Ihre Meinung zu: Was ist dran am Fachkräftemangel?

29. November 2018 - 12:24 Uhr

Das Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz soll den Arbeitsmarkt entlasten. Aber gibt es überhaupt einen Fachkräftemangel? Oder macht es sich die Wirtschaft zu einfach? Von Sandra Stalinski.

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Kommentare

Fachkräftemangel

Ich meine es gibt diesen Mangel an Fachkräfte nicht, es geht den meisten nur darum für die aus dem Ausland weniger Lohn zu bezahlen. Sollte es einen Mangel geben, dann sollten mehr Möglichkeiten der Fortbildung geschaffen werden, um es zu decken. Ich sehe eher einen Mangel an Arbeiter für weniger gut bezahlte und einfache Jobs.

Ist es nicht so...

Ist es nicht so, dass die Wirtschaft gerne für einfache(re) Arbeiten lieber die billigsten Arbeitskräfte hätte, während die Bezieher von ALG II-Lesitungen, die dafür genau so gut geeignet wären, aber mehr Geld bekommen würden, aus Steueraufkommen finanziert werden?

Und, wie steht es um die Zahl der Fachkräfte die aufgrund

eine Grades der Behinderung nur Absagen auf ihre Bewerbungen erhielten?

Es gibt keinen Mangel an Fachkräften...

...sondern einen Mangel an billigen Fachkräften.

Ein Softwareentwickler der

Ein Softwareentwickler der was kann geht nicht nach Deutschland (Gott sei Dank, muss ich persönlich sagen :)). Der geht nach Großbritannien oder gleich in die Staaten und verdient 6Stellig

Es gibt keinen Fachkräftemangel!

Die Unternehmen sind nach wie vor wählerisch und wollen NUR junge und billige Arbeitnehmer, am besten 22 Jahre alt mit 10 Jahren Berufserfahrung.
Gutes Beispiel sind die Softwareentwickler. Überall schreit die Wirtschaft in diesem Beruf nach Fachkräftemangel, schaut man genau hin, sieht es ganz anders aus. Softwareentwickler mit PHP Kenntnissen sind gesucht, mit C++ hingegen nicht. C++ Programmierer stehen auf der Straße. Aber anstatt diese umzuschulen, schreit man nach "neuen", "jungen" und "billigen" Programmierern.

Fachkräfte fehlen aktuell nur regional und punktuell in ganz bestimmten Berufen. Das ist alles andere als ein Fachkräftemangel.

Dann wäre vieles anders

Hätten wir den richtigen Fachkräftemangel, dann würden die Löhne steigen.
Was wir haben, bzw. was die Wirtschaft braucht sind billige Arbeitskräfte. Die sind wirklich rar, das glaube ich. Dafür gibt es mehrer Ursachen, aber das liegt wiederum an unserer ausgeprägten Gierpolitik und einer seit Jahren falchen Wirtschaftspolitik.

Das Fachliche interessiert Personaldienstleister nicht!

Es geht vor Allem um die Kosten. Also unter 25 Jahre und am besten bescheiden (Migrant oder Migrationshintergrund).
Einfach mal die Stellenangebote in Der Jobbörse der BA anschauen. 99% Leiharbeitsfirmen!
Es gibt genügend Fachkräfte in Deutschland. Diese sind den Herrschaften aber zu teuer, da ü50!

Mit dem angeblichen Fachkräftemangel

wird ein Popanz aufgebaut um dafür zu sorgen, dass die willigen Arbeitskraftreserven hoch genug sind. Wenn man mit HR abseits der öffentlichen Aussagen spricht, dann ergeben sich andere Aussagen:

1. Man sucht preiswerte Fachkräfte, hohe Gehälter sollen vermieden werden.

2. In den Zeitarbeitsfirmen steckt noch ein großes Potential, welches man auch ordentlich einstellen könnte, aber nicht will.

3. Fachkräfte sollten nicht älter als 45 sein. Alles darüber ist nicht mehr so gut formbar und hat eine andere worklive-balance.

4. Aus unserer Firma kenne ich, dass EINE Stellenausschreibung auch bei 5-6 Zeitarbeitsfirmen ausgeschrieben wird. Die Vermittler rufen in den Firmen an, ob sie auch tätig werden dürfen.

5. Bei weniger als 6-8 Bewerber pro Stelle wird dies ebenfalls als Mangel beurteilt, unabhängig ob er passt.

6. Nur wenige gute Firmen sind bereit, den Bewerbern auch bei der Suche nach einer Wohnung zu helfen, falls er umziehen muss. Oder eine Mietbeihilfe z.B. in Großstädten

...

Bei der Bundesagentur für Arbeit sind im Oktober 2018 hingegen gerademal 19.079 offene Stellen für Facharbeiter gemeldet.

Wer seine offene Stelle der BA meldet, wird zuverlässig nicht mit Facharbeitern versorgt, sondern die dort gemeldeten Stellen werden mit ungeeigneten Bewerbungen überschwemmt. Das macht für die allermeisten Betriebe mehr Arbeit als Sinn.

Zu pauschal

Der Begriff 'Fachkräftemangel' ist viel zu pauschal, um generalisierende Aussagen zu treffen.
Was nützt mir ein Überangebot an Büchsenmachermeistern, wenn ich für Geld und gute Worte keinen Arzt fürs Gesundheitsamt finde?
Beides sind definitiv Fachkräfte.
Ich schere doch auch nicht Castrop-Rauxel und New York über einen Kamm, nur weil beides Städte sind.

Versuchen Sie einmal einen Arzt oder Physiotherapeuten einzustellen, womöglich noch außerhalb irgendwelcher 'hippen' Ballungsräume.
Sie werden die harte Realität des existierenden Fachkräftemangels drastisch zu spüren bekommen ...

Angesichts unserer demographischen Entwicklung müssen wir sowohl bei der Steuerung der Ausbildungsberufe und Studiengänge als auch bei der selektiven Einwanderungsgestaltung dringend tätig werden.

Das Prinzip des 'Einfach-weiter-so' wird dazu führen, dass Deutschland im internationalen Ranking noch weiter zurückfällt.

Außer Bildung sind wir nun einmal nicht mit Rohstoffen gesegnet.

Ein immerwährendes Thema

Könnte man sich eine Stunde Null vorstellen
an dem Vollbeschäftigung herrscht und alle zufrieden sind (Arbeit -geber u. -nehmer), dann würde irgendwann ein Arbeitgeber nach Arbeitern suchen die für weniger Lohn arbeiten.
Er würde irgendwann sagen: ich suche schon lange nach Fachkräften...
Übrigens: eine Nachbarin ist mit ihrem Lohn als Altenpflegerin zufrieden. Es sind die Arbeitsbedingungen...
Wann gehen die Bürger hier wohl mit gelben Westen auf die Strasse ?
Reinhard May (abgewandelt): "Gute Nacht Deutschland, es war schön mit dir..."
Jedenfalls früher

Jammern auf hohem Niveau

Im vorliegenden Beispiel hat ein 36-jähriger Akademiker Probleme, einen neuen Job zu finden. Das ist (aus meiner persönlichen Erfahrung) typisch: Der gute Mann ist bereits zu alt für einen neuen Job - so absurd es klingt.

Der typische Personaler stellt sich einen jungen Mann mit höchstens Ende 20 vor, mit abgeschlossenem Hochschulstudium, mindestens 5 Jahren Berufserfahrung (möglichst im Ausland), mehreren Fremdsprachen und moderaten Gehaltsvorstellungen.

Vorsicht also mit Fachkräfte-Zuwanderung aus Drittstaaten, das wird die Rosinenpickerei sicherlich verschlimmern und dürfte sich negativ auf die Gehälter bzw. die zu erwartenden Renten auswirken.

Zauberwort: “hausgemachte Probleme“.

Ich denke in der Tat, dass “die Industrie“ (ich weiß, dass das eine an sich unzulässige Verallgemeinerung ist) nicht den Fachkräftemangel, sondern den billigen Fachkräftemangel beklagt.
Ich habe in den letzten Jahren in einer jedem offenstehenden Kfz-Werkstattkette beobachten können, dass der Werkstattleiter jährlich im Schnitt zweimal wechselte, und auch der jetzige ist wieder auf dem Absprung. Grund: Keine der Funktion entsprechende Bezahlung.
Außerdem möchten (sie sagen: “können“) viele Betriebe nicht selbst ausbilden.
Dass hochqualifizierte Leute oft das Nachsehen haben leuchtet ein, wenn sie völlig unterbezahlte inadäquate Arbeit verrichten sollen.
Insofern sind m. E. viele Probleme des Facharbeitermangels in der Tat hausgemacht.

Wir haben kein Facgkräftemangel...

Nur zu billige Löhne...
Kann solche Nachrichten bald nicht mehr lesen.
Wenn die Löhne entsprechend der Tätigkeit Steigen, sehe ich da kein Problem, aber preiswerte Arbeitnehmer möchte jeder Arbeitgeber... Dieses Verhältnis ist entscheidend...
In einer Bäckerfiliale fangen die Angestellten jetzt sogar später an, weil ansonsten zwei Stunden unbezahlte Arbeit anfällt, das ist doch die Realität und das wohl möglich zum Mindestlohn, der zu gering ist...

Die Probleme liegen auf der Hand

-akademisierung der Pflege
- Abwertung von Real und Hauptschule
- System der ständigen Gewinnmaximierung
- freie Marktwirtschaft

was ist dran am Fachkräftemangel..........?

nichts.....
höher, schneller, weiter droht mit Recht zu scheitern.........Entschleunigung ist das Gebot der Stunde (siehe China)
unser Bildungssystem ist unterirdisch schlecht (deshalb sollen ja gut gebildete Menschen aus dem Ausland hierher gelockt werden),
& es werden natürlich massenhaft Billigkräfte gesucht........welche echte Arbeit (nicht Tastendrücken) erledigen............
nach dem DDR Bürger & anschließend den Osteuropäern müssen jetzt Ukrainer, Afrikaner, Afghanen & Syrer her..........
die Rechnung geht aber nicht auf weil wir mit dieser "Öffnung" unserern Qualitätsstandart nicht mehr halten können & der soziale Frieden extrem gefähdet ist....

