Ihre Meinung zu: Reportage: Die Weihnachtshelfer vom Campingplatz

15. Dezember 2018 - 14:36 Uhr

Eine Million Amerikaner leben permanent im Wohnwagen. Viele von ihnen ziehen als Arbeitsnomaden durch das Land. In der Weihnachtszeit treffen sich Hunderte "Workcamper" bei Amazon. Von Verena Bünten.

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Kommentare

die neue Welt. ???

Dies ist der Alltag für seeehr viele US-Bürger.
Könnte mir das auch für die Zukunft in Old Germany vorstellen. Die Immobilienblase lässt grüßen. !!!

Amerikanische Wanderarbeiter

Chinesische Wanderarbeiter haben es im Winter vergleichsweise besser als amerikanische Wanderarbeiter.

Warum so weit?

Auch bei uns gibt es viele Menschen, die sich eine teure Wohnung nicht mehr leisten können und auf dem Campingplatz leben müssen.
Oder auch Menschen, die als Rentner nur noch im Wohnmobil leben.....
Und der Sonne hinterher fahren....
Die Verelendung hat viele Gesichter....

Campingplatz?

Dieser Begriff ist irreführend. Auf englisch nennt man einen Campingplatz "Campsite" oder "Campground". So heißen die hier vorgestellten Plätze aber nicht, sondern "Trailer Park".

Die übrigens fast ausschließlich von so genannten Weißen bewohnt werden.

Der Begriff "Trailer Park" wird als Synonym für "White Trash" verwendet, ein herabsetzender Begriff für Weiße, die sich von der ökonomischen Situation her nicht von Schwarzen oder "Hispanics" unterscheiden. Diese Menschen benutzen den Begriff mittlerweile als stolze Selbstbezeichnung, ähnlich wie sich Homosexuelle als schwul, ehemals ebenfalls ein herabsetzender Begriff, bezeichnen.

Wer Duisburg-Marxloh oder Neukölln als "No Go Area" ansieht, der sollte mal einen solchen Trailer Park besuchen...

Ich halte übrigens die Zahl von einer Million, was die Bewohner solcher "Mobile Homes" angeht, für entschieden zu niedrig gegriffen.

Gibt auch bei uns

schon in verschiedenen Formen, manche wohnen im Garten und das mit dem Wohnwagen wurde auch schon im TV gezeigt.
Problem in Deutschland ist, das einiges verboten ist was im Ausland Normalität ist.
Hier wie dort hängt es fast immer mit den Kosten zusammen, Ausnahmen gibt es natürlich auch.

14:39, wenigfahrer

>>Gibt auch bei uns<<

Wenn Sie die Trailer Parks kennen würden, würden Sie so etwas nicht schreiben.

Das ist wirklich ne ganz andere Hausnummer.

@wenigfahrer

Ich glaube der entschiedene Unterschied zu USA ist, das einem die Miete hier vom Staat bezahlt wird, so fern man den nicht selber zahlen kann, z.B. arbeitslos oder Hartz4 Empfänger.

15:08, Hackonya2

>>@wenigfahrer
Ich glaube der entschiedene Unterschied zu USA ist, das einem die Miete hier vom Staat bezahlt wird, so fern man den nicht selber zahlen kann, z.B. arbeitslos oder Hartz4 Empfänger.<<

Ja, das ist ein wesentlicher Unterschied.

Immer mehr Prasserei und zugleich immer größeres Elend

Es kann einfach nicht sein, dass eine Million Amerikaner, von denen als „Arbeitsnomaden“ ihr Dasein fristen, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt permanent im Wohnwagen leben müssen.

In diesem Zusammenhang hier zwei Zitate aus den Kommentaren von „fathaland slim“ zur Meldung „UN-Klimagespräche ziehen sich“:

Von 12:22: „Ich halte mich lieber an die demografischen Fakten, und die besagen, daß mit wachsendem Lebensstandard die Zahl der Kinder sinkt. Dafür gibt es einen Fachbegriff. Er lautet "demografisch-ökonomisches Paradoxon"“:

Solche Fakten sind übrigens nachvollziehbar belegt (sonst wären es ja auch keine). Und jedem zugänglich, der Willens ist, sich selbst zu informieren.

