Ihre Meinung zu: Labour will Brexit-Votum vor Weihnachten

16. Dezember 2018 - 13:44 Uhr

Nach dem erfolglosen EU-Gipfel in Brüssel sucht Großbritannien weiter nach einer Lösung im Brexit-Dilemma. Doch diese ist nicht in Sicht. Nun will Labour eine Brexit-Abstimmung vor Weihnachten erzwingen.

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Kommentare

Mal sehen ob die Vernunft siegt

Im Hintergrund wird ein zweites Referendum vorbereitet.
Sollte jetzt etwa doch die Vernunft der Briten zunehmen. Nachdem jetzt jedem klar sein sollte, was der Brexit in seiner Gesamtheit bedeutet, ist das eine Option endlich für Klarheit zu sorgen, ob jetzt immer noch eine (knappe) Mehrheit für oder gegen einen EU-Ausstieg ist.

Erneutes Referendum?

Nach alldem, was sich seit dem seinerzeitigen Referendum getan hat, wäre es besser gewesen, das ins Auge gefasste neue Referendum vor dem ersten durchzuführen.
Ich will damit sagen, was schon seit Anfang an galt:
Die Menschen hatten über den Ausstieg abgestimmt, ohne die geringste Ahnung davon zu haben, welche weitreichenden und vielschichtigen Konsequenzen damit verbunden sein würden.
Insofern war der Aufruf zu dem Referendum schlicht unverantwortlich.

Wie es nun mal aussieht, wäre

Wie es nun mal aussieht, wäre ein 2. Referendum über den Brexit angebracht, allzu oft wird den Bürgern Sand in die Augen gestreut, dass ist in der BRD auch nicht anders und die meisten glauben auch noch, das alles besser würde. Welche Bürgerschaft käme auf die Idee ihre regierenden Politiker zu kontrollieren ?

Wir wählen

solange bis es passt ?, was ist wenn es wieder fast 50:50 ausgeht ?.
Die Briten sollten sich vorsichtshalber die Welt ansehen und was die EU so macht, und dann erstmal überlegen was günstiger für sie ist.
Aber vielleicht bekommen sie dann ja noch mehr Rosinen angeboten, eigene Währung haben sie ja, sind nicht eingebunden.
Ich gehöre zumindest zu der Generation die Entscheidungen nicht ständig umdreht.
Aber der Mediale Hype ist natürlich auch recht groß.

Gegen den Brexit

Labour ist mit großer Mehrheit gegen den Brexit. Wenigstens eine Partei ist noch vernünftig geblieben und steht zum Europakurs.

Frei nach Che Guevara

"Seien wir realistisch und fordern das Unmögliche"

Ein Votum eine Woche vor Weihnachten.

Ich lach mich tot.

Handel

Das hin- und hergezerre in den Verhandlungen ist einfach peinlich.
Was die Briten wollen ist einfach der unmittelbare Austritt aus der EU ohne Wartezeit damit sofort Verhandlungen mit anderen Ländern begonnen werden können. Herr Trump steht da schon parat. Das die EU in Sachen Irland so unnachgiebig ist, damit haben die Briten nicht gerechnet. Diese Regierung, dieses Parlament kann man nicht (mehr) ernst nehmen. Beschämend.

Ein neues Referendum wäre

Ein neues Referendum wäre vernünftig und gerecht. Das erste Referendum wurde in eine unglaublich verantwortungslose art, nur auf Emotionen und Träumereien aber nicht auf reale Fakten durchgeführt. Das was GB mit seinem Volk gemacht hat, hat sehr wenig mit Demokratie zu tun. Jetzt sollte wirklich für alle klar sein was den Brexit bedeutet, und es ist klar, wenn jetzt eine Mehrheit dafür ist soll es geschehen.

Arbeitnehmerrechte abbauen

Die neoliberalen Brexiteers sehnen sich schon nach dem Ende der EU-Mitgliedschaft. Brüssel steht dann einer ungeregelten Umverteilung von unten nach oben nicht mehr im Weg.

urteilsfähig

Man sagt. bevor man ein Urteil fällt, muss man die Voraussetzungen dazu begriffen haben.
Die Briten haben über einen Sachverhalt urteilen müssen, den sie nicht begriffen hatten...noch bis heute haben!
So blieb ihnen nur das "Bauchgefühl". Das reicht aber nicht, für so einen weitreichenden Entscheid! Daher wäre es gut, wenn der Entscheid (Brexit) mit einem QUORUM verbunden gewesen wäre.... denn NUR die einfache Mehrheit (50,1 : 49,9) reicht in einem solchen "Fall" nicht aus!!! Ein Quorum fordert eine qulitative Mehrheit die man selbst festlegen kann: Also zB mindestens 66%.

Erschreckend!

Ich finde das total erschreckend.In aller Bescheidenheit stelle ich mir zwei Fragen:

Wäre es nicht sinnvoll die Sorgen der EU Kritiker mal aufzunehmen und die EU zu verbessern, dann eine neues Votum in GB zumachen? Ist das so schwer?

Die EU würde besser, das Problem wäre zu Gunsten aller gelöst...ok, zu Gunsten von Amazon, Apple, Google und Co nicht. Hier scheint das eigentliche Problem?

Ich bin EU Befürworter, leider scheint die EU in Händen von den vollkommen falschen Leuten, was mich die EU Kritiker immerhin gut verstehen läßt!

Labour mal wieder ...

Zitat: "Nun will Labour eine Brexit-Abstimmung vor Weihnachten erzwingen. "

Labour mal wieder ... das Brexit-Referendum gab es doch schon längst. Am 23.06.2016!

Man möge die offensichtlich "Ewiggestrigen" von der Labour mal diesbezüglich avisieren!

///Am 16. Dezember 2018 um

///Am 16. Dezember 2018 um 14:30 von wenigfahrer
Wir wählen
solange bis es passt ?, was ist wenn es wieder fast 50:50 ausgeht ?.
Die Briten sollten sich vorsichtshalber die Welt ansehen und was die EU so macht, und dann erstmal überlegen was günstiger für sie ist.
Aber vielleicht bekommen sie dann ja noch mehr Rosinen angeboten, eigene Währung haben sie ja, sind nicht eingebunden.
Ich gehöre zumindest zu der Generation die Entscheidungen nicht ständig umdreht.
Aber der Mediale Hype ist natürlich auch recht groß.///
.
Entscheidungen anzupassen, wenn sich die Voraussetzungen geändert haben oder neue Erkenntnisse aufgetaucht sind, ist das Normalste in der Welt. Firmen z.B., die das nicht machen sind meist sehr schnell marginalisiert. Im übrigen gibt es in GB keinen Volksentscheid. Das Parlament muss entscheiden.

Eben!

Zitat: ""Das Parlament hat die demokratische Pflicht, das umzusetzen, wofür das britische Volk gestimmt hat", sagte May nach Angaben mehrerer Medien"

Eben!

Aber mit demokratischen Referenden haben die Linken eben nur solange etwas am Hut, solange das Ergebnis in ihrem Sinne ausgeht!

EU sollte zweites Referendum einfordern

Um das lächerliche Kasperle-Theater von Frau May endgültig zu beenden, sollte die EU von den im Unterhaus vertretenen Fraktionen in London die Durchführung eines zweiten Referendums einfordern und im Anschluß gleich die Durchführung von Volksbefragungen auf europäischer Ebene bei zukünftigen wichtigen Entscheidungen im europäischen Parlament diskutieren und verabschieden.
In England hat man das Volk vor über 2 Jahren massivst belogen, um den Brexit durchzuboxen und die seinerzeit Verantwortlichen sind inzwischen fast alle abgetaucht, bzw. haben keine führenden Ämter mehr.
Schon die alten Griechen kannten vor fast 2000 Jahren solche Plebiszite bei wichtigen, das Volk unmittelbar betreffenden Entscheidungen. Da die EU gerade überlegt, wie sie in Zukunft etwas bürgernaher werden und der Meinung ihrer Bevölkerung stärkere Beachtung schenken könnte, wäre dies ein sehr bedeutender Schritt in Richtung mehr Demokratie in Europa und auch ein sehr wichtiges Zeichen für die kommende Europawahl.

nicht der kapitailismus frisst die demokratie

sondern die EU! ein volk, volk von england ahtte abgestimmt um sich von der eu zu lössen. dieses volk hat das einzige ware und teuerste recht wargenommen nähmlich die demokratie. aber exact dieses giebt es nicht in einer eu. england wurde von beginn an torpediert, manipuliert und sogar noch undemokratisch bekriegt. die mehrheit hatte entschiden was brüssel nicht akzeptieren und anerkennen will und hat somit england als abschreckung von nachamern verdammt.
europ wird somit gespaltet von diesen europolitikern und nicht von rechts oder links.
erinnert mich irgendwie an syrien und ukraine wo eine minderheit sich gegen die mehrheit stellte.
england halte durch und gehe bitte deinen weg, denn danach bist du frei und der neuaufbau ist immer besser als mit einer verkommenen gesellschaft witerhin zu leben. eu und ein verintes europa gieb es nicht und alle gutes werte eines jeglichen landes wurden abgeschaft für eine unterwerfige politik.