Ausländer sind billiger

Leider erfordert die Ausbildung von Fachkräften einen hohen Aufwand . Da werden von vielen Firmen wenig qualifizierte ausländisch AK in Anspruch genommen . Ist billiger ,geht schnell und wird nicht als Sklaverei bezeichnet . Können ja sofort nach Hause wenn es ihnen nicht passt .

Mein Vater sagte schon damals:

"Was die Unternehmen an Fachkräften suchen sollte 25 Jahre alt sein und schon 30 Jahre Berufserfahrung haben".
Die Probleme die wirr haben sind hausgemacht.
Wir haben genug eigenes Potential, es muss nur darin investiert werden.
Zuwanderung für billige Arbeitskräfte, Schwachsinn.

Plug'n Play

Ähnliche Erfahrungen wie der Hr. Holzmann hat auch meine Tochter in einem nicht akademischen Beruf gemacht. Trotz angeblichen Fachkräftemangel hat auch sie über Monate zig Bewerbungen schreiben müssen. Hinderungsgrund zur Einstellung war meistens, dass jede Firma ihr eigenes Software-Süppchen kocht und sie beim Personal eine Plug'n Play - Lösung bevorzugen.

Es gibt keinen Fachkräftemangel

sondern einen Mangel der Bereitschaft zur guten Bezahlung von Fachkräften.
Fachkräfte zum Lohn von Hilfsarbeitern geht eben nicht.

Es ist schwierig......

eine gewünschte Tendenz zu erkennen. Dehalb halte ich es mit Churchill:"Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast"!

Es gibt keinen Fachkräftemangel ...

...denn dieser wurde durch die Wirtschaft so propagiert. Man betrachte die Bezahlung. In Bereichen wie der Pflege, dem Einzelhandel, der privaten Sicherheitsdienste, etc., werden fast nur Hungerlöhne gezahlt.

Beispiel Sicherheitsdienst: 9,50 Euro die Stunde, mit Ausbildung 34 a GewO. Dazu 12 Stunden Schichten, auch an Sonn- und Feiertagen. Welche Familie, soll davon bitte leben? 300 Std. im Monat sind dort keine Seltenheit, um halbwegs über die Runden zu kommen.

Das viele solche Jobs nicht mehr machen wollen, ist doch klar. In der Pflege ist es vergleichbar...Überstunden ohne Ende und das bei maximaler Belastung und zu einem unverschämten Lohn.

Würde es menschenwürdigere Bedingungen und Löhne in diesem Land geben, wäre nie die Rede von Fachkräftemangel.

Aber Hauptsache, den Banken und damit der Wirtschaft geht es gut.

Mangel?

Ich kann mich an Zeiten erinnern, da brüsteten sich sogenannte "Entscheider" damit, wie viele Kosten sie eingespart haben, weil sie junge Menschen nicht mehr ausbildeten. "Ausbildung ist zu teuer, wir holen uns ausgebildete Kräfte am Markt" war damals das Credo. Das zeigt, welch Geistes Kind diese Herren waren.
Und seitdem hat sich nichts geändert. Die Wirtschaft jammert unentwegt: Über Mindestlohn, über Feiertage, über Lohnforderungen etc. Jede Forderung würde zum Zusammenbruch der Wirtschaft und dem Untergang des Abendlands führen.
Gleichzeitig wird nach Subventionen gegiert: Automobilfirmen fahren Milliardengewinne ein und schreien nach Subventionen für E-Autos.
Die gleichen Läden weigern sich, ihre betrogenen Kunden zu entschädigen. Und Steuern zahlen wir lieber nicht, denn der Staat hat sich aus der Wirtschaft rauszuhalten. Außer beim subventionieren, versteht sich!
Unternehmen hießen mal so, weil sie am Markt etwas unternommen haben, um Chance zu nutzen und Risiken zu mindern!

Aufstocker sind doch nur erwünscht, weil Preiswert...

Noch Fragen...
Nicht ausbilden wollen und nichts zahlen, ist doch klar...
Bin handwerklich hochqualifiziert und mit 63 bekomme ich keinen Job mehr, so schaut es doch aus.
Und für 4-500€ -Basis mache ich mich nicht krumm, am besten noch 40 Stunden Woche, solche Arbeitsgeberforderungen gibt es tatsächlich...

um 12:31 von Pessimist

"Ist es nicht so, dass die Wirtschaft gerne für einfache(re) Arbeiten lieber die billigsten Arbeitskräfte hätte, während die Bezieher von ALG II-Lesitungen, die dafür genau so gut geeignet wären, aber mehr Geld bekommen würden, aus Steueraufkommen finanziert werden?" - Nein. Langzeitarbeitslose dürfen für die ersten sechs Monate ihrer Beschäftigung mit einem Stundensatz unterhalb des Mindestlohns abgespeist werden...

Auf den Punkt

Sie bringen es genau auf den Punkt. Statt entsprechende Anreize zu setzen um die Fachkräfte für sich zu gewinnen will man lieber den Markt fluten. Ohne Rücksicht auf die Konsequenzen die das für die Herkunftsländer nach sich ziehen.

Wirtschaftslogik

Natürlich werden Grossunternehmen immer versuchen, den Arbeitsmarkt mit billigen Arbeitskräften zu fluten. Aber nach billigen Arbeitskräften zu verlangen, ist politisch nicht opportun. Dann wir halt eine Notstand-ähnliche Situation ausgerufen. Gab es denn jemals keinen Fachkräftemangel? Kann mich nicht daran erinnern.

MYTHOS MINT Fachkräftemangel

Nach über 50 Bewerbungen als Entwickler/Ingenieur kann ich diesen Artikel nur bestätigen. Der Satz von Hr. Seils "Die Arbeitgeber sind es gewohnt, in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit zu wirtschaften und meinen, dass es schon ein Mangel sei, wenn man eine Weile nach einer Arbeitskraft suchen muss oder eben höhere Löhne anbieten muss" ist absolut richtig.
Ein Umdenken in den Unternehmen muss her, um nicht ein künstliches Vakuum zu erzeugen.
Nicht zu vergessen, für viele ist ein hoher Arbeitslohn nicht das einzig Ausschlaggebende. Faire Arbeitsbedingungen in einem mitarbeiterorientierten Unternehmen sind für manche wichtiger.

Die Zitrone ist noch nicht ausgequetscht

Natürlich sind Fachkräfte nicht mehr so breit gesät wie noch vor Jahren. Und für Arbeitgeber ist es schon ein Desaster, wenn sich auf eine Stellenanzeige weniger als drei Bewerber melden.
Aber natürlich geht es nicht nur um die Akquise von "Fachkräften", sondern von möglichst "billigen Fachkräften". Das ist es, was man sich von den ausländischen Bewerbern erhofft. Die "teuren" Deutschen dürfen dann zuhause bleiben.

@ Phonomatic - Wer seine offene Stelle der BA meldet

Sie haben es genau auf den Punkt gebracht !

Es geht nur noch über Jobhunter
Bei der BA oder noch schlimmer den Argen
geht es nur noch darum so schnell wie möglich ihre Kostenstelle zu säubern.

Es gibt nur einen Mangel von dem gewohnten

Überangebot. Fachkräfte werden betriebsintern als 'resource' behandelt und auch bestimmungsgemäß verschlissen. Auch Weiterbildung gegen alle Widerstände der Arbeitgeber wird nichts an deren Schicksal ändern. Danach braucht man Nachschub, der sollte aber 100% passen und möglichst preiswert sein. Am Beispiel der Pflege kann man das am deutlichsten ablesen. Möglichst wenig Personal bei geringen Kosten. Verbrauchen und danach ersetzen. Sieht aber nur wie Mangel aus.

Software...

Ich kann dem Kommentar des Software-Entwicklers nur beipflichten. Man muss nicht einmal ins Ausland ziehen, sondern kann remote für ausländische Firmen arbeiten.
Mangelnde Flexibilität der Firmen in Deutschland ist auch bei den Arbeitsbedingungen ein Problem. Auf Grund der Steuerprogression ist es für Singles ohne Kinder oft attraktiver nur Teilzeit zu arbeiten, und man bekommt für Teilzeitarbeit im Ausland - Teilzeit scheint nur für deutsche Firmen ein Problem zu sein - unterm Strich mehr als für eine Vollzeittätigkeit in Deutschland.

In den Jahrzehnten des

In den Jahrzehnten des Beklagens eines angeblichen Fachkräftemangels hätten schon sämtliche Arbeitslosen zu Fachkräften weiterqualifiziert werden können.
Aber dies ist nie versucht worden, weil sich die Arbeitsagenturen und die Wirtschaft bis heute auf das Fordern beschränken, anstatt das Fördern endlich umzusetzen.
Bezüglich der Pflegeberufe: Bis in das nächste Jahr hinein wird Schulgeld von Auszubildenden in diesen Berufen verlangt. Erst dann wird dieses Schulgeld abgeschafft.
Soo dringend kann also auch da der Bedarf nicht sein.
Ich empfehle hier allerdings ein anständiges, auskömmliches Gehalt schon in der Ausbildung und eine Arbeitszeitbegrenzung auf höchstens 30 Stunden pro Woche von der Ausbildung bis zur Rente, die auch schon ab dem 55 - 60 Lebensjahr beansprucht werden darf!

...

Die Wirtschaft sieht das nun mal ganz anders.

Ich möchte dazu nur ein Zitat, vom Management erwähnen, welches mir gegenüber geäußert wurde.

Es ging um die Arbeitnehmerrechte, deren Stellung auf dem Arbeitsmarkt und hauptsächlich um Fortbildungsmaßnahmen.

"Die Arbeitnehmer sollten dankbar für diese Zeiten sein, wo [sic!] man selbst Unqualifizierte einstellt - besser wird es nicht."

Das sagt genug.

Aus und weiterbilden hilft.

Es gibt in Deutschland derzeit keinen Fachkräftemangel. Es gibt aber sehr wohl einen Mangel an Fachkräften die bereit sind für einen Hungerlohn zu arbeiten. Allerdings gehen im Moment die Babyboomer Jahrgänge in Rente, was übrigens auch einer der Gründe für den Rückgang der Arbetslosenzahlen ist. Das Problem für die Wirtschaft ist dabei, das die geringe Zahl der Arbeitslosen dafür sorgt das immer weniger Menschen bereit sind für Hungelöhne in Leihfirmen zu arbeiten. So haben es die deutschen Firmen schon immer gemacht, früher hat man sich in der DDR bedient heute versucht man es in Südeuropa. Selber ausbilden kosten kostet ja. Aber unsre Lobby gesteuerten Politiker Werdens schon richten.

