Ihre Meinung zu: May geht gestärkt ins Misstrauensvotum in der Tory-Fraktion

12. Dezember 2018 - 17:55 Uhr

Die Hinweise verdichten sich, dass die britische Premierministerin May das Misstrauensvotum in ihrer Tory-Fraktion überstehen könnte. Medien berichten, sie locke zögernde Abgeordnete mit einem Angebot. Von Jens-Peter Marquardt.

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Kommentare

..Misstrauensvotum in der Tory ...

Wenn Frau M. das Misstrauensvotum übersteht, geht das Theater doch nur weiter. Jedes andere Ergebnis wäre ein besseres. Die einzig akzeptable Lösung wären ohnehin Neuwahlen.

Entweder oder

Entweder ist das Ganze von May inszeniert, damit sie ein Jahr Ruhe hat, oder hier hoffen einige Befürworter eines harten Brexit, dass sie mit der Abwahl von May diesen praktisch kostenlos bekommen. Denn ohne May ist irgendeine Austrittsvereinbarung bis Ende März illusorisch.

@ Bernd Kevesligeti

Vielleicht gibt es am Ende eine Chance für Jeremy Corbyn Premierminister zu werden.

Mit welcher Mehrheit? Die Umfragen geben ihm wenig Hoffnung. Beim Brexit ist Corbyn nicht Fisch, nicht Fleisch. Labour lehnt den Brexit mit großer Mehrheit ab, Corbyn ziert sich aber.

Außerdem ist der Gute nicht mehr weit von der 70 entfernt und Labour wird hoffentlich eine/n jüngere Kandidatin/Kandidaten in petto haben.

May und Misstrauen

ich verstehe es nicht, wenn die Briten die EU verlassen wollen,warum machen die so einen Aufstand?Die Industrie in England wird diesem abgehobenen Verein zeigen wo der Hammer hängt.Wenn ich einen Vertrag kündige bedeutet das es ist zu Ende.Leider zeigt die Geschichte von England oder GB ein anders Bild,wir GB wüssen und wollen uns an der EU weiter zu unserem Vorteil bedienen.
Die Briten sollen endlich mal zeigen was sie angeblich sein wollen,ein Volk mit Charakter und Standhaftigkeit.Nach meiner Meinung gehört GB eh nicht nach Europa.(nicht im denken und nicht im handeln.

Wenn May das Faß aufmacht, steht Spanien Gewehr bei Fuß.

Auch die Arbeitnehmerfreizügigkeit wird dann wieder ein Thema.
Bis zum 29.3.2019 kann das britische Parlament allerdings noch den Brexit eniseitig zurück nehmen.

Die Palastrevolte der Brexiteers....

... wird wohl noch heute abend im Keim erstickt. Aber..: Das britische Pfund hat im Tageskurs gegen den Euro weiter nachgelassen. Ein Prozentpunkt pro Tag scheint nicht viel. Aber falls es in diesem Stil weitergeht, reissen die Briten bis zum Ausstiegsdatum ihre heissgeliebte Landeswährung in Grund und Boden. Thema: Wie Populisten eine Nation in den Bankrott treiben können.

May will eigentlich nicht den Brexit, aber sie muss...

Das Problem ist ja, May will ja eigentlich nicht den Brexit aber sie muss, weil sie dafür gewählt wurde. Die anderen die für den Brexit gekämpft haben, sind ja dann "abgehauen".... Ich finde "May" ist nicht das Problem, eher so "Populisten" mit "einfachen" Antworten...

Jetzt hat Great Britain das Problem.. Eigentlich müssten die Populisten dieses Brexit leiten, denn nur die haben ja gesagt, das es einfach so geht... Da diese gegangen sind, müsste der Brexit gestoppt werden...

May wird scheitern

Selbst wenn May den heutigen Abend im Amt übersteht, wird sie für ihren mit der EU ausgehandelten Deal keine Mehrheit im Parlament bekommen. Das Parlament kann dann mit den Stimmen gemäßigter Tories und der Opposition den Brexit ganz absagen oder es kommt zum ungeregelten Brexit.

May hat definitiv keine politische Zukunft mehr in GB. Wer soll das Land nach einem möglichen Brexit führen? Da stehlen sich momentan alle davon.

