Ihre Meinung zu: Verschiebt May die Brexit-Abstimmung?

10. Dezember 2018 - 15:07 Uhr

Die anstehende Brexit-Abstimmung im Parlament steht auf der Kippe. Laut britischen Medien wird Premierministerin May das Votum abblasen. Und dann? Die EU lehnte vorsorglich Nachverhandlungen ab.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1
Durchschnitt: 1 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Was solls bringen?

May hat ein Kabinett aus Hardcore Brexitiers.
Ob sie die Abstimmung jetzt heute oder später macht ist vollkommen egal.

Entweder nehmen sie die den Spatz in der Hand oder fallen beim Versuch die Taube zu erreichen vom Dach.
In jedem Fall wird England nach dem Brexit vor einer Zerreißprobe stehen.

Denn was dann nicht mehr geht ist das, was überhaupt erst zum Brexit geführt hat;
Das allzu großzügige Schuld der EU zuschieben für eigenes politisches Unvermögen.

Ich als Überzeugter EU-Bürger hoffe, das die Tories heftig auf die Nase fallen, Nordirland seine Wiedervereinigung mit der Republik Irland feiert und Schottland auf absehbare Zeit als eigenständiges Land den Platz von GB in der EU einnimmt.

Bis auf das erste alles furchtbar utopisch... aber man wird ja noch träumen dürfen.

Eigentlich sind die Briten...

.... von uns Deutschen zu beneiden. Sie durften bereits während ihrer EU-Mitgliedschaft ihr Pfund behalten, pickten so manches Rosinchen. Der Brexit, so wirr wie er sich uns Kontinentaleuropäern auch darstellt, zeigt uns aber auch, dass Britischen Bürgern noch Einfluss auf die Politik ihres Landes eingeräumt wird. Wir braven Deutschen hingegen wurden niemals gefragt, ob wir unsere beinharte D-Mark abgeben wollen. Das haben Kanzler Kohl und unsere Industrie ganz alleine für sich entschieden. Seit Einführung des Euro dürfen deutsche Bürger die sogenannten "Vorteile" der Währungsunion geniessen, zB: eine fette Inflation, Verteuerung von Lebensmitteln und Consumartikeln, teure Urlaube im Ausland, sinkendes Realeinkommen. Bleibt die Frage: Wann kommt bei uns die Volksbefragung?

Was für ein Eigentor!

Erst sich vom Volk beauftragen lassen, einen Brexit auszuhandeln, und dann keine Mehrheit für den ausgehandelten Brexit bekommen.

Macht doch noch ein Referendum: über den Austrittsvertrag. Entweder wird er angenommen, oder das Parlament muss entscheiden, harten Brexit oder gar keinen.

@ 14:16 von Deeskalator

Zitat: Bis auf das erste alles furchtbar utopisch... Zitat Ende
Warum furchtbar utopisch? Das hat man vor 1989 auch von deutschen Wiedervereinigung gesagt. Ich halte nicht für "furchtbar utopisch".
Nur sollte das vor allem für GB, aber auch für die EU, unwürdige Theater sehr bald beendet werden.

dieser

ganze Brexit ist eine einzige Farce, leider mit hohen Kosten für den europäischen Steuerzahler (für die ganzen Verhandlungen).
Ist aber typisch für die EU und auch den EURO, weil die gestaltenden Politiker sich in ihrer unendlichen Weisheit damals nicht vorstellen konnten, dass aus diesen tollen Konstrukten jemals jemand würde austreten wollen, und daher nicht mal einen ernsthaften Ansatz einer Austrittsregelung in die Statuten aufgenommen hatten. Oder war das Absicht ? Einmal drin gefangen, nie mehr raus ?
Ein weiterer -und gravierender- Geburtsfehler von EU und EURO, den es schleunigst zu beheben gilt.

Mittlerweile ist Europas enzige Gemeinsamkeit ,

daß sich jedes Land so seine Probleme schafft , Deutschland , UK , Frankreich , Belgien und das der große gemeinsame Nenner ist ... viele "Problembären"...
Ernsthaft .. Europa muß noch mal wieder ziemlich von vorne Anfangen , gemeinsamer Wirtschaftraum aber bitte keine Sozialgemeinschaft oder allumfassende Politikgemeinschaft. Das ist hinreichend gescheitert.. und ob wir an der Grenze nun mal unseren Personalausweis vorzeigen müssen ist doch wirklich nicht das Problem.

@14:16 von Deeskalator

"Ich als Überzeugter EU-Bürger hoffe, das die Tories heftig auf die Nase fallen, Nordirland seine Wiedervereinigung mit der Republik Irland feiert und Schottland auf absehbare Zeit als eigenständiges Land den Platz von GB in der EU einnimmt.
Bis auf das erste alles furchtbar utopisch... aber man wird ja noch träumen dürfen."

Ich träume mit Ihnen.

Deeskalator von 14:16

Ich teile ihre Träume. :)

@Bayuware

Es ist Utopisch, dass England seine Kornkammer ziehen lässt.
Die deutsche Wiedervereinigung war ein historischer Glücksfall der seines Gleichen sucht.

Sollte es dennoch zur Irischen Wiedervereinigung oder dem EU-Eintritt von Schottland kommen, würde ich mich freuen dies mit ihnen zu feiern sofern sie dies für einen Feiergrund halten.

re r0lt0

"Seit Einführung des Euro dürfen deutsche Bürger die sogenannten "Vorteile" der Währungsunion geniessen, zB: eine fette Inflation, Verteuerung von Lebensmitteln und Consumartikeln,"

Esrten sind Inflation und Verteuerung ein- und dasselbe.
Zweitens liegt die Inflation seit der Euro-Einführung deutlich niedriger als im gleich DM-Zeitraum vorher.

Da ergänzende Verhandlungen

Da ergänzende Verhandlungen von der EU abgelehnt werden macht eine Verschiebung der Abstimmung im britischen Parlament keinen Sinn. Der EuGh hat ja extra noch vor der geplanten Abstimmung Rechtssicherheit zur Frage des einseitigen Rücktritts vom Austritt als zusätzliche Option gegeben.

