Ihre Meinung zu: Gender Studies: Umkämpfte Wissenschaft

21. August 2018 - 9:53 Uhr

Ungarns Regierung hat die Gender Studies von den Universitäten verbannt. Warum ist das Studienfach vor allem in rechten Kreisen so umstritten? Von Andrej Reisin.

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Kommentare

Sollte nicht verboten werden

aber auch keinerlei staatliche Förderung erhalten. Wenn es Leute gibt, die für ein Studium, das einem keinerlei verwertaber Fähigkeiten vermittelt, Studiengebühren zahlen wollen, dann soll man sie lassen.

PS: "Diese gab zu, jahrelang die Testergebnisse von Frauen systematisch heruntergerechnet zu haben, damit der Frauenanteil bei der Zulassung zum Studium begrenzt blieb."

Bitte weisen Sie doch darauf hin, dass in Österreich AKTUELL genau das Gegenteil passiert, um den Männeranteil am Medizinstudium zu reduzieren!

Ein brauchbarer Kommentar,

Ein brauchbarer Kommentar, den aber nur der lesen und interpretieren kann, der sich im akademischen Betrieb auskennt. Ich werde an die Berechtigung von "Gender studies" glauben, wenn der erste Mann zum Gleichstellungsbeauftragten ernannt wird, wenn Professorinnen wie Lann Hornscheidt - mal googlen, ist interessant - auch aus der Disziplin heraus öffentlich diskutiert werden, und wenn die Gleichberechtigung wirklich durchgezogen wird. Wie kann es sein, wenn die Universität Tokio verurteilt wird, wenn sie gleich viele Männer und Frauen zuzulassen, die MINT-Fächer in Deutschland aber ebenso verurteilt werden, weil sich zu wenige Frauen dafür interessieren?
Das Thema ist vergiftet, und daher der Kommentar leider verschwendet -die einen und die anderen sind nicht zu bekehren.

Wozu eigenes Studienfach?

Weshalb Gender Studies ein eigenes Studienfach sein soll, erklärt sich mir nicht. Diese Thematik kann man doch in den herkömmlichen Fächern Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft etc. abhandeln. Hier wird einem „Fachgebiet“ mehr Raum als nötig gegeben. In der Folge entwickelt es sich dann in Richtigungen, die von der ursprünglichen Grundidee abdriften und nun überpolitisiert werden.

Also tut mir ja leid. Aber

Also tut mir ja leid. Aber das ist Schwachsinn für mich.
Ich habe studiert, promoviert und lange an Hochschulen in Forschung und Lehre gearbeitet. Dieses angebliche Problem stellt sich im normalen Hochschulalltag nicht.
Dagegen kann auch ich einen "Gender-Wahn" und eine überspannte political correctness beobachten.
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"Auch Geschlechtlichkeit ist eine Mischung von sozialen, biologischen, kulturellen, historischen Komponenten", sagt Soziologin Paula-Irene Villa.
Also mein männliches Geschlecht ist auch eine Folge von sozialen, kulturellen und historischen Komponenten?
In einer anderen Kultur wäre ich also eine Frau? Erklären sie das mal einem/er/es Biologen/In/Gender/Trans/Alien.
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"Diese komplexe Sicht auf Geschlecht werde als intellektuelle, akademische und realitätsferne Spinnerei diskreditiert."
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Diesen Satz möchte ich so unterschreiben!

auch Frauen sehen das kritisch

Das Fach ist nicht nur in rechten Kreisen umstritten. Viele Frauen aus der Frauenbewegung der 70er und 80 Jahre, heute naturgemäß älter, sehen die Gender-Bewegung durchaus kritisch. Wie überall sehen wir auch dort viele Minderqualifizierte herumschwirren, die nur aufgrund ihres Geschlechts Ansprüche stellen, statt Leistung zu bringen.
Zudem haben viele die Erfahrung gemacht, dass gerade jüngere Frauen zu unerbittlichen Konkurrentinnen wurden, wenn es darum ging, sich per Beziehung zu einem älteren Mann ( den Männern unserer Generation) hochzuschl... Wenn es um materielle Vorteile geht, ist es plötzlich Liebe, Metoo-Debatte hin oder her ..
Nur auf dem Ticket "Frau" zu reisen, reicht nicht, um die Wissenschaft voranzubringen.
Sich aufgrund irgendwelcher Netzwerke unberechtigt Vorteile zu verschaffen, das finden wir überall: Parteizugehörigkeit, Geschlecht, familiärer Hintergrund ... die Medien sollten diese Form der Vorteilsnahme nicht noch durch einseitige Berichterstattung befördern

Also ich hab

den Artikel jetzt mal bis zum Ende gelesen.
Ob es das Fach jetzt gibt oder geben sollte ist für mich selber nicht relevant, ob andere das persönlich brauchen kann ich nicht einschätzen.

Also hab mich gefragt was bringt so ein Studium für einen Nutzen für den Studierenden und für Wirtschaft.
Wer bezahlt dann solche Arbeitsplätze, hergestellt wird nicht und als Forschung würde ich es nicht bezeichnen.

Von was sollen Menschen die so etwas studieren am Ende leben, man lernt und studiert doch um seinen Lebensunterhalt irgendwie zu bestreiten.
Man kann malen oder Musik machen und Maschinen bauen und so weiter, aber wo ist der Nutzen bei Gender.

Sage ich jetzt das ist ein Randproblem mit dem ganz wenige zu tun habe, laufe ich Gefahr gleich als Rechter betitelt zu werden.
Also sage ich lieber das es ein ganz wichtiges Problem ist ohne das sich die Welt nicht weiter dreht.
Für was entscheide ich mich jetzt in Deutschland um meine Ruhe zu haben ?.
Die Welt ist schon bissel komisch.

ein Übermaß an Politisierung und ideologischen Scheuklappen.

der Eindruck koennte entstehen
andererseits, es wird ueber so viel sinnvolles
oder auch weniger sinnvolles geforscht
da kommt es auf ein Fach mehr oder weniger sicherlich nicht darauf an

Gender Studies: extrem wichtig, extrem notwendig

Vielen Dank für den umfangreichen aktuellen Artikel und das hervorragende wie informative Interview im Faktenfinder. Aufgegriffen wurde ein Thema, was wieder heftige Reaktionen aus dem gesamten politischen Spektrum garantiert.
Dabei ist die Notwendigkeit dieser wissenschaftlichen Disziplin doch klar bewiesen. Schließlich fordert der universelle Kanon der Menschenrechte und damit auch ganz zu recht auch das Grundgesetz die Gleichberechtigung, Chancengleichheit für alle Geschlechter: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt, bzw. niemand darf aufgrund persönlicher Merkmale benachteiligt werden." Genderstudies stellt die Machtfrage.
Dafür ist wissenschaftliche Analyse nach neutralen und nüchternen Standards notwendig. Sonst wären politische Fragen nach Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen, oder unterschiedlicher Lebenserwartung von Frauen und Männern nicht notwendig.
Wer Genderstudies in frage stellt, stellt auch die Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in frage.

Nicht nur ideologisch umstritten

Leider muss man sagen, dass die sog. "Gender Studies" nicht nur bei Rechtsideologen und ebenso ausgerichteten Regierungen umstritten sind, sondern durchaus auch in der akademischen Welt einen schlechten Ruf haben.

Diese beruht vor allem an einer Kritik der Methodologie, die nicht einmal annähernd dem Standard entspricht, welche man von wissenschaftlichem Arbeiten erwarten würde, eine Arbeitsweise, die mehr auf Assoziationsketten denn auf belastbare Beweisführungen beruht und, ja, eine oftmals extrem auf ideologische Selbstbestätigung ausgerichtete Arbeitsweise.

Ein Eingriff des Staates in die Forschungsfreiheit – so wie hier von Ungarn getätigt – ist natürlich ein no-no. Aber es würde diesem Fachbereich sicher leichter fallen, Angriffe abzuwehren, wenn sie ihre eigene Arbeit einmal etwas selbstkritischer hinterfragen – und vor allem wissenschaftlicher aufstellen würden.

das wurde in Norwegen schon vor ~6 Jahren gemacht

In Norwegen wurde das Nordic Gender Institute schon zum 31.12.2011 geschlossen. Fördermittel pro Jahr vorher: 56 Mill. Euro.

