Ihre Meinung zu: BVerfG prüft Bankenunion: "Unzulässig" oder "zwingend notwendig"?

27. November 2018 - 14:43 Uhr

Die Europäische Bankenunion ist erst im Aufbau - doch schon jetzt ist sie Thema vor Gericht. Die Kläger halten sie für verfassungswidrig. Die Bundesregierung sieht das anders. Von Klaus Hempel.

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bewährt routinierter Weise wird das Verfassungsgericht die Entscheidungsfindung an den EuGh weiterreichen. Was die EU und den Euro betrifft, ist unser Verfassungsgericht ein zahnloser Tiger, der sich selbst bei eindeutiger Rechtslage nie gegen die EU-Befürworter zu wenden trauen würde.

Ein Hoch auf die Bankenunion

Wieder mal so ein Tag, an dem die Ewiggestrigen im "nationalen" Taumel mal wieder Europa vorführen wollen. Ich hoffe, das Bundesverfassungsgericht kommt zu einem anderen Urteil. Die Bankenunion ist überfällig, da nur sie garantieren kann, dass die europäischen Steuerzahler (Autsch für die Ewiggestrigen: da sind die Deutschen Teil davon). Ansonsten würde das Kasino wieder vollumfänglich in Gang gesetzt und die Steuerzahler wären wieder die Dummen. Vor lauter Besoffenheit von nationalen Gefühlen wird dies von den Nationalstaatseiferern nicht wahrgenommen. Es bleibt noch viel zu tun auf dem Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa.

Die Spekulanten wurden gerettet.

"Als während der Finanzkrise europäische Banken vor der Pleite standen, mussten sie mit hohen Milliardensummen gestützt werden - Geld, für das die Steuerzahler aufkommen mussten."

... Ist nicht ganz richtig. Nach den damals gültigen Regeln hätte z.B. die Deutsche Bank nicht herausgekauft werden dürfen. Die Spekulanten hätten, wie es der Name schon nahelegt, dann eben für die Ergebnisse ihrer Spekulation geradestehen müssen.
Ein Spielbankbesucher kann ja auch nicht bei Verlust zum Vater Staat gehen...

Natürlich stand eine Menge berechtigter Angst vor den Folgen hinter der Zerrungsaktion.
Es waren nicht nur Spekulanten wie Soros, die gezielt mit dem Eingreifen vor allem der europäischen Staaten zugunsten der Spekulanten rechnete - wie er ganz offen in einem Interview erklärte.
Sondern eigentlich ganz solide Betriebsrentenkassen u.ä. hatten ihr Geld ebenfalls auf spekulative Papiere gesetzt.

Leider muss man annehmen..

dass das BVG weiterhin Aktionen für die EU gutheißt, die bei genauen Hinschauen klar gegen das GG verstoßen. Das geht mit der indirekten Staatsfinanzierung durch Anleihenkauf von Draghi über Bankenrettungen usw.

Das BVG hat bereits einen Teil des Vertrauens der Bürger mit regierungskonformen Urteilen verspielt. Es ist zu erwarten das dies auch weiterhin fortgesetzt wird.

@Heidelberg2013 - Die Bankenunion ist überfällig

Die Ewiggestrigen im "nationalen" Taumel
wollen es sowiso nicht verstehen.

Die EU-Bankenunion ist nichts anderes
als die FED in den USA welche auch nicht politisch kontrolliert werden kann.

Wundern,...wozu ?

Die Kanzlerin selbst sagte vor Tagen, "die Nationalstaaten müssten dringend und zügig mehr Souveränität an die europäischen Institutionen abgeben".

Für Merkel & Co ist es ein Selbstverständnis, dass sich diese Institutionen jeder parlamentarischen Kontrolle entziehen.
Dies wirft natürlich die Frage auf,...wozu dann noch ein neues und zahnloses Parlament wählen, wenn es bei elementarsten Sachverhalten nicht einmal mehr ein Fragerecht inne hat ?

Man schaue sich nur die (einzigartige !!!) Rechtsstellung und die Immunitätsklauseln des ESM an...und man weiß wohin die Reise gehen soll.

Wer all das nicht will, der entzieht seiner Bank einfach und regelmäßig die nicht benötigten liquiden Mittel und bunkert sie außerhalb des maroden europäischen Bankensystems !

Die Bankenunion ist natürlich

Die Bankenunion ist natürlich ein richtiger Schritt. Allerdings nur ein erster. Die Summe von 55 Mia ist wesentlich zu gering. Für einen europäischen Bankenfonds müsste Minimum die zehnfache Summe bereitgestellt werden um nicht als zahnloser Tiger zu enden. Das schmälert zwar die Renditen der Banken aber minimiert das Risiko für alle Steuerzahler und die einzelnen Volkswirtschaften. Im Grunde ist die Bankenunion eine Art Haftpflichtversicherung.

Zu 14:14 von Heidelberg2013 - Die Kasinospieler -

Ansonsten würde das Kasino wieder vollumfänglich in Gang..

@>Heidelberg2013, das €-Kasino ist voll im Gange, es bedienen sich hier aber nicht die Banken, es ist die Politik an allen Regeln vorbei. Auch seriöse Banken werden heute wegen dieser €-Staatschuldenpolitik geschröpft und kämpfen so zunehmend um ihre Existenz (Negativzinsen!). Das kann so nicht weitergehen!
€-Kasino u.a.:
-2,3 Billionen € italienische Staatsschulden - weiter steigend
-Rettung unmöglich
-Italienische Banken stecken voll mit italienischen €-Staatsanleihen.
-Italien = Hellas³

Es ist die €-Politik, die übermässigen Staatschulden, mit EZB, "Rettungsschirmen" & Co.

Man verweist gerne auf die bösen Banker um von der eigenen Schuld abzulenken.
Tarnen, Täuschen von Beginn an.

Keiner haftete für Dritte. Kriterien ...
Das muss wieder gelten..
Keine Bankenunion mit Banken voll mit faulen Krediten!
Aus Erfahrung sollte man nach dem Sprichwort klug werden.
Nicht weiter für Dumm verkaufen lassen!

Genial! Nicht mehr der Steuerzahler haftet!

Zitat: "Bis 2023 sollen dadurch 55 Milliarden Euro zusammen kommen. Das Ziel: Der Steuerzahler soll nicht mehr haften müssen."

Genial! Nicht mehr der Steuerzahler haftet!

Dafür aber die Sparer schnöder deutscher Sparkassen und Raiffeisenbanken, die ihren solide finanzierten Einlagensicherungsfonds, das hochriskante Gebaren maroder südeuropäischer Banken absichern werden dürfen.

