Ihre Meinung zu: Vor der Landtagswahl: Hessens Erfolg hat Kehrseiten

22. Oktober 2018 - 4:00 Uhr

Am kommenden Sonntag wählen die Hessen einen neuen Landtag. Dem Land geht es gut. Die Wirtschaft boomt. Doch auf der Kehrseite des Erfolgs steigen die Mieten. Straßen und der Bahnverkehr sind überlastet. Von Sebastian Kisters.

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Kommentare

Schön wäre wenn Bouffier

Schön wäre wenn Bouffier abgewählt werden würde. Vielleicht traut sich dann die SPD die GroKo zu verlassen

Die Grünen haben

dort ungefähr soviel für den Umweltschutz getan wie Rheinbraun und die Freizeitindustrie auch zustande gebracht hätten. Alles nur plaktiver Schnickschnack.

Warum merkt das keiner?

Eine der größten Wählergruppen hat Angst vor der Zukunft und fühlt sich sehr schlecht vertreten gegenüber Lobbyisten.

Die Dieselfahrer.

Die Grünen wollen eh schneller zu alternativen Antrieben und nur so kann der geprellte Wähler sich rächen.

Aber nochmal die Frage: Warum merkt das keiner der großen Parteien und stärkt dieser Gruppe den Rücken?

So verliert man.

@08:45 von McFlash

Nö, die Dieselfahrer ham sogar eine der mächtigsten Lobbygruppen Deutschl. - die Autoindustrie.
Und watt ham die Grünen denn verbrochen, was man ihnen heimzahlen müsste? Die ham die Regelungn für Dieselfahrzeuge net gemacht, datt waren andere.

Bayern

geht's sogar noch besser als Hessen, wenn man die Arbeitslosenzahlen betrachtet. Arbeit zu haben scheint aber heutzutage nicht mehr der einzige Wunsch der Menschen in Bayern, BW und Hessen zu sein. Es darf gern auch etwas mehr Umweltschutz und Bürgernähe, dafür etwas weniger Lobbyismus und Politik nur für die Großverdiener sein.

Grundsätzliches Problem

Der Artikel beschreibt ein grundsätzliches Problem in unserem Land. Bestimmte Ballungsräumen boomen, immer mehr Menschen zieht es dahin. Aber weder der Wohnungsbau noch die Verkehrsinfrastruktur halten damit Schritt. Das ist in Frankfurt offensichtlich das gleiche Problem, wie in München.
So lange junge, gut ausgebildete Menschen aus z.B. Emden oder Chemnitz in diese Ballungsräume ziehen und irgendwie die absurden Kauf- und Mietpreise bezahlen, so lange wird es teuer bleiben und die Straßen und der ÖPNV mehr und mehr überlastet werden.
Wie all diese Leute es schaffen, ein winziges Reihenhäuschen für 700000€ zu kaufen, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.
Schön wäre es, wenn man es schaffen würde, dass es auch in Emden oder Chemnitz Arbeitsplätze für diese Menschen gäbe.
Aber auch Firmen drängen in diese Ballungsräume, obwohl auch deren Kosten dort vermutlich höher sind, als in anderen Gegenden.

@6.22 - Bouffier ist CDU. SPD und Groko

Mal angenommen Bouffier wird abgewählt. Wieso sollte die spd dann dies GroKo verlassen?

Diese Logik erschließt sich mir nicht ganz. Oder meinen Sie wenn es eine rot rot grüne Landesregierung gäbe in Hessen?

Gut. Die Wirtschaft läuft und ich denke, dass selbst eine solche Regierung nicht so viele Knüppel zwischen die Beine werfen kann, um diese abzuwürgen.

Trotzdem wäre es ein riskanter Versuch, den ich den Hessen nicht wünsche. Sowieso sollte man als Wähler in Hessen den Landesthemen mehr Gewicht geben. Für die Bundesebene wäre nur die Zusammensetzung des Bundesrates ein Aspekt.