Und 12:31: „Mit den Lebensmitteln, die in den reichen Ländern weggeworfen werden, könnte man die Armen drei mal ernähren.“

Wichtiger Hinweis, da die ungeheure Verschwendung wertvoller Ressourcen (auf Kosten der Weltgemeinschaft und zugunsten der „Renditen“ einiger) im Allgemeinen geflissentlich ignoriert wird.

Schöner Bericht...

... über Altersarmut der Wandervögel in Amerika. Die journalistische Absicht, Misstände im Ausland zu lokalisieren, geht gut in dem Beitrag gut auf. Kommt auch dem Wahrnehmungsmuster des deutschen Mittelstandes entgegen. Seht her, so schlimm gehts im Ausland zu! Ist eine tradierte Form der ö-r Berichterstattung. Täuscht hervorragend darüber hinweg, dass es hier weit schlimmeres gibt. Beispielsweise mit dem Kältebus durchs weihnachtliche Berlin Fhain oder der: Lungenkranke Alte in deutschen Grosstädten.

@ wenigfahrer

"Gibt auch bei uns."

Nein, gibt bei uns zum Glück nicht. Wie Kollege fathaland slim so schön ausführte, wird das Phänomen in Amiland "white trash" genannt. Und wenn wir alle schön auf gesellschaftlichen Zusammenhalt achten und uns nicht von irgendwelchen "Alternativen" am unteren Rand der Gesellschaft gegeneinander aufhetzen lassen, werden wir hoffentlich auch nie dahin kommen, Mitmenschen als "Abfall" zu bezeichnen.

14:38 von fathaland slim

«Campingplatz? Dieser Begriff ist irreführend. Auf englisch nennt man einen Campingplatz "Campsite" oder "Campground". So heißen die hier vorgestellten Plätze aber nicht, sondern "Trailer Park".»

Ist "Trailer Park" nicht eher die Bezeichnung für "Wohngebiete", in denen der "White Trash" permanent wohnt, ohne sich von dort weg zu bewegen, bzw. der Arbeit hinterher zu reisen (wie es ja im hier beschriebenen Fall der "Amazon-Nomaden" stattfindet)?

"Campingplatz" scheint auch mir ein wenig zutreffender Begriff zu sein. Andererseits erhalten die Menschen, die "als Weihnachtspacker" nun für Amazon arbeiten mit 15 US-Dollar / Stunde auch keinen "Hungerlohn", sondern doppelt soviel wie der Minsestlohn in Tennesse beträgt.

Ohne eigene Kenntnis der USA, scheint mir, geht es diesen Arbeitsnomaden doch noch um einiges besser als den vielen "Permanent Trailer Park Residents", die nicht im Winter darauf hoffen (und sich darauf freuen können), den Sommer z.B. in Kalifornien "zu verurlauben" …

re fatahland slim

"Ich halte übrigens die Zahl von einer Million, was die Bewohner solcher "Mobile Homes" angeht, für entschieden zu niedrig gegriffen."

Hier geht es um Wohnmobile oder große Wohnwagen, die am Pickup angehängt schnell den Standplatz wechseln können. Mobile Homes sind auch die größeren Einheiten, die länger ortsfest verbleiben und nur mit einem Tieflader umgesetzt werden.

15:37, karwandler

>>re fatahland slim
"Ich halte übrigens die Zahl von einer Million, was die Bewohner solcher "Mobile Homes" angeht, für entschieden zu niedrig gegriffen."

Hier geht es um Wohnmobile oder große Wohnwagen, die am Pickup angehängt schnell den Standplatz wechseln können. Mobile Homes sind auch die größeren Einheiten, die länger ortsfest verbleiben und nur mit einem Tieflader umgesetzt werden.<<

Die Begriffe Trailer und Mobile Home werden in den USA mehr oder weniger synonym benutzt.

