Ihre Meinung zu: EU rettet weniger Menschen im Mittelmeer

21. August 2018 - 11:06 Uhr

Die EU hat im Rahmen ihrer Mittelmeer-Mission "Sophia" deutlich weniger Menschen im ersten Halbjahr 2018 gerettet als im Vorjahreszeitraum. Grund: Weniger Menschen wagen die Überfahrt. Zugleich ertranken viele von ihnen.

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Kommentare

Risiko scheint abzuschrecken

Weniger Menschen wagen die Überfahrt. Zugleich ertranken viele von ihnen.
.
waere aber erheblich besser, wenn die Migranten durch das Risiko nach Afrika zurueck gebracht zu werden
und nicht durch das Risko zu ertrinken, abgeschreckt wuerden

Es liegt in der

Es liegt in der Eigenveranwortlichkeit eines jeden Menschen, sich sehenden Auges in Seenot zu bringen.

Es besteht keinerlei Verpflichtung für irgendjemanden, Leuten zu helfen, die sich absichtlich und gezielt in Lebensgefahr bringen.

"Rettung" nein Transfer nach

"Rettung" nein Transfer nach europa. Rettung wäre zurück nach Libyen

Gut...

… wenn man mehr Leute ertrinken lässt, muss man natürlich weniger Leute retten.

Das ist logisch.

würden die

Bootsbetreiber (angeblichen Seenotretter) nicht einsammeln - und teilweise schon in den Städten und Dörfern ansagen wo sie die Menschen von den Fischerbooten einsammeln, würden viele gar nicht auf die Idee kommen an Bord eines Fischerbootes der Schleuser zu gehen - werden sie dann nicht gefunden ist das Risiko zu ertrinken sehr groß.

Diese angeblichen Seenotretter tragen einen erheblichen Teil der Verantwortung wenn hier Menschen ertrinken!

Läuft also

"EU rettet weniger Menschen im Mittelmeer" - das war doch genau der Plan, weshalb ein Großteil der Schiffe, die in diesem Bereich unterwegs waren (auch staatliche!) derzeit im Hafen festliegen.

"Grund: Weniger Menschen wagen die Überfahrt." Das wurde schon so häufig behauptet - wenn man erstmal in Libyen festsitzt, mit der Perspektive, als Sklave zu enden, ist ein Schlauchboot schon recht attraktiv.

"Zugleich ertranken viele von ihnen." Das war vielleicht - hoffentlich - nicht der Plan. Aber ein einkalkulierter 'Kollateralschaden' scheint es für Salvini und Co. schon zu sein. Ob es deswegen in Zukunft weniger Menschen versuchen werden, bleibt abzuwarten.

Diese Politik macht zynisch.

Herrschaft des Unrechts.

"Insbesondere dürfen diese nur noch in Ausnahmefällen Häfen der Länder anlaufen, einige ihrer Schiffe wurden beschlagnahmt."

Der erste Teil dieses Satzes stimmt eigentlich nicht. Die Schiffe dürften sehr wohl weiterhin die Häfen aller europäischen Staaten anlaufen, sobald sie Flüchtlinge an Bord genommen haben. Schließlich ist die Rückführung nach Libyen aus menschenrechtlichen Gründen höchstrichterlich untersagt. Und die Schiffe auf dem Meer versauern zu lassen, dürfte wohl ebenfalls gegen die Menschenrechte verstoßen.

Allerdings gilt der zweite Teil des Satzes, und der stimmt. Die Schiffe sind zum Großteil beschlagnahmt. Keiner weiß warum und auf welcher rechtlichen Grundlage. Es wird Zeit, dass die (europäische) Justiz auch diese Machenschaften beendet.

re vaihingerxx

"waere aber erheblich besser, wenn die Migranten durch das Risiko nach Afrika zurueck gebracht zu werden
und nicht durch das Risko zu ertrinken, abgeschreckt wuerden"

Erinnern Sie sich welche Risiken DDR-Flüchtlinge eingegangen sind? Erschossen oder jahrelang eingesperrt zu werden?

Was für eine lächerliche Vorstellung, man müsste den Afrikanern nur ein schönes großes Risiko aufbauen, dann würden sie das Migrieren schon bleibenlassen.

Würden diese Migranten

Würden diese Migranten konsequent nach den Regeln des internationalen Seerechtes im nächsten Hafen an Land gebracht, würde es überhaupt keine Toten mehr im Mittelmeer geben. Kein Migrant würde noch in völlig seeuntaugliche Schlauchboote einsteigen.

