtlich geschult ist oder das Papier las. Wie dann abstimmen?

Briten und Medien

Bei allem Für und Wider einer erneuten Abstimmung gibts zwei Aspekte:
- Wir wählen ständig und immer wieder! Es wäre absurd zu sagen, nur weil ein Gesetz 1955 mal beschlossen wurde, drüber später NIE wieder entscheiden zu dürfen ...
- Mit klaren und ehrlichen Informationen zu wählen ist eine Illusion. Gerade die britischen Medien gehören wenigen Bonzen (Murdoch !), für die ist leider lügen und Halbwahrheiten normales "Geschäft" - im Englischen höflich als "Spinning" bezeichnet. Die Gefahr für unsere Demokratie sind nicht die Populisten hier und dort, sondern die praktisch durch keine Regeln gebremsten Medien dort und hier, die diese Populisten stützen! Solange sich dies nicht ändert, werden die des-informierten Wähler immer wieder unsinnig wählen nach dem Motto "Emotion schlägt Hirn" ...
Ein Lob den "Öffentlich-Rechtlichen" , die werden durch breit aufgestellte fachliche Gremien kontrolliert und sind - bei aller Meinungsfreiheit - immer noch eine gute Basis für eigene Entscheidungen!

@Hador

Meinen Sie die verglühende Sternschnuppe in Frankreich? Na ja, Gelbwesten werden sich auch schnell in GB organisieren!

@Hackonya2

Was die Spaltung des Landes angeht, würde es kaum eine Rolle spielen, ob in einem 2. Referendum für oder gegen den Brexit gestimmt würde.
Die unglaublichen Lügen, die für das 1. Referendum von Politikern, Boulevardpresse und Aktivisten durchs Land getragen wurden, die Jauche, die sich die Bürger und Politiker beider Lager in den letzten 2,5 Jahren über den Kopf gegossen haben, die unfassbare Planlosigkeit und das mangelnde Problembewusstsein, mit der die brit. Regierung in die Verhandlungen ging - das hat zu einer Vertrauenskrise geführt, die sich erst mit den Jahren lösen lässt.
Bliebe GB letztlich doch in der EU, wäre das zwar ein wirtschaftlicher Vorteil, vor allem für GB. Aber ihr Ansehen - und damit ihr Gewicht in der EU - haben die Briten nach fast 2 Jahren trostloser Verhandlungsführung auch hier verspielt.
Zudem sind EU-Einrichtungen in GB und etliche Unternehmen schon aus GB abgewandert - der Brexit-Rummel ist also so oder so nur ein gezielter Schuss ins eigene Knie.

Einfacherer wäre es,

Einfacherer wäre es, Nordirland mit Irland wieder zu vereinigen, immerhin fanden eine erhebliche Mehrheit der Nordiren den Verbleib in der EU für richtig. Darüber sollten die Nordiren abstimmen.

Frau May erinnert mich an

Frau May erinnert mich an einen Herrn Schröder in Deutschland, der mit seiner Basta-Mentalität ähnlich wie jetzt Frau May versucht hatte, alle Gegenstimmen in seiner Regierungsfraktion (und im Parlament) mundtot zu machen. Ähnliches kennen wir auch von Frau Merkel mit ihrer Alternativlos-Politik. Immer wenn Politiker nicht mehr weiter wissen und mit ihrer Meinung gescheitert sind, kommen alte Floskeln aus Kindertagen wieder zum Vorschein, mit denen meist Eltern ihre Kinder zu überzeugen versuchen.
Dies hat jedoch mit Demokratieverständnis der Erwachsenen nichts zu tun, weshalb auch zu hoffen bleibt, daß diese groteske "Überzeugungstaktik" zum Scheitern verurteilt ist und die Mehrheit im Parlament der bevorstehenden Abstimmung über den Scheidungspakt mit der EU eine eindeutige Abfuhr erteilt und daraus entweder eine Neuwahl oder ein zweites Referendum hervorgeht, damit die Briten den Lügen der Tories, die letztlich zum ersten Referendum geführt haben, endlich ein Ende setzen können.

09:53 von Hador Goldscheitel

Zudem könnte das Votum auch für den Brexit ausfallen.
.
und dann würden sie es akzeptieren
oder nicht wieder ein Haar in der Suppe finden ?
die haben abgestimmt, besser wäre eine Vorgabe 2/3 gewesen
(bei Ein wie Austritt) und damit erst mal vom Tisch

Mir scheint, dass die

Mir scheint, dass die Angelegenheit Brexit (und die angebliche Not für ein 2. Referendum) reinste Hypnose ist.

Die Eu hat hier fleissig mitgewirkt durch "roayle" also köngliche Vorstellungen und Bedingungen, aber auch die Engländer.
So entstand doch die eigentliche Krisenstimmung, und die Leute lesen die Zeitung und gucken TV, und werden die ganze Zeit psychologisch manipuliert und es wird mit Ängsten gespielt. Das kann doch nicht so schwer sein, da raus zu kommen. Aber mir scheint, EUROPA WILL ES SCHWER ERSCHEINEN LASSEN. Kalkül? Als Mahnung an andere Austreter?

/// Am 17. Dezember 2018 um

///
Am 17. Dezember 2018 um 09:33 von Sisyphos3
09:24 von Hador Goldscheitel

Die Vorteile, die die EU für UK bietet ......
.
klar doch
dass wenn sie diese Meinung vertreten, alle anderen das auch so sehen müssen !///
.
Richtig. Fakten sind Fakten und die Vorteile sind offensichtlich. Es gibt natürlich auch Faktenleugner....

Auch meine Meinung

@17. Dezember 2018 um 09:32 von nikioko
Danke, das ist der beste Beitrag zu diesem leidigen Thema. Den Aussagen stimme ich vollinhaltlich zu.

Öffentlichkeitsarbeit

17. Dezember 2018 um 09:51 von tobeorwhat

Tja, "Öffentlichkeitsarbeit" bzw. Bearbeitung der Öffentlichkeit hatte in der Tat einen Anteil an dem mit seinem Ergebnis überraschenden Brexit-Referendum. Selbst die Befürworter des EU-Ausstiegs waren ja vom Ergebnis erstaunt. In den Wochen vor dem Termin liefen mehrere, durchaus mysteriöse Kampagnen in den sozialen Medien, darunter massiver Einsatz von Social Bots, Trollen, Mems und vielerlei weiteren Instrumenten. Durchaus ernsthaft wird erwogen, dass dabei auch Propagandaarbeit von Plattformen der Russischen Föderation aus geleistet wurde. Und natürlich führt eine emotionale Ja-Nein-Entscheidung zu einer Spaltung in der Gesellschaft. Schließlich strebt jede/r zunächst zuerst nach ihrem/seinem persönlichen Vorteil. Die vorgegaukelten gesellschaftlichen Versprechen blieben dagegen diffus.
"Elitenkritik", wie in Ihrem Beitrag ersichtlich, ist zum Teil durchaus berechtigt. Die politischen "Eliten" in Großbritannien haben hier Fehler gemacht.