Falls die Briten in der EU

Falls die Briten in der EU bleiben sollten, wer zahlt den Spaß der letzten 2 Jahre mit hunderten Verhandlungstagen und den Kosten, die Firmen / Länder bereits auf sich genommen haben, um sich auf den Brexit vorzubereiten?
Ich hätte da schon eine Ahnung...

splendid isolation

Die britische Bevölkerung wurde vor dem Referendum nicht hinreichend informiert, wie kompliziert ein Brexit sein würde. Man sah zunächst nur augenscheinliche Vorteile wie z.B. Finanzen, Grenzkontrollen, zu strenge EU-Gängelung, Migration. Das war zunächst verständlich. Aber (damals hatte ich schon den Gedanken an die Grenze Nordirland-Republik Irland und auch Gibraltar). Das wurde ja erst ziemlich spät verhandelt.
So nach und nach stellt sich heraus, dass trotz Sonderstellung der Briten (bekannt als Rosinen) vieles den Briten nicht schmeckt und viele wiederum erst jetzt merken bzw. bedauern, dass sie seinerzeit nicht abgestimmt haben.
So leid es mir tut, aber das ganze Procedere geht an die nervliche Substanz. Frau May tut mir manchmal leid. Aber es hilft alles nichts. Es ist so gewollt (demokratisch) und ich muss zu meinem Bedauern sagen: Liebe Briten, setzt dem Spuk ein Ende und geht mit Gott aber flott. Sorry!!!

@Deeskalator 14:33

England hat schlicht gar nichts zu melden wenn Schottland oder Nordirland rauswollen. Bei Schottland ist es kein Geheimnis. Da wohl kaum der Brexit Vertrag den Frau May vorlegt durchs Parlament geht ist eine Unabhängigkeit Schottlands sehr wahrscheinlich. Utopisch ist sie schon mal gar nicht. Sehr viele Schotten haben das Getue der Engländer satt! Bei Nordirland ist es schon was komplizierter, aber auch da ist es keine Utopie, dass Nordirland auch ausschert. Der Brexit wird ein Fiasko für die Briten werden und es wird ein Spaß sein dabei zuzusehen wie die Briten die ganzen Populisten die für den Brexit waren an den Pranger stellen werden. Der Brexit ist ein Beweis dafür was Populisten anrichten können und sollte als Warnbeispiel für die Zukunft gelten.

Ich wäre für

ein Ausscheiden ohne Vertrag oder Deal, wie auch immer man dazu sagt.
Wäre ein Lehrstück für Beide Seiten, weil die eine wie andere Seite etwas zu verlieren hat.
Einige sind ja immer der Meinung das nur die GB verliert, dem ist aber nicht so, für Deutschland ist es auch ein Verlust und der regt vielleicht zum Nachdenken an.
Aber selbst da habe ich so bei der jetzigen Führung meine Zweifel.
Aber das Theater muss endlich ein Ende haben.

/// Am 10. Dezember 2018 um

///
Am 10. Dezember 2018 um 14:30 von Sparer
dieser

ganze Brexit ist eine einzige Farce, leider mit hohen Kosten für den europäischen Steuerzahler (für die ganzen Verhandlungen).
Ist aber typisch für die EU und auch den EURO, weil die gestaltenden Politiker sich in ihrer unendlichen Weisheit damals nicht vorstellen konnten, dass aus diesen tollen Konstrukten jemals jemand würde austreten wollen, und daher nicht mal einen ernsthaften Ansatz einer Austrittsregelung in die Statuten aufgenommen hatten. Oder war das Absicht ? Einmal drin gefangen, nie mehr raus ?
Ein weiterer -und gravierender- Geburtsfehler von EU und EURO, den es schleunigst zu beheben gilt.///
.
Welche " hohen Kosten für den europäischen Steuerzahler " sind denn da angefallen ?
Im übrigen ist Ihre Unterstellung bzgl. Austrittsregelung falsch und im Art. 50 geregelt:
EU Vertrag Art. 50
Jeder Mitgliedstaat kann im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschließen, aus der Union auszutreten.
.......ff

Neue brexit-Volksabstimmung nötig

Das ideale Szenario wäre dies. Die Briten stimmen neu ab. Wichtig: es darf nur zwei Optionen geben. Harter brexit oder Verbleib in der EU. Eine dritte Option (jetziger brexit-Vertrag) muss vom Tisch, weil das Ergebnis sonst unkalkulierbar wird. Was wäre, wenn es zwar eine relative Mehrheit für den Verbleib, aber verteilt über beide Austrittsoptionen eine Mehrheit für den Austritt gibt? Also muss Msy über den Austrittsvertrag im Parlament abstimmen lassen. Dort muss er scheitern. Und anschließend das Volk abstimmen lassen.

@ andererseits

Vorgängerthema
„Am 10. Dezember 2018 um 09:20 von andererseits
Also, liebe britische
Also, liebe britische Parlamentarier: Die juristische Tür ist offen, den größten politischen Fehler der Nachkriegszeit zu korrigieren...“

Wieviele Menschen sind durch den Brexit gestorben? Richtig! 0

Damit den Brexit als größten politischen Fehler der Nachkriegszeit zu betiteln, wird den tausenden von Todesopfern nicht annähernd gerecht, die in Konflikten gestorben sind, die durch politische Entscheidungen / Zustimmungen sinnlos ihr Leben verloren haben. Aber einigen ist die Wirtschaft (Brexit) etwas wichtiger als Menschenleben

Verschiebung?

Was so eine Verschiebung bringen soll verstehe ich nicht. Die Ablehnung der Hardcore-Brexiteers scheint mir so grundlegend, dass kleine kosmetische Änderungen am Vertrag wohl kaum etwas ändern. Und einen komplett anderen Vertrag wird es wohl nicht geben.
Zumal ich mir so manche Wünsche auch gar nicht vorstellen kann. Keine harte Grenze in Irland, aber eine solche in Dover? Da wüsste ich als Importeur aber, woher ich meine Waren in Zukunft beziehe.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob alle Abgeordneten, die den Vertrag ablehnen, dies aus den gleichen Gründen tun. Also wird man es wohl kaum allen recht machen können.
Und es gibt wohl kaum je einen Vertrag, der sich nur nach den Wünschen einer Seite richtet.
Versteh´ das wer will.
Sie können natürlich ohne Vertrag austreten. Aber dann müssen sie für jede Kleinigkeit wieder erneut verhandeln, weil sie ein Drittstaat ohne Abkommen sind. Das wird mühsam.