An den Haaren herbeigezogen

>>"..Die steigende Zahl von Toten im Mittelmeer wird in dem Bericht mit der Politik vor allem Italiens und Maltas in Verbindung gebracht. Die Länder versuchten, Einsätze privater Hilfsorganisationen zur Rettung von Menschen aus dem Mittelmeer zu verhindern..."<<

Diese These ist gelinde gesagt doch lachhaft. Gerade weil sich Italien so verhält ertrinken weniger Migranten weil die Schlepperfährdienstschiffe Italien nicht mehr anlaufen weil sie dort keine Chance mehr haben. Würden sich alle EU-Anrainerstaaten so wie Italien verhalten würde sich kein Schlepperfährdienstschiff mehr auf den Weg machen und es würde niemand mehr ertrinken. So wird ein Schuh draus. Vielen Dank nochmal an unsere italienischen EU-Partner das sie dem Treiben endlich einen Riegel vorschieben.

Begriffswahl

Entschuldigung aber wenn ich den Begriff "gerettet" in diesem Zusammenhang lese, komme ich mir mittlerweile veralbert vor. Das hat mit "gerettet" nichts zu tun wenn Fährdienstschiffe gezielt die Übergabeboote der Schlepper ansteuern und die Migranten übergeben werden.

Der Begriff Seenot wird hier

ständig falsch eingesetzt. Wenn ein Schiff in Brand steht oder untergeht das ist Seenot. Auch wenn das Ruder gebrochen ist und das Schiff läuft Gefahr auf Grund aufzulaufen ist von einer Seenot auszugehen. Mit einem Schlauchboot mit Außenborder und überfüllt auf die offene See zu fahren ist lebensmüde aber in Seenot sind die nicht. Was mich kürzlich verwirrte war eine viele Meter lange Liste mit ertrunkenen. Woher hat man die Namen? Die Überlebenden die aufgefischt werden haben zwar alle ein Smartphone aber Ausweispapiere sind immer verloren gegangen. Komisch? Eher nein aber sehr wohl kalkuliert. Die werden vorläufig aufgenommen, identifizieren kann man die nicht und die kommen fast alle aus Syrien. Wer mag da noch an Zufälle glauben? Ich persönlich finde es richtig die Flüchtlinge nicht dazu zu ermutigen sich in nicht Seetüchtige Boote zu setzen. Es ist nicht die Aufgabe Wirtschaftsflüchtlinge zu versorgen und der eigenen Bevölkerung Wohnraum und finanzielle Hilfe vorzuenthalten.

re shuusui

"Es besteht keinerlei Verpflichtung für irgendjemanden, Leuten zu helfen, die sich absichtlich und gezielt in Lebensgefahr bringen."

Nach Ihrer Auffassung müssten sich weder Feuerwehr noch Polizei kümmern, wenn ein Selbstmörder aufm Hochhausdach steht.

Ist aber strafbar als unterlassene Hilfeleistung.

Der Artikel liest sich fast

Der Artikel liest sich fast so, als ob die Schiffe vor Ort liegen und zuschauen wie Flüchtlinge ertrinken, dem ist ja wohl eindeutig nicht so.
Jeder Schiffbrüchige der von den Schiffen gefunden wird auch gerettet!
Aber es ist kein Schiffbruch, wenn jemand viel zu viele Menschen in ein Seeuntüchtiges Boot steckt, dann ein SOS Signal schickt und dann erst ausläuft.
Entweder die Flüchtlinge wissen um die Gefahr zu ertrinken und nehmen das Risiko billigend in Kauf, oder sie sind nicht ausreichend informiert. Im letzteren Fall wäre es wichtig an den Orten an dem sich die Flüchtlinge sammeln, Informationen zu verbreiten wie gefährlich es wirklich ist.
Es kann nicht die Aufgabe der Marine Schiffe sein Flüchtlinge abzuholen.

Klar, hat sich rumgesprochen

Klar, hat sich rumgesprochen dass Italien und Malta keine mehr aufnehmen wollen.
Der Weg nach Spanien ist kürzer und nicht so gefährlich.