Wer traut sich...

Wer traut sich was zu , was traut man einem zu. Das sind doch häufig die Probleme. Es gibt mit Sicherheit genügend Arbeitsplätze aber traut der Arbeitnehmer sich das zu und traut der Arbeitgeger dem Bewerber das zu? Häufig fehlen die Informationen zum Arbeitsplatz und teilweise sind die Personalabteilungen nicht in der Lage Quereinsteiger zu zulassen.

Eine Meldung wie

"sowenig Arbeitslose wie noch nie"

Kritischer Journalismus sieht anders aus.

Fachkraefte so billig wie moeglich, am besten Migranten, die nicht so waehlerisch sind. Was ist ne Fachkraft, das laesst man mal aussen vor.

Fachkraftmangel aber die Loehne stagnieren oder sinken. Marktmaessig darf es das gar nicht geben, ausser im Sozialismus.

Hinterfragen sieht auch anders aus.

12:41, Phonomatic

>>Wer seine offene Stelle der BA meldet, wird zuverlässig nicht mit Facharbeitern versorgt, sondern die dort gemeldeten Stellen werden mit ungeeigneten Bewerbungen überschwemmt. Das macht für die allermeisten Betriebe mehr Arbeit als Sinn.<<

Aus diesem Grunde hat meine Schwester als mittelständische Unternehmerin die Zusammenarbeit mit der BA komplett eingestellt.

Das Märchen vom Fachkräftemangel

Da gibt es eine sehr interessante Dokumentation zu dem Thema, diese lief vor geraumer Zeit auf ARD.
"Der Arbeitsmarktreport, das Märchen vom Fachkräftemangel." Die ist zwar schon 4 Jahre alt aber meiner Meinung nach immer noch zutreffend.

Mythos Fachkräftemangel

wird durch ständige Wiederholungen nicht wahrer. Den gibt es sicher im Pflegebereich- da hilft nur, Ausbildung und Bezahlung attraktiver zu machen. Ich selbst wurde durch Firmenpleite mit Ü50 arbeitslos. Von der Agentur wurde mir trotz guter Qualifikation und Flexibilität sofort eine Selbstständigkeit nahegelegt. Auf meine Rückfrage erklärte die Vermittlerin, dass mehrsprachige Ingenieure ein Billiardcafé eröffnet hätten, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen.

Immer diese Märchen

Es gibt keinen Fachkräftemangel. Viele Unternehmen beteiligen sich nicht an der Aus- und Weiterbildung weil das Geld kostet.
Zudem sollten sich die Unternehmen mal überlegen welche Qualifikationen wirklich benötigt werden. Wenn man sich Ausschreitungen weltweit ansieht (für identische Jobs) bestehen riesige Unterschiede.
Und Fachkräfte sollte man auch entsprechend zahlen und schon ist das Problem gelöst.

Fachkräftemangel?

Eigenes Erleben : Nach 20 Jahren im Konzernfinanzwesen wurde es für Europa in Prag zusammengefasst. Hatten zuvor noch Headhunter gelockt, gab es plötzlich ganz andere Konditionen. Durch einen schweren Unfall rutschte ich in Hartz IV und wurde 300km entfernt von einer Zeitarbeitsfirma im Finanzwesen eines anderen Konzerns eingesetzt. Für 8,96€/h plus täglich 10€ Entfernungspauschale. Nach einem Jahr stellte der neue Konzern in Aussicht, man würde mich übernehmen. Konditionen : Gleiche Entgeltgruppe wie nach meiner Azubizeit,abzüglich 15% Langzeitarbeitslosenwiedereingliederung. Da der Konzern aufgekauft wurde kam es nicht dazu. Ich fing dann in meiner Heimatstadt als Hausmeister an und hatte 200€ mehr in der Tasche als zuvor als Leiharbeitsfachkraft.

Die Industrie & Handelskammern sollten sich mal hinterfragen

Offenbar fallen bei den Facharbeiterprüfungen keinerlei Azubis mehr durch.
Die regionalen Unterschiede sind extrem und einige Facharbeiterbriefe
sind das Papier nicht Wert.

häufig fehlen billige, fertige Fachkräfte

Ich denke an der Pflege wird es sehr deutlich - ständiger Jammer, aber wie sieht es mit der Bezahlung aus? Am liebsten noch mehr billige Arbeitskräfte "importieren", für den Profit?

Die Probleme sind zum Teil hausgemacht: überspitzt sucht man den 22-jährigen Akademiker mit 10 Jahren Berufserfahrung, der sich von Brot, Wasser und Überstunden ernährt. Natürlich muss er perfekt auf die Stelle passen.

Bei meinem Arbeitgeber wird auch ständig gejammert, dass man niemanden findet; weder auf Sachbearbeiter- noch auf Leitungsebene. Aber an den Rahmenbedingungen will man auch nicht schrauben, oder etwas in Mitarbeiter-Schulung investieren.
Jüngere Bewerber mit weniger Erfahrung im konkreten Fachbereich, Bewerber über 50, sowie alle, die ein wenig mehr verdienen wollen, als man sich vorgestellt hat (auch wenn es absolut marktüblich ist), landen direkt im Papierkorb.

Wer keine Facharbeiter hat oder sucht..

Wer keine Facharbeiter hat oder sucht hat nicht Ausgebildet!

Fachkräftemangel höchstens in den HR-Abteilungen...

...So nehme ich meine Arbeitssuche wahr, die mich immer mehr nicht nur bedrückt sondern unterdrückt. Ich bin zu alt (40), zu weiblich (eine Routinefrage im Vorstellungsgespräch ist die nach der Familienplanung und die ob der Mann - ich bin Single - denn mit einem Umzug einverstanden wäre), zu "teuer", war zu lange im Ausland, spreche die falschen Sprachen, bin nicht einschlägig genug, habe nicht das richtige Studium obwohl ich fachlich absolut fit bin, kenne die und die firmenspezifische Software nicht, passe nicht in die "Firmenkultur" die mir gegenüber nicht weiter erläutert werden kann...mein Engagement, mein Ehrgeiz und vor allem meine Wiss- und Lernbegierigkeit, meine Offenheit, Flexibilität und Angstfreiheit gebenüber Neuem, all das zählt nicht. Oder vielleicht ist es schon zuviel des Guten. Ich weiss es nicht. Wenn ich nur wüsste, weshalb ich eine Absage nach der anderen in Standardformulierung erhalte, dann könnte ich auch etwas tun gegen den angeblichen Fachkräftemangel.

" "Die Wahrheit dürfte

" "Die Wahrheit dürfte irgendwo zwischen den Erhebungen der Wirtschaftsverbände und den gemeldeten offenen Stellen liegen", sagt IAB-Arbeitsmarktexperte Seibert im Gespräch mit tagesschau.de."

Wir würden nie auf die Idee kommen, nach den von uns gesuchten Fachkräften beim Arbeitsamt zu suchen oder offene Stellen dort zu melden. Es gibt sie dort nicht.
Wir habe übrigens auch schon Chemiker und Biologen als Software-entwickler angestellt, die nur sehr geringe Vorkenntnisse hatten und sie dann weiterentwickelt.

Und wir haben auch schon Ingenieure nicht genommen. Auch unter diesen gibt es leider Menschen, die nicht in einen Betrieb inregrierbar sind. Dass es einige wenige arbeitslose Ingenieure gibt, spricht deshalb nicht gegen den Mangel an Fachkräften.

Re-Debaser

Ihrem Kommentar ist nichts hinzuzufügen.
Entspricht der Realität -
die die Industrie aber ignoriert

...

natürlich gibt es keinen Fachkräfte mangel und dafür gibt es auch Beweise.
All die Branchen die behaupten einen mangel an fachkräften zu haben, haben keinerlei lohnsteigerung oder sonstige bemühungen unternommen, diese arbeit attraktiver zu gestallten. Ich kann mich erinnern als ein bekannter von mir im Ausland tätig war und sein arbeitgeber ihn fragte ob er noch ein paar monate verlängern könnte wegen mangel an fachkraften. Als er verneinte kam ein Angebot über 10000 $ für 2 1/2 monate auf die Hand.
Was noch hinzukommt ist das Länder wie Spanien eine hohe jugendarbeitlosen Quote haben, aber man an flüchtlinge aus Afrika oder den mittleren osten festhält um den "Fachkräftemangel" entgegen zu wirken...

@ 12:45 von Lutz Jüncke

"Versuchen Sie einmal einen Arzt oder Physiotherapeuten einzustellen, womöglich noch außerhalb irgendwelcher 'hippen' Ballungsräume.
Sie werden die harte Realität des existierenden Fachkräftemangels drastisch zu spüren bekommen ..."
.
Was ist, wenn Sie den Arzt oder Physiotherapeuten entsprechend bezahlen?
Nicht jeder möchte in einen "hippen" Ballungsraum.
Aber wenn Sie in einem anderen Beruf in Ihrem Ballungsraum mehr verdienen, dürfen Sie sich nicht wundern, warum niemand die Stelle an nimmt.
Warum soll ich als Physiotherapeut (um bei Ihrem Beispiel zu bleiben) arbeiten, wenn ich als Quereinsteiger in einem anderen Beruf mehr verdiene?
.
Und wie sieht die Lösung aus?
Nicht gerechte Bezahlung, sondern Migration von Menschen, die bereit sind für diesen Lohn zu arbeiten!

bevor es einen Facharbeitermangel gibt

sind massive Gehaltssteigerungen zu verzeichnen. Diese gibt es faktisch nicht. Weshalb es sich um eine Lüge der Wirtschaft zum Kleinhalten der Gehälter handelt. Das bedeutet nicht, dass es nicht einen Facharbeitermangel geben könnte. Die Migrationspolitik der Bundesregierung in den Arbeitsmarkt ist aber einseitig arbeitnehmerfeindlich. Es ist wie oft bei Merkel und Co.: die Bevölkerung interessiert nicht, nur die Lobby zählt.

