Kommentare

Sie kann wohl nicht so handeln, wie sie möchte.

Es ist kein Geheimnis, dass die wahre Staatsgewalt in Myanmar in den Händen des Militärs liegt. Frau Suu Kyi dürfte allenfalls so etwas wie eine geduldete Marionette sein, eine Art ziviles Aushängeschild.
Es ist daher wohl schwer zu beurteilen, ob sie durch ihren Einfluss noch Schlimmeres verhindert hat und dies vielleicht sogar immer noch tut, oder aber, ob sich ihre Äußerungen und ihr mangelnder Einsatz für die Rohingya mit der Meinung des Militärs deckt. Im ersten Fall würde das erklären, warum sie ihr Amt noch nicht aufgegeben hat; dann wäre die Aberkennung des Ehrentitels absolut ungerechtfertigt.

Endlich aufgewacht?

Suu Kyi war doch nur eine "Ikone" für den Westen, solange sie sich in Hausarrest befand. In dieser Hinsicht ist sie doch nur ein neuerliches Beispiel für eine Doppelmoral, die immer mehr um sich greift.
So war doch auch bei uns ein Kreml- und Putin-Gegner immer für eine Schlagzeile gut, als er sich den Mund zunähte, oder seine Hoden auf den Roten Platz nagelte. Als er allerdings seine "Kunstprojekte" in Paris mit dem Anzünden einer Bank fortsetzte, verschwand er schnell dorthin, wohin er gehört. In der Psychiatrie!
Ob Chodorkowski, Pussy Riot, White Helmes oder Femen, immer das selbe Schauspiel.
Die sind nur in den jeweiligen Ländern interessant, nicht außerhalb. Oder wie bei den Weißhelmem als Gefährder nicht einmal willkommen. Oder warum hinterfragt die TS nicht bei der Regierung, ob die 8 "geretteten" Weißhelme, immerhin mit Preisen überhäufte Helden, samt Familie aus Jordanien inzwischen in Deutschland angekommen sind?
ICH kenne die Antwort.

Ehrentitel oder auch Auszeichnungen

wie zum Beispiel den Friedensnobelpreis, sollten nicht schon vorab vergeben werden, sondern erst dann, wenn diese auch wirklich VERDIENT wurden!

Ehrentitel ohne Ehre

Suu Kyi hat den Titel nie wirklich verdient. Sie gehörte und gehört zur korrupten Oberschicht des Landes. Sie inszenierte sich geschickt, das war alles. Ich habe nie ernsthaft etwas von ihr erwartet.

Gut so

Und jetzt bitte noch den Friedens-Nobelpreis aberkennen!

@ Harry_up

Ich halte ihre Vermutung durch aus für möglich. Aber wenn man so gut wie nichts ausrichten kann. Noch nicht mal verhindern kann das es zu Völkermord kommt. Sollte man dann nicht ein Regime durch den Entzug seiner moralischen Reputation demaskieren?

Bodenhaftung gefragt

"Amnesty-Generalsekretär Kumi Naidoo warf ihr in einem Brief vor, gegenüber Gräueltaten des Militärs gleichgültig zu sein und auch die Meinungsfreiheit nicht ausreichend zu schützen."
Oh-Mann!
In welchem Film seit ihr denn zu Hause? Heile Welt? Paradies, Wattebäuschchen werfen und Luftballone steigen lassen?
Diese Frau ist eher zu bedauern, als zu verurteilen!
Sie lebt in einer Region und Kultur dieser Welt, die absolut von Männer beherrscht wird!!!
Glaubt ihr oder habt ihr wirklich geglaubt, dass eine patriarchalische Gesellschaft auf eine Frau hört? Indira hat man auch eine Kugel verpasst, als sie ausgedient hatte.
It's a Man's world!
Welche Halbwertszeit gebt ihr ihr, falls sie sich gegen dieses Patriachat stellen würde um euren Träumen zu entsprechen?
Aus dem Elfenbeinturm heraus ist immer gut zu verurteilen.

Dieser Titel ...

Zitat: ""Botschafterin des Gewissens" - diesen Ehrentitel von Amnesty International durfte Myanmars de-facto-Regierungschefin Suu Kyi lange tragen. Nun entzog ihr Amnesty den Titel und erhob schwere Vorwürfe."

Dieser Titel ... ist sowieso so wenig wert die all die anderen inflationär verwendeten Ehrentitel und Auszeichnungen heutzutage.

