Ihre Meinung zu: Demenz-Patienten oft falsch behandelt

24. Oktober 2018 - 12:55 Uhr

Viel zu oft werden Menschen mit Demenz gar nicht behandelt - oder mit Beruhigungsmitteln statt adäquaten Medikamenten, so eine Studie. Der Verdacht liege nahe, dass Patienten einfach ruhiggestellt würden.

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Kommentare

Wenn man sich Dank des

Wenn man sich Dank des jahrzehntelangen Personalmangels nicht adäquat um die Patienten/Bewohner kümmern kann, dann sind Medikamente das Mittel der Wahl.
Das funktioniert mit Ritalin doch auch schon bei den Jüngsten.
Profit machen viele mit mehr Medikamenten, nicht mit mehr Personal.

Täglich zweimal windeln plus Valium +

Es muss differenziert werden. Aber in jenen Heimen, in denen die Bewohner kaum Besuch bekommen, sieht es manchmal traurig aus.
Wer aufmerksam hinsieht oder hört, hört oder sieht beim Abendbrot, wie es tropft.
Dann ist die immerhin theoretisch 3 kg / Liter fassende am Morgen angelegte Windel nicht mehr saugfähig genug.
Wird das Pflegepersonal darauf hingewiesen, muss man angesichts mancher Antworten schon sehr "abgebrüht" sein, um nicht loszupoltern.
Aber, wie schon oben angedeutet, es gibt auch jene Pflegekräfte oder Angehörige, die sich "ein Bein ausreißen".
Besser bezahlt werden die leider nicht.

"Am 24. Oktober 2018 um 13:56

"Am 24. Oktober 2018 um 13:56 von to be stupid - first --- Grausamer geht es nicht"
Genau wegen dieser Praxis pflegte ich meine Mutter fast zwei Jahre zuhause. Sie mußte auch medikamentirt werden, und meine Maxime war, so wenig, wie möglich, so viel wie nötig. Das geht aber nur bei umfänglicher Aufsicht.

Respekt.

Was ist mit den Dementen, die nicht von Kindern mit umfänglich(!) umsorgt werden können? Demente mögen zuvor finanziell brav und eigenverantwortlich vorgesorgt haben, aber was nützt es ihnen, wenn Sie die Kontrolle darüber verlieren.

Nicht nur Gunter Sachs beging Suizid, auch Eberhard und Helga von Brauchitsch. Sind wir denn nicht in der Lage, menschliche und vertrauenswürdige Pflege- und Hospizeinrichtungen verfügbar zu machen? Es kann aber auch Situationen geben, wo nichts mehr hilft.

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