Ihre Meinung zu: Bundestag für Grundgesetzänderung

29. November 2018 - 13:17 Uhr

Änderungen am Grundgesetz sind äußerst selten. Doch heute stimmte der Bundestag für die Änderung von gleich vier Artikeln. So soll es dem Bund unter anderem ermöglicht werden, mehr Geld in Schulen zu stecken.

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Kommentare

Frontalangriff auf die föderalen Strukturen unseren Staates

Die "Dagegen Partei" ist wieder einmal dagegen.

Wir sollten froh sein, wenn in vielen Bereichen, besonders in der Bildung, endlich bundeseinheitlich gedacht wird und nicht mehr jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht.

Aber so wie die Partei gegen ein gemeinsames Europa ist, so ist sie auch gegen ein gemeinsames Handeln in Deutschland.

Ich frage mich, was sich Herr Frömming vorstellt? Möchte er z.B. die Bildung vielleicht lieber auf kommunaler Ebene organsisieren?

Investitionen

Investitionen in Schulen sind nie verkehrt, das rechnet sich in Zukunft, wenn es mehr gebildete Menschen gibt.

Warum wird ...

... das Schulwesen nicht privatisiert?

Und der Staat hat nur eine Kontroll- & Zertifizierungsfunktion über die Qualität des privaten Schulwesens.

Es wurde ja sonst auch alles nach Möglichkeit versucht zu privatisieren.

Die Eltern können sich den besten Bildungsanbieter heraussuchen und sind nicht mehr auf die mittelmäßigen, verrotetten Staatsschulen angewiesen und der Staat kann sich Geld sparen.

Bringt das was?

Was nützt eine zeitgemäße IT-Ausstattung an unseren Schulen, wenn zeitgleich noch keine, nicht mal ansatzweise vergleichende Bildungsintensität möglich ist. Wie kann uhd ist es möglich, dass gravierende Differenzen in Umfang, Stand und Grad der schulischen Bildung zwischen den einzelnen Bundesländern gegeben sind. Wie kann es sein, dass in einigen Bundesländern nach einem schlechten Prüfungsergebnis, die Noten generell um eine Stufe angehoben werden, mit der Begründung, der Notendurchschnitt wäre sonst zu schlecht? Zusätzlich bleibt die Frage, was bzw. wie eine "neue" IT-Ausstattung genutzt werden soll, wenn insb. im ländlichen Bereich die infrastrukturellen Voraussetzungen dafür fehlen.

12:47 von ataristianer

>>Die Eltern können sich den besten Bildungsanbieter heraussuchen und...<<

…. und nur wer viel Geld hat kann sich Bildung leisten?
Diese "Verantwortung" darf dem Staat nicht genommen werden.

Länder sind überfordert.

Es ist doch nicht neu, dass die Länder mit der gesamten Schulsituation seit Jahrzehnten heillos überfordert sind. Da brauche ich mir doch nur NRW anzusehen.
Was nutzt es da, auf föderativen Strukturen herumzureiten, während die Bildung der jungen Leute immer weiter den Bach runtergeht?
Hoffentlich steckt man das Geld nicht nur in Notebooks und schnelles Internet, sondern auch in die Ausbildung derer, die das Ganze nachher den Schülern beibringen sollen.

Endlich ein Frontalangriff auf das Föderale Bildungssystem.

Wirklich erfreulich, dass endlich der Föderalismus wenigstens in Teilbereichen der Bildung abgeschafft wird. Das wäre ein riesiger Gewinn für den Standort Deutschland und für die Schüler, wenn irgendwann alle exakten Fächer bundesweit auf ein Niveau gezogen würden. Vielleicht steht sogar in Aussicht, dass die Schüler, auch Bundesweit ohne unterschiede studieren können. Ein weiteres Ziel wäre dann die internationale Vergleichbarkeit in Pisa. Damit wir und einheitlich messen können.
Mal zum Vergleich: Für Fußball würde sich auch keiner interessieren, wenn es keine einheitlichen regeln gäbe.
- Bayern hätte nur Fünf Spieler je Mannschaft, fast alles Strafraum.
- NRW 30 Spieler und je Tor zwei Torwarte. Abseits gäbe es nicht.
- Rheinland-Pfalz ein rundes Fußballfeld und drei Tore.
Stellt euch das mal vor, keinen würde Fussball interessieren.
Ich hoffe, Bildung wird bald Bundessache. Zumindest bei den Prüfungen soll ein Bundesabitur möglichst Europaweit anerkannt sein.
Das wär ein Gewinn.