Selbst schuld

Die Briten haben sich für den Brexit entschieden. Aus und basta! Die ganze Komödie - raus aus den Kartoffeln, rein in die Kartoffeln, mag - auch für unsere - Politiker eine willkommene Beschäftigung sein (im eigenen Land gibt es ja anscheinend keine Probleme), doch der Brexit-Zirkus muss endgültig beendet werden. Aber nicht so, dass Großbritannien hinterher besser gestellt ist als die EU-Mitgliedsstaaten. Diese Rosinen-Pickerei muss endlich aufhören! Die EU ist sowieso eine Lachnummer, jeder kocht sein eigenes Süppchen, aber Zuschüsse sind immer willkommen. So bleibt die EU ein - für die Bevölkerung immens teurer - Wunschtraum
von Wirtschaft und Politik.

Schluss jetzt und hart bleiben

„No deal“ seitens der EU.

Sollen die Briten untereinander doch sehen, wie die klar kommen. Die wissen doch sowieso alles besser.

@karwandler

Einen gleichen D-Mark-Zeitraum gibt es nicht, denn die Inflation wird hauptsächlich von zwei Faktoren angetrieben, die von 1980 bis 1999 sich anders entwickelt haben als von 1999 bis 2018:
1. Der Steigerung der Lohnstückkosten
2. Der Steigerung der Importpreise
Insbesondere die deutsche Lohndumping-Politik hat höhere Inflationsraten in Deutschland verhindert, wie Sie durch einen Vergleich mit den griechischen Inflationsraten leicht selber feststellen können!

@Magfred

Wenn ich mich bezüglich des Einflusses von England auf die Eigenständigkeit von NI und Schottland irre und sie Recht haben, würde mich dies Ungemein freuen.

Denn ich mag die Iren ich mag die Schotten und wären sie den Populisten nicht so hörig würde ich die Engländer genauso mögen.

Es ist mir generell unbegreiflich, wie Menschen die kurze Zeit die wir auf Erden haben mit Hass und Missgunst verschwenden können.

EU Versagen

Ich schäme mich für die EU. Sie hat sich von Anfang an übelst verhalten. Es ging oft um die Angst vor anderen Folge-Austritten. Ist man so wenig überzeugt von der EU?
Man kann nach dem Gebahren gut verstehen warum die SUN die EU so enttäuscht beschimpft.

Die Kosten wird Deutschland über die Exportverluste nach GB tragen... wie so oft in der EU zahlt D.

Tagesschau: ein Exit vom Brexit wäre kein Problem

Uh, solche Sätze tuen schon weh, weil sie vor politischer Dummheit strotzen. Ein Exit vom Brexit würde in UK bürgerkriegsähnliche Zustände hervorrufen und das Vertrauen in die Demokratie nachhaltig erschüttern.

@14:27 von r0lt0

>Wir braven Deutschen hingegen wurden niemals gefragt, ob wir unsere beinharte D-Mark abgeben wollen.<

Jawoll, Sie wissen es.....
überhaupt nicht.
Sie sollten sich ein bisschen mehr mit Geldpolitik auseinandersetzen. Zugegeben , ein sperriges und schwierig zu verstehendes Thema. Nur: mit Ihrer Einschätzung liegen Sie komplett falsch.
Hinweis:
sinkendes Realeinkommen hat zunächst nichts mit dem Euro zu tun, gesteuerte Inflation mit der Begleiterscheinung der Verteuerung ist wesentliche Notwendigkeit einer stabilen, kapitalistischen Geldpolitik und teure Urlaube sehe ich so gar nicht. Im Gegenteil kann heute jeder D... nahezu "geschenkt" jedes erdenkliche Reiseziel erreichen, teurer werden hier nur die Ansprüche.
Aber Hauptsache, sie haben etwas zum Meckern...

PM May ist aber sehr vorsichtig bzw.

meint, dass das Parlament sich das gefallen läßt. Ob sie sich damit nicht täuscht?

Die EU-Kommission lehnt Nachverhandlungen ab. Was will sie also erreichen? Einen Brexit ohne rechtsgültigen Vertrag? Das wäre wohl der harte Brexit.

Es könnte doch sein, dass die Opposition und die Brexiters im Parlament eine Abstimmung erzwingen. Schon nach einer solchen Abstimmung wären wohl die Tage vom May als PM gezählt.

@Deeskalator, @Anna-Elisabeth und @Dekkert: Auch mein Traum!

@ magfrad

„Der Brexit wird ein Fiasko für die Briten werden und es wird ein Spaß sein dabei zuzusehen wie die Briten die ganzen Populisten die für den Brexit waren an den Pranger stellen werden. Der Brexit ist ein Beweis dafür was Populisten anrichten können und sollte als Warnbeispiel für die Zukunft gelten.“

Da brauchen die Briten aber viele Pranger, denn immerhin waren mehr als 50% der Wähler für den Brexit! Und ob in GB mehr als 50% der Wähler Populisten sind? Ich habe berechtigte Zweifel. Aber Populist ist ja ein so schönes Wort und wird inflationär für fast jeden Menschen benutzt, der nicht der eigenen Vorstellung entspricht.

Verschiebt May die Brexit-Abstimmung ??

Da ist sich May ihrer Sache,dem "Deal" mit der EU,wohl nicht sicher.Obwohl sie sich ja feste dafür eingesetzt hat und Abgeordneten Adelstitel angeboten hat(könnte mal was darüber im Artikel stehen).
Wenn sie absagt,dann gibt´s den eben Deal nicht.
Schlecht für die EU,die dann ab März 2019 keine Beiträge aus Großbritannien bekommt.Und schlecht für die hiesigen Exporteure.

@r0lt0 14.27 Nachteile der Währungsunion?