Das Englische Versprechen

Damals hieß es schon in der Rede Churchills:
„Ich habe nichts zu bieten außer Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß“ („I have nothing to offer but blood, toil, tears and sweat“).
Darauf scheinen die Engländer zu stehen.
Wohlgemerkt: scheinen! Denn etliche haben mittlerweile ob der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Rückzug etlicher Unternehmen gemerkt, dass genau dies auf sie zukommt.
Diesmal geht allerdings das Volk nicht als Gewinner hervor, denn der Brexit ist nicht der Zweite Weltkrieg und ihr Feind sitzt nicht auf dem Kontinent, sondern unmittelbar auf ihrer Insel, ein Feind der mit dem Brexit einer kompletten jungen Generation und der nachfolgenden Generationen das Leben und in Nord-Irland den Frieden ohne Not zerstören will, nur um die eigenen Pfründe zu mehren.
Das "Englische Versprechen" von "blood, toil, tears and sweat", hat wieder symbolische Konjunktur, wenn von Spaltung der Gesellschaft ob eines ehrlichen Referendum gesprochen wird.

neuer Druck

Und wie man jetzt lesen kann, warnt die Regierung ihre Bürger vor Flugbuchungen ab April.
1. Das bedeutet unverfrorenen Druck auf die EU, doch noch Zugeständnisse zu machen. Länder wie Spanien werden damit gezwungen zu reagieren.
Andererseits zeigt das, wie sich die UK vorstellen, künftig mit der EU umzugehen, wenn ihnen wieder mal etwas nicht passt.

2. Es soll die Hardliner hinter May bringen, die jetzt sagen, "die" macht doch was wir wollen - dann stimmen wir im Zweifel doch für den Deal und gegen ein Misstrauensvotum ab.

Die EU muss jetzt erkennen, diesem Druck sich nicht zu beugen. Abwarten und dann kommt das Referendum bzw. das Ende jener Regierung. Das arbeitende, demokratische und im Kern liberale Volk der EU und des UK muss endlich wieder die Kraft aufbringen, sich zu wehren und die Führung zu übernehmen.

Hosen voll

Abstimmungen spalten also das Volk? Tsss.
Warum dann überhaupt noch wählen?
Die Wahrheit ist:
Wenn ich als britische Premierministerin einmal, in der Überzeugung, den Willen des Wählers zu meinen Gunsten erkannt zu haben, eine Wahl vom Zaun breche, und dann eine Klatsche bekomme, dann mache ich das kein zweites Mal.
Theresa May hat schlicht und einfach die Hosen voll vor der Meinung des Volkes, sie sagt ja sogar selbst nicht wieder antreten zu wollen. Zu Recht natürlich, denn eine Volksabstimmung über den Austrittsvertrag würde unweigerlich zur Rücknahme des Brexit-Votums führen, selbst wenn keiner im Volk seine Meinung ändert. 1 Million seit 2,5 Jahren verstorbene alte Brexiteers unter den Wählern wurden inzwischen durch 1 Million junge Remainer ersetzt.
Es ist blanke Angst vor der Niederlage, die May das Volk jetzt ausschließen und damit die Demokratie mit Füßen treten lässt. Staatsmännisch allerunterste Schublade.

Das ist Demokratie

Wir wählen so lange, bis uns das Ergebnis gefällt, also her mit dem zweiten Referendum.
Und drei Jahre später wollen die Briten wieder raus aus der Eu, dann kommt Referendum Nr. 3. Und zwei Jahre später wieder rein, dann Referendum 4, Usw, usw, ....

RE:Sparer

"Sie meinen, viele Brexit-Gegner hätten das Referendum ursprünglich für einen Witz erachtet, und wären deshalb nicht zur Wahlurne gegangen ?"
Witz ? Nö, habe ich nie gesagt. Es haben aber nur weige damit gerechnet, dass die Regierung den Brexit dann trotzdem in Gang setzt. Es ging viele nur um eine Abrechnung mit Premier Cameron.

Was die EU-Umfrage zur Zeitumstellung angeht, die nachträglich von Kommisionspräsident Junker als verbindlich erklärt wurde, ist genauso närrisch.

Gruß Hador

@08:46 Sparer

Vielleicht sparen Sie sich mal die persönlichen Angriffe hier und gehen auf meine Argumentation ein - falls Sie keine Argumente haben: einfach mal den bekannten Rat von Dieter Nuhr befolgen...

@BotschafterSarek

"Das sehe ich anders. Eine ernstzunehmende Anzahl von Bürgern sieht sich von den damals von den Brexit-Befürwortern vorgebrachten Argumenten mit ihren sehr rosarot gefärbten und inzwischen klar widerlegten Zukunftsannahmen getäuscht."

Bei jeder Wahl gibt es von Parteien oder Politikern Wahlversprechungen, die aber nach der Wahl nicht gehalten werden.
Z.B. regelmäßig vor der Wahl Steuerentlastungen von der CDU bzw. Frau Merkel. Diese Versprechungen wurden niemals nach der Wahl gehalten.
Dann wurden die Wähler auch belogen oder getäuscht und man müßte die Wahlen immer wiederholen.

Hoffentlich sehen Sie anhand dieses Beispieles die Lächerlichkeit Ihres Arguments.

/// Am 17. Dezember 2018 um

///
Am 17. Dezember 2018 um 10:00 von sprachloser
Seit vielen Jahren erhält England

satte Rabatte. Irland entzieht anderen Ländern Milliarden von Steuergeldern weil die Briefkastenfirmen dulden, Nein aktiv anwerben. Dafür gewähren die einen Steuersatz von weit unter einem Prozent. Ein Riesengeschäft für Irland, ein Wahnsinnsgeschäft für die Steuerverminderer, ein Riesenverlust für die Staaten wo der Umsatz erzielt wird. England und Irland entziehen Milliarden was die Amikonzerne Lieben und bei uns für Steueribgetechtigkeit sorgt. Insofern ist die Loslösung eine Wohltat für Europa.///
.
Das ist so nicht richtig. Abgesehen davon, dass man die EU nicht auf rein wirtschaftliche Aspekte reduzieren kann, wird, wenn Sie nur diese Seite betrachten, nach überwiegender Einschätzung aller Experten, ein riesiger Schaden, wenn auch hauptsächlich auf GB Seite entstehen. Keine " Wohltat für Europa " sondern " Katastrophe.

RE:Orfee

"Das das Referendum bindend war, war doch jedem Menschen klar."
Eben Nicht !
Die Falschspieler der Tories haben dies dann im Nachhinein so dargestellt.
Es gab dazu genügend Interviews direkt nach Bekanntgabe des Referendums, die meine These belegen. Aber auch dies kann man ignorieren.

Gruß Hador

Sowjetunion

Wie haben sie in der EU alle gejubelt, als die Sowjetunion und später Jugolawien zerfiel!
Jetzt zerfällt die EU!
Ist jetzt jubeln verboten?!

@Orfee

Ist doch alles eindeutig schwarz auf weiß. Aber man wollte es lieber ignorieren wegen der Arroganz. Deswegen hat Frau Merkel Cameron damals abblitzen lassen.

Meiner Ansicht nach war Merkels Verhandlungsposition richtig und auch heute finde ich es richtig, dass die EU den Briten nicht zu weit entgegenkommt.