Eigene Erfahrung

Ich habe das Fach Genderstudies letztes Semester im Rahmen meines Lehramtsstudiums an der TU Darmstadt belegt. Ja, es war genau das: politischer Aktivismus, verkleidet als Wissenschaft und instrumentalisiert für einschlägige politische Ziele. Die Kritik von Herrn Stefan Hirschauer ist absolut zutreffend. Die Professorin hat daraus auch gar keinen Hehl gemacht. Sie meinte sie sähe es als ihre Aufgabe ihre Ideen in Deutschland unter die Leute zu bringen. Die Kommentarspalte hier reicht leider nicht aus um zu beschreiben wie unglaublich fehl am Platz das in einer öffentlichen Universität ist.

Wir haben Recht...

...und um das zu wissen, brauchen wir keine Wissenschaft.
Dies scheint mir - in Kurzform- die Botschaft zu sein, die der Rechtspopulismus aussendet. Und diese verfängt bei Denjenigen, die schon immer glaubten, dass „irgendwas nicht stimme“. Warum? Weil sie das, was um sie herum so geredet und gemacht wird, einfach nicht verstehen. Und dieses Nichtverstehen nicht akzeptieren können und wollen.
Und wenn dann jemand kommt und mit einnehmendem Wesen sagt „Ich bin einer von Euch“ und „Ihr habt Recht“ - dann hat das schon was Verlockendes.

>> "Auch Geschlechtlichkeit ist eine Mischung von sozialen, biologischen, kulturellen, historischen Komponenten", sagt sie (Paula Irena Villa). Diese komplexe Sicht auf Geschlecht werde als intellektuelle, akademische und realitätsferne Spinnerei diskreditiert.<<

Genau das! Schon der Begriff „Mischung“ verursacht bei manch einem Kopfschmerzen. Ist alles nicht neu - aber wie richtig im Artikel bemerkt:
Das hat zurzeit (noch) „Hochkonjunktur“.

Genervt

Ja - ich weiss, total politisch unkorrekt. Ist mir aber wurscht.

Mir geht das ganze Getue um die Geschlechter total auf den Keks.

Für mich ist das nichts weiter als ein Wohlstandsthema.

Als gäbe es keine echten Probleme.
Fragen Sie sich mal, ob es für Menschen, in deren Ländern Elend herrscht, Kinderarbeit, Ausbeutung, Krankheiten wegen der fürchterlichen Umstände, Krieg etc etc wichtig ist, warum eine Frau fraulich und warum ein Mann männlich ist.

Und was mich total nervt ist dieser Egalisierungswahn.

Männer und Frauen sind unterschiedlich. Und das ist auch schön. Ich glaube, irgendwann wird man merken, wie armselig langweilig das Dasein ist, wenn es total uniform ist.

PS
Und wenn man sich schon streitet, ob die Menschen weiter getrennt oder politisch korrekt gemeinsam in Unisextoiletten pinkeln, sollte man merken, dass man übertreibt.

Prof. Hirschauer stellt genau

Prof. Hirschauer stellt genau die richtige Frage, und das hat nichts mit konservativ-reaktionär zu tun. Einige versuchen in ihrem Sinne die Gesellschaft zu verändern, indem die anderen vorschreiben wollen was sie zu denken haben oder sagen dürfen, und verlassen damit die Wissenschaft.

Gruß Hador

Gender Studies ist keine

Gender Studies ist keine Wissenschaft, es ist eine kranke Ideologie.
Ich bin übrigens KEIN Rechter und kritisiere es trotzdem, weil es Unsinn ist zu glauben, dass es noch, wieviele waren es genau, 70 weitere Geschlechter gibt?
Haben uns unsere Biologie-Lehrer damals belogen, als sie uns erzählten, dass es nur männlich und weiblich gibt? Ich denke nicht.

Das brauch einfach kein Schwein

Diese Gender Studies haben einfach keinen weitergebracht. Diskriminierung fängt im Kopf an und da hat jeder selbst drauf zu achten. Richtig, denen Forschungsgelder zu entziehen, denn wir haben deutlich größere Probleme!

Nicht nur in Ungarn!

Norwegen hat Gelder für Gender-Forschung gekürzt: https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gender-debatte-tv-bericht-biolog...

Auch deutsche Forscher stehen Gender kritisch gegenüber. Bspw. https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-das-gender-paradoxon/141...

Endlich ein Artikel der beide Seiten der Medallie erwähnt

"[...]Zum Teil lassen sich Forschung, Lehre und politischer Aktivismus nicht klar genug unterscheiden[...]"

Solange diese Trennung nicht gelingt, ist es keine richtige Wissenschaft. Ich würde mich generell eher als politisch links bezeichnen, aber bei dem Thema Gender läuft aktuell sehr viel in den USA und Kanada schief.

Viel zu oft vermischen dort Personen Aktivismus mit Fakten - und verbreiten Lügen ohne Hand und Fuß, fernab der Realität. Jeder weiß, dass die Varianz innerhalb der Männer - und die in allen Frauen immens sind. Größer, als die Unterschiede zwischen der durchschnittlichen Frau und dem durchschnittlichen Mann. Aber viel zu oft wird das bestritten, auch von Professoren - sie sagen es gäbe überhaupt garkeine Unterschiede, teilweise sagen sie es gäbe sie nichteinmal biologisch - völlig losgelöst von jeglicher Forschung die es je gegeben hat.

Vor Allem in den USA&Kanada wird dieser politische Aktivismus sogar schon in den Kindergärten gelehrt - das halte ich für fatal.

Wenn...

Man verfolgt , was alles an wirklich idiotischen Sachen bei der "Genderforschung" herauskommen, ist es kein Wunder, wenn die Leute nur verständnislos mit den Schultern zucken.

Möglicherweise...

sollte man sich fragen, ob Gender-Studies überhaupt eine Wissenschaft sind? Unstrittig dürfte sein, daß das Thema "Gender" wie kein anderes Thema politisch und medial mißbraucht wird. Ich frage mich, ob man auch noch dankbar sein sollte, daß die Gender-Studies keineswegs bestreiten, daß es biologische Geschlechter gibt? Oder ist man klüger als die Natur, die eben die Geschlechter "erfunden" und als am erfolgversprechendsten ausgewählt hat und alle anderen Varianten eben als zahlenmäßig vernachlässigbare Ausnahme eingestuft hat? Sollte man auch dankbar dafür sein, daß der Kreis entdeckt wurde und das Quadrat ? Zumindest im Mittelalter hatte auch die Astrologie den Geruch einer Wissenschaft! Es besteht der Verdacht, daß hier besonders jene Personen tätig sind, die sich in anderen Gebieten eher durch Erfolglosigkeit auszeichnen. Dabei wäre doch z.B. "Das Liebesleben der Pflastersteine" auch ein Betätigungsfeld, oder?

Grenzen überschritten

In Ungarn zeigt sich jetzt ganz deutlich, was Populismus ausmacht: der mächtigste Entscheidungsträger im Alltag, die Regierung, versucht in den Wissenschaftsbetrieb einzugreifen, weil die Bevölkerungsmehrheit nicht bereit ist, sich mit komplexen Zusammenhängen auseinander zu setzen, und Institutionen, die es tun, als elitär und überheblich ansehen. Die Aufgabe von Wissenschaft ist aber nun mal, sich mit Bereichen zu beschäftigen, über die ich mich als einzelner nicht beschäftigen will oder kann. Ich habe z.B. null Ahnung von Quantenphysik. Deshalb würde ich trotzdem keine Partei wählen, die gegen den "Quanten-Wahnsinn" an der Uni vorgehen will.

Wissenschaft ist Wissenschaft

und Politik ist Politik.
Also liebe Gender Wissenschaftler, vermischt nicht wissenschaftliche Erkenntnisse mit euren persönlichen politischen Vorlieben, wie es leider tatsächlich öfter zu hören ist, und liebe Rechte, hört endlich auf Wissenschaft zu diskreditieren, nur weil euch die Ergebnisse nicht passen...

Welches Fach denn nicht?

"..Ein Teil der Kritik am Fach Gender Studies scheint berechtigt: Zum Teil lassen sich Forschung, Lehre und politischer Aktivismus nicht klar genug unterscheiden .. " ..

Sie meinen so wie bei BWL? Steuerrecht? Wirtschafts Psychologie etc etc etc?

Richtig und nicht "rechts"

Das Fach "Genderstudies" hat sich zu einem nimmersatten Moloch entwickelt, der sich im Bett der political correctness wälzt und sich mit dem Geld des Steuerzahlers aufbläht. Dass dieses Fach wissenschaftlich schal und überflüssig ist, erkennt man leicht durch einfaches vernünftiges Nachdenken. Mit der politischen Richtung "rechts" hat diese Erkenntnis nichts zu tun!