Ganz gute Analyse, aber Schlussfolgerung nur mäßig

Eine meiner Ansicht nach im Vergleich ganz gute Analyse. Es gibt zudem noch andere interessante Fakten gegen Fachkräftemangel: Das nämlich Länder wie Hessen, Bayern und BaWü trotz regional deutlich niedrigerer Arbeitslosigkeit mehr Beschäftigung als einige andere Länder schaffen (siehe BA-Bericht), obwohl der Mangel dort doch am größten sein müsste. Das zeigt, dass da noch guter Spielraum für mehr Beschäftigung durch wirtschaftliche Anregungen ist.
Mir fehlt allerdings der Ehrgeiz, die vorhandere Arbeitslosigkeit so weit wie möglich abzubauen. Das sind ja auch Kosten, die von allen getragen werden. Außerdem ist zu bedenken, dass durch mehr Einwanderung...
1. Zuwanderung kaum gezielt in Mangelberufen stattfindet.
2. Auch der Bedarf der Eingewanderten wiederum den Fachkräftebedarf erhöht.
Ich bin nicht gegen Zuwanderung, sie ist für mich nur kein Mittel, um passgenaue Arbeitskräfte zu finden und sie ändert nichts am Niveau der Arbeitslosigkeit.

@12:30 von Hackonya2

"Sollte es einen Mangel geben, dann sollten mehr Möglichkeiten der Fortbildung geschaffen werden, um es zu decken."

Dazu braucht es aber auch die Bereitschaft der Arbeitslosen. Wir müssen uns einfach mal vom Gedanken befreien, dass jeder "Fachkraft" werden will oder kann. Ich bin Arbeitgeber und finde keine. Ich habe mich auch an Projekte beteiligt Langzeitarbeitslose auszubilden - das Ergebnis war desaströs.

@ Daje

"-akademisierung der Pflege
- Abwertung von Real und Hauptschule
- System der ständigen Gewinnmaximierung
- freie Marktwirtschaft"

Absolut! Insbesondere die Abwertung des Real- und Hauptschulabschlusses sind hauptursächlich an dem hausgemachten "Fachkräftemangel".
Kaum noch irgendein Betrieb, der einen Berufsschüler nimmt, wenn er gleichzeitig einen Abiturienten einstellen könnte. Und wenn gerade kein Abiturient zur Verfügung steht, dann stellt man lieber niemanden ein. Man muss ja nur warten, denn der nächste Abiturient meldet sich bestimmt.

Überhaupt: wie hoch ist eigentlich die Quote der ausbildenden Betriebe im Vergleich z.B. zu den 50ern oder 60ern? Meines Wissens legen sich doch die allermeisten Betriebe heute ins gemachte Nest, verlassen sich auf die Maßnahmen des Jobcenters, oder lassen andere Betriebe in die Ausbildung ihrer Arbeitskräfte investieren, um dann deren Arbeitskräfte anschließend wegzulocken, um sich so die Ausbildungskosten zu sparen!

Am 29. November 2018 um 12:35 von Debaser

"Es gibt keinen Mangel an Fachkräften...
...sondern einen Mangel an billigen Fachkräften."

So ist es, die Unternehmer erwarten eine ausgebildete Fachkraft, am besten mit 25 Jahren Berufserfahrung, die zum Hilfsarbeiterlohn arbeitet, natürlich Mehrarbeit schon mit dem Grundgehalt abgedeckt. Dafür darf die Fachkraft natürlich nicht älter als 18 Jahre sein und noch bei den Eltern wohnen, weil sonst das Geld nicht zum Leben ausreicht.

re ullibulli

". C++ Programmierer stehen auf der Straße. Aber anstatt diese umzuschulen, schreit man nach "neuen", "jungen" und "billigen" Programmierern."

Ein ausgebildeter Programmierer ist doch nicht an C++ oder sonst eine höhere Programmiersprache gebunden. Er kann programmieren, die Sprache ist nur das Werkzeug.

@12:50 von erster Realist

Wenn Sie, wie einige andere hier, Unterstelen, dass es nur an den Löhnen liegt, dann würde das bedeuten, dass viele arbeitslose Fachkräfte nicht arbeiten wollen, weil der Lohn zu niedrig ist. Das halte ich für sehr gewagt.

Gut ausgebildete Fachkräfte sind sowieso nicht mehr "billig" zu bekommen. Wir Arbeitgeber sind sowieso dazu übergegangen die Gehälterfrage nicht mehr vorab zu regeln, sondern erst einmal fragen, was der Bewerber sich vorstellt. Trotzdem gibt es keine Bewerber - (außer ein paar unvermitteltere von der Arge) - am Gehalt liegt es also nicht.

Momentan haben wir sowieso eine reine Abwerbesituation, wir versuchen über Headhunter gute Fachkräfte abzuwerben, das geht nur über Geld. Trotzdem fehlen die dann an der abgeworbenen Stelle.

@12:38 von ullibulli

Softwareentwickler mit PHP Kenntnissen sind gesucht, mit C++ hingegen nicht. C++ Programmierer stehen auf der Straße.
Das Beispiel ist allerdings schlecht gewählt. Ich würde mal (als Softwareentwickler) behaupten, dass jeder C++ Programmierer mit Leichtigkeit auch diverse Scripting-Sprachen wie z.B. PHP beherrschen kann. Mehr als ein paar Tage Selbststudium sind ausreichend, eine Umschulung ist hierfür definitiv nicht nötig. Ansonsten hat er seinen Beruf verfehlt.
Aber ich verstehe, was Sie sagen wollen. Es gibt durchaus Anforderungsprofile, die mit einer Umschulung erfüllt werden könnten, welche sich Unternehmen aber gerne ersparen würden. Viel eher wird ein Softwareentwickler aber abgelehnt, weil er nicht über das nötige Branchen- und/oder Spezialwissen verfügt.

Diskrepanz von Angebot und Nachfrage

Vielleicht sollten sich die Unternehmen mal daran orientieren, was sie bekommen können und wie sie mit dem Angebot klarkommt. Und bestens ausgebildete und motivierte Fachkräfte gibt es eben auch nicht zum Mindestlohn oder als Minijobber.
Wer nach der eierlegenden Wollmilchsau sucht, wird natürlich nie fündig werden.

Wenn jetzt aber von oberster Stelle die Devise ausgegeben wird, wir sollten die Fachkräfte doch im Ausland abwerben, so zeigt das nur wieder die Verantwortungslosigkeit unserer Regierung.
Fachkräfte in anderen Nationen abwerben, die sind dann sicher auch sehr gut auf Deutschland zu sprechen. Dann beutet die Wirtschaft nicht nur die Rohstoffe dort aus, sondern klaut auch noch das komplette menschliche Potential. Neokolonialismus in reinster Form, Lernfaktor aus der Flüchtlingskrise 0,0!
Zudem entwickelt sich ein eh schon existenter Pushfaktor für gut qualifizierte Deutsche, da die Reallöhne mit größerem Angebot weiter sinken werden.

Wir haben eine sozialistische Regierung

Anders kann man es nicht sagen. Sie glaubt die Welt retten zu müssen.
Nur wer das bezahlen soll fehlt, es wird nur von rechten für Migranten geredet aber die Pflichten fehlen völlig.
Warum außerhalb der EU nach Fachkräften zu suchen, wenn in europäischen Ländern 20% Jugendarbeitslosigkeit herrscht.
Diese Logik kann ich nicht verstehen.
Mit der Unterschrift wird die CDU der SPD folgen.
Wir geben unsere Kultur unsere deutsche Nation auf, wer das nicht sieht, schaut nicht in die Zukunft.
Am Beispiel Frankreich sieht man was wird, wenn zu viele Ethnien auf einer kleinen Fläche leben.
Unsere Regierung träumt mit Merkel von einer Weltregierung, die wird es mit dem Kapitalismus nie geben.

Ich bin schon etwas älter.

Als ich 1956 ins Berufsleben einstieg, bildeten die Firmen ihren Nachwuchs noch selbst aus.

So waren immer die erforderlichen Fachkräfte vorhanden, sogar auf den jeweiligen Bedarf der einzelnen Firma zugeschnitten.

Nun wird gejammert und man greift auf "Fachkräfte" zurück, die nie und nimmer den gewohnten deutschen Standard halten können.

Für mich sind die jammernden Firmen, Handwerk wie Industrie, selbst schuld.

Natürlich ist mir nicht entgangen, dass das Bildungsniveau deutlich gesunken ist und auch die Bereitschaft der Jungen, ein breitgefächertes Berufsbild zu bedienen nicht mehr so besteht.

Die handwerkliche Ausbildung verpasst

Facharbeitermangel herrscht auf jeden Fall im Handwerk. Wer wird in Zukunft die Maurerarbeiten versehen, die Dächer decken, die Installationen vornehmen. Die Volksschüler waren früher das Rückrat der Nation. Sie füllten die Lehrstellen aus. Ihnen v.erdankten wir die wirtschaftlichen Grundlagen. Heute im Zeitalter des Bildungswahns, werden die jungen Menschen überredet, Abitur zu machen und zu studieren. Ein großer Teil der so Gebildeten bricht das Studium ab, weil sie doch zu einem praktischen Beruf tendieren. Doch dann sind sie häufig öfür einen Lehrberuf zu alt geworden.

Entwicklung der Gesamtlohnsumme

Meiner Meinung nach wird der Wähler für dumm verkauft. Aussagekräftiger als die geringgerechnete Arbeitslosenquote
ist die Entwicklung der Gesamtlohnsumme bis ca. 100 000€/a.
Das ZDF hat sich hier schon mal getraut, die Wahrheit zu berichten. Ich glaube es war eine "Heute"-Sendung am Vormittag.

Was ist dran am Fachkräftemangel ??

Was verstehen die eigentlich unter "Fachkräften" ? Leute für die tollen Jobs als Paketfahrer oder Erntehelfer ?