"Trailer" heißt auf deutsch "Anhänger".

15:31 von vox moderandi

@ wenigfahrer

"Gibt auch bei uns."

Nein, gibt bei uns zum Glück nicht. Wie Kollege fathaland slim so schön ausführte, wird das Phänomen in Amiland "white trash" genannt. Und wenn wir alle schön auf gesellschaftlichen Zusammenhalt achten und uns nicht von irgendwelchen "Alternativen" am unteren Rand der Gesellschaft gegeneinander aufhetzen lassen, werden wir hoffentlich auch nie dahin kommen, Mitmenschen als "Abfall" zu bezeichnen.
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Bei uns sind das alles freiwillige Bauwagenbewohner grünlich, ökologisch alternative Idealisten.
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Die betrachten nur Andere als Ökoschädlinge.

15:02 von fathaland slim

14:39, wenigfahrer

>>Gibt auch bei uns<<

Wenn Sie die Trailer Parks kennen würden, würden Sie so etwas nicht schreiben.

Das ist wirklich ne ganz andere Hausnummer.
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Richtig,
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Wer glaubt dass dieses im Artikel gezeigte Wohnmobil vom "white Trash" bezahlt werden konnte, der hat den typischen antiamerikanischen (westdeutschen) soziialistischen Sehfehler.
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(auch die im Hintergrund sind keine ZDF- TV-Polizistenwohnbullis)

@wustenin dianer, 14.29h

Ich bin auch Rentner und wenn ich mich entschließen würde, mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil "der Sonne hinterherzufahren", wie es einige meiner Bekannten tun, dann ist das kein Zeichen von Verelendung, sondern von Unternehmungsgeist.

"Ist eine tradierte Form der

"Ist eine tradierte Form der ö-r Berichterstattung. Täuscht hervorragend darüber hinweg, dass es hier weit schlimmeres gibt."

Niemand bezweifelt, dass es auch bei uns Menschen gibt, denen es schlecht geht. Und gerade der ö-r berichtet regelmäßig darüber. Aber "weit schlimmeres" als im Artikel finde ich weit übertrieben. Den von Ihnen genannten Schicksalen könnte jederzeit geholfen werden. Die Wanderarbeiter in den USA sind vom System gewollt.

18:00 von Boris.1945

«Bei uns sind das alles freiwillige Bauwagenbewohner grünlich, ökologisch alternative Idealisten. Die betrachten nur Andere als Ökoschädlinge.»

Nein, in DEU das sind nicht alles freiwillige Bauwagenbewohner. Es gibt auch solche, die ausschließlich aus finanziellen Gründen ihren Erstwohnsitz auf einem Campingplatz angemeldet haben.

Und in DEU tatsächlich auf einem Capingplatz. Denn "Trailer Parks" (oder wie auch immer man es nennt) wie in den USA gibt es hierzulande nicht.

Ich habe mal eine derart lebende Familie auf einem Campingplatz an der Sieg bei Rösrath kennen gelernt, als wir paddeln waren. "Über die Kinder", die andere Kinder trafen, mit ihnen spielten, und ganz erstaunt sagten:
"Die leben immer hier!"

Das waren weder Ököspinner, noch verarmte Habenichtse.
Sondern "absolute Normalos", die ein solches Leben mal für einige Jahre ausprobieren wollten. Mit eigenem Auto zum Park & Ride mit guter ÖPNV-Anbindung nach Köln zur Arbeitsstelle fuhren.

Mehr als nur schwarz-weiß …

Am 15. Dezember 2018 um 18:24 von vox moderandi

"Den von Ihnen genannten Schicksalen könnte jederzeit geholfen werden."
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Und warum hilft der Staat dann nicht diesen Menschen?
Sind die 800.000 Obdachlose in DE auch vom System gewollt?

Am 15. Dezember 2018 um 15:02 von fathaland slim

" Wenn Sie die Trailer Parks kennen würden, würden Sie so etwas nicht schreiben.