@wenigfahrer

Tja, ich bin halt einer der lieber von seinen Fehlern lernt, auch ohne medialen Hype aber mit Fakten :-) Und dass der Brexit wirtschaftlich schlecht fuer die britische Wirtschaft ist laesst sich inzwischen nachweisen. Geld fliesst aus dem Koenigreich in die USA und Deutschland, was es vorher nicht getan hat.
Das Referendum war ja auch nie bindend. Waere es das, dann waere eine Zwei-Drittel Mehrheit sicherlich eine korrektere Marke gewesen.
Viele der Leaver sind inzwischen verstorben, viele Remainer wahlberechtigt geworden. Saemtlich Politiker die damals fuer den Brexit geworben haben sind nicht mehr beteiligt (Bojo und Farage) und, was vor allem wichtiger ist, die Meinung der Leute hat sich geaendert. Es ist schon bezeichnend das es die Populisten sind, die am wenigsten eine Volksbefragung wollen.

Meiner Meinung nach haette das Volk nie zu solch komplexen Sachen befragt werden sollen. May kaempft nicht fuer ihr Land, sondern fuer ihre politische Zukunft. Widerlich die Frau.

re von harry up

Also hätte das Volk gar nicht befragt werden sollen,es ist "zu dumm" ? Eine eigentümliche Demokratieauffassung.
Und gerade die ärmeren Bevölkerungsschichten haben für leave gestimmt,wohl weil sie wissen was sie von der
Union zu erwarten haben.

@14:05 von harry_up - Referendum unverantwortlich

"Insofern war der Aufruf zu dem Referendum schlicht unverantwortlich."
.
Damit haben Sie völlig Recht. David Cameron hat - aus reinem Eigennutz - ein Referendum versprochen und gemeint, dieses Versprechen nicht einlösen zu müssen. Als er dann dazu gezwungen wurde, fehlte ihm - selbst ein Europaskeptiker - die Energie und Überzeugungskraft, für den Verbleib in der EU zu werben und wurde von seinem eigenen Erfolg überrollt.
.
Dieses "Experiment" zeigt sehr deutlich, welche katastrophalen Folgen das Handeln nur eines einzigen Politikers haben kann und ist hoffentlich eine Warnung an alle, die für "mehr" Demokratie (d.h. Volksabstimmungen sind). Wenn eine Mehrheit (eigentlich) für den Verbleib in der EU ist und dann aber eine uninformierte Mehrheit bei der Abstimmung dann das Gegenteil festlegt, hat das schwerwiegende Auswirkungen auf die Demokratie und Gesellschaft allgemein - wie aktuell sehr "schön" zu sehen ist an dem politischen Chaos in Grossbritannien.

@Walter2929

Was genau meinen Sie damit das Trump schon parat steht?
Innerhalb der zwei Jahren hat sich nichts, aber auch gar nichts, zwischen Trump und den Tories entwickelt. Es wuerde auch keinen Sinn haben, da dass gegen 'America First' Ideologie verstossen wuerde. Fuer viele Leavers war das gerade einer der Realitaetsschocks, dass da eben ausser warmen Worten nie etwas konkretes kam.

Jaja, wir stimmen so oft ab,

Jaja, wir stimmen so oft ab, bis uns das Ergebnis passt. Aber vorher bitte noch ein bisschen Brexit-Weltuntergangspanik verbreiten, damit das gewünschte Ergebnis auch sicher ist.

@Wohlstandsbäuchlein

Ihre Aussage macht keinen Sinn.
Sowoh; Brexiteers als auch EU seien neoliberal?
Fakt ist doch das Thatcherite England wohl am neoliberalsten ist, und Thatcher nie besonders an der EU interessiert war.
Die EU steht den Interessen eines Empire entgegen. Das Empire hat aber auch nicht besonders gut funktioniert, vor allem nicht im 20. Jahrhundert.
Um multinationalen Konzernen die Stirn zu bieten, braucht es multinationale Buendnisse um geeinigt vorzugehen. Kleinstaaterei wird von anderen ungehemmt ausgenutzt. Insofer ist die Ungleichverteilung von Wohlstand eher bei den Brexiteers zu suchen.
Aber Fakten sind nicht so einfach wie Meinungen, wa?

@conarco

Und was ist das, was wir jetzt haben? Alles rationale Fakten? Ich sehe hier die ganze Zeit nur populistische Angstmacherei, so dass ein Scheitern quasi zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung wird. Nein, ein neues Referendum wäre genauso unvernünftig wie das kritisierte erste. Wenn was entschieden wurde, muss man auch mal dazu stehen und nicht ständig wieder eine neue Diskussion anfangen, nur weil einem das Ergebnis nicht passt.

Den Briten würde es genauso gut oder schlecht gehen, wenn nicht die ganze Zeit alles schlechtgeredet und Panik verbreitet würde. Die Schweiz ist übrigens auch kein EU-Mitglied.

@dongo333

Denken Sie dass die EU keine Arbeit erledigt hat?
Ich kenne viele gemeinnuetzige Projekte die gut von der EU profitiert haben, vor allem dort wo ansonsten nichts waere.
Auch hat die EU gute Arbeit geleistet Steuervermeidung schwieriger zu machen (und das wird auch noch mehr werden). Wie konnten in den letzten Jahren sonst die Steuereinnahmen so verbessert werden?

@14:48 von Werner40 - Entscheidungen anpassen

"Entscheidungen anzupassen, wenn sich die Voraussetzungen geändert haben oder neue Erkenntnisse aufgetaucht sind, ist das Normalste in der Welt. "
.
Dem stimme ich grundsätzlich zu. Allerdings frage ich mich, welche Voraussetzungen sich seit der BREXIT-Entscheidung geändert haben oder welche neuen Erkenntnisse aufgetaucht sind. Es gab einen relativ langen und intensiven "Wahlkampf" vor der Abstimmung. Jeder (der wollte) konnte sich informieren über mögliche Auswirkungen - inkl. Information und Diskussion über Wahlpropaganda und Lügen. Wer das ignoriert und trotzdem eine uninformierte Entscheidung trifft, der will das so.
.
Andererseits wäre das auch ein fatales Signal für künftige Abstimmungen, nach dem Motto: "Die Abstimmung ist ja nicht so wichtig, ich kann es mir später immer noch anders überlegen". Das untergräbt die Legitimation jeder Volksabstimmung / -befragung.

re ein politiker

"Um das lächerliche Kasperle-Theater von Frau May endgültig zu beenden, sollte die EU von den im Unterhaus vertretenen Fraktionen in London die Durchführung eines zweiten Referendums einfordern und im Anschluß gleich die Durchführung von Volksbefragungen auf europäischer Ebene bei zukünftigen wichtigen Entscheidungen im europäischen Parlament diskutieren und verabschieden."

Zweimal falsch.

Erstens hat die EU gegenüber dem britischen Parlament gar nichts einzufordern. Das wäre eine unzulässige Einmischung und vermutlich sogar kontraproduktiv.

Zweitens kann das EU Parlament den Mitgliedstaaten gar nicht vorschreiben, ob und wie sie Volksbefragungen durchzuführen haben.

@Ein politiker

Volksabstimmungen in wirklich wichtigen Fragen werden sie in der EU niemals sehen.

Eine Abstimmung über TTIP hätte das Abkommen unmöglich gemacht.

Ganz ohne das es dafür Trump gebraucht hätte.

Eine Abstimmung über die EU Arbeitskräftefreizügigkeit hätte wohl auch keine Mehrheit bekommen.
Da die Nachteile deutlich zu erahnen waren.

Ebenso vermutlich die Weichwährung Euro - zumindest in D und anderen Ländern mit vormals harter Währung.

All diese Dinge sind eher zum Nachteil der Normalbürger.

Und eher im Interesse der lobbyverteter in der EU Komission und des EU Parlaments.

Also lässt man den Normalbürger außen vor.

@ wenigfahrer um 14:30

>>Wir wählen solange bis es passt ?<<

Diesen Spruch lese ich so oft und er ist so dämlich.
Ja, natürlich wählen wir solange, bis es passt.
In einer Demokratie MUSS regelmäßig und wiederholt mit Wahl der aktuelle Wählerwille nachgeprüft werden.

Es wäre doch schwachsinnig, die Wähler für alle Ewigkeiten auf ein einziges Wahlergebnis festzulegen.
Bei Parlamentswahlen werden zukünftige Wahlen doch auch nicht unterlassen, nur weil das letzte Wahlergebnis möglicherweise einzelnen besonders gut passt.

Ob die Mehrheitsverteilung in den Parlamenten oder Inhaltliche Abstimmungen... die Wähler haben doch das Recht ihre Meinungen zu ändern.
Und in der ganzen Brexitdebatte ist doch die Situation heute ganz anders, als damals bei der 1. Abstimmung. Da ist es nicht abwegig den Wähler zu befragen, wie nun der Stand der Dinge ist.

re bote-der-unwahrheit

"Zitat: "Nun will Labour eine Brexit-Abstimmung vor Weihnachten erzwingen. "

Labour mal wieder ... das Brexit-Referendum gab es doch schon längst. Am 23.06.2016!

Man möge die offensichtlich "Ewiggestrigen" von der Labour mal diesbezüglich avisieren!"