Brexit ist noch nicht beschlossen

Der Brexit ist noch lange nicht beschlossene Sache. Eine Parlamentsmehrheit könnte ihn selbstverständlich noch verhindern. Die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet und nicht an Weisungen gebunden, auch nicht an Weisungen eines Referendums.

Warum überhaupt das ganze Drama? Nutzt es irgendjemandem (wem)?

"Ein Führungswechsel würde nichts an den Grundsätzen der Brexit-Verhandlungen und den schwierigen Machtverhältnissen im Parlament ändern, sagte May."

Da hat sie wohl Recht.

"Auch ein zweites Brexit-Referendum lehnte sie erneut ab: "Ich glaube, wir sollten das Referendum respektieren, das 2016 stattgefunden hat.""

Das sehe ich anders. Die Umstände, bzw. der "Wahlkampf", die/der zum Ergebnis des Brexit-Referendums geführt haben, lassen sich aus meiner Sicht insgesamt gesehen durchaus als arglistige Täuschung der Bevölkerung bezeichnen.

PM May hat sich wohl etwas verrannt

und glaubt nach dem Prinzip Hoffnung, dass es für sie noch einmal gut ausgehen könnte.

Wenn sie sich da mal nicht irrt.

Zum anderen könnte morgen die nächste Sau durchs Dorf getrieben werden mit einem Misstrauensvotum von Labor. Wie das dann ausgeht dürfte im Gegensatz zum Torie-internen einigermaßen klar sein.

Für PM May bleibt die Sache jedenfalls spannend.

Gestärkt ?

Naja, das ist relativ. Eigentlich verdient die Frau den Respekt dafür, dass Sie sofort nicht hinschmeisst und den zerstrittenen Haufen dann einfach gucken lässt wie weit er kommt. Sowohl die eigene Partei als auch das Parlament.

Und witzig ist auch Ihr Respekt gegenüber dem äußerst knappem Votum für den Brexit. Es wäre vielleicht doch gut nochmal das Volk zu fragen. Allerdings mit den Optionen Brexit mit Deal, Brexit ohne Deal oder doch lieber bleiben...

Pferdewechsel

... macht auf der Zielgeraden keinen Sinn, dabei kann man nur verlieren.

Ausserdem würde ein Wechsel keine Vorteile bringen, der Poker um den Vertrag ist längst vorbei.

Egal wie es ausgeht, den Briten bleiben drei Optionen:
Exit vom Brexit
Brexit
Harter Brexit
... ob mit oder ohne neuem Referendum.

Für die Europäer heisst es nun: Abwarten und Tee trinken, ist es nicht?

???

"Die Hinweise verdichten sich, dass die britische Premierministerin May das Misstrauensvotum in ihrer Tory-Fraktion überstehen könnte. "

und warum warten wir es nicht einfach ab,ohne zu spekulieren??

Schaden anrichten und dann abhauen!

... dass May ihren Rücktritt für die Zeit nach dem Brexit ankündige. Sie wolle die Partei auch nicht mehr in die nächste Unterhauswahl führen.

Genau wie Boris Johnson - bösartig Schaden anrichten, aber dann zu feige und zu klein sein um die Konsequenzen danach auch tragen zu wollen.

re duzfreund

" Die einzig akzeptable Lösung wären ohnehin Neuwahlen"

Wozu? Weder Tories noch Labour würden eine eindeutige Wahlaussage zum Brexit machen.

May geht gestärkt ins Misstrauensvotum in der Tory-Fraktion

Hier geschieht das, was immer geschieht. Alles wird medial fürchterlich aufgeblasen. Nur passieren wird sehr wahrscheinlich heute nichts, was dramatisch ist. Hier gibt es keinen Sturz oder Rücktritt der Premierministerin, genauso wie es sehr wahrscheinlich auch keinen Brexit geben wird.
Die Medien sind hier schon lange eine künstlich intelligente Welt für sich.

Zeitgewinn

Die Briten haben es doch überhaupt nicht eilig aus der EU auszutreten. Wenn May geht, dann wird eben Brexit verlängert. Das gibt den Briten mehr Zeit um sich auf den harten Brexit, der ja sowieso kommen wird vorzubreiten.
Außerdem wird die EU nach den Wahlen eher geschwächt sein, weil mehr Rechtspopulisten in das Parliament kommen.
Je länger es dauert umso mehr Unsicherheit gibt es und das schadet eher der EU.