Man schaue sich nur einmal, wer heute Bundesverdienstkreuze, Buchpreise, Friedensnobelpreise erhält ...

Friedensnobelpreis und Literaturnobelpreis

sind doch schon lange kaum etwas wert.

Beide Preise sind fast zu politischer Willkommenheit verkommen. Gelegentliche Ausnahmen bestätigen eher die Regel. Dies ist sehr bedauerlich. Ergänzt wird das Ganze noch durch den so genannten 'Wirtschaftsnobelpreis'.

Literaturnobelpreis: Warum hat Astrid Lindgren den nicht erhalten?

Friedensnobelpreis: Warum Obama?

Wirtschaftsnobelpreis: Kein Kommentar nötig.

Die sogenannte Elite - so nennt sich die Macht bevorzugt - will sich eben ständig selbst beweihräuchern und als Zeugen der eigenen Integrität dazu die Feinde der Feinde.

08:33 von Bernd39

Suu Kyi war doch nur eine "Ikone" für den Westen,
.
natürlich
da hatten recht Naive aus dem Westen sich was zusammengebastelt
Hätte man aber wissen können
wenn man ihr als knallharte Machtpolitikerin und Patriotin ohnehin kein Ponyhofidyll angedichtet hätte
Ihr Ehemann starb einsam in England, weil sie nicht riskieren wollte keine Einreise bei der Rückkehr zu erhalten - politisch dann isoliert zu sein

Das mit den

Preisen und Titeln ist schon seit Jahren nicht mehr ganz sauber, und wie man an den Kommentaren sieht auch fast Allen bewusst.
Nur die, die solche Preise vergeben haben noch nicht mitgeschnitten das Sie damit alles entwerten.
Das sind keine Auszeichnungen mehr sondern Politik.

@von_Bote_der_Wahrheit

Konnte man vor einiger Zeit nicht auch mal lesen, daß aufgrund der Einflußnahme von Saudi-Arabien über die Taliban die Rhohingyas nicht ganz unschuldig an dieser Auseinandersetzung waren?
Ich muß Ihnen recht geben, besonders weil ich ein sehr interessierter Leser von guter Literatur bin, die Preise, Ehrentitel und Auszeichnungen sind inflationär und auch bei (Friedens-)Nobelpreisen wurde schon kräftig daneben gegriffen.

Opfer?

Buddhisten sind die friedliebendsten und pazifistischsten Menschen auf der Welt.
Ich sehe ich das Problem nicht beim Buddhismus bzw. Myanmar.

Und diese Frau kann ganz sicher gut ohne den Titel leben.

@08:33 von Bernd39

>Endlich aufgewacht?<
Aus was?
Es geht hier um eine Grundeinstellung und hinter den aufgezählten Protagonisten, also Gruppen, stehen Menschen mit Stärken und auch Schwächen.
Vor allem spielt aber auch die Komplexität der Prozesse, in denen diese Menschen/Gruppen agieren eine Rolle. Sie versuchen, Ihre pauschelen Vorurteile bestätigt zu sehen. Die Welt ist aber nicht so einfach, ein Herr Chodorkowsky ist nicht mit den Interessen der Femengruppe zu vergleichen und genausowenig sind die Beweggründe einer Suu Kyi für Ihren öffentlichen Sinneswandel mit denen des Kunstaktionisten auf dem Roten Platz in Einklang zu bringen.
Allen ist aber zu unterstellen, dass zumindest die Grundforderungen, Meinungsfreiheit und Menschenrechte, zu deren ursprünglichen Beweggründen und Aktionen führten.
Sie sollten nicht andere in die Psychiatrie wünschen, sondern Ihre eigene Lebenseinstellung hinterfragen.

Endlich.

Ich habe in ihr schon immer eine machtbesessene Opportunistin gesehen.

Es gibt kein schwarz oder weiss...

Dazwischen spielt sich das meiste ab.
Ist man in der Opposition handelt man anders als wenn man selbst regiert.
Diese Frau ist nichts weiter als eine Marionette.
Vieles hat sie bestimmt erst im nachhinein mitbekommen ,sie ist auch nicht mehr die jüngste.
Der Mensch verändert sich wenn er Macht erhält,deswegen ist es wichtig Macht möglichst auf viele Schultern zu verteilen.

8:29 harry_up

Es ist leider wahr was sie hier beschreiben und von einigen wenigen Foristen ergänzt wird. Ich habe von Anfang an die dortige Entwicklung mit Intresse verfolgt und war mehr und mehr entsetzt, wie sich die Entwicklung fortsetzte. Ja, es ist richtig, dass das Militär hier die Oberhand hat. So kennt man es auch aus etlichen afrikanischen und südamerikanischen Staaten. Leider!

