Ihre Meinung zu: UNESCO: Schlechte Bildungschancen für Flüchtlingskinder

20. November 2018 - 13:51 Uhr

Flüchtlingskinder haben weltweit schlechtere Chancen auf eine gute Bildung, kritisiert die UNESCO. Manche Länder schließen sie demnach ganz aus. Für Deutschland gab es Lob - aber auch Kritik.

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Kommentare

Welche Studie ...

Welche Studie beschäftigt sich mit den Folgen für bzw. Auswirkungen auf die Bildungsstandards und -niveaus für die einheimischen Kindern in den Zielländern?

Gibt es dazu etwas?

UNESCO: Schlechte

UNESCO: Schlechte Bildungschancen für Flüchtlingskinder
Nein Doch Ohh Her mit dem "Global Compact for Save, Orderly and and Regular Migration" Denn die "WIR" machen das Optimistin und "Wir" schaffen das Optimistin droht allen durch "if und else"! Packen wir es an, denn es gibt ....

Das will ich jetzt nicht

Das will ich jetzt nicht wirklich glauben,dass Flüchtlinge mit guten Deutschkenntnissen, Lese- und Schreibfertigkeiten ,eine nur um 19 Prozentpunkte höhere Chance auf Beschäftigung haben.Daraus zu schließen,ist es bei 81 % der Flüchtlinge nicht vordringlich, dass sie die deutsche Sprache beherrschen. Da sind dann ja wohl die ganzen Sprachkurse,mit Milliarden Kosten für die Katz,weil sie nicht gebraucht werden,um eine Beschäftigung zu finden.

Fehlende Qualifikationen ...

... sind nicht nur ein Problem für Flüchtlinge, sondern ein Problem für jedermann, auch für die lokale Bevölkerung. Die Frage ist dann manchmal, muss ich für die einen das Problem größer machen, damit es für die anderen kleiner wird? Mit anderen Worten, muss ich Schulklassen in normalen Schulen bilden, in denen mehr Kinder mit Migrationshintergrund sind, die Deutsch nicht als Muttersprache habe, damit diese besser Chancen haben, auf Kosten der Kinder die Deutsch als Muttersprache haben und langsamer im Lernstoff voran kommen, weil man auf die andere Rücksicht nehmen muss? Das halte ich auch nicht für Chancengleichheit sondern für Benachteiligung derer (unsere Kinder) die anderen Helfen (Flüchtlingskindern). Ja, es ist ein Problem und ich erkenne es als solches. Tatsächlich erhalten aber Flüchtlinge hier auch an der "Sonderschule" immer noch mehr Bildung, als sie in ihrem Heimatland bekommen hätten. Daher bin ich dagegen unsere Kinder in ihrer Entwicklung zu bremsen, zu Gunsten anderer.

Deutschland wird gelobt ...

für seine Anstrengungen und trotzdem sind die Migranten weiterhin in den Hochschulen und Gymnasien unterrepräsentiert!
Dagegen ist allerdings der Anteil der ostasiatischen Migranten in diesen Einrichtungen höher als ihr Anteil an den Einwohnern Deutschlands!
Woran das wohl liegen mag?

Gilt nicht für Deutschland

Hier haben sie Zugang zur Schule, es sei denn dieser gewisse Kultur-/Religionskreis verbietet es den Kindern bzw. nur den Mädchen.

In Teilen Deutschlands sind Flüchtlings-/Migrantenkinder in der absoluten Mehrheit, aber ob die Bildung angenommen wird wenn zuhause nur die Sprache des Herkunftslandes gesprochen wird ist eine andere Frage

Die Kinder unserer Bekannten aus Syrien, Iran und dem Irak

gehen in Bayern (Moosburg) zusammen auf die Grunschule.
Ein Bekannter meiner Tochter aus Syrien hat gerade seinen Master als Bauingenieur abgeschlossen und schon einen Probeunterricht an der Berufsschule in Cham gehalten.
So schlimm kann die Ausgrenzung zumindest in Bayern nicht sein.