Jede Gemeinschaft (egal ob nun die Gemeinschaft der Bürger in einem Staat oder eine Gemeinschaft von Staaten) lebt von gegenseitiger Solidarität. Extrawürste sind da äußerst kontraproduktiv, denn wenn einer eine Extrawurst bekommen, will der nächste natürlich auch eine. Dann hat man lauter Extrawürste und die einheitlichen Regeln, die man sich eigentlich geschaffen hatte, um eben einen solidarischen Ausgleich zu schaffen, sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden. Daher darf man keine Rosinenpickerei zulassen.

re internnett

"Bei der Abstimmung wurde damals auch der harte Brexit nicht ausgeschlossen."

Bei der Abstimmung wurde damals ein konkretes Ausstiegsszenario gar nicht thematisiert.

Vermutlich.....

hat Theresa May mit politischem Instinkt erkannt, daß ein zweites Referendum eben nicht für Klarheit sorgt, sondern die Gesamtlage noch komplizierter macht,ihr Posten als Premierministerin auf dem Spiel steht und die Bevölkerung tatsächlich noch mehr und tiefer gespalten wird und zwar nicht nur in Torry- und Labour-Anhänger! Allen, die mehr direkte Demokratie oder Volksabstimmungen fordern, wird mit dem Thema BREXIT gezeigt, daß viele politische Entscheidungen so weitreichend, vielfältig in der Wirkung und kompliziert sind, daß das "Volk" in der Masse nicht nur überfordert ist, sondern eben deswegen auch leicht zu beeinflussen ist, wie Nigel Farage bewiesen hat!

10:09 von Didib57

Einfacherer wäre es,
.
das würde ich als "Aussenstehender" auch so sehen
denke aber das wird bestimmt nicht klappen
vielleicht wegen meiner "Vorurteile"
da es in meiner Kindheit/Jugendzeit nur Bilder gab,
wo die sich bis auf Messer bekämpft haben in Nordirland

@JohnMadison 10:03

Die Vorhersagen sind nicht an den Haaren herbeigezogen. Sie und viele andere Brexit-Befürworter wollen einfach nicht die Realitäten warnehmen. Wie Sie es schon sagen die EU exportiert viel mehr Waren nach UK als UK in die EU. Es wird jedoch für die EU sehr einfach sein einen neuen Abnehmer zu finden. Sie tun gerade so als sei Großbritannien der Nabel der Welt. UK hingegen wird es nicht schaffen den Import den man von der EU bekommt zu kompensieren. Weder von der Qualität noch sonst wie. Wirtschaftlich gesehen wird der Brexit für UK viel schlimmere Folgen haben als für die EU. Sicher wird auch die EU darunter leiden, aber man hat auch Vorteile, denn ohne die Briten wird es einfacher sein sich auf wichtige Projekte zu einigen.

re orfee

" Dann hätte Frau Merkel mit David Cameron besser verhandeln müssen, daß es nicht zu diesem Referendum kommt."

Nur damit Sie es auch endlich kapieren:

Verhandlungspartner für GB war und ist die EU und nicht Frau Merkel.

@Orfee

Bei jeder Wahl gibt es von Parteien oder Politikern Wahlversprechungen, die aber nach der Wahl nicht gehalten werden.
Dann wurden die Wähler auch belogen oder getäuscht und man müßte die Wahlen immer wiederholen.

Dazu haben wir auch alle vier Jahre die Möglichkeit, eine Wahl ist nicht von Dauer. Der Brexit wäre es ...

RE:Sisyphos3

"und dann würden sie es akzeptieren
oder nicht wieder ein Haar in der Suppe finden ?
die haben abgestimmt, besser wäre eine Vorgabe 2/3 gewesen
(bei Ein wie Austritt) und damit erst mal vom Tisch"

Die Wähler wurde gleich mehrfach hinter Licht geführt. Zuerst durch ein angeblich nicht-bindendes Referendum, und dann durch die vielen Lügengebilde. Jetzt ist der Wähler im Bilde und kann sein Votum erneueut abgeben.
Und hier zeigt sich auch generell die Schwäche von Referenden. Die Frage wie aus der EU ausgetreten werden soll, konnte damit gar nicht beantwortet werden, und war somit für Populisten ein gefundenes Fressen.
Bei Referenden halte ich generell ein 2/3 Votum für nicht zielführend, da immer eine Minderheit die Politik bestimmt. Fortschritt ist damit kaum möglich.

Gruß Hador

zum Kommentar um 08:43 von Der_Mahner

Offensichtlich unterschlagen Sie in Ihrem Beitrag das Zustandekommen des Brexit-Ergebnisses. Wie man jetzt weiß, wurde massiv gelogen und desinformiert! Damit haben sich Rechtspopulisten wie Nigel Farage und der Torrie Boris Johnson hervorgetan, die sich jetzt in der Versenkung aufhalten. Und Sie unterstützen dieses fragwürdige Zustandekommen des Brexit. Damit haben Sie sich von selbst geoutet aus welcher politischen Ecke Sie kommen! Sie sollten sich was schämen antidemokratisches Denken zu verbreiten!

@Hador Goldscheitel

"Die Falschspieler der Tories haben dies dann im Nachhinein so dargestellt.
Es gab dazu genügend Interviews direkt nach Bekanntgabe des Referendums, die meine These belegen. Aber auch dies kann man ignorieren."

Also haben die Briten aus Spaß ein Referendum gemacht und wenn sie wüßten, daß es nicht aus Spaß ist, hätten sie anders gestimmt.

Jetzt wird es aber richtig lustig hier. Ich hoffe das glauben Sie nicht selber. Das sind alles nur faule Versuche das Referendum damals irgendwie ungültig zu machen.

Wenn der Brexit so schrecklich ist, dann hätte man das eben verhindern können. Frau Merkel hat diese Gelegenheit dafür mehrere male verspielt.

re bigbirl

"Wie haben sie in der EU alle gejubelt, als die Sowjetunion und später Jugolawien zerfiel!
Jetzt zerfällt die EU!
Ist jetzt jubeln verboten?!"

Sie haben gejubelt, als der Zerfall Jugoslawiens bis hin zum Völkermord ausgetragen wurde?

Das lässt aber tief blicken ...

May hat niemanden zu warnen

Was Irreparable Schäden angeht sollte sich Frau May verdammt zurück halten. Diese Frau ist einfach politisch unfähig und hat dem Land mit ihrer überzeugungsschwachen Art es nicht geschafft das Parlament vom Vertrag zu überzeugen und damit dem Land einen Irreparablen Schaden zugefügt. Keiner wird Großbritannien mehr ernst nehmen, das Land hat sich zu einer Lachnummer entwickelt dank May. Die Parlamentarier in UK sind überzeugt: Der Vertrag den Frau May ausgehandelt hat schadet den Briten und darum werden die ihn auch nicht annehmen. Frau May ist doch selber Schuld! Dass von einem 2.Referendum geredet wird ist die Schuld von Frau May, die einen Vertrag mit der EU ausgehandelt hat, welcher offensichtlich den Briten nicht passt.

Es wird keine zweite Volksabstimmung geben.

Was sollte das denn bringen? Wieder ein knappes Ergebnis und dann nochmal und noch mal wählen?

Die EU sollte akzeptieren, dass sich die Briten entschieden haben und May entgegenkommen.

Die Alternative ist nicht der Verbleib in der EU sondern der harte Brexit!

@ andeterseits

Anders als Sie immer wieder suggerieren hat das Parlament schon abgestimmt.