Aber wenn es wirklich um Fachkräfte geht,wie sinnvoll ist dann ihre Abwerbung aus dritten Ländern.Wem nützt dann das Brain drain ? Den Ländern und ihrer Entwicklung doch nicht.
Im Zweifel doch nur den wirtschaftlichen Interessen von Ingo Kramer und Co. nach recht rechtlosen Leuten,die dann-natürlich alles akzeptieren werden.

jung, gesund, eierlegende Wollmilchsau,willig und billig

Fachkräftemangel?
Klar, wenn große Firmen völlig überzogene Erwartungen mitbringen, nur befristet oder in Leiharbeit einstellen.
Ich komme aus dem Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik. Hier wird gerade besonders über "Fachkräftemangel" gejammert. Kein Wunder, wenn man trotz bester Qualifikation nur Hungelöhne und perspektivlose Knebelverträge angeboten bekommt. Die Branche ist verwöht, denn seit Langem werden hier die Löhne fast genauso efolgreichg gedrückt, wie im Bereich Logistik. Tariflohn? Hab ich noch in keinem Unternehmen bekommen. Meist muß man ohne Murren bereit sein, 60-80 Stunden / Woche rund um den Globus für einen Hungerlohn zu arbeiten. Mit 20 geht sowas, mit 50+ eher nicht. Ein weiteres Problem sind Akademiker, die zunehmend in "einfache" Jobs drängen. Wenn im Gerätebau Ingenieure neben mir sitzen, die einfachste Montage- und Lötarbeiten für weniger als den Tariflohn eines Facharbeiters abliefern, brauch ich mich über Nichts mehr zu wundern..
Immerhin der Chef strahlt

was lernen wir? II

bezeichnend fuer die absurditaet, die in vielen personalabteilungen deutschlands herrscht ist auch folgender umstand.

immer mehr arbeitnehmer haben beim eintreten ihrer ersten arbeitslosigkeit eine ungebrochene berufskarriere von bis zu 20 jahren hinter sich. allerdings mit abgebrochenem studium, weil sie eben die chance der angebotenen stelle ergriffen, im glauben, das studium neben dem job zu beenden, was meistens scheitert.

in der arbeitsagentur, aber vor allem dann im jobcenter stellen diese menschen fest, dass ihre berufserfahrung praktisch wertlos ist, jedenfalls hinsichtlich ihrer chancen, eine stelle im oeffentlichen dienst zu erhalten. dort zaehlt heutzutage ein zertifikatsfetischismus, das heisst, im zweifel und sehr uebertrieben formuliert erhaelt fuer die ausgeschriebene stelle im bereich it nicht der mensch mit 20 jahren berufserfahrung im it-bereich, aber abgebrochenem bwl-studium den zuschlag, sondern der diplomgaertner, der frisch aus der hochschule antritt.

@ 13:39 von Nettie

"Man muss schließlich - um jeden Preis - "wettbewerbsfähig" bleiben. Auf was für einem Markt auch immer"
.
Ach so! Altenpflege oder soziales Wohnen sind also ein "Markt"?
Für beides ist Migration die richtige Lösung.
Arbeite für den Lohn der börsennotierten "Pflege-AG", falls du deine Miete bei der börsennotierten "Wohn-AG" nicht bezahlen kannst stockt das Sozialsystem auf.
.
Friss oder stirb!
Es lebe das Kapital!

"Zuwanderung" ist Kolonialismus

nur diesmal umgekehrt. Wir "klauen" aus anderen Ländern ausgebildete Fachkräfte. Den fremden Ländern fehlen sie dort dringend, können aber nicht mehr ersetzt werden. Fragen wir doch mal die Rumänen, Polen usw. wie dort die Altenpflege aussieht. Immer katastrophaler! Dort "verrecken" die alten Menschen förmlich, weil hier fast alle Krankenschwestern, Altenpfleger und mobile Altenpfleger ihren Dienst tun. Das gehört eben auch zur Wahrheit!
.
Wir dürfen uns unsere "Fachkräfte" schon gern selbst ausbilden und vor allem auch einstellen!.
.
Schon vergessen? "Generation Praktikum" hieß es vor ein paar Monaten noch. Und exakt DAS ist die Wahrheit. Es gibt keinen Fachkräftemangel, es gibt nur einen Mangel an Anstand in den Firmen und zwar in sofern, Arbeitskräfte auch vernünftig zu bezahlen! Statt dessen erhofft sich die Wirtschaftslobby Dumpinglöhner aus aller Herren Länder! Und ich denke, das ist eher die Wahrheit, als der ominöse "Fachkräftemangel".

Markt regelt Fachkräftemangel

Arbeitslosigkeit wird in der neoliberalen Theorie sehr einfach erklärt: Das Arbeitsangebot ist zu groß und die Nachfrage zu gering weil der Preis zu hoch wäre. Das primitive Rezept: Runter mit den Löhnen.

Weil Menschen aber notwendiges Einkommen für Wohnung, Essen, Kleidung usw. erwirtschaften müssen funktioniert die primitive Theorie nicht in der Praxis. Denn bei der Absenkung des Lohnes im Niedriglohnbereich muss der Arbeiter länger arbeiten um seine Fixkosten zu erwirtschaften. Das Arbeitsangebot wird bei einer Lohnsenkung also nicht sinken sondern steigen. Der Preisbildungsmechanismus funktioniert am Arbeitsmarkt am unteren Ende nicht. Der Mindestlohn muss das Marktversagen korrigieren.

Am oberen Ende funktioniert aber die einfache neoliberale Theorie sehr gut. Übersteigt die Nachfrage nach Arbeit das aktuelle Angebot muss lediglich der Preis (Lohn) angehoben werden. Der Gleichgewichtspreise verhindert Fachkräftemangel und Wissen muss nicht aus armen Ländern abgezogen werden.

was lernen wir? III

weiteres beispiel der absurditaet, die sich diese republik leistet.

in deutschen universitaeten ist es inzwischen trauriger standard, dass selbst praemierte wissenschaftler nur noch halbjahresvertraege erhalten, aber mit den auflagen fuer lehre und forschung. viele dieser wissenschaftler muessen einen erheblichen teil dieses halben jahres dafuer einsetzen, fuer den naechsten halbjahresanschlussvertrag zu kaempfen.

ich selbst habe erlebt, dass ich gebeten wurde, fuer die verlaengerung meines projektjobs selbst geld von stiftungen zu organisieren. aber dennoch sollte ich mich natuerlich der jurisdiktion meines arbeitgebers unterwerfen, obwohl der keinen finger ruehren wollte fuer die fortfinanzierung meines jobs.

an dem punkt wurde der gaengige witz in jobcentern, man solle wohl am besten noch geld mitbringen, um eine stelle zu bekommen, bittere realitaet.

das gejammer vom fachkraeftemangel ist der erfolgreichste pr-trick von bdi und bda seit der insm-kampagne fuer hartz4.

Komisch... die Autobauer in Bochum sind Fachkräfte

aber fast alle auf Hartz4 abgerutscht. Und das gilt für alle Standorte von Nord bis Süd und West bis Ost.
.
Wird wohl doch eher so sein, das uns die Lobby nur einen angeblichen "Mangel" an Billiglöhner suggerieren will. Ich denke, das wäre die aufrichtige Analyse!

Pillenknick

Wenn der "Pillenknick" greift, werden gleichzeitig aber auch viel weniger Arbeitskräfte benötigt - weil's dann (hoffentlich!) auch weniger Menschen in D-Land gibt!
Hauptproblem ist (auch) hierzulande doch die Überbevölkerung, die erst Wohnungsmangel, Umweltzerstörung, Massenarbeitslosigkeit verursacht hat!
Leider wollen unsere Politiker davon nichts wissen, holen sogar noch mehr Menschen ins Land ...
UNFASSBAR !!

Ich halte den Fachkräftemangel...

auch mehr für einen Mythos als für eine Tatsache. Wenn von 45 Mio Erwerbstätigen gerade einmal 33,4 Mio davon in sozialversicherungspflichtigen Jobs sind, dann haben wir entweder 11,6 Mio Beamte und Selbständige oder aber ein Millionenheer an geringfügig Beschäftigten, bei dem es mit Sicherheit ein großes Potenzial zur Weiterbildung und Vollzeitbeschäftigung gäbe. Dazu dann noch die 2,3 Mio offiziell Arbeitslosen plus die 3,1 Mio in "Weiterbildungen" ergäben nochmals einen Pool von 5,4 Mio Menschen, die den "Mangel" ausgleichen könnten. Daher schließe ich mich der hier schon oft genannten These an: es fehlt nicht an Fachkräften, sondern an Billiglöhnern die sich ausbeiten lassen. Bei einem Potenzial von 5-8 Mio Menschen tatsächlich die "Fachkräftemigration" als notwendig zu propagieren und damit ungelernte nicht Deutschsprachige in's Land zu holen, dient nur dem Lohndumping, und nicht der Deckung eines Fachkräftebedarfs.

Fachkräftemangel?

Unglaublich, ich, Dipl.-Kfm, 60, mehrere Fremdsprachen, total flexibel in jeder Hinsicht suche seit 10 Jahren einen neuen Job. Ich habe mich auf alles, wirklich alles, beworben, unabhängig von der Quali beworben. Ergebnis, stets zu alt oder überqualifiziert!!! Ich habe resigniert, kann das Märchen vom Fachkräftemangel nicht mehr hören

geringste Arbeitslosenquote bei Akademikern?

Ich bin Akademiker im nicht-technischen Bereich. Weil ich den Bildungsvorteil habe, schaffe ich es immer wieder, mich so weit zu finanzieren, dass ich kein Hartz4 beantragen muss. Tatsache ist aber auch, dass ich in den letzten 5 Jahren, 483 Bewerbungen verschickt habe. In der hälfte der Fälle hat mein Profil sehr gut gepasst. In der anderen hälfte der Fälle wäre ich Überqualifiziert gewesen. Ich bin bald 50 und habe mich auch mal (überqualifiziert) in der öffentlichen Verwaltung beworben. Man hat mir (4 Gruppen niedriger, als meine Ausbildung wäre) als Einstiegsstufe, Stufe 2 angeboten, da ich ja kein "verwertbare" Berufserfahrung hätte... Hatte ich zwar, aber das hat man einfach ignoriert.
Ich beobachte die Jobbörsen und es gibt Stellen, die ich oben nur einmal gezählt habe, auf die ich mich aber schon 3 Mal beworben habe. Jetzt habe ich raus bekommen: Eine Stellenanzeige ist billiger als sonstige Werbung und wird oft aus Werbezwecken geschaltet... die Stelle gibt es gar nicht.