Die Probleme sind vielschichtig

Die klugen Ratschläge der Kommission sind meiner Meinung praxisfremd. Es sollte vielmehr darauf geachtet werden, dass die Bildungschancen aller Kinder nicht weiter sinken. Sonderklassen für Flüchtlinge sind notwendig, um diese zunächst auf ein Mindestniveau zu bringen, so dass sie dann dem "normalen Unterricht" auch folgen können.
Sollte das Leistungsniveau an staatlichen Schulen noch weiter abfallen, bleibt nur die Flucht in die Privatschule. In einigen Stadtteilen Berlins ist dies bereits der Standardfall.

Na also!

Es wird sich doch immer wieder ein Thema finden lassen, das man "den" Deutschen unter die Nase reiben kann! Und wehe, man stellt die Frage nach den Verhältnissen in anderen Ländern! Da kommen dann sofort die "Whataboutism-Experten" mit ihren dummen Ansichten. So ein Thema läßt sich auch in Deutschland am besten medial ausschlachten, denn in anderen Ländern zuckt man mit den Schultern und hat man auch nicht den Ehrgeiz überall der Beste zu sein. Nur "der" Deutsche unterliegt dem Irrglauben jemals ein Lob oder Anerkennung zu erhalten. Allerdings haben andere Nationen soviel Selbstwertgefühl, daß sie die Chancen für Flüchtlingskinder als Krüke garnicht brauchen!

EVA ( Eigenverantwortliches Arbeiten) auf dem Vormarsch

Für Deutschland gab es Lob.

Tja, und wer finanziert das alles?
Der Bürger, der ohnehin schon Schwierigkeiten hat, sein Auskommen zu finden.
Und er finanziert es auch mit eigener schlechter Bildung, weil Ansprüche zugunsten von Migranten runtergeschraubt werden.
Die mangelnde Bildung fällt uns heute schon auf die Füße.
Ich habe alle meine Kinder nur auf reine Gymnasien mit geringem Migrationsanteil geschickt und weite Fahrten in Kauf genommen, um halbwegs vertretbare Bildung für meine Kinder zu erhalten.
Bisher hat sich das ausgezahlt.
Die Grundschule vor Ort allerdings baut immer weiter ab und die Projekte "Niemanden zurücklassen" z. B. und die Inklusionszwänge lassen Bildung nur schwer zu.
Lehrermangel ( allein für Migranten fehlen 42 000 Lehrer haupts. für Sprachunterrichte) tut sein Übriges.
Geografie nur noch halbj., ebenso Chemie.
Das sagt schon alles.
Musik fällt ganz aus, dafür gibt es nun eine einzige Musikklasse mit Schwerpunkt Musik.
Meist Selbststudium erforderlich.

Wenn ich daran denke, mit welchen

finanziellen Problemen die Einrichtung ständig zu kämpfen hat, in der meine Partnerin arbeitet, so könnte der Staat viel mehr dafür tun. Würden sich die Leiter nicht privat sowohl arbeitstechnisch als auch finanziell einbringen, das Ganze wäre schon Geschichte. Deshalb kann ich das "Wir schaffen das" unserer Kanzlerin nicht nachvollziehen, denn der Staat hat außer Ehrungen nicht viel zu bieten. Man ist auf Spenden angewiesen.

Warum fragt die UNESCO nicht

Warum fragt die UNESCO nicht endlich einmal ganz konkret und öffentlich, so dass jeder in der Welt sowohl diese UNESCO Aktio, wie die Reaktio, bei den Fluchtverursachern, wie Putinland, Saudi-Arabien Iran und USA und wen man noch dazuzählen muss, nach, wie die sich das weiters vorstellen? Und warum macht die UNESCO nicht ständig weltweit Aktionen, die auf das Tun dieser verbrecherichen Verursacherstaaten aufmerksam machen? Da käme bestimmt mehr für die geschundenen Menschen heraus, als die UNESCO damit erreicht, nur mit schöner Regelmäßigkeit bei uns in Deutschland herum zu kriteln, wenn da mal wieder nicht alles 150%ig so läuft? Oder hängt das damit zusammen, dass hier eben die Hotels mehr Sterne und die Empfangssäle gemütlichere Couchen haben und durch die Ermahnungen immer gleich noch mehr eingesammelt werden kann?