Diese Verzögerungstaktik hatten sie schon von Anfang an.
Also die Briten haben hier kaum etwas zu verlieren, wenn May geht. Das wäre ein Anlaß den Brexit zu verzögern.

Hm, da war doch was...

...Ach ja, ein gewisser David Cameron ist wegen seiner Idee zum Macherhalt ebenfalls kläglich gescheitert.
Und das ist gerade mal 2 Jahre her.

---

Good luck Mrs. May.

May geht gestärkt ins Misstrauensvotum in der Tory-Fraktion

Wenn heute tatsächlich Theresa Mae wegen eines Brexits, den sie David Cameron, seinem Gegenspieler Boris "Struwwelpeter" Johnson und vor allem Nigel Farage von der UKIP zu verdanken hat, wirklich heute gehen müsste, dann hätten wir ja heute in London ein Ereignis, das gar nicht mal von den Misstrauensanträgen in Deutschland vom April 1972 gegen Brandt und vom Oktober 1982 gegen Schmidt so verschieden wäre. Wer hätte denn gedacht, dass die Deutschen und die Briten immer nur so grundverschieden sind und nicht miteinander können.
Und in Spanien hat in diesem Jahr erst auch so etwas ähnliches stattgefunden.

Auf das wesentliche konzentriert

Ich finde die redaktionelle Konzentration auf wenige Artikel und wenige aber wichtige Themen wie den Brexit gut. So entsteht hier auch nicht so viel Diskussion.

Wozu Denkverbote?

@ Mifra:
... und warum warten wir es nicht einfach ab,ohne zu spekulieren??

Weil das Denken nicht reglementiert ist. Das Spekulieren lasse ich mir jedenfalls nicht verbieten.

re tiger93: Verstehen?!

„May und Misstrauen
ich verstehe es nicht, wenn die Briten die EU verlassen wollen,warum machen die so einen Aufstand?Die Industrie in England wird diesem abgehobenen Verein zeigen wo der Hammer hängt.“

Verstehen muss man vor allem, dass nirgendwo mehr eine „Industrie“ irgendjemandem „zeigen kann, wo der Hammer hängt“. Industrie im 21. Jh. basiert auf Zusammenarbeit statt Gegeneinander und deshalb ist auch das beste Konjunkturprogramm eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Öffnung. Das darf aber nicht in Form eines Raubtierkapitalismus wie in den letzten 30 Jahren im „Westen“ geschehen, sondern im Rahmen eines wirtschaftspolitischen Lenkungsrahmens.

Die Zurückdrängung dieses Rahmens hat zu der aktuellen gesellschaftlichen Erosion beigetragen und viele - zu viele - suchen jetzt ihr Heil in Abschottung und Protektionismus. Dies aber führt eben zu genau dem Gleichen: Feudaler Oligarchie mit Besitzstandswahrung und -mehrung für diejenigen, die gerade an der Macht sind.

re von Kowalski

Erstens lehnen nicht alle bei Labour den Brexit ab.Aber-natürlich die Fraktion im Unterhaus besteht mehrheitlich aus Blairisten.Bei der Basis sieht das anders aus.
Schon bei der letzten Wahl hat Labour dank Jeremy Corbyn stark zugelegt.
Und bei der jüngeren Labour-Generation ist er
beliebt,die wollen keinen "jüngeren".

@ Robert Wypklo

Und in Spanien hat in diesem Jahr erst auch so etwas ähnliches stattgefunden.

Nicht dass ich wüsste.

18:51, facepalm

>>Schaden anrichten und dann abhauen!
"... dass May ihren Rücktritt für die Zeit nach dem Brexit ankündige. Sie wolle die Partei auch nicht mehr in die nächste Unterhauswahl führen."

Genau wie Boris Johnson - bösartig Schaden anrichten, aber dann zu feige und zu klein sein um die Konsequenzen danach auch tragen zu wollen.<<

Theresa May war eigentlich keine Brexit-Befürworterin.

Sie hat sich lediglich aus Partei- und Staatsräson bereiterklärt, den Job zu machen. Denn niemand sonst wollte es.

Dafür hat sie meinen großen Respekt.

Das ist fast schon preußisch zu nennen.