Am 1. Februar 2017 hat es das Gesetz über den Brexit beschlossen. Punkt.

@BotschafterSarek

Endlich sagt es Einer ganz offen.
"Dann hat man lauter Extrawürste und die einheitlichen Regeln, die man sich eigentlich geschaffen hatte, um eben einen solidarischen Ausgleich zu schaffen, sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt wurden. Daher darf man keine Rosinenpickerei zulassen."

Wenn es keine Extrawürste oder Rosinenpickerei geben soll, dann kann es auch für die Briten kein Remain geben.

Daran hat es doch gescheitert.
Man kann aber nicht verlangen, daß die Briten dennoch in der EU bleiben, wenn man ihnen die Extrawürste verweigert.

Die Briten waren für viele Europäer ein Dorn im Auge. Unbeliebt und zu Selbstständig. Dazu haben kamen mit immer mehr Forderungen. Diese Haltung führt zu Brexit und das wird mit ein zweites Referendum nicht abgeschafft.

Irgendwann wird es wieder Konflikte geben, wenn die Briten in der EU bleiben. Deswegen ist die Trennung unvermeidlich.

@ Macadamia

Was soll eine "Integrität der Meinungsbildung" sein?

Selten wird so viel gelogen wie vor Wahlen. Das nennt man Wahlversprechen. Kein Politiker fühlt sich daran gebunden. Man denke an Merkels " mit mir wird es kein xy geben".

@Macadamia

Vor was Frau May Angst hat?
Zugeben zu müssen, dass der Brexit ein Fehler war.
Es gibt für Politiker, wie es scheint, nichts schlimmeres als Verantwortung übernehmen zu müssen.

Ex-Brexit

Wichtig dass die Mitgliedstaaten den Briten signalisieren dass die weiterhin und trotz des gigantischen Verhandlungaufwandes nach dem Referendum vor drei Jahren herzlich willkommen sind in der EU zu bleiben

@Orfee 09:53

Uns kann das ganze völlig egal sein. Hören Sie auf sich wie ein Besserwisser hinzustellen. Mir persönlich ist es richtig egal ob die Briten ein 2.Referendum durchführen oder nicht. Dies ist Angelegenheit der Briten und nicht unsere Angelegenheit. Die Kanzlerin hat damals völlig richtig gehandelt. Es war vollkommen richtig, dass die EU hart blieb und gegen diese elendige Rosinenpickerei der Briten vorging. Genauso muss man auch sich hinstellen sollte es ein 2. Referendum geben und dies pro EU ausfallen. Dieses Art der Briten sich für was besseres zu halten und Extrawürste zu bekommen muss ein Ende haben. Im Übrigen die Mehrheit der EU Bürger sieht die genauso und findet das Extrawurst Verhalten der Briten eine Frechheit.

09:56 von Sisyphos3

«dann sind sie eine Minderheit !
oder geben sie einem Politiker ne große Chance wenn er sagt schaut die z.B. Staatsverschuldung an, wir machen Einschnitte oder erhöhen die Steuern ....»

Ich gebe immer den Politikern generell die größeren Chancen, die mir vor Wahlen oder einem Referendum am stärksten plausibel darlegen, was sie warum zu tun gedenken.

Und wenn es Steuererhöhungen mit nachvollziehbarer Begründung sind, die angekündigt werden, dann ist mir das allemal lieber, als wenn die Steuern entgegen anders lautenden Versprechungen dann doch erhöht werden.

"Nach dem gleichen Prinzip" beurteile ich auch den Brexit. Das Votum der Bevölkerung von Juni 2016 war: "Leave the EU" auf Basis der "Fakten", die man ihr damals darbot.

Welche Konsequenzen der Brexit in welchen Aspekten haben würde, wurde weder thematisiert (besonders die Grenzfrage auf der irischen Insel nicht), noch war im Detail absehbar, "welcher Rattenschwanz da dranhängt".

Auf deratige "Anlügerei" verzichte ich gern.

RE:Orfee

"Also haben die Briten aus Spaß ein Referendum gemacht und wenn sie wüßten, daß es nicht aus Spaß ist, hätten sie anders gestimmt. "
Nein!
Der damalige Premier Cameron hatte aus Gründen schlechte Umfragewerte und parteiinternen Kritikern, dieses Referendum in absolut verantwortungsloser Weise angesetzt. Und viele haben mit ihrem Pro-Brexit-Votum mit ihm abgerechnet, und nicht unbedingt mit der EU.

Gruß Hador

@ Hador

Was Sie behaupten ist schlichtweg falsch.

Am 1. Februar 2017 beschloss das Londoner Parlament das Brexit Gesetz. Die demokratisch gewählten Abgeordneten haben mehrheitlich für den Brexit gestimmt.

Erzählen Sie doch nicht immer es gäbe keine verpflichtenden Grundlagen für den Brexit!

Karwendel

,.. mal wieder.

..bis hin zum Völkermord…

Bla. Wieder so ein absichtliches Falschverstehen. Es ist doch offensichtlich, daß der Zerfall einer Diktatur gefeiert wurde, und nicht der hirnlose Bürgerkrieg danach. Mir dünkt,Sie sind ein reichlich falsch programmierter Bot.

Erstaunlich!

1. Referendum basiert auf Lügen und falschen Fakten. Mag stimmen. Bei einem 2. Referendum kommen dann nur Wahrheiten auf den Tisch? Solche Wahrheiten,wie mit uns wird es keine MwSt.-Erhöhung geben? Oder,mit mir wird es keine PKW-Maut geben. Meine Enkelin hat mir gestern erklärt. Es gibt einen Weihnachtsmann. Sie hatte Recht.

@BotschafterSarek

"Dazu haben wir auch alle vier Jahre die Möglichkeit, eine Wahl ist nicht von Dauer. Der Brexit wäre es ..."

Das ist also Ihr Argument?
Der Brexit ist auch nicht von Dauer.
Die Briten könnten wieder rein, wenn sie wollten.

@Einfach Unglaublich 10:42

Können Sie mal aufhören zu erzählen die EU würde die Entscheidung der Briten nicht respektieren? Die EU muss überhaupt nicht May entgegenkommen. Vielmehr muss May halt überzeugender sein und den Vertrag durchs Parlament bekommen. Die EU wird einen Teufel tun irgendwo nachzuverhandelt. Entweder man nimmt diesen sehr fairen Brexit Vertrag an oder es gibt halt einen harten Brexit. Ein harter Brexit schadet genauso wie ein weicher Brexit UK mehr als der EU.
Das Gerede mit einem 2.Referendum kommt aus Großbritannien selbst und nicht aus der EU

@Orfee 10:46

Sie sind lustig. Die Briten zu selbstständig? Die sind doch total Importabhängig und bekommen nichts auf die Reihe ohne den Import aus anderen Ländern. Mir ist es egal was die Briten machen. Wenn die sich aber über ein 2. Referendum ein Pro EU Vote gibt, dann gibt es keine Extrawürste geben. Die Briten sind selber Schuld für die Suppe die sie sich eingebrockt haben.

RE:Orfee

"Wenn der Brexit so schrecklich ist, dann hätte man das eben verhindern können. Frau Merkel hat diese Gelegenheit dafür mehrere male verspielt."
Äh, Frau Merkel hat die Gelegenheit zur Verhinderung des Brexit gehabt ?
... und ist damit für den Brexit verantwortlich?
Sie blenden anscheinend die Verantwortung der britischen Politiker vollkommen aus.