Interkultureller Unterricht

Wenn ich schon die ersten Kommentare zu diesem thread lese, kommt mir der Gedanke, dass vielen „monokulturellen“ Menschen hier die Erfahrung eines „interkulturellen“ Unterrichts sehr sehr gut getan hätte.

Aber es ist nie zu spät, dazu zu lernen.

Die Frage

Die Frage ist für mich immer: "Will man das".
Ja, man könnte so viel tun, aber gleichzeitig fließt Unverständnis viel Geld in die Rüstung.
Hier wäre ein Ansatz um die Welt besser zu gestalten. Nur man macht es nicht, der Profitgier wegen.
Deshalb ist das Geschwätz alles Lüge.

dies waere ein echtes Problem..

fuer die deutschen Schueler.
- "Kritisiert wurde unter anderem, dass viele Flüchtlingskinder lange in Sonderklassen unterrichtet würden. "Das gemeinsame Lernen aller muss die nächste Aufgabe sein, der sich das Land stellt" -
Pisa liegt ja noch nicht soo lange zurueck.. Lernen auf 'niedrigerem' Niveau wuerde hier keine Verbesserungen bringen... da soll man ruhig egoistisch sein - zum Wohl der eigenen Kinder und deren Bildung...
Vor ca. 30 Jahren erzaehlten mir mal suedafrikanische (weisse) Eltern von deren Problemen mit gemischten Klassen... Tenor war, warum sollen meine Kinder langsamer und weniger lernen, nur damit sie in 'gemeinsamen' Schulklassen sitzen?...
Das Leistungsprinzip sollte auch heute noch die oberste Prioritaet haben/behalten/werden...

@teachers voice

Deutschland braucht keinen interkulturellen Unterricht, sondern Unterricht in Mathematik, Physik, Chemie, ...
Durch die vielen Probleme an deutschen Schulen (schlechte Deutschkenntnisse, Konflikte zwischen den Kulturen, Unterrichtsausfälle, ...) werden die Auszubildenden und Studenten immer schlechter, was Ihnen jeder Betrieb und jede Hochschule bestätigen kann!

@morph63: "Sollte das

@morph63: "Sollte das Leistungsniveau an staatlichen Schulen noch weiter abfallen..."

Sehe ich ähnlich allerdings gab es das Problem schon lange vor der Flüchtlingskrise.
Eine Freundin von mir ist Lehrerin an einer Berliner Grundschule und sie hatte es 2003 doch tatsächlich gewagt den Rahmenplan durch zu ziehen und die Inhalte versucht zu vermitteln. Die hälfte der Klasse hat das Lernziel nicht erreicht und sind dementsprechend durchgefallen, sprich die Kinder hätten eine Ehrenrunde drehen müssen. Dazu ist es aber nie gekommen da sich das Schulamt eingeschaltet hat und den Lehrern vorgeworfen hat sie wären zu unfähig die Inhalte zu vermitteln. Fazit war das alle mitgeschleift worden sind und die Rahmenpläne nicht mehr umgesetzt werden. Mein Kind habe ich nach dem ich das erfahren hatte 2 Jahre später auf eine andere Schule geschickt.

Das Kinder die die Sprache nicht sprechen erstmal gesondert unterrichtet werden bis ein gewisses Niveau erreicht ist halte ich für sinnvoll.