Sie tischen hier wieder das populistische Märchen von der "beinharten DM" und den angeblichen Nachteilen des Euro auf. Dabei stimmt von dem, was Sie anführen, allenfalls das sinkende Realeinkommen. Das aber liegt nicht am Euro. Eine "fette Inflation" haben wir in den letzten Jahren schlicht nicht gehabt. Die Teuerungsrate bewegt sich im normalen Rahmen und war zu Zeiten Ihrer glorifizierten DM zeitweise erheblich höher. Sie sollten da differenzieren: Schauen Sie doch z.B. mal nach, was Sie in den 90ern für Elektronik bezahlen mussten und vergleichen Sie das mit heute! Teure Urlaube? Ja, vielleicht wenn Sie Ihre Ferien unbedingt in der Schweiz verbringen wollen. Dagegen stärkt der Euro die europäische Zusammenarbeit und den innereuropäischen Handel und beugt zudem möglichen gewaltsamen Konflikten in Europa vor. Auch denke ich ungern an Zeiten zurück, als ich zuhause zehn verschiedene Börsen mit Resten von Lire, Peseten, Schilling, Francs etc. aufbewahren musste.

Welchen Vorteil

sollte GB vom Verbleib in der EU haben? Der Export z.B. Nach Deutschland ist fast halb so groß wie umgekehrt. Deutschland dürfte mehr leiden als GB.

Was soll das ganze Theater

Es wurde ein Volksentscheid getroffen, fertig.
Wie die Verhandlungen stehen ist vollkommen irrelevant.
Fall, jetzt ein zweites Votum veranstaltet wird, ist die Demokratie nichts mehr wert.
Ja heißt ja und nein heißt nein.
Punkt und fertig oder will man solange Abstimmen bist es der Elite passt.

@14:27 von r0lt0

"Wir braven Deutschen hingegen wurden niemals gefragt, ob wir unsere beinharte D-Mark abgeben wollen. Das haben Kanzler Kohl und unsere Industrie ganz alleine für sich entschieden."

Hierzu Folgendes:
War der Euro der Preis für die Einheit?
(https://www.n-tv.de/politik/Der-Kanzler-des-einigen-Europa-article152257...) 2017

//Für die Euro-Einführung musste Kohl Zugeständnisse machen - möglicherweise nicht ganz freiwillig. Mehrfach gab es Hinweise, seine rasche Zustimmung zur Währungsunion sei die Folge eines Deals mit dem französischen Staatspräsidenten François Mitterrand gewesen. Der soll im Gegenzug 1989 der Wiedervereinigung zugestimmt haben. "Mitterrand wollte keine Wiedervereinigung ohne einen Fortschritt bei der europäischen Integration, und das einzige Terrain, das vorbereitet war, war die Währung", sagte der frühere Mitterrand-Berater Hubert Védrine 2010.//

Kohl hat diese Darstellung stets bestritten.

Endlich mal wahre Wort, danke.

@Elefant Endlich spricht es mal jemand aus. Danke. Es geht doch schon lange nicht mehr um Annehmlichkeiten für die Europäer, sondern nur noch um wirtschaftliche Interessen. Der Ursprungsgedanke eines vereinten Europas ist doch weiter weg denn je.

Häme sind unangebracht

Wie könnte ich den EU-Austritt bedauern und gleichzeitig das Auseinanderbrechen der Briten feiern...? Es ist bestenfalls ein spannendes Trauerspiel und wir die Schaulustigen, die daraus hoffentlich lernen

Votum innerhalb der EU

Vielleicht sollte man die EU-BürgerInnen befragen, ob sie weiterhin GB als EU-Mitglied haben wollen. Seit dem Beitritt im Jahre 1973 fordern die Briten Sonderrechte, einen Britenrabatt, britische Sondergesetze und reklamieren Privilegien für sich.
Seit dem Brexit-Votum ist der Zuspruch zur EU innerhalb der EU-BürgerInnen gestiegen und der Trend hält an.
Man hätte seinerzeit wohl besser auf den weisen Charles de Gaule gehört, der die Briten aus vielerlei guten Gründen nicht in der europäischen Staaten- und Solidarfamilie EWG/EG bzw. EU haben wollte. Wir hätten uns viel Ärger und Verdruss erspart.
Die Briten glauben immer noch, sie wären eine Weltmacht und hätten einen Anspruch, Führungsnation innerhalb der EU zu sein. Es ist langsam an der Zeit, dass die Briten endlich einmal im Jahre 2018 ankommen. "Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall". Wenn es jetzt einen Exit vom Brexit gibt, ist das für die Briten eine absolute Niederlage: DAS sollten den Briten klargemacht werden.

@Ausgemerkelt

Es gab keinen Volksentscheid, es war nur eine Volksbefragung. Die hatte keinen offiziell bindenden Charakter. Von daher wäre es auch kein (juristisches) Problem, das wieder rückgängig zu machen.

@Ausgemerkelt 2.0 - Abstimmen bist es der Elite passt

Sie werden schon merken , wofür die
Elite der von Farage & Johnson belogenen Rentner abstimmen werden.
Denn die Kapitalgedeckten Rentenfonds würden in GB abstürzen.

Bitte kann mir mal jemand erklären, was geschieht

wenn PM May die Abstimmung auf den Sankt Nimmerleins-Tag verschiebt. Gilt dann die Austrittserklärung alleine? Oder muss für die "verfassungsrechtlichen Vorschriften" das Parlament abstimmen (Austritt ja, aber ohne Vertrag).

Egal wie, PM May erscheint mir sehr feige.

@ 15.15 ausgemerkelt

Ein sehr schlichtes Bild des Brexits haben Sie da. Wenn ich mal nachhelfen darf: Die Brexitkampagne fußte erwiesenermaßen auf einem Lügengebäude und wurde wie so viele Fakenews massiv von bezahlten Trollen und Meinungsbots gestützt. Daher ist diese Abstimmung null und nichtig, sie sollte mit heutigem Erkenntnisstand wiederholt werden.

re smirker

"Einen gleichen D-Mark-Zeitraum gibt es nicht, denn die Inflation wird hauptsächlich von zwei Faktoren angetrieben, die von 1980 bis 1999 sich anders entwickelt haben als von 1999 bis 2018:
1. Der Steigerung der Lohnstückkosten
2. Der Steigerung der Importpreise"

Es geht um die Inflationsrate und nicht um die Faktoren (es gibt noch viel mehr als Ihre), die die Inflation beeinflussen.

Und da steht die Tatsache: Im Euro-Zeitraum war sie niedriger.

Brexit - Lessons learned?