Aber diese Vorwürfe hörte ich schon häufiger - aus der ganz rechten Ecke.

Gruß Hador

@ mm0815

Ich fände auch einiges gut.

Z.B. Neuwahlen in Deutschland. Da würde nach aktuellen Umfragen die GroKo keine Mehrheit bekommen.

Aber "gewählt ist gewählt" und wenn man im Flugzeug sitzt kann man dem Piloten auf halbem Wege auch nicht sagen, man hätte es sich anders überlegt und er sollte wieder umkehren.

@10:21 von andererseits

Versuchen Sie mal Ihrer eigene Wortwahl in Ihren "Kommentaren auf Kommentare" aus dem Blickwinkel dessen, den Sie kommentieren, zu betrachten. Vielleicht fällt Ihnen was auf.

10:45 von Einfach Unglaublich

«Anders als Sie [@andererseits] immer wieder suggerieren hat das Parlament schon abgestimmt.
Am 1. Februar 2017 hat es das Gesetz über den Brexit beschlossen. Punkt.»

Über das ausgehandelte Abkommen für einen "geregelten" Brexit konnte das britische Parlament am 01.02.2017 gar nicht abstimmen, da es damals noch gar nicht vorlag.

Ohne Punkt …

Keine Extrawürste mehr!

Liebe Briten, geht mit Gott aber geht endlich! Damit sich die EU wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren kann. Ihr wart während Eurer Mitgliedschaft jederzeit die größten Bremser, Verhinderer und Extrawurst-Besteller.

Happy Riddance, wir sind froh, dass wir Euch los sind!

Das Theater nervt nur noch. Bitte jetzt lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Eines Tages könnt Ihr ja wieder eintreten. Wenn die EU ein ganzes Stück weiter ist.

Nazionalismus, wie er in England momentan die Oberhand hat, darf nicht Schule machen. Nazionalisten spalten und spalten das Spaltprodukt dann nochmal. Dann haben wir bald Verhältnisse wie vor dem 30-jährigen Krieg. Selbst Deutschland würde sich wieder zerlegen. Die Bayern würden zunächst ausscheren. Dann würden sich die Franken von den Bayern abspalten. Dann die Oberfranken von den Unterfranken.

Die Briten

sollten einfach einen harten Brexit machen, und dann hinterher regeln was nötig ist.
Dann sieht das mit der EU auch ganz anders aus, wenn man etwas anfängt, sollte man es auch zu Ende bringen.
Wenn man so einige Kommentare ließt, kommt das Gefühl auf das einige Abhängig von GB wären, das werden aber wohl nur die wenigsten sein.

Ich müsste knapp 1200 Kilometer fahren um ins Land zu kommen, also hat es mehr oder weniger keine Auswirkungen auf mein Leben, oder auf das vieler anderer.
Ist schon eigenartig das sich um entfernte Dinge mehr gekümmert wird, als um das was vor der Haustür passiert.

@ schabernack

Sie haben das Urteil des EUGH nicht verstanden.

Die britische Regierung kann das Austrittsgesuch EINSEITIG zurücknehmen (vor dem Austrittsdatum).

Eine Zustimmung der übrigen EU Länder ist NICHT nötig.

Prime Minister May hat jedoch klargestellt, dass die britische Regierung dies nicht machen wird.

@Sparer 08:46

Unglaublich, dass ich dem Forist andererseits, der politisch nicht unbedingt auf meiner Wellenlänge liegt verteidigen muss.
Sie unterstellen dem Forist Dinge die so nicht in Ordnung sind. Sie ignorieren die 48 % die nicht für den Brexit stimmen. Sind die für Sie unwichtig? Offensichtlich halten Sie und der Rest der Brexit Befürworter diese 48% für Menschen Zweiter Klasse, weil die nicht so abgestimmt haben wie Sie es favorisieren.
Die Brexit Befürtworter haben nach dem Referendum nichts getan um das Volk zu einen, sie haben das Remain Lager links liegen gelassen und damit das Land noch weiter gespalten als es ohnehin gespalten ist. Mit dieser Art sich zu verhalten wird man Ende den Austritt Schottlands aus dem Königreich provozieren und zu verantworten haben und eventuell folgt auch Nordirland. Dann besteht UK nur noch aus Wales und England und eine einst große Nation schrumpft dann kümmerlich zusammen.

RE:Einfach Unglaublich

Sie sollten meine Kommentare sorfältiger lesen !
Die bezogen sich lediglich auf die Legitimation durch das Referendumm.
Das die Briten ein Gesetz zur Aufnahme von Austrittsverhandlungen verabschiedet hat, dürfte jedem bekannt sein.

Gruß Hador

10:03 von JohnMadison

"Brexit Gegner sind Großkonzerne und deren Versallen. Vorhersagen wie die Wirtschaft sich entwickeln wird sind alle bei den Haaren herbeigezogen. Die EU exportiert 2x so viele Waren nach UK als UK in die EU, daher die ganze Meinungsmache."

Tut mir leid! Aber das was Sie da schreiben ist völliger Humbug! Sie sollten sich einmal Ihren Nachbarn Irland ansehen! Das Land war 1973 noch der ärmste Staat Europas (nicht nur der EU)!!! Heute gehört Irland zu den reichsten Ländern! Sicherlich auch aufgrund des Steuerparadises. Jedoch profitiert die irische Wirtschaft enorm vom EU-Binnenmarkt!

Die Zahlen der Brexit-Befürworter auf GB bezogen sind nachweislich falsch! Papier ist geduldig! Dem haben Johnson und Co. keine Fakten entgegenzusetzen! Also spielt man mit der Angst! Die hilft ja bekanntlich immer!

Kann ich verstehen. Aber worum geht es Frau May?...

...schlichtweg um den Machterhalt.
Immerhin hat sie den Brexit doch mit ausgehandelt und möchte ihn.

---

Was die Spaltung der Bevölkerung angeht, die war schon vorher da.
Ansonsten hätte es so ein Ergebnis beim 1. Rerferendum nicht gegeben.

Das ist so ähnlich wie bei uns mit den Anhängern der AfD.
Ein kleiner Teil war schon immer da.
Der wurde nie "ausgerottet".
Ich meine die Alt-Nazis und Neo-Nazis.
Und viele Unzufriedene (z.B. Pegida)haben sich,
aus welchen Gründen auch immer, deren Meinung angeschlossen.

Sowohl bei den Briten wie auch bei uns ist
aber in erster Linie billiger Populismus dafür verantwortlich.

Echte Gründe für so ein Verhalten findet man selten, auf beiden Seiten.

@10:25 von Bigbirl

Ist jetzt jubeln verboten?!

Verboten nicht, aber töricht.

@Bigbirl 10:25

Was soll der Blödsinn? Wo zerfällt die EU? Wegen UK und dem Brexit wird die EU ganz ganz sicher nicht zerfallen, im Gegenteil und daran ändert sich auch nichts, wenn Sie es 100 mal uns als Wahrheit verbreiten.
Zerfallen wird UK und dies ignorieren Sie komischerweise. Anstatt also von einem Zerfall der EU zu sprechen sollten Sie sich mal mit Realitäten auseinandersetzen und dazu gehört, dass bei einem harten Brexit, der wohl kommen wird Schottland aus dem Königreich austritt und höchstwahrscheinlich Nordirland folgt.