Daß sie sich nach getaner Arbeit zurückziehen wird, das sei ihr nun wirklich gegönnt.

Ich würde übrigens niemals die Tories wählen, selbst wenn ich es könnte.

@ Orfee

Außerdem wird die EU nach den Wahlen eher geschwächt sein, weil mehr Rechtspopulisten in das Parliament kommen.

Vielleicht auch weniger.

@ Robert Wypklo

Hier geschieht das, was immer geschieht. Alles wird medial fürchterlich aufgeblasen.

Wieso denn? Das ist doch ein ganz normaler Bericht.

re orfee

"Also die Briten haben hier kaum etwas zu verlieren, wenn May geht. Das wäre ein Anlaß den Brexit zu verzögern."

Die Briten haben es gar nicht in der Hand, den Brexit zu verzögern.

@KowaIski um 18:33

Brexit ist noch nicht beschlossen

Der Brexit ist noch lange nicht beschlossene Sache. Eine Parlamentsmehrheit könnte ihn selbstverständlich noch verhindern. Die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet und nicht an Weisungen gebunden, auch nicht an Weisungen eines Referendums.

Leider weiß ich nicht, ob GB außer dem Papier aus dem Mittelalter ein geschriebene Verfassung hat. Vieles, z.B. das Frauenwahlrecht, wurde per Gesetz eingeführt.

Jedenfalls ist m.W. nirgendwo festgelegt wem oder was die Mitglieder des house of commons verpflichtet sind. Die zitierte Regelung (Die Abgeordneten sind nur ihrem Gewissen verpflichtet und nicht an Weisungen gebunden) ist dem deutschen Grundgesetz entnommen und gilt für D.

Referendum

Das im Jahre 2016 war bereits das zweite Referendum in der Geschichte von GB.
Ich sehe ein weiteres Referendum als kritisch an. Warum soll man bitte ein weiteres durchführen? Beim 2. stand nur zur Auswahl "Leave" or "remain", ,mehr nicht! Jetzt sehen sich die Wähler, die "Leave" gewählt haben als nicht verstanden an, da der ausgehandelte Deal schlecht ist/sein könnte. Es wurde doch nicht über die Art des Deals entschieden, sondern "Leave" or "Remain"!
Auch die Argumentation, dass sie vor dem Referendum nicht richtig von den Medien und der Politik informiert wurden, so ist das in der Politik nun einmal! Warum nicht mal ins Internet gehen und sich schlaulesen?
Ihr habt eine Demokratie. Straft die Politiker und Medien ab!
Auch wenn die Briten weiterhin in der EU verbleiben würden, was hätten wir (RestEuropäer) davon? Eine Britische Regierung, die nicht vertrauenswürdig ist und jede Entscheidung in der EU torpedieren kann?
Dann bitte draußen bleiben!

@ Bernd Kevesligiti

Aber-natürlich die Fraktion im Unterhaus besteht mehrheitlich aus Blairisten.

Es gibt keine Blairisten. Was soll das sein? Die Labour Mitglieder sind mehrheitlich gegen den Brexit.


Bei der Basis sieht das anders aus.
Schon bei der letzten Wahl hat Labour dank Jeremy Corbyn stark zugelegt.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Labour ist mir wesentlich lieber als Tory. Nur Corbyn ist mir zu unstet und zu populistisch. Aber in Gottes Namen wünsche ich ihm die Mehrheit. Besser noch bevor er 80 wird.

@ fathaland slim

Sie hat sich lediglich aus Partei- und Staatsräson bereiterklärt, den Job zu machen. Denn niemand sonst wollte es.

Das ist sachlich wohl nicht korrekt. Ich meine mich an fünf Kandidaten zu erinnern.

@ MC_Kay

Das im Jahre 2016 war bereits das zweite Referendum in der Geschichte von GB.
Ich sehe ein weiteres Referendum als kritisch an.

Ich nicht.
In der Schweiz darf das gleiche Thema mindestens ein Jahr später wieder zur Abstimmung gestellt werden. Und in GB gibt es keine Regelung, die einem Brexit-Referendum 2.0 im Wege stünde.

19:33, Rainer Niemann

>>Leider weiß ich nicht, ob GB außer dem Papier aus dem Mittelalter ein geschriebene Verfassung hat.<<

Hat GB nicht.