Es ist interesant zu sehen,

Es ist interesant zu sehen, in wie vielen Kommentaren hier der "alte Konflikt" zwischen Elitebildung und solidarischen Bildungskonzepten fröhliche Urstände feiert; und wie schon vor mindestens 30-40 Jahren haben die Gegner*innen solidarischen Lernens geflissentlich außer Acht gelassen, dass es seit vielen Jahren breite Studien und vor allen in den nordischen Ländern bestens evaluierte Erfahrungen dazu gibt, dass eine klare Betonung der sozialen Lernebene - gegenseitige Unterstützung, kollegiale und gruppenbezogene Lernformen etc. - auch die Kreativität fördert, die Lernkompetenz und die Persönlichkeitsbildung sowie die Gruppenkompetenz.

@ Hepheistos

UNICEF-Deutschland (Unterorganisation der UNO) hat doch sofort nach einem Jahr nach der großen Flüchtlingsinvasion Herbst 2015 Deutschland kritisiert, daß sie zu wenig in die Bildung der jungen Neubürger tun würden. Wahrscheinlich genießen die meisten bei uns eine bessere Bildung als sie es je in ihrem Heimatland bekommen würden. Sogar noch vor dem Krieg 2008 gab es 23 % Analphabeten z.B. in Syrien.
Die ganze unsägliche Diskussion motiviert ja besonders auch viele Ehrenamtliche, viele davon tun inzwischen nichts mehr.
Und es darf doch gefragt werden, ob sich in diesem Bereich überhaupt noch ehrenamtliches Engagement lohnt?

Am 20. November 2018 um 13:35 von smirker

"Dagegen ist allerdings der Anteil der ostasiatischen Migranten in diesen Einrichtungen höher als ihr Anteil an den Einwohnern Deutschlands! Woran das wohl liegen mag?"

Würden Sie Ostasiaten kennen, bräuchten Sie sich und uns diese Frage nicht zu stellen. Diese Menschen haben einen enormen Lernwillen, gepaart mit Leistungsdruck schon durch das Elternhaus. In Tschechien stellen die Vietnamesen mittlerweile bildungstechnisch die Elite dar ... und hier in Bayern sind sie auch Spitze. Allerdings sind die Kinder der Ostasiaten auch keine Prinzen und Prinzessinnen, wie es sich oft bei denen aus dem arabischen Raum darstellt. Natürlich gibt es auch bei den Kindern aus dem Mittleren Osten viele, die selbst etwas für ihre Bildung tun wollen. Der Druck bei den Ostasiaten ist manchmal auch zu hoch, da ist eine 2 im Zeugnis schon eine Katastrophe.

Lächerlicher Bericht. Bildung

Lächerlicher Bericht. Bildung der Flüchtlinge ist gut, ABER die sind in Sonderklassen, wie schrecklich, wirklich unerträglich. Das da bildungstechnisch überhaupt was läuft geht doch nur durch die Sonderklassen, ansonsten kommt nur murx bei raus.

Und die Fremdenfeindkeule wurde von bekannten Foristen die sich als vermeintliche Lehrkräfte ausgeben auch schon gleich wieder geschwungen gegen alle die es für nicht sinnvoll halten hier durch das selbe immer wieder gescheiterte Experiment die Bildung wieder tiefer zu stapeln, bis wir irgendwann bei der Anforderung angekommen sind, das man bis zur 12 das 1x1 aufsagen und die deutsche Sprache gebrochen sprechen können muss, um durchs Abi zu kommen.

Am 20. November 2018 um 14:08 von teachers voice

"Wenn ich schon die ersten Kommentare zu diesem thread lese, kommt mir der Gedanke, dass vielen „monokulturellen“ Menschen hier die Erfahrung eines „interkulturellen“ Unterrichts sehr sehr gut getan hätte."

Und wenn ich Ihren Kommentar lese, stelle ich fest, dass Sie keine Ahnung haben, wie Unterricht aussieht, wenn die Sprachdefizite zu groß sind.

Ja

Ja, das ist so. Weltweit. In jedem Land. Das könnte daran liegen, dass bei Flüchtlingskindern zu Hause nicht die Sprache des aufnehmenden Landes gesprochen wird. Das könnte aber auch schnell und günstig korrigiert werden. Zuhause wird meistens nur die zurückgelassenen Sprache und Kultur gepflegt. Das halte ich für Schade.

@teachers voice - 14:15

">>Brücken bauen statt Mauern
Bereits der Untertitel des Berichts lässt erahnen, dass eine neutrale Analyse nicht zu erwarten ist.<<

Sie meinen, „Mauern statt Brücken“ wäre neutraler?"

Nein, wäre es nicht. Der Untertitel ist schlicht Stuß - weil er impliziert, dass hier Mauern errichtet würden. Das ist aber gerade nicht der Fall und ein solches Szenario ist auch nicht absehbar.
Mir graust bei der Vorstellung, dass Sie wirklich Lehrer sein könnten.

Nachfrage

20. November 2018 um 13:54 von karlheinzfaltermeier

Das Deuten Ihrer Aussage ist nicht einfach. Daher frage ich nach: Deutschland, eines der reichsten und mit am besten industrialisierten Länder der Welt, soll Kindern, die in diesem Land sich aufhalten, nicht die bestmögliche Chance an Ausbildung und Start in das Leben geben? Sollen stattdessen in Deutschland im Fall von Kindern von Geflüchteten, darauf bezieht sich doch der Artikel, andere, weil geringere Standards angewendet werden? Ist so Ihr Beitrag zu verstehen? Können Sie sich die Folgen ausdenken, wenn Kindern, die bereits beim Start einen Nachteil haben, gleiche und faire Chancen sowie Förderung von Staats wegen verwehrt bleiben? Sowohl während ihres Aufenthalts in Deutschland als auch nach Rückkehr in das Herkunftsland der Eltern?
Da ich die Errungenschaften der Gesellschaft Deutschlands schätze, freut sich mein Patriotismus, wenn eine Institution wie die UNESCO Lob spendet und Hinweise gibt, wo nachgebessert werden kann.

@14:08 von teachers voice

Wenn ich schon die ersten Kommentare zu diesem thread lese, kommt mir der Gedanke, dass vielen „monokulturellen“ Menschen hier die Erfahrung eines „interkulturellen“ Unterrichts sehr sehr gut getan hätte.
Gegen einen interkulturellen Exkurs ist nichts einzuwenden, aber dabei sollte man es dann auch belassen. Schließlich hat nicht jeder den Berufswunsch, Ethnologie zu studieren. Viel mehr aber sollte es bei dem Bildungsziel darum gehen, junge Menschen auf ein Leben in unserer "westlich geprägten" Gesellschaft vorzubereiten (um es mal zugespitzt zu formulieren).

@ ex_Bayerndödel

Vietnam war ja ein wirklich gebeuteltes Land durch den unsäglichen Krieg und ist heute noch sehr sehr arm, aber inzwischen, obwohl Vietnam keine Schulpflicht hat, gibt es NUR 4 % Analphabeten.
Wenn man sich dagegen die arabischen und afrikanisch/muslimischen Staaten anschaut, kann man nur den Kopf schütteln. Sogar in Syrien, denen ja ein höherer Bildungsstand nachgesagt wurde, hatten noch 2008 also vor dem Krieg 23 Prozent Analphabeten und in den vielen anderen Staaten liegt es noch wesentlich höher.

@ 14:35 von andererseits

... außer Acht gelassen, dass es seit vielen Jahren breite Studien und vor allen in den nordischen Ländern bestens evaluierte Erfahrungen dazu gibt ...
Bei den Studien werden sie andererseits aber auch nachlesen können, dass die Gruppe der zu integrierenden Schüler verhältnismäßig klein war, und die zu integrierenden Schüler in der Mehrzahl nicht aus bildungsfernen Schichten kamen. Daher können sie die Studie nicht notwendigerweise auf die Situation in Deutschland übertragen.

@morph63, 14:56

"Schließlich hat nicht jeder den Berufswunsch, Ethnologie zu studieren."

Es will auch nicht jeder Mathematiker werden, dennoch bekommt jeder in der Schule Mathematikunterricht. Interkulturelles Verständnis gehört in einer globalisierten Welt schon zu den Grundkompetenzen.

