Ihre Meinung zu: Brasilien will Klimagipfel 2019 nicht ausrichten

29. November 2018 - 9:30 Uhr

Kommende Woche findet in Kattowitz die Klimakonferenz statt. 2019 wollte Brasilien das Treffen ausrichten. Doch daraus wird nun nichts. Der neue Präsident Bolsonaro ließ offenbar seinen Einfluss spielen.

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Kommentare

Problemland

Leider gehört Brasilien zu den „Problemländern“, die mit einem übermäßigen Naturverbrauch maßgeblich zur Beschleunigung des Klimawandels beitragen. Die Rodung der Urwälder hat weltweite Auswirkungen. Es wäre sinnvoll, Brasilien dabei zu unterstützen, wirtschaftliche Alternativen zu entwickeln. Wir können hier die Kohlekraftwerke abschalten und alle mit dem Fahrrad fahren in Europa und es würde nichts nützen, wenn der Raubbau so weitergeht.

Ein Land, wie Brasilien, welches von den Rohstoffen

der Natur abhängig ist, sollte doch endlich einmal dies Überdenken. Die Landwirtschaft, der Holzabbau etc. ist wie im Fall der Ölländer auch ein Punkt, der dort angelangt ist, wo es mit der "Endlichkeit" aufhört. Das verstehe wer Wolle und auch die Politiker in dem Land anscheinend aber nicht. Es muss dafür gesorgt werden, dass alle Bevölkerungsschichten einbezogen werden müssen. Es ist konkret gesagt ein soziales Problem. Die arme Landbevölkerung sucht Ackerland. Die Forstwirtschaft bzw. Holzindustrie punktet mit den Hölzern auf dem Weltmarkt. So geht es bis Nichts mehr da ist und was kommt dann ??? Die Nachhaltigkeit wird ignoriert der kurzfristige Gewinn ist die aktuelle Lösung. Hoffentlich werden die Katastrophen zunehmen, dass die handelnden Personen zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Das ohne Wenn und Aber!!

Falls kein anderer Irrer viel

Falls kein anderer Irrer viel geld fpr unnötige gipfel zahlen will, gehen wir nach Deutschland. Wir haben es ja. Dafür reicht eine telefonkonferenz. Würde auch die Umwelt schonen.

von Vollgas, 9:14

„Hoffentlich werden die Katastrophen zunehmen, dass die handelnden Personen zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Das ohne Wenn und Aber!!“

Stimme WB0815 und Ihnen ja weitgehend zu (danke für die Beiträge), und manchmal denke ich auch, dass es erst noch schlimmer kommen muss, bevor es besser wird. Aber ich fürchte, dass es dann kein Zurück mehr gibt.
Man kann nur hoffen (und muss sich aber auch darum bemühen), dass die Menschheit rechtzeitig (!) zur Vernunft kommt. Wobei - ich werde nicht müde, dass immer wieder zu schreiben - das Hauptproblem ganz sicher in der Weltüberbevölkerung liegt.

Zeigt die Schwächen der Demokratie

Mal wieder ein gewählter supergau. Der Mensch ist nicht klug genug für das System der Demokratie. Wir werden untergehen und ein Großteil der Flora und Fauna die wir kennen wird Opfer der menschlichen Ignoranz. Glückwunsch. un

Geld

Es geht nur ums Geld. Und dabei geht es nicht nur um das Geld, das der Verkauf des Holzes beziehungsweise die nur kurze Zeit mögliche Nutzung des durch Rodung gewonnenen Ackerbodens bringt. Der zukünftige Präsident Bolsonaro weiß, dass insbesondere wir Deutschen bereit sein werden, Brasilien mit Milliarden Euros zu unterstützen, wenn sie versprechen den Urwald dafür etwas weniger abzuholzen.

@egleichhmalf

Danke, definitiv! Die Überbevölkerung und die freie Marktwirtschaft

@ um 09:26 von Superschlau

Sie haben vollkommen Recht. Solange diese Konferenz nicht als Videokonferenz abgehalten wird, ist sie total unglaubwürdig. Millionen unnötiger Kilometer im Flieger absolvieren als Voraussetzung für eine Klimakonferenz. Was für ein Widerspruch.

keine Holzproduktion...

Sondern Holzabbau. Die brasilianische Regierung hat nichts für das Entstehen des Holzes getan. Es ist für diesen Staat quasi ein Geschenk der Natur, welches sie mit Füßen treten.

Ansonsten schließe ich mich Egleichhmalf an. Dieser weltweite Kinderboom wird den Planeten in die Knie zwingen... Und natürlich der Kapitalismus.

