Ihre Meinung zu: Was Merkel von Kohl gelernt hat

30. Oktober 2018 - 13:17 Uhr

In der Endphase von Merkels Kanzlerschaft gibt es Parallelen zu Kohls: Konzeptionslosigkeit, schlechte Umfragewerte, innerparteiliche Unzufriedenheit. Doch die Kanzlerin hat ihre Lehren gezogen. Von Ute Spangenberger.

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Kommentare

Sie hat gelernt, so lange zu

Sie hat gelernt, so lange zu bleiben, bis auch der Letzte die Nase voll hat. Im Gegensatz zu Merkel, hat Kohl allerdings etwas erreicht.

Keine Parallelen

Ich sehe überhaupt keine Parallelen zu Kohls Abgang. Herr Kohl hat kein Scherbenhaufen hinterlassen. Die Idee der EU hätte gut funktionieren können, wenn man sich an die Verträge gehalten hätte.
Man hätte es demokratisch gestalten können und wenn es wirtschaftlich trotzdem nicht die Erwartungen erfüllt, hätte man es auf Augenhöhe abschaffen können.

Was aber Frau Merkel hinterläßt ist irreperabel. Weder die EU ist noch zu retten noch die Entfremdung der europäischen Länder durch die Massenmigration.

Meiner Meinung nach ist Frau Merkel die schlechteste Kanzlerin aller Zeiten oder BRD's überhaupt.
Das kann man nicht mehr toppen. Sie hat ständig nur egal was sie sich vorgenommen hat stets versagt.

Sitzenbleiber

Ich denke, in der Hauptsache hat sie von Helmut Kohl das Aussitzen gelernt.

Großer Unterschied

>>Kohl hielt sich für unersetzlich, Merkel tut das nicht<<

darin steckt mehr als nur eine Wahrheit, denn auch wenn Merkel sich nicht für generell unersetzlich hält, so hat sie doch alles dafür getan es zu werden.

Sie hat jeden Parteiinternen Konkurrenten gnadenlos sabotiert. Teils bis in das politische KO.

Angefangen bei Friedrich März, über Guttenberg (ihm hat sie geholfen über sich selbst zu stolpern) bis Christian Wulff (die Affäre war ja wohl lächerlich), um die Prominentesten zu nennen.

Alle die neben ihr stehen durften waren entweder blass oder ohne Format.

Wirklich gewähren lies sie nur die Unantastbaren wie Schäuble oder die die mit ihrer Rolle in der zweiten Reihe absolut zufrieden waren wie Altmeyer.

In Punkto Personalpolitik und diesbezüglicher Nachhaltigkeit hätten Merkel sicher 1-2 Lehrgänge mehr als gut getan.

zu spät

Den würdevollen Abgang hat sie verpasst, denn dann hätte sie zur letzten Wahl schon nicht mehr antreten sollen.

Sie hat nur eine Sache gelernt...

...und das ist alles aussitzen, weiter verwalten und bloß keine Reform anstoßen, als sie einmal 2015 eine - für sie - spontane Entscheidung getroffen hat, ging das für das ganze Land einfach nur schief.

Abgang, die Erste....

Würdevoll ? Zu spät !
Unwürdig, weil man die eigenen Fehler nicht erkannt, die eigene Partei geschwächt und die deutsche Bevölkerung polarisiert hat.
Leider haben das in ihrer Umgebung viele mitgemacht. Nicht etwa aus Überzeugung....

Was Merkel von Kohl gelernt

Was Merkel von Kohl gelernt hat
Ist nicht nur dass er bisher einziger Bundeskanzler, der durch ein Misstrauensvotum ins Amt gelangte ist. Deshalb "Merkel muss weg" auf Raten( sie mal wer ….) um zielführend die ihr übertragenden Aufgaben zu vollsten Zufriedenheit … Da hatte Herr Kohl noch andere Vorstellungen.

re deeskalator

"Sie hat jeden Parteiinternen Konkurrenten gnadenlos sabotiert. Teils bis in das politische KO.

Angefangen bei Friedrich März, über Guttenberg (ihm hat sie geholfen über sich selbst zu stolpern) bis Christian Wulff (die Affäre war ja wohl lächerlich), um die Prominentesten zu nennen."

Guttenberg war als CSU-Politiker kein "parteiinterner Konkurrent" und ist gänzlich über sich selbst gestolpert ohne jedes Zutun von Merkel.

Wulff war ebenfalls kein "parteiinterner Konkurrent", als Bundespräsident stand er für Konkurrenz gar nicht zur Verfügung.