Ein absoluter Sonderfall unter allen Staaten dieser Erde.

Mit dem Papier aus dem Mittelalter meinen Sie wohl die Magna Charta aus dem Jahr 1215. Die ist aber mit einer modernen Verfassung nicht zu vergleichen.

19:41, KowaIski

>>Ich meine mich an fünf Kandidaten zu erinnern.<<

An welche denn?

@karwandler

"Die Briten haben es gar nicht in der Hand, den Brexit zu verzögern."

Wenn beide Seiten aber damit einverstanden sind z.B. um weitere 6 Monate damit man eine Austrittsvereinbarung abschließt dann geht es schon soviel ich weiß.

Frau May hatte in ihrer Ansprache davor gewarnt, dass ein Führungswechsel auch bedeuten könne, dass der Ausstieg des Landes aus der EU verzögert werde.

Wahrscheinlich war das damit gemeint. Sonst hätte ich nämlich auch keine Erklärung für eine Verzögerung.

@ fathaland slim

An welche denn?

Theresa May,
Michael Gove,
Andrea Leadsom,
Stephen Crabb,
Liam Fox

Also mit Frau May möchte im Moment sicher Keiner tauschen

bei den vielen widerstreitenden Interessen in GB. Manchen geht es um die Art des Brexit, andern um ihren Posten.
Nur an diejenigen, die wie Kowalski schon wieder nach dem nächsten Referendum schreien: Frau May respektiert das Mehrheitsvotum und damit eine demokratische Entscheidung. Ihr nicht- das ist der Unterschied. Sie ist eine respektable Demokratin, after all. Andere nicht. Das habe ich auch an Winnie Kretschmann nach dem S21-Referendum respektiert, auch wenn Teile seiner Partei bis heute verstimmt sind.

Beliebt

Innerhalb ihrer Fraktion ist May immer noch beliebt. Sie hat eine verhältnismäßig konservative Wirtschafts- und Finanzpolitik gemacht und das wollen die Abgeordneten. Es kann gut sein, dass sie eine Mehrheit bekommt.

Beim Brexit-Deal wird ihr das im Parlament aber nicht helfen, da Labour gegen die Regierung stimmen wird.

re orfee

""Die Briten haben es gar nicht in der Hand, den Brexit zu verzögern."

Wenn beide Seiten aber damit einverstanden sind z.B. um weitere 6 Monate damit man eine Austrittsvereinbarung abschließt dann geht es schon soviel ich weiß."

Der Haken ist aber: vorher haben Sie behauptet, dass die Briten die Verzögerung nutzen würden, um besser den harten Brexit vorzubereiten.

Dass die 27 einstimmig beschließen, zum Vorteil des UK die Frist zu verlängern, ist sehr fraglich.

20:18, KowaIski

Sie haben Recht. Hatte ich komplett vergessen. Interessanterweise entschied sich die Partei dann aber im zweiten Wahlgang für die ursprüngliche Brexitgegnerin Theresa May.

re von Kowalski

Es gibt keine Blairisten ? Das ist der rechte Flügel von Labour.Tony Blair,neoliberaler Deregulierer,dann Irak,Jugoslawien.Unstet und populistisch war der nicht,sondern beliebt-beim Kapital.
Übrigens hat die Labour Party heute wesentlich mehr Mitglieder,als in der Zeit vor Corbyn.Gucken Sie mal ins Internet.

@ deutlich

Nur an diejenigen, die wie Kowalski schon wieder nach dem nächsten Referendum schreien: Frau May respektiert das Mehrheitsvotum und damit eine demokratische Entscheidung.

Dann würde sie das zweite Referendum sicher auch respektieren. Und dass es dabei wieder demokratisch zugehen sollte, ist ja hoffentlich Konsens unter allen Beteiligten.
Außerdem schreie ich nicht, sondern argumentierte sehr sachlich und vernünftig.

re deutlich

"Nur an diejenigen, die wie Kowalski schon wieder nach dem nächsten Referendum schreien: Frau May respektiert das Mehrheitsvotum und damit eine demokratische Entscheidung. Ihr nicht- das ist der Unterschied."

So schön schwarz-weiß, wie Sie sich das zurechtlegen, ist es ja wohl nicht.