Das einzig Gute am Brexit ist, dass er für immer ein brilliantes Argument gegen die sogenannte "Direkte Demokratie" bleiben wird. Ein hochkomplexer Sachverhalt wurde auf eine Ja / Nein (Leave / Remain) Frage reduziert. Danach saß in einer aufgeheizten Stimmung eine knappe Mehrheit den Lügen von Johnson und Farrage auf und hat ein Land ins Chaos gestürzt und der jungen Generation Zukunftschancen verbaut. Demokratie als "Diktatur der Mehrheit". Ich danke den Müttern und Vätern unseres Grundgesetzes, dass eine "Volksabstimmung" über so eine gravierende Entscheidung in Deutschland nicht möglich ist.

um 15:30 von 2otto2

"Es gab keinen Volksentscheid, es war nur eine Volksbefragung. Die hatte keinen offiziell bindenden Charakter."
Das zu unterscheiden macht einigen Foristen offensichtlich immer große Probleme?

re aufgeklärtewelt

"Tagesschau: ein Exit vom Brexit wäre kein Problem

Uh, solche Sätze tuen schon weh, weil sie vor politischer Dummheit strotzen."

Ein sehr wenig aufgeklärter Zwischenruf.

Die TS referiert lediglich und faktisch den seit heute gültigen juristischen Tatbestand.

re bernd kevesligeti

"Schlecht für die EU,die dann ab März 2019 keine Beiträge aus Großbritannien bekommt.Und schlecht für die hiesigen Exporteure."

Und noch schlechter für die britischen Exporteure.

Komisch, wie Sie das krampfhaft vergessen wollen ...

Go England Go!

Hoffentlich ziehen die Engländer den Brexit durch und retten ihre Souveränität. Als nächstes sollte London einen neuen Bürgermeister wählen. Dann kanns wieder aufwärts gehen. Der Rest von Europa kann sich ja weiter mit Fachkräften aus aller Welt vollsaugen und schauen, ob er damit besser fährt.

re bigbirl

"Der Export z.B. Nach Deutschland ist fast halb so groß wie umgekehrt. Deutschland dürfte mehr leiden als GB."

Wieviel % vom deutschen Export gehen ins UK und wieviel % vom britischen Export nach Deutschland?

Der Vergleich der absoluten Zahlen ist witzlos ohne Relation zum gesamten Volumen.

...und die Wirtschaft wird weiter funktionieren...

15:09 von Bernd Kevesligeti
...natürlich wird bei einem ungeordneten Austritt der Im- und Export weitergehen...trotz evtl. Zollschranken und Grenzbürokratie. Bis zu einem fairen Handelsabkommen wird es allerdings dann dauern. GB hat es z.B. bis heute nicht geschafft, das komplette metrische System der EU zu übernehmen. Dennoch glaube ich, daß den Briten Europa weiterhin wichtiger denn je sein wird. Dazu sind die Verflechtungen viel zu groß. Lernen kann man letztlich nur durch Leiden...und das Einigeln auf eine Insel ist längst Geschichte.

@14:59 von dr.bashir

//Zumal ich mir so manche Wünsche auch gar nicht vorstellen kann. Keine harte Grenze in Irland, aber eine solche in Dover? Da wüsste ich als Importeur aber, woher ich meine Waren in Zukunft beziehe.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob alle Abgeordneten, die den Vertrag ablehnen, dies aus den gleichen Gründen tun. Also wird man es wohl kaum allen recht machen können.
Und es gibt wohl kaum je einen Vertrag, der sich nur nach den Wünschen einer Seite richtet.
Versteh´ das wer will.//

Schön zu wissen, dass ich mich mit diesbezüglichen Verständnisproblemen offensichtlich in guter Gesellschaft befinde.

@AufgeklärteWelt 15:03

Sie müssen nicht nur die Überschriften lesen, sondern auch die zugehörigen Artikel, bevor Sie sich hier über "Dummheit" echauffieren. Es ging lediglich darum, dass Großbritannien seine Brexit-Erklärung (juristisch) problemlos einseitig zurücknehmen kann, ohne Zustimmung der anderen Mitgliedsstaaten.

Lasst sie doch nochmals abstimmen

und wenn dann wieder für den Brexit gestimmt wird, nächste Wahl. Bis es den etablierten Parteien und Brexitgegner passt. Alle zenarien die bis weilen genannt worden, sind nicht eingetroffen. Aber immer wieder auf das Tablet bringen.

Das Problem der Briten ist

das sie für solche Volksbefragungen keine Zweidritelmehrheit ins Gesetz geschrieben haben sondern 50%.
Aber das ist nicht das Prob der EU.
Ich hoffe das die EU hart bleibt und die Briten eine ebenso harte Landung erleben werden.

@Tahir 15:21

Um es ganz deutlich zu machen. Ich hätte auch lieber UK in der EU gehabt. Allerdings bei der Großkotzigkeit die das Leave Lager an den Tag gelegt hat und die auch die ganzen Brexit Freunde hier gezeigt haben gönne ich den Briten, dass es ein totales Ausenanderbrechen mit dem Austritt Schottlands und Nordirlands aus dem Königreich gibt. Die haben es nicht anders verdient. Vielleicht wachen dann die Engländer und Waliser die maßgeblich für den Brexit gestimmt haben mal auf und sehen was sie angestellt haben. Mir tut es Leid für die Engländer und Waliser die Remain gestimmt haben, aber die müssen da jetzt durch. Die Schotten und Nordiren haben wenigstens noch die Möglichkeit aus dem Königreich auszutreten und für sich eine bessere Lösung zu erreichen. Dies wäre mit Sicherheit besser als weitere Jahre unter der Fuchtel Londons.

Leider waren viele.........

EU Befürworter nicht bei der Abstimmung, keiner hatte wahrscheinlich auf dem Schirm das der Brexit kommt. Tja und eigentlich muss er das jetzt, vielleicht heilsam für andere Länder, die dauernd rummeckern.
Das der Euro für sinkende Löhne verantwortlich ist, wie hier behauptet wird, ist Quatsch. Bei der Einführung war von der EU vorgegeben, das die Löhne auch steigen müssen, Deutschland hat das nicht gemacht, Frankreich, Italien z. B schon. Bei uns wurden die Lohnerhöhungen eingefroren. Und ohne den Euro wären wir nicht so stark im Export.
Die EU muss sich verändern und stärker zusammenrücken, ganz wichtig.

