Ihre Meinung zu: Putin über Skripal: "Nur ein Dreckskerl, sonst nichts"

3. Oktober 2018 - 15:21 Uhr

Der Fall des vergifteten Ex-Agenten Skripal belastet seit Monaten die Beziehungen zwischen London und Moskau. Russlands Präsident Putin hat sich bisher kaum dazu geäußert - jetzt wurde er dafür um so deutlicher.

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Kommentare

Wann wurde über Russland und ++++Putin das letzte Mal ...

innerhalb der Tagesschau etwas Positives berichtet. Oder gibt es über ihn nichts Positives zu berichten? Oder passt diesbezüglich Positives nichts in geopolitische Konzept der Tagesschau?

Gleiches Recht für Alle?

Unser Bundespräsident hat Trump als Hassprediger bezeichnet.
*
Passt zusammen?

Endlich

Endlich redet jemand Klartext. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Skripal

Es ist schade das Putin überhaupt auf Skripal reagiert. Der Typ ist keinen Cent wert. Die Engländer sollen Skripal beerdigen und fertig.

Fragt sich nur, wer da der

Fragt sich nur, wer da der größere Dreckskerl ist, bzw. das fragt sich in dem Vergleich nicht mehr. Das weiß ja wohl jeder.

Geständnis

Das könnte man als Geständnis auslegen.

"jetzt wurde er dafür um so

"jetzt wurde er dafür um so deutlicher"
Wow, jetzt muss was großes kommen, alle festhalten. Was wird es, unumstößliche Beweise? Tatsachenberichte? Offenlegung eines diabolischen Planes?
"Er ist aber nur ein Dreckskerl, sonst nichts."
Ui. Putin hat also einen Landesverräter als Dreckskerl bezeichnet. Das ist nur dann eine Meldung wert, wenn man vergisst das Putin der Russische Präsident ist. Als Russe hat er jedes Recht einen Verräter an seiner Heimat als Dreckskerl zu bezeichnen, und ehrlich gesagt finde ich die Ausdrucksweise ausgesprochen Diplomatisch.
Für manch deutsche PolitikerIn gehen mir ganz andere Worte durch den Kopf.
Wieder mal erscheint mir Putin besonnen und die Berichterstattung der Presse irgendwo zwischen Tendenziös und purer Propaganda.
Das jedenfalls war keine Meldung wert! Und schon zweimal nicht die Ankündigung, er würde "deutlicher".

19:29, Torsten Seel

>>Wann wurde über Russland und ++++Putin das letzte Mal ...
innerhalb der Tagesschau etwas Positives berichtet. Oder gibt es über ihn nichts Positives zu berichten? Oder passt diesbezüglich Positives nichts in geopolitische Konzept der Tagesschau?<<

Es geht im Artikel nicht um Russland, sondern um Putin.

Das ist nicht das selbe.

Es wird berichtet, daß Herr Putin Herrn Skripal, den offensichtlich bis in jüngste Zeit aktiven Mehrfachagenten, einen Dreckskerl genannt hat.

Sie glauben nicht, daß Herr Putin ihn so bezeichnet hat?

Oder meinen Sie, die Tagesschau sollte es verschweigen, wenn Herr Putin sich zum Fall Skripal äußert?

Wie hätten Sie's gern?

Wo er recht hat,

hat er recht.

Am 03. Oktober 2018 um 19:29 von Torsten Seel

Zitat:
"...Wann wurde über Russland und ++++Putin das letzte Mal ...
innerhalb der Tagesschau etwas Positives berichtet. Oder gibt es über ihn nichts Positives zu berichten? Oder passt diesbezüglich Positives nichts in geopolitische Konzept der Tagesschau?..."

Dem kann man nur zustimmen und die große Frage ist, WARUM?

@SydB

Genau so ist es. Das ist in der Tat "Klartext".
Sobald jemand von "Vaterlandsverräter" schwadroniert, weiß man nämlich, dass der Betreffende ein Dorn im Auge der Regierung ist und sie ihn mit allen Mitteln aus dem Weg schaffen will.
Passt 100% zu der versuchten Vergiftung.

Was Putin da von sich gibt, ist nichts mehr und nichts weniger, als ein Geständnis.

Nichts Neues unter der Sonne

Was dem einen als Verräter/Terrorist gilt, ist für den anderen ein Held/Märtyrer/Freiheitkämpfer.

Das, was Putin über Skripal geäußert hat, das hat beispielsweise John McCain über Edward Snowden auch gesagt. Und viele US-amerikanische Politiker, die nicht dafür bekannt sind, Trump nahe zu stehen, würden Edward Snowden gerne - ausgesprochen und unausgesprochen - six feet under für seine Tat sehen.