Dass zur Frage Leave or Remain in den letzten 2 1/2 Jahren einige neue meinungsbildende Aspekte aufgetaucht sind kann man höchstens mit fortgeschrittener Sturheit abstreiten.

20:24, deutlich

>>Nur an diejenigen, die wie Kowalski schon wieder nach dem nächsten Referendum schreien: Frau May respektiert das Mehrheitsvotum und damit eine demokratische Entscheidung. Ihr nicht- das ist der Unterschied.<<

Ich bin immer wieder überrascht, wie manche eine demokratische Entscheidung definieren.

Die Bundesregierung wurde doch gewählt, oder nicht? Warum denn alle vier Jahre eine neue wählen? Kann man nicht eine einmal getroffene demokratische Entscheidung respektieren?

Wobei die Wahlperiode natürlich gesetzlich festgelegt ist. Die Brexit-Abstimmung hingegen fand sozusagen außergesetzlich statt. Aufgrund der Machtvollkommenheit Herrn Camerons, der sich davon eine Festigung derselben versprach.

Tja, das ging dann wohl schief.

@ Orfee

Also die Briten haben hier kaum etwas zu verlieren, wenn May geht. Das wäre ein Anlaß den Brexit zu verzögern.

Warum sollte die EU dabei mitspielen? Die EU hat keinen Grund, GB in irgend einer Form entgegen zu kommen. Wenn die Briten gehen wollen, dann gehen sie mit oder ohne Vertrag. Aber auf eine Hängepartie wird sich die EU nicht einlassen.

Am Tiefpunkt

May versucht die Tories mit dem Versprechen ihres Rücktritts zum Zustimmen zu ködern. Das ist der absolute Tiefpunkt des Taktierens.

Backstop

Brexit-Hardliner fordern ein einseitiges Kündigungsrecht für Großbritannien, das es derzeit nicht gibt.

Die britischen Hardliner sehen nur sich selbst und ihre Interessen. Die Solidargemeinschaft EU muss viel weiter denken. Die 27 schützen auch solidarisch die Rechte der Republik Irland.

Um es noch mal zu

Um es noch mal zu sortieren:
Cameron wollte eigentlich in der EU bleiben und hatte seinen Bürgern das Referendum versprochen, in dem Glauben, diese würden ihm folgen. Die Zusage, das Referendum zu respektieren hat er meiner Erinnerung nach aber nur für sich abgegeben.
Es war keine Volksabstimmung - es war eine Befragung. Etwas wirklich Bindendes sollte vorher als solches klar und nicht der Interpretation ausgesetzt sein.
Sauber wäre nur eine verbindliche Volksabstimmung über ein konkretes Szenario. Den Vertrag, zu dem man aussteigen kann, kennt man jetzt.

Ich drücke Frau May

die Daumen das sie ihren Brexit noch hinkriegt. Danach geht sie ja auf eigenen Wunsch in den Ruhestand.

@um 20:45 von fathaland slim

Interessanterweise entschied sich die Partei dann aber im zweiten Wahlgang für die ursprüngliche Brexitgegnerin Theresa May.

Die Brexitgegnerin May ist primär deshalb ins Amt gekommen, weil sich die Brexitbefürworterin Andrea Leadsom aufgrund eines unsäglichen Times-Interviews selbst aus dem Rennen genommen und auf die Stichwahl gegen May bei der Parteimitgliedschaft verzichtet hat.

Schön finde ich, dass Frau May trotz dieser und anderer Querelen innerhalb der Partei und trotz ihrer ursprünglichen Skepsis gegenüber dem Austritt sich voll und ganz hinter den Entscheid des Volkes stellt und diesen mit allen Kräften verteidigt.

Cameron der den Volksentscheid möglich gemacht hat und May die ihn hart verteidigt. Zwei grosse Demokraten die als solche in die Geschichte eingehen werden.

re klärungsbedarf

"Sauber wäre nur eine verbindliche Volksabstimmung über ein konkretes Szenario. Den Vertrag, zu dem man aussteigen kann, kennt man jetzt."

Ich fürchte nur, die Spaltung würde weitergehen. Die Brexiteers würde behaupten, es wird über einen Vertrag abgestimmt, den sie viel besser ausgehandelt hätten. Deshalb müsste man ihn ablehnen.

@ Messi

Cameron der den Volksentscheid möglich gemacht hat und May die ihn hart verteidigt. Zwei grosse Demokraten die als solche in die Geschichte eingehen werden.