Bedauerlich ist allerdings, dass die Universitäten nicht selbst den Mut aufbringen, diesem überbordenden Gendertreiben endlich das Handwerk zu legen. Ich vermute, das hat damit zu tun, dass unsere Universitäten leider nur zu gerne jeder roten Sau nachrennen, die durchs Dorf getrieben wird und Geldmittel verspricht.

Nun, man sollte einfach mal

Nun, man sollte einfach mal in der Fakultät nachfragen, was der Studienbereich "Gender Studies" bislang an wissenschaftlichen - und damit sind empirisch belegbaren - Erkenntnissen gewonnen hat. Leider sieht es da äußerst mau aus, weswegen ein Nachfragen, ob es denn tatsächlich eine Wissenschaft ist, durchaus gerechtfertigt ist.
Aus Sicht der Betreiber, die den ganzen Spass schlussendlich bezahlen müssen, also durchaus verständlich, wenn so etwas gestrichen wird...

Gender Science

Da gibt es noch mehr Kritikpunkte an der Gender-Science. Proffessuren und Projekte werden mitunter dem Gender untergeordnet (Kein neuer Matheprof, dafür zwei neue Genderprofessorinnen). Ein regelrechter Hype ist damals ausgebrochen, die ganze Kohle für die Forschung in dieses wissenschaftlich umstrittene aber politisch korrekte Feld zu geben.
Man wollte sich nichts nachsagen lassen.
Dann das Ergebnis beinahe jeder "Forschung" aus diesem Bereich. Es lautet deterministisch: "Frau gut, Mann böse. Wir haben noch viel zu tun, gebt uns Geld dafür."
Man kann hören, dass nicht alle Mädchen Rosa toll finden. Man wird NIE hören, dass es fast alle eben DOCH tun. Dass weibliche Babies auf Puppen zukriechen, nicht auf Autos. Dass Frauen lieber Krankenschwester als Ingenieur werden. Gerne einen starken Mann heiraten.
Und zwar nicht, weil sie grausam unterdrückt werden - sondern weil sie es sich heute aussuchen können.
Solche Wahrheiten auszusprechen gilt in Genderkreisen als Verrat.

"Aber sie legen offen, dass

"Aber sie legen offen, dass es keinen biologischen Determinismus gibt, der aus dem Vorhandensein bestimmter Organe und Hormonspiegel automatisch ableitet, welche Eigenschaften und Fähigkeiten Menschen haben."

Aber genau das geht. Vom biologischen Geschlecht kann man sehr gut Eigenschaften einer Person approximieren, bei bestimmten Eigenschaft ist es der Faktor Nr.1. Natürlich gibt es große Varianz der Individuen in Bezug auf bestimmte Eigenschaften, aber das ist schlicht die gaußsche Normalverteilung. Insgesamt sind die Kategorien von Eigenschaften in denen sich Männer und Frauen gleichen (z.B. Intelligenz) Zahlenmäßig weit mehr als die Kategorien die geschlechter Dominiert (z.B. Aggressionslevel) sind, aber es gibt diese Kategorien eben doch. Auch dass das Geschlecht ein "Soziales Konstrukt" ist wurde schon mehrfach wissenschaftlich widerlegt, mit Studien an Neugeborenen und sogar Ungeborenen. Man kann klar Predispositionen der Geschlechter zu bestimmten Eigenschaften nachweisen.

schon alleine diese Diskussion zeigt

was fuer Sorgen uns so umtreiben

"Aber "ohne Gender Studies

"Aber "ohne Gender Studies wüssten wir heute viel weniger über die Verdienste von Wissenschaftlerinnen,"
Es gibt sicherlich auch tausende an männlichen Wissenschaftlern welche nichtmal Ansatzweise den Bekanntheitsgrad erlangten, welche ihre Leistung in einer gerechten Welt geben sollte. Das dies der Fall ist, ist keine Rechtfertigung für ein Studienfach und es hat auch nicht wirklich irgendetwas mit Wissenschaft zu tun.

"und darüber, wie sie systematisch übersehen, diskriminiert, vergessen wurden", so Villa
Das Wort systematisch wird in diesem Bereich viel benutzt, weil es eine Menge impliziert. Aus meiner Sicht mehr, als die "Genderforscher" verstehen. Auf jeden Fall braucht das Wort "systematisch" eine extrem belastbare Beweislage um benutzt werden zu können. Leider fehlt meist jeglicher Beweis, von belastbaren ganz zu schweigen..

Langsam sollte man sich auch

Langsam sollte man sich auch mal fragen, was für einen Sinn eine "Frauenquote" hat.
Wenn sich 80 Männer und 20 Frauen auf 10 Stellen bewerben, werden nicht die 10 Besten, sondern 5 Männer und 5 Frauen ausgewählt.
.
Dass erinnert mich an einen Satz in einer Stellenausschreibung: "Bei gleicher Eignung werden Behinderte bevorzugt".

Polemik

würden Sie einem Prof. Stefan Hirschhauser (Uni Mainz), der sich gegen Politisierung der Genderforschung ausspricht, oder den etwas den Kirchen, dass diese, wie angeblich Organ und die AfD, nur polemisieren, einen Kampfbegriff führen, Verschwörungstheorien benutzen, antiintellektuell sind, antiliberale Spinnereien verbreiten. - Offenbar nicht,

Das ist die Sprache der Aktivisten und der Leute, die die Weisheit für sich reklamieren und auch noch damit hetzen und die Gesellschaft spalten.

11:13 von Thuringian

Gibt's gender in der Tierwelt ?
.
weiss man's
auf jeden Fall gibt es wesentlicheres zu erforschen
aber was soll's, man funkt ja auch ins Weltall, in der Hoffnung
einer / eine / oder was immer die dort die fuer ein Geschlecht haben, antwortet darauf

re Thuringian: Tierwelt

„Diese sogenannte Gender-Wissenschaft halte ich für eine der dümmsten Erfindungen der Menschheit.
Gibt's gender in der Tierwelt?“

Ja, gibt es! Natürlich!

Und im übrigen bestätigen die Mehrzahl der hiesigen Kommentare wunderbar die herangezogenen soziologischen Forschungen. Im Namen der Soziologie (auch eine „sogenannte“ Wissenschaft) hierzu herzlichen Dank!

"Zsolt Enyedi,

"Zsolt Enyedi, Politikwissenschaftler und Prorektor für ungarische Belange der CEU, sagte dem "Tagesspiegel", der Angriff auf den Studiengang sei "ein Symbol". Die Regierungsparteien versuchten damit, "den Hardliner-Wählern zu zeigen, dass sie einen Kreuzzug gegen die westliche Welt führen"."

Tja, und währenddessen sehen die "Hardliner" wohl eher in den Genderstudies einen "Kreuzzug gegen die westliche Welt". Zumindenst sind sich alle einige, dass die "westliche Welt" etwas gutes und schützenwertes ist. Gemeinsamkeiten sind immer gut.

@vox moderandi

Sie vergleichen jetzt tatsächlich "Quantenphysik" mit "Gender Studies"? Wow...
Schade, dass Ihnen noch nicht aufgefallen ist, dass Quantenphysik sinnvoll ist, während "Gender Studies" absoluter Unfug ist.

re draufguckerin: Bewegung oder ...

„Das Fach ist nicht nur in rechten Kreisen umstritten. Viele Frauen aus der Frauenbewegung der 70er und 80 Jahre, heute naturgemäß älter, sehen die Gender-Bewegung durchaus kritisch.“

Unbestritten und auch legitim. Eine Bewegung ist ja auch per definition politisch und damit zwingend umstritten. Nur tappen Sie hier genau in die Falle der Rechtspopulisten, die einfach mal so behaupten, zwischen (politischer) Bewegung und Wissenschaft gäbe es keinen Unterschied.

Im übrigen ein großes Kompliment für diesen Artikel. Wunderbar differenziert und pointiert!

10:39 von wie-

"Wer Genderstudies in frage stellt, stellt auch die Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in frage."
Dieser Kommentar zeigt, was Gender-Forschung gerade nicht sein darf. Hier wird das Ergebnis vorweggenommen, und die "Forschung" hat sich danach zu richten. Der/die Autor/in hat sich schon kräftig disqualifiziert und das gelegentlich verwendete Label "Geisterwissenschaft" redlich verdient.

