Ihre Meinung zu: Kommentar: Nicht nur Italien hintergeht "Sophia"

30. August 2018 - 20:22 Uhr

Viele EU-Staaten beschuldigen Italien, die EU-Mission im Mittelmeer zu gefährden. Doch damit machen sie es sich zu einfach. Das Grundproblem ist die fehlende europäische Migrationspolitik, meint Samuel Jackisch.

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Kommentare

Italien macht es richtig

Wo soll das alles enden?
Millionen stehen in Afrika bereit sich nach Europa zu bewegen- und wir sollen die alle aufnehmen?
Auch in Italien hat sich die Erkenntniss durchgesetzt , das das so nicht geht.
Also, Schluss mit dem abfischen immer neuer Boote.

Sehr richtig.

Nichts mehr hinzuzufügen.

Guter Kommentar aber (leider) nichts neues

Die fehlende Solidarität in der EU ist tatsächlich ein Problem, allerdings wäre auch eine gemeinsame Rettungsmission wenig hilfreich bzw. böse gesagt Heuchelei. Die meisten der afrikanischen Wirtschaftsflüchtlinge fliehen vor (unter anderem vor allem von der EU (siehe Freihandel) verursachter) Armut.
Ohne die Bekämpfung bzw. Behebung der Fluchtursachen wird man wohl weiter Menschen beim ertrinken zusehen und gleichzeitg die ,,christlichen'' Werte des Abendlandes propagieren.

Gemeinsame Migrationspolitik geht nur über den Geldtopf

So manche Staaten dürften keinen Cent mehr
von der EU erhalten.

Fehlende Migrantionspolitik?

Praktisch ganz Europa hat begriffen, dass Migrationspolitik zunächst einmal heißt, den unkontrollierten Zustrom von Migranten weitestgehend einzudämmen. Solange die im Mittelmeer aufgefischten Migranten nicht nach Afrika zurück verfrachtet werden können, müsste man konsequenterweise auf jede „Seenotrettung“ verzichten . Dazu ist die Linke insbesondere in Deutschland nicht bereit., heißt es doch im Ergebnis, dass viele tausend Migranten im Meer ertrinken werden. Moralisch vollkommen nachvollziehbar, leider an den Realitäten vorbei gedacht. Afrika‘s Bevölkerung wird sich in den nächste 30 Jahren verdreifachen, also wird es immer genügend „mutige“ geben, die die Überfahrt wagen werden.

Da sage mal einer die Rechtspopulisten ....

... brächten nichts zustande. Seit die neue Regierung im Amt ist hat sich an der Migrations-Front doch tatsächlich etwas getan.
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Nun wird endlich auch diese unseelige EU-Mission "Sopia" in Frage gestellt. Die -außer dem Transport von tausenden von Migranten übers Mittelmeer, und einer angeblichen und nicht verifizierbaren Zerschlagung von Schlepperbanden, rein gar nichts gebracht hat ... außer natürlich dass Millionen Liter an Schiffsdiesel verbrannt wurden.
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Endlich kommt Bewegung in diese Festgefahrene Situation.

Mit offenen Karten

Für Herrn Jackisch ist es ausgeschlossen, Migranten dahin zu bringen, woher sie kommen, vertütet mit einem niedlichen Baby namens Sophia.
Ich denke der Kern des "Unbehagens" ist es, daß die Politik nicht mit offenen Karten spielt.
Politiker, bitte erklärt mir, was ihr da vor habt, habt ihr eine Strategie, ist es planlos, seid bitte transparenter in der Logik eurer Entscheidungen.
Dinge passieren "nicht einfach so", in der Politik erst recht nicht, wenn so ein bedeutendes Thema zur Diskussion steht, will ich Antworten.

Gesetze sind der Grundstein für einen Rechtsstaat

und solange die Migranten ohne Papiere und ohne Qualifikation kommen, ist ihre Perspektive mehr als schlecht und weiterhin schaffen es so auch weniger rechtschaffende Menschen in die EU.
Sophia sollte die EU Außengrenzen sichern, statt Fährdienst zu leisten.

"Den politischen Preis..."

Nun, das wären wohl noch mehr sog. populistische Regierungen. Das ließe wiederum den Schluß zu, dass der mehrheitliche Wählerwille sich nicht gerade mit den Ideen der Think Tanks deckt, was auch wenig überraschend kommt, da diese die ganze Zeit am Management der sog. Flüchtlingskrise beteiligt sind und für das kollektive Versagen stehen. Der Kommentator hat einen wichtigen Aspekt bei den nötigen Änderungen vergessen. Auch die Sozialleistungen müssten europaweit angeglichen werden. Doch selbst dann - und davon bin ich überzeugt - werden Menschen sich immer dorthin begeben, wo die Wirtschaft brummt und sie sich die größten Chancen versprechen.Es bringt also nichts, weiter von einer europ. Lösung zu schwafeln.Afrika verdoppelt alle 20 Jahre seine Bevölkerung, d.h. die europ. Abschottung wird kommen. Entweder machen es also die aktuellen Regierungen oder die Mehrheit der EU-Länder wird demnächst von sog. Populisten regiert.

Eine EU-Mission, mit völlig falschem Ansatz

Es ist der völlig falsche Ansatz mit Kriegsschiffen auf dem Mittelmeer zu kreuzen und Leute aufzunehmen, die freiwillig ins Meer gegangen sind.
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Wenn die EU wirklich etwas bewirken wollte, zur Not auch militärisch, dann müsste sie eine robuste und dauerhafte Besetzung Libyens in Betracht ziehen und dort -auch unter Einsatz militärischer Mittel- dauerhaft demokratische und rechtsstaatliche Zustände schaffen.
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Aber es ist natürlich einfacher mit Schiffen auf dem Mittelmeer zu kreuzen und den Schleppern bei ihrem Geschäft zu helfen.
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