Oder - wie eben fast immer - generell die Sparer, Arbeitnehmer, Rentner und Konsumenten, die eben mit dem Kaufverlusten ihres Geldes dafür bezahlen müssen, wenn die EZB mal wieder für eine Billionen Euro die Schrottpapiere maroder Banken, Staaten und Unternehmen aufkauft, um systemisch relevante Banken und damit den Euro weiterhin zu "retten", d.h. diesen künstlich am Leben zu halten und deren Insolvenz zu verschleppen.

Business as usual ... so läuft die Praxis der EZB-Geldpolitik bereits seit Jahren.

Whatever it takes, sagte Draghi doch schon mehrfach!

Das ist doch....

....wie immer. In Südeuropa wird Geld verbrannt, der deutsche Steuerzahler steht dafür gerade. Und das Ganze nennt sich dann "Europa" und die Politiker wundern sich über die Europamüdigkeit der Bürger.

Was passt was stimmt nicht?

Als während der Finanzkrise europäische Banken vor der Pleite standen, mussten sie mit hohen Milliardensummen gestützt werden - Geld, für das die Steuerzahler aufkommen mussten.

Warum geraten Banken in Schwierigkeiten? Die Negativzinspolitik der EZB ist eine Folge der €-Schuldenpolitik.
Die Mogelei von Griechenland in den €, die so ermöglichte Überschuldung mit billigem €-Geld liegt in der Verantwortung der Politik.
Auch für die faulen Kredite z.B. der ital. Banken ist die Politik mit verantwortlich.

Folgen der EZB-EU-Europolitik:
Eigenvorsorge macht keinen Sinn mehr. Die Altersorge, LV, Guthaben werden enteignet.
Unsere seriösen Banken, die nichts mit der Finanzkrise zu tun hatten, haben Sorgen um ihre eigene Existenz.

Es ist falsch, unrecht und unehrlich, die gesamte Verantwortung und die Folgen den Banken und so den Sparer zuzuschieben. Diese €-Politik hat von Beginn an Kriterien, Verträge und Recht gebrochen.
Zahlen soll wieder am Ende der Bürger der vorsorgt. So nicht!

Moral hazard pur!

Auf eine juristische Interpretation der Rechtslage verstehe ich mich nicht sonderlich.

Für mich sind die Art. 123 (Verbot monetärer Staatsfinanzierung) oder Art. 125 (no Bail-out-Klausel) eigentlich eindeutig und klar. EIne Haftungsübernahmen für die Schulden anderer Länder oder eine Staatsfinanzierung durch die EZB sind verboten.

Ich kann nur sagen, welche finanz- und volkswirtschaftlichen Auswirkungen eine solche Bankenunion haben wird bzw. bereits hat: die einzelnen Banken haben einen zusätzlichen Anreiz, noch mehr ins Risiko zu gehen, da im Zweifelsfall die wegfallende Schuldtitel sowieso durch die dummen Sparer von Sparkassen/kleinen Banken im Rahmen der Sicherung durch Einlagenfonds übernommen werden.

Moral hazard pur! Die Banken haben dadurch keinen Anreiz betriebswirtschaftlich solide und robust zu handeln!

Marode Banken und sogenannte Zombie-Banken

Zitat: "Neben der neuen Aufsicht durch die EZB ist dieser Abwicklungsmechanismus das zweite Element der Bankenunion."

Dass ein Abwicklungsmechanismus eingerichtet wird, ist sicherlich eine richtige und sinnvolle Sache. Die Idee dabei ist richtig: keine Bank soll systemisch zu wichtig sein, um nicht auch insolvent gehen zu können.

RIchtig ist aber auch, dass man im Rahmen des Zentralbankinterventionalismus und Nullzinspolitik der EZB der letzten Jahre es jedoch eine gegenteilige Wirkung erzielt hat: marode Banken und Unternehmen, die schon längst hätten Pleite gehen müssen, wurde auf diese Weise künstlich weiter am Leben gehalten. Sog. Zombie-Banken sind entstanden, die fast ausschließlich durch frisches EZB-Geld am Leben gehalten wurde.

Das systemische Risiko ist somit gestiegen und nicht gesunken. Die Maßnahme, die jetzt vorgeschlagen wird, ist ein Reaktion auf Probleme, die man druch den kontinuierlichen EZB-Interventionalismus erst hat anwachsen lassen!

Logisch ist das nicht!

14:14 von

14:14 von Heidelberg2013

"Ansonsten würde das Kasino wieder vollumfänglich in Gang gesetzt und die Steuerzahler wären wieder die Dummen. "

Das "Kasino" war VOR der Schröderkanzlerschaft reguliert.

Die Bankenunion kann durch Reregulierung im Prinzip ersetzt werden.

Ich bin ein rigoroser afd-Gegner.

Aber so ganz vertrauen würde ich auf die EZB genausowenig wie auf die EU-Kommission.

Da passieren einfach zu viele Skandale. Und je mehr Kontrollstellen, um so schwieriger ist es, sie zu missbrauchen ... (Stichwort "Kasino")

Danke an die Verfassungsrichter - Pleitebanken abwickeln!

Zu dem Thema sage ich als erstes mal DANKE an die Verfassungsrichter dass sie uns gehört haben.

Weiterhin zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-bankenunio...

Muss am Ende doch der Steuerzahler ran?

Allerdings sehen die Kläger in Karlsruhe die Gefahr, dass am Ende doch der Steuerzahler für Bankenpleiten geradestehen muss - spätestens dann, wenn die 55 Milliarden des Abwicklungsfonds nicht mehr reichen sollten.

genau dass steht zu befuerchten. Siehe Beispiel Italien die Tage. Es geht wohl wieder mal um Monte Paschi und diese anderen Pleitebanken. Die wollen immer neues frisches Geld vom Buerger. Aber ich sage dazu: nein!! Die Banken muessen sich selber retten. Die haben sich selber in die Situation manövriert mit ihrer ungehemmten Zockerei mit faulen Papieren und dafuer haften die Banken höchstselbst. Diese Pleitebanken sind zu schließen, abzuwickeln und vom Markt zu nehmen....

Am 27. November 2018 um 16:10 von Demokratieschue...

"Danke an die Verfassungsrichter - Pleitebanken abwickeln!
Zu dem Thema sage ich als erstes mal DANKE an die Verfassungsrichter dass sie uns gehört haben."

Dann wissen Sie also schon, wie die Richter entscheiden werden? Mit Wahrsagen ist uns aber nicht gedient, wir brauchen Tatsachen.