@12:30 von Orfee

Wie viele andere hier im Forum nutzen Sie die Gelegenheit, um stets die gleiche Erzählung zu wiederholen: Bundeskanzlerin Merkel ist schuld an allem. Helmut Kohl hat, wie weite Teile der CDU, den Prozess der Vereinigung immer als Anschluss missverstanden. Die Folgen sind immer noch spürbar. Um nur ein Gegenbeispiel zu nennen. Besonders schlimm in Ihrem Kommentar aber ist das unterstellende Rumgeraune durch die Kombination der beiden Wörter „Masse“ und „Migration“: Alles in einen Topf, einmal rumgerüht und dann immer schön die ganze Sauce verteilen.

12:30 von Orfee

"Meiner Meinung nach ist Frau Merkel die schlechteste Kanzlerin aller Zeiten oder BRD's überhaupt."

Das ist Ihre Meinung. Meiner Meinung nach war Brandt unangefochten der schlechteste Kanzler, dicht gefolgt von Schröder, dann mit etwas Abstand Kissinger.
Nr. 1 der erste Kanzler, Adenauer, dann auf Platz 2 Kohl gefolgt von Schmidt und Merkel.

Und ob hat Kohl einen Scherbenhaufen hinterlassen, ich sage nur "Parteispendenaffäre", es kam nur erst nach seiner Kanzlerschaft ans Tageslicht.

leider hat sie nichts gelernt

sonst hätte sie nicht so viele gravierende fehler gemacht und das land gespalten

Das ist

überhaupt kein Vergleich, Kohl hat eine völlig andere Politik gemacht.
Mit Ihm wäre einige Gesetze die es heute gibt, nicht möglich gewesen.
So weit hätte Kohl die CDU nicht verändert.

Was Merkel von Kohl gelernt

Was Merkel von Kohl gelernt hat?
Wenn man ihrem Zievater glauben darf, hat er "seinem Mädchen" erst das Essen mit der Gabel beigebracht.
Ich habe Kohls Politik nie gemocht. Er konnte sich dank der Wiedervereinigung (für die nicht er, sondern Gorbatschow verantwortlich war) noch 2 Legislaturperioden im Amt halten.
Dafür hätte er aber nicht mit jedem koaliert.
Was eine Stabilität in der politischen Ausrichtung war. Nämlich konservativ (heute "populistisch" genannt).
.
Frau Merkel fehlt dieses Rückgrat.
Sie würde mit jedem koalieren, der ihren Machterhalt sichert.
Rot, Grün, Gelb.
Sie hat das Bild der CDU verzerrt. Statt konservativ heute neoliberal mit linken Ansätzen.
.
Sie hat die Konservativen verloren an die Afd, auch Parteimitglieder.
Frau Merkel trägt die persönliche Schuld am Untergang der CDU, nicht irgendwelche herbeigeredeten und durch die ÖR plattgetretenen Streitigkeiten.
.
Jetzt ein verlogener,gerissener Schachzug: Vom Vorsitz zurücktreten, dann bin ich ja nicht mehr schuld.

Was Merkel von Kohl gelernt hat...

Wenn man sich den Zustand der Groko ansieht, wohl eher nichts. Ein Helmut Kohl wäre nie ein neues Bündnis mit der SPD eingegangen nachdem das alte Abgewählt wurde. Was Merkel nun macht ist aus meiner Sicht Schadensbegrenzung... Ansonsten hat der FDP-Chef Christian Lindner wohl recht, sie ist von falschen Amt zurückgetreten.

Was soll das sein?

Gelernt hat Merkel das Aussitzen, Wegducken und andere sind schuld.
Die Lobhudeleien von den ÖR gehen einen auf den Senkel.

Kohl hielt sich für unersetzlich, Merkel tut das nicht?

wie bittte erst jetzt nach der "Hessenwahl" und nach massiver Kritik sowohl intern als auch extern entschließt sie sich nicht mehr für den Parteivorsitzt zu kandidieren um einer drohenden Abwahl zu entgehen. Und als Kanzlerin will sie bis 2021 bleiben wenn das kein Zeichen der Unersetzlichkeit sein soll was bitte dann. Außerdem war das eher eine Trotzreaktion nach dem Motto "wenn ihr mich so kritisiert und ärgert müsst ihr eben auf mich verzichten als Parteivorsitzenden". Ich denke vielen Menschen ist wurscht ob Frau Merkel Parteivorsitzende der CDu ist oder bleibt oder auch verzichtet.

Kohl hielt sich für unersetzlich, Merkel tut das nicht?

wie bittte erst jetzt nach der "Hessenwahl" und nach massiver Kritik sowohl intern als auch extern entschließt sie sich nicht mehr für den Parteivorsitzt zu kandidieren um einer drohenden Abwahl zu entgehen. Und als Kanzlerin will sie bis 2021 bleiben wenn das kein Zeichen der Unersetzlichkeit sein soll was bitte dann. Außerdem war das eher eine Trotzreaktion nach dem Motto "wenn ihr mich so kritisiert und ärgert müsst ihr eben auf mich verzichten als Parteivorsitzenden". Ich denke vielen Menschen ist wurscht ob Frau Merkel Parteivorsitzende der CDu ist oder bleibt oder auch verzichtet.