Brexit Lügen 10:03

So einfach sollten Sie es sich nicht machen. Die Brexit Befürworter haben immer argumentiert, sie seien durch Zahlpflichten bei der Eu unfrei und benachteiligt. Tatsächlich kassiert UK seit den 80erJahren einen Briten'Rabatt. Thatcher sagte so schön "i want my money back". Benachteiligung UKs hat es nie gegeben. Das sind Erfindungen von den Herren Johnson und Farage.

Frau May tut so, ....

.... als ob die Volksbefragung eine Volksabstimmung gewesen wäre. Im Vorfeld des Referendums wurde immer wieder betont, dass es sich um eine "nicht bindende Umfrage" handelt. Als ginge es um ein nationales Meinungsbild. Alle weiteren Planspiele wie harter / weicher Brexit kamen viel später auf den Tisch. Je mehr Details bekannt wurden, um so klarer wurde nun dass der Brexit die Pfundwährung und die gesamte Volkswirtschaft in Grund und Boden rammen würde. Nur einige wenige Zocker und Superreiche würden profitieren. Dann wurde noch publik, dass die Alten zu 90 Prozent für den Austritt gestimmt hatten, die jungen zu 65 Prozent für Verbleib. Zudem nahmen die Rentner die Umfrage ernst, gingen zur Urne, die Kids eben nicht.
Nun, zwei Jahre danach, ist jedem Briten klar, dass ein zweites Referendum ein völlig neues Ergebnis erzielen würde.

Frau May ist offensichtlich verzweifelt,

wenn sie meint, ein zweites Referendum wurde die Nation spalten. Die Spaltung fand bei der ersten Abstimmung statt: die Wähler sind auf die falschen Versprechungen und die Lügen der damaligen Initiatoren der ersten Abstimmung herein gefallen. Die Jugend wurde kaum angesprochen, deshalb gingen die Wenigsten zur Abstimmung.
Wenn ich es richtig verfolgt habe, würden heute höchstens noch 40% für den Brexit sein, eben die alten Nationalisten und die Landbevölkerung.
Ich glaube, eine nochmalige Abstimmung würde den wirklichen Willen der Briten
genauer treffen.
Aber, man kennt die Briten: stur wie 1000 Rinder :)

@ collie4711

Nein

Das Parlament hat schon Am 1. Februar 2017 die Gerichtsentscheidung umgesetzt und den Brexit beschlossen.

Um was es jetzt nur noch geht, sind die Modalitäten des Austritte (weicher Brexit).

Für den Brexit bedarf es KEINES weiteren Parlamentsbeschlusses. Und ohne Ausstiegsvertrag mit der EU wird es am 29. März 2019 dann einen harten Brexit geben - und keinen Exit vom Brexit wie im Forum oft suggeriert wird.

@ Apollo 1995

„Am 17. Dezember 2018 um 10:35 Der_Mahner
Offensichtlich unterschlagen Sie in Ihrem Beitrag das Zustandekommen des Brexit-Ergebnisses. Wie man jetzt weiß, wurde massiv gelogen und desinformiert! Damit haben sich Rechtspopulisten wie Nigel Farage und der Torrie Boris Johnson hervorgetan, die sich jetzt in der Versenkung aufhalten. Und Sie unterstützen dieses fragwürdige Zustandekommen des Brexit. Damit haben Sie sich von selbst geoutet aus welcher politischen Ecke Sie kommen! Sie sollten sich was schämen antidemokratisches Denken zu verbreiten!“

Mehr Populismus in ein paar Zeilen sind kaum möglich. Wenn sich jemand schämen müsste, sind Sie es. Jemanden automatisch als Rechtspopulisten zu bezeichnen, der für den Brexit ist, ist abenteuerlich.
Würde Sie in diesem Zusammenhang gerne auch für ihren Beitrag in eine extreme politische Ecke stellen, nur macht die Redaktion das hier nicht mit.
Über ihrem Niveau ist aber heute definitiv eine Kellerwohnung frei geworden

Zweires Brexit-Referendum:May warnt vor "irreparablem" Schaden..

Ein zweites Referendum,weil daß Ergebnis des ersten nicht passt.Und dann vielleicht noch ein drittes Referendum.War da nicht mal was mit Irland,als eine Abstimmung,deren Ergebnis der EU nicht passte wiederholt werden mußte ?
Der Brexit passt vor allem anderen nicht:Laut DIHK-Präsident Schweitzer hängen in der Bundesrepublik 750.000 Arbeitsplätze vom Export nach Grossbritannien ab.Umgekehrt wohl eher weniger.

Neues Referendum ist absolut notwendig

Jede Firma prüft periodisch, was haben unsere Entscheidungen bewirkt, was war gut, was war schlecht. Dann werden die Ziele neu definiert und eventuell wird eine Kehrtwendung gemacht. Nur die britische Regierung hat das nicht nötig. Mit Volldampf rast Great Britain in die Instabilität. In Kürze ist der Ausstiegstermin und nichts ist geklärt. Die Zeit wurde sinnlos verplempert. Ich glaube, hier geht es nur ausschließlich um Machterhalt, um Posten und Pöstchen zu Lasten der Bürger. Warum äußert sich eigentlich nicht das Königshaus dazu? Es geht doch um die Zukunft des Königreichs. Einfach nur mit schicken Kleidern in der Regenbogenpresse glänzen, das reicht nicht. Wieso finanzieren die Bürger den Pomp eigentlich noch?

@Magfrad

"Sie sind lustig. Die Briten zu selbstständig? Die sind doch total Importabhängig und bekommen nichts auf die Reihe ohne den Import aus anderen Ländern. Wenn die sich aber über ein 2. Referendum ein Pro EU Vote gibt, dann gibt es keine Extrawürste geben. Die Briten sind selber Schuld für die Suppe die sie sich eingebrockt haben."

Seit Jahren gibt es gegen Rußland immer stärker Sanktionen. Fragen Sie mal dort die Menschen, ob es ihnen tatsächlich jetzt viel schlechter geht?
Sie importieren nun statt aus der EU mehr aus der Türkei und dem Osten. Sie sind viel mehr auf sich selbst gestellt. Sie produzieren nun vielmehr selber und sich von der EU unabhängiger geworden. Ist Rußland wirtschaftlich am Ende?
Dazu sind sie nationalistischer geworden, weil sie gelernt haben selbstständiger zu sein.
So wird es auch mit den Briten kommen. Mehr Nationalismus, weniger Import, mehr Export wegen Abwertung. Ein ganzes Land kann dadurch nicht untergehen. Es ändert sich nur nach dem Brexit.

@10:45 von Einfach Unglaublich

Anders als Sie immer wieder suggerieren hat das Parlament schon abgestimmt.

Am 1. Februar 2017 hat es das Gesetz über den Brexit beschlossen. Punkt.

Das haben Sie jetzt schon mehrfach geschrieben, aber es ist falsch. Es wurde nicht der Brexit beschlossen, sondern es wurde die Verantwortung für den Brexit auf die Regierung übertragen. Diese darf und muss über den Brexit entscheiden. Umgekehrt heißt es, dass die Regierung den Brexit auch stoppen dürfte, wenn sie es wollte.