Großbritannien im Dilemma - selbstverschuldet

Die Auswirkungen, die Tony Blairs Abstimmung zum Verbleib in der EU - damals aus reinem Machterhalt heraus - nun für Großbritannien haben, sind Katastrophal. Was UKIP und weitere rechtspopulistische und auch teilweise linkspopulistische Schrei-Hälse nun mit nachgewiesenen Lügen zur EU angerichtet haben, ist eine Zwickmühle in einem unvorstellbar tief gespaltenem Land. Kompromisse sind nicht mehr möglich, die Fronten im Vereinigten Königreich zwischen EU Befürwortern und EU-Hassern sind so verhärtet, das jeder "Brexit" oder "Exit vom Brexit" zwangsläufig ein Deasaster sein wird.
.
Für uns ein Lehrbeispiel dafür, wohin diese Schnellschüsse und kruden Verschwörungstheorien der rechtsextremen Szene a la AfD, NPD, Reps, usw. letztlich hinführen: in eine Sackgasse und einem verrückten Flurschaden in jeder Hinsicht, die die Bürger nun selbst ausbaden dürfen. Viel Spaß mit sowas.

@15:36 von Rainer Niemann

Der Brexit findet, wenn ihn keiner zurücknimmt, am 29.03.2019 statt. Auf jeden Fall, mit oder ohne Vertrag.
Wenn ohne Vertrag, dann ist GB ein Drittstatt ohne z.B. ein Handelsabkommen mit der EU. Dann gelten alle Zölle, die für solche Staaten gelten. Bei vielen anderen Fragen hängt es davon ab, wie die Regelungen lauten. Wenn eine Regelung in D z.B. auf "EU-Bürger" bezieht, gilt sie für Briten ab dem Tag nicht mehr (z.B. Aufenthaltsrecht, Einreise). Wenn die Regelung bisher auch schon speziell für britische Bürger gilt, dann gilt sie wohl weiter.
Da innerhalb der EU ziemlich viele Regeln gelten (z.B. technische Standards, Medikamente) wird es wohl Chaos geben, was noch ein und ausgeführt werden kann, welche Regeln ab jetzt in GB gelten usw.
In Irland wäre dann ab dem 30.03.19 automatisch eine Grenze, an der kontrolliert werden muss. Ob die Häfen in z.B. Ostende oder Dover auf die Kontrolle der Waren vorbereitet sind, wage ich zu bezweifeln.
Keine Übergangsphase, harter Brexit.

re von karwandler

"Und noch schlechter für die britischen Exporteure".
Komisch,daß Sie ständig behaupten "den Briten wird es schlecht gehen".Wenn es so wäre,dann kann Ihnen das doch egal sein.Es ist merkwürdig an,wenn deutsche Neoliberale und gehobene Schichtler in Endlosschleife so reden und schreiben.

@berelsbutze 15:09

Ich habe nirgendwo jeden Brexit Wähler als Populist dargestellt, die Populisten sind Leute wie Farage, wie Johnson die den Menschen nicht die Wahrheit gesagt haben. Hören Sie auf damit mir Dinge in den Mund zu legen die ich so nie geschrieben habe!
Fakt ist, diese Leute die mehr als 50% für den Brexit gestimmt haben wurden hintergangen. Ihnen wurden von den Politikern die für den Brexit stimmten die Wahrheit über das Ausmaß verschwiegen welches ein Brexit mit sich zieht. Die Schotten und Nordiren haben gegen den Brexit gestimmt und es wäre kein Wunder, wenn die bei dem ganzen Blödsinn nicht mitmachen und das Königreich verlassen.

@deeskalator

Auch in diesem Fall gilt: wir Träumer sind mehr. Teile voll Ihre Einstellung.

@meinung111 15:50

Die Engländer sollen mal schön den Brexit durchsetzen, dann hauen eben die Schotten ab und die Nordiren wackeln dann auch. Dann geht gar nichts aufwärts! Ohne die Schotten und die Nordiren haben die Engländer nämlich ein großes Wirtschaftsproblem. Im Übrigen die ganzen Billig Jobs die bis jetzt auch ausländische Fachkräfte machen, die werden ganz sicher nicht die Briten machen. Die sind sich dafür genauso zu schade wie diejenigen Deutschen die auch lieber von Hart 4 leben als Spargeln zu stechen, Erdbeeren zu ernten, Toilletten zu putzen, in der Pflege zu arbeiten oder auf dem Bau und bei der Müllabfuhr zu arbeiten. Leider gibt es da viel zu viele von die sich für was besseres halten.

Beifall

Großer Beifall für die Briten für den Erhalt ihrer Souveränität. Das aufgebauschte Gerede der Medien nochmals an Hand einer neuerlichen Wahl über den Brexit abzustimmen, ist schon mehr als undemokratisch. Ist die Wahl über den Brexit nicht nach demokratischen Regeln abgelaufen? Sollen jetzt Wahlen solange wiederholt werden, bis es den Ländern in der EU passt?
Es müssten noch mehr Länder den unnütz aufgeblähten EU-Parlament die Gefolgschaft verweigern.
Was bringt uns (in doppelter Hinsicht bevormundetet, EU und Merkel)Deutschen die Mitgliedschaft in der EU, außer dass wir diesen Irrsinn mit unseren Steuergeldern finanzieren?
Anstatt mit unseren Steuergeldern die Bildung voranzutreiben, Kindergärtenplätze zu schaffen, Hospize angemessen zu unterstützen, die Straßen und Brücken auf Vordermann zu bringen, wird eher das meiste in die EU (ein Fass ohne Boden)unnütz verschleudert.
Wie wohl bei uns eine Abstimmung über einen Austritt aus der EU ausfallen würde?

@15:36 von Rainer Niemann: Sankt Nimmerleins-Tag

Der Sankt Nimmerleins-Tag ist der 29.03.2019.

Danach ist GB raus aus der EU ob mit Vertrag oder ohne.

Ohne Vertrag hieße harter Brexit, ein Vertrag würde alle etwas eleganter machen. Die Briten scheinen es aber auf einen harten Brexit mit all seinen unangenehmen Folgen anzulegen.

Ich bin schon gespannt, bis wohin sich die LKWs bei den Zollkontrollen stauen werden.
Einen Geschäftstermin in London zu planen wird wieder eine echte Herausforderung.
Habe ich ein gültiges Visum? Nein!
Bekomme ich noch eines?
Habe ich mein Notebook und mein Smartphone beim Zoll angemeldet? Wichtig bei der Ausreise.... Die Einfuhrpapiere für Notebook und Smartphone nicht verlieren.

Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen.

Brexitlüge

Mal an die Brexitfanboys zum Thema "Abgestimmt, Basta". Es gibt ca. 66mio Briten... davon waren 45mio Wahlberechtigte. Bei einer Beteiligung von ca. 70% haben ca. 17mio (51,9%) für den Brexit gestimmt. Die 17mio wurden übelst nach Strich und Faden belogen (z.B. EU-Beiträge ins Gesundheitssystem, etc.), Russland hat das gleiche abgezogen wie in den USA (Fakenews), ein guter Teil waren noch Rentner aus der Kononialzeit (wir sind die Größten) welche jetzt schon einige weggestorben sind. Und viele Junge Menschen hatten keinen Peil von der Wahl und haben sich zu spät registriert. Das heißt 26% die schlecht informiert oder schlichtweg senil und bockstur waren haben 74% der Briten das Leben versaut. Sorry.. da ist definitiv was falsch gelaufen. Wahlmodus Entweder 2/3 Mehrheit oder 50+ der Wahlberechtigten... oder sowas. Die größte Sauerei sind aber Farage&Johnson. Sofort den S***** eingezogen und das Weite gesucht. Johnson nur auf Druck zurückgekommen und jetzt wieder abgeseilt. Feiglinge

Nationalisten vs Globalisten

Steve Bannon sagte vorgestern in Antwerpen, dass in Europa eine neue politische Bruchlinie entsteht: die Nationalisten gegen die Globalisten. Der gute Leser versteht, was er meint (aber nicht sagt): Da die Großaktionäre (Holdings) ihre wirtschaftlichen und finanziellen Aktivitäten globalisiert haben, bemühen sie sich nun darum, die politischen Kräfte durch die Erwärmung nationalistischer Gefühle zu verteilen. Das ist der Hintergrund der Brexiteers, der Trumps, der Separatisten aller Kunstarten in Europa.

Wenn es GB aber nun doch gelänge...

...wieder so etwas wie ein ganz normales Land zu werden? Ein staatsrechtliches Gebilde, in dem die eigenen Parlamente noch was zu sagen haben und das eigene Verfassungsgericht das letzte Wort hat? Mit eigenen gesicherten Grenzen und der freien Entscheidung wer da rein darf und wer nicht? Ein freies, friedliebendes Land mit freien Völkern, das seine eigenen Verträge mit anderen Ländern und Völkern Europas und der Welt macht? Am Ende sogar Glühbirnen herstellt und krumme Gurken krumm sein lässt? Wie völlig unvorstellbar wäre das denn? Das Imperium schlägt zurück.

@Deeskalator 15:03

Wer sich ein wenig mit der schottischen Geschichte beschäftigt weis wie sehr die Schotten den Engländern abgeneigt gegenüber stehen. Die Schotten sind extrem stolz auf sich und die eigene Tradition.
Bei den Nordiren ist es alleine deswegen schwierig, weil sie doch noch viel stärker mit England verbunden sind. Dies merkt man an der Hymmne die die gleiche ist und an vielen anderen Dingen. Also bei Schottland bin ich mir sehr sicher, dass es ein erneutes Referendum geben wird, bei den Nordiren kommt es darauf an wie man reagiert wenn die Schotten das Königreich verlassen.

Ich wünsche mir einen "Drexit"!

Es muss meines Erachtens richtig schmutzig und schmerzhaft werden für die Engländer. Sonst kann die EU sich gleich abschreiben. Ein Schmusekurs mit neuen Zugeständnissen ist das Falscheste. Die ganzen Nazionalisten in anderen Ländern jubeln ja schon: "So machen wir es dann auch!"

Das Gefühl "Well done!" darf sich bei keinem einstellen. Die Engländer treten die EU in den Hintern. Sie waren jederzeit die größten Bremser und Verhinderer und haben sich immer eine Extrawurst bestellt. Also:

Happy Riddance! Wir sind froh dass wir sie los sind. Eines Tages können sie ja wieder beitreten. Wenn die EU ein ganzes Stück weiter ist.

Gruß Harald Friedrich

@karwandler

Ja, im Euro-Zeitraum war die Inflation in Deutschland aufgrund der Lohndumping-Politik in Deutschland niedriger,.
Das hat aber nichts mit dem Euro zu tun!
Wie bereits gesagt, war die Inflation in z. B. Griechenland bedeutend höher als in Deutschland und die haben bekanntlich denselben Euro, aber hatten höhere Steigerungen der Lohnstückkosten!
Mit der D-Mark wäre die Inflation sogar noch niedriger gewesen, da das Lohndumping zu einer Aufwertung der D-Mark und somit zu niedrigeren Importpreisen geführt hätte!

.... May die Brexit-Abstimmung?

Wie man sich für derartigen Blödsinn so aufreiben kann verstehe der Gulb. Eine Abstimmung, die man verlieren kann ist doch kein Desaster, Frau May kann sagen sie hat es versucht und egal wie es geht, vor der Abstimmung die Vertrauensfrage zu stellen währe mehr als fair und Fairness geht den Engländern doch bekanntlich über alles.

@14:54 von Werner40

Wenn alles bzgl. Austritt so klar geregelt ist, warum muss dann so lange verhandelt werden ?
Kosten: Reisekosten, Bewirtungskosten (nicht nur für die Chefunterhändler, auch für deren ganze Entourage ), vermutlich Heerscharen von Anwälten und Buchhaltern, die die ausstehenden Verpflichtungen berechnen usw. Das alles gibt es nicht umsonst!

Merkwürdiges Demokratieverständnis

Die EU versucht Großbritannien nun also wieder klarzumachen, dass sie den Brexit lieber aufgeben sollten.
LIebe Leute, es gab einen Volksentscheid darüber und die Mehrzahl hat sich für einen Austritt aus der EU entschieden.
Diesem Volkeswille zu entsprechen nennt man Demokratie.
In Deutschland ist ein Volksentscheid nicht vorgesehen - das Volk ist ohnehin überflüssig.
Es wird immer gemacht, was das Finanzkapital, die Pharma-, Auto- und Militärindustrie sagt. Dafür gibt es schließlich Lobbyisten.