@Orfee, 12:30 - Realitätssinn verloren?

Schon eine reichlich unrealistische Weltsicht, wenn man behauptet, Fr. Merkel würde einen "Scherbenhaufen" hinterlassen oder habe "stets versagt"...
Haben Sie nicht auch den Eindruck, Sie haben sich mit ihren Formulierungen ins Negative hineingesteigert?

Natürlich gibt es in ihrer Bilanz wie bei jedem anderen Kanzler auch Gutes und weniger Gutes. Ich persönlich habe während Fr. Merkels Amtszeit im Bund nie CDU gewählt, und sehe ihr Handeln insgesamt eher differenziert.
Ihren sprichwörtlichen Pragmatismus kann man mögen oder nicht... aber zumindest hat sie meinen Respekt für wichtige Entscheidungen in der Außen + Innenpolitik und nicht zuletzt z.B. ihr Krisenmanagement während der Finanzkrise 2008/09, wo Deutschland viel besser durchgekommen ist als andere Staaten.

Warum die aktuellen Differenzen innerhalb der EU ständig Fr. Merkel angelastet werden, bleibt mir schleierhaft.
Der Fronalangriff auf den EU-Zusammenhalt geht doch eindeutig von den Rechtspopulisten diverser Länder aus.

Merkel hielt sich nie für

Merkel hielt sich nie für unersetzlich. Sie war viel mehr. Sie war alternativlos.

Hass

Vielleicht wollte Merkel auch nur so lange wie möglich verhindern, dass Deutschland komplett nach rechts rollt und in Hass sich selbst zerfleischt.

Jetzt aber hat sie aufgegeben, will auch nie wieder ein politisches Amt bekleiden.
Ich denke, sie ist in Grund und Boden verletzt worden von diesen unendlichen Hasstiraden.
Das KANN ihr Deutschland nicht mehr sein.

Gnade uns allen Gott.

Frau Merkel hat mehr Respekt verdient ...

... als viele Foristen ihr hier zugestehen möchten. Deutschlands Ansehen in der Welt ist unter ihr deutlich gestiegen und im Gegensatz zu den beiden Polterern vor ihr hat sie ohne persönliche Eitelkeiten auch schwierige Entscheidungen unaufgeregt getroffen. Es ist sicher ein guter Zeitpunkt zum Gehen, aber nicht in Schimpf und Schande.

@ 14:15 von Schlandlover

"Frau Merkel hat mehr Respekt verdient als viele Foristen ihr hier zugestehen möchten."
.
Leider NEIN.
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"Deutschlands Ansehen in der Welt ist unter ihr deutlich gestiegen und im Gegensatz zu den beiden Polterern vor ihr hat sie ohne persönliche Eitelkeiten auch schwierige Entscheidungen unaufgeregt getroffen."
.
Deutschlands Ansehen beruht auf unseren Exportleistungen.
Die lassen sich aber auch nur durch Billig-Lohn/Zeitarbeit realisieren. Und nachfolgender Renten-Armut.
Frau M. Hatte stets ein offenes Ohr für die Lobby.
Deutschland hatte immer ein gutes Ansehen, Kohl, Schröder, egal wer.
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Keine persönlichen Eitelkeiten? Welche Pastorentochter hat denn 2015 allein entschieden, alle rein zu lassen? Aus "humanitären Gründen", die man anders hätte lösen können?
Das nenne ich mal eine persönliche Eitelkeit.
Unsere Mutter Theresa.

@ 14:15 von Schlandlover

Das ist wahr. Das Ansehen Deutschlands in der Welt ist nach wie vor sehr hoch.

Aber ist das wirklich Merkels Verdienst? Ich denke nicht. Es ist das Ergebnis deutscher Qualität und Handwerks - und Ingenieurskunst, was zu diesem Ansehen beiträgt.

Was aber hat Merkel für die eigene Bevölkerung getan? Warum sind bespielsweise die Rahmenbedingungen für das Handwerk unter Führung der CDU immer schlechter geworden (schon seit Kohl, der 1995 quasi über Nacht die Tarifautonomie geschwächt hat, u.v.m.)

Wieso können Handwerker kaum noch von Ihrem Gehalt leben?

Das alte Familienmodel mit einem Verdiener, der die Familie ernähren kann, ist nicht mehr existent...

Nein, die CDU hat Ihre Zeit vertan, jetzt ist es an der zeit, zu gehen

mfg

Ihr sehr ergebenes Handwerksmeister - Bilgenschwein

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