@ ataristianer, um12:47

Aber Sie werden auch beobachtet haben, dass Privatisierung keineswegs das Allheilmittel für nicht funktionierende staatliche Einrichtungen ist. Ich denke nur an die Bahn.
Zudem: Eine flächendeckend vergleichbare Ausbildung wäre ohne “ordnende Hand“ des Staates überhaupt nicht mehr gewährleistet.

Endlich!

Ich hoffe sehr, dass auch der Bundesrat zustimmt und die Kleinstaaterei in diesem Bereich endlich beendet!

12:47, ataristianer

>>Warum wird ...
... das Schulwesen nicht privatisiert?

Und der Staat hat nur eine Kontroll- & Zertifizierungsfunktion über die Qualität des privaten Schulwesens.

Es wurde ja sonst auch alles nach Möglichkeit versucht zu privatisieren.

Die Eltern können sich den besten Bildungsanbieter heraussuchen und sind nicht mehr auf die mittelmäßigen, verrotetten Staatsschulen angewiesen und der Staat kann sich Geld sparen.<<

Sie plädieren also für das US-Modell. Wer Geld hat, ist bei diesem glasklar im Vorteil. Und wer keins hat, wird in prekären Parallelgesellschaften auf Generationen festzementiert. Ich empfehle einen Blick auf die "Public Schools" der USA. Restschulen für Minderheiten und Arme.

Wollen Sie das wirklich?

@ataristianer

>> Warum wird das Schulwesen nicht privatisiert? [...] Die Eltern können sich den besten Bildungsanbieter heraussuchen und sind nicht mehr auf die mittelmäßigen, verrotetten Staatsschulen angewiesen [...]

Es gibt ja längst private Schulen, auf die besserverdienende ihre Kinder schicken. Aber weniger gut situierte Eltern haben keine Wahl. Damit deren Kinder nicht bildungsmäßig abgehängt werden, muss der Staat in öffentliche Schulen investieren. Das dient also der Verhinderung einer sozialen Spaltung.

g.sonntag

An ateristianer Was für eine seltsame Vorstellung. Reine Privatschulen für die Eliten????? Der Rest wird zersplittert in eine Vielzahl von Schulen aller Couleur??? Ich bin froh über diese Entscheidung einer teilweisen Änderung des Schulförderalismus.

12:47 von ataristianer

Das geht m.E. nach hinten los.

Die Privatwirtschaft will Geld verdienen, eine schwarze Null ist nicht ausreichend. Wo kommt das Geld her?

Der Staat spart Geld, sehr schön für alle, die keine Kinder haben. Aber dafür zahlt jeder Schüler. Den besten Bildungsanbieter können sich viele Eltern da nicht leisten.
Und das Bildungsgefälle nimmt zu...

Vor dem Wechsel

@GeMe
Ich gehe auch davon aus, das der Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Partei wechselt und bei der „Dagegen Partei „ anfängt!! Oder nicht? Er ist doch auch dagegen!!

Ich stehe der GG Anderung eher positiv gegenüber, genau wie Sie, habe aber zumindest die Argumente von Kretschmann gelesen und kann zumindest nachvollziehen, wo er die Befürchtungen hat. Und er steht damit nicht alleine. Wie wäre es mal mit einer Auseinandersetzung in der Sache und nicht das ewige Lager Bashing? Die Väter des Grundgesetzes haben nicht umsonst diese –oftmals schwerfällige – föderale Struktur erdacht. Vielleicht tritt das ja tatsächlich schleichend ein, was Kretschmer befürchtet.

re ataristianer: Private Bildung?!

„Warum wird ...
... das Schulwesen nicht privatisiert?“

Weil Bildung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Es wird nie den EINEN Maßstab für Bildung geben und genau deshalb muss Bildung immer im gesellschaftlichen Kontext und in der gesellschaftlichen Perspektive gestaltet werden.
Ein „freier Markt“ ist nur sinnvoll, wenn eine von der Gesellschaft als notwendig erachtete Grundversorgung gewährleistet ist, da ansonsten alle einkommensschwachen (neben zahlreichen anderen) Gruppen von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen würden.