Mal sehen. Ev. kommt es ja zu Jamaika. Mir persönlich wäre eine FDP geführte grün-gelbe Koalition ja am liebsten. Aber dafür reicht es leider weder im Bund, noch in den Ländern.

Dabei wäre dieses Ziel gar nicht so utopisch in der aktuellen Zeit, in der alles in Bewegung ist.

Man muss nur wollen.

Grüne haben nichts getan?

@spax-plywood
Wie genau kommen Sie zu dieser Einschätzung? Die Partei selbst listet erreichte Ziele auf, die sich meiner Meinung nach sehen lassen können. https://www.gruene-hessen.de/regierung/gruen-wirkt/

Bahnverkehr

Der überlastete Bahnverkehr dürfte wohl eher weiter unten auf der Prioritätsliste der Wähler stehen.
.
Dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht, dass es keinen bezahlbaren Wohnraum gibt, dass man die aufgehübschte Arbeitslosenstatistik anhand der eigenen Situation nicht nachvollziehen kann, ... , das wären die Themen, denen man sich annehmen sollte.
.
Dass die bisherigen Regierungsparteien keine Lösungen anzubieten haben, wird man auch in Hessen am Wahlergebnis sehen.

Nach lesen

des Artikels und wie gut es den Hessen um Frankfurt und anderen Städten geht, verstehe ich noch weniger das Grün als Protest oder warum auch immer gewählt wird.
Oder es stimmt eben doch das Grün die gehobene Mittelschicht ist, und der Artikel in der Welt trifft es.
" Die Grünen – Partei der Wohlstandskinder
Stand: 18.10.2018 | Lesedauer: 6 Minuten "
Verstehen muss man das nicht, warum wollen sich Menschen selber einschränken.

Mal sehen was wirklich am Sonntag herauskommt.

In der Tat, frage ich mich schon seit Jahren,

wie sich die Politiker das vorstellen.
Ich unterstelle mal einfach, ob Gabriel, Schulz oder Nahles, die sind so sehr mit Überleben beschäftigt, die kommen gar nicht dazu, Probleme zu erkennen.
Aus der Netto-Rente machte man eine Brutto-Rente => weniger Bargeld.
Dazu trieb man die Mieten durch die verschiedensten Hebel hoch. Dann stoppte man nicht, dass die Kapitalisten versuchen ihr fiktives Geld, das sie beim nächsten Crash verloren hätten in Immobilien parken => irgendwann kann man von der Rente gerade noch die Wohnungskosten bezahlen und hoffen, dass bei der Tafel noch was essbares für einen abfällt.
Jeder der meint, diese Sorgen wird er nie haben, der sollte mal über folgende Szenarien nachdenken, Scheidung, Pflegefall.
Ich dachte auch einmal, ich würde mit 60 Jahren Rentner sein und in meinem abbezahlten Haus leben. Mich hat die Scheidung getroffen, was nicht ausschließt, dass der Teil mit Pflegefall nicht auch noch kommt. Das mit den Prozenten der SPD ist ehrlich verdient.

Das Bild ist cool

Ein Paar anstoßend mit Apfelweingläsern, die evtl. „Sauer gespritzten „ enthalten, im Main Café am südlichen Mainufer sitzend auf die einzige Skyline Deutschlands schauend. „Multi-Kulti“ Frankfurt ist allerdings nicht Hessen. Aber entspannter als Bayern allemal !

Jedenfalls gibt es keine Wechselstimmung

Weil die Grünen wollen, das der politische Kurs der letzten Jahrzehnte im wesentlichen fortgesetzt wird. Die Grünen sind gewissermaßen die neuen „Konservativen“.

Wahnsinn

Für mich ist das keine ausgewogene Wirtschaftspolitik.
Die Bundesländer im Osten kämpfen gegen einen Bevölkerungsrückgang und für eine Wirtschaftliche Erholung und auf der anderem Seite platzen die Stadte aus allen Nähten mit all seinen Negativen Auswirkungen.
Das soll eine Zukunftsorientierte Politik sein?

Hessen geht es gut? Dem Land ja, aber nicht den Menschen!

Toller Artikel. Zeigt, wie sehr sich die Entwicklung der Wirtschaft vom Wohlergehen der Menschen entkoppelt.

Der Wirtschaft geht es toll. Warum sollte das die Bürger interessieren? Ihre Mieten steigen massiv!

Die alte Regel, dass es den Menschen gut geht, wenn es der Wirtschaft gut geht, stimmt nicht mehr! Deshalb ist es auch wurst, wenn es "Hessen gut geht". Diese Aussage verschleiert die Wirklichkeit. Nämlich, dass es den Hessen nicht gut geht!

Hessen geht es gut!

Wie kann das sein, wenn es großen Teilen der Bevölkerung nicht gut geht?

Hessens Erfolg hat Kehrseiten

Der Erfolg gilt nur für einige wenige, die von der aktuellen Wirtschaftslage profitieren können.

Selbst Frau Heike Göbel von der FAZ, die sonst eine knallharte Verfechterin des freien Marktes ist, hat heute einen nachdenklichen Artikel über die Entwicklung der Wohlstandsverteilung geschrieben!

Es muss sich was ändern - denn "weiter so!" stärkt die Radikalen.

Als ob irgendeine Partei

Als ob irgendeine Partei etwas gegen hohe Mieten machen könnte. Auch die vielen Baustellen kann keine Partei schneller erledigen. Bei den BUNDES-Autobahnen liegt die Planung eh in Berlin. Was bleibt? Der LFA zieht enorme Mittel aus Hessen ab. Also kann man nicht nach belieben in Schulen und Infrastruktur investieren. Das kann keine Partei. Sogesehen ist es völlig egal, was man am Sonntag wählt. Wie soll man den Zuzug nach FFM denn stoppen? Wie will man also die Mieten in komplett Südhessen senken? Das einzugsgebiet für FFM reicht bis Mannheim. Und zwischen Mannheim und FFM ist es nunmal sehr schön, dazu zentral gelegen, wirtschaftlich stark, das macht ganz von alleine hohe Mieten. Was würde eine andere Koalition also besser machen können?

Der Wirtschaft in Hessen geht es gut!

Ja!
Aber davon haben die Hessen nichts.

Früher,
als dieser Satz noch galt, gab es Unternehmer und Gewerbetreibende, viele der Aktien der AGs waren in Privatbesitz, die Vorstände der AG kamen aus der Region und waren am Wohlergehen der Mitarbeiter und deren Familien interessiert.
(Kaum jemand weiß heute noch, dass die Jahrhunderthalle in Höchst ein Geschenk ! der Farbwerke Höchst AG an die Bevölkerung und die Mitarbeiter war)

Heute
legen "Investoren" Millionen- und Milliardenbeträge da an, wo sich ein paar Prozent mehr Rendite andeuten und ziehen schon nach kurzer Zeit das Geld wieder ab, wenn sich die erhofften Gewinne nicht realisieren lassen.

Die "Erträge der Wirtschaft" gehen heute nach Saudi-Arabien oder auf die Kaymans oder in anderen Steueroasen an anonyme Briefkastenfirmen und nicht nach Hessen!

Also wenn es der Wirtschaft in Hessen gut geht, geht es den Menschen in Hessen noch lange nicht gut!

Das ist zu einfach...