"Vielmehr aber sollte es bei dem Bildungsziel darum gehen, junge Menschen auf ein Leben in unserer "westlich geprägten" Gesellschaft vorzubereiten."

Womit Sie meine These eigentlich bestätigen. Gerade "westlich geprägte" Gesellschaften sind längst multikulturell und werden es in Zukunft noch mehr sein.

14:59 von Heidemarie Bayer

Man sollte aber doch noch berücksichtigen, daß in vielen von ihnen genannten Ländern die Mädchen grundsätzlich nicht zur Schule dürfen. Ihr Stellenwert in der Gesellschaft ist dort ziemlich weit unten angesiedelt.

@wie- - 14:53

"Sollen stattdessen in Deutschland im Fall von Kindern von Geflüchteten, darauf bezieht sich doch der Artikel, andere, weil geringere Standards angewendet werden?"
Nein, sollen sie nicht. Sie sollen aber nicht automatisch in die Klassenstufe eingeordnet werden, die ihrem Lebensalter entspricht, sondern entsprechend ihres Wissensstandes. Grundlage sollte es sein, dem Niveau der deutschen Sprache in Wort und Schrift folgen zu können. Und wenn dafür einige Monate nur Deutschunterricht in Sonderklassen nötig ist, dann ist das eben so. Immer noch besser, als wenn letzten Endes alle frustriert sind: der Lehrer, die deutschsprachigen Kinder und derjenige, der kein Wort des Unterrichts versteht, weil der Lernfortschritt bis zum Stillstand gelähmt wird.

Brennpunktschule - wir versuchen es

Unsere Oberschule gilt als Brennpunktschule, weil wir hier einmal prozentual viele Migrantenkinder bzw. Kinder mit Migrationshintergrund haben, dann überdurchschnittlich viele Inklusionskinder (LE/GE) und eben auch Flüchtlingskinder. Damit die Kinder ohne Sprachkenntnisse überhaupt eine Chance haben, sind sie in einer Sprachlernklasse untergebracht - eine engagierte Lehrerin hatte da viel aus eigener Kraft auf die Beine gestellt: Warum unser Land so wenig Hilfen gab? Z. B. hätte man tolle Deutsch-Lernbücher in der jeweiligen Sprache der Kinder und EIN dazu passendes Lehrerbuch dazu herstellen und verbreiten können, aber auch andere mehrsprachige Medien...
Seit Bestehen der Sprachlernklasse sind auch Kinder rausgeflogen, weil sie einfach nicht beschulbar waren - trotz unserer Mühen! Wir haben zwar pädagogische, engagierte Mitarbeiter, aber keine Psychologen - die gibt es eben nicht! Und wir haben eben nicht einmal genügend Lehrer (Problem made by Niedersachsen).
DAS ist die Realität.

@exbayerndödel, 14:42

"Und wenn ich Ihren Kommentar lese, stelle ich fest, dass Sie keine Ahnung haben, wie Unterricht aussieht, wenn die Sprachdefizite zu groß sind."

Wie soll der schon aussehen? Natürlich steht dann (statt der Wissensvermittlung) zunächst einmal das Finden gemeinsamer Kommunikationsformen im Vordergrund. Ich wüsste nicht, was daran schlecht wäre!

@14:41 Ramuthra

Außer unsinnigen Behauptungen (Abi mit 1 x 1 und deutsch gebrochen) kann ich leider keinen Inhalt in Ihrem Kommentar entdecken. Haben Sie etwas vergessen zu schreiben?

@15:07 morph63

Dass die Gruppengröße eine Rolle spielt, ist unbestritten - übrigens ganz unabhängig von der Zusammensetzung der Gruppe. Wo Sie das Kriterium "nicht mehrheitlich aus bildungsfernen Schichten" in einer Untersuchung gefunden haben, würde mich interessieren.