@16:12 von Frankfurter Helden

"Die Auswirkungen, die Tony Blairs Abstimmung zum Verbleib in der EU..."

Davon abgesehen, dass es nicht Tony Blair war, dem die Abstimmung eingefallen ist, sondern David Cameron stimme ich Ihren Ausführungen zu.

Bei der simplen yes/no-Abstimmung war wohl den Wenigsten klar, was alles mit so einer Entscheidung zusammenhängt. Da wäre erst verhandeln und dann über den Vertrag abstimmen schlauer gewesen.

Ich glaube, die Meisten haben auch keine Vorstellung davon, was ein Brexit ohne Vertrag bedeutet. Da hätten sich die Briten in der Zwischenzeit schon mehr Gedanken machen müssen, welche Regeln in GB ab April gelten sollen, die die mannigfaltigen EU-Regularien ersetzen. Aber man ist ja so mit streiten beschäftigt, dass zum Nachdenken wenig Zeit bleibt.

Sind z.B. Medikamente mit EU-Zulassung weiterhin in GB zugelassen? Welche Einreise und Aufenthaltsregeln gelten dann für EU-Bürger? Welche Zölle wollen Sie auf Teile erheben, die BMW für Mini nach GB einführt? Usw.

Könnte schon ...

Zitat: "EuGH urteilt über Brexit - könnte London ihn noch stoppen? "

Könnte schon ...

... aber dann würde man den am 23.06.2016 klar artikulierten Willen der Briten mal wieder mit Füßen treten.

Aber das wäre ja auch nichts Neues in der EU.

Verschiebt May die Brexit-Abstimmung?

Brexit hin oder her. Das interessiert doch eigentlich nur die Wirtschaft der EU und von GB. Und vielleicht noch einige Arbeitnehmer, die dann nicht mehr freizügig und unbeschränkt dort arbeiten können bzw. ihren Wohnsitz nehmen können. Wir sollten erst mal abwarten, was die Briten jetzt eigentlich wollen. Geht es um Jung gegen Alt oder um die Zukunft von GB?

re kritikunerwünscht

"Die EU versucht Großbritannien nun also wieder klarzumachen, dass sie den Brexit lieber aufgeben sollten."

Die EU hat seit dem Referendum immer wieder bedauert, dass das UK austreten will. Aber immer unter dem Vorbehalt, dass die Entscheidung bei der britischen Regierung liegt.

Insofern ist Ihr statement unwahr.

16:21 von Byte

Wahlmodus Entweder 2/3 Mehrheit oder 50+ der Wahlberechtigten
.
2/3 wäre ne faire Option, beim Eintritt wie beim möglichen Austritt
50+ eher nicht

um 14:27 von r0lt0

„“Bleibt die Frage: Wann kommt bei uns die Volksbefragung?““

Die Antwort kennen sie doch sicherlich . Dem Volk wird eine solche Frage niemals zur Abstimmung möglich gemacht.
Zu kompliziert, zu komplex, ......
Ist die gängige Argumentation.

Wohlwissend wie die Antwort sein könnte.
Wir sind nun mal keine Schweizer, die zu Themen die das Volk berührt und interessiert befragt werden. Die Schweizer sind anscheinend intelligenter um komplexe und komplizierte Sachverhalte zu beurteilen.

16:27 von Harald Friedrich

in anderen Ländern jubeln ja schon: "So machen wir es dann auch!"
.
und wenn ?
wo liegt ihr Problem
wenn es den Mehrheitswillen darstellt

re bernd kevesligeti

"Komisch,daß Sie ständig behaupten "den Briten wird es schlecht gehen".Wenn es so wäre,dann kann Ihnen das doch egal sein."

Ich ergänze lediglich Ihre einseitigen Behauptungen um die notwendige andere Seite der Medaille.

Warum Sie glauben unterschlagen zu müssen, dass auch britische Exporteure Verluste haben werden, ist seit Wochen rätselhaft.

@smirker: Das "Lohndumping" ist eine Legende ...

... welche durch Wiederholung nicht richtiger wird.

(1) die Arbeitskosten in Deutschland zählen zur Spitzengruppe (Top 6 ) in der Welt

(2) einzig die höhere Produktivität - und sie ist ein Wettbewerbsparameter - sorgt dafür, dass die Stückkosten - als neben Qualität und Innovation ausschlaggebender Wettbewerbsfaktor - in einem Bereich bleiben, der deutsche Produkte und Dienstleistugen am Markt erfolgreich macht.

(3) die Löhne und Gehälter liegen in den deutschen Exportunternehmen im Schnitt um 16 % höher als in den nicht exportierenden Unternehmen. Lohndumping ist eine Legende, die von der Realität nicht gedeckt wrid.

re joergbrochi

"Am Ende sogar Glühbirnen herstellt"

Und weitere nostalgische Produkte, die man zwar in GB verkaufen kann, aber nicht im riesigen Wirtschaftsraum der EU.

Ich glaube nicht, dass britische Industrielle so doof sind, wie Sie das gerne hätten.

45% MRD € für was

Wie hier manche Kommentatoren auf einen Zerfall von Great Britania kommen.
Die Schotten haben sich erst letztes Jahr für einen Verbleib in Groß Brittanien ausgesprochen. Da wird es wohl nichts mit einem neuen Referendum die nähsten 15 Jahre.
Und die Iren werden auch keinen Völkerrechtlichen Okkupationskrieg gegen Nord Irland führen.
Und mal Ehrlich die Britten waren doch ein Bremsklotz wenn es um die Souveränität der EU ging.
Außerdem wird bei den jetziegen Zerfallserscheinungen der EU kein Exit vom Brexit Erfolg haben.

re smirker

"Ja, im Euro-Zeitraum war die Inflation in Deutschland aufgrund der Lohndumping-Politik in Deutschland niedriger,.
Das hat aber nichts mit dem Euro zu tun!"

Das ist ja wohl die volle Rolle rückwärts. Genau das Gegenteil haben Sie vorher behauptet.

Lesen Sie den eigenen Kommentar vorsichtshalber noch mal selbst.

Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

um Ihre Kommentare zum Thema „Brexit“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:

https://meta.tagesschau.de/id/140096/may-verschiebt-abstimmung-zum-brexit

Viele Grüße
Die Moderation

Darstellung: