Kommentare

Herzlichen Glückwunsch zum Hochzeitstag.

Es ist toll, dass es noch Ehen gibt, die länger halten.

Ich bin dankbar,

dass die Tagesschau darüber berichtet.
In unserem Land und das sollten vor allem die Jüngeren erfahren, waren mehr als 70 ehemalige NSDAP Mitglieder in CDU/CSU aber auch viele ehemalige Nazis haben in der FDP und der SPD Unterschlupf gefunden.
Selbst die Grünen hatten bei ihrer Parteigründung ehemalige NSDAP'ler in den eigenen Reihen.
Auch wenn immer vermittelt wird, dass man quasi in die Partei musste, so waren es 1938 (also zu einem Zeitpunkt, als die Konzentrationslager schon fester Bestandteil waren) lediglich 3,8 Millionen Deutsche in der NSDAP.

Kurt Georg Kissinger war Mitglied seit 1933 und als er die Entscheidung getroffen hat, 29 Jahre alt.
Der jetzt gerade vor Gericht sitzende KZ Wächter, war bei der Amtsübernahme Hitlers 7 Jahre und ab dann der Propaganda der Hitlerjugend ausgesetzt - mit 19 war er KZ Wächter.

Den 29 Jährigen der sich ohne Not zur NSDAP gemeldet hat wurde Kanzler und der damals 7 Jährige, der dieser Propaganda ausgesetzt war steht heute mit 94 vor Gericht.

Beate Klarsfeld, ein großartiger Mensch und eine tolle Frau!

Herzlichen Dank Frau Klarsfeld für Ihren Mut und Ihre klare Haltung!
Ich wünsche Ihnen und Ihren liebsten immer alles Gute und immer ein glückliches Leben!

Ob eine Ohrfeige...

... wirklich das Mittel der Wahl ist, dass lasse ich mal dahingestellt.
Aber einen "Weckruf" könnte so manche(r) Politiker(in) auch heutzutage mal wieder gut gebrauchen.

Grundtenor extrem abstoßend!

Die Taten der Nazis stehen im Hollenbuch menschlicher Abgründe und Abscheulichkeiten, war jeder der ein Parteibuch der NSDAP war auch Nazi. Keiner weiß, in welchen tiefen Schlund der teuflischer Niedertracht ein jeder unserer Großelterngeneration sich hat verstricken müssen. Meine beiden Großväter waren Soldaten - und ihre einzige Entschuldigung war der Befehl, auf den sich alle beriefen, ob ihrer abscheulichen Kriegsverbrechen. Ob das vom Nazi-Regime verhelte Eigentum der Juden war, die Einname ihrer Wohnungen oder ihre Entrechtung und der Raub ihrer Kulturgüter. Alle Deutschen waren im Hass gegen Nichtdeutsche involviert. Nach den Nürnberger Prozessen und wenigen Urteilen gegen die SS-Schinder, ist die neu entstandene Deutsche Justiz an ihren eigenen Altlasten (alte Justizangestellte aus den vorhandenen Organen) an der Aufartbeitung der Schwerstbelasteten gescheitert. Erst Frau Klarsfeld hat Lug und Trug der neuen Bundesregierung unter Kiesinger aufgedeckt und uns alle erschreckt

Sie ist eine großartige Kämpferin

gegen das Unrecht was in der Nazi Zeit geschehen war. Die Ohrfeige war ein aufwachen aus einer Zeit in der nach 1945 so viel in der Politik verschwiegen wurde. Auch der ehemalige Marine Richter Fillbinger und späterer Ministerpräsident von Baden-Württenberg hatte sich aus der Nazi Zeit in die neue CDU hinübergerettet.Die 68 Jahre waren der Anfang einer neuen Zeit.

Eine Ohrfeige ist auch eine Form von Gewalt

Auch wenn der Geschädigte noch so ein Schweinehund ist: Hier wurde Selbstjustiz verübt.
Es zeigt die Einstellung der 68er: "Weil wir die guten sind, dürfen wir Gesetze auch mal etwas flexibel auslegen." Genau diese Einstellung führt Deutschland gerade in den nächsten Nationalsozialismus.

Klarsfeld hat den Franzosen ein reines Gewissen gegeben

Leider nicht ganz zu recht. Kollaborateure haben unzählige Juden ans Messer geliefert - oft sogar aus Überzeugung. Die „Kinder von Paris“ bezeugen ein solches Beispiel. Kiesinger mag ein Nazi gewesen sein. Was waren wohl Filbinger, Globke etc.? Als Otto John sich aus Protest gegen die „Kontinuität“ von Nazis im Staatsdienst in die DDR absetzte, ätzte der Bundesinnenminister „Einmal Verräter, immer Verräter!“. John war in das Attentat am 20. Juli 44 involviert. Bundesverdienstkreuz für Klarsfeld war nicht mehr als ein Feigenblatt. Gleichzeitig bezog die Witwe von Volksgerichtshofspräsident Freisler Rente so als wenn ihr Mann am Bundesgerichtshof gearbeitet hätte. Und während in der DDR unbelastete „Junglehrer“ die nächste Generation unterrichteten, war in Westdeutschland der „Muff von 1000 Jahren“ nicht nur an Unis, Schulen, Gerichten, der Bundeswehr, Polizei, dem Geheimdienst sondern in der gesamten Verwaltung und privaten Trägern Usus ! Der Bezug zur AfD ist deshalb völlig abstrus.

schade eigentlich

egon krenz und andere helden der SED haben hier nie ohrfeigen bekommen

Respekt

Vor dieser Frau und ihrer mutigen und unerhörten Tat habe ich großen Respekt.