Zur moralischen Überlegenheit besteht also kein Anlass. Im Gegenteil: Der Wertewesten, der insbesondere die rule of law oder Rechtsstaatlichkeit wie eine Monstranz vor sich her trägt, bezichtet Russland des Attentatsversuch auf Skripal, weil er "highly likely" sei. Beweise und Indizien sind bisher nicht vorgelegt worden. Wer Skripal ermorden wollte, darüber kursieren sehr viele Spekulationen.

Übrigens berichtete gestern The Guardian über Mark Urbans Buch "The Skripal File".

Ob der "Westen" über Skripal so glücklich sein kann, wo er doch Ansichten vertritt, die eher russlandfreundlich sind?

19:36 von SydB - und wen meinen Sie?

Putin sollte nicht von sich auf andere schließen.

19:29 von Torsten Seel - Hinweis.

innerhalb der Tagesschau etwas Positives berichtet. Oder gibt es über ihn nichts Positives zu berichten?
.
So ist es leider. Frage beantwortet?

Volle Zustimmung zu Wladimir Putin über den käuflichen Skripal

Ein käuflicher Hochverräter, dieser Skripal.
Sonst nichts.

also Zustimmung von mir auch für 19:36 von SydB
"Endlich redet jemand Klartext. Dem ist nichts hinzuzufügen"

Dieser Überzeugung war ich schon immer.
Da gibt es keine Tragik, keinen inneren Konflikt, da war keine Zerrreißprobe wie im Kampf gegen den Nazi-Faschismus...

nein, einfach ein von mir verachteter käuflicher Hochverräter, dieser Skripal,

verurteilt, hat seine Gefängnisstrafe abgesessen, und

wird jetzt beweislos bis heute von GB - die bekannt sind für Lügen mit weitreichendem Handeln wie deren völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf den Irak durch GB-Geheimdienste und GB-Politik -

zu einer "weiteren Verwendung" zugeführt.

Sichtweisen

Für Russland ein Landesverräter (für Geld), da muß er ja für uns ein Kämpfer für das Gute sein...

Am 03. Oktober 2018 um 19:29 von Torsten Seel

Hätten Sie denn etwas Positives über Putin zu berichten? Etwas von internationalem Interesse? Die Schenkung eines Tiers an ein kleines russisches Mädchen ist ja keine weltbewegende Nachricht.

Wer andere auf fremden Boden vergiften will

sollte mit Begriffen wie "Dreckskerl" sehr vorsichtig umgehen.

Podonok

Bedeutet übersetzt "niederträchtig" und weniger "Abschaum". Dazu sagte Putin auch: "Was soll man jetzt..." und dass "Spionage wie Prostitution einer der wichtigste Berufe der Welt" ist und dass diese bis jetzt niemand "geschlossen" hat und auch nicht in der Lage ist das zu tun.

Propagansasender? Nicht die ARD.

03. Oktober 2018 um 19:29 von Torsten Seel

Nur wahrer, einem Regime höriger Staatsfunk hat stehts positiv bzw. unkritisch über die Verfehlungen der sich allmächtig fühlenden Autokraten dieser Welt zu berichten. Wenn die ARD als öffentlich-rechtliches Medium etwas positiv Berichtenswertes über Herrn Putin findet, z.B. Rückzug der russischen Bomber aus Syrien, Rückzug der russischen Separatisten aus der Ostukraine und Rückgabe der Krim, Aufklärung im Fall des von russischen Raketen abgeschossenen malaysischen Flugzeugs, Einstellung von Drohungen gegenüber Europa, dann wird die ARD dies sicher bestimmt gerne machen. Das aktuelle üble Nachtreten von Herrn Putin gegenüber einem Opfer eines Mordanschlags seines eigenen Geheimdienstes ist mehr als nur schlechter Stil: einfach verachtenswert. Falls Sie eine durchweg positive Berichterstattung wünschen, dann schalten Sie doch um zum Propagandasender Russia Today. In Deutschland haben Sie die freie Wahl.

Sein Land verraten ?

"Skripal war in Russland als britischer Spion verurteilt und bei einem Austausch 2010 freigelassen worden."

Die Frage ist doch, ob er nur damals (seit den 1990ern) sein Land verraten hat, als er sich vom MI6 bezahlen ließ, oder ob er nach seiner Entlassung und nach seinem Austausch noch weiter in dieser Richtung tätig war.

"Das Nachrichtenmagazin Focus berichtete am 28. September 2018 unter Berufung auf einen ranghohen Mitarbeiter der NATO-Spionageabwehr Allied Command Counterintelligence (ACCI) in Mons, dass Skripal bis 2017 für vier Geheimdienste von NATO-Staaten gearbeitet habe"
(wiki zu Skripal, Quelle dort)

Falls das stimmen sollte, hat er wohl gegen unausgesprochene Regeln für ausgetauschte Agenten verstoßen, zumindest nehme ich an, das es sowas gibt, nach dem Motto: "Wenn wir Dich gehen lassen, dann hältst Du gefälligst den Mund".

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