Also bitte: Lasst uns über „Bildung“ reden und diskutieren, aber nicht über die Abschaffung derselben durch Privatisierung.

„Und der Staat hat nur eine Kontroll- & Zertifizierungsfunktion über die Qualität des privaten Schulwesens.“
Ein Widerspruch in sich! Wenn er die Kompetenz zur Zertifizierung und Kontrolle hat, dann hat er auch die Kompetenz zur Gestaltung.

Wurde ja auch Zeit ...

dass hier im Sinne der Kinder und der von allen stets im Munde geführten Verbesserung der Bildungs- und der Schulsituation gehandelt wird.

Von allen? Dieser Herr der Rechtsaußenpartei musste wohl unbedingt wieder die Inkompetenz, die Planlosigkeit m.a.W. die Politikunfähigkeit dieses Vereins außerhalb des demokratischen Sektors dokumentieren für die Parlamentsstenographen ...

Rente, Kinderarmut, zerbröselnde Infrastruktur, Wohnungsbau, Klimaschutz, Integration, gesellschaftlicher Zusammenhalt? Leerstellen, ein Hauch von gar nichts.

Wer sowas als "jetzt aber mal richtige Opposition" betrachtet, muss schon sehr merkwürdige Vorstellungen von Politikarbeit haben.

Warum nicht privatisieren?

Dann können wir die Schulpflicht für Normalverdiener auch gleich abschaffen, denn die könnten sich noch nichtmal Schule in der jetzigen Form leisten.

Deshalb: investieren ist gut. Mehr davon.

@ataristianer

mit welchen gewinnaussichten möchten sie denn investoren in einen privatisierten schulsektor locken? wer sorgt dann für die einnahmen der privaten schulunternehmen? wenn dabei der staat "sich Geld sparen" können soll, dann bleiben dafür nur noch die eltern der schülerinnen und schüler übrig. wenn sie sich nun noch überlegen, welche folgen ein schulsystem, in dem das vermögen über die qualität der ausbildung entscheidet, für chancengleichheit, teilhabe und gesellschaftliche aufstiegsmöglichkeiten, aber auch für den durchschnittlichen bildungsgrad überhaupt hätte, dann kommen sie sicher selbst darauf, warum das schulsystem eben nicht privatisiert wird.

Und die anderen 3 GG-Änderungen?

... die geplant sind??
An GG- Änderungen sollte IMMER auch das Volk beteiligt sein - und auch darüber informiert werden!
Irgendwie habe ich aber im Bericht nichts darüber erfahren.
Jetzt hoffe ich, daß diese Gelder nicht (wieder) von privaten "Investoren" abgegriffen werden!!!

Digitalisierung

Ich finde es schade, dass hier immer wieder mit dem Begriff der Digitalisierung alles erschlagen werden soll. Es wird unseren Kindern nicht helfen immer mehr Technik im Unterricht zu haben. Studien haben bereits gezeigt, dass dies eher zu Konzentrationsschwächen führt. Das was sie brauchen, sind mehr Unterricht wie die Technik funktioniert. Wie programmiert man etc.

Das Schulwesen in Deutschland krankt an vielen Ecken

Da ist die Ausstattung der Schulen noch das kleinste Übel. Ein Riesenproblem ist es das Anforderungen der Wirtschaft (Abschaffung Schreibschrift - Einführung Programmierunterricht) bald sogar Grundschülern zugemutet werden soll. Ein Riesenproblem ist es auch dass Deutschland, neben den Niederlanden, das einziges Land in der Welt ist das Schüler im Alter von 10 Jahren nach „Begabung“ in Schulzweige selektiert. In keinem Land der Welt (nicht mal Japan!) sind die Schüler (getriezt durch Eltern und unter dem Leistungsdruck der Schulen) so auf Konkurrenz getrimmt wie in Deutschland! Deutschland ist das einzige EU Land welches Inklusion ablehnt und die entsprechenden Bestimmungen nicht ratifiziert hat. Wie zufällig ist Deutschland auch das einzige Land mit einem massiven Sonderpädagogikzweig und einer ausgedehnten Psycho-Sozialen Industrie.

Bei der Verstaatlichung

ehemals kommunaler Bereiche geht es doch nur um:
A) gleichgeschaltete Bürger zu prodizieren, a la DDR "Idealmensch".
B) Kosten zu sparen, und die Kommunen stärker an den Einheitsstaat zu binden
C) Die Vielfalt in der Bildung durch Einfalt per Deutungshoheit zu ersetzen. Da werden die "Ansprechpartner" für die Bildungsindustrie überschaubarer.