Das ist wirklich ne ganz andere Hausnummer. "
Natürlich kenne ich das in den USA nicht, kann auch die Sprache oder Schrift in den USA nicht lesen.
Muss mich also auf den Artikel und den Ausdruck Camping verlassen, das gilt auch für alle anderen die das jetzt noch geschrieben haben.

14:29 von wuestenindianer

«Oder auch Menschen, die als Rentner nur noch im Wohnmobil leben.....
Und der Sonne hinterher fahren....
Die Verelendung hat viele Gesichter....»

"Verelendete Rentner" haben kein Geld, um sich ein Wohnmobil zu leisten, mit dem sie der Sonne hinterher fahren.

Rentner, die das tun, tun es aus ganz anderen Gründen …

15:28, r0lt0

>>Kommt auch dem Wahrnehmungsmuster des deutschen Mittelstandes entgegen. Seht her, so schlimm gehts im Ausland zu! Ist eine tradierte Form der ö-r Berichterstattung. Täuscht hervorragend darüber hinweg, dass es hier weit schlimmeres gibt. Beispielsweise mit dem Kältebus durchs weihnachtliche Berlin Fhain oder der: Lungenkranke Alte in deutschen Grosstädten.<<

In den USA gibt es wenig Kältebusse. Die paar, die es gibt, sind kirchlich. Ansonsten erfrieren die Leute auf den Straßen. Namenlos. Kein Hahn kräht nach ihnen. Lungenkranke alte Leute gibt es dort natürlich auch, und die medizinische Versorgung ist ein Witz.

Ich empfehle den Bildband des Dänen Jacob Holdt, "Bilder aus Amerika". Schon etwas älter, aber die Zustände haben sich eher zum Schlechteren geändert.

Wenn Sie sich den ansehen, dann ändern Sie Ihre Meinung bezüglich "bei uns aber auch, und viel schlimmer!" vielleicht ein wenig.

da kann man nicht meckern ...

Bei dem Weihnachtsgeschäft profitieren beide, Amazon deckt die Spitzen ab, dafür bekommen die Leute doppelten Mindestlohn und die Gebühren für den Platz.

"Seitdem reist sie tapfer der Arbeit hinterher"
bei den vielen befristeten Verträgen müssen dies in Deutschland mittlerweile auch viele tun. Ist ein Idee wert, anstatt ständig umzuziehen (ist ja auch nicht billig) ein Wohnmobil.
Satire: Der Wunsch jeden Politikers, der Arbeiter der stets bereit ist sein familiäres Umfeld für den Mindestlohn zu verlassen und jedem noch so doofen Job hinterher zu jagen.

15:31 von vox moderandi

>>>Nein, gibt bei uns zum Glück nicht.....werden wir hoffentlich auch nie dahin kommen, Mitmenschen als "Abfall" zu bezeichnen.<<<

Dann fangen Sie mal bei sich selbst an! Ihre Aussage: "irgendwelchen "Alternativen" am unteren Rand der Gesellschaft" sagt da etwas ganz anderes

15:32 von schabernack

>>>geht es diesen Arbeitsnomaden doch noch um einiges besser als den vielen "Permanent Trailer Park Residents", die nicht im Winter darauf hoffen (und sich darauf freuen können), den Sommer z.B. in Kalifornien "zu verurlauben" …<<<

Das ist richtig. Zwar reisen diese Leute auch der Arbeit hinterher (bei uns hat man im gleichenFall eine Zweitwohnung am Arbeitsplatz), aber es sind keine Trailer Parks.
Da hat der Mitdiskutant fathaland slim sich täuschen lassen.

re r0lt0

"Seht her, so schlimm gehts im Ausland zu! Ist eine tradierte Form der ö-r Berichterstattung. Täuscht hervorragend darüber hinweg, dass es hier weit schlimmeres gibt."

Amerikaner würden aus dem Staunen nicht rauskommen wenn man ihnen erzählt, dass in Deutschland die Armen Geld von Staat und die Wohnung bezahlt bekommen.

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