"Noch 2017 hatten private

"Noch 2017 hatten private Seenotretter mehr als 46.000 Menschen aus Notlagen im Mittelmeer geborgen. "
.
Und seit dem die Probleme haben und teilweise festgesetzt werden, wird die Zahl weniger.
Ohne das gleichzeitig mehr ertrinken.
.
Komisch, oder?
.
Die Umstände dieser "privaten Seenotrettung" sind immer noch nicht ganz aufgeklärt und bekommen so ein besonderes "Gschmäckle"......
.
Danke an Italien und Malta!

Internationales Seerecht konsequent anwenden

21. August 2018 um 13:08 von Wikreuz

Sie haben Recht. Gemäß internationalem Seerecht und der einschlägigen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte liegen von Libyen aus gesehen die nächstgelegenen "sicheren Häfen" bis auf weiteres in den benachbarten südeuropäischen Ländern. Eben deshalb suchen die Flüchtenden und Migrierenden ihr Heil in den oft kümmerlichen Seegefährten, weil sie von Libyen weg wollen.

Keine Verpflichtung?

21. August 2018 um 12:39 von Shuusui

Ihre Aussage lautet: "Es besteht keinerlei Verpflichtung für irgendjemanden, Leuten zu helfen, die sich absichtlich und gezielt in Lebensgefahr bringen."
Lassen Sie uns Ihre Theorie weiter in der Praxis erproben. Gilt Ihre Aussage auch uneingeschränkt für:
- Bundeswehrsoldaten in Afghanistan
- Polizeikräfte im Antiterroreinsatz
- Rettungskräfte der Feuerwehr im Brandeinsatz
- Fachleute des Kampfmittelräumdienstes
- Bungeespringer
- Fallschirmspringer
- Rennfahrer
- Auto- und Motrorradfahrer, die deutlich zu schnell unterwegs sind
- Badende in Flüssen und Baggerseen
- Impfverweigerer
- Homöopathiegläubige
???

Alles ist relativ

>>"Die EU hat im Rahmen ihrer Mittelmeer-Mission "Sophia" deutlich weniger Menschen im ersten Halbjahr 2018 gerettet als im Vorjahreszeitraum..."<<
.
.
Wenn Sophia im ersten Halbjahr 2018 deutlich weniger Migranten aufgenommen hat darf dies dennoch nicht über den Umstand hinwegtäuschen das es zuviele waren um nicht zu sagen, viel zu viele. Es ist zu beachten das demgegenüber kaum signifikante Rückführungen (besonders von Deutschland aus) der illegalen Migranten erfolgen. Was soll also diese eindimensionale Betrachtung? Ich schließe mich da eher der Forderung der Herren Kurz (Österreich) und Salvini (Italien) an, das dafür Sorge getragen werden muss, dass kein illegaler Migrant mehr in die EU gelangen kann. Dies sollte die Zielsetzung sein.

@ 14:56 von wie-

"Gemäß internationalem Seerecht und der einschlägigen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte liegen von Libyen aus gesehen die nächstgelegenen "sicheren Häfen" bis auf weiteres in den benachbarten südeuropäischen Ländern. Eben deshalb suchen die Flüchtenden und Migrierenden ihr Heil in den oft kümmerlichen Seegefährten, weil sie von Libyen weg wollen."
.
Entschuldigung, aber das ist absoluter Stuss, was Sie hier verbreiten.
Das Urteil stammt aus dem Jahr 2012 (nachdem "unsere Verbündeten" Ende 2011 mal kurz eine Rakete in Ghadaffis Schlafzimmer geschossen haben).
.
Es besagt weder
- Das Libyen ein unsicheres Land ist,
- Dort gefoltert wird
oder was auch immer.
.
Es besagt, das eine Rückführung nicht erfolgen soll, weil jeder Mensch das Recht hat, in Europa einen Asylantrag zu stellen.
Und da liegt die Crux.
War das verständlich formuliert?

Einmal angenommen ich begebe

Einmal angenommen ich begebe mich in Badehose im Winter ins Gebirge und informiere die Bergwacht wenn ich losgehe, was ich jetzt tun werde. Was passiert mit mir wenn ich dann "gerettet" werde?

@karwandler, 13.20h

Das mit dem Selbstmörder auf dem, Hochhausdach ist ein gutes Beispiel.

Wenn er aber damit droht, zu springen, wenn er nicht nach z.B. New York gebracht wird, ist dieser Wunsch dann nach der Rettung zu erfüllen?

Europas Abgesang

schon in der Überschrift.

Wer hier jubelt, tritt alles, was vielleicht Europa ausmacht, mit Füßen. Widerlich!