@ KaBa um 10.49 Uhr: Richtig!

Nach Ihrem Kommentar habe ich mir soeben einmal einige Seiten der TU Darmsatdt durchgelesen. Volle Zustimmung zu Ihrer Kritik!
Was ich aber noch schlimmer finde: Die Anerkennung dieser "wissenschaftlichen" Inhalte im Leistungskatalog führt dazu, dass junge Mensch, die ideologisch noch gut formbar sind, ihre Studienzeit mit rein ideologischen Inhalten verschwenden. Ich kenne das noch aus den Gründungsjahren der Bremer Uni: Die Vermittlung fachspezifischer Inhalte, das Lernen, blieb zugunsten ideogischer Aktivitäten auf der Strecke. Erst im Berufsleben oder, bei den Juristen im Zweiten Staatsexamen (universitätsunabhängig) kam dann das böse Erwachen - "Durchfallquoten" in erschreckender Höhe, verschwendete Studienjahre, keine solide Wissengrundlage ... eine Gemeinheit gegenüber den jungen, relativ unerfahrenen Menschen. Noch heute bin ich sauer auf viele ehemalige Professoren, die sich auf Kosten der Studierenden und unter dem linken Deckmäntelchen einen "lauen Lenz" gemacht haben.

Für mich ist eine

Für mich ist eine xy-Chromosom-Trägerin weiblich und ein yy-Chromosom-Träger männlich. Alle Zuschreibungen darüber hinaus, wie "ist stark, mag Autos, trägt Kleider, ..." sind bloße gesellschaftliche Zuschreibungen und entsprechen lediglich den Vorlieben der jeweiligen Zeit, die an die Geschlechter sozusagen als "Wunschbild" bzw. Idealvorstellung verknüpft werden.

Autos haben vor 500 Jahren noch nicht Mal existiert, von Kleidern fange ich gar nicht erst an. Wenn man daraus eine Wissenschaft machen möchte, bitte, habe ich nichts dagegen, auch wenn man sich da meiner Meinung nach eher auf dem Gebiet der Binsenweisheiten bewegt.

Politisch motivierte Fake News im Forum

@tütü72 schreibt:
"Nordic Gender Institute schon zum 31.12.2011 geschlossen"
-> Falsch es wurde umstrukturiert

@KaBa2:
-> Sie behaupten aus einem einzel Beispiel heraus das Fach sei fehl am
platz. Das ist eine unwissenschaftliche über-Generalisierung.

@Alex Faulkner: Wer in Biologie aufgepasst hast weiss das es
hinreichend viele Organismen mit flexieblen Geschlechter Definitionen
gibt. Im Artikel steht explizit das Genderstudien die biologischen
Geschlechter als Grundlage akzeptieren

Es ist erschreckend. Alle hier im Forum aufgelistete Kritik an den Genderstudien zeigt, das nieman jemals etwas zum Thema gelesen hat. Man unterstellt Aussagen die niemals getroffen wurden. Es ist ein kontroverses Kritisches Feld mit vielen Meinungen.

@ tütü72, 10:47 + bayerth, 10:56

Das "Nordic Gender Institute" (norwegisch: "Nordisk institutt for kunnskap om kjønn", NIKK) war keine Einrichtung des Staates Norwegen, sondern des "Nordischen Rates", einem gemeinsamen Forum der Parlamente der skandinavischen Länder.

Die Schliessung Ende 2011 war Teil einer Umstrukturierung, weg von einem zentralen Institut hin zu einer Kooridnationsstelle für entsprechende Programme in Forschung und Lehre. Die Ausschreibung für den Sitz dieser Stelle gewann die Universität in Göteborg und das Schwedische Büro für Geschlechterforschung, wo seit 2012 die Arbeit des NIKK fortgeführt wird.

Rechtspopulistische und gleichstellungsfeindliche "Social Media"-Blogs und "Nachrichten"seiten haben versucht, die Schliessung als "Erfolg für ihre Seite" zu verkaufen. Und wenn man einiges hier so liest, waren sie offenbar nicht gänzlich ohne Erfolg bei jenen, die ihre selektive Wahrnehmung des Weltgeschehens lediglich nach ihren persönlichen Vorurteilen auszurichten in der Lage sind.

Meanwhile An der Uni

@NeutraleWelt
Bin selbst seit langem in der universitaeren Forschung (Biophysik)
und halte das Fach Genderstudien für durchaus interessant. Klar hat es die Probleme aller Geisteswissenschaften (das es mal politisch wird). Es wird viel
mit der Biologie und Psychologie zusammen geforscht. Als Biologe sehe ich da KEIN PROBLEM und erst recht keine Unvereinbarkeit.

@Harald Kerkhoff: Sie schreiben
"Insgesamt sind die Kategorien von Eigenschaften in denen sich Männer und Frauen gleichen (z.B. Intelligenz) Zahlenmäßig weit mehr als die Kategorien die geschlechter Dominiert (z.B. Aggressionslevel) sind, aber es gibt diese Kategorien eben doch."
-> und genau das haben die Gernderstudien gezeigt.

@Dexter18 - sie schreiben:
"Dann das Ergebnis beinahe jeder "Forschung" aus diesem Bereich. Es lautet deterministisch: "Frau gut, Mann böse. Wir haben noch viel zu tun, gebt uns Geld dafür.""
-> Das ist leider Gelogen. Sie haben wohl nie einen Artikel aus diesem BEreich gelesen.

@Drumknott

Vor allem an diesem Satz:
"Wer Genderstudies in frage stellt, stellt auch die Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in frage"

finde ich bedenklich, dass es verwerflich erscheint, die Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in Frage zu stellen.

Denn in Anbetracht der Tatsache, dass der stetig formulierte Anspruch (Menschenrechte, Demokratie, Wertegemeinschaft, sozial etc etc) so gar nicht mit der Realität übereinstimmt (Interventionen, Handel zu Lasten ärmerer Nationen, Kriege, Waffenlieferungen, Ausbeutung von Arbeitskräften und Umwelt, Spaltung der Gesellschaften etc etc) halte ich es nicht nur für legitim diese "Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation" in Frage zu stellen - sondern für zwingend erforderlich!

@Am 21. August 2018 um 11:15 von Harald Kerkhoff

"Auch dass das Geschlecht ein "Soziales Konstrukt" ist wurde schon mehrfach wissenschaftlich widerlegt, mit Studien an Neugeborenen und sogar Ungeborenen. Man kann klar Predispositionen der Geschlechter zu bestimmten Eigenschaften nachweisen."<\cite>

Ich fürchte die Interpretation solcher Beobachtungen sagt mehr über Sie selbst.

"Vom biologischen Geschlecht kann man sehr gut Eigenschaften einer Person approximieren"<\cite>

Und das ist ja das praktische an der Moderne, dass solche Vorurteile zunehmend irrelevant werden und es viel mehr auf die tatsächlichen individuellen Eigenschaften eines Individuums ankommt. Einen schönen guten Morgen und willkommen im 21. Jahrhundert.

Entschuldigung liebe TS,

aber "Gender Studies" ist keine Wissenschaft. Gender Studies basieren auf der vollkommen unwissenschaftlichen, unbewiesenen und wenig plausiblen philosophischen Annahme, dass es neben dem biologisch/genetischem Geschlecht ein weiteres frei wählbares "Gender" gibt, das im wesentlichen durch Sozialisierung geprägt wird. Dem widersprechen aber z.B. Studien aus dem skandinavischen Raum, die eine Zunahme der geschlechtlichen Unterschiede nahelegen, je egalitärer eine Gesellschaft wird. Somit ist "Gender Studies" eine aggressive Ideologie, ganz ähnlich zu etwa dem Kommunismus/Marxismus.
Desweiteren legt der Diskussionsverlauf hier nahe, dass der eine oder die andere hier "Gender Studies" und "Gleichberechtigung" durcheinander bringt. Es sind aber zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

RE:wie-

"Wer Genderstudies in frage stellt, stellt auch die Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in frage."
Wie verschiedene Aktivisten betreiben sie hier "Meinungsdiktatur" . Eine Wissenschaft darf sich nie als Vehikel dafür hergeben.