Klimaerwärmung

Es liegt nicht an der "Weltüberbevölkerung" sondern daran, dass die Weltbevölkerung ineffizient mit Energie umgeht. Berufsverkehr (zu geringe Nutzung des ÖPNV), Warenverkehre (z.B. Erdbeeren aus Ägypten), eine Konsumgüter- und Unterhaltungsindustrie (ständig neue TV-Geräte, PKWs...) die penetrant einen höheren Energieverbrauch stimuliert (Der Autoverkehr stößt heute mehr CO2 aus als vor 10 Jahren!). Die Abholung des Regenwaldes hat eben auch damit zu tun, dass hier eine globale Agrarindustrie z.B. Futtermais für Schweine anbaut, die dann in deutschen Fleischindustrien verfüttern werden.
Wir haben in Deutschland die größten CO2- Emittenten Europas!
Und ja, es würde eine Wende bringen, wenn wir "alle Fahrrad fahren" und die Braunkohlewerke "sofort still gelegt" würden, weil dahinter dann ein starker politischer Wille nach Veränderung stehen würde.
So aber schielt jeder Staat auf den anderen und es geht darum es sich bloß nicht mit der Großindustrie zu verscherzen (s. Dieselskandal).

9.26 von Superschlau

Sie haben mit ihrem Komentar 100% Recht. Danke.

@ 09:28 von Egleichhmalf

sieht man sich die Bilder vom Mars, Venus und andere Planeten an, so kann es auch in 100 bzw. schon in 50 Jahren auf dieser "Erde" aussehen. Dann müssen die intelligenten und technisch begabten "Nationen" auch Sonden in den Weltraum schicken ,um die "Erde" wieder aufzusuchen ??? Die "Erde" durch die Wissenschaft erforschen lassen, was aus dem Planeten "Erde" geworden ist !!

Abbild

Der Zustand unserer Erde ist nichts anderes als ein Abbild dessen, was in den Köpfen der Menschen abgeht.
Von aussen kann da niemand etwas ändern; die Änderung kann nur jeder bei sich selbst durchführen... dann hat jeder schon ALLES NÖTIGE gemacht!

...

@Vollgas
Die Landbevölkerung in Brasilien ist wohlhabend. Die Armen wurden (von Ihrem Land - darf man das so sagen?) vertrieben und leben in den Städten in informeller Beschäftigung.

@WB0815
Ich bin sehr froh, dass das jemand ausspricht!

Der Umstieg von Verbrennerautos auf Elektroautos würde, wenn man die ganze Wertschöpfungskette betrachtet, nur 3% des gesamten deutschen CO2 einsparen. Dies ist aus globaler Sicht vernachlässigbar.

Der Amazonas Regenwald erfüllt enorm wichtige Funktion im weltweiten Klima.
- Er bindet CO2 aus der Atmosphäre dauerhaft im Boden,
- er gibt dem Plankton im Meer über den Amazonas Nährstoffe, welches wiederum CO2 dauerhaft als Sediment bindet und
- er gibt Feuchtigkeit, Wolken und Niederschlag für die Welt (der Regenwald hat die Größe eines Kontinents!), wodurch Landwirtschaft erst möglich wird.

Die Abholzung des Regenwalds wird deutlich schlimmere Folgen haben als alle bisherigen Emissionen der EU.

So sehr mich der Klimawandel

So sehr mich der Klimawandel auch besorgt, was bringen diese pompösen Gipfel schon, wenn daraus sowieso nie konkrete, verbindliche Aktionen abgeleitet werden. Lippenbekenntnisse allein werden uns nicht retten.

Wessen "Hoheitsgewalt"?

"Die Hoheitsgewalt Brasiliens über das Amazonas-Gebiet sei in Gefahr, sagte Bolsonaro"

""Umweltpolitik darf die Entwicklung Brasiliens nicht verpfuschen", sagte der designierte Präsident Jair Bolsonaro. "Heute ist die Wirtschaft dank der Agrarindustrie fast wieder auf Schiene und sie wird erstickt von Umweltfragen.""

Fragt sich nur, für w e n die Wirtschaft - und alles, was "dranhängt" (Geld, Arbeitsplätze, etc. pp) da ist.

Und für wen das Amazonasgebiet - wichtigste "Wetterküche" und zugleich "grüne Lunge der Erde".

Und überhaupt die ganze "Umwelt".

09:14, Vollgas

>>Es ist konkret gesagt ein soziales Problem. Die arme Landbevölkerung sucht Ackerland.<<

Ackerland ist in Brasilien in der Hand von oligarchischen Großgrundbesitzern.

Die Kosten für die Konferenz

Ich bin wirklich kein Freund von Bolsonaro. Aber der Rückzug ist korrekt, denn Brasilien hat kein Geld mehr und kann kaum noch die Gehälter der Staatsangestellten bezahlen. Da ist eine internationale Konferenz einfach zu teuer und die Ausgabe dafür wäre der Bevölkerung nicht vermittelbar. Der Rückzug muss also keineswegs zusammenhängen mit einem Rückzug aus den Umweltverpflichtungen, obwohl es den mit Bolsonaro wahrscheinlich leider auch geben wird. Aber das wäre auch der Fall, wenn die Konferenz hier in Brasilien sein würde.