@Hador Goldscheitel (9:35)

Der Wähler muss über die Konsequenzen seiner Wahl im bilde sein.
Beim Brexit wurde er letztlich hintergangen, da das Referendum erst nach der Wahl für bindent erklärt wurde.
Viele wären dadurch zu Wahl gegangen, oder hätten sich zweifelos anders entschieden

Ich bitte Sie, seit wann wird Geld für die Durchführung eines Referendums ausgegeben, wenn das keinen bindenden Charakter hat? Für Meinungsbilder sind die Demographen zuständig.
Recht haben Sie, dass viele Wähler nicht über die Konsequenzen im Bilde waren. Insofern ist der Brexit auch das beste Argument gegen die vielerorts geforderte direkte Demokratie, in der dann nicht mehr die Abwägung von Sachargumenten, sondern nur noch der marktschreierische Populismus über den Ausgang entscheiden.

Was im UK und im dortigen Parlament so alles

be- oder ge-sprochen wird, ist derart widersprüchlich, dass der Durchschnitts-Bürger wohl kaum etwas damit anfangen kann. Aber für das, was dort geschieht sind ganz allein das dortige Unterhaus bzw. die Einwohner zuständig.

Es ist überraschend wie viele hervorragend Informierte über die "Willenslage" und "Optionen" der britischen Parlamentarier es hier im Forum gibt. Auch die Stimmungslage der Bevölkerung ist bestens bekannt.

Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich! ;-))

re nicht superschlau

"Bla. Wieder so ein absichtliches Falschverstehen. Es ist doch offensichtlich, daß der Zerfall einer Diktatur gefeiert wurde, und nicht der hirnlose Bürgerkrieg danach."

Erstens war Jugoslawien keine Diktatur, und zweitens gehören Zerfall und Bürgerkrieg untrennbar zusammen.

Eins ohne das andere geht gar nicht.

Ein zweites Referendum ist unausweichlich

Die Briten haben etwas bestellt, ohne zuvor auf die Rechnung zu achten. Der Brexit wurde ihnen wie auf einer Butterfahrt von windigen Verkäufern angedreht. Sie sollten nun die Chance bekommen, von diesem Betrug zurückzutreten.

@ Elite?demokrat

Sie haben ein seltsames Verständnis von Demokratie.

In Demokratien gilt, dass derjenige, der auf die Möglichkeit der Stimmabgabe verzichtet, sich dem Wahlverhalten der Wählenden anschließt. Wahlergebnisse werden deshalb auf Grundlage der abgegebenen Stimmen gewertet und NICHT auf Basis der Zahl der Wahlberechtigten.

Sie können keine "Partei der Nichtwähler" für ihre eigenen politischen Überzeugungen in Anspruch nehmen.

Etwas Jahresend-Humor sollte erlaubt sein

Auf Kommentar antworten
vom 17. Dezember 2018 um 11:03 @ Harald Friedrich
Keine Extrawürste mehr!
----
Abspaltungs"gefahr" der Bayern.
Was haben die Briten und die Bayern gemeinsam? Genau - Sie deuten es in Ihrem Beitrag an - das Einfordern von Extrawürsten.

Am 17. Dezember 2018 um 08:11

Am 17. Dezember 2018 um 08:11 von Hackonya2
Frau May
Warum ist die Frau den dagegen? Wenn wieder für Brexit abgestimmt wird, dann macht man eben noch eine und noch eine und ... so lange bis gegen den Brexit gewählt wird, erst dann nicht mehr wiederholen. :)
//////////
Ja klar, aber solange nachverhandeln bis das Ergebnis passt, das ist dann ok oder wie?
Alle sind gegen ein 2. Referendum, aber dann sollten sie den ausgehandelten Brexit Vertrag auch akzeptieren oder eben nicht. Wo sind wir denn, in einem Wünschdirwas Laden?!

re orfee

"Der Brexit ist auch nicht von Dauer.
Die Briten könnten wieder rein, wenn sie wollten."

Dann sind Sie ja doch der Meinung, dass sich Mehrheiten verändern können?

11:09 von Einfach Unglaublich / @schabernack

«Sie haben das Urteil des EUGH nicht verstanden.
Die britische Regierung kann das Austrittsgesuch EINSEITIG zurücknehmen (vor dem Austrittsdatum). Eine Zustimmung der übrigen EU Länder ist NICHT nötig.»

Ich hab's nochmal nachgelesen.
Und ja - ich habe mich geirrt.
Die Briten könnten den Brexit ohne Zustimmung der EU zurückziehen.

Ist doch gut, wenn man hier debattieren, eigene Irrtümer aufklären, und Neues dazu lernen kann …

@Einfach Unglaublich 11:09

May hat klargestellt, dass die britische Regierung es jetzt nicht machen wird. Wenn aber ein 2. Referendum erfolgt (ich halte so ein 2.Referendum nicht für sinnvoll, halte es aber für sehr gut möglich, dass es so kommen wird) dann sieht die Sache ganz anders aus.
Unabhängig von allem gibt es wirklich wichtigeres als Uk, ich verstehe nicht warum man sich nicht um andere Probleme kümmert. Dies ist Angelegenheit von UK und nicht mehr unsere Angelegenheit. Gut so für uns!

Debakel ohne Ende

Gerade auch die Vermeidung einer Abstimmung im brit Parlament und das absolut knappe Ergebnis des Votums gegen May haben eigentlich klar gemacht, dass die meistens Briten den Brexit im Grunde genommen gar nicht mehr wollen. Und nur die paar Leute an der Spitze reichen eben in einer echten Demokratie nicht aus, um einen so verheerenden und weiterichenden Schritt zu rechtfertigen. Der EuGH hat dann auch völlig richtig gehandelt und das berühmte "Grüne Licht" für ein zweites Referendum gegeben. Wir Bürger der EU sollten alle diese Entscheidung berücksichtigen und anerkennen. Darum wäre die Lösung mit dem zweiten Referendum eigentlich der richtige Weg. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser richtige Weg dann auch gelingt!!

@Hador Goldscheitel

"Äh, Frau Merkel hat die Gelegenheit zur Verhinderung des Brexit gehabt ?
... und ist damit für den Brexit verantwortlich?
Sie blenden anscheinend die Verantwortung der britischen Politiker vollkommen aus.

Aber diese Vorwürfe hörte ich schon häufiger - aus der ganz rechten Ecke."

Die britischen Politiker sprechen sich ständig mit dem Parliament ab und handeln nicht alleine.
Bei Frau May sieht man es wohl eindeutig wie gebunden die britischen Politiker auch mit Frau May an das Parliament sind. Ohne das Parliament kann Frau May oder ein anderer Politiker nicht selber alles entscheiden. Sehr unverständlich für uns selbstverständlich.

Wann hat denn bitte schön Frau Merkel irgendetwas mit dem Bundestag abgesprochen? Sie entscheidet alles alleine. Bundestag meidet sie wie ein Teufel das Weihwasser.

Wie das Geschachere im britischen Parlament auch

ausgehen wird, es ist für bei Parteien die denkbar schlechteste Lösung:

Austritts-Vertrag annehmen und ohne Einflussmöglichkeit de fakto in der EU bleiben ist für die eine Seite nicht annehmbar.