Den Weg ueber den EUGH finde ich sehr vernuenftig

Weiterhin finde ich auch dass hier mit dem Weg ueber den EUGH:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-bankenunio...

Ob dies mit dem Grundgesetz vereinbar ist, muss nun das Bundesverfassungsgericht klären. Da es unter anderem um europäisches Recht geht, ist es auch denkbar, dass die Verfassungsrichter einige Fragen dazu dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vorlegen.

sehr vernuenftig. Denn auch mich wuerde es mal interessieren, ob diese ganzen Bankenretterei auf Kosten von uns Buergern mit dem EU-Recht vereinbar ist. Weiterhin sage ich mal zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-bankenunio...

Als während der Finanzkrise europäische Banken vor der Pleite standen, mussten sie mit hohen Milliardensummen gestützt werden - Geld, für das die Steuerzahler aufkommen mussten. Die Bankenunion soll das künftig verhindern.

erfuellt die Bankenunion diesen Zweck wirklich??

@Am 27. November 2018 um 16:10 von Demokratieschue...

Zitat: "genau dass steht zu befuerchten. Siehe Beispiel Italien die Tage. Es geht wohl wieder mal um Monte Paschi und diese anderen Pleitebanken. Die wollen immer neues frisches Geld vom Buerger. Aber ich sage dazu: nein!! Die Banken muessen sich selber retten"

Lieber Hr. Demokratieschüler, Sie scheinen wenig, bis keine Ahnung darüber zu haben, dass

1. die meisten Schulden und Haftungen sowieso nicht direkt vom Steuerzahler getragen werden,

2. sondern die EZB im Rahmen des Anleihenaufkaufprogrammes nicht marktfähige Schrottpapieren maroder Banken aufkauft und damit "frisches EZB-Geld" in den Umlauf bringt, was zu Lasten der Sparer, Arbeitnehmer, Rentner und Konsumenten erfolgt, da diesem frischen EZB-Geld keine zusätzliche REALE Wertschöpfung entgegensteht!

Eigentlich gehören alle Banken in der EU von der EZB kontrollier

Und weiterhin sage ich mal zu dem hier:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-bankenunio...

Dafür soll zum einen die Europäische Zentralbank sorgen. Denn sie kontrolliert nun alle großen, besonders bedeutsamen Banken in der EU.

eigentlich gehören alle Banken in der EU - und nicht nur die bedeutsamen - von der EZB beaufsichtigt in Zusammenarbeit mit den nationalen Bankenaufsichten. Die EZB ist nur die Oberaufsicht. Die EZB kontrolliert sozusagen die nationalen Bankenaufsichten mit.

Die Ewiggestrigen "nationalen" malen wieder Horrorszenarien

Zuerst müssen die sogenannten Pleitebanken
genügend Kapital und Deckung aufbieten
um überhaupt in diese Union zu kommen :-)

@ ex:_Bayerndödel (16:20): nein dass weiss ich nicht :-D

hi ex_Bayerndödel

Zu Ihrem Punkt:

Dann wissen Sie also schon, wie die Richter entscheiden werden?

Nein dass weiss ich natuerlich nicht. Aber: es ist zumindest schonmal sehr gut, dass es ueberhaupt zur Verhandlung am Bundesverfassungsgericht kam. Denn: die wäre um ein Haar nämlich abgelehnt worden. So schaut die Realität aus.

Aber mit dem hier:

Mit Wahrsagen ist uns aber nicht gedient, wir brauchen Tatsachen.

haben Sie recht. Da schließe ich mich Ihnen absolut an. Und ich hoffe, dass die Karlsruher Richter fuer uns entscheiden und nicht fuer die werte Union (also CDU/CSU/FDP).

re bote der...: Pleite?!

„RIchtig ist aber auch, dass man im Rahmen des Zentralbankinterventionalismus und Nullzinspolitik der EZB der letzten Jahre es jedoch eine gegenteilige Wirkung erzielt hat: marode Banken und Unternehmen, die schon längst hätten Pleite gehen müssen, wurde auf diese Weise künstlich weiter am Leben gehalten. Sog. Zombie-Banken sind entstanden, die fast ausschließlich durch frisches EZB-Geld am Leben gehalten wurde.“

Es sagt sich so leicht, „marode Banken hätten Pleite gehen müssen“. Dies entspricht zunächst dem eigenen Gerechtigkeitsempfinden.

Aber: Erstens verlieren Pleite gehende Banken weniger das Geld ihrer Anteilseigner als vielmehr ihrer tatsächlichen Geldgeber, der Sparer.
Zweitens ist es elementar für die Liquidität unseres Wirtschaftskreislaufs und damit unser aller Leben, dass man um sein Geld „bei der Bank“ nicht fürchten muss.

Vor allem diese beiden Gründe führen zu der Priorität der Bankenrettung, die man aber leicht als „ungerecht“ verkaufen kann. Tut ja auch weh!

@ Bote_der_Wahrheit (16:22): die Schulden zahlen wir

hi Bote_der_Wahrheit

Zuerst mal zu diesem Punkt von Ihnen:

Lieber Hr. Demokratieschüler

ich bin nicht männlich sondern weiblich..*grins*

1. die meisten Schulden und Haftungen sowieso nicht direkt vom Steuerzahler getragen werden,

Denkste. Dann gucken Sie doch mal in die Erkärungen der Banken zum Einlagensicherungsfonds. Die bekommen sie regelmäßig upgedatet von ihrer Bank. Und was steht da so schön drin???
Im Falle der Pleite sind die Einlagen von Ihnen nur bis zu einem Betrag von 100.000 Euro (fuer alle Einleger bei der Bank). Tja... Und damit heißt dass: bei einer Bankenpleite sind ihr Erspartes und ihre Einlagen nämlich WEG!! Siehe dazu hier:

welt.de: „Es wäre ein Unding, das deutsche System zu opfern“ (13.03.2018)

Gerade in Deutschland würden Kunden durch eine zentrale Einlagensicherung nicht besser sondern schlechter gestellt. „Die Sicherungshöhe für Einlagen würde überall auf 100.000 Euro abgesenkt“, so Hofmann.

so viel dazu...

Süß! 55 Mrd. EUR ..

Das Volumen toxischer, notleidender (non-performing loans) Kredite, also Kredite, die nicht bedient werden (können) und vom Kreditausfall bedroht sind, liegt bei 1,17 Billionen EUR. Der Anteil toxischer Kredite liegt bei griechischen Banken bei fast 50 % (sic!), bei italienischen bei fast 10 %, bei portugiesischen 12 %.

Eine Bereinigung der jeweiligen nationalen Bankensektoren wurde durch die Geldpolitik der EZB seit Jahren verhindert bzw. der Anteil toxischer Kredite überhaupt erst durch das billionenschwere Anleihenaufkaufprogramm/Nullzinspolitik vergrößert, da marode Banken und toxische Kredite durch die EZB all die Jahre weiterfinanziert wurden.

Und jetzt will man dieses durch die EZB verursachte Riesenproblem mit 55 Mrd. EUR lösen??

Süß!

"https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-02-14/get-a-grip-on-europe-s-bad-loan-problem-with-these-five-charts"

"http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/BRIE/2018/614491/IPOL_BRI(2018)614491_EN.pdf"

Am 27. November 2018 um 16:23 von Demokratieschue...

"Eigentlich gehören alle Banken in der EU von der EZB kontrollier....."

Macht man damit nicht den Bock zum Gärtner?

" In Südeuropa wird Geld

" In Südeuropa wird Geld verbrannt, der deutsche Steuerzahler steht dafür gerade" - Darf ich hier mal an die letzte Bankenkrise erinnern? Die Bundesregierung die hunderte Milliarden in deutsche Banken pumpte? Ist Deutschland jetzt in Südeuropa?
Schaut man es sich an, sind es vor allem unsere Banken die riskant spekulieren und den Steuerzahler betrügen (Cum-Ex?) und dann auch noch besonders teuer gerettet werden. Nach meinem letzten Stand war Deutschland damit am teuersten. Also würden wohl eher die anderen für uns mitbezahlen...

Mal davon abgesehen, dass 55 Milliarden für alle europäischen Banken zusammen ein Witz ist. Das holen sie sich in wenigen Wochen über Steuerbetrug oder geänderte Investitionen zurück.

Gott sein Dank

wurde mit Stephan Hebarth ein linientreuer CDU-Mann zum neuen Verfassungsrichter gewählt, und wird als zukünftiger oberster Verfassungsrichter schon dafür sorgen, dass die x. Verletzung unseres Grundgesetzes zum Wohle anderer EU-Staaten legitimiert wird.
Und sollte man sich nicht einig werden verweist man die ganze Sache an den EUGH-die werden schon im Sinne der EU- Geldverbrennung deutscher Sparer gerecht urteilen.
Einfach dumm, dass unsere Grundgesetz für Deutschland geschrieben wurde und nicht für die anderen europäischen Länder.

@ ex_Bayerndödel (16:36):

hi ex_Bayerndödel,

Macht man damit nicht den Bock zum Gärtner?

Nein, weil es heute schon Standard ist, dass alles ueber die BAFIN läuft. Habe ich gestern bei meinem Aktiengeschäften wieder gesehen. Alles muss erst mal ueber die BAFIN-Clearing und erst dann gehen die Sachen an die Börse und werden dort verarbeitet und dann wieder zurueck via BAFIN an die Bank und dann erst sind die Geschäfte gueltig.

Und die Bundesbank ist da ja auch noch beteiligt, die die deutschen Banken - via EZB - mit Liquidität versorgt. Dass heißt: die Bundesbank bekommt ihre Liquidität von der EZB und gibt sie an die Banken weiter. Und wenn die Banken dann Geld dass sie gerade nicht brauchen bei der EZB zwischenparken, muessen die derzeit dafuer zahlen und verlieren damit nämlich Geld. Das Geld von uns Sparern. Deswegen lohn sich Sparen derzeit nicht. Denn damit verlieren Sie bares Geld.

Und genau deswegen ist es so wichtig, die Banken zu beaufsichtigen gegen solche Pleiten.

@ ex_Bayerndödel (16:36): dieses Geld holen die sich wieder

@ ex_Bayerndödel

Und genau dieses Geld, dass die Banken derzeit dadurch verlieren, holen die sich nämlich von uns wieder. Zum Beispiel in der Form, dass die uns derzeit aus Bausparverträgen und sonstigen Sparverträgen rausdrängen. Da habe ich hier schon zwei solcher "Bettelbriefe" von meiner Bausparkasse hier bei mir im Ordner drin. Kann ich Ihnen sehr gerne zeigen.

Siehe dazu auch hier:

https://tinyurl.com/y754y4nf
verbraucherzentralede: Bausparkassen: Kündigungswelle wegen Niedrigzinsen

Aber: ich springe darauf nicht an. Nö, ich habe keinen Bock meinen schönen 4%-Vertrag zu verlieren. Nix da!! Das ist Shit happens fuer die Banke aber gut fuer mich! Denn die Bank wusste damals, welches Risiko sie eingeht, wenn es mal schlechter wird mit den Zinsen und dass darf sie nicht auf uns abwälzen. Tja... *grins*

Am 27. November 2018 um 15:13 von Karl Klammer

Die Ewiggestrigen im "nationalen" Taumel
wollen es sowiso nicht verstehen.

Die EU-Bankenunion ist nichts anderes
als die FED in den USA welche auch nicht politisch kontrolliert werden kann.
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Habe ich ewig gestriger was verpasst oder wurde bereits die europäische Bundesrepublik ausgerufen?
Erklären sie doch bitte, warum ich als deutscher Steuerzahler für die Pleite einer italienischen Bank haften soll.
Als die kleine Hypo Real Estate den Bach runter gegangen ist haben wir 450Mrd Euro bezahlt-wie weit reichen 55 Mrd, wenn eine italienische Großbank wie Monte di Paschi pleite ist? Die Ideen der hippen Europa-Fans haben Deutschland bisher nur Milliarden gekostet.

re Bote der...: Toxische Kredite

„Das Volumen toxischer, notleidender (non-performing loans) Kredite, also Kredite, die nicht bedient werden (können) und vom Kreditausfall bedroht sind, liegt bei 1,17 Billionen EUR. Der Anteil toxischer Kredite liegt bei griechischen Banken bei fast 50 % (sic!), bei italienischen bei fast 10 %, bei portugiesischen 12 %.“

Woran Sie sehr gut erkennen, dass nicht die Bankenunion oder die EZB an der Misere „schuld“ sind, sondern die viel zu lockeren bankenpolitischen Vorgaben und Kontrollen. Sichere Banken bekommen sie nur durch Regulierung und damit Prävention und Kontrolle. Wenn eine Bank pleite ist, kann man sie nur noch „retten“.

Die Bankenunion und bisher die EZB geben die Möglichkeit, genau diese Regulierung europaweit zu etablieren. Es geht also nicht um das „ob“, sondern um das „wie“ und über das muss diskutiert und entschieden werden.