Wir müssen uns nur die Auswirkungen des DDR Bildungssystems , in dem es genau so war, vor Augen führen: Wissen ja, Erziehung zur Individualität Humaniät nein- da nicht lohnenswert und von einem Staat nicht gewünscht.

...WEIL

Gleiche Bildungschancen für alle!
Das sollte doch das Ziel sein, oder?

Erreicht man dies mit einem privaten, gewinnorientierten Bildungssystem? Ich wage mal zu sagen, nein!
Ganz im Gegenteil!

Viele Schulen sind ohne Frage in einem schlechten Zustand, dazu die angespannte Personalsituation.
Es ist sicher dringend von Nöten hier aktiv zu werden.
Ob eine zusätzliche Finanzierungsebene der Weisheit letzter Schluss ist...

Sicher ist nur eines, eine Privatisierung ist es sicher nicht!

Bildung ist

Bildung ist Länderzuständigkeit.

Nächster Schritt ist, den Bundesrat abzuschaffen oder was?

Geld hat immer schon als Lockmittel gedient, um Entscheidungshilfen zu.bieten für Entscheidungen, die bei genauerer Betrachtung so nicht zustande käme.

Es geht um die Aufgabe und Abgabe von Zuständigkeiten.

Der Bund kann den Ländern über Steuern Geld zu fließen lassen FÜR
Bildung.

Hier gehts mal wieder ans Eingemachte.

An den hindernisfreien Zugriff auf Bildung und deren Beeinfussung von Wirtschaftsinteressen.

"So soll es dem Bund unter

"So soll es dem Bund unter anderem möglich werden, mehr Geld in Schulen zu stecken." Ach, und das durfte der Bund vorher nicht oder wie darf ich das verstehen.

10011010

Ich höre und lese überall nur noch "Digitalisierung". Digitalisierung hier - Digitalisierung da - Digitalisierung dort.
Was soll das heißen? Z.B. im Zusammenhang mit Schule? Es gibt nur noch "Einsen", und wer die nicht schafft, ist eine "Null"?

@Kölner1 - 15:25

"Ach, und das durfte der Bund vorher nicht oder wie darf ich das verstehen."
Genau so ist es. Ganz einfach. Bildung ist Ländersache. Da hat(te) der Bund sich 'rauszuhalten. Auch mit Geldgeschenken.

Zu meinem Privatisierungsvorschlag:

Kinder muß man, gerade heutzutage (siehe Verhütungsmittel) nicht bekommen!
Kinder sind ein Privatvergnügen, wie andere Hobbies, für welches IMHO nicht der Staat aufzukommen hat.

Und als Beispiel, nur weil die Lebensmittelversorgung privatisiert ist, bedeutet dies ja auch nicht, das sich nur reiche Leute Lebensmittel leisten können.
Warum soll das im Schulwesen, wenn es ´mal komplett privatisiert wäre, anders sein.
Ich hätte auch gerne, dass sich der Staat um die Lebensmittel kümmert und ich diese von diesem kostenlos bekäme (was eigentlich eher die Aufgabe des Staates wäre, nämlich sich um die Existenzgrundlage des Menschen zu kümmern.)
Genauso sehe ich es für das Gesundheitswesen. Dieses müßte auch kostenlos vom Staat angeboten werden.

ZITAT" Am 29. November 2018

ZITAT"
Am 29. November 2018 um 12:47 von ataristianer
Warum wird ...

... das Schulwesen nicht privatisiert?

Und der Staat hat nur eine Kontroll- & Zertifizierungsfunktion über die Qualität des privaten Schulwesens.
"Zitat Ende
Wo leben der Herr ataristianer
Sie können und konnten jederzeit und auch Ihr Kind auf eine Privat schule gehen. Kostet aber eine Kleinigkeit, oder schicken Sie Ihr Kind doch gleich auf ein Internat. War immer schon so, wird immer so für die mit Geld priviliegierte Klasse bleiben.
Aber hoffentlich gleichen sich die Verhältnisse der Lehrer und des Lehrstoffes in den Bundesländern an, damit dieses Konkurrenz Verhalten aufhört, und Löhne und Inhalt in den Ländern sich angleichen.