Nicht nur in Brasilien

Millionen Brasilianer schauen zu wie einige korrupte Politiker die wichtigste und schönste Ressource ihres Landes verscherbeln. In einigen Jahren sind diese weg und zurück bleibt eine Wüste und Menschen die in Armut leben. Jagd diese Verbrecher aus dem Land. Doch sie werden sich wehren und mit Polizei und Militär vorgehen. Doch schauen wir nicht nicht nach Brasilien. Hat doch RWE mit Unterstützung von Politik und Polizei ähnliches im Hambacher Forst machen wollen. Dank der deutschen Justiz konnten die Machenschaften vereitelt werden. Der Kampf ist lange nicht zu Ende. Er fängt gerade erst an.

10:59, menschenskind001

>>Ich bin wirklich kein Freund von Bolsonaro. Aber der Rückzug ist korrekt, denn Brasilien hat kein Geld mehr und kann kaum noch die Gehälter der Staatsangestellten bezahlen. Da ist eine internationale Konferenz einfach zu teuer und die Ausgabe dafür wäre der Bevölkerung nicht vermittelbar. Der Rückzug muss also keineswegs zusammenhängen mit einem Rückzug aus den Umweltverpflichtungen<<

Ich möchte dazu aus dem Artikel zitieren:

$$. "Umweltpolitik darf die Entwicklung Brasiliens nicht verpfuschen", sagte der designierte Präsident Jair Bolsonaro. "Heute ist die Wirtschaft dank der Agrarindustrie fast wieder auf Schiene und sie wird erstickt von Umweltfragen."$$

Noch Fragen?

Satellitenbilder

Der Brasilianische Regenwald v.A. die nördliche Region um Boavista hat in den letzten Jahren dermaßen Schaden genommen, dass selbst nicht explizit ausgewiesene Umweltschützer Tränen in den Augen haben sollten. Was der neue Brasilianische Präsident nun macht ist diese Vernichtung voranzutreiben. Es ist sehr erschreckend wenn man sich den Brasilianischen Regenwald per Satellitenaufnahme eines bekannten Map-Anbieters anschaut. Da wird massiv in eines der wichtigsten Ökosysteme der Erde eingegriffen. Welche folgen allein die Umtriebe im Brasilianischen Regenwald auf das Weltklima haben ist in der Dimension garnicht abschätzbar. Die Globalisierung hat zu mehr Ausbeutung geführt. Egal ob an Mensch oder Natur. Nachhaltige Globalisierung sieht anders aus. Wer das ignoriert macht sich mit schuldig unseren Nachfahren eine Zerstörte Erde zu vererben. Ekelhaft und absolut nicht alternativlos! Die Gier wird der gesamten Menschheit zum Verhängnis. Traurig....

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Was sind eigentlich Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Gibt es da eine Definition und fällt auch die vorsätzliche Zerstörung unser Lebensgrundlagen darunter?
Wer könnte das eigentlich anklagen?

Ein designierter Verbrecher an der Menschheit

Merkt dieser designierte Verbrecher in Brasilien eigentlich nicht, was er da anrichtet?

Egleichhmalf 09:28

*„Hoffentlich werden die Katastrophen zunehmen, dass die handelnden Personen zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Das ohne Wenn und Aber!!“

Stimme WB0815 und Ihnen ja weitgehend zu (danke für die Beiträge), und manchmal denke ich auch, dass es erst noch schlimmer kommen muss, bevor es besser wird. Aber ich fürchte, dass es dann kein Zurück mehr gibt.*

Ich muss Ihren Pessimismus teilen, erst recht wenn ich einen amerikanischen Präsidenten sehe, der durch ein Katastrophengebiet klatschend jeglichen Klimawandel leugnet.

@Brisant "Hambacher Forst = Amazonasurwald"

Den Hambacher Forst mit dem Amazonasurwald, die Geschehnisse nache einer Rodung auf den Lateritböden des Amazonas mit der vergleichsweise aufwändigen Renaturierung der Tagebaurestflächen, zieht die Dinge ins lächerliche.

Präsident Bolsanomöchte doch an der Abholzindustrie parziepieren

Wen der Rubel rollt ist der Urwald dahin.
Seit Jahren wird Abgeholzt und ob geschützt zählt schon lange nicht mehr.
Habe Anfang der neunziger Jahre etliche Hektar Urwald gekauft um diese zu schützen, mittlerweile ist alles gerodet und Schadensklagen ziehen sich hin...

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