" In Südeuropa wird Geld

" In Südeuropa wird Geld verbrannt, der deutsche Steuerzahler steht dafür gerade"

Das ist Humbug. Es war gerade die enorm kostspielige Bankenrettung 2007/8, die die schwächeren Volkswirtschaften an den Abgrund geführt haben. Damit will ich nicht sagen, daß die eine oder andere Volkswirtschaft nicht auch eine gewisse Teilschuld hätte aber der Auslöser war die unregulierte Spekulation der "Investmentbanker". Das Handwerk des Bankiers und des Bankers sollte wieder komplett getrennt werden.

Am 27. November 2018 um 16:21 von Demokratieschue..

Weiterhin finde ich auch dass hier mit dem Weg ueber den EUGH:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bundesverfassungsgericht-bankenunio...

Ob dies mit dem Grundgesetz vereinbar ist, muss nun das Bundesverfassungsgericht klären. Da es unter anderem um europäisches Recht geht, ist es auch denkbar, dass die Verfassungsrichter einige Fragen dazu dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vorlegen.

sehr vernuenftig. Denn auch mich wuerde es mal interessieren, ob diese ganzen Bankenretterei auf Kosten von uns Buergern mit dem EU-Recht vereinbar ist. Weiterhin sage ich mal zu dem hier:
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Soll das Satire sein oder glauben sie, dass der BGH oder EUGH gegen seinen Dienstherren urteilt? Das das einträglichste Geschäft der Spekulanten seit es Banken gibt verboten oder eingeschränkt wird? Ich empfehle ihnen "Das Kapital" von Marx zu lesen-da steht ganz genau drin wie Gewinne und Verluste gesellschaftlich aufgeteilt werden.

Hanno Kuhrt (16:47): im GG steht dazu nämlich gar nichts

hi Hanno Kuhrt

Dem hier von Ihnen:

wurde mit Stephan Hebarth ein linientreuer CDU-Mann zum neuen Verfassungsrichter gewählt, und wird als zukünftiger oberster Verfassungsrichter schon dafür sorgen, dass die x. Verletzung unseres Grundgesetzes zum Wohle anderer EU-Staaten legitimiert wird.
Und sollte man sich nicht einig werden verweist man die ganze Sache an den EUGH-die werden schon im Sinne der EU- Geldverbrennung deutscher Sparer gerecht urteilen.

Na ja.... ob das so ist?? Und im Grundgesetz steht dazu nämlich gar nichts. Das ist es ja. Ich jedenfalls zeige der EZB die ROTE KARTE und hole mir alles ueber die Börse multipliziert wieder... Yep, ich besitze ein Aktiendepot und kann mir so alles was Draghi mir raubt, ueber diesen Weg zurueckholen in meine Tasche... Tja... das hat Draghi sich mal so gedacht.. Aber ohne mich!

Aber diese Pleitebanken sind eine tickende Zeitbombe fuer die Sparer und fuer die Märkte und deswegen muessen sie weg.

Die große Linie ist erkennbar

Natürlich geht es hier darum Geld aus Deutschland in andere Länder zu transferieren. Ein weiterer Baustein immer der gleichen Art. Es wird Zeit dass der deutsche Wähler diesem Treiben ein Ende bereitet.

Zu 16:25 von Karl Klammer "Horrorszenarien"

Die Ewiggestrigen "nationalen" malen wieder Horrorszenarien
Zuerst müssen die sogenannten Pleitebanken
genügend Kapital und Deckung aufbieten
um überhaupt in diese Union zu kommen :-)

Bitte aufhören mit dem Tarnen und Täuschen. Das gab es zur Genüge schon unter Kanzler Schröder, Vize Fischer und BFM Eichel. Da gab es noch keine Alice Weidel und keine AfD!

€-Staatsanleihen wurden als mündelsicher behandelt. Von BFM Eichel empfohlen, der angeblich selbst welche gekauft hat.
s.a. Bundesgesetzblatt (Gläubigerschutz):
http://tinyurl.com/paqft8l

Banken mussten und müssen keinen Cent Eigenkapital vorhalten. Dort liegen aber die Risiken und Brüche wie uns Hellas zeigt (Schuldenschnitt,..).

Auch Versicherungen haben Bestände aus den europäischen Wackelstaaten im Porte­feuille.
Die "GR-Rettung" hat deutlich gemacht, dass auch solche EU-Rück- und Zinszahlungsansprüche ausfallen können.
Es wird Zeit, diese als ausfallgefährdet einzustufen (Wertberichtigung + Eigenkapitalhinterlegung)

Haftung

Die Einlagen privater Kunden bei einem Zusammenbruch von Banken sollten die Banken über persönliche Haftung der Vorstände, entsprechende eigene Rücklagen und Versicherungen der Banken abdecken. Das würde eine deutlich reduzierte Risikobereitschaft bewirken. Keinesfalls darf es eine Gemeinschaftshaftung deutscher Sparer für marode ausländische Banken geben. Ebensowenig darf es einen Automatismus geben, wonach deutsche Steuerzahler Banken retten müssen.

Mir ist gelinde gesagt wirklichh...

...schleierhaft, wie man allen Ernstes
ein Kapitalverbrecher-Konstrukt
wie die Banken-Union befürworten
kann?!?
Man braucht sich nur den aktuellen
Zustand der Deutschen Bank, oder
etwa auch der Commerzbank
anzuschauen, was die ganzen
"Rettungs-Milliarden" in Wahrheit
gebracht haben: NICHTS!!!
Es wird nach wie vor gelogen
und betrogen was da Zeug hält!!
Im Gegenteil, man schafft dann
endgültig einen europäischen
Selbstbedienungsladen für
weltweite Kapital-Hasardeure,
die im Zweifel wissen, dass diese
oder jene Bank angeblich
"Systemimmanent" sein soll...!!!

Die Verursacher der Krise

Die Verursacher der Krise (Schulden- und Derivatenhandel) , denen wäre sicher ein leichtes bei bestehender Gesetzeslage bei zu kommen, dass sie die Summen zahlen - entsprechende Interpretation der Gesetze und Moral voraus gesetzt (die ja sowieso auch momentan willkürlich bleibt: alles eine NORMFRAGE). Aber das will ja keiner. Ich finde es unfassbar, wie wir hier abgezockt wurden.

Europa UND Grundgesetz, bzw

Europa UND Grundgesetz, bzw andere Verfassungen, sind eben nicht kompatibel. Wer Europa will, muss Kompetenz abgeben. Ansonsten wäre das wie Kindergarten, in dem jedes Kind für sich spielt. Dann kann das Kind auch zu hause bleiben.