Gruß Hador

Gender Studies = Pseudowissenschaft

Kritik an den "Gender Studies" kommt keineswegs nur von "Rechten". Man lese sich z.B. einen Artikel von Vojin Sasa Vukadinovic, Ex-Gender-Student, in der feministischen Frauenzeitschrift EMMA durch:

https://www.emma.de/artikel/gender-studies-sargnaegel-des-feminismus-334569

"Gender Studies" stellen keine Wissenschaft, sondern eine ideologisierte Pseudowissenschaft dar. Schon alleine die Grundannahme der Genderisten ist offensichtlicher Unsinn. So glauben Genderisten tatsächlich, das Geschlecht eines Menschen sei unabhängig von seinem Chomosomensatz (XX vs. XY) und u.a. damit einhergehenden Hormonspiegeln (Testosteron vs. Östrogen), sondern rein "soziokulturell geprägt". Damit werden tatsächlich wissenschaftliche Basiserkenntnisse aus der Biologie geleugnet. Man höre sich in diesem Zusammenhang das Interview mit dem Evolutionsbiologen Prof. Dr. Kutschera, auch kein "Rechter", sondern Wissenschaftler, aus dem DLF an:

https://www.youtube.com/watch?v=T8UbCHr2kuI

Dr.-Ing. Meyer

Den Feinden der Wissenschaft ins Stammbuch

Überlassen wir das Feld der wissenschaftlichen Betätigung den wissenschaftsfernen und bildungsresistenten Kreisen, die meinen Wissenschaft habe nur dann eine Berechtigung, wenn sie "wirtschaftlich verwertbar" oder wenigstens herrschaftssichernd sei, überlassen wir diesen wissenschaftsfeindlichen und antiaufklärerischen Kreisen die Entscheidungsgewalt darüber was Wissenschaft sein darf und welche Ergebnisse sie zu produzieren hat, dann sind wir sehr schnell wieder bei den gleichgeschalteten, politisch bevormundeten und instrumentalisierten Wissenschaftseinrichtungen der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Wer gegen die gesellschaftlich notwendige Genderforschung polemisiert, der tut das, weil er Angst vor den Ergebnissen dieser Forschung hat, der wünscht sich den gleichgeschalteten Wissenschaftsbetrieb zurück, der seine ideologische Weltsicht spiegelt und seine Privilegien als weisser, männlicher Europäer nicht nur nicht in Frage stellt, sondern als "natürliche Ordnung" bestätigt.

Luegen ueber Genderstudien

Man kann sich nicht eine Studie aus einem Fachbareich rausgreifen und dann ueber den gesammten Fachbereich urteilen.

Genderstudien forschen ueber das Zusammenwirkung von Prägung und biologischer Disposition bei Sexueller Entwicklung. Manche Genderforscher denken in Kategorien andere in einem Kontinuum. Ein Gebiet was schon lange auch in der Biologie diskutiert wird.

Quoten sind KEINE allgemeine Forderung der Genderstudien (@NeutraleWelt)!

Genderstudien behauptetn nicht sie als Mann haetten keine Prostata, Hoden oder sonstwas (@NeutraleWelt).

Politisierung durch die Rechten

Das Thema war nie so oft in den Medien. Erst durch AfD Storch und Co wird man damit ständig genervt.

Jeder darf der Meinung sein das es ein unwichtiges Fach ist (der Forschungsetat ist dem entsprechend auch klein).

Was sind die schlimmen Konsequenzen?

Grob: Quoten und Gentertoiletten.

Es ist zur Zeit unklar ob Quoten mehrheitlich positive oder negative Auswirkungen haben. Quotenforderungen kommen NICHT nur aus der Genderforschung. Wer der Meinung ist, das es ein grosses Problem ist wenn bei gleicher Eignung zwecks Inklusion Behinderte Menschen einen Vorrang haben - OK. Aber sicher auch kein gigantisches Problem.

Gendertoilette: Ich glaube das können wir uns leisten.

Was sind die Folgen eines FOSCHUNGSVERBOTS und Tabus. Ich glaub das ist ein sehr viel groesseres Problem.

Die Ungarn sind den meisten EU-Ländern...

... einfach weit voraus, das Land wird mir immer sypathischer.

Was solls

Ich weiß gar nicht warum sich so viele Aufregen. So lange Theologie auch ein anerkanntes Studium ist gibt es meiner Meinung nach nichts daran auszusetzen.
Persönlich ist der Begriff Gender bei mir auch negativ besetzt, da ich unter dem Begriff nur Förderung von Frauen kennen gelernt habe unter Ausschluss der Männer (altersunabhängig). Zusätzlich erwarte ich inzwischen, dass das "Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend" in der nächsten Wahlperiode zum "Ministerium für Familie, Senioren, Frauen, Jugend und Divers" umbenannt wird. Was ich damit sagen will, sollte klar sein. Das Gefühl, dass man zu einer Bevölkerungsgruppe gehört gegen die gekämpft wird, hat schon seine Herkunft und konzentriert sich in den Gender Studies. Deswegen ist auch in Ordnung, dass sich Leute dagegen erheben.
Gibt es eigentlich Probleme mit deutschen Begriffen oder warum kann man das nicht Geschlechtsstudien nennen?

@12:23 von Tristram

"Für mich ist eine xy-Chromosom-Trägerin weiblich und ein yy-Chromosom-Träger männlich."

Keine Ahnung ob es tatsächlich Lebewesen mit nur 2 Y-Chromosomen gibt, diese sind aber wahrscheinlich nicht lebensfähig. Der Großteil der Informationen wird in den X-Chromosomen gespeichert. Mit XY-Chromosomen gelten Sie als männlich, mit XX-Chromosomen gelten Sie als weiblich.

Solange nicht geklärt ist, ob

Solange nicht geklärt ist, ob Gender Studies überhaupt Wissenschaft sind, sollte die TS sich zurückhalten mit der Behauptung Ungarns Regierung mische sich in die Wissenschaft ein.

Reines Wohlstandsthema

Gender Studies ist in etwa so wie die wissenschaftliche Analyse des Wembley-Tors: Ein reines Wohlstandsthema.
Sobald sich das politische Weltklima ein bisschen wandelt werden die wissenschaftlichen Ressourcen umgehend in die Militärforschung abgezogen.

Vollste Zustimmung

"Man kann hören, dass nicht alle Mädchen Rosa toll finden. Man wird NIE hören, dass es fast alle eben DOCH tun. Dass weibliche Babies auf Puppen zukriechen, nicht auf Autos. Dass Frauen lieber Krankenschwester als Ingenieur werden. Gerne einen starken Mann heiraten."

Es ist wichtig, dass die Menschen frei sind - und wenn diese Freiheit dazu führt, dass eine Frau sich dazu entschließt ein Leben zu leben, das dem "klassische" Frauenbild entspricht, z.B. Hausfrau wird, keinen Beruf ausübt und sich stattdessen Vollzeit um Haus und Nachwuchs kümmert, dann muss auch das genauso in Ordnung sein, wie wenn sie Ingenieurin wird, Gewichtheberin ist und gerne Bier trinkt.

Gerade in Schweden, das als am wenigst sexistisches Land der Welt gilt - das Land in dem die geschlechtsbedingten sozialen Barrieren so gering sind wie nirgendwo sonst - gerade dort wählen Frauen besonders häufig Berufe, die als "typische Frauenberufe" gelten.

Gerade damit kommen viele Hardline Feminist/inn/en nicht klar.

„weil sich zu wenige Frauen dafür interessieren“

Schauen Sie, gerade Ihre Einlassung belegt, dass Gender Studies im Sinne einer Grundlagenforschung wichtig ist, um sie bspw. für die pädagogische Praxis fruchtbar zu machen. Denn da das Interesse für Mint-Fächer nicht genetisch einprogrammiert sein kann, stellt sich die Frage, wie es zu diesem Ungleichgewicht kommt. Eine Antwort darauf ist, dass bestimmte Vorstellungen und Bilder von Geschlecht (z. B. „Mädchen können nicht so gut rechnen“ oder „Jungs sind technisch versierter als Mädchen“) unseren Alltag und damit auch die Heranwachsenden prägen. Genau das wiederum ist ein Bereich, der sich u. a. mit Hilfe einer geschlechtersensiblen Perspektive beleuchten lässt, um für die pädagogische Praxis Alternativen zu öffen.

@ 11:34 von teachers voice

"Unbestritten und auch legitim. Eine Bewegung ist ja auch per definition politisch und damit zwingend umstritten. Nur tappen Sie hier genau in die Falle der Rechtspopulisten, die einfach mal so behaupten, zwischen (politischer) Bewegung und Wissenschaft gäbe es keinen Unterschied."
.
Was hat das jetzt wieder mit "Rechtspopulismus" zu tun?
.
Sinnfreier Beitrag.........

re tisiphone: Verwerflich?!