überfällig

Ich würde mir sogar wünschen, dass der Förderalismus im Bildungssystem ganz abgeschafft wird.
mir fällt nichts ein, was heute noch dafür spricht, außer man will, dass nicht alle die gleichen Vorraussetzungen haben.

Kompetenzgerangel

Ich frage mich doch was das ganze Kompetenzgerangel soll. Bildung sollte zumindest soweit bundesweit zentralisiert werden, daß der Bund die Rahmenpläne klar vorgibt innerhalb derer sich dann die Länder maximal bewegen können.
Einheitliche Zwischen- und Abschlußprüfungen bundesweit sollten dann kein Problem mehr sein.
Es kann doch nicht angehen, daß über gleiche Bildungschancen diskutiert wird und die Länder durch ihre kleinstaatliche Denke immer noch mit unterschiedlichen Lehrplänen arbeiten.
Die zu frühe Verwendung von technischen Hilfsmitteln in der Schulen halte ich allerdings für gefährlich. Zu selbständigem Denken, Sachverstand, Genauigkeit, Sorgfalt, um nur ein paar wichtige Eigenschaften zu nennen, tragen die nämlich so gar nicht bei. Und daran klemmt's heutzutage bei den meisten Schulabgängern.

ataristianer 16.19 Bildung privatisieren?

private Schulen gibt es ja heute schon, wo die wohlhabenden Schichten ihren Nachwuchs hinbringen, wenn der Wind auf den staatlichen Schulen zu rau wird (u.a. die ehemalige Ministerin Schwesig)

Bildung sollte aber für Alle möglich und erschwinglich sein, unabhängig vom Geldbeutel. Deshalb ist sie eine staatliche Aufgabe, das sichert Deutschlands Zukunft. Auch wenn die Zustände teilweise katastrophal sind, mehr finanzielle Mittel sind ein Anfang. Im Übrigen sind Kinder kein"privates Vergnügen", sondern unsere Zukunft und erarbeiten sogar mal Ihre Rente

Macht den Stoff einheitlich.

Macht den Stoff einheitlich. Und deutlich schwerer. Hier purzeln zu viele Einserabiturienten aus den Schulen. Das ist völlig unglaubwürdig. Das senkt die Studienquoten, gibt mehr Facharbeiter und alle sind zufrieden. Wenn ich daran denke,was wir bei Studienbeginn nicht mal ansatzweise wussten. Prof sagte, das sei Grundlage.

Ich wünsche mir für meine

Enkelkinder schon lange ein einheitliches Bildungssystem auf dem Niveau von Bayern, Sachsen und ehemals Baden-Württemberg, bevor die Grünen dieses Land vom 2. aus den vorletzten Platz herunterverbessert haben.

Was auf keinen Fall passieren darf ist es,
ein Schul- und Leistungssystem auf dem Level von Berlin oder Bremen aufzubauen.

Dann heißt es: "Gut Nacht Deutschland".

Verstehe ich nicht!

Kann mir mal bitte jemand erklären was Bildung mit Digitalisierung zu tun hat?
Ich kann ja nachvollziehen, dass man den verantwortungsvollen Umgang mit Computern lehrt, aber mir scheint das für Digitalisierung vorgesehene Geld besser angelegt, wenn man damit marode Schulen auf Vordermann bringt oder (analoge) Lehrmittel anschafft.

Geld für Schulungen

Man kann nur hoffen, dass den sogenannten ‚Digital Natives ‚, die zwischen 14&24 , endlich mal die Grundlagen der IT beigebracht bekommen. Wer in diesem Alter nicht weiß, was Algorithmen sind, dem ist kaum noch zu helfen! Da ist viel versäumt worden, obwohl immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass eine Grundkompetenz vonnöten ist und es auch kompetente Menschen gab zu deren Schulzeit, die das hätten weitergeben können. So ist es kein Wunder, dass derart sorglos mit Alexa( Algorithmus plus KI/noch schlimmer), Google, Amazone und co. umgegangen wird.

Einheitliches Bildungssystem

Ein einheitliches Bildungssystem ist höchst überfällig. Es kann nicht sein und darf nicht länger hingenommen werden, dass gemessene Intelligenz (sprich Benotung) vom Wohnort abhängt, genauso wenig wie von der sozialen Herkunft.
Nur unter diesem Aspekt kann einem erneuten "manipulieren" am GG zugestimmt werden. Schließlich wurde dieses schon häufiger geändert als die Verfassung der Vereinigten Staaten.