...zu sagen, einem Bundesland geht es gut. Ja, der Wrtschaft, den Reichen, den Politikern und Beamten geht es gut, aber das kann man doch nicht vom Rest der Bevölkerung sagen. Selbst Leute, die noch einigermaßen verdienen, können sich hohe Mieten nicht erlauben, könen nicht gesund leben weil sogenannte Bioware zu teuer ist, haben nur eingeschränkten Zugang zu Bildung und Kultur und werden in Zukunft verstärkt unter Altersarmut leiden, weil die gesetzliche Rente nicht reicht und heute kaum finanzielle Mittel zum Aufbau einer privaten Altersversorgung zur Verfügung stehen. Damit es uns Normalos in Zukunft gut geht, müssen Einkommen zu Lasten der Gewinne der Unternehmen erhöht werden, muß die Altersversorgung der Beamten genauso gestaltet werden wie die der Normalos um Steuern für andere sinnvolle Projekte einzusetzen. Deswegen in Hessen Grüroro!!!

@wenigfahrer: Verstehen muss

@wenigfahrer: Verstehen muss man das nicht, warum wollen sich Menschen selber einschränken.

Weil es nicht anders geht: wir leben immer noch auf Pump, verbrauchen deutlich mehr Ressourcen, als vorhanden sind. Unseren Lebensraum zu erhalten, wird noch einiges an Kraft, Einschränkungen und Vernunft bedeuten. Insbesondere an letzterem habe ich so meine Zweifel.

Nie gehört, dass Lärm, Dreck, Hektik krank machen? Wir sind gerade erst am Anfang, das zu erkennen, und megaweit davon entfernt, etwas zu ändern.

re erich kästner

"Der Wirtschaft geht es toll. Warum sollte das die Bürger interessieren? Ihre Mieten steigen massiv!"

Weil sie sonst nicht nur ein Problem mit den Mieten, sondern auch mit der Arbeitslosigkeit hätten, z.B.

Wir haben genügend

Wir haben genügend brachliegende Industrieflächen in west- und Ostdeutschland. Diese sollten genutzt werden, und nicht ständig Neuansiedlung von Industrie rum um den Großstädten, das wäre eine Aufgabe unserer Politik, den Flächenverbrauch um die Großstädte zu minimieren.

So gut nun auch wieder nicht.

Ich wohne auf dem Land. Genauer gesagt im Vogelsbergkreis. Zugepflastert mit Windkraft. Öffentliche Verkehrsmittel eine Katastrophe. So schlimm, dass ich, meine Frau, meine Tochter, mein Sohn alle ein Auto brauchen um Ihre Arbeitsstelle zu erreichen. Keine Möglichkeit „Öffis“ zu nutzen. Dafür dürfen wir Großstädten das Wasser liefern, in Mengen, dass wir im Sommer Wasserknappheit haben. Die Struktur ist so, dass man den gesamten Kreis überdachen sollte und Altenheim daran schreiben sollte. Der Platz reicht hier nicht aus um alles Negative aufzuzählen. Aber den Hessen geht es gut? Bestimmt in manchen Regionen. Hier nicht. Ich werde mein Wahlentscheidung danach ausrichten.

@ Klausewitz - Es geht um Hessen

und nicht um Ihr Berlin oder um Merkel. Es geht um die Hessen in Hessen und deren Themen.

Die ländlichen Regionen stärken

und das in jedem Bundesland. So würde die Landflucht umgekehrt und die Preise der Immobilen-Abzocker sinken.
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Eine Überlegung könnte sein, kleinen Einzelhändlern auf dem Lande steuerlich extrem entgegen zu kommen. So könnte man kleinere (!) Lebensmittelgeschäfte die Gewerbesteuer erlassen oder die Umsatzsteuer reduzieren. Was auch immer, es gäbe viele Möglichkeiten. Frankfurt versucht aktuell einen weiteren Stadtteil auf den (letzten) grünen Wiesen und Äckern aus dem Boden zu stampfen. Also das Reststück Boden auch noch zu versiegeln für Wohnungen. Das alles führt uns aber nicht weiter. Der Bauboom in den Großstädten muss endlich durchbrochen werden, und die Regionen müssen überall bevorzugt werden. Mittelfristig ist das das einzige, was die Menschen hält und dann auch wieder Betriebe ansiedelt.

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