Hat Ihnen noch keiner avisiert, dass ein Referendum und eine Abstimmung im Unterhaus zwei Paar Stiefel sind?

Man kann immer noch dazulernen, wenn man sich in dem Thema nicht so richtig auskennt.

Brexit jetzt

Eigentlich waren die Briten ohnehin nur halb dabei . Sie haben das Schengener Abkommen nicht unterzeichnet und Ihre Währung behalten . Der Verlust für die EU hält sich also in Grenzen .Na gut ,Hering wird wahrscheinlich teurer und Englisches Bier . Letzteres können wir aber verschmerzen . Im Moment wollen die Briten zwar Filetstücke , aber keinen Schlachthof. Auch wenn ich ihn nicht mag aber Trump wäre längst draussen .

@ Bote_der_Wahrheit um 14:49

>>Zitat: ""Das Parlament hat die demokratische Pflicht, das umzusetzen, wofür das britische Volk gestimmt hat", sagte May nach Angaben mehrerer Medien" Eben! Aber mit demokratischen Referenden haben die Linken eben nur solange etwas am Hut, solange das Ergebnis in ihrem Sinne ausgeht!<<

Und der Wähler hat kein Recht seine Meinung zu ändern?
Wollen Sie ihn auf alle Ewigkeit auf das Ergebnis festlegen, nur weil es Ihnen passt?

Jede Wahl ist eine Momentaufnahme und kann doch nicht Mehrheits- und Machtverteilungen auf unbegrenzte Zeit festlegen. Demokratie lebt doch nur, wenn regelmäßig durch Wahl der Wählerwille abgefragt wird.

Also denken Sie doch mal nach, bevor Sie den Ruf nach einer Wahl als undemokratisch abzutun.

Eine neue Abstimmung ist die beste Lösung

Wenn GB endlich Klarheit noch vor Weihnachten will, dann ist eine neue Abstimmung notwendig. Und ich nehme stark an, dass dann mehr Bürger für den Verbleib in der EU stimmen würden, damit das Chaos in GB ein Ende findet.

14:48 von Werner40

>>Im übrigen gibt es in GB keinen Volksentscheid. Das Parlament muss entscheiden.<<

Hat es aber 2016 gegeben? Oder habe ich da was falsch verstanden.

@14:49 von Ein Politiker - EU zweites Referendum?

"Um das lächerliche Kasperle-Theater von Frau May endgültig zu beenden, sollte die EU von den im Unterhaus vertretenen Fraktionen in London die Durchführung eines zweiten Referendums einfordern und im Anschluß gleich die Durchführung von Volksbefragungen auf europäischer Ebene bei zukünftigen wichtigen Entscheidungen im europäischen Parlament diskutieren und verabschieden."
.
Verstehe ich das richtig: Sie fordern, dass die EU in die britische Innenpolitik eingreift um das politische Chaos auf der Insel in den Griff zu kriegen? Also so zu handeln wie ihr immer - zu Unrecht - vorgeworfen wird und was mit ein Grund war für die Mehrheit in Grossbritannien, für den BREXIT zu stimmen. Das ist paradox.
.
Darüber hinaus fordern Sie Volksbefragungen auf europäischer Ebene. Wenn man sich anschaut, welche katastrophalen Folgen die letzte Volksbefragung in Grossbritannien hatte, (obwohl diese Entscheidung noch gar nicht umgesetzt wurde) ist das ebenfalls paradox.

re kommerz

"Den Briten würde es genauso gut oder schlecht gehen, wenn nicht die ganze Zeit alles schlechtgeredet und Panik verbreitet würde. Die Schweiz ist übrigens auch kein EU-Mitglied."

Albanien auch nicht.

Was sagt das jetzt über den Satz: XY ist kein EU-Mitglied?

Die EU ist ein Haus mit einer

extrem ausgedehnten Hausordnung, aber ohne Möbel. Unter ökonomischen Gesichtspunkten hat die EU für viele neue Mitglieder maximal wenig gebracht. Für die osteuropäischen Länder ist der Sicherheitsaspekt und die Möglichkeiten zur Migration in der EU entscheidend. Ein harter Brexit ist sicher für alle Beteiligten schwierig. Aber das UK wäre dann wieder Herr im eigenen Haus. Wenn das nicht von Wert ist!

Mir bleibt in Erinnerung dass May einst gegen

den Brexit war.
Egal wie sie verschwinden Hauptsache sie sind weg und blühen und gedeihen allein vor sich hin.
ICH HAB ES SATT.

@Bote

Warum? Kennen Sie eine Aussage aus Links, demnach das Referendum nichtig gemacht werden soll? Wenn ja lassen Sie uns dran teilhaben. Die Frage ist nicht ob, sondern wie Brexit und das scheint nicht so einfach zu sein, wie gedacht, da man anscheinend es versäumt hatte bei Aufnahmeverträge in die EU, im Falle des austretens die Rahmenbedingungen fest zu legen.

Das Volk hat entschieden..

Versteh einer die Briten - eine Ministerpräsidentin kann einem Mißtrauensvotum durch die Abgeordneten unterzogen werden, wenn die unzufrieden sind mit ihrer Politik und das Volk darf dies nicht, wenn sich abzeichnet, daß die Wahlentscheidung auf Lug und Trug im Wahlkampf beruhte?

@14:52 von Residue - Ursache und Wirkung

"Meiner Meinung nach haette das Volk nie zu solch komplexen Sachen befragt werden sollen."
.
Ja, dem stimme ich zu
.
"May kaempft nicht fuer ihr Land, sondern fuer ihre politische Zukunft. Widerlich die Frau."
.
Das tun (fast) alle Politiker. Ihr das vorzuwerfen halte ich für unredlich. Ausserdem wurde Theresa May erst nach der BREXIT-Entscheidung Premierministerin. Für die Abstimmung ist David Cameron (allein) verantwortlich.

@Residue

Nicht alles was die EU macht ist schlecht. Es geht aber darum möglichst viele unter einen Hut zu bringen. Solange sich 40% oder mehr als Verlierer fühlen macht man vieles falsch. So ist der Brexit und ein eventuell neues Referendum auch eine große Chance. Momentan sehe ich viel zu viel Stillstand. Und Ungleichheit, nehmen wir nur Mobilfunk und Digitalisierung als ein Beispiel. Warum zahlen wir in Deutschland 10X so viel wie unsere dänischen Nachbarn?

@15:06 von Kein Weltbürger - Nachteile der EU

Sie zählen einige Punkte auf, die (eher) Nachteile oder sogar "deutlich" zu erahnende Nachteile für die "Normalbürger" haben:
- TTIP
- Arbeitskräftefreizügigkeit
- Weichwährung Euro
.
Stattdessen wähnen sie diese Punkte "eher im Interesse der lobbyverteter in der EU Komission und des EU Parlaments."
.
Dem stimme ich nicht zu. Zumindest bei der Personenfreizügigkeit (das geht weit über die Arbeitsplatzwahl hinaus) und dem EURO sehe ich deutlich mehr Vorteile als Nachteile, v.a. für die "Normalbürger"

14:54 von Residue

>>Was genau meinen Sie damit das Trump schon parat steht?<<

Herr Trump hat bei seinem Besuch in England (und auch beim Antrittsbesuch von Frau May in Washington) zugesagt mit den Britten eine Zollunion zu gründen wenn die Briten aus der EU ausscheiden. Natürlich hat sich noch nichts getan; die Briten sind immer noch in der EU. Herr Trump wußte aber auch damals noch nichts von dem "weichen Brexit" der die Briten in die zweijährige Wartefrist zwingt. Haben Sie andere Informationen? Gerne, immer her damit.

@ Auf eine Frage

Sie haben ja tolle Ansichten!!!
Der Brexit ist noch gar nicht vollzogen und es soll wieder gewählt werden dazu.
Da passt wirklich dazu „ es wird solange gewählt, bis es passt“
Solange die Brexit-Gegner ein Untergangszenario nach dem anderen aufstellen und von dem was jetzt schon alles passiert sein sollte nichts aber auch nichts eingetroffen ist, haben die Britten recht in dem sie sagen es gibt keine Neuwahlen.

14:51 von Petersons

Nun, genau genommen, sind es die Brexit-Leute, die mit einer Niederlage nicht umgehen können: Im Jahr 1975 wurde das erste Referendum (ebenso wie 2016 eine Volksbefragung, kein Volksentscheid) zum Brexit abgehalten. 67,23% haben für den Verbleib gestimmt. Seitdem graben die EU-Gegner und versuchen im UK die EU madig zu machen. Bis sie 2016 endlich eine knappste Mehrheit von 51,89% in einer solchen die ganze Nation für Jahrzehnte zutiefst prägende Schicksalsfrage erhielten. Aus gutem Grund braucht es in Deutschland für Verfassungsänderungen eine Zweidrittelmehrheit. Erst heute wäre eine Abstimmung eine verantwortliche Entscheidung, wenn man nämlich halbwegs weiß, was für ein Brexit möglich ist und welcher nicht. Ungeregelter Brexit heißt, dass am 30.3.2019 um 0:00 h UK von der Welt isoliert ist. So funktioniert Recht, wenn es einfach gestrichen wird, dann kommt das Chaos. Es wird Jahre dauern, bis UK all das Recht, auch im Verhältnis zum Ausland, wieder geschaffen hat.

um 15:17 von Lavoissier

"Aber das UK wäre dann wieder Herr im eigenen Haus. Wenn das nicht von Wert ist!"
Das bestreitet doch hier niemand. Aber die Meinung eines Bürgers kann sich doch in 2 Jahren verändern und schließlich würden bei einer erneuten Abstimmung wahrscheinlich mehr Bürger für den Brexit oder dagegen sein? Also lass die Briten mal über ihre eigene Zukunft abstimmen.