Genau. Auch im Scheitern kann man in die Geschichte eingehen. Eher unabsichtlich haben sie das zerstört, was sie voran bringen wollten.

@20:56 von KowaIski

"Aber auf eine Hängepartie wird sich die EU nicht einlassen."

Hoffentlich behalten Sie da recht.

Gratulation

May hat es geschafft! Gratulation.
Auch wenn ich mit der Politik und dem scheinbar ziellosen Taktieren dieser Dame absolut nichts anfangen kann.

re messi

"Cameron der den Volksentscheid möglich gemacht hat und May die ihn hart verteidigt. Zwei grosse Demokraten die als solche in die Geschichte eingehen werden."

Da würde ich vorsichtshalber erst ein paar Jahre Geschichte abwarten ...

@fathaland slim um 20:02

Hat GB nicht.

Ein absoluter Sonderfall unter allen Staaten dieser Erde.

Mit dem Papier aus dem Mittelalter meinen Sie wohl die Magna Charta aus dem Jahr 1215. Die ist aber mit einer modernen Verfassung nicht zu vergleichen.

Vielen Dank für die Information. Dabei haben wir uns bei unserem vorletzten Urlaub 2014 in GB in Salisbury die ausgestellte Kopie der Magna Charta angesehen. Wirklich beeindruckend.

..Misstrauensvotum in der Tory ...

Wann endet endlich dieses blöde gefeilsche. Ich hoffe das es bald einen radikalen Brexit gibt, damit dann alle Aktoren wieder zur Besinnung kommen. P.P.

Schaden anrichten und dann abhauen!

Schaden anrichten und dann abhauen? Nein das glaube ich ist bei Frau May nicht der Fall. Der politische Weg von GB finde ich verkehrt aber Sie versucht wenigstens noch einen geordneten Rückzug zu erreichen was mit Boris Jonson aber nicht möglich ist. Ich würde an Ihrer Stelle alles hinschmeißen und sofort gehen dann kann Herr Jonson alleine weiter Spinnen. P.P.

Respekt

200 für May und nur 117 gegen sie. Respekt. Da hat die Schlussoffensive mit versprochenem Rückzug bis 2022 ja doch noch was gebracht.

21:47, Messi

>>Cameron der den Volksentscheid möglich gemacht hat und May die ihn hart verteidigt. Zwei grosse Demokraten die als solche in die Geschichte eingehen werden.<<

Herrn Cameron als großen Demokraten zu bezeichnen, das hat schon was.

Sie wissen doch als Schweizer nun wirklich, was ein Volksentscheid ist und wie das Prozedere ist, bis es zu ihm kommt. Das britische Theater hat da wenig mit zu tun.

Cameron war ein Zocker, und er hat sich verzockt.

Und Frau May versucht, ihrer Partei und ihrem Land zu dienen, so gut es irgend geht.

Dafür hat sie meinen Respekt.

Aber Ihr hohles Pathos finde ich ein wenig unangebracht.

@Messi um 21:47

Cameron der den Volksentscheid möglich gemacht hat und May die ihn hart verteidigt. Zwei grosse Demokraten die als solche in die Geschichte eingehen werden.

Und immer wieder der gleiche Unsinn. Gerade Ihnen sollte der Unterschied zwischen einem Volksentscheid und einem Referendum bekannt sein.

Dass Sie diesen Unterschied nicht akzeptieren wollen läßt Rückschlüsse auf ihr Demokratie-Verständnis zu.

In die Geschichte wird May allerdings eingehen: Als die PM, die das UK in absolute wirtschaftliche und politische Bedeutungslosigkeit geführt hat.

@Messi, 21:47

Ihr Zitat: "Cameron der den Volksentscheid möglich gemacht hat und May die ihn hart verteidigt. Zwei grosse Demokraten die als solche in die Geschichte eingehen werden."

Naja, überlassen wir es mal lieber künftigen Generationen von Historikern, wie sie die Regierungszeiten dieser beiden Premierminister im Rückblick auf einen größeren Zeitraum beurteilen werden.