„Vor allem an diesem Satz:
"Wer Genderstudies in frage stellt, stellt auch die Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in frage"

finde ich bedenklich, dass es verwerflich erscheint, die Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in Frage zu stellen.“

Entschuldigung, aber hier sind doch eindeutig nicht die Ergebnisse dieser Studien gemeint. Die müssen natürlich in Frage gestellt werden. Es geht doch im Artikel klar um die Zuässigkeit von Studien.

Vor allem aber: Sie hatten sich ja sehr früh hier sehr pointiert positioniert. Das fand ich in Ordnung.

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie der Tenor der Kommentare hier nicht nachdenklich werden lässt.

Unterschiedliche Themen

Aus meiner Sicht gibt es hier mehrere Themen die man nicht durcheinander werfen sollte.

-Der Eingriff der Politik in die Wissenschaft
-Die Basis der Kritiker an den Gender-Studies
-Die wissenschaftliche Qualität der Gender-Studies

Die Politik in Ungarn greift massiv in die Freiheit von Forschung und Lehre ein. Das ist nach meinem Dafürhalten nicht hinnehmbar, undemokratisch, von einem Autokraten von Orbans Format jedoch leider erwartbar.

Es gibt durchaus anti-intellektuelle Kritik an den Gender-Studies. Ein häufiger Kritikpunkt ist jedoch, dass vorgefestigten Meinungen mit den Gender-Studies einfach ein wissenschaftlicher Anstrich gegeben werden soll. Tatsächlich wird den Gender-Studies oft nicht ein zu hoher Grad an Komplexität, sondern eine unzulässige Vereinfachung von Realität und Ursachen vorgeworfen.

Gender-Studies ... fehl am Platz

Auch ich habe nie die Notwendigkeit für Gender Studies als eigene wissenschaftliche Disziplin gesehen.

Gibt es die Notwendigkeit über die Gleichberechtigung/-stellung von Mann/Frau/Quer zu sprechen? Ja, die gibt es. Gibt es die Notwendigkeit über Ungleichheiten bei dieser Gleichberechtigung/-stellung zu sprechen? Ja, auch die gibt es.

Aber dafür eine eigene wissensch. Disziplin zu schaffen? Das bringt das genaue Gegenteil. Statt darüber in den passenden Fachdisziplinen zu sprechen, wird eine eigene Disziplin geschaffen, die (oft) völlig losgelöst von den anderen arbeitet.

Die Stellung von Mann und Frau in der Geschichte? Super Kurs für die Geschichtswissenschaften. Die Einbindung von Mann und Frau in der Wirtschaft? Ein Thema für die Wirtschaftswissenschaften. Die 'Ungleichbehandlung' von Mann und Frau in der Sprache? Linguisten haben ihre Freude daran.

Wenn wir eine eigene wissenschaftliche Disziplin für Gleichberechtigung brauchen, dann läuft etwas an anderer Stelle verkehrt.

Gender Studies polarisiert

Die heftigen Reaktionen schon in der Flut der ersten Kommentare, die klare Ablehnung dieser Forschungsdisziplin zeigt deren Notwendigkeit. Gender fragt nach Machtunterschieden, hinterfragt die aus dem gesellschaftlichen Umfeld geformten Standards und Bilder. Gleiche Rechte können für alle Mitglieder einer aufgeklärten Gesellschaft nur dann erreicht werden, wen sich jeder bewusst ist, was sein Handeln bestimmt. 98 % der täglichen Entscheidungen trifft ein Mensch ohne bewusstes Abwägen von Für und Wider, ohne bewusstes Nachdenken, sondern allein "automatisch reagierend" auf Basis gefestigter Frames und kulturell bedingter Werte. Entsprechend häufig ist die Fehlerquote, was zu Ungerechtigkeit und Benachteiligung führt. Gender deckt dieses Handeln auf und gibt Hinweise für Verbesserung der Persönlichkeit. Gender ruft auf zu bewusstem Handeln und zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung. Klar, weil ganz natürlich, dass die Notwendigkeit von Veränderung zunächst Widerstand auslöst.

Sowas gibts doch in der Biologie nicht

Einige Genderhasser sollten mal etwas Bio studieren.

Einige Fischarten, Voegel, Korallen aendern ihr Geschlecht waerend der
Ontogenese. 5-alpha-Reductase Defekt kann bei Menschen aehnliche
Phenomaene hervorrufen.

HOmosexualitaet ist bei Bonobos, Fledermaeusen uvm. Dokumentiert.

Das ganze ist auch "biologisch Sinnvoll" wie schon 1932 Haldane, Hamilton und Maynard-Smith zeiten.

Typus x15b-81 hält dagegen

Halten wir Mal fest, Männer und Frauen sind unterschiedlich. Aber auch Frauen und Frauen, sowie Männer und Männer unterscheiden sich. Manche Frau ist männlicher als so mancher Mann, und dennoch 100% Frau. Das mag kränken, oder nicht, so ist es eben.
Gut, früher hat man das vielleicht mit Tierkreiszeichen und Horoskopen zu erklären versucht, heute mag man anscheinend lieber Gender hinzuziehen, was vermutlich wissenschaftlicher anmutet. In meinen Augen alles Bestrebungen, das nicht katalogisierbare zu katalogisieren. Viel Spaß damit.

Was mich persönlich immer wundert:
Steht jetzt die Neigung nicht zum Auto zu griechen im X-Chromosom oder nicht? Nein, steht es nicht? Wenn es überhaupt irgendwo steht, dann bestimmt nicht da? Zumindest würde es da bisher noch nicht nachgewiesen? Aha. - Trotzdem wird sowas zur Geschlechterfrage gemacht. Na so lange das wohl noch so ist, so lange braucht es die gender studies wohl doch, nur um irgendwann wohl in einem herzlichen April, April zu kulminieren.

Verbot ist das Problem

Da aergern sie sich m.E. zu recht @Hador Goldscheitel

Der Satz "Wer Genderstudies in frage stellt, stellt auch die
Grundwerte der modernen westlichen Zivilisation in frage."
ist m.E. Quatsch. KRITIK ist in den Genderstudien SEHR WILLKOMMEN (die nehmen sich doch
selbst ständig auseinander).

Ich glaube er sollte eher heissen (das wuerde auch zum Artikel
passen):

"Das Verbieten von Studiengaengen ist mit den Grundwerten eine
westlichen Zivilisation schwer zu vereinbaren"

You made my day

Ist das Satire oder meinen Sie das gar ernst?

Wenn sogar hier im Forum Leute aus dem Spektrum ganz links (Hador Goldscheitel) durchaus berechtigte, weil vernunftgesteuerte Bedenken gegen diese Pseudowissenschaft hegt, gibt es immer noch Leute, die jegliche Abweichung von Ihrer rosaroten Weltsicht als ultrarechte, faschistische Verschwörung betrachten.

Es gibt biologisch Männlein und Weiblein! Alles was darüber hinausgeht ist individuelle Entwicklung. Wenn Individualforschung betrieben werden soll, kommen wir ganz schnell zu dem Schluß, daß wir weltweit ca. 7,5 Milliarden verschiedene Gender haben, von denen jeder unterschiedliche Befindlichkeiten hat.

Sollen wir jetzt für jeden eigene Gesetze machen, eigene öffentlich Toiletten errichten etc. pp.? Oder bleiben wir lieber bei dem gemeinsamen Nenner von zwei Geschlechtern einfach der Ordnung halber um uns nicht schlußendlich gegenseitig zu zerfleischen weil ja jeder sein eigenens Süppchen kochen will?

Neue Querschnittsdisziplin

21. August 2018 um 13:21 von Rochhardo

Gender ist eine neue Forschungsdisziplin und sie spricht, wie Sie gut darstellen, verschiedene etablierte Forschungsgebiete an. Gender ist als Querschnittsdisziplin ("cross cutting") zu bezeichnen. Daher bietet sich ein eigenes Forschungsfeld an, da so Wissen, Theorien und Verknüpfungen zu anderen Themen ideal gebündelt werden können. Bestimmt fordern Sie auch nicht, das noch recht junge Fach Informatik abzuschaffen, nur weil dieses prima sowohl der Elektrotechnik, Elektronik, Mathematik, Logik und Sprachwissenschaft zugeordnet weden kann.
Ach ja, Gender heißt nicht automatisch "Gleichberechtigung", auch wenn sozial bedingte Machtungleichgewichte untersucht werden. Und Gender ist auch nicht an die Untersuchung biologisch bedingter Geschlechter und sexueller Orientierungen gebunden. Gender ist primär eine Analyseinstrument, um zu lernen, zu verstehen, sich zu orientieren in einer komplexen Welt. Z.B. warum Herr Seehover nur Männer um sich duldet.