Ohrfeige für Kanzler Kiesinger

Gewalt als Rechtfertigung ?

So klingt Selbstjustiz

Wenn demnächst jeder jeden ohrfeigt, weil ihm dessen Einstellung nicht passt ... wird es in Deutschland bald sehr laut werden.

Mehr solcher Menschen, ...

..., die sich empören.

Heutzutage mehr denn je.

In diesem Sinne:

Merci beaucoup, Mme. Klarsfeld!

Eine streitbare mutige

Eine streitbare mutige antifaschistische Frau. Es bräuchte mehr engagierte Bürgerinnen in ihrem Geiste.
Sie hat sich nicht immer an die Gesetze gehalten eines Staates der lange Zeit Nazi-Täter geschützt hat aber hat dabei nicht das Augenmaß verloren wie so viele andere, die in sinnfreie Gewalt abgedriftet sind (RAF, 2. Juni etc.)
Für mich persönlich steht die Ohrfeige gleich hinter Brandts Kniefall in Warschau und noch vor dem Mauerfall für die Werte die die Bundesrepublik ausmachen.

Ohrfeige für Kanzler Kiesinger:Auf einen Schlag berühmt....

Und zu jener Zeit war es nicht nur Kiesinger,der im NS-Außenministerium tätig war,zuständig für den Auslandsrundfunk in anderen Sprachen.
Es waren auch viele "Ehemalige" in Justiz,Verwaltung,Wirtschaft und Medien tätig.
In alphabetischer Reihenfolge kann man das nachlesen im "Braunbuch",Hrsg.Edition Ost.

@ Sisyphos3 u. @ S1 - Sie beide verstehen halt nix

........ Selbstjustiz......

Die Ohrfeige war kein Akt der Selbstjustiz. Wenn Frau Klarsfeld den Kiesinger krankenhausreif geschlagen hätte, dann könnte man darüber nachdenken.

So aber war es ein symbolischer - um nicht zu sagen historischer - Akt. Für manche einfach gestrickte Leute wohl schwer zu verstehen.

@Seacow

Da fehlt nur noch, dass Sie auf den so gut funktionierenden Rechtsstaat hinweisen.
Offensichtlich bekommen Sie nur das mit, was Ihnen die Obrigkeit erlaubt zu empfangen und zu denken.
Solche Bürger braucht das Land.

Auf dem einen Auge blind

@ Bernd Kevesligeti:
Es waren auch viele "Ehemalige" in Justiz,Verwaltung,Wirtschaft und Medien tätig. In alphabetischer Reihenfolge kann man das nachlesen im "Braunbuch",Hrsg.Edition Ost.

In der "Edition Ost" werden allerdings die ehemaligen Nazis innerhalb der DDR-Verwaltung geflissentlich übersehen. So antifaschistisch war die SED-Diktatur nämlich gar nicht.

Klare Haltung und nicht flexibel

@ Seacow:
Es zeigt die Einstellung der 68er: "Weil wir die guten sind, dürfen wir Gesetze auch mal etwas flexibel auslegen."

Beate Klarsfeld war sich des Gesetzesverstoßes jederzeit bewusst und hat nicht dafür plädiert, Gesetze flexibel auszulegen. Diese Unterstellung ist nicht fair.
Beate Klarsfeld hat die Schuld für ihr Handeln auf sich genommen, ohne Ausrede.

Wie hier die üblichen Verdächtigen wieder relativieren jammern

Warum hat man keine SED-Leute geohfeigt? - Weil die nicht Kanzler wurden z.B. vielleicht?

Wenn ihnen jemandes "Einstellung" nicht passt, nehmen sich diese Linken 68er das Recht auf Gewalt raus. - Freiwillig Beteiligung an Nazikriegsverbrechen ist also halt eine "Einstellung", ok.

Ich zähle die Namen der ganz offensichtlichen Trolle hier mal nicht auf - das wird dann wieder nicht freigeschaltet.
Aber ich wünsche diesen, dass sie eines Tages ihr Gewissen entdecken und dann vor Scham nicht mehr schlafen können.

@ Karl Napf

"egon krenz und andere helden der SED haben hier nie ohrfeigen bekommen"

Oh doch: Ich habe mal gelesen, dass Honecker in den 50er Jahren mal eine öffentliche Backpfeife von keinem Geringeren als dem Sänger Ernst Busch bekommen hat. Leider weiss ich nicht mehr wo und wann. Das ganze wurde damals natürlich unter den Tisch gekehrt. Der Spanienkämpfer und KZ-Häftling Busch war bis zu seinem Tod ein aufrechter Kommunist, Honecker und Konsorten waren es damals schon lange nicht mehr.

Ich habe Riesenrespekt vor beiden, vor Beate Klarsfeld und vor Ernst Busch.

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