In der Sackgasse oder: "Rien ne va plus"

„Banken könnten nicht mehr nur national beaufsichtigt werden, denn es gebe zu viele Verflechtungen. "Deshalb war es die richtige Entscheidung (…) eine europäische Aufsicht und einen Abwicklungsmechanismus zu installieren, …“ / „"Wir haben in der Eurokrise ja gesehen, dass auch einzelne Staaten mit einem riesigen, aber unkontrollierten Bankensystem große Risiken anhäufen konnten, und die Rechnung am Ende bei anderen hinterlassen haben. Das geht so nicht …“

Wirklich nicht.

„Allerdings sehen die Kläger in Karlsruhe die Gefahr, dass am Ende doch der Steuerzahler für Bankenpleiten geradestehen muss - spätestens dann, wenn die 55 Milliarden...“

Das geht erst recht nicht. Darauf wird es trotzdem wohl hinauslaufen.

„Da es unter anderem um europäisches Recht geht, ist es auch denkbar, dass die Verfassungsrichter einige Fragen dazu dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vorlegen“

Und logisch.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Irgendwann „geht“ wahrscheinlich gar nichts mehr.

Zu 18:07 von 1.Senator -Rettung der Deutschen Bank-

Man braucht sich nur den aktuellen
Zustand der Deutschen Bank, oder
etwa auch der Commerzbank
anzuschauen, was die ganzen
"Rettungs-Milliarden" in Wahrheit
gebracht haben: NICHTS!!!

Damit hat der Zustand der Deutschen Bank nichts zu tun. Sie wurde (bis jetzt) nicht mit Steuern gerettet! Vielleicht kommt das noch.

Der Bund ist aus der Rettungsaktion noch über den FMS an der Commerzbank beteiligt. Für das Aktienpaket wurden angeblich 1,8 Mrd.€ gezahlt. Wieviel der Bund davon wieder sieht steht erst nach einem Verkauf fest. Kursrisiken bestehen zweifelsfrei, wie bei jedem Aktiengeschäft.
Das Ergebnis [+/-] für den Staat=Steuerzahler steht erst am Ende fest.

Die Rettung war richtig und hat etwas gebracht. Gäbe es die verkappte Staatschuldenfinanzierung mit der Negativzinspolitik durch die EZB wegen der übermässigen €-Staatschulden aus Griechenland, Italien, Spanien ... nicht, wäre die Commerzbank-Rettung mit ziemlicher Sicherheit kein Thema mehr.

55 Milliarden Rücklage

Da frag ich mich sich sehr wohl, inwieweit diese Rücklage in die Risikobewertung mit reinfließen wird! Das damit lediglich die Europäischen Banken eine vorgespielte Lequidität erhalten um bei Risikogeschäften gegenüber anderen Banken einen Vorteil zu haben, ist wohl für die Banken eine angenehme Nebenwirkung. Deshalb soll das auch Union heißen. Die Frage aber bleibt, inwieweit das eine Insolvenzpräventionsunion sein soll oder bloß eine Geschäftsunion.

Und das die Befürchtung vorgebracht wird, dass diese Rücklage dann nicht reichen wird und die Bevölkerung die Schulden wieder übernehmen muss, ist nur zu verständlich.
Denn immerhin wird nicht nur die Art Geschäfte der europäischen Banken durch die Rücklage beeinflusst, sondern auch ihre Volumen.

Und noch viel interessanter wird sein, wie die Banken diese Rücklageneinzahlungen bewältigen müssen. Ich wette, dass diese Rücklage kein validen Wert haben wird. Die Einlagen werden nicht in Gold passieren oder mit ähnlichen Dauerwerten.

re hanno Kuhrt: Gestrig

„Habe ich ewig gestriger was verpasst oder wurde bereits die europäische Bundesrepublik ausgerufen?“

Ja, das haben Sie scheinbar wirklich verpasst. Mit dem Eintritt in die EU (bzw. EWG/EG) wurde unsere Bundesrepublik allerdings „europäisch“. Und auch das ehemalige Ostdeutschland, vorher von jeglichem Kontakt zum demokratischen Westen abgeschnitten, wurde ohne Übergangsszenario Mitglied der Europäischen Staatengemeinschaft, der größten politischen Errungenschaft je in Europa.
Falls Sie es nicht glauben, versetzen Sie sich kurz in die unmittelbare Nachkriegszeit.

„Erklären sie doch bitte, warum ich als deutscher Steuerzahler für die Pleite einer italienischen Bank haften soll.“
Weil Sie eben kein „deutscher“ Steuerzahler sind, sondern auch ein europäischer Steuerzahler. Wenn die Rettung einer Bank für Italien Sinn machen sollte, dann macht es nämlich auch für die Partnerländer Sinn.

Und die Rettung der Banken ist gerade für „uns“ fundamental. Das sagt der Blick über den Tellerrand.

Union, Fond, Pakt .. Synonyme für "Deutschland zahlt".

Sich über den Euro mit den Südländern in eine Schicksalgemeinschaft zu begeben, war der schwerste Fehler, den deutsche Politiker nach dem Krieg gemacht haben. Und aus der Finanzkrise hat man nichts gelernt, außer vielleicht dass der deutsche Steuerzahler alles mit sich machen lässt.

Zu 18:51 von Superschlau [EUSA]

Europa UND Grundgesetz, bzw andere Verfassungen, sind eben nicht kompatibel. Wer Europa will, muss Kompetenz abgeben. Ansonsten wäre das wie Kindergarten, in dem jedes Kind für sich spielt. Dann kann das Kind auch zu hause bleiben.

Die EU ist eine Gemeinschaft von (noch) 28 eigenständigen Mitgliedsstaaten, es sind nicht die Vereinigten Staaten von Europa.

Das ist deshalb noch lange keine Kindergarten mit lauter Einzelspielern.

Außerdem sind viele EU-Bürger der Meinung, dass das Subsidiaritätsprinzip wieder mehr beachtet werden muss.

16:25 von Karl Klammer

Die Ewiggestrigen "nationalen" malen wieder Horrorszenarien

Zuerst müssen die sogenannten Pleitebanken
genügend Kapital und Deckung aufbieten
um überhaupt in diese Union zu kommen :-)
///
*
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Wen will soll diese Union schützen?
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Eine Versicherung nur für die welche sie nicht brauchen??

re meinung111: Gemeinschaft

„Sich über den Euro mit den Südländern in eine Schicksalgemeinschaft zu begeben, war der schwerste Fehler, den deutsche Politiker nach dem Krieg gemacht haben.“

Den schweren Fehler machen genau diejenigen, die nicht erkennen oder erkennen wollen, dass wir in Europa eine Schicksalsgemeinschaft SIND, mit EU oder ohne EU, mit oder ohne Haftungsverbund.