Dinner for One - Brexit - the same procedure every year

Update2020
Ganz alleine sitzt der Premierminister/in
alleine am langen Stabsscheftisch und Diener
Boris muß ein seltsames Gesöff einschenken,
da selbst der Irische & schottische Whisky alle ist.

@15:18 von Felina2 - Falsche Erinnerungen

"Mir bleibt in Erinnerung dass May einst gegen
den Brexit war.
Egal wie sie verschwinden Hauptsache sie sind weg und blühen und gedeihen allein vor sich hin.
ICH HAB ES SATT."
.
Sie werfen Theresa May vor, dass sie - entgegen der eigenen Meinung - die Interessen des Volkes vertritt, das mehrheitlich für einen BREXIT gestimmt hat? Ich finde, dafür hat sie einen Orden verdient!

Es läuft darauf hinaus, dass

Es läuft darauf hinaus, dass die Alternative ein harter ungeregelter Brexit oder ein Exit vom Brexit ist. In der Situation macht es natürlich Sinn, die Bevölkerung erneut einzubeziehen. Im übrigen gibt es in England keinen rechtsverbindlichen Volksentscheid. Bei einem Volksentscheid wird ein Anliegen aus dem Volk heraus per Bürgerinitiative oder Volksbegehren zur Abstimmung gestellt, bei einem Referendum wird über eine von Parlament oder Regierung erarbeitete Vorlage abgestimmt - wie in GB.
Je komplexer ein Thema ist, desto eher haben Populisten einen Vorteil: Wer sich bemüht zu erklären, warum die EU gegründet wurde und warum dieser Gründung ein zutiefst pazifistisches Motiv zugrunde liegt (Nie wieder Krieg in Europa), das durch möglichst enge wirtschaftliche, politische und kulturelle Verflechtungen gesichert werden soll, hat mehr zu tun und braucht mehr Worte - mehr als einer, der einfach nur brüllt "Britain first!" oder behauptet, "Brüssel verschwendet unsere Gelder!".

@ 14:53 von Bernd Kevesligeti

Das hat nichts mit zu dumm zu tun, sondern mit einer Komplexität, die zu durchschauen der normale Bürger einfach nicht die Möglichkeit hat. Würden Sie eine Volksabstimmung über die Relativitätstheorie abhalten wollen? Die komplexen rechtlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge, mit allen technischen Folgen, des Brexit kann kein Mensch allein durchschauen. Selbst die Experten haben nach dem Brexit viele Monate benötigt, bis sie die wesentlichen Wechselwirkungen und deren Konsequenzen auseinanderklamüsert hatten. Leider fehlt gerade den ärmeren Schichten in Großbritannien traditionelle jede ausreichende Bildung, um sich auch nur ansatzweise die Komplexität der Zusammenhänge und die Wirkung der EU vorstellen zu können. Wer mit Sun und Kriegsfilmen bei Laune gehalten wird, kann sich nicht vorstellen, dass vom Kontinent auch was Gutes kommen kann.

"nur weil einem das Ergebnis

"nur weil einem das Ergebnis nicht passt"
Genau da liegt das Problem. Ein Ergebnis muss auf richtige Kenntnisse basiert und nicht auf populistische Aussagen. Ich habe kein Problem wenn die Briten entscheiden weg zu gehen, aber alle Pros und Contras hätten auf den Tisch sein sollen um ein Referendum abhalten zu können. Das ist ganz klar nicht der Fall gewesen. So ist das Ergebnis schlicht falsch. Würde man so in der Wissenschaft handeln?

Also ich verstehe nicht, wie

Also ich verstehe nicht, wie einige Kommentatoren hier der EU die Schuld an der ganzen Misere zu schieben wollen.
Vor dem Referendum gab es die klare Ansage: Es wird kein Rosinenpicken geben. Punkt.
England hat jetzt die Möglichkeit mit oder ohne einen Vertrag auszutreten oder jetzt mit oder ohne einem weiteren Referendum in der EU zu bleiben.
Mehr Entscheidungsfreiraum geht ja nun wirklich nicht mehr.
Also hört bitte auf auf der EU rumzuhacken. Die Entscheidung liegt ganz bei den Engländern.

re walter2929

"Herr Trump hat bei seinem Besuch in England (und auch beim Antrittsbesuch von Frau May in Washington) zugesagt mit den Britten eine Zollunion zu gründen wenn die Briten aus der EU ausscheiden."

Herr Trump schwätzt viel wenn der Tag lang ist, und am nächsten Tag schwätzt er das Gegenteil. Und dann gar langfristige strategische Entscheidungen ...

@Felina2

May war gegen den Brexit, ja. Das leugnet sie auch gar nicht. Aber ihr Job ist der einer Volksvertreterin, und zu sagen „Ihr seid mehrheitlich doof, den Volksentscheid erkenne ich nicht an“ würde auf wenig Gegenliebe stoßen. Allenfalls hätte sie ihren Posten für einen Brexit Befürworter freimachen können.

Laßt sie egehn

Tatsache: GB hat sich verzockt. Das Brexit-Votum das von Cameron in Rollen gebracht wurde diente lediglich dem Zweck, noch mehr Sonderkonditionen in der EU rauszuholen.

Pech, das man wirklich für den Brexit gestimmt hatte. Vielleicht hatte Cameron nicht mit Merkels Masseneinwanderungspolitik gerechnet, die letztlich zum Pro Brexit führte.

Laßt die GB endlich aus der EU raus, natürlich ohne ihnen alles Mögliche zu schenken.

@15:42 von conarco - Fakten auf dem Tisch

"Ich habe kein Problem wenn die Briten entscheiden weg zu gehen, aber alle Pros und Contras hätten auf den Tisch sein sollen um ein Referendum abhalten zu können. Das ist ganz klar nicht der Fall gewesen."
.
Entschuldigen Sie bitte meine Ausdrucksweise, aber Sie verbreiten hier Falschinformationen. Natürlich waren die Fakten auf dem Tisch, es gab deutliche Warnungen vor den Folgen des BREXIT.
.
Gerne ergänze ich noch einen meiner Lieblingssätze: "Demokratie ist anstrengend". D.h. ich erwarte vom Wähler, dass er sich etwas bemüht und sich selbst informiert, als alle "Fakten" aus seiner Filterblase zu beziehen. Leider treffen viele ihre Entscheidungen "aus dem Bauch heraus" oder aus einer Laune heraus / auf Basis von Vorurteilen. Aber das kann man in einer freien Gesellschaft nicht verbieten.

Labour vernünftig?

@wohlstandbäuchlein
Ich frage mich, woher Sie Ihre Information dazu beziehen? Meines Wissens ist die Labour-Partei gespalten in der Frage, was ein 2. Referendum angeht. Lesen Sie dazu z.B. einen Guardian-Artikel von heute: https://www.theguardian.com/politics/2018/dec/16/labour-activists-pressu...
Jetzt geht es erst einmal um die Frage, ob man die Regierung May zwingen kann, doch noch das von ihr ausgehandelte Abkommen so schnell wie möglich dem Parlament vorzulegen.

Nordirland

Warum entlässt GB Nordirland nicht und Irland wird wiedervereinigt??

@um 15:42 von Autograf

Das hat nichts mit zu dumm zu tun, sondern mit einer Komplexität, die zu durchschauen der normale Bürger einfach nicht die Möglichkeit hat.

Wenn ich die Entscheide des Volkes bei uns in der Schweiz mit denjenigen von Parlamenten in unseren Nachbarländern zu ähnlichen/denselben Themen vergleiche, dann bin ich doch ganz froh hat das Volk bei uns soviel zu melden. Da wurden einige ganz weise Dinge nachhaltig und beständig entschieden.

Es ist bedenklich wenn dem Volk die Unfähigkeit abgesprochen wird zu einem einzelnen Sachthema noch monatelangem öffentlichen Diskurs eine Entscheidung treffen zu können. Wie soll es das dann bei Wahlen können, wo Parteien und Personen gewählt werden, die nach der Wahl noch wesentlich unberechenbarer (zB Koalitionen) handeln? Was soll ich davon halten wenn mir eine Kandidatin verspricht mit ihr gäbe es nach der Wahl keine Maut und danach entscheidet sie sich doch dafür? Da entscheide ich doch lieber direkt selber.

Grüsse aus der Schweiz

Vor Weihnachten

Das halte ich für unsinnig und nicht umsetzbar. Auch die Auslandsbriten sollten abstimmen, was alleine rein postalisch nicht mehr möglich sein dürfte. Außerdem hat kaum einer gerade jetzt den Kopf dafür.

