Ihre Meinung zu: Die FDP, ein Jahr nach dem Nein zu Jamaika

19. November 2018 - 15:21 Uhr

Vor einem Jahr machte FDP-Chef Lindner einen Strich durch eine mögliche Jamaika-Koalition. Doch war es für die Liberalen wirklich besser, nicht zu regieren? Von Daniel Pokraka.

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Kommentare

Nein zu Jamaika

. Doch war es für die Liberalen wirklich besser, nicht zu regieren?

Das ist wirklich eine interessante Frage. Wie lange hätte sich Herr Lindner gegen Frau Merkel behauptet? Oder hat er schon vorher gewusst, daß seine Möglichkeiten, siehe SPD, sehr begrenzt sind. Wäre vielleicht eine interessante Konstellation geworden.

Es ist nur zynisch zu sagen,

Es ist nur zynisch zu sagen, die FDP hätte ja alles besser machen können, wenn sie mitregiert hätte. Selbstverständlich wäre sie von den Grünen ausgebremst worden. Genau das war ja wohl auch der Grund für den Rückzug. Schwarz-gelb alleine hätten sich ja wohl einigen können.

Postengeschacher

Ich finde es deutlich positiv, dass die FDP nicht sich hat über den Tisch ziehen lassen. Sie wäre von CDU/CSU sowieso kalt gestellt worden. So wie heute die SPD. Endlich mal eine Partei, die klare Kante zeigt und nicht der lieben Posten willen alles mitmacht. Das würde der SPD vielleicht auch wieder aufs Pferd helfen.

Richtige Entscheidung

Es war völlig richtig von der FDP in keine Regierung einzusteigen, die von Angela Merkel geführt wird, das beweist bestens der politische Stillstand der Gegenwart.

Das Problem mit der FDP ist

Das sie eine mitte rechts Neoliberale Partei ist in einem Land das zunehmend an der Basis verarmt, da ist es kein wunder das die Leute kein Interesse an mehr Austerität haben.

Richtig

"Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren"

Selten einen so richtigen Satz in der mittlerweile wachsweich-beliebigen Politiklandschaft gehört - und ebenso richtig war die Entscheidung Lindners.

Leider folgte mit dem Einknicken der "S"PD kaum später ein erneuter Tiefschlag für jene, die den Beginn einer Gesundung des Systems erahnt hatten. Schade...und man wird weiter herumwürgen.

Einerseits...

wird der SPD vorgeworfen, wankelmütig und beliebig geworden zu sein, geradezu zu einem leidlichen Kanzlerinnen-Wahlverein, andererseits wird der FDP vorgeworfen, genau dies nicht auf sich genommen zu haben, als sie merkten, dass sie ihre Positionen in einer Jamaika-Koalition nicht so durchsetzen könnten.

Ja, jeder, der zu einer Wahl antritt, bewirbt sich damit automatisch auch um Regierungsverantwortung. Aber: nicht um jeden Preis!

Die FDP hat zahlreiche Probleme (wofür steht sie, wer ist noch dabei außer Lindner und Kubicki), aber das Scheitern von Jamaika sollte man wirklich nicht alleine der FDP anlasten. Wenn bei 4 Verhandlungspartner (CDU, CSU, Grüne und FDP) einer aussteigt, dann haben sich ja vielleicht auch 3 andere nicht wirklich bewegt. Und dabei muss es auch gar nicht zwingend um FDP-Positionen gegangen sein, es wäre z.B. auch möglich, dass die FDP erkannt hat, dass CSU und Grüne nicht zusammenkommen und hat dann als erste Partei die Konsequenzen daraus gezogen.

Lindner

Dieser Herr Lindner hat doch seine Glaubwürdigkeit spätestens bei den durch ihn geplatzten Koalitionsverhandlungen verloren ! Nach vielen seiner Medienauftritte ist mir immer noch nicht klar, in welche der zwei Schubladen er am besten passt: Pure Selbstverliebtheit/ Eitelkeit oder reines Machtstreben.
Das Bedürfnis zum Dienst am Volk und am Menschen ist es jedenfalls nicht, was Christian Lindner antreibt !

War immer schon...

Die FDP war auch schon vor Jahren eine Partei, die ein Defizit an Zuverlässigkeit hatte und sich eher der Wankelmütigkeit zuwendet.

Ich hätte eine Jameikakoalition gern gesehen, die unterschiedlichen politischen Positionen hätten bei gutem Willem immer eine für alle Beteiligten tragbare Lösung bringen können und ein "weiter so" hätte es nicht gegeben. Aber der gute Wille fehlte eindeutig.

Die FDP, ein Jahr nach dem Nein zu Jamaika

Auch wenn viele es gerne gesehen hätten, dass die FDP in der Regierung vertreten wäre, Herr Lindner wusste was er tat.
Eine Regierungsbeteiligung als Stimmvieh unter Merkel wäre für die FDP tödlich geworden. Das beste Beispiel gibt die SPD.
Die Fehler und nicht angepackten Probleme werden vom Wähler als Versagen von allen wahrgenommen und der kleinste Partner in einer Vierparteienkoalition kann, zumindest unter der Dominanz von Merkel, keine eigenen wahrnehmbaren Akzente setzen. Somit hätte die FDP sich schon bei der Vereidigung der Minister um Kopf und Kragen regiert, obwohl andere schon vorher den Karren in den Dreck gefahren haben.
Dies hat Herr Lindner noch rechtzeitig erkannt und die Konsequenzen gezogen. Denn von liberaler Politik, die wir nötig hätten, wäre nichts durchsetztbar gewesen.
Und wie in Berlin regiert wird kann man mit Kopfschütteln jeden Tag in den Nachrichten sehen . . .

Ich lach mich tot!

Lindner musste damals ja einen Rückzieher machen, weil die FDP ja überhaupt kein Personal für Ministerposten hat. Dieser Selbstdarsteller weiß doch ganz genau, dass man wenn man wenigstens ETWAS erreichen möchte man auch mitregieren muss. Alles heiße Luft.

Lindner

Für viele war Lindner der Verräter dieser unseligen Jamaika-Konstruktion. Und bekanntlich lieben die meisten Verrat und hassen dafür den Veräter. Ich würde mich an einem Denkmal beteiligen das zum Dank dafür aufgestellt wird was er zum Wohle unseres Landes damit erreicht hat.

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