16 Bildungssysteme in einem Land

Sind Irrsinn.
Bildung gehört auf Bundesebene, einheitlich.
Das ist lange überfällig

Zwei Paar Stiefel?

Wenn der Bund Gelder für die digitale Infrastruktur zur Verfügung stellt, ist das noch keine Einmischung in die Bildung, denn über die Inhalte entscheiden die Länder ja trotzdem selbst, oder? Einen schnellen Internetanschluss in jedem Klassenzimmer zu legen, das bedeutet vor allem viele Tiefbauarbeiten, die zunächst mit Bildung nichts zu tun haben. Ob und wie die jeweilige Lehrkraft das Internet in ihrem Unterricht dann nutzt, ist ihre Entscheidung. Auch, ob schon ganze junge Kinder mit Tabletts statt mit Heften in die Schule kommen sollten, sollten die Lehrer vor Ort mit den Eltern entscheiden dürfen, nicht der Bund. Dafür braucht man also keine Gundgesetzänderung. Lieber die Hände weg davon!

@12:47 von ataristianer

"Und der Staat hat nur eine Kontroll- & Zertifizierungsfunktion über die Qualität des privaten Schulwesens."

Meinen Sie mit Schulgeld - je nach Ausstattung und Angebot in unterschiedlicher Höhe?
Das würde ich für fatal halten, denn es gibt auch in armen Familien hochbegabte Kinder.

re volker reklov

"Nur unter diesem Aspekt kann einem erneuten "manipulieren" am GG zugestimmt werden. Schließlich wurde dieses schon häufiger geändert als die Verfassung der Vereinigten Staaten."

Deshalb stehen dort auch noch Artikel drin, die für das 18./19. Jh. sinnvoll waren.

Die Anpassung von Verfassungen hat gar nichts mit manipulieren zu tun.

@13:07 von Leser_Home

"Zusätzlich bleibt die Frage, was bzw. wie eine "neue" IT-Ausstattung genutzt werden soll, wenn insb. im ländlichen Bereich die infrastrukturellen Voraussetzungen dafür fehlen."

Und vor allem kompetente Lehrer.

@13:51 von teachers voice

Ich hatte sofort nachdem ich den Vorschlag von 'arastianer'
gelesen hatte, reagiert.

Aber schöner als Sie es hier formulieren, mit

"Also bitte: Lasst uns über „Bildung“ reden und diskutieren, aber nicht über die Abschaffung derselben durch Privatisierung."

geht es eigentlich nicht mehr.

@13:20 von fathaland slim

"Wer Geld hat, ist bei diesem glasklar im Vorteil. Und wer keins hat, wird in prekären Parallelgesellschaften auf Generationen festzementiert."

Ich bin ja ganz Ihrer Meinung, aber haben wir das nicht zumindest teilweise schon so?

@16:37 von deutlich

"private Schulen gibt es ja heute schon, wo die wohlhabenden Schichten ihren Nachwuchs hinbringen, wenn der Wind auf den staatlichen Schulen zu rau wird"

Es gibt noch andere Gründe, Kinder auf private Schulen zu schicken. Wer auf dem Gymnasium, dass ich besucht hatte, zu schlechte Noten hatte, wechselte auf eine Internat (wenn ich mich recht erinnere) auf Langeoog. Das waren natürlich nur die Kinder reicher Eltern. Die anderen mit entsprechenden Noten blieben halt sitzen.

Die Niveauunterschiede in der

Die Niveauunterschiede in der Schulbildung zwischen den Bundesländern sollten endlich einmal angepackt werden. Es kann nicht sein, dass Lehrpläne in hohem Maße abweichen, keine Lehrmaterialien zur Verfügung stehen nur weil das eine oder andere Bundesland keine Gelder zur Verfügung hat. Eigentlich wäre das schon lange Sache des Bundes gewesen, Gelder für die Schulbildung zur Verfügung zu stellen. Das ist eine Investition in die Zukunft und daran muss allen gelegen sein. Auch eine Überarbeitung der Lehrpläne wäre sinnvoll und die sollten sich eher an die Bundesländer orientieren, die die Nase vorn haben.