@Umbruch, 14:06

Aber alle andere Länder dürfen bei uns ohne Numerus Clausus studieren.

Ich erinnere mich sehr genau, dass Sie diese Falschbehauptung schon mal gepostet haben. Damals könnten Sie noch einem Irrtum unterlegen sein.
Aber ich erinnere mich eben so genau, dass sowohl ich wie auch andere Foristen Sie damals korrigiert haben. Diesmal ist ein Irrtum also ausgeschlossen.

Warum also diese erneute unzutreffende Behauptung?

@ um 14:59 von Heidemarie Bayer

ein interessanter Aspekt, der des Pudels Kern offenlegt. Jetzt muss nur noch die Frage geklärt werden: weshalb ist das so...?

Am 20. November 2018 um 15:33 von rossundreiter

"Wie soll der schon aussehen? Natürlich steht dann (statt der Wissensvermittlung) zunächst einmal das Finden gemeinsamer Kommunikationsformen im Vordergrund. Ich wüsste nicht, was daran schlecht wäre!"

Sie müssen wirklich fern der Bildungsinstitute leben, um so einen Kommentar abzugeben. Es gibt einen Lehrplan, den kann man nicht einfach auf 20 Schuljahre ausdehnen. Es haben schon genug Deutsche Probleme, die Ziele zu erreichen. Wie soll dies geschehen, wenn die Grundlage fehlt?

@15:23 NieWiederCDU

Die Realität ist vielschichtig, wie Sie als Lehrkraft sicher wissen. Zur Wirklichkeit gehört auch, dass Lehrkräfte aus verschiedenen Schulen berichten, die Atmosphäre und Lernbereitschaft habe sich verschlechtert, seit es weniger geflüchtete Kinder in der Klasse gäbe. Aber das passt für mache hier nicht ins Bild, ich weiß.

@rossundreiter - 15:33

"Natürlich steht dann (statt der Wissensvermittlung) zunächst einmal das Finden gemeinsamer Kommunikationsformen im Vordergrund. Ich wüsste nicht, was daran schlecht wäre!"
Dass Mathematik mit "Händen und Füßen" (im wahrsten Sinne des Wortes!) nicht über die Zahl 20 hinauskäme, zum Beispiel!? Im Sportunterricht mag das Sprachniveau ja egal sein, aber in allen anderen Fächern? Tja, Pech gehabt, wenn das Schuljahr schon nach einem Drittel des Lernstoffes der Klassenstufe zu Ende ist, weil das "Finden gemeinsamer Kommunikationsformen" 'mal wieder etwas länger dauerte (Snickers gefällig?). Weiterführende Schulen oder Ausbildungsbetriebe nehmen bestimmt Rücksicht darauf, wenn man (zugespitzt ausgedrückt) nur das halbe Alphabet beherrscht.

re totengräber: Brücken oder Mauern?

>>Sie meinen, „Mauern statt Brücken“ wäre neutraler?"

Nein, wäre es nicht. Der Untertitel ist schlicht Stuß - weil er impliziert, dass hier Mauern errichtet würden. Das ist aber gerade nicht der Fall und ein solches Szenario ist auch nicht absehbar.<<

In dem Artikel bzw. der Studie wird eindrucksvoll beschrieben, wie der Zugang für Migranten zur Bildung durch „Mauern“ vielerorts erschwert oder verweigert wird. Für Deutschland gelte dies ausdrücklich nicht.
Draufhin beklagten die ersten Foristen hier sofort, dass der Bildungszugang für Migranten „aber“ zu Lasten unserer einheimischen Schülerinnen und Schüler ginge.
Daraufhin bemerkte ich, dass ein „interkultureller“ Unterricht gerade diesen viel gebracht hätte. Weil sie dort hätten erleben können, wie der gesamte Unterricht den Horizont jeden Schülers (und auch des Lehrers) erweitern hilft.
An Ethnologieunterricht hatte ich dabei gar nicht gedacht. Kann man aber mal drüber nachdenken.
Wie über alles - nur nicht über Mauern!

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