Ihre Meinung zu: "Dok Leipzig"-Gewinner: Ein Film, der weh tut

4. November 2018 - 15:35 Uhr

Der deutsche Gewinnerfilm des Filmfests "Dok Leipzig" zeigt eine irritierende Parallelwelt voller Gewalt und Rassismus: "Lord of the Toys" schaut hinter die Kulissen einer Gruppe jugendlicher YouTuber aus Dresden.

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Kommentare

Quidquid id est...

...ich will's und werd's nicht sehen.

Ist es eine fiktive YouTouber

Ist es eine fiktive YouTouber Gruppe oder nicht? Was genau, ist daran jetzt eigentlich der Dokumentarteil des Films? Wird hier nicht eigentlich etwas portraitiert?

Da das traditionelle TV als Medium in Konkurrenz zu dem Internet Videokonsum steht, wird diese "Dokumentation" vermutlich noch oft genannt werden.

Ein Film voller Clischees...

soll gegen Clischees helfen?

hervorragende idee, excellenter film!

aber ich verstehe nicht das gefasel von "tut weh".

wo lebt ihr denn, ihr da draussen, in eurer sozialblase?

Seit 20 Jahren ist dieses

Seit 20 Jahren ist dieses Nazi - Vokabular bei Jugendlichen zu beobachten.
Allein deswegen hätte ich schon viel eher mit dem Erfolg rechtsradikaler Parteien gerechnet.
Und nun wundern sich wieder mal viele Menschen darüber, weil sie selbst in ihrer Blase leben und von der Realität nicht viel mitbekommen.
Traurigerweise sind es nicht nur Politiker sondern auch Journalisten, die es sich in ihrer Blase gemütlich gemacht haben.

Filme, die weh tun...

... möchte ich nicht sehen.
Das Leben tut schon weh genug.
Von daher: Ich schau's mir auch nicht an.

16:50, Tim1976

>>Filme, die weh tun...
... möchte ich nicht sehen.
Das Leben tut schon weh genug.
Von daher: Ich schau's mir auch nicht an.<<

Ihre Kommentare hier im Forum zeichnen sich oft durch eine Verharmlosung der Gedankenwelt, die dieser Film darstellt, aus.

Vor diesem Hintergrund wundert es mich nicht, daś Sie den Film über diese Parallelkultur nicht sehen wollen.

15:35, purzelchen

>>Ist es eine fiktive YouTouber Gruppe oder nicht? Was genau, ist daran jetzt eigentlich der Dokumentarteil des Films? Wird hier nicht eigentlich etwas portraitiert?

Da das traditionelle TV als Medium in Konkurrenz zu dem Internet Videokonsum steht, wird diese "Dokumentation" vermutlich noch oft genannt werden.<<

Es handelt sich um einen Dokumentarfilm.

Ein Dokumentarfilm hat keinen Dokumentarteil.

Die dargestellten Charaktere und Gruppen sind nicht fiktiv.

Ihren letzten Absatz verstehe ich nicht. Auch nicht, warum Sie das Wort Dokumentation in Anführungszeichen setzen. Es mag sein, daß Ihnen nicht passt, daß das, was der Film dokumentiert, dokumentiert wird. Es ändert aber nichts an der Tatsache, daß es sich um eine Dokumentation handelt.

15:34, harry_up

>>Quidquid id est...
...ich will's und werd's nicht sehen.<<

Ihr lateinischer Spruch heißt auf deutsch: Worum immer es auch geht bzw. was auch immer es sein mag.

Sie wollen den Film also nicht sehen, worum immer es auch geht.

Nun gut.

Niemand zwingt Sie dazu.

Ihre demonstrativ vorgetragene Ablehnung gibt mir aber schon zu denken.

@nie wieder spd

Ich kann Ihnen da leider nur zustimmen. Das, was ich in dem kurzen Ausschnitt hören konnte, hört man bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eigentlich jeden Tag...

Dabei ist das Nazi-Vokabular Teil einer zunehmenden Verrohung ("Opfer", "F.... dich",...) und Vereinfachung der Sprache...
Diese Kinder sprechen aber nicht so, weil sie es wollen, sondern, weil sie es in ihrem sozialen Umfeld nicht anders lernen - leider weiß ich aus meiner täglichen Arbeit, dass Schule hier nur wenig ändern kann...
Damit einher geht die Entfremdung von unserer Gesellschaft, der Politik und auch unseren Medien... In den meisten meiner Klassen können bestenfalls 4 von 28 Schüler die sprachlich unsinnig verkomplizierten Reden von Politikern überhaupt verstehen, abstrakte Konzepte wie 0,4% Entlastung werden gar nicht emotional erfasst, juristisches wird nicht verstanden.

Eine "Die-da-oben-wir-hier-unten"-Empfindung stellt sich durch diese Sprachbarriere und den Wohlstandsunterschied so von allein ein...

Ich finde es gut, dass der Film unkommentiert bleibt

Wer braucht das denn? Die Zuschauer, die Unterhaltung brauchen?

Der Jugend muss vorgelebt, wie es richtig geht. Die Schulen könnten sehr wohl viel mehr dafür leisten, aber nicht unter den Bedingungen, die heute in den Schulen gegeben sind.

Jede Gesellschaft zieht sich ihre Jugend selbst groß. Etwas anderes hat sie nicht zu erwarten und jede Empörung zeugt entweder von totaler Unfähigkeit oder totaler Ignoranz.
(Ja, man braucht bekanntlich ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Da braucht man nicht die Schuld bei Eltern oder Lehrern zu suchen.)

Man muss ihn

natürlich erst sehen, bevor man urteilen kann.

Fakt ist aber, die normale Welt auch in den Schulen, ist anders als Politiksprech oder ein TS Forum.
Da ich sehr lange mit Schülern außerhalb des Unterrichts zu tun hatte, weis ich schon wovon ich schreibe ;-).
Man muss bestimmte Dinge nicht gut finden oder teilen, aber sind eben so wie sie sind.
Und die Jugend hat schon eine mehr als merkwürdige Sprache und auch Ansichten.

Aber jedem steht natürlich frei sich in seiner Blase wohl zu fühlen ;-), nur merken muss man irgendwann, das man sich in einer befindet.

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