„Ist die Wirtschaft zu wählerisch?“

Fragt Frau Stalinski im Artikel. Dies ist die falsche Frage. „Ist die Wirtschaft zu knauserig?“ sollte es heißen. Denn die Einstiegsgehälter für Hochschulabsolventen waren vor 20 Jahren schon mal höher. Einzige Ausnahme: Öffentlicher Dienst bzw. Beamte. Es ist wohl alles eine Folge der Globalisierung. Denn für die meisten Firmen werden Personalkosten (also Gehälter) nur noch als Belastung gesehen, die man „wegoptimieren“ könne zB. durch Outsourcing. Es gibt faktisch natürlich keinen Fachkräftemangel wie sich leicht an den Absolventenzahlen der MINT Fächer an den Unis nachvollziehen lässt!

Was ist dran am Fachkräftemangel?

Nichts.
Das hat die Wirtschaft duch schlechte Bezahlung und geringe Ausbildung selbst zu verantworten. Solange keine vernünftige leistungsgerechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen eingeführt werden wird sich das auch nicht ändern.

Der Akademiker beschwert sich das er um 22 Uhr kein frische Brötchen bekommt und dafür dann 50 Cent bezahlen soll. Die ständige auch finanzielle Besserstellung von Schreibtischberufen ist Systembedingt und so gewollt
und führt zu den idiologisch besondern von den R2G Politikern gewollten Problemen.

Und wenn nach der Sklaverei der Ausbeutung von Rohstoffe jetzt die Migration Länder Ihr gebildete Mensch für unseren Wohlstand verlieren werden ist das der Gipfel eines menschenverachtendem System.

Akademiker im nicht-technischen Bereich

Dann war das vieleicht einer der entscheidenende Fehler bei der Auswahl Ihres Berufswunsch. Mit Ihrem alter sollten Sie nochmal überlegen eine andere berufliche Richtung einzuschlagen. Oder sollen die Verkäufer, Gärtner und Maurer jetzt Ihren Wohlstand absichern???

@ werner1955

"Der Akademiker beschwert sich das er um 22 Uhr kein frische Brötchen bekommt und dafür dann 50 Cent bezahlen soll."

Den Akademiker zeigen Sie mir bitte einmal, der noch um 22 Uhr ein Brötchen möchte und 50 Cent als zu teuer erachtet.

Nicht verwechseln: ich spreche von "Akademikern" im Sinne von "akademisch Beschäftigten" und nicht dem ganzen WiWi- und anderen "universitären" Ausfluss, der dann die ganze Gesellschaft terrorisieren darf und dazu noch allzugern der Oma ihr kleines Häusken verscherbeln möchte. Das sind - mit Verlaub! - in meinen Augen keine Akademiker!

Fachkräftemangellüge

Ich weis nicht wie es im Handwerk ist. Ich weis nur das es mehr als genug Akademiker im MINT-Bereich auf dem Arbeitsmarkt gibt. Ich bin selber Berechnungsingenieur. Ich stehe jetzt schon mit Indern und Chinesen im Konkurrenzkampf. Diese werden entweder direkt hier mit unseren Steuergeldern ausgebildet oder kommen jetzt schon mit der Blauen-EU-Karte, da Mangelberuf. Außerdem sind die deutschen Firmen nicht willens, Absolventen oder Wechselwillige aus anderen Bereichen einzuarbeiten/weiterzubilden. Die Arbeitgeber wollen top ausgebildete und erfahrene Fachkräfte, jung und für 40.000€ pro Jahr. Finden sie niemanden der genau auf ihr Anforderungsprofil passt, wird geschrien: Fachkräftemangel!

Und was macht die SPD? Ein Lohndumpingsgesetz. Ich war mal überzeugter SPD-Wähler. Jetzt bin ich Protestwähler.

@14:27 von cari

Als Akademiker im technischen Bereich kann ich absolut bestätigen, dass es einen Fachkräftemangel gibt. Natürlich gibt es auch irgendwelche Nischenwissenschaften, bei denen das Gegenteil der Fall ist. Das liegt eben an Angebot und Nachfrage! Man sollte sich vor dem Studium Gedanken machen, ob der Arbeitsmarkt denn wirklich noch einen Soziologen oder noch einen Politwissenschaftler braucht!

Ich kann aber auch ganz klar sagen, die Zuwanderung in den letzten Jahren hat den Fachkräftemangel im technischen Bereich in keiner Weise entspannt!

12:56 von alter_schwabe

"sondern einen Mangel der Bereitschaft zur guten Bezahlung von Fachkräften.
Fachkräfte zum Lohn von Hilfsarbeitern geht eben nicht."

Das ist doch Mupitz. VW such 1000 von Fachkräften. Und die zahlen serg gut.

@ 13:30 von deutlich

"Ich selbst wurde durch Firmenpleite mit Ü50 arbeitslos. Von der Agentur wurde mir trotz guter Qualifikation und Flexibilität sofort eine Selbstständigkeit nahegelegt."
.
Verlassen Sie sich nicht auf die "Arbeitslosenverwaltungsagentur". Da wird verwaltet und nicht vermittelt. Hauptsache Sie sind aus der Statistik raus.
Sei es durch Gängelung mit "Qualifizierungsmaßnahmen" (Wir lernen jetzt erst mal eine Bewerbung schreiben!) oder werden Sie doch selbstständig!
Als Facharbeiter oder Akademiker kann Ihnen da eh keiner helfen, weil Sie sind ja überqualifiziert.
Und der Sachbearbeiter noch nicht mal den Schimmer einer Ahnung hat, was Sie in Ihrem Fachberuf machen und welches Leitungsspektrum das umfaßt.
Was soll der Ihnen vermitteln außer "Qualifizierungsmaßnahmen" (mit der Androhung von finanzielle Maßnahmen, falls Sie diesen nicht folgen)?

der Knackpunkt

ist: es fehlt an (noch) billig (er)en Fachkräften im Niedriglohnland D.
Da kämen ein paar unbedarfte, die Gesetzeslage nicht kennende Migranten grade recht. Die anderen EU Staaten werden es uns danken, wenn wir noch billiger produzieren. Soviel zum europäischen Geist aller Politiker, die laut "Fachkräftemangel!Wir brauchen Zuwanderung! " schreien.

@um 12:55 von naiver Positivdenker

Und genau deswegen fehlen dann auf einmal anderen Ländern welche, die das Land in eine gute Situation könnten bringen, weil man die irgendwo abwirbt. Das sollte nicht erlaubt sein.

es gibt KEINEN MANGEL. Das

es gibt KEINEN MANGEL. Das ist ein Ammenmärchen, daß dazu genutzt wird, Ausländer ins Boot zu holen, um den Leuten unterm Strich nichts bezahlen zu müssen. Es geht darum, Arbeitnehmer gegeneinander auszuspielen. Wie sonst kann es sein, daß fertige Ingenieure nur Zeitarbeit, befristete Arbeitsverträge und ein Praktikum nach dem Anderen bekommen? Wer soll die "wichtigen" Jobs machen, wenn die kaum mehr als Sozialhilfe abwerfen?
Als deutscher Handwerker oder Dienstleister arbeitet man nun mal in Deutschland. Und die konkurrieren bestimmt nicht mit dem Rest der Welt. Warum allerdings die Gehälter nur international niedrig sind? Die Manager scheinen nicht international zu konkurrieren. Die bekommen Milliarden. Da gibt es bestimmt fähige Leute, die das auch für Millionen machen würden.

DIe Wahrheit liegt mal wieder

dazwischen. Es gibt Berufe mit Fachkräftemangel. Die Pflege sei genannt und auch sehr viele Handwerksberufe. Zum Teil, weil diese nicht so gut bezahlt werden oder auch in anderer Hinsicht nicht so attraktiv sind. Wer kann, sucht sich oft leichtere und besser bezahlte Berufe.

Selbst Fachkräfte ausbilden wird auch nicht einfacher. Es muss viel Nachgeholt werden, was Schule und Elternhaus versäumt haben. Große Unternehmen können das vielleicht, aber viele Handwerker sind damit überfordert.

Und natürlich: Studieren gilt als das höchste Ziel, wegen höherem Verdienst etc., und das wird auch vom Staat unterstützt weil man ja ach so viele studierte Fachkräfte braucht....

Demokrafischer Wandel...

hin oder her. Bei all den Betrachtungen wird nie die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung erwähnt. Durch diese stete Steigerung der Produktivität wird auch in Zukunft massiv Druck vom "Fachkräftemangel" genommen.

@Hugomauser - 15:35

"Das ist doch Mupitz. VW such 1000 von Fachkräften. Und die zahlen serg gut."

Was aus den Bochumer Opelanern geworden ist, können Sie in diesem Thread bereits zweimal nachlesen.

@ 15:51 von Superschlau

Schließe mich Ihrem Kommentar an!

Wo sind die Gewerkschaften?

Ich habe schon lange nichts mehr von den Gewerkschaften gehört. Haben die dazu eine Meinung?
Oder tragen die das ganze wieder mit so wie in den vergangenen Jahren alles mitgetragen wurde?

Wie die Parteien wundern sich die Gewerkschaften seit geraumer Zeit über den Mitgliederschwund. Eigentlich brauchen sich alle ganz gewiss nicht wundern.

Billig ist nur ...

was im Überfluss vorhanden ist. Noch gibt es arbeitslose Menschen, die sich qualifizieren ließen. Also die Herren Arbeitgeber, los geht’s! Decken Sie sich doch mal Ihren Bedarf durch eigene Förderung :-)

Wie wohl jeder habe auch ich in meinem persönlichen Umfeld Fachkräfte, die (teilweise schon lange) auf der Straße stehen: einen Bauingenieur, einen IT-Spezialisten, einen Heizungsbauer. So groß kann der Mangel grad nicht sein – oder sind das am Ende die falschen Fachkräfte?