Die Tatsachen sind nun mal geschaffen

Ein zweites Referendum würde die Sache eher verschlimmbessern.
Okay, die Briten haben sich von Rattenfängern abkochen lassen aber es ist halt unter tatkräftiger Unterstüzung der Bevölkerung passiert.
Ein zweites Referendum würde im allerbesten Fall eine "klare" Mehrheit pro Europa 60 zu 40 ergeben, viel zu wenig um der Spaltung in der britischen Gesellschaft und des gesamten Commenwealth entgegenwirken zu können.
Aus der Nummer kommt weder die EU noch Großbrittanien raus, Shit happens!
In Europa wirds ein wenig knirschen und knarzen und in England stellt man halt die Uhren zurück Richtung Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts und fängt neu an.

Wird für die Briten eine ganz harte Nummer ist aber leider nichtmehr umkehrbar.

Mein Mitleid hält sich auch in engen Grenzen. Wer sich dermassen von Populisten übern Tisch ziehen läßt muß dann auch die Schläge einstecken um die er gebettelt hat!

Sry

re von Autograf

Also Demokratie nur für die Eliten ?
Und wie stehen Sie dazu,wenn "ärmere Schichten" statt mit der Sun,mit BILD/EXPRESS und Soaps bei Laune gehalten werden ? Es fühlt sich nämlich so an,daß wenn diese konform gehalten werden(wenig Streiks,Fixierung nach oben),es in Ordnung ist.

@axhei

„warum entlässt GB Nordirland nicht“? Weil kein Staat freiwillig Staatsgebiet aufgibt.

"Je komplexer ein Thema ist,

"Je komplexer ein Thema ist, desto eher haben Populisten einen Vorteil: Wer sich bemüht zu erklären ... hat mehr zu tun und braucht mehr Worte - mehr als einer, der einfach nur brüllt."

Sehr schön beschrieben und wahrlich übertragbar auf alle Themen der Zeit, ob Klimawandel, Migration oder Diesel.

Die demokratische Lösung kann eigentlich nur lauten: Das Parlament hat die Pflicht über das Verhandlungsergebnis abzustimmen.

Lehnt es den mühsam ausgehandelten Vertrag ab muss die Konsequenz heißen:

Neues Referendum wird dem Volk auferlegt mit den beiden Alternativfragen:

"Das Parlament hat den Vertrag abgelehnt: Als Konsequenz wird den Wählerinnen & Wahlern zur Entscheidung vorgelegt:

1. Ausstieg aus der EU ohne Vertrag ("HardBrexit")

2. Verbleib in der EU

Wo sind eigentlich die Rechten, die sonst immer nach Volksabstimmungen rufen?

@um 16:00 von axhei

Warum entlässt GB Nordirland nicht und Irland wird wiedervereinigt??

Überlassen Sie doch solche Entscheide bitte der nordirischen Bevölkerung.

Grüsse aus der Schweiz

15:45 von karwandler

>>Herr Trump schwätzt viel wenn der Tag lang ist, und am nächsten Tag schwätzt er das Gegenteil. Und dann gar langfristige strategische Entscheidungen …<<

Da gebe ich Ihnen recht aber, leider kommt es nicht darauf an ob Herr Trump sich erinnert was er gestern gesagt oder gemeint hat, sondern einfach auf die Erwartungshaltung einiger britischen Politiker. Boris Johnson hat doch diese ganz schön vor sich hergetrieben, wahrscheinlich mit dem Hintergedanken das Trump mit wirtschaftlichen Entscheidungen ihn zum Premierminister befördern kann.
Wie so oft, das Wohlergehen der Bevölkerung fällt hinten ´runter. Sowohl Boris Johnson als auch Frau May werden da auf ihren Landsitzen ganz schön traurig sein, jeder aus einem anderen Grund.

re eu-schreck

"Vor Weihnachten

Das halte ich für unsinnig und nicht umsetzbar. Auch die Auslandsbriten sollten abstimmen, was alleine rein postalisch nicht mehr möglich sein dürfte."

Ein heißer Tipp: Vorm Kommentieren den Artikel lesen.

Dann hätte man gemerkt, dass "vor Weihnachten" kein Referendum, sondern die Abstimmung im Unterhaus gefordert wird.

Brexit, - ein Desaster!

Ganz generell: ... denn sie wissen nicht, was sie tun!
Und sie haben aus den beiden Weltkriegen nichts gelernt und träumen noch immer vom British Empire. Dabei vergessen die PM May und die Brexit-Befürworter im Parlament und Regierung die europäische Zukunft der britischen Jugend!
Send PM May & all Brexiteers packing!

@16:05 von Messi

dann bin ich doch ganz froh hat das Volk bei uns soviel zu melden.

Lieber @Messi, Sie schreiben ja oft, wie wunderbar das mit den Volksabstimmungen in der Schweiz klappt. Ich wollte immer schon mal darauf antworten. Das ist nämlich lange nicht so rosig, wie es oft dargestellt wird.

Ganz konkret hat die Schweiz ja auch ihr "Brexit"-Problem. Die Schweiz ist de fakto EU-Mitglied, nämlich über ein kompliziertes Konstrukt von Verträgen. Durch den Volksentscheid "Gegen Masseneinwanderung" von 2014 werden diese Verträge gekippt. Das bedeutet auch für die Schweiz ein Ende aller Vorteile, die sie durch die (Quasi-)EU-Mitgliedschaft hat.

Der Unterscheid zu GB ist, dass die Schweizer Bundesregierung wohl mehr Erfahrung damit hat, damit umzugehen. Offenbar hat sie beschlossen, den Entscheid einfach auszusitzen. Jedenfalls habe ich stark den Eindruck, dass die Demokratie in der Schweiz nicht wegen, sondern trotz der Volksentscheide funktioniert.

@14:47 von dongo333

Wäre es nicht sinnvoll die Sorgen der EU Kritiker mal aufzunehmen und die EU zu verbessern, dann eine neues Votum in GB zumachen? Ist das so schwer?

Die Frage ist, was "verbessern" in diesem Zusammenhang heißt. Ein großes Problem, das die Briten traditionell mit Europa haben, sind die Sozialstandards. Und zwar nicht, dass sie zu niedrig wären, sondern dass sie zu hoch sind. Brüssel stört bei einem ungebremsten Kapitalismus "auf Angelsächsisch".

Das gleiche gilt für das oft angesprochene Demokratie-Defizit. Die EU ist für die Briten nicht zu wenig demokratisch, sondern zu viel. Viele Reformen in Richtung "mehr Demokratie" sind unter anderem am Widerstand des UK gescheitert.

Man könnte die EU reformieren, um den Briten entgegen zu kommen, aber will man das? Anders als Sie glauben, wäre das aber jedenfalls im Sinne von Amazon, Apple, Google und Co.

@16:05 von Messi

Ach so, noch ein Nachtrag.

Da entscheide ich doch lieber direkt selber.

Und das ist nämlich genau der Denkfehler, den alle Kämpfer für Volksentscheide machen.

Jeder denkt: Das, was ich meine, das liegt doch so klar auf der Hand. Das sieht jeder sofort ein! Nur die Politiker haben da irgendwelche eigenen Interessen und verhindern die guten und sinnvollen Entscheidungen.

Tatsächlich stellt sich dann aber raus, dass komischer Weise die Mehrheit gar nicht meiner Meinung ist. Und die stimmen anders ab als ich wollte. Und die stimmen sogar richtig dumm ab!

Das heißt, bei einem Volks"entscheid" wird mir zwar suggeriert, ich könnte hier was entscheiden. Kann ich aber nicht.

re: 14:30 wenigfahrer: Wahlen!

"Wir wählen solange bis es passt ?, was ist wenn es wieder fast 50:50 ausgeht ?"

Auf Ihren ersten Punkt ist hier schon derart oft eingegangen worden. Sie müssen sich ja nicht überzeugen lassen, aber dann wenigsten auf die Erklärungen eingehen. Was haben Sie denn hieran nicht verstanden?

Noch ein Zitat zum Nachdenken: Sir Karl Popper meinte sinngemäß zur Essenz einer Demokratie: Nicht die Existenz einer Wahl ist entscheidend, diese sei immer Vergangenheit. Entscheidend ist die immerwährende Möglichkeit einer Abwahl.

"Die Briten sollten sich vorsichtshalber die Welt ansehen und was die EU so macht, und dann erstmal überlegen was günstiger für sie ist."

Es gibt eben nicht "die" Briten. Genau darin liegt der Kardinalfehler unserer aktuellen Populisten: Alles, aber auch wirklich alles wird verallgemeinert.

"Ich gehöre zumindest zu der Generation die Entscheidungen nicht ständig umdreht."
Ich zum Glück nicht - sonst würde das "Nach"denken und "Zu"hören gar keinen Spaß mehr machen.

Dann halt ein "harter Brexit"

Ich frage mich, was dies geeiere überhaupt stattfindet.
Stichtag festelegen und Schluß. Raus aus der EU und fertig.

Wäre für Deutschland auch besser. Die EU kotzt mich nur noch an.

@16:46 von Prof.

Wäre für Deutschland auch besser. Die EU kotzt mich nur noch an.

Hui, das ist ja mal ein differenzierter, kluger und überlegter Kommentar. Der regt wirklich zum tiefen Nachdenken an.