Die EU gibt uns aber die Möglichkeit, diesen Verbund einvernehmlich und zum Vorteil aller zu steuern.

Die propagierte Illusion der Neonationalisten von unabhängig prosperierenden Nationalstaaten ist nicht nur geschichts- und realitätsfern. Vor allem ist sie verheerend für unsere Zukunft.

Sollten Sie nicht überzeugt sein: Warum wohl ist die EU das Feindbild Nr. 1 der beiden Paradenationalisten Trump und Putin? Doch nur, weil man viel leichter mit zerstrittenen Nationalstaaten „dealen“ könnte. Oder?

teacher's voice

außer Worthülsen und Verklärung der Eu nichts Substantielles. Es handelt sich um italienische Banken, was hat die EU damit zu tun? Kontrolliert die denn die Geschäfte und verhindert damit derartige Schieflagen? Wenn nicht, warum sollen dann Steuergelder zur Rettung aufgewendet werden, nachdem man vorher zusah, wie die Bank den Bach runter geht? Und der deutsche Steuerzahler ist zunächst für Deutschland zuständig- da gibt es mit verlotterter Infrastruktur, maroden Schulen usw. genug zu stemmen- oder springt da der französische, pardon mittlerweile natürlich auch europäische Steuerzahler ein??

19:08 von gman

man muss natürlich erwähnen, daß die comme bis heute nicht soviel verdient, um ausreichend zinsen zu zahlen für den kredit der deutschen bürger. in der schweiz hingegen musste sich die UBS auch unter den schirm des landes flüchten. dafür hat der schweizer staat innerhalb von ein paar monaten über 3 mrd fränkli erzielt. von den zinszahlungen in den usa wollen wir garnicht reden

Wenn ich richtig liege

dann leben wir doch in einem kapitalistischen resp. marktwirtschaftlichen System. Da gibt es eben unternehmerische Risiken und damit auch die Möglichkeit, bei anhaltenden Fehlern und Misswirtschaft Pleite zu gehen. Vergemeinschaftung oder Sozialisierung von Schulden war da nicht vorgesehen. Nachdem es mehrere Banken gibt, wären ja für die Kunden Alternativen und Substitution vorhanden. So eine Pleite kann einen reinigenden Effekt haben und andere Akteure zu weniger risikobehaftetem Geschäft bringen. Gilt übrigens auch für Staaten, siehe Argentinien. Sonst setzt sich nämlich ein allzu sorgloser Umgang mit Steuergeldern durch, als gäbe es kein Morgen. Wie z.B. in Griechenland, Irland und anderswo, auch in Brüssel.

Gold und andere harte Wertsachen kaufen und sicher lagern.

Das sollte so ziemlich jede Krise überstehen.
Gibt heute noch Funde in alten Häusern, eingemauert in Wänden und Böden, wo die Wertsachen den Eigentümer überlebt haben (sofern das Haus den 2. Weltkrieg überstanden hat...)
Also: Bodengrube ausheben, Gold rein, zumachen, Parkett wieder drüber, schweren Schrank drauf und gut ist.

An Aktiendepots / Fonts können sie nicht ran.

Passwort für das Depot auswendig merken und jede Droh-Anfrage einfach abschmettern.
Idealerweise setzt man einen vertrauenswürdigen Anbieter im Nicht-EU-Ausland zur Verwaltung ein und NICHT eine Bank in der EU......
Die "Hausbank" sieht nur die Beträge und kryptische Nummern, wo es vom Konto aus hinging.

re deutlich: Substanz?

„außer Worthülsen und Verklärung der Eu nichts Substantielles. Es handelt sich um italienische Banken, was hat die EU damit zu tun?“

Danke für das feedback, das mich allerdings etwas ratlos macht.
Das Thema ist die Bankenunion und mit dem haben natürlich auch italienische Banken zu tun. Ein europäischer Wirtschaftsraum ist ohne einen europäischen Bankenmarkt nicht denkbar. Und der erfordert Gestaltung - und zwar nach europäischen Kriterien. Das dürfte doch nicht strittig sein und ist keinesfalls eine „Worthülse“.
Man kann ja Alternativvorschläge machen, aber das sich Deutschland oder die EU von den Pleiten nationaler Banken einfach mal so abkoppeln könnten, ist doch wirklich weltfremd.

Sie sehen es ja an dem aktuellen Disput zw. Italien und der EU. Italien kann der EU drohen und die EU Italien. Ein eindeutiges Zeichen für real existierende Interdependenzen.

EU-Verklärung? Welche der tatsächlich existierenden Probleme in der EU wollen Sie denn ohne die EU lösen?

re deutlich: Haftung

Nachdem es mehrere Banken gibt, wären ja für die Kunden Alternativen und Substitution vorhanden. So eine Pleite kann einen reinigenden Effekt haben und andere Akteure zu weniger risikobehaftetem Geschäft bringen.“

Was Sie da wohl wohlmeinend vorschlagen, läuft darauf hinaus, dass die privaten Haushalte das Risiko einer Bankenpleite tragen und daraus auch noch „lernen“ könnten. Das würde aber voraussetzen, dass ALLE privaten Haushalte dieses Risiko auch einschätzen könnten. Es entsprechend zugelassene Banken gäbe, die die Rückzahlung der Kundeneinlagen nicht garantieren könnten.
Abgesehen davon, dass dies unrealistisch wäre: Meinen Sie nicht, solche Banken sollten von der Bankenaufsicht vom Markt genommen werden? Und falls selbst die Aufsicht getäuscht würde: Sollte dann wirklich der „kleine Kunde“ selbst schuld sein? Doch nicht wirklich, oder?

Also braucht man staatliche Vorschriften, Kontrollen und Garantien. Am besten EU-weit und einheitlich.

@20:19 von teachers voice: Interdependenzen?