Beste Grüße

@ 15:51 Superschlau

Deutsche Handwerker oder Dienstleister arbeiten nun mal in Deutschland? Was Sie da schreiben, ist so gar nicht superschlau... Gut 60.000 deutsche Handwerksbetriebe sind grenzüberschreitend tätig, meist in Nachbarländern, aber auch darüber hinaus, bis nach Hongkong, Dubai und Sydney. Und natürlich gibt es einen Fachkräftemangel: Insbesondere in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) ist er klar dokumentiert. Generell sind etwa zwei Drittel der offenen Stellen in Deutschland schwer zu besetzen. In einer Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gab 2017 knapp die Hälfte der Unternehmen an, dass fehlende Fachkräfte ihre Produktionsmöglichkeiten hemmen. Wussten Sie nicht?

um 14:02 von karwandler

>>
re ullibulli

". C++ Programmierer stehen auf der Straße. Aber anstatt diese umzuschulen, schreit man nach "neuen", "jungen" und "billigen" Programmierern."

Ein ausgebildeter Programmierer ist doch nicht an C++ oder sonst eine höhere Programmiersprache gebunden. Er kann programmieren, die Sprache ist nur das Werkzeug.
<<

Um es zu verdeutlichen: jemand, der eine Programmiersprache beherrscht, kann nach 14 tagen in einer neuen Sprache produktiv arbeiten. Wenn nicht, dann sollte man auf ihn verzichten. Aber hier meint ja eine Mehrheit, man müsse ihm dann mehr zahlen.

Absoluter Fachkräftemangel

Es ist im Rhein-Main-Gebiet praktisch unmöglich, Firmen zu bekommen, die sich im Baugewerbe an Ausschreibungen für Elektroinstallation beteiligen. Wenn man dann als Architekt bei bekannten Firmen nachhakt, kommt nur "wir sind zu mit Aufträgen" und "ich kriege ja keine Leute".

Nix, es gibt in diesem Land keine Elektroinstallateure, die nicht bis Oberkante Unterlippe Überstunden machen. Und in anderen Gewerke ist das nicht anders. Traurig, die Aufträge sind da, z. B. in Schulen. Aber niemand kann sie annehmen.

Ihre Meinung in Ehren

@ Hackonya2:
Fachkräftemangel. Ich meine es gibt diesen Mangel an Fachkräfte nicht

Da meinen Sie aber leider nicht richtig und ich meine, dass Sie das vielleicht gar nicht beurteilen können. Gehen Sie mal raus in die Betriebe und auf die Baustellen, reden Sie mal mit den Leuten.

Fachkräftemangel

Doch es fehlen jede Menge Fachkräfte und zwar in den Führungspositionen und in den Personalabteilungen.

ich habe verstanden, dass es

ich habe verstanden, dass es nach Meinung vieler hier keinen Fachkräftemangel gibt, sondern dass es an der zu schlechten Bezahlung liegt.
Frage: Wenn mein Unternehmen Probleme hat, einen Arbeitsplatz zu besetzen und erhöht dann immer weiter das angebotene Gehalt. Wer kommt dann ? Der Mitarbeiter vom Konkurrenzunternehmen, so dass dann die das Problem haben ? Oder erklärt sich ein Arbeitsloser dann bereit, die Stelle zu übernehmen, sozusagen auf der Überholspur an allen bisher Beschäftigten vorbei ?

Also wenn...

Wenn die Betriebe auch junge Leute einstellen würden, aber die meisten sehen ja das man keine Berufserfahrung hat und dann ist es schwierig nen Job zu bekommen... Ja wenn man nach der Ausbildung übernommen wird dann geht es aber nach der Ausbildung was neues suchen zu müssen und dann nichts bekommt, da kann man doch nicht von einem Mangel sprechen. Es sollte evtl. Irgend ein Anreiz geben Frisch ausgebildete Leute einzustellen anders rum wenn man über einem gewissen Alter was sucht, 30 jahre gearbeitet hat, hat man genug Erfahrung ist aber dann wieder zu teuer.

Man sagt nicht umsonst am besten 18 Jahre alt sein und 20 Jahre Berufserfahrung dann erhält man auch nen Job

Selbst verschuldet...

... Ist der " Fachkräftemangel" seit 2004 verdiene ich mein Geld im Ausland weil es damals keine Arbeit gab... Und heute könnte ich wieder in Deutschland arbeiten, aber zu Löhnen, bei denen man jeden Euro dreimal umdreht bevor man ihn ausgibt. Fachkräfte gibt es eigentlich genug.. Nur sind sie wie ich im Ausland..

@ werner1955

Was ist dran am Fachkräftemangel? Nichts. Das hat die Wirtschaft duch schlechte Bezahlung und geringe Ausbildung selbst zu verantworten.

Bei solchem Gerede ohne Hintergrund muss ich mich mal zu Wort melden. Wir finden im Maschinenbau beispielsweise keine Mechatroniker. Und es gibt viele solcher Beispiele. Würde ich 20% über Tarif zahlen, würden die auch nicht vom Himmel fallen. Ich könnte sie höchstens von anderen Konkurrenzbetrieben abwerben. Das tue ich aber nicht. Das generelle Problem wird dadurch ja nicht gelöst, dass branchenweit Aufträge nicht bearbeitet werden können.

Und ja, wir bilden aus, können aber nur etwa ein Drittel unserer Ausbildungsplätze besetzen.

Und nein, Deutschland ist kein Billiglohnland. Wir haben ein hohes Lohnniveau und gute Sozialleistungen.

selbst in gesuchten Berufen muss man jung,

dynamisch sein und geringe Lohnforderung haben.
habe ich selbst erlebt als ich nach langer schwerer Krankheit mit 60 neu anfangen wollte. "Sie sind zu leider alt" außerhalb des Protokolls. Bis zu 50% weniger als beim letzten Job sollte es geben. Junge Leute an den Unis hangeln sich mit befristeten Verträgen durch;s Leben. Im nicht qualifizierten Bereich ist es noch viel schlimmer, da das Angebot größer wird nicht zuletzt durch Migration. Die PAketboten bei uns sprechen fast gar kein deutsch. Meine Bekannte erzählte mir vom Druck in dieser Branche über Sub und Untersub bis zum letzten Glied in der Kette gibt es immer noch Einen der bereit ist weniger zu verdienen. Das Einwanderungsgesetz lässt hier grüßen. Der Mindestlohn ändert daran nichts wenn die geleisteten Stunden nicht stimmen oder über Pauschalsätze abgerechnte wird oder Scheinselbstständigkeit vorliegt.

Billige Arbeitskräfte ....

.... aus dem Ausland hineinzuholen ist der einfachste Weg, um Facharbeiter-Löhne zu unterminieren. Zudem ist es ja so einfach. Statt in Bildung oder Fortbildung bestender Mitarbeiter zu investieren, wird kurzfristig gedacht. Das trifft auf Industrie wie Politik zu. Langfristige Perspektiven fehlen. Man reagiert, statt zu planen. Auch aus diesem Grunde ist das Land geteilt. Unsere jungen Leute bleiben aussen vor, wenn es um gute Facharbeiterjobs geht. Sie erhalten keine gute Ausbildung, und werden von billigen Fachkräften aus dem Ausland ausgestochen.

Die Unternehmen wollen

Die Unternehmen wollen Ausländer in dem Glauben sie seien billiger.

Und schon immer waren den Chefs junge Unwissende lieber als Spezialisten ab 50. solange es arbeitslose Ältere gibt gibt es keinen Fachkräftemangel. Und solange bin ich gegen Fachkräftezuwanderung.

Es gibt keinen Facharbeitermangel

Es gibt einen Mangel an Führungkräften die die Zukunft Ihres Unternehmens sichern wollen. Es werden nur billige Arbeitskräfte eingestellt, dann wundert sich das Management hinterher dass Aufgaben nicht bewältigt werden können. Eine andere Abteilung muss dann nachbessern, was im Endeffekt viel mehr kostet. Diese Kosten werden dann aber nicht der billigen Abteilung in Rechnung gestellt, so dass der Manager der billigen Abteilung trotzdem seine Provision kasssiert.

Und wir zahlen dann via EU

die Länder, denen wir die Fachkräfte zuvor abgeworben haben, weil wir selbst zu dämlich sind, für Fachkräfte-Nachwuchs zu sorgen. Und das "Humankapital", welches wir in Form von Nachwuchs haben, verblödet und verdummt in immer schlechteren Schulsystemen, die auch noch " Ländersache" sind, übrigens das allerdämlichste, was wir uns immer erdreisten erlauben zu können. In jedem Bundesland Kultusminister, Ministerialdirigenten, und jede Menge Verwaltung auf Kosten der Bildung und auf Kosten aller Steuerzahler.

@ Realacs

Ein Heizungsbauer und ein IT-Spezialist die keine Arbeit finden? Das ist merkwürdig.

Hier in der Gegend suchen die IT-Unternehmen händerringend Fachkräfte. Und in der Heizungssanitärbranche habe ich gerade erlebt, wie ein Bekannter 3 x die Stelle gewechselt und sich jedesmal deutlich verbessern konnte. Ohne große Schwierigkeiten.

Ich möchte niemanden etwas unterstellen, aber es wird bei Ihren Bekannten vielleicht auch an anderen Gründen liegen, warum Sie keine Stelle finden.

Bei einem Ingenieur wundert das etwas weniger, da sind die Stellen schon seltener und weiter im Land verteilt....

Heißt es denn nicht "Arbeitsmarkt"?

Wenn denn also ein Mangel an Fachkräften besteht, müssten sich ja die Preise für die Arbeitskraft erhöhen. Da dies aber nicht passiert, kann man zwangsläufig davon ausgehen, dass es keinen Mangel gibt.

So einfach ist das. Der Markt reguliert Angebot und Nachfrage.

Ich freue mich geradezu auch darauf, dass es in den Großstädten demnächst immer schwieriger wird, Handwerksleistungen zu bekommen. Dies ist einerseits die Folge von explodierenden Mieten, die sich die schlecht bezahlten Handwerker nicht mehr leisten können. Andererseits demnächst auch durch Fahrverbote für Dieselautos (Sprinter & Co) mit denen die weit entfernt wohnenden Handwerker in die Städte fahren müssten, sich aber keine neuen Autos leisten können/wollen.

Ich kenne einen Elektromeister, der zudem keine öffentliche Aufträge mehr annimmt (immer der Billigste, katastrophale Zahlungsziele) und nun aufgrund drohender Fahrverbote seinen Personalstand verringert. Er lebt auch mit der Hälfte des Personals ordentlich.

@ Dr. Manfred Körte

"Würde ich 20% über Tarif zahlen, würden die auch nicht vom Himmel fallen."