Ich glaube wir sollten die

Ich glaube wir sollten die Geschlechter nicht weiter mit Eigenschaften Überfrachten, mit denen sie im Grunde kaum was zu tun haben. Wie ein User schon darauf hinwies, besteht das Genom des Menschen nicht nur aus X- und Y-Chromosomen, sondern aus einer Vielzahl anderer Genmerkmale. Hinzu kommt noch, dass die meisten Fähigkeiten, die wir in unserer Gesellschaft benötigen, erworben sind, nicht angeboren. Es gibt keinen angeborenen Schulabschluss und
kein angeborenes Wissen über Autos. Noch nicht einmal Sprache und Normen sind angeboren. Und wenn die Lieblingsfarbe eines Menschen tatsächlich im X-Chromosom hinterlegt sein sollte, dann verspeisen ich höchstselbst meine rosanes T-Shirt, was ich heute zufällig trage und welches mir mir als Mann dennoch unerklärlicher Weiße steht, obwohl das eigentlich nicht meine Lieblingsfarbe ist. Aber bis es so weit ist, hört bitte auf den kleinen aber feinen Unterschied heillos zu Überfrachten. Wer das tut, reduziert sich auf seine Anhängsel.

Man muss nicht jeden Blödsinn gleich verbieten

"Sie wenden sich nicht grundsätzlich gegen Biologie, sondern gegen ein biologistisches Verständnis von Geschlecht." - Nur ist das Geschlecht nunmal Biologisch definiert ist, darum kommt man nicht herum.

Und trotzdem darf jeder Mensch so leben wie dieser will. Wenn ein Mann mit Frauenkleidern herumlaufen will, dann soll er das einfach tun, ich sehe keine Notwendigkeit, dass darus eine Wissenschaft gemacht wird.

Diese Pseudowissenschaft wird m.E. also zurecht von vielen Seiten kritisiert, das ist aber kein Grund sie zu verbieten, jeder hat das Recht seine Meinung in die Welt zu blasen.
Was man m.E. tun sollte ist die Streichung aller Fördergelder.

Kein Wunder.

Wer (als Europa) rechtpopulistische Regierungen wie die in Ungarn ewig laufen und machen lässt und keinerlei Anstrengungen unternimmt, Rechtsverstöße zu sanktionieren, kassiert eben die Quittung.

Die entsprechende Regierung (hier Ungarn) fühlt sich dann bestätigt und unterbindet nach der freien Presse nun eben auch die freie Wissenschaft.

Wir brauchen die Gender Studies!

Allerdings bitte als echte Wissenschaft, die Geschlechterkonstrukte offenlegt und im Sinne der Gleichberechtigung wirkt.

Und nicht (wie Herr Hirschauer richtig sagt), als (wie im Augenblick) von Feministinnen durchsetzte Ideologieveranstaltung!

So viele selbsternannte Experten...

...in den Kommentarspalten.

Ich frage mich ernsthaft, wie viele der Gegner von Genderstudies sich schonmal an ein Buch, einen Text, oder einen Vortrag aus dieser Disziplin herangewagt haben.

Mein Tip: keiner. Ansonsten würde ja nicht immer nur anhand vorgefertiger Diskursfragment diskutiert werden, sondern mit Argumenten. Davon gibts aber reichlich wenige.

Gender: definitiv keine Satire

Gender betrachtet nicht primär das biologische Geschlecht, wie oft vermutet, sonder die Zuschreibungen der Gesellschaft zu einem Geschlecht:
Warum dürfen Männer nicht weinen und Frauen sollen es?
Warum ist blau heute eine Männerfarbe, obwohl blau im Mittelalter eine Frauenfarbe war?
Warum sind im euro-vorderasiatischen Kulturraum die Hauptgötter alle stets männlich, obwohl doch das erste Wort eines Menschen "Mama" ist?
Warum müssen Männer sich im Kampf bewähren während Frauen als "das schwache Geschlecht" zu beschützen sind?
Warum sind Frauen "verführerisch" und Männer "stark"?
Warum werden Jungen in Mathematik mehr gefördert als Mädchen?
Warum gibt es deutlich mehr männliche Straftäter?
Warum ist Herr Höcke besorgt um seine Männlichkeit?
Warum wird Frauen nicht zugehört?
Warum ist Autowerbung überwiegend an Männer adressiert?
Warum gab es heftige Kritik, als bei der Fußballweltmeisterschaft Frauen die Spiele kommentierten sollten?
All das untersucht Gender und noch vieles mehr.

rossundreiter 15.54

hören Sie doch auf, hier von Wissenschaft zu reden, das beleidigt jeden Wissenschaftler. Wissenschaft beruht auf Empirie und Nachweisen, nicht auf gefühlte Wahrheiten, sondern belegbare. Hier werden eben Lehrstühle für GeschwätzprofessorInnen geschaffen, die sonst in einer Uni nichts verloren haben.

@Am 21. August 2018 um 15:09 von Laber_Rababer

Ich weiß nicht. Wäre es auch aus ihrer Sicht nicht viel zweckdienlicher, wenn wir als Gesellschaft irgendwann Mal einen Status erreichen, bei dem es auf das Geschlecht gar nicht mehr ankommt, weil man alle überflüssigen gesellschaftlich verliehenen Attribute vom Geschlecht in soweit losgelöst hat, dass jeder seine Rolle in der Gesellschaft vollständig selbst bestimmen kann? Wozu braucht es dann Umdeutungen, Festlegungen, Verbote usw? Führt das in die Freiheit oder Unfreiheit? Im übrigen darf hier jeder mitdiskutieren, egal ob Experte oder nicht. Ich habe auch schon Bücher gelesen, über Dinge, von denen Sie noch nicht Mal gehört haben. Das tut hier aber nichts zu Sache.

@laberrababer, 15:09

Da machen Sie sich doch etwas sehr einfach.

Ich würde mich nicht als Gegner, aber durchaus als Kritiker der Gender Studies (in ihrer gegenwärtigen Form) beschreiben, da sich diese nahezu ausschließlich (es gibt Ausnahmen) auf Aspekte der angeblichen oder tatsächlichen Benachteiligung des weiblichen Geschlechts in unserer Gesellschaft konzentrieren (oder andere Aspekte beleuchten, die diesem einem Ziel dienen).

Und, mit Verlaub, ich habe dazu nicht nur ein Buch gelesen, sondern ein ganzes Bücherregal.

Empirie und Nachweise

21. August 2018 um 15:52 von deutlich

Ouha, dann haben Ihrer Meinung nach auch die ganze Soziologie und Anthropologie sowie die Kulturwissenschaften, nicht zu vergessen auch die Psychologie, ziemliche Schwierigkeiten, ihre wissenschaftlich fundierte Existenz zu begründen.

Ich finde es schon amüsant...

...das eine "Soft Science" wie Gender Studies so gerne angegriffen wird, während andere "Soft Sciences" wie die Ökonomie hochgehalten werden, als wären sie mit Naturwissenschaften vergleichbar, obgleich da enorm viel Ideologie/Glaube mitschwingt. Sozialwissenschaften aller Art, auch Geschichte, Politik etc., können und sollten nicht an den Standards der Physik o. ä. STEM-Feldern gemessen werden, aber das muss durch die Bank geschehen, nicht je nach politischer Überzeugung.

@deutlich, 15:52

Das war doch genau mein Anliegen?

Auch, wenn ich es etwas anders formulieren würde...

Am 21. August 2018 um 15:47 von wie-

Zuschreibungen, das Bedürfnis einer Gesellschaft, Dinge zu Kodieren, Symbole nach außen zu senden, Kommunikation zu vereinfachen...

Alles kein Hexenwerk.

Die Frage ist nur, inwiefern man das zum kategorischen Imperativ erhebt, oder nicht.

Daraus ergeben sich gesellschaftliche Zwänge - oder eben auch nicht.