Austritts-Vertrag nicht annehmen hat negative Folgen für alle (und ist daher eigentlich auch nicht annehmbar).

Da zur Zeit keine Seite sinnvoll verhandelt sondern sich nur ideologisch äußert wäre wohl der harte Austritt für die EU am günstigsten. Es würden in den kommenden 5 bis 10 Jahren die Brexit-Befürworter erkennen:
- es gibt kein "Empire" mehr
- keiner braucht einen Handelsvertag mit dem Inselreich
- das Commonwealth ist keine Freihandelszone sondern eine "Wertegemeinschaft" von Egoisten
- wenn schon ein Handelsvertrag mit dem UK, dann aber zum optimalen Vorteil des anderen Partners

Mal sehen, wie es dem UK dann geht.

@ Magfrad

Natürlich werde ich weiterhin meine Meinung äußern, dass die EU es in der Hand hat, einen harten Brexit zu vermeiden.

Selbst Wirtschaftsvetbände fordern die EU schon auf, May entgegenkommen, da ein harter Brexit die Unternehmen in der EU hart treffen würde. Allein die Automobilindustrie rechnet mit Kosten i.H. v. 2.000.000.000 Euro.

Vieles fällt dem englischen Nebel anheim...

Die Stimmungsmache vor der Abstimmung über "Bleiben" oder "Nichtbleiben" erinnert ziemlich an Kohl´s blühende Landschaften.
Höchst interessant wäre, zu erfahren was bei Frau May den Sinneswandel bewirkt hat, dass sie von der "Bleiben-Verfechterin" zur, mit jeder Faser ihres Lebens kämpfenden "Austritts-Verfechterin" mutiert ist.

@10:59 von Magfrad

Das finde ich einen guten Vorschlag...falls sich die Briten doch zum Verbleiben in der EU entscheiden, alle Extrawürste streichen. Der Fairness halber Bekanntgabe dieses Vorgehens vor dem 2.ten Referendum. Mal schauen, wie dieses dann ausgeht.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Streichung der Sonderbedingungen juristisch überhaupt möglich ist. EuGH hat doch erst kürzlich entschieden, dass GB jederzeit und ohne Weiteres zum Bleiben berechtigt ist.

Andersrum: Will überhaupt noch jemand die Briten?

Hallo,

ja, ich gestehe, wurde als Kind der frühen 60er Jahre stark durch britische Kultur geprägt, egal ob Literatur, Film und vor allen Dingen Musik.

Nur: mittlerweile ist es lächerlich, die Briten wissen selber nicht was sie wollen.

Da sie schon vorher immer durch ihre Extrawünsche aufgefallen sind - raus und wenns sein muss eben mit Schrecken. Wenn sie einen "harten Brexit" wollen - bittesehr.

Schade um die vielen Millionen Menschen in GB, die ich bisher als äusserst freundlich und liebenswürdige Zeitgenossen kennengelernt habe, aber sie haben den Mist - ob gewollt oder ungewollt - so gewählt und nun können oder müssen sie damit klarkommen.

Der "Point of no return" ist irgendwann erreicht.

was ist, wenn ein neues Referendum so ausgeht

51% für den Verbleib
49% für den Brexit?
Die Spaltung bleibt,
jetzt fühlt sich die andere Hälfte nicht berücksichtigt.
Gibt es in 3 Jahren eine neue Abstimmung?
Oder regelt man das wie im Eishockey?
Best of five, oder best of seven?

Und alle Probleme bleiben liegen, weil man permanent über diesen einen Tagesordnungspunkt diskutieren muss.

Am 17. Dezember 2018 um 08:47

Am 17. Dezember 2018 um 08:47 von emil.sulzberger...
(...) Das wäre Demokratie. Die Politik hat aber Angst vor dem Votum der Bürger. Die Souveränität Englands als (Groß)macht könnte damit schrumpfen, so die Befürchtung. Ich meine, das Gegenteil wäre langfristig der Fall. Bürger fühlen sich in einem Staat, der sie ernst nimmt, sie bei wichtigen Fragen mitreden lässt, wohler, als wenn man immer nur von oben regiert wird. Siehe Schweiz: was für ein Zusammenhalt völlig unterschiedlicher "Ethnien" über so lange Zeit
/////////
Sorry, aber immer das Beispiel "Schweiz" heranzuziehen ist meiner Meinung nach nicht so ganz korrekt. Ich habe seit Jahrzehnte Familie *Bruder, Schwester plus schon erwachsene Kinder) in der Schweiz und die berichten mir, dass wenn sie nicht fast alles in DE einkaufen würden, kämen sie nicht weit mit dem Geld die sie zu Verfügung haben. Die Schweiz zahlt einen großen Preis um NICHT in der EU zu sein!

@ schabernack

Das Parlament hat den Brexit beschlossen und DANACH und auf der rechtlichen Grundlage dieses vom Parlament beschlossenen Gesetzes wurde der Austrittsantrag gestellt.

Der jetzt anhängige Ausstiegsvertrag mit der EU begründet nicht den Brexit, sondern die Modalitäten. Der Brexit ist beschlossene Sache (am 1. Februar 2017) und wird am 29. März 3019 kommen. Auch ganz ohne Abstimmung über den Ausstiegsvertrag!

Liebe Brexit-Fans

Die EU ist vor allem den USA ein Dorn im Auge. Immerhin haben die USA es geschafft, den guten Draht der EU zu Russland zu kappen und Russland zur Gefahr hoch zu stilisieren. Dabei werden die USA von den ehemaligen Ostblockstaaten unterstützt, die zwar die Gelder von der EU gern einstreichen, aber ansonsten gegen die EU wettern, weil sie so der EU ihre eigenen Fehler in die Schuhe schieben können.
.
Und nun gibt es auch noch die vielen Brexit-Fans, die sich vor Freude über den Brexit die Hände reiben und das Ende der EU herbeisehnen. - Ihr werdet euch noch umsehen, denn wir haben wieder ähnliche Stimmungen, wie 1914 und 1939. War ja auch ein Super-Ergebnis, oder? Aber: wer nicht hören will muss fühlen!

Am 17. Dezember 2018 um 08:59 von Felina2

Ruhe wird nicht eintreten. Im Gegenteil, der Ausstieg wird für ganz Europa eine harte Belastung werden, auch für uns Deutsche. Es geht um viele Arbeitsplätze. Ein Großteil unserer Exporte geht nach England. BMW baut dort den auch bei uns beliebten Mini Cooper. Deutsche Zulieferer verkaufen dorthin ihre vorgefertigten Erzeugnisse. Der erfolgreiche Airbus wird von Franzosen, Briten und Deutschen gebaut. Europa ist zu sehr innerlich verzahnt, als dass man einen Teil einfach abklemmen kann. Großbritannien ist nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte Nettoeinzahler in den EU-Haushalt trotz des "Briten-Rabatts", den Frau Thatcher 1985 ausgehandelt hat. Und die EU-Grenze in Irland ist nicht geklärt. Das könnte wieder die IRA auf den Plan rufen. Die Schotten werden sich abspalten und in die EU zurückkehren. Also Sturm ist vorprogrammiert und das ist Gift für die Wirtschaft aller Beteiligten.

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