Im Ernst, kommt da noch eine Begründung oder ein Argument oder wars das schon?

um 16:25 von WC.Hofmann

"Dabei vergessen die PM May und die Brexit-Befürworter im Parlament und Regierung die europäische Zukunft der britischen Jugend!"
Genauso ist es! Was erwarten die Alten noch von dem Brexit? Die Zeit des British Empire ist längst vorbei, auch wenn manche noch daran denken. Die Zukunft ist Europa und die EU, auch für GB.

@16:46 von Prof. - Raus aus der EU

"Raus aus der EU und fertig.
Wäre für Deutschland auch besser. Die EU kotzt mich nur noch an."
.
Warum?

re prof

"Dass die Deutschen grundsätzlich ein Problem mit einer Demokratie haben, ist ja nichts neues."

Eher haben die rechtsextremen Deutschen ein Problem damit, dass sie wegen der Demokratie kein Bein auf die Erde bekommen.

Dass man als "das Volk" doch nur 13% ist führt zu Frust, wie hier zu sehen ist.

@16:54 von Prof. - Echte Demokratie?

"Seit Jahrzehnten wird Deutschland abgewirtschaftet und der Willen der Bevölkerung ignoriert."
.
Woran machen Sie das fest? Meine Beobachtung und die Statistik sprechen dagegen.
.
"Alleine der schändliche Umgang mit der einzigen Opposition (die AfD) ist ein Beweis dafür."
.
"schändlicher Umgang" mit der AfD - was meinen Sie damit?
.
"Ich hege den Verdacht, dass das politische System in Deutschland nur hochgradig korrupt ist. Das verhindert eine Reformierung zu einer echten Demokratie hin."
.
"Echte" Demokratie? Ich dachte, wir leben in einer echten Demokratie!

15:15 von Walter2929 "14:48 von Werner40 "

Am 16. Dezember 2018 um 15:15 von Walter2929
14:48 von Werner40

>>Im übrigen gibt es in GB keinen Volksentscheid. Das Parlament muss entscheiden.<<
Hat es aber 2016 gegeben? Oder habe ich da was falsch verstanden.

Sorry, aber die Antwort lautet schlicht "JA"

Die "einzige Opposition"?????? @Prof.

Zitat: "Dass die Deutschen grundsätzlich ein Problem mit der Demokratie haben, ist ja nichts neues" Zitat Ende....
Lieber prof. soweit sind wir noch nicht.
Zitat: "Einige meinen, dass die Deutschen ein dummes Volk sind". Zitat Ende.....
Hmmm. Der Verdacht könnte einem schon kommen, wenn man einige der Kommentare von liest. Ach nix für ungut. Über das Thema Brexit wollten sie gar nicht schreiben, oder?

Nur weil ...

... die Koaltionsparteien in Deutschland zur Zeit keine Mehrheit bei den Wählern hätten, kann ich auch keine Neuwahl verlangen.

"Gewählt ist gewählt, Ihr könnt mich jetzt nicht mehr feuern. Das ist ja das Geile an der Demokratie." sang Elmar Brandt

Dies gilt auch für den Brexit: Volk und Parlament haben abgestimmt.

Und gut ist.

Ps. Es glaubt doch keiner wenn die Remainer genau so knapp gewonnen hätten, dass eine erneute Abstimmung überhaupt diskutiert würde.

Lehrstück

„Auch Arbeitsministerin Amber Rudd und Finanzminister Philip Hammond neigten zu einer zweiten Volksabstimmung, sollten alle anderen Möglichkeiten erschöpft sein.“

Sind sie. Je früher endlich klare Verhältnisse geschaffen werden, desto besser.

Hoffentlich haben jetzt wenigstens auch diejenigen aus diesem Debakel dazugelernt, die nicht ohnehin schon immer Vertreter einer weltzugewandt-fortschrittlichen Lebenseinstellung wie die der Protagonisten des heutigen Beitrags „Großbritannien: Simon Wallfisch wird Deutscher - wegen Brexit“ im ARD-„Europamagazin“ waren.

2018 um 15:42 von Gogreen ..es gibt aber nun mal ...

Kommentatoren hier, denen ist es wichtig auf der EU herum zu hacken - besser, es ist ihr vordringliches Motiv sich überhaupt zu Wort zu melden.
Nicht zwingend aber richtig, wäre gewesen nach dem Angang von Blair Neuwahlen zu veranstalten, weil das Thema viel zu wichtig ist und war, um es populistischen Stimmungspolitikern und dem von ihnen temporär aktivierbaren Klientel zu überlassen. Aber verpasste Chancen bieten eben immer wieder neue andere, also muss man es nehmen wie es ist.
Neuwahlen und neue Köpfe, aber eben erst nach dem Austritt und dann muss man sehen, was geht.

@ conarco

Fordern Sie auch ein Jahr nach der Bundestagswahl eine Neuwahl weil man erst jetzt weiß was SPD und CDU/CSU so veranstalten?

@ Kedros

Klares Nein!

Das Wahlrecht hängt nicht von der von Ihnen geforderten Informiertheit ab. Man muss in einer Demokratie nicht zu einem Wahl TÜV. Jeder kann auch aus dem Bauch heraus wählen, eine Münze werfen, nach der Attraktivität der Spitzenpolitiker oder einfach wie Mama wählen.

Ist alles erlaubt!

re Bernd Kevesligeti, um 14:53

Mir scheint viel eher, dass Sie bislang immer noch nicht verstanden haben, dass es hier längst nicht mehr um die hauchdünne Abstimmungsmehrheit für “Leave“ geht.
Und mit keinem Wort habe ich gesagt, das britische Volk sei “zu dumm“ gewesen, also drehen Sie mir bitte nicht das Wort im Munde rum.

Und Ihnen möge der Herr Ihre Unfehlbarkeit erhalten.

re einfach unglaublich

"Fordern Sie auch ein Jahr nach der Bundestagswahl eine Neuwahl weil man erst jetzt weiß was SPD und CDU/CSU so veranstalten?"

Ein unsinniger Vergleich. Die nächste Bundestagswahl kommt in zwei Jahren. Und die vorherige hat nichts festgezimmert, was dann auf Jahrzehnte Bestand hat.

Aber man merkt schon, dass in der rechten, EU-feindlichen Fraktion panische Angst herrscht, dieses Votum gegen die EU könnte doch zurückgenommen werden.

re einfach unglaublich

""Gewählt ist gewählt, Ihr könnt mich jetzt nicht mehr feuern. Das ist ja das Geile an der Demokratie." sang Elmar Brandt

Dies gilt auch für den Brexit: Volk und Parlament haben abgestimmt."

Wenn Sie schon Liedertexte zitieren: Genau dieser sagt nicht die Wahrheit.

Schröder wurde abgewählt.

andererseits & Autograf 15:42

Sie haben beide absolut recht mit Ihren Ausführungen. Sie erläutern damit auch sehr gut und an einem bedeutenden Beispiel, warum Volksentscheide grundsätzlich abzulehnen sind - natürlich stehen wir damit allein gegenüber den Populisten und der Dummheit.
Nochmals danke für Ihre Ausführungen.

@ Werner40

Das Unterhaus hat am 1. Februar 2017 das Brexit Gesetz beschlossen.

Spätere Änderungswünsche des Oberhauses wurden abgelehnt.

Der Brexit ist also nicht nur durch die Volksabstimmung sondern auch parlamentarisch demokratisch legitimiert.

Respektieren Sie das bitte.

@ Residue

Sollte Ihrer Meinung nach das Volk auch nicht zu der komplexen Frage befragt werden, wer das Land regieren soll?

@17:18 von Einfach Unglaublich - Thema verfehlt

"Das Wahlrecht hängt nicht von der von Ihnen geforderten Informiertheit ab."
.
Das hat Kedros nicht gefordert. Vielmehr hat er einen vernünftigen Vorschlag gemacht, wie man am besten damit umgeht.

@ FreidenkenderGeist, um 15:52

Die Vokabeln “verzockt“ oder “Pech“ sind im Zusammenhang mit dem Referendum (und das war eine Meinungsentscheidung und keine unwiderrufliche Wahl) aber mal völlig daneben.
Da schüttelt es einen beim Lesen.

Außerdem bewundere ich Ihre Kenntnis um Camerons Motivation, den Brexit ins Spiel zu bringen.

@ Auf eine Frage

Wenn ich hier schreiben würde, ihre Ansicht sei "dämlich," wie Sie es anderen unterstellen, dann würde mein Kommentar nicht freigeschaltet, daher tue ich dies nicht.

Gleichwohl ist ihre Ansicht nicht akzeptabel, da keine Wahl wiederholt wird, nur weil sich Meinungen und Mehrheiten ändern. Die aktuelle Bundesregierung hätte aktuell keine Wählermehrheit. Trotzdem wird nicht gleich neu gewählt.

