Ihre Meinung zu: Bolsonaro: Medienschelte und eine Drohung

5. November 2018 - 9:50 Uhr

Der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro wird von vielen heimischen Medien kritisch begleitet. Bereits im Wahlkampf hatte er sich darüber beschwert. Nun will er der Presse ans Geld - besonders einer Zeitung.

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Kommentare

So benehmen sich alle

So benehmen sich alle Rechtspopulisten weltweit: Es geht auf die Presse los, egal ob man von Fake News faselt oder von Lügenpresse oder von gesteuerten Medien oder oder... Wer nicht wirklich Politik für die Menschen gestalten kann, braucht Theater, damit zumindest ein bestimmter Prozentsatz das nicht durchschaut.

Bei diesem Mann da fällt

Bei diesem Mann da fällt einem doch gleich der Spruch ein: 'Wer wind sät, wird Sturm ernten'
Der kam einem doch auch bei den Herren Trump, Putin und all den dazu passenden ein. Mal sehen, ob und wann das dann für den einen oder anderen der speziellen Herrschaften zurifft.

Zeit sich von Brasilien zu trennen. Zeit für Sanktionen

sollte sich in Brasilien - wie so oft in Süd- und Mittelamerika geschehen - wieder ein neuer Diktator aufschwingen, so hoffe ich darauf, das diesmal die Europäische Union trotz ihrer Mitglieder Spanien und Portugal bereit ist, sofort und umfassend eine harte und kompromisslose Linie gegenüber solchem Gelichter zu fahren.

Danke bestürzend nacktes Überleben.

Danke für diese bestürzende Info und die Aufmerksamkeit der Tagesschau.
Bestürzend in der Tat; und gleichermaßen bemerk-würdig ist der globale Handlungsbedarf mit unseren Mitmenschen in Brasilien.
Wenn ich an die Ölkriege denke als Beispiel organisierten, globalen Handelns, dann habe ich Hoffnung das wir eine organisierte, friedliche Lösung im Dialog mit unseren rechten Mitmenschen auch auf die Beine stellen können.
Immerhin geht es beim drohenden Ökozid in Brasilien wortwörtlich ums globale, nackte Überleben.

Übrigens haben wir schon mehr Löffel als Menschen und freuen uns über Arbeitsplätze in der Löffel-Industrie...

@ um 09:08 von andererseits

"So benehmen sich alle
So benehmen sich alle Rechtspopulisten weltweit: Es geht auf die Presse los, egal ob man von Fake News faselt oder von Lügenpresse oder von gesteuerten Medien oder oder... Wer nicht wirklich Politik für die Menschen gestalten kann, braucht Theater, damit zumindest ein bestimmter Prozentsatz das nicht durchschaut."
Wenn Sie statt 'Rechtspopulisten' —Links- und Rechtsextreme— schreiben, wird ein Schuh draus.

@09:43 Ritchi

Dass ich "Rechtspopulisten" geschrieben habe, ist eine sehr bewusste und exakte Formulierung gewesen. Den Reflex, dann gleich "rechts wie links" zu schreiben, kenne ich nur von Leuten, die nicht so genau hinschauen wollen.

Es macht einen Unterschied,

Es macht einen Unterschied, ob sie politische Gegner oder Journalisten wegen "Terrorverdacht" oder "Gesetzesverstößen" einsperren, oder einfach die staatlichen Unterstützungen streichen.
Wenn ein Medium nur durch staatliche Unterstützung am Leben erhalten werden kann,........ dann ist es eigentlich überflüssig?

Am 05. November 2018 um 09:27 von Demokratisch

" Zeit sich von Brasilien zu trennen. Zeit für Sanktionen "
Irgendwann ist dann die Ganze Welt sanktioniert, und was dann ?.
Kaufen wir alles was wir brauchen in Amerika, was es einzige Land ist ?, wo sich keiner traut Sanktionen auszusprechen.
Weil wir alle am Dollar hängen und beschützt werden müssen, was soll das für eine Welt sein in Zukunft.

@Demokratisch, 09.27h

Richtig, ganz vorne dabei Venezuela.

@09:54 andererseits @09:43 Ritchi

Auf eine Kritik an Rechten direkt zu antworten "aber die Linken machen das doch auch" ist in der Tat meist leicht durchschaubares Derailing.

Konkret würde ich aber behaupten, die Einordnung Rechtspopulist ist für Bolsonaro zu schwach. Selbst die tagesschau bezeichnet ihn ja als Rechtsextremisten. Das Etikette ist auch voll und ganz zutreffend meiner Meinung nach.

@ Demokratisch, es ist schon

sehr amüsant wie einen Demokraten nichts besseres einfällt als Sanktionen, wenn der Gegner gewinnt. Fakt ist doch, dass die Brasilianer es leid sind ständig mit Vergewaltigungen, schweren Raub, Mord, Korruption etc Leben zu müssen. Die Linken verhätscheln die Täter und die Opfer bleiben alleine und erniedrigt zurück. Die Linken sind auf dem Rückzug und das einzige was denen einfällt ist den politischen Gegner zu diffamieren. So gewinnt man keinen Blumentopf

@um 10:01 von NeutraleWelt

"Wenn ein Medium nur durch staatliche Unterstützung am Leben erhalten werden kann,........ dann ist es eigentlich überflüssig?"

So einfach ist das nicht. Solche Relativierungen sind gefährlich. Will er die staatliche Unterstützung für alle Medien einschränken?

Wenn die Unterstützung der Medien davon abhängt, ob sie dem Präsidenten nach dem Mund reden, oder kritisch berichten, ist damit die freie Presse abgeschafft. Das darf man nicht relativeren.

@ um 10:26 von Laber_Rababer

"@09:54 andererseits @09:43 Ritchi
Auf eine Kritik an Rechten direkt zu antworten "aber die Linken machen das doch auch" ist in der Tat meist leicht durchschaubares Derailing.

Konkret würde ich aber behaupten, die Einordnung Rechtspopulist ist für Bolsonaro zu schwach. Selbst die tagesschau bezeichnet ihn ja als Rechtsextremisten. Das Etikette ist auch voll und ganz zutreffend meiner Meinung nach."
Danke für die Klarstellung und Ergänzung.

@ andererseits

"Dass ich "Rechtspopulisten" geschrieben habe, ist eine sehr bewusste und exakte Formulierung gewesen. Den Reflex, dann gleich "rechts wie links" zu schreiben, kenne ich nur von Leuten, die nicht so genau hinschauen wollen."

Und den Reflex, die linke Gefahr komplett auszublenden, kennt man von Leuten, die für eine extremistische Gefahr komplett blind sind - wird seine Gründe haben

@andererseits

Sie sind hoffentlich noch jung genug, um zu Erleben, dass der "Rechtsruck" in vielen weiteren Ländern fortgesetzt wird und der Grund dafür ist vor allem die Schönrederei bzw. das Ignorieren von Problemen durch die etablierten Parteien!

Bolsonaro:Medienschelte und eine Drohung....

Und der Rechtsextreme und Bewunderer der Militärdiktatur(1964 bis 1985) wird es nicht nur bei Drohungen belassen.Kriminalisieren will er nicht nur einige Medien.Auch die Landlosenbewegung will er zerschlagen,die "Indianer sollen Dreck essen".Wohl auch ein Fingerzeig,was er mit dem Regenwald vor hat:Abholzen im Interesse der Sojaproduzenten,die ihn im Wahlkampf unterstützt haben.

Es ist soweit

Die Verdummung des Homo Sapiens nimmt rasant zu.

Ich kann die Kritiker des neuen Präsidenten nicht verstehen

Geht es wirklich nicht in den Kopf der Kritiker, dass diese Art der Präsidenten nur die Antwort der Bürger ist, auf das Vernachlässigen der Bürger durch die "guten" Parteien?

Die "guten" haben sich, in Ausführung ihrer Arbeit in öffentlichen Ämtern, privat bereichert. Es ist somit völlig egal, was für eine Art Mensch der Nächste ist, da diese/r nicht schlechter als der Vorgänger sein kann. Der Neue hat versprochen einigen anderen Gruppen kräftig auf die Füße zu treten und damit hat der Neue den Wählern mehr in Aussicht gestellt als die "guten" in den Jahren zuvor. Weil eben nicht nur das Fußvolk sondern ein paar andere die gleiche Erfahrungen erleben "dürfen".

Ich würde mir wünschen, dass Bolsonaro mehre große Medien in den Ruin schickt bzw. abschafft. Die ÖR und regierungsnahe Medien müssen endlich begreifen, dass der mediale Schutz der "guten" nicht ewig anhalten wird.

Bolsonaro

Viele meiner Landsleute haben ihn gewaehlt, da die amtierende Politikerkaste, allen voran der linken PT, ihre Redlichkeit voellig verloren hat. Das war eine "Protestwahl" ungeheuren Ausmasses. Auch ich habe Bolsonaro gewaehlt, ihn im Wahlkampf sogar aktiv unterstuetzt (wie ich das letztes Jahr mit der AfD machte), trotz seiner offenen geaeusserten Homophobie. Damit bin ich einer der wenigen, die geanu wussten "wem" sie da ins Praesidentenamt verholfen haben. Fuer die meissten wird es sehr bald so einige "Ueberraschungen" geben. Aber das ist das Problem: wenn eine abgehoben Politklasse sich nur noch um sich selber dreht (bei uns eineinhalb Jahrzehnte korrupte Linkspolitik) bekommt man in einer Demokratie irgenwann einmal die "Quittung". Die Grundrichtung von Bolsonaros PSL liegt mir durchaus und dass er nicht uebers Ziel hinaus schiesst, wird eine starke unabhaengige Justiz bei uns nicht zulassen.

Gruss aus Brasilien

@Demokratisch, 09:27h

"Zeit sich von Brasilien zu trennen. Zeit für Sanktionen"
Bitte mal die Kirche im Dorf lassen. Das sieht von einem deutschen Sofa aus sicherlich anders aus, als hier in Brasilien selbst, aber für solch harte Geschütze ist es wohl noch etwas früh. Vor einer Woche gewählt, hat Bolsonaro mit markigen Sprüchen auf sich aufmerksam gemacht und er wird sicher Einiges im Land verändern. Aber dafür haben ihn die Brasilianer auch gewählt, um nach 14 Jahren sozialistischer Regierung mit den Korruptionsekzessen Schluss zu machen und einen anderen Weg einzuschlagen. Das wird dann allerdings in der echten Regierungsarbeit sicher anders aussehen, da Bolsonarao, anders als Trump, eine Regierungskoalition aus 8 Parteien (von 30 im Parlament vertretenen) braucht, die ihn dann schon kontrollieren werden.

10:01 von NeutraleWelt

"Wenn ein Medium nur durch staatliche Unterstützung am Leben erhalten werden kann,........ dann ist es eigentlich überflüssig?"

Das ist leider so was von falsch.

Denn ohne Nächstenliebe, Solidarität, Aufopferung gäbe es die Menschheit nicht mehr. Und ohne gemeinschaftliche Unterstützung gäbe es keine Demokratie.
Demokratische Grundwerte bringen kein Geld, sie kosten welches. Und ohne demokratische Grundwerte eben keine Demokratie. Ob nun alle Kosten für die Demokratie diese auch fördern, ist eine andere Rechnung.

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Melanda 11:43

Bei Gott, das wünsche ich Ihnen, dass dieser Mann “ nicht übers Ziel hinaus schießt“.
Meist verändern sie erst die demokratisch-pluralistische Grundordnung, bevor sie so richtig loslegen. Und dann ist es - Frustration hin oder her - meistens zu spät, um an Minderheitenschutz zu denken.

Am 05. November 2018 um 09:27 von Demokratisch

Wenn Sie sich ansehen, welche deutschen Unternehmen in Brasilien tätig sind, sehe ich schlechte Chancen für Sanktionen (siehe dazu auch die Rolle von VW während der letzten Diktatur in Brasilien).

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