Denkbar sind durchaus auch Einschätzungen wie
"Cameron und May: zwei Premierminister, die mitverantwortlich sind für den wirtschaftlichen Abstieg und die verstärkte innere Zerrissenheit des UK.
Cameron, weil er sich mit dem Brexit-Referendum verzockt hat. May, weil sie sich zwar redlich bemühte, die Folgen einer unsinnigen Entscheidung wenigstens abzumildern, aber letztlich an der Aussichtslosigkeit des Unterfangens scheiterte."

In jedem Fall gab es in der britischen Geschichte schon einige Premiers, die wesentlich erfolgreicher agierten...

Gratulation

Frau May,dieser Schritt wäre erst einmal geschafft! Die nächsten Schritte werden Sie ,ich hoffe es , auch noch schaffen.

20:02 von fathaland slim

die Briten haben keine Verfassung !
scheint aber trotzdem zu funktionieren

Es läuft alles auf die

Es läuft alles auf die Alternative zwischen den zwei Extremen hinaus: Exit vom Brexit oder harter Brexit. Die Schäden für die britische Gesellschaft sind immens. Und sollte es zum harten Brexit kommen, stehen in Schottland und wohl auch in Nordirland die nächsten politischen Bestrebungen zur Eigenständigkeit mit einem Re-Entry zur EU an.

@um 22:23 von Rainer Niemann

immer wieder der gleiche Unsinn. Gerade Ihnen sollte der Unterschied zwischen einem Volksentscheid und einem Referendum bekannt sein.

Es gibt keinen Unterschied.

Dass Sie diesen Unterschied nicht akzeptieren wollen läßt Rückschlüsse auf ihr Demokratie-Verständnis zu.

Als Radikaldemokrat habe ich tatsächlich kein Verständnis für diejenigen, welche einen Volksentscheid verwässern, aussitzen, wegwischen, wiederholen, etc. wollen. Einfach alles ausser ihn umsetzen wollen.

Als Schweizer bin ich glücklich dass das so gut bei uns funktioniert. 170 Jahre Bundesstaat mit direkt demokratischer Tradition, kein Krieg, kein Terror, keine Krawalle.

Aber da ich gerne über den Tellerrand hinaus schaue besorgt mich schon sehr, wieviele Menschen in westeuropäischen Staaten die Demokratie mit Füssen treten möchten. Medien inklusive. Darum werde ich hier auch weiterhin mit diesem "Unsinn" weiterposten. Ich bin sicher dass es sich lohnt für die Demokratie zu kämpfen.

@ Kowalski

Mag in der Schweiz so sein, aber UK ist nicht die Schweiz.
Was würde ein 3. Referendum bitte bringen und wie soll es aussehen? Wie das 2.?
1. "Leave": Die Rechtspopulisten und die Medien werden bestärkt und würden den Hass gegen die EU weiter verstärken.
2. "Remain": Würde ein Chaos zur Folge haben. Im Unterhaus würde ein Teil das Ergebnis nicht akzeptieren und weiterhin auf das Ergebnis des 2. beharren. Ein anderer Teil würde versuchen zurück zur EU zu kriechen. Die Medien und Politiker hätten allgemein Probleme Entscheidungen der EU zu kritisieren, da sie es nicht mit den anderen Ländern in der EU verschärzen wollen.
Und es bedarf einer geschlossenen Mehrheit, die es wohl nur schwer geben wird...
3. Option für einen der Deals (May's Deal oder No Deal) brächten auch nichts, da nicht jeder den Deal gelesen hat und die Folgen abschätzen kann.
4. Deal nach verhandeln: Geht nicht, da es bereits einen Deal gibt, dem alle anderen Länder der EU zugestimmt haben.

@Messi um 22:50

Aber da ich gerne über den Tellerrand hinaus schaue besorgt mich schon sehr, wieviele Menschen in westeuropäischen Staaten die Demokratie mit Füssen treten möchten. Medien inklusive. Darum werde ich hier auch weiterhin mit diesem "Unsinn" weiterposten. Ich bin sicher dass es sich lohnt für die Demokratie zu kämpfen.

Aha, Herr Messi. Und Sie bezeichnen sich als Radikal-Demokraten.

In der von Ihnen beschworenen "radikalen Demokratie" möchte ich um keinen Preis leben, mir ist eine liberale Demokratie wesentlich lieber. Und die Menschen und die Medien in den europäischen Ländern, die dies ebenfalls so sehen sind in der großen Mehrheit.

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