Am 16. Dezember 2018 um 16:54 von pkeszler

" Was erwarten die Alten noch von dem Brexit? Die Zeit des British Empire ist längst vorbei, auch wenn manche noch daran denken. Die Zukunft ist Europa und die EU, auch für GB. "

Als ich würde die Fehler in meiner Jugend lieber weglassen ;-), weil Sie immer auf die Alten schimpfen.
Und Europa wird nicht untergehen, zu viel Landmasse. Was mit der EU wird werden unsere Nachfahren in den Geschichtsbüchern lesen, jetzt sieht erst mal nach etwas aus, was ganz viel Papier voll schreibt und vorschreibt.
Und die Insel wird auch Europa nicht verlassen, das steht schon mal fest.
Und den Rest schauen wir uns mal oder besser wir schauen zu ob wirklich etwas passiert.
Die ganze Schwarzmalerei zur Zeit wird so nicht eintreten.

@ axhei @ nelumbo

Nordirland gehört nicht zu Großbritannien.

Es gehört zum Vereinigten Königreich (von Großbritannien und Nordirland).

Zu Großbritannien gehören die drei Länder England, Wales und Schottland).

Wenn die Welt so einfach wäre...

16:46 von Prof.
...wie sie sich das ausdenken, dann würden wir schon längst wieder in der Steinzeit leben. Ein reduktionistisches Denken und Wollen in Sachen Brexit geht an den vielfältigen Verflechtungen von GB und den übrigen europäischen Ländern - wie aber auch ihre Wortwahl - völlig vorbei. Wenn Millionen Menschen in Europa einschl. GB einen Wirtschafts- und Kulturraum teilen, dann ist das nicht ein System, daß wie sie meinen einen "ankotzt", sondern hat uns jetzt mehr als 70 Jahre ein friedvolles Miteinander der verschiedenen Nationen beschert. Gerade solche naiven "wenn-dann" Ansichten haben in der europäischen Geschichte oft zu Streit und Kriegen geführt. Übrigens auch die Brexit-Umfrage war ein solches Experiment, bei dem die Komplexität der gewachsenen Beziehungen
wohl überwiegend den Empire-Gefühlen ausgesetzt waren.

re von harry up

Worum geht es denn ? Vor allem worum geht es Ihnen ? Das Abstimmungsergebnis gefällt Ihnen nicht.
Und "Unfehlbarkeit",sehen Sie die nicht gegeben bei den EU-Eliten ?

Was passiert nach einem harten Brexit?

Wenn es dann den Bügern evtl. plötzlich schlechter geht, sowohl finanziell als auch im täglichen Leben (Reisen in die EU z.B.), wer wird dann als Schuldiger genannt? Die Brexetiers, die sich bereits "abgeseilt" haben? Oder May, weil sie einfach zu schwach gehandelt hat? Oder die unfähigen Abgeordneten der beiden stärksten Parteien? Kann sich Johnson dann überhaupt noch sehen lassen?
Ich möchte im Moment kein Brite sein wollen, ich hätte Albträume jede Nacht!

@ karwandler

Sie liegen zweimal falsch.

Die nächste BTW findet erst in DREI Jahren statt (ja es kommt einem schon wie eine Ewigkeit vor, aber es wurde erst LETZTES Jahr gewählt!).

Schröder hat durch einen Trick die Legislaturperiode verkürzt - darüber gab es Diskussionen ob dies verfassungsgemäß war. Die Wähler konnten die Zweite Amtszeit Schröders nicht verkürzen - "gewählt ist gewählt".

Nur mal so...

Wenn hier dauernd und gebetsmühlenartig eine Bundestagswahl mit dem Brexit-Referendum verglichen und die abgedroschene Phrase “abstimmen bis es passt...“ angeführt werden, sei doch auch einmal auf folgendes hingewiesen:
Vor einer jeden Bundestagswahl kann sich jeder Wähler lange und intensiv über das Wahlprogramm jeder infrage kommenden Partei informieren und sich seine fundierte Meinung bilden, bevor er zu einer Partei “No“ oder “Yes“ sagt.
Beim Brexit standen Marktschreier herum, die alles versprachen, ohne die geringste Ahnung davon zu haben, was sie damit meinten, geschweige welche Konsequenzen ihr Geschrei haben würde.
“Gewählt ist gewählt!“ zu argumentieren, und diesen Satz auch noch mit “Demokratie“ zu begründen, ist beim Brexitreferendum daher vollkommen daneben.

Noch mal zu Labour

Das Referendum war rechtlich nicht bindend. Es stellt nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Abstimmung dar, zu der das Wahlvolk aufgerufen war. Nun ist aber auch bekannt, dass vor allem aus der jungen Generation viele nicht an dem Referendum teilgenommen haben. Es ist letztlich die Aufgabe des Parlamentes in einer repräsentativen Demokratie mit Referenden umzugehen. Labour um den Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn, den Schattenkanzler John McDonnell und Gewerkschaftsführer wie Len McClusky wollen aus der EU heraus aus Gründen, die hier darzustellen kein Platz ist. Aber es hängt offenbar kurz gesagt mit dem Wunsch zusammen, eine Sozial- und Arbeitsmarktpolitik nach eigenen Vorstellungen zu machen. Keir Starmer, aber auch Tony Blair und Gordon Brown werben massiv für ein 2. Referendum. Sie bedenken dabei nicht, dass ein Großteil der Labour-Wähler Corbyns Einschätzung folgt aufgrund der sozialen Lage, in der sie sich seit Thatcher-Blair-Brown-Cameron- und May-Regierung befinden.

"wählen bis es passt"

An all die "wählen bis es passt"-Kommentatoren. Ihrer Logik folgend, müssten die Briten in der EU bleiben, da sie 1973 für den EU-Beitritt gestimmt haben und es anscheinend undemokratisch ist eine einmal getroffen Entscheidung zu ändern. Staatschef die einmal gewählt wurden, müssten der Logik nach auch für immer regieren.

"Wählen bis es passt" ist die GRUNDLAGE einer Demokratie!

Wenn das Britische Volk keinen Brexit mehr will (und alle Umfragen deuten darauf hin) wäre es extrem undemokratisch gegen den Willen des Volkes ihn durchzuführen.

Wielstadt 16:31 & 16:41

Vielen Dank für Ihre klaren Worte. Sie sprechen mir aus der Seele.
Und: (mit einem Augenzwinkern) ich kann das nur nicht in so schöne Worte fassen...

Loesungen

Wenn das Hauptproblem Nordirland ist, dann kann eine Loesung des Dilemmas ja wohl nur in einem Sonderstatus liegen. Da muesste sich der Rest des UK gegen die DUP durchsetzen.

Fuer den Rest der EU waere es gut, wenn sich der Brexit jetzt nicht immer weiter verzoegert sondern wenn endlich Klarheit geschaffen wird. Um EU-Muffel und -Gegner in der Rest-EU zu ueberzeugen muss auch nicht andauernd an neue Vertiefungsprojekte gedacht werden, wie den unsinnigen "EU Haushalt", sondern es muesste einfach mal fuer einige Zeit gute, stabile, ruhige Politik gemacht werden mit den bisherigen Mitteln. Um "die Lebensverhaeltnisse anzugleichen" gibt es ja bisher schon jede Menge struktureller Massnahmen auf EU Ebene. Die EU muss einfach zurueckfinden zu der ruhigen Professionalitaet frueherer Jahre.

Egal, was wir hier schreiben,...

... der Brexit ist ganz alleine Sache der Briten. Das Problem ist, dass es „die Briten“ nicht gibt. Sowohl das Volk, als auch das Parlament ist hoch gespalten und in vielen Fragen scheint kein Kompromiss möglich.
Außerdem droht die Frist des 29.03. Wenn nichts anderes beschlossen wird gibt es dann den harten Brexit. Was dann passiert weiß keiner. Ich weiß z.B. nicht, inwiefern GB und die EU ihre Gesetze darauf vorbereitet haben. Ist schon geklärt, welche Einreise-, Aufenthalts-, Zollbestimmungen dann gelten. Wie Im- und Export geregelt sind? Faktenfinder - was sind die Regeln nach einem harten Brexit? Habe darüber noch nichts gehört und das gerne bemühte Beispiel Schweiz zieht nicht, weil die ja Verträge mit der EU hat.
Und das bis März noch was substantiell anderes verhandelt glaubt wohl keiner.
Also - Deal or no deal?

Geht doch gar nicht anders

Wird May es noch begreifen, dass eine klare, von der Bevölkerung zu fällende Richtungsentscheidung her muss, oder werden die Briten sie zwingen müssen? Eine erneute Abstimmung wäre ja keine über einen theoretischen Brexit irgendwann, sondern über einen ganz konkreten Brexit in wenigen Monaten, zu den auf dem Tisch liegenden Bedingungen und gegen eine EU, so wie sie sich halt gezeigt hat. Jeder weitere Tag mit May am Ruder ist für alle Seiten vergeudete Zeit und schiebt die Entscheidung nur auf. Den Eiertanz von May weiter aufzuführen wäre die wahre Katastrophe, im Gegensatz zum "Hard Brexit".

Weltmacht

Dieses Hinhalten der Entscheidung durch May's Konservative ist eine Zumutung. Nicht nur gegenüber der eigenen Bevölkerung, sondern auch gegenüber der EU. Die Briten müssen die EU verlassen, andernfalls ist die sowieso schon entscheidungslahme EU nicht mehr handlungsfähig. Die Briten würden alle Entscheidungen blockieren, da sie nicht wissen was sie wollen. Die Briten brauchen eine Auszeit um zu realisieren, dass sie keine Weltmacht mehr sind und demzufolge sie sich in die Reihe der anderen Staaten der EU einreihen müssen, ohne Bonus oder sonstige Rosinenpickereien. Jetzt durch ein zweites Votum evtl. wieder knapp entscheiden, dass sie doch in der EU bleiben wollen, zerstört die EU.