Vielleicht sollte der Landesvater von...

Schleswig-Holstein erst einmal seine Glücksspielkonzessionen, ausgegeben an die diverse “Online Casinos”, zurückziehen und somit zu dem, in meinen Augen, völlig korrekten Schulterschluss des Bundes und der übrigen Bundesländer, zurückkehren. Denn während entsprechende Klagen laufen, da die Betreiber grundsätzlich auch nur in Schleswig-Holstein tätig werden dürften, agieren sie bekanntlich deutschlandweit und kassieren bis zu einem rechtskräftigen Urteil, munter weiter!

Details?

Was waren denn die genauen Änderungen am Grundgesetz? Und was die Änderungen in letzter Minute?

@Tagesschau: Was ich mir gewünscht hätte: Artikel 104c regelt XXX. geändert wurde Satz Y. Er lautete Z und lautet jetzt N. In letzter Minute wurde noch ergänzt: M.

Das Grundgesetz ist zu wichtig für Allgemeinplätze.

Digitalisierung der Schulen __ für unsere unsichere Zukunft !

Ob das so positiv für die Stellenbesetzung an Unternehmen ist __ Stichwort: QUALIFIZIERTE Fachkräfte_ dass die Erwachsenen unserer aller Zukunft das Lesen & Schreiben mit dem Einzug der Volldigitalisierung an den Schulen verlernen __ zusätzl. zur in Mode gekommenen Dialekt- & Jugendsprachförderung?
:
Gespart wird bereits in den letzten Jahren besonders an Sonderschulen. Das heißt, deren Schließung deutschlandweit. Die Inklusion musste ja vordergründig vorangebracht werden. Die Schulen & vor allem die Schüler, nicht die Politiker, müssen nun mit dem Beschluss leben.
Apropos, wie stellen sich unsere Kultusminister das denn vor, wie ein geistig behindertes Kind oder ein Kind mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) denn mit der Digitalisierung umgehen soll ?

@Anna-Elisabeth um 19:17

""Und der Staat hat nur eine Kontroll- & Zertifizierungsfunktion über die Qualität des privaten Schulwesens."

Meinen Sie mit Schulgeld - je nach Ausstattung und Angebot in unterschiedlicher Höhe?
Das würde ich für fatal halten, denn es gibt auch in armen Familien hochbegabte Kinder."

Ich meine der Staat hat die Schulen überhaupt nicht zu finanzieren.
Der Staat hat nur die Schulen zu überwachen, dass dort nicht allzuviel, am besten natürlich überhaupt kein, Unsinn gelehrt wird.

Schule ist, wie die Erziehung überhaupt, das Problem der Erziehungsberechtigten und der Staat ist, soweit mir bekannt, kein Erziehungsberechtigter, also gehört das IMHO nicht in sein Aufgabengebiet.
Warum ist eine Krankheits- und eine Lebensmittelversorgung, also alles was man direkt zum Überleben braucht, nicht generell kostenlos vom Staat zu erhalten?
Selbst eine kostenlose ÖPNV- & eine Wohnraum-Versorgung ist nicht möglich.
Aber eine kostenlose Schulausbildung, das ist möglich.

Grundgesetzänderung

Eine selten fehlerhafte Berichterstattung. Angefangen damit, dass es das sog. Kooperationsverbot gar nicht gibt - nur als Kampfbegriff der Zentralisten, bis zur zweifelhaften Aussage, Grundgesetzänderungen seien äußerst selten. Es ist nicht mal zwei Jahre her, da wurden insgesamt 13 Änderungen auf einen Schlag vorgenommen. Das wichtigste aber: niemand braucht eine Grundgesetzänderung, damit die Wanka-Milliarden an die Länder fließen. Dafür haben die Väter des Grundgesetzes den Artikel 106 geschaffen. Dieser besagt, dass Bund und Länder die Gemeinschaftssteuern, die beiden zustehen, so unter einander verteilen, dass die jeweiligen Aufgaben auskömmlich finanziert werden können. Die Mitttel zur Förderung der Digatilisierung hätten auf dieser Grundlage schon längst den Ländern zugewiesen werden können. Der einzige Grund für die jetzt angestrebte GG-Änderung ist das Bestreben des Bundes seine Kompetenzbereiche maßlos auszuweiten und die Länder zu bloßen Verwaltungsorganen zu degradieren.

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