Das ist eine reine Schutzbehauptung! Versuchen Sie es doch einfach mal... 20% über Tariflohn! Warten Sie 6 Monate ab & wenn sich dann wirkl. nicht ein einziger auf die Stelle beworben haben sollte, & selbst wenn der nur gebrochen Deutsch reden kann, dann können Sie gerne in Ihrem Unternehmen von einem "Fachkräftemangel" sprechen. Das mag Ihnen dann niemand mehr nehmen.

Aber generell für die gesamte Wirtschaft gesehen gibt es diesen Fachkräftemangel nur insofern, als dass er gänzlich hausgemacht & selbstverschuldet ist. Also, worüber jammert die Wirtschaft ständig? Den Ruf nach "Fachkräften" gab es schon Ende der 90er. Und was ist seitdem passiert? Statt dass der "Wert" einer Fachkraft entsprechend der Nachfrage deutlich gestiegen wäre, stagnierte er lange Zeit nahezu. Und damit meine ich nicht den Reallohn. Der ist gesunken, auch weil die gleiche Wirtschaft fleißig an der Inflationsspirale geschraubt hat!

@RoyalTramp

"Den Ruf nach "Fachkräften" gab es schon Ende der 90er. Und was ist seitdem passiert?"

Dies kann ich nur bestätigen.

Wer sich heute als frischer Akademiker auf dem Arbeitsmarkt umsieht der wird feststellen das er/sie ohne 5 Jahre Berufserfahrung kaum eine Chance hat.

Wer solche Voraussetzungen festlegt und dann von Fachkräftemangel spricht, sollte sich mal in die Lage der frischen Akademiker versetzen.

Es gibt keinen Fachkräftemangel!

Sie sind den Unternehmen nur zu teuer.

Einwanderung billiger ausländischer Arbeitnehmer senkt die Löhne und erhöht den Gewinn der Unternehmen.

Profitmaximierung

Es herrscht ein Mangel an Fachkräften,

die bereit sind für den Mindestlohn zu arbeiten.
Ältere Fachkräfte über 50 sind dazu nicht bereit und haben deshalb keine Chance auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
Leistung lohnt sich nicht mehr wirklich in Deutschland.

um 14:03 von Sheldon Cooper

>>Wenn Sie, wie einige andere hier, Unterstellen, dass es nur an den Löhnen liegt, dann würde das bedeuten, dass viele arbeitslose Fachkräfte nicht arbeiten wollen, weil der Lohn zu niedrig ist. Das halte ich für sehr gewagt. <<

//

Von nicht Wollen kann keinerlei Rede sein, nicht umsonst arbeiten mittlerweile zu Viele im Niedriglohn-Sektor, doch wenn Arbeitgeber noch dubiosere Arbeitsangebote machen können, dann stimmt doch was nicht...
Von Schwarzarbeit, mal ganz abgesehen...

@ Klärungsbedarf

So so, die Abwerbung von Fachkräften aus anderen Unternehmen finden Sie verwerflich, aber dass wir Ländern, die wirtschaftlich schwächer sind, die Fachkräfte wegnehmen wollen finden Sie in Ordnung?

re rr2015

"selbst in gesuchten Berufen muss man jung,

dynamisch sein und geringe Lohnforderung haben.
habe ich selbst erlebt als ich nach langer schwerer Krankheit mit 60 neu anfangen wollte. "Sie sind zu leider alt" außerhalb des Protokolls. Bis zu 50% weniger als beim letzten Job sollte es geben."

Jetzt versetzen Sie sich mal in die Lage des Arbeitgebers.
Sie sind krankheitshalber länger aus dem Beruf raus, werden nur wenige Jahre dem Betrieb zur Verfügung stehen und ob Sie wieder so belastbar sind wie vorher steht in den Sternen. Aber halbwegs wie früher sollte die Bezahlung trotzdem sein?

Schnell noch

meinen Senf dazugeben, bevor die Diskussion zu meinem Arbeitsschluss schon wieder beendet ist.
Fachkräftemangel meint nicht Akademikermangel, sondern Mangel an Tätigen in Lehrberufen. Es haben zu viele studiert (ich ja auch). Berater, die vorschreiben, wie sich die Schraube in das Holz dreht, gibt es genug, aber zu wenige, die die Schraube auch reindrehen. Dies ist auch Schuld der Industrie, die Jahrzehnte nicht mehr ausgebildet hat, weil man sich die Leistungen wie z.B. Industrieelektriker ja billig extern einkaufen kann. Handwerker haben u.a. weniger ausgebildet, da die Schulbildung auch für Ausbildungsberufe nicht ausreicht. Unser Schulsystem, toll.
Und als Heilmittel nun andere Länder „anzapfen“ und die Fachkräfte, die dann dort fehlen, abwerben, klingt schon perfide. So gesehen ist das Problem hausgemacht und die „Lösung“ zeigt, dass man nichts gelernt hat.
Bessere Schulbildung und bessere Bezahlung (und besseres Image) für die Lehrberufe.
So, genug Senf.

>> Am 29. November 2018 um

>>
Am 29. November 2018 um 17:25 von RoyalTramp
@ Dr. Manfred Körte

"Würde ich 20% über Tarif zahlen, würden die auch nicht vom Himmel fallen."

Das ist eine reine Schutzbehauptung! Versuchen Sie es doch einfach mal... 20% über Tariflohn! Warten Sie 6 Monate ab & wenn sich dann wirkl. nicht ein einziger auf die Stelle beworben haben sollte, & selbst wenn der nur gebrochen Deutsch reden kann, dann können Sie gerne in Ihrem Unternehmen von einem "Fachkräftemangel" sprechen. Das mag Ihnen dann niemand mehr nehmen.<<

//

Genau das ist der springende Punkt.
Beim Einstellungsgespräch wird zudem auf unbezahlte Vorstunden und Überstunden (als Pflicht )hingewiesen.
Vernünftige Bezahlung und Betriebsklima sollte Voraussetzung sein und auch die Vergütung, so z. B. Die Fahrt mit dem p.-PKW. von der Firma zum Arbeitsplatz ( Baustelle), da haben viele Firmen noch immer eine andere Meinung...

@ Stauffenberg, Uhr 13:00

Sie haben absolut Recht.

Dazu passt dann auch ein Artikel von Zeit-online, vom 01.07.2018. Minister Spahn will, so ist zu lesen, Arbeitskräfte aus Albanien und dem Kosovo anwerben, hier als Pflegekräfte zu arbeiten.

Ich habe allerdings so meine Zweifel, ob das hinsichtlich der Ausbildung mit dem vergleichbar ist, was man sich hier gemeinhin unter einer ausgebildeten Pflegefachkraft vorstellt.

Technologisch wird

Deutschland immer weiter abgehängt. Ein Industriezweig nach den anderen stellt die Produktion ein, weil andere besser sind. In D lutscht man zunehmend nur die Technik von gestern aus. Da hilft (vorübergehend) nur billiger werden, dazu braucht man billige Arbeitskräfte, also Einwanderung für ein Überangebot.

Früher bei den Firmen vorgestellt und wurde gleich eingestellt..

Heute mit 63 keine Möglichkeit mehr.
Habe alles Probiert Bewerbungen werden gleich in den Schredder geschmissen, wie auch, Betriebe werden mit Bewerbungen überhäuft,
Lasse daher heute mich suchen.
Firmen müssen endlich umdenken und nicht nur fordern...
Dem Unternehmen nach gibt es immer Fachkräftemangel...

Es gibt keinen Mangel ...

... die Arbeitgeber sind einfach zu faul und zu geizig. Fachkräfte, ja bitte, aber bitte top ausgebildet zum niedrigst-Tarif. Meine Frau arbeitet in der Gesundheitsheitbranche, hat dutzende Weiterbildungen im 5stelligen Gesamtwert (SELBST BEZAHLT, OHNE ARBEITGEBERZUSCHUSS), zuletzt war sie fachlicher Leiter in einer Praxis ... für 12 EUR Brutto die Stunde. Bei mir in der Logistikbranche suchen wir seit JAHREN Mitarbeiter, zuletzt waren sogar polnische Zeitarbeitskräfte da (die haben bei uns selbst gekündigt!). Aber keiner will anfangen ... wer will es einem verübeln, bei Arbeiten im Hochregallager mit Absturzgefahr und Tiefkühl-Bereich ... bei 11 EUR Brutto die Stunde.

Fakt ist auch, heutzutage läuft ohne Vitamin B absolut GAR NICHTS. 99,9% aller Ausschreibungen sind Fake-Ausschreibungen, die eben veröffentlicht werden müssen wegen irgendwelcher Vorgaben. Die Jobs sind aber schon weg, bevor die Anzeige gedruckt ist.

Ich muss heute noch lachen

über eine Reportage zu dem Thema. Da standen dann zwei Betreiber eines Partyservices und haben sich lautstark über den Fachkräftemangel in diesem Bereich beschwert. Die Politik MUSS sofort was ändern !!!
Ich habe mir da gedacht, sowas funktioniert in Deutschland millionenfach und ich verstehe nicht wie man seine eigene Unfähigkeit so lautstark und mit solchen Forderungen in die Welt schreien kann. Wenn man Leute gut behandelt und bezahlt findet man welche und die bleiben auch. Gelacht habe ich über die zwei Möchtegernepartyservicebetreiber und deren Forderungen nach möglichst kostenlosen Sklaven.

18:13 von karwandler

ich war wieder voll einsatzfähig! So groß kann die Not der Firmen also nicht sein.
Viele Ältere die ich kenne rutschten dann in Harz IV oder nahmen einen Billigjob an. Zum Glück blieb mir das erspart.

Fachkräfte Mangel oder Lohndumping

Das ganze kann zu einem Bumerang werden.
Idealerweise werden die Fachkräfte hier ausgebildet und qualifiziert, damit der hohe Standard beibehalten werden kann. Aber was z.B. meiner Frau passiert ist, schreit zum Himmel, sie konnte keine Ausbildung zum Altenpfleger machen, weil sie nicht die optimalen Voraussetzungen hätte, aber dann zur gleichen Zeit wurden AK eingesetzt ohne jegliche Papiere, meine Frau hat geweint ob solcher Praktiken..

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