@ axhei, um 16:00

Bei den Iren geht es nicht nur um ein Stückchen Ländle, da stecken wirtschaftliche Interessen, aber auch jahrhundertealte Animositäten und tief verankerte Voreingenommenheiten und Überzeugungen gegenüber dem jeweils anderen Teil Irlands dahinter.

Mit gleichem Recht könnten Sie fragen, warum Spanien nicht Ceuta und Melilla oder England nicht Gibraltar “entlässt“.

@ der.andere, um 18:09

Ich glaube, da irren Sie sich. Nach besagtem Stichtag müssen die Briten zwar weiterhin zahlen, dürfen aber nicht mehr mit abstimmen.
Und ob die EU durch ein evtl. knappes 2. Referendum zugunsten “Remain“zerstört würde, glaube ich weniger.
Oder könnten Sie das plausibel begründen?

@ eifel um 15:38

>>Sie haben ja tolle Ansichten!!!
Der Brexit ist noch gar nicht vollzogen und es soll wieder gewählt werden dazu.
Da passt wirklich dazu „ es wird solange gewählt, bis es passt“.<<

Ja, denn die Situation ist mittlerweile eine sehr andere.
Es ist viel klarer abzusehen, was der Brexit bedeutet.
Außerdem liegt nun das Verhandlungsergebnis zwischen GB und EU vor.
All das ist eine wesentlich andere und viel konkretere Situation, als damals beim Brexit-Votum.

Und wer der Überzeugung ist, dass es immer noch der erklärte Wunsch einer Mehrheit von Briten ist, aus der EU auszutreten, der kann doch gelassen auf die Bestätigung dieses Willens durch das Votum warten.

Der Austritt ist auf jeden Fall so weitreichend, dass auch klar sein sollte, ob die Briten es immer noch wollen.

@17:55 von harry_up - abstimmen bis es passt

"Vor einer jeden Bundestagswahl kann sich jeder Wähler lange und intensiv ... informieren ... Beim Brexit standen Marktschreier herum, die alles versprachen ... “Gewählt ist gewählt!“ zu argumentieren, und diesen Satz auch noch mit “Demokratie“ zu begründen, ist beim Brexitreferendum daher vollkommen daneben."
.
Ihre Meinung teile ich nicht. Auch beim Brexit hatte die Bevölkerung Gelegenheit, sich zu informieren. Auch bei der Bundestagswahl fallen zu viele Wähler auf Marktschreier herein. Das ganze habe ich weiter ausgeführt in meinen Kommentaren von 15:05 und 15:54.

17:55 von harry_up

«Beim Brexit standen Marktschreier herum, die alles versprachen, ohne die geringste Ahnung davon zu haben, was sie damit meinten, geschweige welche Konsequenzen ihr Geschrei haben würde.»

Auch bei Bundestagswahlen stehen Marktschreier herum, die das Blaue vom Himmel verkünden. Aber Sie haben schon sehr recht - eine Bundestagswahl hat bei weitem nicht "den Charakter der Endgültigkeit", wie ihn der Brexit hat.

«“Gewählt ist gewählt!“ zu argumentieren, und diesen Satz auch noch mit “Demokratie“ zu begründen, ist beim Brexitreferendum daher vollkommen daneben.»

Frau Merkel ist auch gewählt ist gewählt ist gewählt.
Da kommt auch niemand auf die Idee, zu sagen:

«Da kann man doch nicht schon nach 4 Jahren wieder, … oder gar Anfang 2018 Neuwahlen fordern, bevor damals überhaupt eine Regierung gebildetet worden war.»

Schon häufig sehr verschrobene Welten, aus denen viele Brexiteers ihre hinkende Argumentation beziehen, und in denen sie ihr Leben so fristen …

@ Einfach Unglaublich um 17:37

>>Gleichwohl ist ihre Ansicht nicht akzeptabel, da keine Wahl wiederholt wird, nur weil sich Meinungen und Mehrheiten ändern. Die aktuelle Bundesregierung hätte aktuell keine Wählermehrheit. Trotzdem wird nicht gleich neu gewählt.<<

Aber es wird sehr wohl wieder gewählt, am Ende einer Wahlperiode. Dann wird entsprächend dem Wählerwillen die Machtverteilung neu verteilt.

Was Sie ansprechen bezeichnet aber ein grundlegendes Problem von Volksbefragungen.
Bei der Brexitabstimmung wird eine Momentaufnahme über eine weitreichende Entscheidung mit nur einer minimlen Mehrheit zum dauerhaften Ergebnis. Dem Wähler wird aber nicht zugestanden, seine Meinung ändern zu können...

bei wichtigen Entscheidungen

Bei wichtigen Entscheidungen ist es eben wichtig, dass nicht das "einfache Mehr" entscheiden kann, sondern dass es ein Quorum gibt, welches die Qualität der Entscheidung dokumentiert!
Ein zweites Referendum läuft nämlich Gefahr, dass dasselbe Resultat Ergebnis wird - nur mit umgekehrten Vorzeichen!
Dann ist man wieder gleichweit wie jetzt!

re einfach unglaublich

"Gleichwohl ist ihre Ansicht nicht akzeptabel, da keine Wahl wiederholt wird, nur weil sich Meinungen und Mehrheiten ändern. Die aktuelle Bundesregierung hätte aktuell keine Wählermehrheit. Trotzdem wird nicht gleich neu gewählt."

Ist auch nicht nötig, weil in regelmäßigen Abständen neu gewählt wird.

Sie sollten mal endlich kapieren, dass Ihre Analogien überhaupt nichts taugen.

@ Hafenstadt1962

Die Abstimmung über das Brexit Gesetz im Unterhaus des Londoner Parlaments am 1. Februar 2017 IST bindend!

Diese Abstimmung wurde von einer Brexit Gegnerin gerichtlich erstritten. Das Parlament hat jedoch den Brexit bestätigt und das Gesetz dazu beschlossen.

Die rechtliche Unverbindlichkeit einer Volksbefragung ist daher irrelevant.

um 17:42 von wenigfahrer

"Als ich würde die Fehler in meiner Jugend lieber weglassen ;-), weil Sie immer auf die Alten schimpfen."
Jeder macht in seiner Jugend etwas anderes, als im Alter. Aber ich schimpfe nicht nur auf die Alten. Nur im Falle von GB haben mehr Alte für den Brexit gestimmt, ohne dabei an die Zukunft der jüngeren Generation zu denken. Aber warten wir es mal ab, ob die Alten in GB das Chaos noch in den Griff bekommen, das sie hinterlassen haben?

re einfach unglaublich

"Schröder hat durch einen Trick die Legislaturperiode verkürzt - darüber gab es Diskussionen ob dies verfassungsgemäß war. Die Wähler konnten die Zweite Amtszeit Schröders nicht verkürzen - "gewählt ist gewählt"."

Natürlich - aber nur für eine bestimmte Wahlperiode.

Dass Schröder die per herbeigeführten Neuwahlen selbst verkürzt hat zum Prinzip gar nichts zu sagen.

@18:25 von Auf eine Frage - abstimmen bis es passt

"Ja, denn die Situation ist mittlerweile eine sehr andere.
Es ist viel klarer abzusehen, was der Brexit bedeutet."
.
Das sehe ich nicht so. Die Entwicklung in Grossbritannien habe ich verfolgt. Bereits vor der Abstimmung wurde eindringlich vor den Folgen des BREXIT gewarnt. Leider haben sich die Befürchtungen (bis jetzt) bestätigt.
.
Es war auch allen klar, dass diese Entscheidung die nächsten Jahre / Jahrzehnte betrifft.
.
Wenn selbst ich (als "Unbeteiligter") von Beginn an absehen oder zumindest befürchten konnte, dass der BREXIT im Chaos endet, dann konnte es die Bevölkerung in Grossbritannien ebenfalls. Ich sehe im Moment keinen nachvollziehbaren Grund für eine erneute BREXIT-Entscheidung. Die ist m.E. eher in 10-20 Jahren angezeigt.

@ Einfach Unglaublich um 17:37

>>Wenn ich hier schreiben würde, ihre Ansicht sei "dämlich," wie Sie es anderen unterstellen, dann würde mein Kommentar nicht freigeschaltet, daher tue ich dies nicht.<<

Daher differenziere ich bewusst zwischen Person und Aussage. Ich sage manchmal auch dämliche Sachen, ohne das ich mich als dämlich bezeichnen würde.
Daher habe ich bewusst diesen Satz als dämlich bezeichnet, nichts und niemand anderen.

18:21 von harry_up

Was gibt es da viel zu erklären - nehmen Sie die letzten zwei Jahre der Verhandlungen Briten/EU und projezieren das auf EU-interne Verhandlungen, dann geschieht in der EU rein garnichts mehr. Die Briten brauchen einen Findungs-/Läuterungsprozess während einer EU Abwesenheit - danach sind sie wieder herzlich Willkommen.

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