Die Interdependenzen sind für mich glasklar:
Italien ist eigentlich längst insolvent, sie dürfen es aber (noch) nicht laut sagen. Wenn Italien fällt, fallen im Rahmen eines "Banken-Domino" auch andere Länder (Spanien, Portugal, evtl. sogar Frankreich).
Da dies auf gar keinen Fall geschehen darf, wurden sicher diverse Notfallpläne geschmiedet. U.A. dass alle Einlagen über 100.000 € (falls diese Grenze hält) automatisch von den Konten gestohlen werden dürfen - nichts anderes ist die europ. Bankenunion (vereinfacht). Und ja: Ich formuliere das so bewusst: Gestohlen.
Ich glaube auch nicht, dass unsere Commerzbank und Dt. Bank die (heftige) Rükkehr der Krise überleben werden.....

teacher's voice 20.19

s gab in Deutschland schon Bankpleiten, z.B. die Herstatt-Pleite. Gut, kein ganz so dicker Brocken, aber Deutschland hat die Pleite gut überstanden, auch ohne Rettungsschirm und ohne EU. Auch eine Versicherungspleite, die Mannheimer wurde vom versicherungseigenen Solidaritätsfonds ohne Hilfe der EU und ohne Steuergelder aufgefangen und die zugesicherten Leistungen übernommen. Da muss nicht immer noch mehr Steuergeld für intransparente Regelungen an Brüssel bereit gestellt werden. Oder wissen Sie etwa, wie viel Steuergeld für Bankenrettung und Eurorettung im Endeffekt tatsächlich verbrannt wurde? Da hört man nichts mehr

re WirSindLegion: Diebstahl?

„Die Interdependenzen sind für mich glasklar:
Italien ist eigentlich längst insolvent, sie dürfen es aber (noch) nicht laut sagen. Wenn Italien fällt, fallen im Rahmen eines "Banken-Domino" auch andere Länder (Spanien, Portugal, evtl. sogar Frankreich).
Da dies auf gar keinen Fall geschehen darf, wurden sicher diverse Notfallpläne geschmiedet.“

Grundsätzliche Zustimmung - nur gibt es auch ein Leben nach der Insolvenz und um dessen Gestaltung müssen und können wir uns kümmern. Das ist richtig so - wenn es auch ohne Insolvenz einfacher wäre.

„U.A. dass alle Einlagen über 100.000 € (falls diese Grenze hält) automatisch von den Konten gestohlen werden dürfen - nichts anderes ist die eur. Bankenunion“
Die 100´ € Grenze ist ein Kompromiss zwischen Garantie und Gläubigerhaftung. Meiner Meinung nach sichert diese private Sparer ausreichend ab. Eine noch höhere Garantie würde nicht nur die Steuerzahler noch mehr belasten, sie würde auch Großanlegern eine risikofreie Anlage garantieren.

19:29 von teachers voice re meinung111: Gemeinschaft

Sollten Sie nicht überzeugt sein: Warum wohl ist die EU das Feindbild Nr. 1 der beiden Paradenationalisten Trump und Putin? Doch nur, weil man viel leichter mit zerstrittenen Nationalstaaten „dealen“ könnte. Oder?

Re Muss man Lehrer sein für solche Argumente ?
Merkel zerlegt die EU über ihere Alleinentscheidungen für Migration und ..
Dazu soll jeder für seine Schulden selbst aufkommen ,,wer Zahlt dann für diese ? Nicht Beamte ,Nicht Lehrer ,Nicht Bänker ,Nicht USA Ngo´s und wer dann ? Ja genau diese !!!!
Dazu ist nicht die EU das Feindbild von Putin und Trumpf sondern nur die Politik der Börsengewinne durch Migration und das Dumping über Löhne in DE .

16:25 von Karl Klammer

Die Ewiggestrigen "nationalen" malen wieder Horrorszenarien
Zuerst müssen die sogenannten Pleitebanken
genügend Kapital und Deckung aufbieten
um überhaupt in diese Union zu kommen :-)
//
Und die ewig anderen sehen kein Problem damit das Geld anderer, die es hart erarbeiten für ihre komischen Idiologien auszugeben! Ihr 2 Satz ist schon makaber lustig um es nett zu sagen ,dürfte wohl kein Problem werden bei der EZB und ihrer ... .

re deutlich: Überstanden?

„Es gab in Deutschland schon Bankpleiten, z.B. die Herstatt-Pleite. Gut, kein ganz so dicker Brocken, aber Deutschland hat die Pleite gut überstanden, auch ohne Rettungsschirm und ohne EU.“

Danke für den Hinweis, als Kölner war ich Augenzeuge. Sie haben Recht, Deutschland hat es überstanden und „klein“ war die Bank auch.

Aber nicht für die Sparer, die in Schlangen vor der Tür standen, um zumindest einen Teil ihrer Ersparnisse noch ausgezahlt zu bekommen. Meistens erfolglos.

Die Einlagensicherung und die Bankenregulierung insgesamt wurden erst aufgrund dieses Ereignisses eingeführt. Und Ende der 80er Jahre wieder aufgeweicht und das Kasino der Banken erst richtig gesellschaftsfähig gemacht. Komplett an volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten vorbei. „Deregulierung“ war das Stichwort, das den Weg in die individuelle Gier und die große Finanzkrise bereitete.

Eine Bankenunion könnte es besser machen. Wenn wir aus der Vergangenheit lernen wollen.

re tias: Feinbild EU?!

„Dazu ist nicht die EU das Feindbild von Putin und Trumpf sondern nur die Politik der Börsengewinne durch Migration und das Dumping über Löhne in DE .“

Wenn Sie schon meinen Beruf ins Spiel bringen: Was bitte soll dieser Satz bedeuten?

Was passiert denn im Fall eines Negativ-Urteils?

Darf dann Deutschland nicht an der Banken-Union teilnehmen? Als DER Hauptgeldgeber?
Oder wird das Grundgesetz einfach zurechtgebogen? (ich tippe ja da rauf)

@21:03 von teachers voice: Ich hab auch kein Wort verstanden....

Ich hab auch kein Wort verstanden....
Es sollte wohl ganz grob um (ungerechte) Unternehmensgewinne aus Lohn-Dumping gehen....
Ist komplett "Off Topic".....

re WirSindLegion: Klasse!

„@21:03 von teachers voice: Ich hab auch kein Wort verstanden....
Ich hab auch kein Wort verstanden....“

Klasse, das hat Größe!!!

Schönen Abend!

teacher's voice 20.57

Sehe das mit dem Casino ganz wie Sie. Ich war übrigens u.a.im Devisenhandel beschäftigt. Wir hatten aber ein gutes Risikomanagement und wussten auch bei den Derivaten genau, wie weit wir im Risiko standen. Der ehemalige Bundespräsident ebenso wie Peer Steinbrück warnten vor "finanzwirtschaftlichen Nuklearbomben" und haben Recht. Da gilt es anzusetzen, weil alle Steuergelder im Falle des Falles zu wenig wären. Rechtzeitige Regulierung, enge Kontrollen, kein Freibrief durch Risikogemeinschaft. Im Zweifel überblickt das von den Politikern eh keiner. Waren ja auch höchstbezahlte Bankvorstände nicht in der Lage und völlig überrascht. Da ist es auch so wie immer-öfter mal auf die Basis hören...

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