Nun ja, Islam ist halt nicht jedes Landes Sache

In einigen Staaten Asiens wird dem Islam aktiv begegnet, weil der Islam unentwirrbar mit der politischen Ausrichtung einhergeht. Da ein gutes Zureden dieses Problem nicht löst, werden eben Schritte wie Umerziehung bzw. die "Rückführung" der Migranten durchgeführt.

Der Friedensnobelpreisträgerin ist bewusst, dass eine Etablierung bzw. Förderung des Islams im Staat eine parallele Gesellschaft fördert/fördern wird. Da sie aber die Einheit des Staates fokussiert, kann sie sich nicht erlauben, dass eine Gruppe die Religion über die geltenden Gesetze stellt. Das können nur selbsternannte und gewollte "Multi-Kulti-Staaten", wobei noch niemand vorausschauen kann, wie dieses Experiment ausgehen wird.

Ich persönlich drücke der Dame die Daumen. Weil ich eine Religion, deren Anhänger die Auslebung dieser je nach Radikalisierungsgrad selbst definieren und über alle Normen stellen, nicht als solche anerkennen kann.

Ihr Rundumschlag spricht mal

Ihr Rundumschlag spricht mal wieder Bände - und sagt wohl mehr über Sie aus als über die allermeisten, die Bundesverdienstkreuze, Buchpreise (Sie meinen wahrscheinlich z.B. den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels... soviel Zeit und Sorgfalt sollte eigentlich sein...) und den Friedensnobelpreis erhielten: Martin Niemöller, Nelly Sachs, Elie Wiesel, Martin Luther King, Paul Tillich, Hildegard Hamm-Brücher, Willy Brandt, Charlotte Knobloch, Jürgen Habermas, , Martin Buber, Max Mannheimer, Caroline Emcke, Kardinal Lehmann, Avi Primor, Carl Friedrich von Weizsäcker, Bertha von Suttner, Albert Schweitzer, Dalai Lama - die Namen fallen mir schon spontan ein; Sie werden die meisten kennen, oder etwa nicht? Und manche haben mehrere der von Ihnen als "inflationär" abgewerteten Preise erhalten.
Warum sprechen Sie diesen Menschen ihre Lebensleistungen für die Gesellschaft und den Frieden so pauschalisierend ab?

Größenwahn

2009 war ai und sie noch im Geiste zusammen. Jetzt werden Preise aberkannt, obwohl die jahrzehntelange Internierung dieser Tochter des birmaischen Nationalhelden lange unbestritten das Hoffnungszeichen für die buddhistische Gesellschaft dort war. Erst jetzt, wenn viele muslimische Dörfler für Agressionen der wenigen Islamisten unter Übergriffen leiden müssen, sieht amnesty alles anders. Klar kann sie nicht handeln, wie sie will, wenn die schrecklichen Militärs Myanmar noch halbsichtbar mitregieren.

In einer Zeit, in der amnesty's general assembly im Warschauer Sommer den "Beginn des Lebens" von Babys festlegen wollte, um sie bis kurz vor der Geburt als Zellhaufen töten zu lassen, hat sich nicht nur Suu Kye einem stetig wechselnden Zeitgeist angepasst.

Gute Entscheidung. Die Frau

Gute Entscheidung. Die Frau muss ständig unter Druck gesetzt werden sich mehr zu trauen sich mehr gegen die Militärs durchzusetzen, so sie es denn überhaupt ihrer Überzeugung nach will. Sie hat ja schon ein paar mal bei UN Veranstaltungen " gekniffen ".

Möglicherweise.....

kann Frau Suu Kyi wirklich nicht so handeln, wie sie will, möglicherweise hat sie aber auch Kenntnisse, die kein anderes Handeln erlauben? Die Aberkennung eines nichtssagenden, nur von den Medien marktschreierisch aufgeblasenen Titels beweist letztlich nur, in welchen Elfenbeintürmen manche durchaus positiven Organisationen leben!