@wie, 14.56h

Können Sie mir die Entscheidung des EUGMH verlinken, wonach außer den libyschen alle anderen Häfen entlang der afrikanischen Mittelmeerküsten als unsicher eingestuft worden sind?
Ich kann mich irren,. aber nach meiner Erinnerung wurde lediglich der Rücktransport nach Libyen gerügt.

Fluchtursachen

Warum machen sich soviele Afrikaner auf die Flucht? Ursache ist für mich das schnelle Bevölkerungswachstum in Afrika. In weniger als 30 Jahren verdoppelt sich die Bevölkerung. Bei vergleichbarem Bevölkerungszuwachs würden in Deutschland 400 statt 80 Mio. Menschen leben. Die Folge wäre Mord und Totschlag wie in Afrika. Und wir würden fliehen.
Ursachen bekämpfen heißt daher das Bevölkerungswachstum zu senken. UNICEF schlägt dazu vor, junge Frauen länger auszubilden. Geburtenkontrolle geht immer mit Ausbildung einher.
Die Fluchthelfer wollen viel Geld verdienen und sind daher froh, dass ihnen die Flüchtlinge vor der Küste von den "Rettern" abgenommen werden. Um dies zu Stoppen sehe ich keinen Weg außer diese Rettungsboote aus dem Verkehr zu ziehen.

re dervaihinger

"Das mit dem Selbstmörder auf dem, Hochhausdach ist ein gutes Beispiel.

Wenn er aber damit droht, zu springen, wenn er nicht nach z.B. New York gebracht wird, ist dieser Wunsch dann nach der Rettung zu erfüllen?"

Hat je ein Migrant im Mittelmeer die Rettung nur unter bestimmten Voraussetzungen angenommen?

@ 16:12 von Alois23 Bevölkerungswachstum & Armut

"Ursachen bekämpfen heißt daher das Bevölkerungswachstum zu senken. UNICEF schlägt dazu vor, junge Frauen länger auszubilden. Geburtenkontrolle geht immer mit Ausbildung einher."

Und was ist mit selbstverantwortlichen Verhütung, oder wie es China & Vietnam etc. machen, eine 1. Kind-Politik einführen, als nur 2 von vielen Lösungen nennenswert ?

Doch in Afrika ist das ja nicht möglich, wenn dort haupts. aus religiösen Kreisen kommende humanitäre Organisationen, & noch zusätzl. gar Missionare "zur Hilfe" ihre Quartiere aufstellen. Hiermit werden Schwangerschaften gelobt & umsorgt, und Verhütung verteufelt. Ohne finanzielle Stabilität Kinder zu zeugen, ist total OK. Auch hier in DE (siehe z. B. im TV: "Teeniemütter"; "Hartz aber Herzlich" & Co. . . . hier erstaunlicher Weise nur deutsche Exemplare genannt. An Ausländer als genau die gleichen Beispiele, wagen sich die seriösen TV-Medien Presse nicht heran zur Kritik)

Weniger sind trotzdem noch zu viel.

Nato raus aus den Einsatzländern. Waffengeschäfte stoppen. Das ist nicht unser Krieg. Uns hat auch keine Großmacht in den zahlreichen Glaubens- und Territorialkriegen in die Suppe gespuckt. Was ist aus uns geworden? Eine demokratische Gesellschafft, wenn sie auch nur Fassade ist. Schickt die Flüchtlinge dort hin, wo sie hingehören. Ins gebürtige Vaterland. Je weniger Bomben und Drohnen auf zu demokratisierende Länder abgeworfen und gesteuert werden, desto weniger Gründe gibt es, zu flüchten.

13:07 von karwandler

tut mir leid
aber im Gegensatz zu ihnen sehe ich keinen Grund zur Aufnahme

@Shuusui um 12:39

Mal davon abgesehen, dass ihre Behauptung sachlich falsch ist und man dennoch Hilfe leisten muss:
Haben Sie sich mal überlegt, wie es Menschen gehen muss, die sich freiwillig in Lebensgefahr begen und ihre Heimat verlassen? Das macht keiner einfach für ein paar Euro mehr im Monat.

Das Boot ist voll

Das Boot Europa ist voll, voller geht's nicht. Als mehr illegale Migranten nach Europa ist unverantwortlich. Spätestens in 10 Jahren ist Europa ganz am Ende, wenn es so weiter geht

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