@wie, 15:47

Alles richtig, aber:

Warum haben Männer von unehelichen Kindern in der Realität so gut wie keine Möglichkeit, das Sorgerecht für ihre Kinder zu erlangen?

Warum erkennt die Gesellschaft nicht an, dass der Kinderwunsch lediger Männer (im Gegensatz zu dem lediger Frauen) im allgemeinen unerfüllt bleibt und diese dadurch (biologisch begründete) Benachteiligung erfahren?

Warum gilt die verfassungsmäßige Wehrpflicht nicht für Frauen?

Warum ist es von der Gesellschaft akzeptiert, dass Frauen sich von ihren Männern "aushalten" lassen, ohne arbeiten zu gehen, während im gegenteiligen Fall der Mann als Faulpelz gilt?

Warum dürfen Frauen (mehr oder weniger gesellschaftlich akzeptiert) Männer an ihr Hinterteil fassen, während man im umgekehrten Fall als Mann Glück hat, wenn die Polizei nicht gleich im Mannschaftswagen vorfährt?

Warum untersuchen die Gender Studies all dies nicht?

Der Grund dürfte in der legendär selektiven Realitätswahrnehmung des mit ihnen beschäftigten Personals liegen..

@15:09 von Laber_Rababer

Und Sie haben uns in Ihrem Beitrag nun mit Argumenten überhäuft...
Das Problem an den "Gender Studies" ist, dass hier eine selbsternannte "Wissenschaft" betrieben wird, die auf einer nicht wissenschaftlich belegten These beruht. Nämlich, dass es ein soziologisch geprägtes "Gender" gibt. Das ist keineswegs selbstevident, in der Tat bezweifle ich persönlich die Existenz erheblich. Ehe nun das Argument kommt, dass niemand die Existenz widerlegt hat: So funktioniert Wissenschaft nun einmal nicht. Wer eine These in den Raum stellt, muss sie belegen, und nicht darauf bestehen, dass andere sie widerlegen. Ansonsten müssten wir hier wohl auch über Existenz von Drachen, Kobolden und Elvis Heimatplaneten diskutieren. Zudem scheinen zunehmend Feministinnen diese wandelbare (da nicht faktenbasierte) "Wissenschaft" für Ihre Zwecke einzuspannen, um zum Teil absurden Forderungen den Anschein von Legitimität zu verleihen.

Ein männlicher Physiker

um 15.47 von wie- Ihre Fragen - hier ein paar Antworten dazu

"Warum müssen sich Männer im Kampf bewähren während Frauen als das "schwache Geschlecht" zu beschützen sind?" Das ist nicht wahr, bzw. kalter Kaffee. Frauen werden eher Opfer als Männer. Außerdem können Mädchen/Frauen heute ebenso Soldaten werden wie Männer.

Warum sind Frauen "verführerisch" und Männer "stark?" - weil Frauen sich selbst dazu machen. Das Arsenal an Frauenzeitschriften, Kosmetika und Diätvorschriften bedient den Wunsch, sich einen "verführerischen" Anschein zu geben und daraus Profit zu ziehen.

"Warum ist Autowerbung überwiegend an Männer adressiert?" - weil Frauen sich mehr um den schönen Schein ihres Auftretens und Outfits kümmern und hoffen, damit einen Mann zu angeln, der Ihnen dann ein großes Auto spendiert. Ich würde mir wünschen, dass Frauen ebensoviel Energie in ihr berufliches Fortkommen / in ihr Studium investieren würden, wie in Diäten, Body-Styling-Kurse, Klamotten ... dann würden sie ebenso von der Marketing-Industrie umgarnt, wie Männer.

@tettigonia-Einige Genderhasser sollten mal etwas Bio studieren

Richtig !
Etwa 0,01 Prozent der in Deutschland geborenen Menschen sind 2Geschlechtlich

Bei einigen sind wohl gemäß der "Nürnberger Gesetze" dieses keine Menschen

12:23 von Tristram

Komisch - für mich nicht. Ich halte XX für weiblich, XY für männlich (aber nur bei Säugetieren). Auch wenn ich dem Rest des Posts zustimme - etwas biologische Grundahnung ist nicht verkehrt.

Das ist einfach ...

"Ich werde an die Berechtigung von "Gender studies" glauben, wenn der erste Mann zum Gleichstellungsbeauftragten ernannt wird"

Na dann:
Ich bin maennlich und Gleichstellungsbeauftragter.

Viel Spass beim ueberdenken des aktuellen Weltbildes :)

Eine Volksabstimmung ...

wäre hier in D-Land mehr als angebracht gewesen, als es um das ewige "er/-innen"-Geschisse ging!
Niemand hätte es gewollt!
Stattdessen wurde es jedermann befehlsmäßig aufoktruiert, ungeachtet der Tatsache, daß dafür MilliardenTonnen Papierformulare vernichtet wurden, Millionen Stempel neu geprägt werden mußten, Türschilder etc. wegen des allgemeinen Umbenennungs-Wahns. - alles auf Kosten des Steuerzahlers!
Unverantwortlich, umweltschädlich, komplett sinnfrei.
Es lebe die Linke und deren "Herr-Lehrer-ich-weiß-was!"-Mentalität ...

welche Welt? – Welche Reproduktionspolitik?

Ist es Zufall, dass Gender-Forschung und das politische Aufgreifen mancher ihrer irritierenden – weil uralte Tabus und bequem vertraute Ressentiments aus den Angeln hebenden – Ergebnisse überall da von den Regimen zu diskreditieren versucht werden, wo diese ihre stärkste Zukunftshoffnung auf die biologische Reproduktionsrate der alteingesessenen Bevölkerung setzen?
Instrumentalisiert wird da eigentlich immer und überall die im Überfluss verfügbare, scheinbar eine anthropologische Grundkonstante widerspiegelnde, Angst vor Fremden und Fremdem. Diese allerdings stellt noch viel offenkundiger das (erstaunlich eindimensionale) Resultat der allgegenwärtigen - unter den Kräften der Globalisierung einem beschleunigten Wandel unterworfenen - vieldimensionalen "Mischung von sozialen, biologischen, kulturellen, historischen Komponenten" dar als die - mit Verlaub, eben doch - Randproblematik der konstruktivistischen Gendereien.

Jeder sollte eigentlich die

Jeder sollte eigentlich die Möglickeit haben sich mit was auch immer für einem Schwachsinn zu beschäftigen.
Jeder sollte sich mal einen Studienführer besorgen und nachblättern, was für skurile Dinge man studieren kann und was für Professuren es gibt.
Und worüber geforscht wird. Fällt das Wurstbrot immer mit der Wurtseite auf den Boden? Kann Bier glücklich machen?
Studium des Bibliothekswesens, Abschluß als Doktor? Wie sortiere ich Bücher ein?
.
Ich bin ein Mann, weil mein Vater mein Vorbild war, ich männliche Geschlechtsteile habe, und mich als Kind mit Jungs und nicht mit Mädchen geprügelt habe. Was für eine Erkenntnis!
Das wird die Welt sicherlich weiterbringen, diese ganzen tollen Erkenntnisse.
Auch mir (Akademiker) fehlt die "intellektuelle Substanz".
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Aber darf der Staat soetwas verbieten? Ich denke Nein!
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Soll jeder studieren was er will. Die Realität folgt auf dem Arbeitsmarkt.

Gendering und Gender Studies

Gendering (und nicht "nur" Frauenforschung) - ist eine interdisziplinäre wissenschaftliche Methodik, das Gender-Phänomen in den unterschiedlichen phänomenologischen und ontologischen Dimensionen menschlicher Existenz zu untersuchen. Wie jede andere wissenschaftliche Methodik ist sie theoretisch begründet. Die Gender Studies sind unzweifelhaft aus der feministischen Kulturtheorie entwickelt worden. Nun gibt es zwar linke und rechte und sonstige WissenschaftlerInnen, aber weder linke noch rechte wissenschaftliche Theorien, nur mehr oder weniger valide, je nach der Praktikabilität der aus ihnen entwickelten Methoden und der Ergebnisse der empirischen Analysen. Machthaber können selbstverständlich versuchen zu verhindern, dass Menschen ihren Kopf zum Denken benutzen. Aber die Erde würde sich um die Sonne drehen, auch wenn Galilei verbrannt worden wäre. Sie erwärmt sich derzeit, auch wenn es Trump leugnet. Menschen sind Gender-Wesen, auch wenn die Wissenschaft aus Ungarn verbannt wird.

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