@tobeorwhat

"Oh-Mann!
In welchem Film seit ihr denn zu Hause? Heile Welt? Paradies, Wattebäuschchen werfen und Luftballone steigen lassen?
Diese Frau ist eher zu bedauern, als zu verurteilen!
Sie lebt in einer Region und Kultur dieser Welt, die absolut von Männer beherrscht wird!!!
Glaubt ihr oder habt ihr wirklich geglaubt, dass eine patriarchalische Gesellschaft auf eine Frau hört? Indira hat man auch eine Kugel verpasst, als sie ausgedient hatte.
It's a Man's world!
Welche Halbwertszeit gebt ihr ihr, falls sie sich gegen dieses Patriachat stellen würde um euren Träumen zu entsprechen?
Aus dem Elfenbeinturm heraus ist immer gut zu verurteilen."

Sie sagen es.

a.i. verbreitete die "Brutkastenlüge",

für mich der Hauptgrund auszutreten.
Auch in Afghanistan forderte sie die Nato zum Eingreifen auf.

Die Oberen dieser Organisation diskreditieren häufig die eigentlich sehr sinnvolle Arbeit ihrer Mitglieder.

In Myanmar bis ich allerdings auch unserer Berichterstattung gegenüber vorsichtig bzw. nehme zur Kenntnis, dass auch über extreme Gewalt seitens der moslemischen Rohingya berichtet wurde. Möglicherweise also keine Schwarz-Weiß-Situation.

Sprachgebrauch

"Gelegentliche Ausnahmen bestätigen eher die Regel."

"Ausnahmen bestätigen die Regel" bedeutet nicht, es gibt eine Regel, und es gibt Ausnahmen. Der Spruch hat eine ganz bestimmte Bedeutung, die hier nicht passt. Bitte nachschauen! Ohne die Sprache richtig zu benutzen, kann man kaum jemanden überzeugen.

Das ist dann das Ergebnis, wenn man

sich den Ideologien der UN in den Weg stellt.

Aber ich finde es immer richtig, seinem eigenen Gewissen zu folgen, als dem eines Kollektives. Jede Diktatur zeigt deutlich, dass es in diesen Diktaturen immer Menschen mit eigenem Gewissen bedurfte, um die groben Fehler zu korrigieren.
Und dazu gehört Mut, sich gegen dieses Ungetüm zu stellen, dass jeden zu verschlingen droht, der ihm nicht Folge leisten will.

Wer die Gefahr des Islamismus klein reden will und die Wurzeln nicht anpacken möchte, ist selbst Schuld, wenn er von ihm eines Tages überrollt werden wird.

10:16 von Beefeater

"Buddhisten sind die friedliebendsten und pazifistischsten Menschen auf der Welt."

Daß ist schlicht falsch. Buddhisten sind nicht friedliebender als Angehörige anderer Weltanschauungen. Im alten Angkor z. B. haben Buddhisten die Hindus komplett ausgerottet.
Richtig ist Buddhismus ist im Ursprung eine friedliche Religion (wie im Grunde jede andere auch). Aber wie überall wird auch diese Religion immer mal wieder mißbraucht(siehe z. B. Sri Lanka).
Frau Suu-Kyi wurde der Titel zurecht entzogen. Wer im Hausarrest von moralischen Werten faselt und dann so agiert wie sie hat jede Glaubwürdigkeit verloren.

Hat so ein Titel einer

Hat so ein Titel einer privaten Organisation überhaupt einen Wert? Hat sich damit je irgend jemand geschmückt?

Sehe das ansonsten sehr ähnlich wie User tobeorwhat und Bote_der_Wahrheit

@dermulla 11:31 Buddhisten haben keine Hindus ausgerottet

Angkor war für seine Zeit gigantische Stadt mit einer gigantische Infrastruktur für fast eine Million Menschen, in ihren Ausmaßen größer als alle Städte jener Zeit. "Es war diese stetig wachsende Infrastruktur, die Angkor irgendwann zum Verhängnis wurde", sagt der australische Wissenschaftler Roland Fletcher . 600 Jahre lang wuchs Angkor, bis das Reich an seiner eigenen Größe zugrunde ging. Es war wahrscheinlich das Opfer eines Klimawandels. Alle Zeichen deuten darauf hin. Der Wasserspiegel sank, das immer fragilere System brach zusammen. Fletcher und sein Team vermitteln die Erkenntnis, dass auch das ausgeklügeltste Versorgungssystem den Untergang nicht verhindert, wenn eine Zivilisation das Maß verliert.

Es steht zwar fest, dass feindliche Truppen aus Siam, die Stadt ab dem 14. Jahrhundert mehrmals überfallen haben, aber weder Hindus noch Buddhisten haben Kriege zur Verbreitung ihres Glaubens geführt. Sie haben auch nicht missioniert oder ihren Glauben mit Gewalt verbreitet.

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